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Freiheit.
Die entkräfteten Flüchtlinge verlassen die deutsche Botschaft in Tirana, das Gelände liegt in Trümmern. Doch bis zuletzt ist unklar: Laufen sie in eine Falle?
"Die Botschaft" ist eine Geschichte über Mut und Hilfsbereitschaft, die Kraft des Fußballs und den großen Sog der Freiheit. Folge 5 der Serie "Die Botschaft. Europas letzter Mauerfall" von Franziska Tschinderle und Anja Troelenberg.
Jedes Jahr zieht es bis zu 2.000 Brutpaare von rosa Pelikanen auf ein winziges Eiland: Auf der Pelikan-Insel mitten im Manytsch-Stausee befindet sich ihre einzige Kolonie in Russland und eine der größten in ganz Europa. Doch warum brüten die Vögel ausgerechnet in dieser Gegend zwischen dem Kaspischen Meer und dem Asowsche Meer und ziehen hier ihren Nachwuchs groß? Diesem Rätsel ist die Filmemacherin Nadezhda Dorofeeva mit dem Ornithologen Roman Anoschin vom Moskauer Zoo über zwei Jahre lang nachgegangen. Es ist vor allem die Abgeschiedenheit der Insel, die sie so anziehend für die Pelikane macht, aber auch die Sicherheit vor Raubtieren, die nicht bis zur Insel schwimmen können.
Die Zukunft dieser einzigartigen Zugvögel ist in Gefahr.
Gestaltung: Tina Goebel, Ulrike Schmitzer und die ORF "Universum Nature"-Redaktion. Gesendet in Ö1 am 28. 10. 2024.
Südafrika: Klimawandel bedroht Dickhäuter in Sumpfgebieten
Im Isimangaliso-Wetland-Park, einem Schutzgebiet an der Ostküste Südafrikas, gibt es die meisten Flusspferde Afrikas. Es ist ein erbarmungswürdiger Anblick: 30 bis 40 Nilpferde sind im Schlamm eines ausgetrockneten Sees gefangen. Vor wenigen Monaten war hier noch ein Wasserparadies. Sie können sich nicht mehr bewegen und sind im harten Schlamm eingesperrt - sie werden austrocknen und verenden. Die unregelmäßigen und extremen Regenfälle, die durch den Klimawandel verursacht werden, beeinträchtigen die Lebensgrundlage von Elefanten, Nashörnern und Nilpferden in den Sumpflandschaften Südafrikas. Die Dickhäuter können nicht mehr in andere Gebiete ausweichen: Der Mensch hat die natürlichen Migrationsrouten durch Schutzgebiete abgeschnitten. Es gibt jedoch auch positive Initiativen, die versuchen, die Ökosysteme der Dickhäuter zu erhalten.
Gestaltung: Werner Zips, Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 29. 10. 2024.
Norwegen: Kelpwälder in Gefahr.
Kelpwälder sind der "Regenwald der Meere". Diese Seetangwälder nehmen weltweit so viel CO2 auf wie der Amazonas-Regenwald. Kelpwälder sind außerdem außergewöhnliche Hotspots der biologischen Vielfalt - sie sind Kinderstuben für Fische und Hunderte von Meeresorganismen. Aufgrund der Erderwärmung zählen Seegraswiesen und Kelpwälder zu den am schnellsten verschwindenden Ökosystemen, sie können nur bis zu einer Temperatur von 20 Grad gedeihen. Ihr Absterben setzt noch dazu gebundene Treibhausgase frei, was den Prozess der Erderwärmung weiter vorantreibt. In Norwegen sind über 80% des ursprünglichen Seetangwaldes verschwunden: An deren Stelle befinden sich jetzt Seeigelwiesen. Die Überfischung von Seeigel-Räubern wie großen Fischen gilt als wahrscheinliche Ursache für die Populationsexplosion der grünen Seeigel und die Überweidung der Kelpwälder seit den frühen 1970er Jahren.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 30. 10. 2024.
Brasilien: Delfinsterben im Amazonas.
Ende 2023 erlebte das Amazonasbecken eine Jahrhundertdürre. Verstärkt durch das Wetterphänomen El Niño erzeugte die saisonale Trockenzeit ein noch nie dagewesenes Szenario: Zuflüsse sanken auf die niedrigsten jemals verzeichneten Pegel, Wassertemperaturen erreichen stellenweise 41 Grad Celsius, bis zu fünfzehn Grad wärmer als gewöhnlich. Wo sonst ein metertiefer Strom floss, entstanden plötzlich flache Schlammseen. In der Tefé-Lagune im brasilianischen Bundesstaat Amazônia etwa verendeten 229 Flussdelfine - sowohl rosafarbene Amazonas-Delfine als auch der graue und etwas kleinere Amazonas-Sotalia. Innerhalb einer Woche verendete ein Zehntel der Population der zwei ohnehin stark gefährdeten Delfinarten. Das Sterben ist ein Alarmsignal für die ökologische und humanitäre Krise in der Region, die durch den Klimawandel und die Abholzung des Regenwaldes verschärft wird.
