Persönlich

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Persönlich episodes

  • Jacqueline Badran und Peach Weber
    Politikerin/Unternehmerin Jacqueline Badran und Komiker Peach Weber: zwei Persönlichkeiten, die selten ein Blatt vor den Mund nehmen.
    Sie geben bei Dani Fohrler Einblick in ihr Leben.
    Jacqueline Badran (64), Politikerin und Unternehmerin
    Die Zürcher SP-Nationalrätin ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Direkt, pointiert und oft unerschrocken mischt sie sich in politische Debatten ein und sorgt damit regelmässig für Aufmerksamkeit.
    Ihr Weg begann alles andere als gradlinig. Geboren in Australien, wächst sie in Zürich auf und studiert zunächst Biologie, später Ökonomie. Früh übernimmt sie Verantwortung, arbeitet in verschiedensten Jobs – zu Uni Zeiten sogar auf dem Bau - und ist Mitbegründerin eines eigenen Unternehmens.
    Jacqueline Badran war einst eine erfolgreiche Basketballspielerin und gehörte zu den besten Punktesammlerinnen ihres Teams. Auch arbeitete sie über Jahre als Skilehrerin. Sport, Wettbewerb und Teamgeist haben sie geprägt.
    In ihrem Leben hatte sie überdurchschnittlich viel Glück: Als Kind entgeht sie nur knapp dem Ertrinken, später stürzt sie von einem Balkon. Mit 32 gerät sie in eine Lawine und kann sich selbst befreien. Und im Jahr 2001 überlebt sie den Crossair-Absturz bei Bassersdorf – ein Ereignis, das ihr Leben nachhaltig prägt.
    Heute sitzt Jacqueline Badran seit vielen Jahren im Nationalrat und gehört zu den profiliertesten Stimmen ihrer Partei. Ihr politischer Fokus liegt unter anderem auf Wirtschafts- und Wohnpolitik – Themen, die sie mit grosser Hartnäckigkeit verfolgt.
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    Peach Weber (73), Komiker
    Seine Gags sind Kult! Peach Weber ist die Konstante im Schweizer Unterhaltungsbusiness. Seit fünfzig Jahren steht der gebürtige Aargauer auf der Bühne und bringt mit seinen Pointen und Liedern Generationen zum Lachen. Seine Karriere begann eher zufällig: Als junger Lehrer trat er an einem Talentwettbewerb auf – und überzeugte nicht mit Gesang, sondern mit Witz. Von da an war klar, wohin der Weg führen würde.
    Sein Stil ist unverwechselbar: einfache Reime, absurde Sprachspiele und ein Humor, der oft gerade deshalb funktioniert, weil er sich jeder Perfektion entzieht. Pro Auftritt bringt er Hunderte von Gägs – in der Gewissheit, dass nicht jeder zünden muss. Der nächste folgt sofort.
    Gleichzeitig ist er nie nur der harmlose Spassmacher geblieben. In Interviews und Kolumnen äussert er sich pointiert zu gesellschaftlichen Entwicklungen und sorgt damit immer wieder für Diskussionen. Zwölf Jahre lang war er auch in der Lokalpolitik tätig.
    Mit seiner Abschiedsshow im Jahr 2027 plant Peach Weber einen letzten grossen Auftritt – im Hallenstadion Zürich. Der Vorverkauf dafür läuft bereits seit 2008 und gilt als längster der Welt, anerkannt als Guinness-Weltrekord. Längst ist alles ausverkauft, und es gibt eine Zusatzvorstellung.
    52 min
  • Karin Keller-Sutter und Marco Odermatt
    Bundesrätin Karin Keller-Sutter und Rekord-Skifahrer Marco Odermatt zu Gast bei Michèle Schönbächler.
    Karin Keller-Sutter, Bundesrätin
    Karin Keller Sutter (1963 in Wil, St. Gallen) ist Schweizer Bundesrätin und Mitglied der FDP Die Liberalen. Nach Stationen in der St. Galler Kantonsregierung und im Ständerat wurde sie 2018 in den Bundesrat gewählt. Bis 2022 leitete sie das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD), seit 2023 steht sie dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) vor. Karin Keller Sutter gilt als erfahrene, lösungsorientierte Politikerin mit ausgeprägtem Sinn für Verantwortung und Dialog. In der Sendung «Persönlich» spricht die St. Gallerin über ihre innere Zerrissenheit vor der Bundesratskandidatur 2018, was sie über sich im wöchentlichen Boxtraining gelernt hat und darüber, welcher Bundesrat am liebsten ein Buch mit den besten Zitaten von Karin Keller-Sutter herausgeben würde.
