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Moralische Lizenzierung bedeutet, dass ein "gute Tat" erlaubt, eine "böse Tat" zu rechtfertigen. Menschen führen eine Art "moralisches Konto", auf dem sie ihre Tugenden und Laster gegeneinander verrechnen. Das Workout am Morgen "erlaubt" den Genuss von Süßigkeiten am Abend, Energiesparlampen "darf" man länger brennen lassen als nötig und die Erinnerung an besonders ethisches Verhalten in der Vergangenheit reduziert die Hilfsbereitschaft gegenüber Bedürftigen in einer neuen Situation. Warum wir Menschen trotzdem keine Bösewichte sind, die ihre Sünden mit ihren Wohltaten rechtfertigen, diskutieren Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb in dieser Folge.
Menschen tendieren dazu, ihre Kontrolle über Ereignisse zu überschätzen, selbst wenn diese rein zufallsbedingt sind. Wir haben das Gefühl, dass die Chancen, im Lotto zu gewinnen, höher sind, wenn wir die Zahlen selbst auswählen und nicht zugewiesen bekommen. In der Hoffnung auf eine hohe Würfelzahl würfeln wir mit mehr Kraft und spielen die Würfel sachte, wenn wir uns die Eins wünschen. Die Illusion der Kontrolle erhöht einerseits die Motivation und die Ausdauer, andererseits behindert sie Lernprozesse, erhöht die Tendenz zu riskantem Verhalten und beeinträchtigt die Anpassung des Verhaltens an Rückschläge. In dieser Folge diskutieren Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb die psychologischen Hintergründe der Illusion der Kontrolle, bei welchen Gelegenheiten sie uns im Alltag begegnet und wie ein Bezug zu Heilsversprechen und Verschwörungstheorien hergestellt werden kann.
Menschen unterscheiden sich danach, wie sehr sie in ihre eigene Intuition vertrauen. Intuition führt oft zu guten Urteilen und Entscheidungen, wenn sie von viel Erfahrung und Fachwissen profitiert. Umgekehrt kann Intuition aber zu in vorschnelle Urteilen münden, z. B. wenn Stereotype das Urteil über andere Personen stark beeinflussen. Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb besprechen den Glauben in die eigene Intuition in dieser Folge vor dem Hintergrund der Unterscheidung zwischen stark gefühlsgeleiteten und eher rationalen Urteilsprozessen.
Neurotizismus ist die Bezeichnung für eine Persönlichkeitseigenschaft, die zu den BIG FIVE gehört. Menschen mit einer hohen Ausprägung im Neurotiszismus erscheinen oft aufgeregt, unsicher, leicht reizbar und nervös, unzufrieden und mit einer Tendez zur Schwermut. Niedriger Neurotizismus äußert sich in emotionaler Stabilität und geringer Ängstlichkeit; solche Menschen erscheinen ruhig, gelassen und ausgeglichen. Ursachen und Folgen von hohen oder niedrigen Neurotismuswerten diskutieren Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb in dieser Folge.
Das Soziometer ist eine Art innere Kontrollinstanz, die überprüft, wie gut man selbst bei anderen Menschen ankommt und von ihnen akzeptiert wird. Bei Zurückweisung oder sozialem Ausschluss durch andere schlägt es Alarm und leitet Gegenmaßnahmen ein. Befindet sich das Soziometer dagegen "im grünen Bereich", erlaubt sich das Individuum sozial riskante Verhaltensweisen wie zum Beispiel Widerspruch gegenüber Autoritäten. Was das Soziometer darüber hinaus mit dem Selbstwertgefühl eines Menschen zu tun hat, erläutern Prof. Erb und Judith Balzukat, M. Sc. in dieser Folge.
Die Basisrate bezeichnet, wie häufig ein Merkmal innerhalb einer Grundgesamtheit vorkommt. So gibt es z. B. in Deutschland mehr Verkäuferinnen und Verkäufer als Leute, die den Goldschmiedeberuf ausüben. Aus psychologischer Perspektive ist interessant, dass Menschen bei ihren Urteilen häufig die Basisrate vernachlässigen und eher schematisch und auf der Grundlage von Stereotypen urteilen. Prof. Erb und Judith Balzukat, M. Sc. klären im Gespräch die psychologischen Hintergründe auf, die zur Vernachlässigung der Basisrate führen.
Eine große Auswahl, egal ob beim Fernsehprogramm oder im Kühlregal im Supermarkt, ist Ausdruck unserer Überflussgesellschaft und schafft große Freiheiten. Paradox ist allerdings, dass eine zu große Auswahl die Entscheidung erschwert und am Ende dazu beitragen kann, die Entscheidung zu bereuen. Die psychologischen Mechanismen hinter dem Auswahlparadox erklären Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb in diesem Video. Am Ende des Beitrags werden Tipps gegeben, wie sich sowohl Anbieter als auch Entscheider gegen die negativen Auswirkungen zu großer Auswahl schützen können.
Sozialer Status beschreibt die Stellung einer Person innerhalb einer Gruppe oder die Position einer Gruppe innerhalb einer Gesellschaft. Ein hoher Status geht mit gewissen Privilegien, aber auch Erwartungen einher. Judith Balzukat, M.Sc. erklärt, wie ein hoher sozialer Status zustande kommt, was der Unterschied zwischen spezifischen und diffusen Status ist und welche Rolle der sozio-ökonomische Status spielt.
Menschen, die in Interviews oder mit Fragebogen nach ihrer Meinung befragt werden, tendieren dazu, sozial gebilligte oder gar erwünschte Antworten zu geben. Dahinter steckt zum einen der Wunsch, soziale Ablehung durch andere zu vermeiden, zum anderen aber auch ein gewisses Maß an Selbsttäuschung. Leider beeinflussen derart "verfälschte" Antworten die Qualität vom Umfragen oder psychologischen Messungen. Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb beschreiben im Video das Phänomen der Sozialen Erwünschtheit, wie es dazu kommt und wie in Befragungen die Tendenz zur Sozialen Erwünschtheit minimiert und kontrolliert werden kann.
Bei gleichem Inhalt lässt sich eine Botschaft unterschiedlich formulieren. Ein zur Hälfte gefülltes Glas kann als halb voll und ebenso gut auch als halb leer bezeichnet werden. Die "Verpackung" einer inhaltlich neutralen Aussage nennt man Framing. Framing beeinflusst die Bewertung einer Information und stellt Handlungsbereitschaft her. Insofern kann Framing gezielt dazu genutzt werden, andere Menschen zu manipulieren. Im Gespräch erläutern Judith Balzukat, M. Sc. und Prof. Erb den Begriff Framing, erklären, warum Sprache mit Bewertungen und Handlungen eng verknüpft ist, und geben Hinweise dazu, wie man der Manipulation durch Framing entgehen kann.
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