Ratgeber

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Wut zeigt an, wo wir uns ungerecht behandelt fühlen
    Wie wir mit Ärger, Zorn, Groll umgehen, schauen wir von unseren Eltern ab. Aber auch im Erwachsenenalter kann man einen gesunden Umgang mit Wut lernen.
    Emotionen haben eine Botschaft an uns. Wut zeigt an, wo persönliche Grenzen überschritten wurden, wo ein Problem korrigiert gehört. Diesen Unmut darf man äussern.
    Gleichzeitig ist es wichtig, sich bewusst zu machen: Emotionen wirken sich auch auf unser Gegenüber aus. Wer häufig launisch oder gereizt ist, löst beim Gegenüber eventuell Rückzug aus: «Es ist wichtig, sich zu fragen, was bewirkt mein Verhalten bei anderen – das ist kein Zufallsprinzip, ich kann das selbst beeinflussen», sagt Psychotherapeutin Christina Stadler von den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.
    Darum ist es wichtig, sich bewusst mit Emotionen wie Wut auseinanderzusetzen. Wichtig bleibt am Ende der respektvolle Umgang mit sich selbst und anderen.
    6 min
  • Wie man auf der Welle unangenehmer Gefühle Surfen lernt
    Beruhigend bei negativen Gefühlen: Sie gehen vorbei. Ängste werden bereits kleiner, wenn man nicht mehr gegen sie ankämpft.
    Unangenehme Gefühle auszuhalten, gehört zu einer gesunden Entwicklung dazu – auch für Erwachsene. «Wenn ich sie akzeptieren kann, das ist paradox, werden die Gefühle automatisch kleiner oder verschwinden wieder,» sagt Christina Stadler, Leiterin des tagesklinischen Bereich für Kinder an den UPK Basel.
    Wer das kennt, nachts wach zu liegen mit Gedankenkreisen oder von einem Gefühl wie gelähmt zu sein, dem rät die Psychotherapeutin, bewusst Abstand zu nehmen von den negativen Gedanken, da sie nicht die Realität widerspiegeln. In die Distanz gehen und sich dann fragen: «Welcher andere Gedanke ist hilfreich, um das zu erreichen, was dir wichtig ist,» sagt Christina Stadler.
    Denn eins sollten Gefühle auf keinen Fall: Verhindern, dass man die eigenen Wünsche und Ziele erreicht. Deswegen sei es wichtig, Emotionen zu regulieren – sozusagen auf der Welle der Emotionen das Surfen zu lernen.
    5 min
  • Freude oder Schmerz: Woher unsere Tränen kommen
    Nur der Mensch weint emotionale Tränen, sie zeigen uns, was grosse Bedeutung hat und wie zerbrechlich das Leben ist.
    Der Mensch allein weint emotionale Tränen – keine andere Spezies weint mit Gefühl.
    Interessant ist, Tränen kullern nicht nur bei traurigen Ereignissen, sondern auch bei hocherfreulichen.
    Ein Blick in die Neurobiologie zeigt: Was immer mitschwingt, wenn wir weinen, ist Hoffnung und Angst. Weil wir wissen, wie zerbrechlich das Leben ist.
    Wichtig ist, die Gefühle auch auszuhalten, auch wenn es schwierig ist: «Erst wenn ich traurig bin, merke ich auch, was mir wichtig war», sagt Psychologin Christina Stadler von der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.
    Das Positive an Tränen aller Art: Sie stärken unsere emotionale Bindung zu Personen und helfen dem Körper beim Stressabbau.
    5 min
  • Chaos im Bauch: Wie man seine Emotionen besser versteht
    Emotionen haben eine Botschaft, nur welche, das ist manchmal schwer zu erkennen. Was hilft: einen Moment Pause machen und nicht direkt reagieren.
    Emotionen machen den Menschen aus, doch manchmal ist es gar nicht so einfach zu verstehen: Was ist eigentlich mit mir los?
    Bevor man eine Emotion als Trauer, Wut oder Angst beschreiben kann, reagiert der Körper, zum Beispiel mit Anspannung oder Herzklopfen: «Das kommt so schnell, dass man gar nicht darüber nachdenkt und wir merken trotzdem: Mir geht es nicht gut», sagt Psychotherapeutin Christina Stadler von den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel.
