Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Bruno Kaufmann: «Der Krieg in Iran beunruhigt Grönland»
    Nach der Militärintervention in Venezuela hat die USA Iran angegriffen. Auch bei Grönland droht der US-Präsident Donald Trump, es notfalls militärisch zu übernehmen. SRF-Nordeuropakorrespondent Bruno Kaufmann ist in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Auf der Insel wächst die Besorgnis.
    Seit Jahren beschreitet Grönland den Weg Richtung Unabhängigkeit. Der zunehmend aggressiv geäusserte Wunsch der USA, Grönland zu übernehmen, hat die Bande der Insel mit Dänemark wieder verstärkt.
    Wie sind die Beziehungen zwischen Grönland und den USA und Grönland und Dänemark gewachsen? Wie haben sie sich entwickelt? Wie denken Grönländerinnen und Grönländer über die US-Übernahmegelüste? Wie kommen Ankündigungen an, beispielsweise ein Spitalschiff werde zur Unterstützung geschickt?
    Bruno Kaufmann reist immer wieder nach Grönland. Was er nun angetroffen hat, wie sich das Land verändert und wie es seine Zukunft sieht, erzählt er Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    25 min
  • Saghi Gholipour: Immer weniger Hoffnung im Iran
    Die Mitgründerin von «Free Iran Switzerland» verurteilt den Krieg. Gleichzeitig versteht sie jene, die darin die letzte Chance sehen, das Mullah-Regime zu stürzen. Ihre Verwandten im Iran, sagt sie, hätten immer weniger Hoffnung.
    Saghi Gholipour hat Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Iran studiert. Ihre Familie ist in den 80er Jahren vor dem iranischen Regime geflohen. Seit ihrem zweiten Lebensjahr lebt sie in der Schweiz. Heute ist sie Mitgründerin des Vereins «Free Iran Switzerland» und setzt sich dafür ein, dass die Stimme des iranischen Protests auch in der Schweiz gehört wird.
    Saghi Gholipour ist Gästin im Tagesgespräch bei David Karasek.
    24 min
  • Stefan Paul: «Dubai hat noch 10 Tage frische Lebensmittel»
    Der Krieg im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf die Warenströme. Die Golfregion ist eine wichtige Drehscheibe für den Handel. Was heisst das für einen der weltweit grössten Logistik-Dienstleister? Stefan Paul, der Chef von «Kühne + Nagel» ist zu Gast bei Simone Hulliger.
    Viele Flugzeuge stehen aktuell in der Golfregion still. Damit fehlten 18% der weltweiten Frachtkapazität für den Luftverkehr, erklärt Paul. «Kühne + Nagel» versuche nun, Flieger aus anderen Regionen zu chartern.
    Die Schifffracht sei weniger betroffen, Paul rechnet nicht damit, dass in Europa Produkte in den Läden fehlen werden. Anders sieht es in der Golfregion aus: Die fast stillgelegten Häfen und Flughäfen erschwerten die Zulieferung von Waren stark.
    Wie geht der Logistiker mit der Unsicherheit um? Stefan Paul ist seit 2022 CEO des Schweizer Speditionskonzerns «Kühne + Nagel».
    26 min
  • Guido Fluri: «Wir müssen jetzt handeln, um Kinder zu schützen»
    Vor über 10 Jahren lancierte der Unternehmer Guido Fluri die Wiedergutmachungsinitiative. Nun folgt eine zweite: Mit der «Internetinitiative» fordert er eine strengere Regulierung von Tech-Plattformen, Suchmaschinen und KI-Portalen. Was treibt ihn an? Und wo will er konkret ansetzen?
    Was auf Tech-Plattformen gezeigt werde, gefährde die Grundrechte und die Demokratie in der Schweiz. Besonders betroffen seien Kinder und Jugendliche. Fluri will Big-Tech-Unternehmen im Bereich Gewalt, Cyberkriminalität und ausländische Desinformationskampagnen stärker zur Verantwortung ziehen. Nationalrätinnen und Nationalräte aller grosser Parteien sowie Organisationen aus der Zivilgesellschaft stützen die Vorlage. Wie soll diese Regulation konkret funktionieren? Wie schmal ist der Grat zur Zensur? Und warum sollen ausländische Konzerne vor einer Schweizer Initiative kuschen? Guido Fluri gründete 2010 die «Guido Fluri Stiftung», welche den Kinderschutz als Stiftungszweck aufweist.
