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Digitale Raubzüge.
Cyberkriminalität hat im letzten Jahrzehnt weltweit verheerende Auswirkungen gezeigt, die weit über das rein Technische hinausgehen und kritische Infrastrukturen, Unternehmen und Einzelpersonen gleichermaßen bedrohen. So ging der "WannaCry"-Angriff im Jahr 2017, auf eine Sicherheitslücke in einem weit verbreiteten Betriebssystem zurück, wodurch die Angreifer binnen weniger Stunden weltweit Tausende von Computersystemen lahmlegen, und sowohl Krankenhäuser als auch Unternehmen und Behörden an den Rand des Zusammenbruchs führen konnte. Ähnlich verheerend war der Angriff auf Colonial Pipeline im Jahr 2021, bei dem eine einzige kompromittierte Software zu einem tagelangen Stillstand der Ölversorgung in weiten Teilen der USA führte.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 22. Oktober 2024.
Spektakuläre Spionage und ihre Schattenseiten.
Staaten stehen heute vor der Herausforderung, ihre Cyberfähigkeiten zu erweitern, während sie gleichzeitig die Konsequenzen ihres Einsatzes in einer global vernetzten Welt abwägen müssen.
Ihre Spionage- und Geheimdienstoperationen haben im digitalen Zeitalter eine neue Dimension erreicht. Hochkomplexe Cyberoperationen, die im Verborgenen durchgeführt werden und das Potenzial besitzen, internationale Politik und Sicherheit grundlegend zu beeinflussen. Die Enthüllung der NSA-Überwachungsprogramme durch Edward Snowden oder die Sabotage des iranischen Atomprogramms mittels Stuxnet, einer der ersten bekannten Cyberwaffen, sind Beispiele, die zeigen, wie Staaten digitale Werkzeuge nutzen, um strategische Ziele zu erreichen.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 23. Oktober 2024.
Digitale Verteidiger.
Mit jedem technologischen Fortschritt steigen für Staaten die Herausforderungen im Bereich der digitalen Sicherheit. Die fortschreitende Vernetzung und der Einsatz neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz hat die Anforderungen an Verteidigungsstrategien erheblich erhöht. Spezialisierte Einheiten und Notfallteams überwachen kontinuierlich digitale Infrastrukturen und reagieren auf potenzielle Bedrohungen.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 24. Oktober 2024.
Ein globales Sprachrohr.
Das Radioprogramm repräsentiert Österreich in aller Welt. Mit dieser Prämisse nimmt der Kurzwellendienst des Österreichischen Rundfunks Mitte der 1950er-Jahre den Dienst auf. Die Beiträge des heute als Radio Österreich International bekannten Senders richten sich an Auslandsösterreicher und Urlaubende ebenso wie an ein an Österreich interessiertes Publikum.
Gestaltung: Barbara Matzner-Volfing. Gesendet in Ö1 am 21. Oktober 2024.
Auf den Wellen zwischen Fakten und Propaganda
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg werden unterschiedliche Sendeanlagen als Provisorien für den Kurzwellen-Radiobetrieb verwendet. Erst in den 1960er-Jahren beginnt der Bau eines eigenen Sendezentrums im rund 25 km von Wien entfernten Ort Moosbrunn in Niederösterreich.
Gestaltung: Barbara Matzner-Volfing. Gesendet in Ö1 am 22. 10. 2024.
Die globale Radiofamilie.
Seit den Anfängen des Kurzwellendienstes im Jahr 1955 hat der Sender das Ziel, Österreichs Kultur, Politik und Wirtschaft im Ausland zu repräsentieren. Zu den prominentesten Sendungen zählt das "Österreich-Journal", das mehrmals täglich mit aktuellen Nachrichten aus dem In- und Ausland informiert. Mit dem "Bundesländermagazin" oder "Report from Austria" werden vertiefende Einblicke in regional-österreichische Geschehnisse geboten und die 1997 eingeführte Sendung "Intermedia" richtet sich mit Themen der Medien- und Rundfunklandschaft an die technikaffine Hörerschaft.
