Perspektiven

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
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Perspektiven episodes

  • Albaner-Mission: 30 Jahre Heimat in der Fremde
    Die "Misioni Katolik Shqiptar", die römisch-katholische Albaner-Mission, feiert im Oktober ihr dreissigjähriges Bestehen. Etwa zehn Prozent der ungefähr 200'000 Albanerinnen und Albaner in der Schweiz sind katholischen Glaubens.
    Zum Jubiläum besuchen wir einen Gottesdienst von Don Anton Uka in der Kirche St. Georg in Sursee. Wir befragen den Priester zu seinen Aufgaben und Prioritäten. Gemeindemitglieder geben Auskunft, was ihnen das Gemeindeleben und die Religion bedeuten. Albert Ramaj vom Albanischen Institut in St. Gallen beleuchtet im Gespräch unter anderem das Verhältnis der christlichen und der muslimischen Albanerinnen und Albaner. Und Regula Ruflin ordnet die albanische Mission in den Zusammenhang der weiteren fremdsprachigen Missionen in der Schweiz ein, die sie für eine Studie untersucht hat.
    Wir freuen uns über Ihre Post mit Ihren Anregungen auf [email protected]
    28 min
  • Nymphen, Feen, Nonnen: Die Quelle als Heiligtum der Frau
    Quellen spenden Wasser. Quellen schenken Leben. Wasserquellen sind Orte des Ursprungs. Seit jeher sind sie heiligen Frauen geweiht: Quellgöttinnen, wundertätigen Nonnen oder der geheimnisvollen weissen Frau. Bis heute pilgern Menschen zu Wallfahrtsquellen, in der Hoffnung auf Heilung und Hilfe.
    An der Quelle ist der Übergang vom Sichtbaren zum Unsichtbaren. Hier tritt das Wasser nach seiner verborgenen Reise durch den Berg ans Licht. Wasserquellen spenden reines Wasser, den Lebenssaft schlechthin. Gleichzeitig sind sie ein Sinnbild für übersinnliches Leben. An Quellen wird die Frau als Mutter verehrt. Dieser Zusammenhang liegt auf der Hand. Viele alte Geschichten erzählen aber auch von Frauen, die sich nicht mit Männern einliessen. Sie erschienen den Menschen als wundertätige, autonome Geistwesen.
    Barbara Hutzl-Ronge hat ein Buch über Quellgöttinnen verfasst. Die Zürcher Autorin mit österreichischen Wurzeln macht uns mit den Frauen bekannt, die an und in Quellen leben. Wir reisen zu heiligen Quellen und lauschen ihrem Lebensgesang.
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    28 min
  • Josua Boesch – Von der Heilkraft der Kunst
    Der Theologe und Goldschmied Josua Boesch (1922-2012) wirkt 30 Jahre lang als reformierter Pfarrer. Dann verlässt er Familie und Beruf. In einem italienischen Eremitenkloster führt er ein kontemplatives Leben und schafft ein ikonographisches Werk.
    «Ein Christ scheint so etwas wie ein Seiltänzer zu sein. Kein braver Fussgänger». Die Aussage von Josua Boesch dokumentiert auch seinen Lebensweg. Ende der 1970er Jahre zieht er sich in ein Eremitenkloster in der Toskana zurück. Der gelernte Goldschmied sucht neue Zugänge zum christlichen Glauben, schafft Ikonen aus Metall und schreibt Texte. Sie drehen sich um Leiden und Tod Jesu am Kreuz und die Auferstehung. «Wir schieben die Auferstehung vor uns her», schreibt Josua Boesch. Dabei habe Jesus den Menschen ein Seil zugeworfen, das sie zum Du führe, nämlich die Liebe. Verena Frei-Boesch, die Tochter von Josua Boesch und die Theologen Simon Peng-Keller und Reto Müller erinnern an Leben und Werk von Josua Boesch. Eine «Perspektiven»-Sendung aus Anlass des 100. Geburtstags von Josua Boesch.
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    29 min
  • Klimaproteste: Was nützt der Glaube?
    Sie waren sichtbar und hörbar: Die jungen Klima-Aktivisten und Aktivistinnen an der Vollversammlung des Weltkirchenrates. Sie fordern den Systemwandel und sehen den Glauben als globale Ressource im Kampf gegen den Klimawandel.
