Ratgeber

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Work-Life-Balance: So gelingt sie
    Flexibles Arbeiten, Homeoffice, wir können - je nach Beruf - fast nach Belieben aussuchen, wann und wo wir arbeiten. Das bringt grosse Freiheiten mit sich, aber auch Gefahren. Privatleben und Arbeit verschmelzen, man spricht von Work-Life-Blending.
    Die Forschung hat gezeigt, so die Arbeits- und Organisationspsychologin von der Fachhochschule Nordwestschweiz, Michaela Knecht, dass flexibles Arbeiten grundsätzlich zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden beiträgt. Allerdings können nicht alle damit umgehen. Allen voran ist es an den Vorgesetzten mit gutem Beispiel voranzugehen. «Wenn Vorgesetzte beispielsweise am Wochenende oder in den Ferien offline sind, ist das für die Mitarbeitenden entlastend», so Knecht. Das kann heissen: Keine Mails nach Feierabend, auch Mails während der Ferien sind tabu.
    Wichtig ist, so Knecht, dass sich Mitarbeitende im Homeoffice abgrenzen. Auch räumlich. Gearbeitet wird am Schreibtisch und nicht am Wohnzimmertisch. Und wer krank ist, ist krank. Auch wenn der Laptop einsatzbereit zu Hause steht.
    (Der Beitrag lief bereits am 8.4.2024)
    6 min
  • Abschalten und den Alltag hinter sich lassen? So gelingt’s!
    Um Gedanken an die Arbeit nicht mit in die Ferien oder Freizeit zu nehmen, helfen Selbstdisziplin, Abstand und Ablenkung.
    Besonders wer in den Ferien nicht verreist, sondern zuhause bleibt, hängt mit dem Kopf gerne noch in der Arbeit fest. Hilfreich ist es da, das Abschalten wörtlich zu nehmen: Handy aus und die Emails liegen lassen – und das Arbeitszimmer absperren.
    Und auch wenn einem Zuhause fremde Reize fehlen, die einen schnell aus den Gedanken holen – wie das Meeresrauschen im Urlaub oder der Panoramablick in den Bergen: Tapetenwechsel geht auch daheim. Mit einer Tätigkeit, in der man ganz versinkt wie Stricken, Gartenarbeit oder ein gutes Buch: «Man ist dann so fokussiert, auf das was man macht, dass man automatisch nicht mehr an die Arbeit denkt», sagt Neuropsychologin Iris-Katharina Penner vom Inselspital Bern.
    Wer sich also selbst Ablenkung schafft und in der freien Zeit ausnutzt, dass nicht ein Termin den nächsten jagt, gewinnt den nötigen Abstand, den es zur Erholung braucht.
    6 min
  • Zone 2: Warum langsames Training als besonders gesund gilt
    Weniger schnaufen, mehr Wirkung? Ein moderates Ausdauertraining in Zone 2 soll Fett verbrennen, das Herz stärken – und sogar unsere Zellen fitter machen. Doch was ist wirklich dran?
    Joggen, ohne ausser Atem zu geraten – und dabei fitter werden? Genau das verspricht das Training in Zone 2. Die Methode stammt ursprünglich aus dem Leistungssport, liegt inzwischen aber auch bei Hobbysportler:innen im Trend. In Podcasts, auf TikTok und in Fitness-Apps wird Zone 2 als sanfte Wunderformel gehandelt: Bessere Ausdauer, gesündere Mitochondrien, weniger Stresshormone.
    Im Gespräch mit einem Sportwissenschaftler zeigt sich: Die positiven Effekte sind real – aber nicht magisch. Wer abnehmen, die Zellen stärken oder den Kreislauf entlasten will, profitiert vom Training in dieser Intensitätszone. Dennoch gilt: Ohne Reize keine Anpassung. Zone 2 ist ein guter Einstieg – aber kein Ersatz für andere Belastungsformen.
    Wie man Zone 2 erkennt, wer davon besonders profitiert und wann es sich lohnt, schneller zu laufen: Antworten gibt’s im Ratgeber.
    6 min
  • Zur Ruhe kommen: Welcher Entspannungstyp bin ich?
    Entspannen bedeutet für jede und jeden etwas anderes. Je nach Typ hilft Ruhe oder Bewegung. Gut zum Runterfahren ist das, was einem selbst Freude macht.
    Kommen Sie bei Meditation zur Ruhe? Entspannen Sie sich besser beim Joggen? Oder beruhigt Sie am besten ein Spaziergang im Wald?
    Die Neuropsychologie unterscheidet drei Entspannungstypen: kognitive, naturorientierte und körperorientierte Menschen. Häufig passt davon mehr als ein Typ zur Persönlichkeit. Bewegung ist nicht unbedingt entspannender als Ruhe – oder umgekehrt. Wichtig ist, dass man das macht, was einem selbst guttut, ganz ohne Verpflichtung.