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    Marco Odermatt, Skirennfahrer
    Marco Odermatt (1997 in Buochs, Nidwalden) ist einer der erfolgreichsten Skirennfahrer der Geschichte. Vor 10 Jahren startete der Nidwaldner erstmals im Weltcup – 2018 gewann er insgesamt fünf Goldmedaillen an der Junioren-Skiweltmeisterschaft, ein Rekord, der bis heute anhält. In den letzten Jahren dominierte er den alpinen Skiweltcup. Marco Odermatt gewann fünfmal den Gesamtweltcup sowie weitere elf Kristallkugeln in verschiedenen Disziplinen. Mit 102 Weltcup-Podestplätzen ist er der erfolgreichste Schweizer Skifahrer. Bekannt ist Odermatt für seine technische Präzision, seine Konstanz und seine Vielseitigkeit. Nach den Materialtests und Sponsorenterminen und kurz vor den Ferien besuchte Marco Odermatt die Sendung «Persönlich» und gab persönliche Einblicke. Unter anderem berichtet er, dass ihm in der vergangenen Skisaison für einmal die Rennlust fehlte – und erzählt von den tierischen Familienmitgliedern in seiner Kindheit.
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    Moderation: Michèle Schönbächler
    Die Sendung vom 19. April 2026 wurde bereits aufgezeichnet und ist nicht live. Die Aufzeichnung fand am 12. April 2026 im Radiostudio im Leutschenbach in Zürich statt.
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    Das ist «Persönlich»:
    Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
    «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
    54 min
  • Nina Klötzli und Werner Kugler
    Unternehmerin Nina Klötzli trifft auf den langjährigen Oberförster und Domänenverwalter Werner Kugler. Bei Dani Fohrler sprechen die beiden über Handwerk, Natur und Verantwortung über Generationen hinweg.
    Nina Klötzli (43), Werkstattleiterin und Unternehmerin
    Nina Klötzli führt gemeinsam mit ihrem Bruder die traditionsreiche Messerschmiede Klötzli in Burgdorf, einen Familienbetrieb in sechster Generation. Im Alter von rund dreissig Jahren hat sie als erste Frau in der Schweiz eine Lehre als Messerschmiedin gemacht.
    Ihr Weg ins Familienunternehmen war jedoch nicht von Anfang an vorgezeichnet. Nach einer Ausbildung in der Gastronomie zog es sie zunächst in die Welt hinaus. Sie lebte und arbeitete unter anderem in Frankreich und Australien und war als Stewardess auf einer Jacht im Mittelmeer tätig. Diese Erfahrungen prägten ihren Blick auf das Leben.
    Erst danach kehrte sie in die Schweiz zurück, absolvierte die Hotelfachschule und stieg schliesslich in den Familienbetrieb ein. Seit 2020 führen sie und ihr Bruder Samuel das Unternehmen. Nur wenige Wochen nach der Übernahme wurden sie mit dem Corona-Lockdown konfrontiert. Mit Pragmatismus, Flexibilität und Mut gelang es ihnen, den Betrieb erfolgreich durch diese schwierige Zeit zu führen. Heute steht Nina Klötzli für eine Generation, die Tradition bewahrt und gleichzeitig offen für Neues bleibt.
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    Werner Kugler (69) ehem. Oberförster, und Domänenverwalter
    Werner Kugler war während 16 Jahren Oberförster und Domänenverwalter der Burgergemeinde Burgdorf und prägte die Entwicklung von Wald, Landwirtschaft und Liegenschaften massgeblich.
    Nach seinem Studium der Forstwissenschaften an der ETH absolvierte er ein Nachdiplomstudium in Entwicklungszusammenarbeit. Sein Weg führte ihn dann nach Madagaskar, wo er 4 Jahre lang mit seiner Familie lebte und arbeitete. Diese Zeit im Ausland schärfte seinen Blick für ökologische Zusammenhänge und den Umgang mit Ressourcen.