    Noch nie waren so viele junge Menschen bei einer Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK). Beim Klimaprotest schrien Sie ihre Wut heraus. Sie sagen: Wir haben keine Zeit mehr! Die Klimakrise ist da. Und sie fordern einen Systemwandel jetzt. So etwa die Bewegung «green faith», eine internationale Bewegung, die verschiedene Konfessionen und Religionen vereint und sich weltweit für den Umweltschutz einsetzt, etwa gegen eine Ölpipeline in Nigeria oder gegen ein Kohlekraftwerk in Deutschland. Die Bewahrung der Schöpfung ist ein grosses Thema in den Kirchen, das aktivistische Engagement im Namen des Glaubens ein Trend gerade bei Jungen – im Gegensatz zur institutionellen Kirche, die teils an Bedeutung verliert. 
    Themen und Fragen, die in der Sendung vorkommen: 
    * Wer sind die Klimaaktivisten am ÖRK? 
    * Worunter leiden die Indigenen Sàmi Nordeuropas?
    * Inwiefern kann Glaube und Spiritualität eine Ressource im Einsatz für Klimagerechtigkeit sein?
    * Wie sieht die Pazifische Antwort auf die Klimakrise aus? 
    * Bei "Reviewing the Mat", einer öko-theologischen Umweltethik, weben Menschen aus dem Pazifik indigene Weiseheiten mit ein. 
    Schreiben Sie uns Ihre Gedanken dazu auf [email protected]
    Weitere Sendungen zur Vollversammlung des ÖRK: 
    * Tagesgespräch mit Judith Wipfler bei SRF 1: «Hier begegnen sich Russland und die Ukraine» https://www.srf.ch/audio/tagesgespraech/judith-wipfler-hier-begegnen-sich-russland-und-die-ukraine?id=12250174
    * Kultur Talk mit Rita Famos bei SRF 2: «Wir müssen kirchenintern über Themen streiten und Konflikte aushalten» https://www.srf.ch/audio/kultur-talk/wir-muessen-kirchenintern-ueber-themen-streiten-und-konflikte-aushalten?id=12249667
    32 min
  • Warum es viele Sprachen gibt – die Sprachverwirrung zu Babel (W)
    Warum sprechen wir Menschen eigentlich so viele verschiedene Sprachen? Dafür hat die Sprachwissenschaft diverse Erklärungen. Aber auch die Bibel hat eine. Sie steht in der Erzählung vom Turm zu Babel. Was darin Mythos und was Geschichte ist, erklärt Religionshistoriker Christoph Uehlinger.
    Es sind nur sehr wenige Verse in der Bibel, die vom Turmbau zu Babel und der darauffolgenden Sprachverwirrung der Menschen erzählen. Christoph Uehlinger von der Uni Zürich hat diese Verse erforscht wie kein anderer. Er zeigt auf, dass der Fokus der Erzählung auf Anderem liegt als auf dem berühmten Turm. - Der Turm hat zwar grosse Karriere gemacht in Kunst und Kino. Aber die Sprachverwirrung sei in der Bibel viel wichtiger, meint er. Dort werden die Menschen mit vielen verschiedenen Sprachen geschlagen, verstehen sich dann nicht mehr und werden über den Erdball verstreut. In diesem Mythos verstecke sich noch einiges mehr an «Menschheitsgeschichte», erklärt der Religionshistoriker.
    Der Beitrag ist die Überarbeitung einer Sendung von 2008. Wir haben ihn für Perspektiven ausgewählt, weil uns Vielsprachigkeit und Mehrsprachigkeit in einem SRF-Kultur-Schwerpunkt 2022 interessieren. Da gibt es online noch eine ganze Menge mehr abzuholen von uns. Links mit Tipps zum Thema Mehrsprachigkeit finden Sie auf: www.srf.ch/kultur .
