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Wie wirken sich die Kriege auf unser Leben aus?
Es herrscht wieder Krieg - im Nahen Osten, in Europa, in Afrika. Für die Philosophen waren kriegerische Auseinandersetzungen immer schon ein wichtiges Thema. Besonders Simone Weil kann uns mit ihren Überlegungen noch heute hilfreich sein. Wenn Gewalt das Zentrum aller menschlichen Beziehungen darstellt, dann heißt es, dass wir von ihr ausgehend denken müssen, um einen Umgang damit zu finden. Wie verändert sich eine Gesellschaft, wenn die Macht des Stärkeren unantastbar wird? Wie gelingt trotz dieser neuen Herausforderungen ein gutes Zusammenleben?
Gestaltung: Lisz Hirn und Ulrike Schmitzer. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet im Ö1 Radiokolleg am 9. 04. 2026.
Die neue Serie "Mit Hirn durchs Leben" gibt es auch als eigenen Podcast zum Abonnieren.
Weitere Informationen: https://oe1.orf.at/mithirn
Wir befassen uns in diesem 3-Teiler mit dem Verhältnis von Technik und Macht - beginnend mit der Zeit der Aufklärung, in der Staaten erstmals als "mathematische Räume" und große Maschinen verstanden wurden. Die Geschichte des technokratischen Denkens führt bis in die Gegenwart, in der China auf Grundlage kybernetischer Modelle zu regieren versucht, das Department of Government Efficiency (DOGE) in den USA mittels Algorithmen Kürzungen vornimmt und in Albanien eine KI als virtuelle Ministerin angelobt wurde.
Gestaltung: Richard Brem. Redaktion. Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 07.09. 2026.
In den frühen 1930er Jahren sorgte in den USA und Kanada eine Zeitlang die "Technocracy"-Bewegung für großes Aufsehen. Sie propagierte eine neue gesellschaftliche Ordnung, die sich ausschließlich auf Wissenschaft, Technik und Energiemanagement stützen und die bestehenden Nationalstaaten durch "Technate" ersetzen sollte. Zu den führenden Köpfen der "Technocracy"-Bewegung gehörte zu jener Zeit Joshua N. Haldeman, der Großvater von Elon Musk. Auch wenn die "Technocracy"-Bewegung damals vom "New Deal" des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt übertrumpft und politisch bedeutungslos gemacht wurde, so findet sich auch in der Gegenwart noch viel an ähnlich technokratischem Denken.
Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 08.04. 2026.
Im September 2025 wurde in Albanien mit "Diella" zum weltweit ersten Mal eine KI als virtuelle Ministerin "angelobt". Ein symbolischer Akt, der aber deutlich machte, wie sehr Regierungen und Verwaltung in immer mehr Ländern auf Künstliche Intelligenz setzen. In den USA ging unter Präsident Trump und unter Mitwirkung von Elon Musk etwa zeitgleich das Department of Government Efficiency (DOGE) ans Werk, um mit Hilfe von Algorithmen radikale Kürzungen bei staatlichen Behörden vorzunehmen. Daneben gibt es quer durch die weltanschaulichen Lager auch noch andere Ansätze, die mit Hilfe von KI und digitalen Technologien Städte und den Staat neu erfinden möchten.
Gestaltung: Richard Brem. Redaktion: Sarah Kriesche. Gesendet in Ö1 am 9.04. 2026.
Was Investor:innen wollen
Im vierten Teil geht es um die Kunst Geld aufzustellen: Denn jedes Startup muss früher oder später Investoren finden, die in ihr Produkt glauben und deswegen ihr Geld hineinstecken. Dafür präsentieren sich die Gründer:innen mit einem so genannten Pitch. Ein Pitch muss kurz und überzeugend darstellen, welche Idee hinter dem Unternehmen steht. In zwei bis fünf Minuten erklären Gründer:innen, welches Problem ihr Produkt löst und warum es gerade jetzt relevant ist. Dabei sollten sie erste Marktanalysen und einen Finanzplan parat haben und zeigen, dass ihr Produkt das Potenzial hat, irgendwann den Markt zu erobern.
Gestaltung: Till Köppel; Redaktion: Irmi Wutscher. Gesendet in Ö1 am 2.4. 2026.
Odsun. Die Vertreibung.