    Zurück in der Schweiz unterrichtete er an der Försterschule in Lyss, bevor er 2005 seine Tätigkeit in Burgdorf aufnahm. Kugler versteht den Wald als dynamisches System, das sich ständig verändert und ein langfristiges Denken erfordert. Themen wie Klimawandel, Biodiversität und nachhaltige Nutzung standen im Zentrum seiner Arbeit.
    Auch nach seiner Pensionierung bleibt er aktiv: Mit Führungen, Exkursionen und Projekten gibt er sein Wissen weiter und engagiert sich für einen bewussten Umgang mit der Natur. Sein Anliegen ist es, den Wald als wertvollen Lebensraum für kommende Generationen zu erhalten.
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    Moderation: Dani Fohrler
    Nina Klötzli und Werner Kugler sind zu Gast bei Dani Fohrler im «Casino Theater» Burgdorf.
    Türöffnung ist um 9 Uhr.
    Bitten seien Sie bis spätestens 9.30 Uhr vor Ort. Freier Eintritt.
    Bilder zur Verfügung gestellt
    51 min
  • Simone Felber und Josef Werder
    Christian Zeugin empfängt Simone Felber, Jodlerin und Musikpreisträgerin, und den Küssnachter Käsermeister Josef Werder.
    Simone Felber – Musikerin und Jodlerin
    Simone Felber gehört zu den prägendsten Stimmen der neuen Schweizer Volksmusik. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Jodel: Sie transkribiert alte Naturjodeltondokumente, besucht Naturjodler in der ganzen Schweiz und bringt diese Tradition mit zeitgenössischer Musik in Dialog. Seit 2016 tourt sie mit dem Ensemble «Simone Felbers iheimisch» auf Bühnen im In- und Ausland. Als Gründerin und Leiterin des feministischen Jodelchors «Echo vom Eierstock» und als Gesangspädagogin ist sie eine der vielseitigsten Musikerinnen der Zentralschweiz. 2024 wurde Simone Felber mit dem Musikpreis des Bundesamts für Kultur ausgezeichnet.
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    Josef Werder – Käsermeister und Unternehmer aus Leidenschaft
    Josef Werder wuchs auf einem Bauernhof in Küssnacht am Rigi auf und machte seine Käserlehre im Toggenburg – auch drei Sommer als Senn auf einer Alp im Prättigau prägten ihn. Mit 25 legte er die Meisterprüfung ab und wagte später nach Jahren in leitenden Positionen bei der Firma Baer den Schritt in die Selbständigkeit: Er übernahm die Dorfkäserei Küssnacht und baute sie zur eigenständigen Käserei mit rund 15 Halbhartkäse-Spezialitäten aus. Als ehemaliger Präsident des Zentralschweizer Käsermeisterverbandes und der Korporation Seebodenalp ist er tief in der Innerschweizer Landwirtschaft verwurzelt. Heute denkt Josef Werder laut über seine Nachfolge nach – und über das, was ihn antrieb: aus Milch, ohne Hokuspokus, etwas herzustellen, das die Menschen schätzen.
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    Moderation: Christian Zeugin
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    Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
    «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
    50 min
  • Bruno Blum und Fabienne Hoelzel
    Fabienne Hoelzel, Städteplanerin und Architektin trifft im «Persönlich» auf Schokoladenmacher Bruno Blum.
    Fabienne Hoelzel, Architektin und Städteplanerin
    Fabienne Hoelzel reist zwischen verschiedenen Welten. An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart lehrt die Aargauerin seit 2017 als Professorin für Entwerfen und Städtebau in der Fachgruppe Architektur. In Lagos/Nigeria arbeitet sie in Slums an Sanitärprojekten und unterstützt Frauen dabei, ihre eigenen Gärten anzupflanzen und zu bewirtschaften. Fabienne Hoelzel war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Städtebau der ETH Zürich, sie leitete ein Städtebauteam in São Paulo, Brasilien, und war Architektin bei Herzog & de Meuron.