    Emotionen zeigen uns unsere Bedürfnisse auf. Und weil die Botschaft, die uns Emotionen mitgeben, manchmal nicht sofort verständlich ist, rät die Expertin: Erstmal in sich zu gehen und sich einen Moment Pause zu gönnen und nicht direkt dem ersten Impuls zu folgen.
    5 min
  • Allergien: Manche kommen, um zu bleiben – andere gehen wieder
    Bei Allergien gibt das Immunsystem der Medizin noch immer Rätsel auf: Warum entstehen manche Allergien erst bei Erwachsenen? Warum verschwinden andere wieder?
    Ein Leben lang frei von Allergien – das kann man wohl niemandem versprechen. «Wir können unser Leben lang und zu jedem Zeitpunkt eine neue Allergie entwickeln», sagt Andrina Neff vom Kantonsspital St. Gallen.
    Im Erwachsenenalter sind das häufig Allergien gegen Medikamente. Dann reagiert der Körper mit Schwellungen im Hals und Gesicht oder sogar einem allergischen Schock. Oder einem Hautausschlag, der auch erst nach einer Woche auftreten kann.
    Gründe liegen eventuell in den Genen, eventuell in einer neuen Lebenssituation im Alter, aber offene Fragen bleiben, sagt die Allergologin Andrina Neff: «Wahrscheinlich haben wir da noch nicht alles vom Immunsystem entdeckt.»
    6 min
  • «Plaggeist» Pollen-Allergie: Das hilft bei Heuschnupfen
    Viele empfinden den blühenden Frühling mehr als Plage denn als Freude, weil Pollen häufig Heuschnupfen auslösen. Diese Medikamente, Mittel und Methoden lindern Allergie-Symptome.
    Wenn es Sie juckt, beisst und brennt, sobald Gräser, Bäume oder Wiesen blühen gehören Sie zu den 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung mit einer Pollen-Allergie.
    Die einzige Therapie, die das Problem an der Ursache bekämpft ist eine Desensibilisierung, eine Immuntherapie. Mit Tabletten oder Spritzen will man das Immunsystem davon wegbringen, bei eigentlich harmlosen Stoffen aus der Umwelt mit Antikörpern zu reagieren.
    Eine Immuntherapie dauert etwa drei Jahre und ist schon bei Kindern möglich.
    Ganz allergie-frei wird man auch damit nicht, aber: «Etwa 80 Prozent unserer Patientinnen und Patienten sind zufrieden und sagen, sie können wieder draussen Sport machen», sagt die Andrina Neff vom Kantonsspital St Gallen.
    Wer trotz Heuschnupfen Zeit in der Natur verbringen möchte, dem empfiehlt die Allergologin Antihistaminika. Wer stark unter Heuschnupfen leidet, könne Antihistamin-Tabletten sogar täglich nehmen oder kortisonhaltige Nasensprays und Asthma-Inhalatoren nutzen.
    Wer alternative Heilmethoden ausprobieren möchte: Nach der evidenzbasierten Medizin gibt es keinen Beweis, dass z.B. Akupunktur oder Hypnose wirken. Das sei aber sehr individuell, sagt Andrina Neff und die Studienlage noch dünn.
    Eine Herausforderung für Studien zu Heuschnupfen: Der Pollenflug ist jedes Jahr anders. Auch die Klimaerwärmung verstärkt den Anstieg der Pollen-Allergie, weil mehr Pollen, längere Zeit in der Luft sind.
    6 min
  • Was tun, wenn die Allergie lebensgefährlich wird?
    Eine winzige Spur Erdnuss und schon spielt das Immunsystem verrückt, die allergischen Symptome laufen völlig aus dem Ruder. Der allergische Schock, oder fachsprachlich richtig, die anaphylaktische Reaktion, geht los. Im Ernstfall gilt: schnell reagieren.
    Bei Marcel Baumann beginnt es im Gesicht: Rachen, Augen und Nase schwellen an, bis er kaum mehr Luft kriegt. Helfen kann da nur die Adrenalinspritze, auch «Epi-Pen» genannt. Heute trägt er die lebensrettende Spritze immer bei sich und weiss damit umzugehen. Auch das Umfeld ist instruiert: Plastikkappe abnehmen und die Adrenalinspritze fest in den seitlichen Oberschenkel drücken – notfalls durch die Kleidung.