    Wenn man noch auf der Suche nach dem Richtigen für sich ist, hilft es, sich zu fragen: Was ist mein Bedürfnis? Was macht mir Freude? Was tut mir gut?
    Die Neuropsychologin Iris-Katharina Penner vom Inselspital Bern empfiehlt aber auch den Sprung ins Unbekannte: «Man müsste sich eigentlich viel mehr wagen, Dinge ausprobieren. Das wäre für die Gesundheit sehr wertvoll.»
    7 min
  • Einfach mal nichts tun: Müssiggang macht klüger und kreativer
    Pausen gelten oft als Faulheit – dabei sind sie echte Kraftquellen für Kreativität, Gesundheit und mentale Stärke. Neue Forschung zeigt, dass gezieltes Nichtstun mehr bewirken kann als Disziplin und Dauerstress.
    Faulenzen mit gutem Gewissen? Ja, unbedingt. Müssiggang ist keine Schwäche, sondern ein unterschätzter Booster für Gesundheit, Kreativität und innere Balance. Studien zeigen: Wer regelmässig bewusst Pausen macht, senkt Stresshormone, fördert neue Ideen und lebt oft zufriedener.
    Unser Gehirn braucht Leerlauf, um auf gute Gedanken zu kommen – genau dann entstehen Geistesblitze. Also: öfter mal nichts tun, ohne schlechtes Gewissen. Warum das kein Luxus ist, sondern kluge Selbstfürsorge, zeigt diese Sendung.
    6 min
  • Warum Widersprüche zu unserem Ich dazugehören
    So kenne ich dich gar nicht! Warum solche Rückmeldungen für die Entwicklung unserer Identität wichtig sind.
    Wer bin ich eigentlich und warum wirke ich manchmal so verschieden? Psychologisch betrachtet ist Identität kein starres Konstrukt, sondern ein Narrativ: «Identität ist die Geschichte, die wir über uns selbst erzählen», sagt Alexander Grob, Professor für Persönlichkeitspsychologie an der Universität Basel. Dieses Selbstbild entsteht in Beziehung zu anderen – wir spiegeln uns am Blick der Menschen um uns. Konkret: Was wir glauben, das andere über uns denken, prägt uns.
    Besonders in der Jugend ist Identität in Bewegung. «Wir probieren viel aus und sammeln neue Erfahrungen. Das ist entscheidend, um ein Gefühl für uns selbst zu entwickeln», erklärt Grob. Mit der Zeit wird das Selbstbild stabiler und abstrakter: Einzelne Erlebnisse im Erwachsenenalter verändern uns weniger stark, weil wir schon ein gefestigteres Bild von uns haben.
    Doch Wandel gehört dazu und ist sogar wertvoll. Wenn jemand sagt: «So kenne ich dich gar nicht!», kann das irritieren, aber auch eine Einladung sein. Wir können überlegen: Passt dieses Bild zu mir? Will ich es annehmen? Solche Momente helfen, neue Seiten an uns zu entdecken. «Identität pulsiert», so Grob. «Sie ist stabil, aber bleibt offen für Neues.»
    6 min
  • Wer ältere Menschen stigmatisiert, schadet auch sich selbst
    Wer das Alter als Chance begreift, bleibt offener und aktiver. Und lebt laut Forschung im Schnitt deutlich länger.
    «Unglaublich, dass Sie in Ihrem Alter noch solche Wanderungen machen!» An diese Situation erinnert sich die 79-Jährige Bea Heim. Was vielleicht freundlich gemeint war, kann verletzend wirken. «Es vermittelte mir den Eindruck, als würde mir eine anspruchsvolle Wanderung nicht mehr zugetraut», sagt die Präsidentin der Vereinigung aktiver Seniorinnen- und Selbsthilfeorganisationen der Schweiz (VASOS FARES).
    Solche Bemerkungen und Situationen sind kein Zufall. Sie spiegeln wider, welche Vorstellungen über ältere Menschen in unserer Gesellschaft vorherrschen. „Stereotype übers Älterwerden sind tief verankert und weltweit verbreitet“, sagt Alexandra M. Freund, die an der Universität Zürich den Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie leitet. Und diese Bilder seien leider oft negativ. „Älteren wird oft Inkompetenz, aber dafür Warmherzigkeit zugeschrieben“, sagt Freund.
    Solche verinnerlichten Bilder bleiben nicht ohne Folgen: „Wenn ich das Altern negativ sehe, wird es selbst zum Stressor. Ich kann ihm nicht entkommen, und das stresst mich dauerhaft“, erklärt Freund. Das schwäche das Immunsystem, fördere Krankheiten und könne sogar Lebenszeit kosten. Eine Langzeitstudie der US-amerikanischen Professorin Becca Levy zeigt: Wer das Alter mit Reife und Zufriedenheit verbindet, lebt im Schnitt 7,5 Jahre länger als Menschen mit einem negativen Altersbild.