    Wir freuen uns über Ihre Post und Anregungen auf [email protected]
    26 min
  • Gott polyglott – von der Mehrsprachigkeit religiöser Menschen
    Schon Kinder lernen Hebräisch, Thailändisch, Arabisch oder Sanskrit. Das sind die Sprachen ihrer heiligen Schriften und Gebete. Daneben sprechen sie Mundarten, Muttersprachen, Standartsprachen. Was bringt religiösen Menschen diese Mehrsprachigkeit? Die Theologin Tabitha Walther gibt Auskunft.
    Gott wird in der Schweiz in über hundert Sprachen angerufen, auf Hochdeutsch genauso wie auf Türkisch. – Überaus vielfältig sind hierzulande die Sprachen in Gottesdienst, Religionsunterricht und Gebeten. Die liturgischen Sprachen in Moscheen, Kirchen, Tempeln und Synagogen der Schweiz sind aber meist nicht die Umgangssprachen hiesiger Menschen. Die Religionsgemeinschaften investieren viel, damit Kinder schon früh auch die religiösen Sprachen erlernen.
    Studien haben gezeigt, dass diese Mehrsprachigkeit ihre Identität ebenso stärkt wie Bildung und Integration. Moscheevereine und Tempel leisten mit Sprachkursen einen nennenswerten Beitrag dazu, dass Menschen hier heimisch werden. Gleichzeitig bieten sie in ihren vielsprachigen Gottesdiensten Heimat. Liturgische Sprache schaffe Heimat und Identität, bestätigt Theologin Tabitha Walther vom ZIID, dem Zürcher Institut für interreligösen Dialog.
    In dieser Ausgabe von Perspektiven interessiert uns die Mehrsprachigkeit religiöser Menschen. Wie stark prägt diese Mehrsprachigkeit ihre Identität? Ist sie ein Plus oder manchmal auch Last?
    Haben Sie selbst Erfahrungen damit? Was meinen Sie dazu? Schreiben Sie uns [email protected] gern.
    Mehrsprachigkeit ist Thema eines SRF-Kultur-Schwerpunkts Ende August / Anfang September. Auf www.srf.ch/kultur finden Sie jede Menge Interessantes dazu.
    29 min
  • Ein Ort für alle: Die Offene Kirche in Bern
    Andrea Meier ist Geschäftsführerin der Offenen Kirche in Bern. Dort stellt sie mit Freiwilligen grosse Aktionen auf die Beine. Kirche sollte da sein, wo das Leben spielt, findet die aktivistische Theologin.
    Mitten auf dem Berner Bahnhofplatz liegt die grosse, barocke Heiliggeistkirche. Sie ist sowohl das Zuhause der reformierten Kirchgemeinde Heiliggeist als auch der interreligiösen Offenen Kirche Bern. Offen ist sie im wörtlichen Sinne: Fünf Mal die Woche gibts hier gratis Kaffee oder Orangensaft. Menschen, die sonst auf den Treppen vor der Kirche leben, sind willkommen. Das Team veranstaltet Food-Banketts oder erinnert an Menschen, die auf der Flucht gestorben sind. An Heiligabend werde 10'000 Kerzen angezündet. Die Themen, die der aktivistischen Szene wichtig sind: Gerechte Verteilung, Frieden, Klimaschutz – das seien uralte christliche Anliegen, sagt Andrea Meier. Ihr Motto ist: wer ist da? Wer will etwas machen? Komm, wir packens an.
    Bei der SRF Sternstunde Religion finden Sie eine Dokumentation über eine andere Schweizer Offene Kirche, die Citykirche St. Jakob in Zürich: https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-religion/video/offene-kirche---besondere-zeiten?urn=urn:srf:video:71e89e24-1199-4e12-8c9c-5ed0e4a3df9d
    31 min
  • “Eine, die mir wirklich zuhört”-Spitalseelsorgerin Susanne Cappus
    Spitalseelsorgerin Susanne Cappus hat Zeit und hört zu. Das schätzt die Langzeitpatientin ebenso wie der Notfallarzt. Mit der humorvollen Christkatholikin könne man über alles sprechen, auch über Bond-Filme, Angeln oder Bienen. Das hilft, Schweres leichter zu nehmen. Zu Besuch im Spital Dornach SO.