    Die anaphylaktische Reaktion kann auch Menschen treffen, die bislang nie allergisch reagiert haben. Allergien auf Insektenstiche etwa entwickeln sich manchmal erst im Erwachsenenalter. Dehalb gilt es: beim Auftreten von mehreren allergischen Symptomen wie Ausschlag, Gesichtsschwellung, Magen-Darm Symptome, Atemnot oder Schwindel den Notruf alarmieren.
    7 min
  • Gewöhnen statt Vermeiden: Immuntherapie bei Lebensmittelallergien
    Ist ein Kind allergisch gegen Nüsse, Milch oder Eier, werden diese strikt vermieden.
    Kein Stück vom Geburtstagskuchen, nie spontan ein Glace essen – eine Lebensmittelallergie bei Kindern schränkt die Lebensqualität ein oder kann sogar lebensbedrohlich sein. Schweizer Kinderspitäler bieten die «Orale Immuntherapie» an: Dabei wird das Immunsystem schrittweise an die kritischen Lebensmittel gewöhnt.
    Diese Therapie ist zwar erfolgversprechend, aber auch aufwändig. Unter ärztlicher Aufsicht essen die Kinder täglich und über mehrere Jahre hinweg zum Beispiel kleinste Mengen von Nüssen – und steigern die Dosis langsam. So soll das Immunsystem schlussendlich «überlistet» werden, damit es irgendwann nicht mehr allergisch gegen Nüsse, Ei oder Milch reagiert.
    7 min
  • Allergie oder Unverträglichkeit? Ein wichtiger Unterschied
    Immer mehr Menschen sind von einer Allergie betroffen oder vertragen bestimmte Lebensmittel nicht. Der Grund für den Anstieg liegt unter anderem an unserem Lebensstil.
    Während vor 100 Jahren Allergien äusserst selten waren, leidet heute ein Viertel bis ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer an einer Allergie – Tendenz steigend: Das Immunsystem wehrt sich gegen eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt mit Antikörpern und löst typische Allergie-Symptome wie Schnupfen, Erbrechen oder Hautausschlag aus.
    Ein Grund für die zunehmenden Allergien ist die sogenannte Hygiene-Hypothese: Unser urbaner Lebensstil ist so sauber, dass der Körper zu wenig mit Bakterien in Berührung kommt. Das Immunsystem reagiert dann über. Abschliessend konnte die Wissenschaft bis jetzt nicht klären, warum Allergien ansteigen.
    Mittlerweile hat jede fünfte Person in der Schweiz eine Pollenallergie, Nahrungsmittelallergien nehmen auch zu, sind aber viel seltener, sagt Nadia Ramseier vom Allergiezentrum Schweiz: «Etwa 30 Prozent von der Bevölkerung hat das Gefühl eine Nahrungsmittelallergie zu haben, tatsächlich sind es aber nur etwa fünf bis sechs Prozent.» Viel häufiger sind Unverträglichkeiten, z.B. gegen Milch- oder Fruchtzucker.
    Der bedeutende Unterschied: Während Allergien lebensbedrohlich sein können, sind Unverträglichkeiten meistens vor allem eins: unangenehm.
    Korrektur: Anders als im Beitrag behauptet, ist Zöliakie keine Allergie. Es gibt Ähnlichkeiten mit einer Allergie, weil das Immunsystem beteiligt ist. Die Symptome treten jedoch nicht sofort auf und sind nicht lebensbedrohlich - genau genommen ist Zöliakie eine Autoimmunerkrankung. Der Verzehr von Gluten löst eine Entzündung der Dünndarmschleimhaut aus.
    7 min
  • Wie weit soll Tiermedizin gehen? Infektionspräventation
    Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, sind auch in Tierspitälern ein wachsendes Problem. Die Übertragung von Keimen und Bakterien kann durch verschiedene Faktoren, wie mangelnde Hygiene, Kontakt mit infizierten Tieren oder Personal, erfolgen.
    Multiresistente Keime können bei Tieren schwerwiegende Infektionen verursachen und die Behandlung erschweren. Um die Übertragung von multiresistenten Keimen zu verhindern, werden in Tierspitälern spezielle Hygienemassnahmen und Isoliermassnahmen durchgeführt. Im Tierspital Zürich wurde dazu extra eine neue Expertenstelle für die Infektionspräventation geschaffen.
    5 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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