    Heute engagiert sie sich für Gendergerechtigkeit in der Stadtentwicklung; ihre Forschungsgebiete umfassen Metropolregionen wie Lagos, Nairobi, Dadaab, Addis Abeba, Mumbai, Jerusalem und Gaza. In ihrer Arbeit in Krisenregionen und Randgebieten hat sich Fabienne Hoelzel auch persönlich weiterentwickelt. Ging sie bei ihren Anfängen noch in Wanderschuhen in die Slums, ist sie heute in Sandalen unterwegs und sucht die Nähe zu den Menschen vor Ort – und beschäftigt sich mit deren Herausforderungen und Fragen. Ihr Wirken verbindet akademische Forschung, praktische Planung und gesellschaftliches Engagement.
    Kraft holt sie sich in der Natur und im Sport. Sie klettert, geht auf Schneetouren und macht hochalpine Touren. Trotz eines schweren Unfalls in den Bergen zieht es sie immer wieder hinauf, und sie ist überzeugt: «Der Berg hat immer das letzte Wort.»
    Bruno Blum, Schokoladenmacher
    «Äs isch wie's isch» - steht auf dem einen Unterarm von Bruno Blum und «S' chunnt scho guet» auf dem anderen – zusammen ergeben diese Sätze seine Lebensphilosophie. Der 65-jährige ist ein Macher, ein Tüftler. Er probiert, verwirft und ist vielleicht doch irgendwann zufrieden mit seinen Produkten. Seit rund 8 Jahren produziert er seine eigene Schokolade – sein Antrieb, er wollte «die für mich beste Schoggi» machen. Beim Solothurner wandeln sich Eindrücke und Geschmäcker im Kopf in Klänge um. Und so haben auch die Zutaten seiner Schoggi einen Klang: sie klingen nach Violine, Cello, Fagotte, Oboe und Triangel – und die ganze Schoggi nach einer «Symphonie». In einer alten Mühle in Mühledorf/SO entsteht die Schokoladen von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel in reiner Handarbeit. In den gleichen Räumlichkeiten, wo die LaSchoggi-Werkstatt untergebracht ist, hat auch seine Lebenspartnerin ihre Werkstatt der Genüsse und macht dort italienische Gebäckspezialitäten.
    Als gelernter Schriftsetzer hat er bereits in jungen Jahren für die Regionalzeitung geschrieben und war dann während Jahrzehnten in der Werbe- und Kommunikationsbranche tätig und hat für kleine, mittlere und grosse Unternehmen Werbung konzipiert und umgesetzt. Bruno Blum ist ein Mensch, der Veränderungen als Chance sieht und der sich auf der Wanderung auf einem Pilgerweg in Italien auch schon einmal einfach auflösen wollte.
    Moderation: Michèle Schönbächler
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    Das ist «Persönlich»:
    Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
    «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
    51 min
  • Ronja Furrer und Roland Reichenbach
    Das international erfolgreiche Topmodel Ronja Furrer trifft bei Olivia Röllin auf den wohl bekanntesten Erziehungswissenschaftler der Schweiz, Roland Reichenbach
    Ronja Furrer (34)
    Vom 600-Seelendorf Lüterkofen über Paris nach New York und damit auf unzählige Covers von Magazinen, Leuchtreklamen und Laufstege, das ist die Karriere von Topmodel Ronja Furrer. Dafür zog sie mit 15 von Zuhause aus, reiste ganz alleine nach Paris, litt unter schrecklichem Heimweh, statt wie ursprünglich geplant eine Lehre im Detailhandel zu beginnen. Der Erfolg gab ihr Recht: Inzwischen ist sie seit rund 20 Jahren für internationale Marken vor der Kamera tätig und lebt zusammen mit ihrem Mann, dem Stiefsohn und einem Hund in New York. Sie, die sich gern mit Ronja Räubertochter vergleicht, die Natur so liebt und den familiären Zusammenhalt mehr als alles andere schätzt.
    Roland Reichenbach (63)
    Als Kind hat er lieber stundenlang TV geschaut als Bücher gelesen. Heute gehört er zu den bekanntesten Erziehungswissenschaftlern der Schweiz und lehrt als Professor an der Universität Zürich. In ihm steckt, wie er sagt, ein unzähmbarer, unerziehbarer Kern, den er seiner Herkunft aus den Berner Oberland zuschreibt. Diese Rest-Wildheit lebt er heute eher in Gedanken, im Widerspruch und in seiner Lust am Streitbaren aus. Wenn er nicht über Schule und Bildung spricht, zeichnet er Cartoons und macht Collagen. Seit einigen Jahren lebt er in Zürich, wo er am liebsten einen Hund als Mitbewohner hätte, sich diesen Wunsch aber bisher nicht erfüllt hat.