Gestaltung: Barbara Matzner-Volfing. Gesendet in Ö1 am 23. 10. 2024.
Ausgesendet, doch nicht verstummt.
Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs und der zunehmenden Verbreitung neuer Technologien verändert sich die Rolle der Kurzwelle. Internet, Satellitenradio und DAB (Digital Audio Broadcasting) werden zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz. Das veränderte Radioverhalten durch Streaming- und On demand-Angebote lässt das Interesse an den Kurzwellenprogrammen zunehmend schwinden.
Gestaltung: Barbara Matzner-Volfing. Gesendet in Ö1 am 24. 10. 2024.
Radiopionierin: Barbara Coudenhove-Kalergi
Sie waren Pionierinnen eines schnellen Mediums: Die Radiostars vergangener Jahrzehnte, vielen sind ihre markanten Stimmen noch bestens bekannt. Mit viel Leidenschaft loteten sie die Möglichkeiten des Radios aus, als noch alle Ohren ausschließlich auf den Radioapparat gerichtet waren, um die aktuellen Nachrichten aus Österreich und aller Welt zu erfahren.
Die Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi landete nach mehreren Stationen bei Printmedien - u.a. Kurier und Profil - in den frühen 1980er Jahren beim ORF Radio in der neu gegründeten Osteuropa-Redaktion. Sie berichtete aus dem sogenannten Ostblock, hinter dem Eisernen Vorhang, vor allem aus der Tschechoslowakei und Polen. Von 1991-1995 war sie ORF-Korrespondentin in Prag.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 14. 10. 2024.
Radiopionierin: Nora Frey
3.30 Uhr: Bei Nora Frey läuteten drei Wecker hintereinander, denn die Radiomacherin musste für den Frühdienst ins Funkhaus, um den "Ö3 Wecker" zu moderieren. Es sind die späten 1980er Jahre, Nora Frey hat zu dieser Zeit schon 800 Wecker moderiert und gerade ihr Buch "Ö3. Die Story" publiziert. Sie ist eine Radiopionierin: die erste in Österreich, die ein Radioformat zur Blüte bringt, bei dem die HörerInnen anrufen können ("Phone-In Sendungsformat): Das "Ö3-Freizeichen" polarisiert über viele Jahre die Radio-Nation. Nora Frey liebt das Radio. "Die Leute vom Radio müssen ohne Kostüm- und Maskenbildnerin auskommen. Sie sind nicht verkleidet. Darin liegt die Wahrheit", schreibt sie in dem Buch. Heute ist Nora Frey Medientrainerin und unterrichtet an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 15. 10. 2024.
Radiopionierin: Brigitte Handlos
"Das Tolle am Radio ist: Du kannst Bilder malen mit Wörtern und das habe ich immer geliebt", sagt Brigitte Handlos. Sie kam über Umwege zum Radio: Lehrerin an einem Wiener Gymnasium, Journalistin bei "Der Standard", 1992 Wechsel zum ORF Wien. Sie war ab 2000 die erste Chronik-Chefin der ORF Radios und machte das Ressort zu einem zentralen Newsbereich. 2007 wechselte sie als Ressortchefin Chronik zur "Zeit im Bild". Feminismus ist für sie nicht nur ein Lippenbekenntnis: Im ORF engagierte sie sich in der ORF-Frauenplattform als Mentorin für die Förderung von Frauen und war Mitbegründerin des Vereins "Frauennetzwerk-Medien". 2017 wurde sie für ihr feministisches Engagement mit dem Goldenen Ehrenzeichen um die Verdienste für die Republik Österreich ausgezeichnet. Heute widmet sie sich ihrer Leidenschaft in einem eigenen Podcast: "Frauenfunk".
Gestaltung: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 16. 10. 2024.
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