Vor 80 Jahren atmeten viele auf: Der Zweite Weltkrieg war vorbei. Wenige Kilometer hinter der Grenze zur Tschechoslowakei begann indes ein grauenhafter Exodus. 143 Verordnungen, die als "Benes-Dekrete" bekannt wurden, erklärten als Vergeltung für den NS-Terror die deutsche Bevölkerungsgruppe pauschal zu Staatsfeinden. Sie verlor alle Rechte, wurde vertrieben und enteignet. Inzwischen sind die Wunden überwiegend verheilt - aber nicht vollständig. Wurde die Geschichte ohne Tabus aufgearbeitet? Dezember 1945 bis Dezember 1946: Rund 3 Millionen Einwohner:innen deutscher Nationalität wurden gezwungen, ihre Heimat im damaligen Böhmen, Mähren und auch der Slowakei, zu verlassen. Manche gingen gleich, andere wurden mit Gewalt vertrieben.
Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 30.03. 2026.
Mnichovska zrada. Der Münchner Verrat.
Seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 gewann die "Heim ins Reich"-Bewegung unter den Sudetendeutschen immer mehr Anhänger. Sie wurde von Deutschland gefördert und zielte darauf ab, das Sudetenland von Prag zu lösen. Im März 1938 wies Hitler den Vorsitzenden der Sudetendeutschen Partei, Konrad Henlein, an, der tschechoslowakischen Regierung bewusst unannehmbare Forderungen zu stellen, um jede Möglichkeit eines Kompromisses auszuschließen.
Mit dem "Münchner Abkommen", das bis heute in Tschechien und der Slowakei der "Münchner Verrat" genannt wird, erzwang Deutschland die Abtretung des Sudetenlandes, es wurde zum deutschen Reichsgau.
Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 31.3. 2026.
Nasi Nemci. Unsere Deutschen.
Jahrhundertelang lebten Deutsche und Tschechen neben- und miteinander. Böhmische Fürsten luden deutsche Siedler ab dem 12. Jahrhundert ein, die dünn besiedelten Gebiete zu entwickeln, insbesondere die reichen Bergregionen. Das führte zu einer starken deutschen Präsenz.
Sie prägten die Stadtentwicklung, viele Städte wie Brünn oder Prag waren hauptsächlich deutschsprachig. Innerhalb des österreichischen-ungarischen Kaiserreichs nahmen sie oft eine bevorzugte Stellung ein, besonders in Verwaltung, Wirtschaft und Bildung, was zu Spannungen mit der tschechischen Nationalbewegung führte. Dennoch gab es eine weitgehend friedliche Koexistenz, die Sudetendeutschen wurden von den Tschechen "Unsere Deutschen" genannt.
Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 1.4. 2026.
Usmireni - Versöhnung?
1997 akzeptierten deutsche Vertriebenenverbände die gemeinsame Erklärung der tschechischen und deutschen Regierung. Darin bedauerte die deutsche Seite das Unrecht durch die nationalsozialistischen Verbrechen, die tschechische die Vertreibung, Aussiedlung und Enteignung der Sudetendeutschen.
Knapp 20 Jahre später verzichtete die Sudetendeutsche Landsmannschaft offiziell auf "Wiedergewinnung der Heimat" und eine "Restitution oder gleichwertigen Entschädigung".
Heute gibt es zahlreiche Kooperationen, Studienprogramme, Versöhnungsmärsche und Veranstaltungen, die das Miteinander in den Vordergrund stellen. Dennoch lehnte das tschechische Abgeordnetenhaus noch 2009 Bemühungen ab, die Nachkriegs-Eigentumsverhältnisse zu ändern und Häuser oder Grundstücke zu restituieren.
Gestaltung: Ute Maurnböck. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 2 .4. 2026.
Ursachen des Mangels.
Die Gründe für den Fachkräftemangel in Österreich sind vielschichtig. Sie reichen vom demografischen Wandel, über die Zuwanderung von vielen nicht ausreichend qualifizierten Menschen, veränderten Arbeitsvorstellungen bis hin zu Engpässen in der Ausbildung. Die Folgen sind eingeschränkte Dienstleistungen und ein gebremstes Wirtschaftswachstum. Gelöst werden kann das Problem durch Investitionen in Bildung, Arbeitsbedingungen und Integration.
Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 23. 03. 2026.
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