    Bea Heim versucht bewusst, das Positive zu sehen: «Ich sehe das Alter als Herausforderung, aber auch als Phase mit Tiefe, mit eigenen Freuden und neuen Chancen. Natürlich gibt es Einschränkungen. Doch es gibt auch eine grosse Freiheit: Ich muss mich weniger beweisen.»
    6 min
  • Typisch! Wo Schubladen-Denken hilft und wo es zum Problem wird
    Der erste Eindruck zählt? Zumindest zur Einordnung einer Person. Doch es ist sinnvoll, die eigenen Schubladen zu hinterfragen, weil dahinter Vorurteile stecken könnten.
    Um die komplexe Welt verstehen zu können, die vielen Eindrücke zu sortieren, gehen in unserem Kopf automatisch Schubladen auf: Erste Begegnungen vereinfachen wir mit Kategorien.
    Doch so viel, wie manche denken mögen, zählt der erste Eindruck nicht: Je besser wir eine Person kennen lernen, desto umfassender wird das Bild und die Schublade der ersten Begegnung löst sich auf.
    Negativ werden Schubladen dort, wo sie Vorurteile fördern. Und das kann auch unbewusst passieren. Wenn man sich zu einer Gruppe dazuzählt, wertet man eine fremde Gruppe schnell mal ab. Während man sich stark mit der eigenen Gruppe identifiziert, sie gut kennt und Zwischentöne erkennt, sehen wir in fremden Gruppen vor allem: Die sind doch alle gleich!
    Man kann seine eigenen Vorurteilte hinterfragen, sagt Psychologin Sophie Kittelberger von der Universität Zürich, indem man sich fragt: "Werden meine Werte verletzt? Oder ist es eine einmalige Erfahrung, die mich stört, die gar nicht für eine ganze Gruppe repräsentativ ist?"
    6 min
  • Warum das Gefühl von Zugehörigkeit gesund ist
    Der Schutz der Gruppe ist ein urmenschliches Bedürfnis. Irgendwo dazugehören wollen ist ein wichtiger Teil der sozialen Identität.
    Zu welcher Gruppe ein Mensch gehört, ist nicht allein von Geburt an gegeben. Die soziale Identität ist grösser als die Familie – wir können wählen, wo wir dazugehören wollen und uns aktiv Gleichgesinnte suchen: zum Beispiel im Sportverein, im Chor oder im Beruf.
    Ein wichtiger Faktor für ein Gefühl von Zusammengehörigkeit sind Gemeinsamkeiten, die Sprache oder die gleiche Kultur, Traditionen wie die 1. August-Feier stärken dieses Gefühl. Grundlegend sind geteilte Werte.
    Wenn die stimmen, kann man auch das Zusammengehörigkeitsgefühl von anderen stärken und fremde Personen integrieren, das ist auch aus gesundheitlichen Gründen wichtig:
    «Soziale Integration ist ein wichtiges Mittel gegen Einsamkeit», sagt die Psychologin Sophie Kittelberger. Sie forscht an der Universität Zürich an einem mehrjährigen, vom Nationalfonds geförderten Projekt zur sozialen Identität.
    6 min
  • Kulinarisches Highlight aus dem Miniteich
    Gesammeltes Regenwasser ist vielfältig anwendbar. Das Besondere: es ist weiches Wasser, enthält also keinen Kalk und eignet sich deshalb sehr gut, um Pflanzen zu giessen oder um einen Miniteich anzulegen.
    Ein Miniteich auf dem Balkon, auf der Terrasse oder neben dem Sitzplatz im Garten ist ein Blickfang – und er bietet auch kulinarische Highlights! Viele Wasserpflanzen haben aromatische Blüten, Früchte oder Blätter, wie zum Beispiel die Wasserminze. Weitere essbare Wasserpflanzen sind:
    Sumpfbeet:
    · Wasser-Minze (Mentha aquatica) Blätter für milden Tee
    · Blutweiderich (Lytherum salicaria) junge Sprossen wie Spargeln
    · Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) Blüten als essbare Dekoration
    Wasserstand 40 - 60 cm:
    · Teichenzian, Seekanne (Nymphoides peltata) Blüten und Blätter in Salat
    · Echtes Pfeilkraut (Sagittaria sagittifolia) Wurzelknollen im Herbst dünsten, schälen und knusprig anbraten
    · Wassernuss (Trapa natans) Nüsschen im Herbst, roh oder gekocht, schmeckt ähnlich wie Esskastanien
    7 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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