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    Moderation: Olivia Röllin
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    Das ist «Persönlich»:
    Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
    «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
    52 min
  • Doris Windlin und Armin Koch, Malerin und Arzt
    Eine Malerin zwischen Alpen und Impressionismus trifft auf einen Arzt, der die Welt bereiste und Medizin neu dachte – Doris Windlin und Armin Koch im Gespräch in der Sendung «Persönlich».
    Doris Windlin, Malerin
    Nach dem Haushaltslehrjahr zog es Doris Windlin auf die Alp. Zwei Sommer lang hütete sie in der «Wildi» ob Kerns die Kühe, melkte sie und verarbeitete die Milch zu Käse. Aufgewachsen in einer Bauernfamilie mit sechs Geschwistern lernte sie früh, mit anzupacken.
    In Luzern besuchte die Obwaldnerin das Kunstseminar und traf dort auf ihren Mentor Radoslav Kutra. Der tschechische Maler war in den 1960er-Jahren nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in die Schweiz geflüchtet. Als Kutra 1994 an die Kunsthochschule in Brünn berufen wurde, folgte ihm Doris Windlin nach Tschechien und liess sich in einem kleinen Dorf nieder.
    In einer Zeit, in der sie die fremde Sprache noch kaum verstand, sprach sie mit Farben und Pinsel. Es entstanden Szenen aus tschechischen Beizen, stille Bilder von Wiesen und Weiden – Momentaufnahmen des Alltags, geprägt von unmittelbarer Nähe zu Menschen und Natur.
    Doris Windlin malt impressionistisch. Ihre Werke zeigen Strassenszenen aus San Francisco, Berlin, Irland, aber auch aus Luzern und Bern. Ihre Handschrift erinnert an Paul Cézanne und Claude Monet.
    Bis heute lebt sie in ihrer zweiten Heimat, bewirtschaftet mit ihrem Mann einen Bauernhof und stellt noch immer Käse her. Und wenn sie in die Schweiz zurückkehrt, gibt sie Malkurse – Begegnungen, die ihr viel bedeuten, wie die Kunst selbst.
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    Armin Koch, Arzt
    Der Grossvater war Arzt, der Vater war Arzt, und auch die fünf Onkel. Armin Koch aber schlug zunächst einen anderen Weg ein: Er wurde Sekundarlehrer. Doch bald merkte der Älteste aus einer Hergiswiler Arztfamilie, dass er weiterstudieren wollte – und so fand er sich doch noch im Medizinstudium wieder.
    Noch während des Staatsexamens kam das erste Kind mit seiner Frau Ruth zur Welt. Kurz darauf reiste er nach Sri Lanka, um sich in Akupunktur ausbilden zu lassen. Die junge Familie lebte in dieser Zeit in einer Garage – eine prägende Erfahrung, die sie enger zusammenschweisste.
    Es folgte ein zweijähriger Aufenthalt in Südafrika, wo Armin Koch operierte und sich sogar einmal von einem Schamanen in die Kunst des Knochenlesens erklären liess.
    Zurück in der Schweiz arbeitete er als Hausarzt und verband klassische Schulmedizin mit traditioneller chinesischer Medizin. Doch die Neugier und der Wunsch nach neuen Horizonten blieben: Mit ihren vier Kindern zog die Familie erneut ins Ausland, diesmal nach Santa Fe in den USA.
    Seine letzten Arbeitsjahre verbrachte Armin Koch wieder in der Heimat, in einer Praxis im Obwaldner Kantonshauptort. Nur wenige Tage vor der Sendung «Persönlich» hat der 69-Jährige seine Praxis geräumt und damit ein langes berufliches Kapitel abgeschlossen – erfüllt und bereit für das, was kommt.
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    Moderation: Michèle Schönbächler
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    Das ist «Persönlich»:
    Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
    «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
    51 min
  • Manuela Schär und Norbert Bazelli
    Gastgeber Christian Zeugin begrüsst die Paralympic-Siegerin Manuela Schär und den Change Manager, Helipiloten und Bassisten Norbert Bazelli. Ein Gespräch über Weltrekorde im Rennrollstuhl, die Freiheit über den Wolken und den Mut zum Neuanfang nach Krisen.