    Im Spital Dornach begegnen wir Ärzten, Patientinnen und Pflegefachpersonen. Die Spitaldirektorin erklärt, was fehlen würde, gäbe es die Spitalseelsorge nicht. Die christkatholische Seelsorgerin ist hier Teil des Teams und für alle ansprechbar. - Aktuell diskutiert die Schweiz, welche einheitlichen Standards es für Spitalseelsorge und Spiritual Care braucht, um zeitgemäss und professionell zusammenzuarbeiten. Seelsorge ist an den Spitälern nämlich recht unterschiedlich organisiert: von der Bezahlung über den Auftrag bis zur Einbettung ins Spitalteam. Da bewegt sich gerade viel, zum Glück in Richtung Mensch, meint Susanne Cappus. Die neuen CAS Lehrgänge an Schweizer Universitäten tragen diesem neuen Verständnis Rechnung. Susanne Cappus hat den CAS in Spital- und Klinikseelsorge an der Universität Bern als eine der ersten durchlaufen und sagt, worauf es ihr ankommt bei der Seelsorge im System Spital.
    «Schreiben Sie uns Ihre Gedanken dazu auf [email protected]»
    27 min
  • Das Plus einer Freikirche: Zwischen Klischee und Glaubwürdigkeit
    Tiefer Glaube schliesst Reflexion nicht aus, sagt Christian Ringli. Ambivalenz begegnet er mit Humor und einer Prise Selbstironie. Er ist Pastor in der «BewegungPlus», eine Freikirche, die für kluge Prediger bekannt ist.
    Warum lässt Gott soviel Leid zu auf der Welt und wie bringt man Glauben und Denken unter einen Hut? Schwierige Fragen und Diskussionen sind Christian Ringlis Leidenschaft. Dafür biete ihm die Freikirche BewegungPlus viel Freiraum. Mit leisem Humor begegnet der zurückhaltende Theologe u.a. auch der Konfrontation mit dem oft schlechten Ruf der Freikirchen: Wenn er von seinem Beruf erzähle, seien die Reaktionen so, als würde er von Fusspilz reden. Ein Besuch bei den beiden Pastoren Christian Ringli und Matthias Wenk in Burgdorf, wo sie in der seit 1927 existierende Freikirche BewegungPlus versuchen, mehr Himmel auf die Erden zu bringen. 
    Anfang des Jahres war Perspektiven zu Besuch bei einer anderen Freikirche, der Vineyard in Olten. Gottesdienstbesuchende erzählen von ihrem Gemeindeleben unter Corona-Bedingungen: 
    https://www.srf.ch/audio/perspektiven/wiedergefundene-gemeinschaft-corona-und-die-freikirchen?id=12168549 
    29 min
  • Zwei Brüder mit Weitblick – Beat und Mathias Allemand
    Beat Allemand, der Münsterpfarrer, und sein Bruder Mathias, der Psychologe, treffen sich auf dem Turm des Berner Münsters. Sie blicken über die Stadt, sprechen über grosse und kleine Herausforderungen des Lebens. Und über die Kunst loszulassen, um sich mit sich und anderen zu versöhnen.
    Obwohl sich die Brüder Allemand beim Gespräch 344 Treppenstufen über der Stadt befinden, stehen beide mitten im Leben. Beat Allemand ist seit bald neun Jahren Pfarrer in der Kirchgemeinde des Berner Münsters. Lässig steht er im kurzen Talar vor seiner Gottesdienstgemeinde, spricht leicht und tiefgründig zugleich. Auch als Radioprediger versteht er es, sein Publikum zu begeistern. Ist es, weil der Mit-Vierziger in den letzten Jahren selbst so einiges durchgemacht hat: eine schwere Krankheit, private Umbrüche? Mathias Allemand ist Psychologe und forscht und lehrt an der Universität Zürich zur Rolle der Persönlichkeit für das gesunde Altern. Und er befasst sich mit gezielten Veränderungsprozessen wie Loslassen und Verzeihen. Wie gehen Menschen mit Verletzungen um? Was hilft ihnen, loszulassen und zu verzeihen, um neue Ziele und Träume zu entdecken? Aufgewachsen sind die beiden Brüder in einer Täuferfamilie im Berner Jura und in Indonesien. Danach gingen sie ihre eigenen Wege und sind doch bis heute verbunden.
    29 min

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

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