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Da die durchschnittliche Steuerrückzahlung laut dem Statistischen Bundesamt im vierstelligen Bereich liegt, ist auch die Frage schnell geklärt, ob sich die Mühe zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung überhaupt lohnt. Mit unseren Tipps & Tricks möchten Christoph Ackermann und Dr. Andreas Bolik Sie dabei unterstützen, bei der Einkommensteuererklärung auch dieses Jahr einiges an Geld zu sparen. Worauf es bei der Einkommensteuererklärung 2022 ankommt und insbesondere welche Neuigkeiten sich in den letzten 12 Monaten ergeben haben, beleuchten wir in diesem ersten Teil. Darin geht es vor allem um allgemeinere Themen zur Einkommensteuererklärung, wie z. B. der Erhöhung des Grundfreibetrags aus dem Steuerentlastungsgesetz 2022 und den Klassikern der haushaltsnahen Dienstleistungen, Pflege- und Betreuungsleistungen, Geldspenden, energetischen Sanierungen, Sparer-Pauschbetrag, Mietwohnungen und Anschaffungskosten und Gewinnen aus Kryptowährungen und vielen anderen hilfreichen Informationen. Der spätere zweite Teil wird sich auf Themen fokussieren, die vor allem für Arbeitnehmer von Interesse sein dürften.
Nachdem die deutsche Industrie im vergangenen Jahr besser als von vielen erwartet mit Krieg und Energiekrise zurechtkam, häufen sich in jüngster Zeit die schlechten Nachrichten zur konjunkturellen Lage. Doch wie steht es wirklich um den Motor der deutschen Wirtschaft? Und könnte die Steuerpolitik einen Hebel ansetzen, um neue Wachstumsperspektiven zu eröffnen? Diesen Fragen geht Roland Nonnenmacher im Gespräch mit Dr. Monika Wünnemann vom Bundesverband der Deutschen Industrie und Dr. Karoline Kampermann vom Verband der Automobilindustrie auf den Grund. Die Industrievertreterinnen analysieren Licht und Schatten der deutschen Steuerpolitik und ziehen Bilanz, wo die Koalition steuerpolitisch zur Mitte der Legislaturperiode steht.
Was bedeutet #ESG für die Unternehmenseinheiten und im Speziellen für den Einkauf und die Steuerabteilung? Die Politik verschärft bei der ökologischen Transformation des EU- Wirtschaftsraums das Tempo und agiert durch einen Tsunamie neuer Regelungen und Vorgaben, die die Supply Chain (Lieferkette) von Unternehmen maßgeblich verändern werden. Dabei spielt der Einkauf eine wesentliche Rolle, weshalb Hermann Gauß im Gespräch mit Reinhard Frigger darlegt, wie ein nachhaltiger Einkauf einen höheren Mehrwert für Unternehmen bieten kann (Stichwort: Scope 3). Zudem erfordert die Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzgebung auch eine Neusortierung der Produktlebenszyklen. Und ab Oktober gilt der der Carbon Border Adjustment Mechanism (#CBAM, Grenzausgleichsabgabe), der ein Carbon Leakage verhindern und die innerhalb der EU produzierende Wirtschaft schützen soll. Noch hat diese aber nur selten ihre Produktion vollständig innerhalb der EU und ist damit auch sehr gefordert den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Diese Details vermittelt Richard J. Albert (Stichwort: Emmissionshandel). Betroffenen Unternehmen werden feststellen, dass es im Regelfall einiges an Hausaufgaben zu erledigen gilt. Das Zeitalter der Dekarbonierung ist da, Unternehmen müssen sich umstellen.
Mitte Juni herrscht traditionell Hochbetrieb im Parlament. Die Regierungskoalition will wichtige Gesetzgebungsverfahren noch vor der nahenden Sommerpause unter Dach und Fach bringen. Sebastian Brehm, seit 2017 direkt gewählter Bundestagsabgeordneter der CSU für den Wahlkreis Nürnberg-Nord, kommentiert im Gespräch mit Roland Nonnenmacher die politische Lage in Berlin aus bayerischer Sicht - vom Wärmepumpenstreit über die Steuergesetzgebung bis zum Bundeshaushalt. Als Kontrastprogramm erläutert der Diplom-Kaufmann und Steuerberater mit eigener Kanzlei die steuerpolitischen Positionen aus dem noch druckfrischen CSU-Grundsatzprogramm, an deren Formulierung er maßgeblich beteiligt war. Dabei darf im Vorfeld der Landtagswahl in Bayern am 08.10.2023 auch ein Abstecher in die Landespolitik nicht fehlen. Am Rande erfährt der Zuhörer, welches prominente CSU-Mitglied ebenfalls aus dem Wahlkreis Nürnberg-Nord stammt.