    Manuela Schär: Die Königin der Langdistanz
    Manuela Schär ist eines der erfolgreichsten Aushängeschilder des Schweizer Parasports, seit ein Schaukel-Unfall in ihrer Kindheit ihr Leben veränderte. Nach einer beispiellosen Karriere auf der Bahn, gekrönt von mehreren Paralympics-Siegen und Weltrekorden, schlug sie 2025 ein neues Kapitel auf. Die 41-Jährige bestreitet nun ausschliesslich Marathonrennen und gehört dabei weiterhin zur absoluten Weltspitze. Neben dem intensiven Training arbeitet sie in einem 20%-Pensum, um bewusst den Anschluss an die Arbeitswelt zu behalten. In der Sendung berichtet sie, warum sie heute mit einer neuen Lockerheit an den Start geht und wie sie ihre sportlichen Ziele mit grosser Vorfreude verfolgt.
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    Norbert Bazelli: Der Mann der tausend Leben
    Aufgewachsen in Luzern, jonglierte Norbert Bazelli schon früh zwischen einer Mechanikerlehre und nächtlichen Auftritten als Bassist in einer Band. Beruflich begleitete er als Marketing-Experte und Moderator tausende Menschen durch Change-Prozesse, während er später nach einem Start-up-Scheitern einen grossen finanziellen Verlust verkraften musste. Er bewies enorme Resilienz und kehrte kurz vor der Pensionierung erfolgreich in die Geschäftsleitung eines internationalen Unternehmens zurück. Heute engagiert er sich aktiv dafür, Live-Jazz wieder in Luzerner Hotelbars salonfähig zu machen. Wenn er nicht gerade den Bass zupft, steuert der 71-Jährige als Pilot Helikopter durch die Alpen oder ist als ausgebildeter First Responder einsatzbereit.
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    Moderation: Christian Zeugin
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    Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
    49 min
  • Christine Christ und Balthasar Streiff
    Die Historikerin, Pfarrfrau und Mutter Christine Christ trifft bei Michèle Schönbächler auf den Musiker Balthasar Streiff
    Christine Christ, Historikerin, Pfarrfrau, Mutter
    Christine Christ von Wedel wuchs in Reinbek bei Hamburg auf – in der Atmosphäre der deutschen Nachkriegszeit und geprägt von den Werten einer preussischen Adelsfamilie. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester und zwei älteren Brüdern erlebte sie eine behütete Kindheit. Früh zog es sie in die Welt des Wissens und der Musik: Als junge Frau ging sie nach Basel, studierte Geschichte, Philosophie und Kirchengeschichte und bildete gleichzeitig ihre Stimme zur Sopranistin aus.
    Mit dem reformierten Pfarrer Hieronymus Christ ist sie seit vielen Jahren verheiratet, gemeinsam haben sie vier Söhne. Jahrzehntelang prägte sie das Leben im Kanton Thurgau – als Pfarrfrau, in Konzerten, in kirchlichen Institutionen und als engagierte Stimme für historische und theologische Themen.
    Wissenschaftlich folgt sie ihrer Leidenschaft für „historische Rätsel“, wie sie es selbst nennt. Besonders intensiv hat sie sich mit dem Humanisten Erasmus von Rotterdam auseinandergesetzt und mehrere Publikationen über ihn veröffentlicht. Aktuell arbeitet sie an einem Buch über Sebastian Castellio, einen frühen Verfechter religiöser Toleranz – ein Thema, das eng mit ihren Forschungsschwerpunkten verbunden ist.
    Für ihre Arbeit in der Reformations- und Humanismusforschung erhielt sie 2015 den Wissenschaftspreis der Stadt Basel. Und bis heute verbringt Christine Christ von Wedel fast täglich mehrere Stunden in der Bibliothek – besonders in der Handschriftenabteilung. Dort liest und übersetzt sie lateinische Texte, getrieben von einem Wissensdurst, der bis heute ungebrochen ist.
