Ratgeber

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Medizintourismus: Worauf man bei OPs im Ausland achten sollte
    Die günstigeren Kosten für eine Operation im Ausland können verlockend sein, doch man sollte sich den Risiken bewusst sein und die Entscheidung gut vorbereiten.
    Medizintourismus klingt ein bisschen nach Ferien, die Vorbereitung für einen geplanten Eingriff im Ausland ist aber nicht zu unterschätzen. Besonders, wenn es um einen grösseren medizinischen Eingriff geht, ist es wichtig, sich über Risiken und mögliche Komplikationen zu informieren.
    Fachleute empfehlen sich eine Zweitmeinung in der Schweiz einzuholen. Und zu checken, ob die Praxis im Ausland auch ein Notfallkonzept hat und umfassend über die Nachsorge informiert, so der Tipp von Holger Klein, Leiter der Ästhetischen Klinik am Kantonsspital Aarau.
    Auch wenn die meisten Behandlungen im Ausland nicht von der Krankenversicherung gedeckt sind, ist es ratsam, im Voraus mit der Versicherung Kontakt aufzunehmen. Auch eine Rechtsschutzversicherung kann helfen, denn: Sollte eine Behandlung zu Komplikationen führen, liege es an der Patientin oder dem Patienten die Fehlbehandlung zu beweisen, sagt Sandra Dutler von der Schweizer Patientenorganisation.
    6 min
  • Medizintourismus: für die Zähne über die Grenze
    Zahnbehandlungen sind in der Regel nicht von der Grundversicherung gedeckt. In der Folge reisen viele Menschen ins Ausland, häufig über die Grenze oder nach Osteuropa, um bei der Zahngesundheit Geld zu sparen.
    Weil Zahnbehandlungen in der Regel nicht von der Krankenversicherung gezahlt werden, besteht eine freie Arztwahl – und die nutzen viele für eine Reise ins Ausland.
    Doch besonders bei grösseren Behandlungen wie Zahnsanierungen, sei es wichtig, sich frühzeitig mit dem Eingriff auseinanderzusetzen, rät die Schweizer Patientenorganisation. Das heisst: Röntgenbilder und Dokumente parat haben und sich eine Zweitmeinung in der Schweiz einholen. «Die muss man zwar selbst zahlen, aber am Ende spart man sich am Ende doppelte Kosten für eine Nachbehandlung in der Schweiz», sagt die Zahnfachexpertin der SPO Sandra Dutler.
    Die meisten Behandlungen im Ausland dürften gut verlaufen, doch wenn es Komplikationen gibt, landen auch immer wieder Fälle bei der Schweizer Patientenorganisation. Deswegen ist die Empfehlung bei Zahnbehandlungen: Checken, welche Behandlung wirklich notwendig ist und sich vor dem Eingriff mit der Krankenkasse und einer Rechtsschutzversicherung in Verbindung setzen.
    6 min
  • Medizintourismus: für die Psyche nach Mallorca
    Therapieplätze in der Schweiz sind rar, darum wird es beliebter für die psychische Gesundheit zu verreisen – zum Beispiel nach Mallorca: Gut für die schnelle Hilfe, doch keine nachhaltige Lösung.
    Weil sie ein halbes Jahr auf einen Therapieplatz hätte warten müssen, sucht Vanessa Hub einen Ausweg und findet einen Behandlungsplatz auf Mallorca. Für sie eine gute Entscheidung, durch die Therapie geht es ihr bald besser.
    Beim aktuellen Versorgungsengpass versteht das Ehepaar Köster, wenn Menschen psychotherapeutische Hilfe im Ausland suchen. Die Erfahrung des Psychiaters und der Psychotherapeutin zeigt: «Wir sind nicht im Ansatz in der Lage, den Bedarf zu decken, obwohl wir es gerne wollen.»
    Wer für eine Mental-Health-Behandlung nach Mallorca reist, müsse sich aber bewusst sein, dass die spanischen Leitlinien und Medikamente nicht immer deckungsgleich zum Schweizer Standard sind. Und auch eine Weiterbehandlung in der Schweiz wird erschwert: «Bei einer behandlungsbedürftigen Erkrankung wird es eine Nachbehandlung brauchen, und dann sind die Patient:innen wieder mit der Versorgungskrise konfrontiert.»
    6 min
  • Medizintourismus: für die Schönheit nach Istanbul
    Eine gerade Nase, straffe Brüste, volles Haar: Wer schön sein will – reist nach Istanbul zur Schönheits-OP? Der boomende Markt hat seine Tücken, darum ist zwingend für eine Operation im Ausland eine gute Vorbereitung.