Gestaltung: Urlike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 31. 10. 2024.
Wovor haben wir Angst?
Wir berichten in 4 Folgen über das vermeintliche Ende des Lebens, das uns alle irgendwann erwartet. Trotzdem oder deswegen ist das Thema Sterben im Alltag wenig präsent. Denn sterben - wer will das schon?! Die Angst vor dem Sensenmann begleitet uns seit Jahrhunderten in Geschichten. Wie ist der letzte Atemzug? Tut es weh, wenn der Körper aufhört zu arbeiten? Und was kommt danach? Kommt überhaupt etwas danach? Was passiert mit unserem Bewusstsein, wenn wir nicht mehr leben?
Gestaltung: Margit Atzler. Redkation: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 28. 10. 2024.
Was passiert beim Sterben?
Das Sterben ist ein komplexer Prozess. Wann genau dieser Prozess beginnt, lässt sich nicht genau definieren. Versuche in den 1960er Jahren, den Sterbeprozess in Phasen zu unterteilen, gelten heute als überholt. Trotzdem war und ist es wichtig, den unterschiedlichen körperlichen und emotionalen Stadien Aufmerksamkeit zu schenken, ist der Palliativmediziner David Fuchs vom Ordensklinikum Barmherzige Schwestern in Linz überzeugt. Der Arzt befasst sich auch als Autor mit dem Sterben, bzw. mit dem Altern, das von manchen bereits als Beginn ihres Sterbeprozess gesehen wird. Sterben ist oft mit Schmerzen verbunden. Die Palliativmedizin kann hier Abhilfe verschaffen.
Gestaltung: Margit Atzler. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 29. 10. 2024.
Warum müssen wir sterben?
Wieso hat es die Natur so eingerichtet, dass wir Sterben und dass dies ohne die heute mögliche medizinische Unterstützung nur selten ohne Schmerzen möglich ist. Und was kommt eigentlich danach? Kommt etwas danach? Den Glauben an ein Leben nach dem Tod, an die "Erlösung" haben viele Menschen in westlichen Ländern heute nicht mehr. Für gläubige Menschen kann genau dieser Glaube die Angst vor dem Sterben lindern, manchen sogar Mut machen - schließlich wartet danach die Erlösung. Wie gehen unterschiedliche Religionen und spirituelle Lehren mit dem Sterbeprozess um? Welche Rituale werden praktiziert - vom sterbenden Menschen als auch für den Menschen von seinem Umfeld?
Gestaltung: Margit Atzler. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 30. 10. 2024.
Wer das Sterben begleitet.
Geburt und Tod werden im Idealfall begleitet. Oder doch nicht? Beim Sterben scheint es, dass manche Warten, dass jemand da ist, um sie zu begleiten und die Hand zu halten. Andere wiederum sterben, wenn sie allein sind. Hinterbliebene haben manchmal den Eindruck, dass sich Sterbende den Augenblick auf irgendeine Art aussuchen. Neben medizinischem und pflegerischem Fachpersonal gibt es gerade auf den Palliativstationen in Krankenhäusern und in Hospizen ein breites Angebot, dass den emotionalen und den spirituellen Prozess begleitet: ehrenamtliche MitarbeiterInnen z.B. der Caritas, CliniClowns, Musiktherapie oder gar Therapietiere. Nicht alle Wünsche können am Ende eines Menschenlebens noch erfüllt werden, doch zumindest die Bedürfnisse sollen gehört und gestillt werden.
Gestaltung: Margit Atzler. Redaktion: Ute Maurnböck. Gesendet in Ö1 am 31. 10. Oktober.
Kleine Bugs mit großen Auswirkungen.
Länder und Organisationen müssen nicht nur kriminelle und staatliche Akteure im Auge behalten, sondern auch auf die Bedrohung durch schlichte Fehler vorbereitet sein. Dies erfordert robuste Notfallpläne und regelmäßige Überprüfungen der Systemresilienz. Eine Radiokolleg-Reihe über die oft unterschätzten, aber weitreichenden Auswirkungen kleiner Fehler (Bugs) in IT-Systemen, die zu globalen digitalen Kaskadeneffekten führen können und wie sich die Verteidiger wappnen.
Gestaltung: Sarah Kriesche. Redaktion: Ina Zwerger. Gesendet in Ö1 am 21. Oktober.
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