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    Balthasar Streiff, Musiker
    «Marta», «Charlie», «Adonis», «Shen». Seine Instrumente tragen Namen und haben alle eine eigene Geschichte. Schwungvoll gebogen sind sie, die Kuh-, Schaf-, Geissenhörner, die Balthasar Streiff zum Klingen bringt. Der gebürtige Zürcher hat sich auf das Spielen von Hörnern und Zinken spezialisiert. Neben den tierischen Hörnern beschäftigt er sich auch mit dem traditionellen Schweizer Alphorn. Er gilt dabei heute als einer der wichtigsten Erneuerer des Alphorns. Mit seinem künstlerischen Forschergeist verbindet er Tradition und Avantgarde und erschafft einen unverwechselbaren, zeitgenössischen Klangkosmos.
    Der ausgebildete Lehrer studierte nach seiner Erstausbildung an der Kunstgewerbeschule in Basel und besuchte dabei die Bildhauerfachklasse, gleichzeitig besuchte er Kurse an der Jazzhochschule in Luzern. Selbst beschreibt er sich als «professioneller Dilettant», der auch mal etwas liegenlässt, weil daraus – wie bei einem Kompost – Neues entstehen könne. Gleichzeitig tüftelt er in seiner Werkstatt in einem Wohnhaus in Basel an neuen Klängen, aus Hörnern, Muscheln und Algenblättern. Kurz vor der Sendung «Persönlich» reiste Balthasar Streiff durch Finnland und konzertierte gemeinsam mit dem Hornroh Modern Alphorn Quintett und dem Finnischen Radio Symphonie Orchestra.
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    Moderation: Michèle Schönbächler
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    Das ist «Persönlich»:
    Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interesse, Ansichten und Meinungen.
    «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
    51 min
  • Magdalena Martullo-Blocher und Christian Stucki
    Der Schwingerkönig Stucki Chrigu trifft bei Olivia Röllin in Zürich auf die Unternehmerin Magdalena Martullo-Blocher.
    Christian Stucki (41)
    oder Stucki Chrigu, wie er sich selbst nennt, ist einer der erfolgreichsten Schwinger der Gegenwart: Schwingerkönig 2019, Gewinner von zahlreichen Kranzfesten sowie des Kilchberger- und des Unspunnen-Schwingets – der seltene «Schwinger-Grand-Slam». Hätte man ihm mit 18 gesagt, dass er einmal eine Familie mit Schwingen ernähren würde, hätte er geantwortet: «Hesch en Flick weg?» – trotzdem ist es genau so gekommen. 2023 beendete der gelernte Forstwart nach über 30 Jahren im Sägemehl seine aktive Karriere, auch aufgrund von körperlichen Beschwerden. Heute teilt er sich mit seiner Frau die Familien- und Erwerbsarbeit, arbeitet mit verschiedenen Werbepartnern zusammen und ist für einen Sackmesserhersteller tätig – am liebsten aber kocht oder fischt er.
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    Magdalena Martullo-Blocher (56)
    ist Unternehmerin, Nationalrätin der SVP für den Kanton Graubünden und Chefin der international tätigen EMS-Chemie-Gruppe. Sie gehört zu den reichsten Schweizerinnen, behauptet von sich aber, sie habe gar keine Zeit, Geld auszugeben, und wohnt bis heute im ehemaligen Elternhaus am Zürichsee. Aufgewachsen am See und verwurzelt in Graubünden, pendelt sie seit über zwanzig Jahren zwischen Familienleben, globalem Management und Bundeshaus. Dabei wollte sie ursprünglich Schriftstellerin werden. Entspannung findet sie in den Bergen, in der Natur oder auf Reisen in andere Kulturen, etwa nach China. Legendär ist sie für ihre pointierten Sprüche, die man sich in den sozialen Medien tausendfach angeschaut hat.
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    Moderation: Olivia Röllin
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    Das ist «Persönlich»: Jede Woche reden Menschen über ihr Leben, sprechen über ihre Wünsche, Interessen, Ansichten und Meinungen. «Persönlich» ist kein heisser Stuhl und auch keine Informationssendung, sondern ein Gespräch zur Person und über ihr Leben. Die Gäste werden eingeladen, da sie aufgrund ihrer Lebenserfahrungen etwas zu sagen haben, das über den Tag hinaus Gültigkeit hat.
    50 min

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«Persönlich» ist die erste Live-Radio-Talksendung der Schweiz. Sie wird jede Woche von über 400'000 Hörerinnen und Hörern am Radio verfolgt.

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