    Etwa 30 bis 60 Prozent der Kosten kann man einsparen bei einem ästhetischen Eingriff, wenn man dafür ins Ausland geht und sich nicht in der Schweiz behandeln lässt. Da Schönheitsoperationen zum ästhetischen Zweck nicht von der Grundversicherung gezahlt werden, steigen immer mehr ins Flugzeug, wenn sie vollere Haare, eine gerade Nase oder straffe Brüste wollen. Besonders in der Türkei boomt der Schönheitsmarkt.
    «Es gibt Top-Kliniken und Chirurgen, die das gut machen. Es gibt aber auch den Markt bis hin zur Scharlatanerie, wo es nur darum geht, mit wenig Qualität, möglichst viel Geld zu machen», sagt Schönheitschirurg Holger Klein vom Kantonsspital Aarau, er beobachtet den Trend schon lange und forscht dazu.
    Wie jede OP kann es auch bei einem Schönheitseingriff zu Komplikationen kommen. Wie man Risiken erkennt und sich gut auf eine Schönheits-OP vorbereitet, erklärt der Leiter der Schönheitsklinik des KSA im Ratgeber.
    6 min
  • Medizintourismus: für die Pflege nach Thailand
    Die Gesundheitskosten steigen, das Pflegepersonal ist knapp. Manche sehen einen Ausweg in der Pflege in Thailand – auf der Suche nach besserer Betreuung für weniger Geld.
    8600 Kilometer Luftlinie trennen das Ehepaar Bieri. Niklaus Bieri ist dement und lebt seit zwei Jahren in Chiang Mai – in einem Pflegeheim. Katharina Bieri musste anfangs dafür viele Anfeindungen aushalten, sie würde ihren Mann abschieben, doch: «Ich muss immer wieder sagen: Ich habe wirklich das richtige gemacht. Schöner könnte er es nicht haben. Wer ist schon während 24-Stunden betreut?», sagt die Seniorin Katharina Bieri. Drei Pflegerinnen betreuen ihren Mann, gehen täglich mit ihm spazieren. Eine Bewegungsfreiheit und Betreuung, die er daheim in Thun in keinem Pflegeheim bekommen hätte, davon ist sie überzeugt.
    Aktuell gibt es über 128000 Menschen mit Demenz in der Schweiz, in 15 Jahren dürfte sich die Zahl mehr als verdoppelt haben – der Bedarf nach guter Pflege wird immer dringender. So dürfte sich der Trend zu einer Alterspflege im Ausland fortsetzen.
    Auch wenn Katharina Bieri ihren Mann nur einmal im Jahr besuchen kann und sonst nur per Videotelefonie spricht, ist sie froh, dass sie die Entscheidung für Thailand gemeinsam getroffen haben.
    6 min
  • Gräser pflegen im Spätsommer
    Einige heimische Gräser und viele Ziergräser blühen im Spätsommer und im Herbst. Sie schmücken den Garten gerade dann, wenn andere Pflanzen bereits verblüht sind.
    Auch im Winter verleihen Zier- und andere Gräser dem Garten durch ihre filigranen Formen einzigartige Akzente.
    Das Setzen und Pflegen richtet sich nach der Blütezeit:
    · Herbstblühende Gräser werden im Frühling geteilt und gesetzt.
    · Frühlingsblühende Gräser werden im Herbst geteilt und gesetzt.
    Die herbstblühenden Gräser werden den Winter hindurch stehen gelassen und nicht zusammengebunden. Eine Ausnahme bildet das Pampasgras, da es empfindlich auf Winternässe ist.
    Gräserhorste werden geteilt, wenn sie innen auskahlen. Das Ausgraben, Teilen und wieder Einsetzen hält sie jung und kräftig. Gleichzeitig werden die Horste dadurch vermehrt.
    6 min
  • Ein Gras sorgt für Abwechslung im Menu
    Für kleinere Platzverhältnisse bringt Zuckermais eine ansehnliche Ernte. Seine Kolben lassen sich grillieren oder kochen. Die nötige Anzahl Pflanzen lässt sich einfach berechnen: Jede Maispflanze trägt zwei Kolben.
    Zuckermais wird unausgereift (milchreif) geerntet. Darum beträgt seine Kulturzeit je nach Sorte 85 bis 110 Tage. Zuckermais muss rechtzeitig geerntet werden, denn wird er zu spät geerntet, schmeckt er mehlig. Optimaler Erntezeitpunkt ist, wenn sich die Seide am Kolben braun verfärbt hat.
    Puff- oder Popcornmais sind Zierde und Genuss zugleich. Die Körner sind ausgesprochen hart und oft glasig. Werden sie erhitzt, vergrössert sich das Volumen im Innern schlagartig und die Samenschale springt oder «poppt» auf. Die Kolben werden vollreif, wie Polenta- und Ribelmais geerntet.