    27 min
  • Jacqueline Fehr: über das Ende ihrer politischen Karriere
    Nach vier Jahrzehnten Politik zieht die Zürcher SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr einen Schlussstrich. Im Tagesgespräch spricht sie so offen wie selten: Über Macht, Verantwortung und die Erfahrung politischer Niederlagen. Was hat sie geprägt? Und warum geht sie jetzt?
    Jacqueline Fehr zieht einen Schlussstrich: Die langjährige Regierungsrätin und ehemalige Nationalrätin verzichtet auf eine erneute Kandidatur bei den Wahlen im April 2027 und schlägt einen neuen beruflichen Weg ein.
    Im Tagesgespräch blickt Fehr auf ihre politische Laufbahn zurück. Sie spricht offen über Macht und Verantwortung, über prägende Entscheidungen und persönliche Zweifel, aber auch über Fehler, Rückschläge und grosse Niederlagen, wie die Nichtwahl in den Bundesrat. Was bleibt nach einem Leben in der Politik?
    Was hat sich verändert – im Land, im politischen Betrieb und bei ihr selbst? Und was braucht es heute, um politische Verantwortung zu übernehmen? Jacqueline Fehr ist zu Gast bei David Karasek.
    29 min
  • Monika Schmutz Kirgöz: «Die Ereignisse überstürzen sich»
    Die Schweizer Botschaften in Iran, Israel und einigen Golfstaaten sind weiter in Betrieb - unter erschwerten Bedingungen. Die Ereignisse überschlagen sich, erzählt Monika Schmutz Kirgöz, die Nahost-Chefin im EDA. Wo ist noch Raum für Diplomatie? Monika Schmutz Kirgöz ist zu Gast bei Simone Hulliger.
    Die Kommunikation sei eingeschränkt, es sei für das Team in Teheran aktuell schwierig, das iranische Aussendepartement zu erreichen, sagt Schmutz Kirgöz. Doch es sei wichtig, als Schutzmacht der USA weiter vor Ort zu sein und den Kanal zwischen den USA und Iran offenzuhalten. Auch in Israel bleibt der Botschafter vor Ort. Gestern mussten er und sein Team immer wieder Schutzräume aufsuchen. Welche Signale hat die Schweiz aus den Vertretungen in den Golfstaaten? Ist das Scheitern der Verhandlungen unter der Führung des Oman auch eine Niederlage für die Diplomatie? Und welche Rolle kann die Schweiz nun spielen? Monika Schmutz Kirgöz leitet die Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika im Aussendepartement EDA.
    20 min
  • Gudrun Harrer: «Ich verstehe die Logik dahinter nicht»
    Die USA haben ihre Drohung wahr gemacht und zusammen mit Israel den Iran angegriffen. Der Iran wiederum reagierte mit Raketen auf Ziele in Israel und US-Militärbasen in der Region. Wie das alles einzuordnen ist, erklärt Nahost-Expertin Gudrun Harrer im Gespräch mit Karoline Arn.
    Der Angriff hatte sich seit Tagen abgezeichnet: Die USA haben Flugzeugträger in der Region stationiert und Botschaftspersonal abgezogen. Trotz Ankündigung, dass die Gespräche mit dem Iran weitergehen sollen, folgte der Schlag dann am Samstag.
    Welche Ziele verfolgen die USA und Israel? Was bedeuten diese Angriffe für die Region? Und sind Hoffnungen der Opposition auf einen Regimewechsel gerechtfertigt? Antworten darauf gibt Nahostexpertin Gudrun Harrer im Tagesgespräch Spezial mit Karoline Arn. Gudrun Harrer leitete das Auslandressort der österreichischen Tageszeitung Standard und unterrichtet an der Universität Wien.
    29 min
  • Samstagsrundschau: Wozu das USA-Reisli, Damian Müller?
    Als Leiter einer Parlamentariergruppe lobbyierte Ständerat Damian Müller in den USA für die Schweiz. Als Sozialpolitiker und FDP-Wahlkampfchef kämpft er gegen höhere Steuern und will ein höheres Rentenalter. Ist das das richtige Rezept vor den Wahlen 2027?
    Die vier Parlamentsmitglieder trafen US-Abgeordnete, Mitarbeiter des Handelsbeauftragten von US-Präsident Trump und besuchten Firmen: Doch wieviel kann eine parteiübergreifende Parlamentsgruppe im Zollstreit überhaupt bewirken, da ja einzig US-Präsident Trump entscheidet – ist eine solche Reise das Geld wert, das sie kostet? Delegationsleiter Damian Müller, Luzerner FDP-Ständerat, nimmt Stellung.
