Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Jon Pult: Der neue SP-Bundesrat?
    Jon Pult und Beat Jans sind die beiden offiziellen SP-Kandidaten für die Berset-Nachfolge. Damit hat das Parlament die Wahl zwischen jung und alt, links und rechts, ländlich und urban. Der 39-jährige Pult politisiert klar auf SP-Linie. Als Bundesrat wäre er jedoch auch zu Kompromissen bereit.
    Es wird ein Duell zwischen Beat Jans aus Baselstadt und Jon Pult aus Graubünden. Beiden werden gute Wahlchancen zugerechnet für die Nachfolge von Alain Berset. Jon Pult geniesst im Parlament einen guten Ruf, er gilt als kompromissbereit, als umgänglich. Sein Nachteil: Er ist noch vergleichsweise jung, hat keine Exekutiverfahrung und er gilt nicht als Städter – auch wenn er sich selber immer wieder als urbaner Bergler bezeichnet. Jon Pult ist zu Gast bei David Karasek. Auch die anderen Bundesratskandidaten werden diese Woche Red und Antwort stehen im «Tagesgespräch». Am Dienstag Gerhard Andrey von den Grünen und am Freitag Beat Jans von der SP.
    27 min
  • Thomas Stettler und Olivier Feller: zwei Westschweizer Politiker
    Anders als in der Deutschschweiz war die SVP in der Romandie nie die stärkste Partei. Bei den Wahlen 2023 ist sie nun erstmals an der FDP vorbeigezogen. Warum, analysieren SVP-Nationalrat Thomas Stettler aus dem Kanton Jura und der Waadtländer FDP-Nationalrat Olivier Feller im Tagesgespräch. 
    Die SVP macht in der Romandie dem Platzhirsch im bürgerlichen Lager, der FDP, die Spitzenposition streitig. Sie hat neu zwölf Nationalratssitze, die FDP deren neun. Weiterhin stärkste Partei ist in der Westschweiz die SP.
    Für die SVP ist das bemerkenswert. Nach der EWR-Abstimmung 1992, bei der die Westschweiz geschlossen für den Beitritt stimmte, hatte die SVP einen schweren Stand. Hat auch in der Romandie der Enthusiasmus für Europa nachgelassen? Und welche Rolle spielen die Allianzen und Parteipräsidenten?
    27 min
  • Max Dahlmer: «Niederlande erleben politisches Beben»
    Die Niederlande stehen nach dem Wahlsieg des Rechtspopulisten Geert Wilders bei der Parlamentswahl vor einem historischen Rechtsrutsch. Wohin steuert das Land? Max Dahlmer vom Zentrum für Niederlande-Studien an der Universität Münster beantwortet die wichtigsten Fragen.
    Geert Wilders, einer der bekanntesten Rechtspopulisten und Islam-Gegner Europas, hat die Wahl in den Niederlanden deutlich gewonnen. Ob Wilders' Partei ein Bündnis mit anderen Parteien schmieden kann, ist aber offen. Die anderen Parteien hatten vor den Wahlen eine Regierungsbildung mit Wilders abgelehnt.
    Überraschend ist nicht nur Geert Wilders Sieg – sondern auch, wie deutlich er ausfiel. Was bedeutet das für den künftigen Kurs des Landes? Max Dahlmer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Niederlande-Studien an der Universität Münster. Er ist zu Gast bei Simone Hulliger.
    26 min
  • Eren Güvercin: «Es braucht eine religionspolitische Zeitenwende»
    Der Krieg in Nahost berührt in einem besonderen Mass auch Deutschland, die Stimmung ist aufgeheizt. Auf den Strassen zeigten Gegner Israels offen ihren Antisemitismus. Eren Güvercin sieht die grossen Islamischen Verbände in der Pflicht und fordert eine religionspolitische Zeitenwende.
    Eren Güvercin ist Journalist und Mitgründer der liberalen Alhambra-Gesellschaft, einem Zusammenschluss von Musliminnen und Muslimen, die sich gemäss eigenen Angaben als Teil ihrer jeweiligen europäischen Heimatgesellschaft verstehen. Güvercin ist enttäuscht, dass die grossen Islamischen Verbände wie Ditib nicht in der Lage waren, die Hamas rasch und klar als Terrororganisation zu verurteilen. Er sieht die Ursache in den Strukturen: Zu stark sei Ditib abhängig von der Türkei, zu wenig schaue der deutsche Staat hin. Es spricht im Tagesgespräch über muslimischen Antisemitismus und über die Chancen der Deutschen Islamkonferenz, die in diesen Tagen in Berlin stattfindet.
    25 min
  • Beat Döbeli: «Mit ChatGPT sind alle überfordert»
    Seit rund einem Jahr ist der Chatbot ChatGPT in aller Munde. Auch an der Bildungsmesse SwissDidac ist die KI ein Thema. Wie umgehen mit der neuen Technologie an Schulen? Das erforscht Professor Beat Döbeli, Leiter des Instituts für Medien und Schule an der Pädagogischen Hochschule Schwyz.
    Wenn durch Textgeneratoren die Informationsflut und der Perfektionsgrad von Fakenews weiter zunehmen, wird auch die Medienkompetenz wichtiger. Die Lernenden müssen von Computern verfasste Texte erkennen und damit umgehen können. Eines der Themen an der Bildungsmesse SwissDidac, die heute in Bern beginnt. 