    Die verschiedenen Maissorten kreuzen sich sehr leicht. Das unerwünschte Resultat ist bereits am diesjährigen Maiskolben sichtbar und auch der Geschmack leidet. Deshalb immer nur eine Maissorte pro Garten anbauen! Wenn Futtermais in der Nähe (bis 400 Meter) angebaut wird, dann auf den Anbau von Polenta-, Popcorn- und Gemüsemais verzichten!
    6 min
  • Wintergetreide für Blumenstrauss und Bodengesundheit
    Wintergetreide bilden noch im Herbst einen Blatthorst. Dadurch schützen sie den Boden vor starken Regenfällen. Ihr verzweigtes Wurzelwerk speichert die im Boden vorhandenen Nährstoffe.
    Mit dem Blatthorst und dank der Wurzeln sorgt das Getreide dafür, dass die Nährstoffe bis zum Frühling erhalten bleiben und nicht ins Grundwasser ausgeschwemmt werden.
    Einige Wintergetreidearten bereichern mit ihren schön gezeichneten Ähren wie die des Schwarzen Emmers oder der Pfauengerste das florale Gestalten. Es lassen sich Sträusse, Trockenblumen oder Kränze daraus machen.
    Ausgesät werden sie ab Ende August bis Mitte Oktober. Der Schnitt für Blumensträusse erfolgt im folgenden Jahr im Juni bis im Juli.
    Wintergetreide fruchtet nur zuverlässig, wenn es vorher einem starken Kältereiz ausgesetzt wird. Die tiefen Temperaturen liefern den nötigen Wachstumsanreiz.
    Zu den Wintergetreidearten gehören:
    · Winterroggen (Secale cereale)
    · Winterweizen (Triticum aestivum)
    · Dinkel (Triticum spelta)
    · Emmer (Triticum dicoccon)
    · Einkorn (Triticon monococcon)
    · Futtergerste/Pfauengerste (Hordeum vulgare ssp. vulgare)
    Sommergetreide wird Anfangs März bis Anfangs April gesät und im Juli/August geerntet.
    Zu den Sommergetreiden gehören:
    · Hafer (Avena sativa)
    · Wildemmer (Triticum dicoccoides)
    · Sommergerste (Hordeum vulgare ssp. distichon)
    · einige Wintergetreide können auch im März ausgesät werden – doch je nach Wetter kann die Ernte ausfallen
    7 min
  • Gräser als Lebensraum für Kleintiere
    Heimische Gräser sind ein wichtiger Lebensraum für verschiedenste Kleinlebewesen. Ihre Blätter sind Nahrung zum Beispiel für Schmetterlinge, die ihre Eier buchstäblich ins Gras fallen lassen, damit die schlüpfenden Raupen viele Blätter fressen können.
    Spinnen, wie etwa die Wespenspinne, leben in Pflanzengesellschaften mit Gräsern. Sie weben ihre Netze zwischen den Grashalmen oder befestigen ihren Eikokon an Gräsern.
    Schmetterlinge legen ihre Eier an Gräsern ab, die Raupen fressen und überwintern im Büschel oder am Boden.
    Heuschrecken wie Roesels Beissschrecke oder der Nachtigall-Grashüpfer kommen auch in Gärten mit Grasbeständen häufig vor.
    7 min
  • Heimische Gräser für Sonnenhitze und kühlen Schatten
    Gräser sind in der Gartengestaltung sehr beliebt. Sie bringen zarte Farbtöne, filigrane Leichtigkeit, Bewegung und Geräusche in den Garten. Bereits der kleinste Windhauch lässt ihre Halme schwingen und es raschelt und säuselt.
    Gräser sind nicht nur hell- oder dunkelgrün, je nach Art zeigen ihre Blütenähren Pastelltöne von Crème, Beige zu Gold und Braun, manchmal zart bläulich oder rosa, manchmal grau bis silbern. Das milde Herbstlicht bringt die bernsteinfarbenen Halme und silbrigen Samenstände der Gräser besonders zum Leuchten! Sie glänzen in der Sonne, weil die Wände der Halme mit einer silikonartigen Verbindung verstärkt und vor Nässe geschützt werden.
    Gräser zeigen sich von der schönsten Seite, wenn die Sonne schräg von hinten durch die Grashalme und Samenstände scheinen kann. Perfekt wird es, wenn sie dazu noch vor einem dunklen Hintergrund, etwa einer Eibenhecke oder dem Schattenwurf eines Hauses, stehen.
    Heimische Gräser fühlen sich an ganz unterschiedlichen Standorten im Garten wohl; sie begleiten Stauden- und Gehölzpflanzungen und bieten einer Vielfalt an Kleitieren und Insekten Lebensraum.
    7 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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