    In der Sozialpolitik will die FDP möglichst keine höheren Steuern oder Lohnabzüge – die 13. AHV-Rente will sie erst mit einer grossen AHV-Reform finanzieren. Rentenalter 66 findet Damian Müller zumutbar – und propagiert ein höheres Rentenalter persönlich auch als Mittel, um den hohen Armeekosten zu begegnen. Sind mehr Sparen und ein höheres Rentenalter wirklich erfolgsversprechend für eine Partei, die nächstes Jahr bei den nationalen Wahlen indirekt auch um ihren zweiten Bundesratssitz kämpft? Was entgegnet Müller den älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die mit zunehmendem Alter mehr Mühe haben, überhaupt eine Stelle zu finden?
    Der Luzerner Ständerat stellt sich in der Samstagsrundschau den kritischen Fragen von Nathalie Christen.
    Ergänzend zum Tagesgespräch finden Sie jeden Samstag in unserem Kanal die aktuelle Samstagsrundschau.
    30 min
  • Serge Bavaud: «Spione fühlen sich wohl in der Schweiz»
    Seit gut 100 Tagen ist Serge Bavaud Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes. Er übernahm in einer schwierigen Zeit: Die Bedrohungslage hat sich verschlechtert, gleichzeitig hat eine Reorganisation den NDB geschwächt. Wo steht der Geheimdienst heute? Serge Bavaud ist zu Gast bei Simone Hulliger.
    Die Umstrukturierung war zu viel für den Nachrichtendienst, räumt Bavaud ein, das Personal war ermüdet. Auch die Zusammenarbeit mit den Kantonen habe nicht mehr so funktioniert, wie sie sollte.
    Er ist aber überzeugt, dass er seit seinem Amtsantritt erste Verbesserungen initiieren konnte. Das sei wichtig, denn der NDB sei gefordert.
    Die Bedrohungslage habe sich verschlechtert. Die Schweiz befinde ich in einem hybriden Krieg. Ausserdem sei die Gefahr von Terrorismus und gewaltbereitem politischem Extremismus gross. Um all den Anforderungen gerecht zu werden, fordert Bavaud mehr Mittel.
    Serge Bavaud war vorher Leiter des Zentrums für Krisenmanagement im Departement des Äussern (EDA). Seit November 2025 leitet er den Nachrichtendienst des Bundes.
    26 min
  • Peter Wurz: «Die Anfrage der Nasa ist eine grosse Auszeichnung»
    Seit 20 Jahren entwickelt die Universität Bern einen Massenspektrometer, der mit der Artemis-Mission mit den Astronauten zum Mond fliegen soll. Für den Leiter des Physikalischen Instituts ist dies vor allen ein Test. Sein Instrument soll einmal Leben auf dem Mars entdecken.
    Eigentlich hätte Artemis II Anfang März starten sollen, um mit 4 Astronauten einen Probeflug um den Mond zu machen. Nun wurde der Start auf April verschoben.
    «Wenn Menschen dabei sind, darf kein Risiko eingegangen werden», begründet der Schweizer Astrophysiker Peter Wurz diesen Schritt. Er steht in engem Austausch mit der Nasa. Bereits bei der Apollo-Mission schrieb ein Instrument der Universität Bern Geschichte: Das Sonnenwindsegel. Es sammelte den Sonnenwind ein, der nur ausserhalb der Atmosphäre weht. Noch vor der US-Flagge pflanzten die Astronauten das Segel in den Mond.
    Die enge Zusammenarbeit mit der Nasa ist nie abgebrochen. Die Universität Bern wurde angefragt, für die Artemis-Mission einen Massenspektrometer zu entwickeln, der portabel mit Laser die Zusammensetzung des Mondes erkunden kann. Das Ziel ist es, mit diesem Gerät einst nach Leben auf dem Mars zu suchen.
    Welchen Anforderungen muss ein Instrument im Weltall genügen? Welche Interessen stehen hinter der neuen Mondmission? Wird die Nasa den neuen Wettlauf zum Mond gewinnen? Warum beteiligen sich auch Bergbaufirmen mit Milliardenbeträgen an der Mission? Peter Wurz, Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern ist zu Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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