Die Vier-Tage-Woche erfreut sich bei deutschen Arbeitnehmern großer Beliebtheit und der gegenwärtige Diskurs zu ihr löst eine breite gesellschaftliche und politische Debatte aus, die auch als Lösung für den Fachkräftemangel zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität gelten könnte. Worum dreht sich die Diskussion, was wollen die Beteiligten und was ist dabei, insbesondere aus arbeitsrechtlicher Sicht zu beachten. Dabei sind vielschichtige Auswirkungen zu beachten, die auch einem Kulturwandel der Arbeitswelt folgen könnten. Dazu sprechen Meggie Sadowski und Dr. Yavuz Topoglu mit Hermann Gauß.
Die Gewerbesteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen und war in der jüngeren Vergangenheit häufig Gegenstand von kniffligen richterlichen Entscheidungen. Höchste Zeit, dass sich Dr. Andreas Bolik mit Vivien Mayer diesen widmen und sich dabei auf die Behandlung von vorweggenommenen Betriebsausgaben, die Anwendung der Abfärberegelung bei gewerblichen Verlusten und insbesondere die gewerbesteuerliche Hinzurechnung in verschiedenen Fällen in dieser Folge fokussieren. Bei letzterer gibt es vielfältige Betrachtungswinkel für die Behandlung von Miet- und Pachtzinsen, Nebenkosten in Leasingverträgen und u.a. Lizenzgebühren.
Globale Mindeststeuer, Steuerfairnessgesetz oder Erbschaftsteuer – in der steuerpolitischen Diskussion spielen Fragen der Steuergerechtigkeit eine große Rolle. Für die SPD seit 2021 in Berlin immer mitten im Geschehen ist Parsa Marvi MdB. Als Berichterstatter für die globale Mindeststeuer und Mitautor des Papiers „FairErben – Warum eine Reform der Erbschaftsteuer notwendig ist" erklärt Parsa Marvi im Gespräch mit Roland Nonnenmacher, womit die SPD der Steuerpolitik der Ampelkoalition ihren Stempel aufdrücken will. Dabei wird klar: Steuerpolitisch hat das Jahr 2023 gerade erst so richtig begonnen.
Der aktuelle Übergangszeitraum dient zur Ermittlung der Grundsteuerwerte nach neuen Bewertungsregeln. Doch schon jetzt, also vor der erstmaligen Erhebung der neuen Grundsteuer im Jahr 2025, sind Zweifel an der Rechtmäßigkeit & Verfassungskonformität der Regelungen aufgekommen, insbesondere da es erhebliche Unterschiede zwischen den Modellen, in vergleichender Betrachtung zum Bundesmodell und Landesmodell Baden-Württemberg, gibt. Besonders ärgerlich ist dies, wenn bereits erste Bescheide ins Haus trudeln. Dr. Andreas Bolik bespricht mit Torsten Stockem, welche Möglichkeiten vorliegen und wann es sich lohnen könnte, diesen Bescheid anzufechten. Für die Einspruchsthematik bedeutet dies, dass der Steuerpflichtige vorher überlegen sollte, gegen welchen Bescheid bzw. gegen welche Feststellungen er oder sie vorgehen will. Dabei kommen Grundsteuerwertbescheid und Grundsteuermessbescheid ins Spiel.
Lieferengpässe oder steigende Preise in Folge der Inflation wirken sich auch auf die zwischen verbundenen Unternehmen zu Jahresbeginn vereinbarten Verrechnungspreise aus. Nachträgliche Preisanpassungen sind die Folge. Diese können entweder unterjährig oder am Jahresende durch Jahresendanpassungen erfolgen, die aber nur dann möglich sind, wenn derartige Klauseln zuvor vertraglich vereinbart wurden und diese Anpassungen auch im jeweiligen Land zulässig sind. Die Schwierigkeiten dabei beleuchten Michael Dworaczek und Daniel Bickenbach im Gespräch mit Sophia Schuhmann. Ein unterjähriges Monitoring der Preise empfiehlt sich insbesondere, um mit genügend Vorlaufzeit die Preise für den Rest des Jahres so anzupassen, dass es am Jahresende zu keinen größeren Abweichungen kommt.
Seit knapp zwei Wochen elektrisiert der Diskussionsentwurf des Mindeststeuergesetzes die Steuerwelt. Er ist der legislative Startpunkt für die Umsetzung des BEPS-2.0-Projekts in Deutschland. Es geht um die weltweite Einführung einer Mindeststeuer von 15 % auf die Gewinne großer Unternehmen ab einem Umsatz von 750 Mio. Euro. Damit steht auch für Deutschland fest: Im Laufe dieses Jahres muss ein Mindeststeuergesetz verabschiedet werden. Roland Nonnenmacher nimmt im Gespräch mit Dirk Nolte und Katharina Rapp diesen Entwurf etwas genauer unter die Lupe.
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