    Ist ChatGPT in den Unterricht zu integrieren? Oder eben nicht? Und verblödet die Schülerschaft, wenn künstliche Intelligenz vieles schneller und mit der Zeit besser bewältigen kann als der Mensch? Beat Döbeli ist überzeugt, dass dies nicht der Fall ist. «Schon die alten Griechen fürchteten, wegen der Wachstafel die Merkfähigkeit einzubüssen», so der Institutsleiter im Tagesgespräch.
    25 min
  • Claude Longchamp: Was das neue Parlament für die Schweiz bedeutet
    In fünf Kantonen gab es einen zweiten Wahlgang für den Ständerat: nun ist das Parlament komplett. Politologe Claude Longchamp schätzt die neue Situation in Bundesbern ein und sagt, was sich für die Bevölkerung mit dem neuen Parlament verändert.
    Mit den zweiten Wahlgängen für den Ständerat in fünf Kantonen ist das Parlament komplett. Die SVP bleibt trotz dem ausgebliebenen Erfolg bei den Ständeratswahlen die stärkste Partei mit 68 Sitzen, gefolgt von der SP mit 50 Sitzen. Die Mitte platziert sich mit 44 Mandaten vor der FDP, die noch auf 39 Sitze kommt.
    Selbst mit der FDP und kleineren Rechts-Parteien reicht es der SVP in keiner Kammer zu einer rechtsbürgerlichen Mehrheit, wie das 2015 bis 2019 der Fall war. Eine Mehrheit hat auch das linksgrüne Lager nicht, so dass die gestärkte Mitte noch deutlicher das Zünglein an der Waage spielen wird. Was bedeutet die neue Zusammensetzung des Parlaments für die Politik in den nächsten vier Jahren? Politologe Claude Longchamp ordnet ein.
    27 min
  • Beat Feuz: «Im Weltcup braucht es weniger Rennen»
    Dass der Ski-Weltcup schon im Oktober beginnt, kritisieren viele. Beat Feuz fordert Anpassungen. Mit weniger Rennen im Kalender, könnte der Weltcup später beginnen, dann wenn es genug Schnee hätte. Beat Feuz, einer der erfolgreichsten Skirennfahrer der Schweiz, ist im Januar zurückgetreten.
    Ski Alpin: Dieses Wochenende sind die Frauen-Abfahrten in Zermatt. Die Rennen der Männer letztes Wochenende wurden wegen zu viel Wind abgesagt. Eine Enttäuschung auch für Beat Feuz. Er hätte sein Comeback im Ski-Zirkus als SRF-Kommentator der Rennen gegeben. Der Olympiasieger, Weltmeister und einer der besten Abfahrer seiner Generation ist zu Gast im «Tagesgespräch». Er spricht über die Zeit seit seinem Rücktritt im Januar, er kritisiert den frühen Saisonstart und fordert günstigere Skipässe für die Familien – bald sei der Skisport für viele zu teuer.
    27 min
  • Tom Segev: «Netanjahu ist nicht tapfer»
    Der bekannteste israelische Historiker, Tom Segev, kritisiert die israelische Regierung. Zudem fordert er einen Waffenstillstand in Gaza. Hoffnung auf Frieden hat er nicht.
    Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist dramatisch. Grosse Spitäler werden zu Schlachtfeldern. Und noch immer gibt es keine Einigung über die israelischen Geiseln in den Händen der Hamas. Der israelische Historiker Tom Segev geht mit der israelischen Regierung hart ins Gericht: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werde diesen Krieg politisch nicht überleben. Tom Segev gehört zu den renommiertesten Historikern Israels. Er ist zu Gast bei David Karasek.
    27 min
  • Joseph de Weck: Die Macron-Show in der Schweiz
    Am Mittwoch wird Frankreichs Präsident in Bern empfangen. Die Beziehungen der Schweiz zu Frankreich waren in den letzten Jahren angespannt, nun stehen die Zeichen auf Entspannung. Wie sieht Präsident Macron die Schweiz? Der Politologe und Historiker Joseph de Weck ist zu Gast im Tagesgespräch.
    Steuerstreit, Abbruch der Verhandlungen zum EU-Rahmenabkommen, der Entscheid gegen die französischen Kampfflugzeuge: Zwischen Frankreich und der Schweiz gab es in den vergangenen Jahren etliche Stolpersteine. Nun kommt zum ersten Mal seit acht Jahren wieder ein französischer Präsident in die Schweiz auf Staatsbesuch. Was ist von diesem Besuch zu erwarten? Und welche Baustellen beschäftigen Macron im eigenen Land? Joseph de Weck hat sich intensiv mit Präsident Macron befasst in seinem Buch: «Der revolutionäre Präsident».
    26 min
  • Balthasar Glättli: «Ich bin das Gesicht dieser Niederlage»
    Die Grünen erlitten bei den Eidgenössischen Parlamentswahlen eine herbe Enttäuschung. Nun zieht der Parteipräsident Balthasar Glättli die Konsequenzen. Er wird im April nicht mehr zur Wiederwahl antreten.
    Für Balthasar Glättli ist klar: er habe sein Ziel nicht erreicht, es brauche nun ein neues Gesicht an der Spitze. Nach weniger als vier Jahren wird er kommenden Frühling das Amt abgeben. Warum haben die Grünen unter ihm verloren? Braucht es einen grünen Neuanfang? Und was hat Glättli als nächstes vor? Es nimmt Stellung im Tagesgespräch.
    26 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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