«Wir sind Euch etwa eine Woche voraus, lernt aus unserem Beispiel», bittet der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani im «Tagesgespräch» bei Ivana Pribakovic. Er ist überzeugt, dass das Beispiel Tessin der Schweiz helfen kann, die schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das Tessin ist von der Corona-Pandemie von allen Schweizer Kantonen am stärksten betroffen. Hier sind die meisten Personen infiziert und die meisten Todesfälle zu verkraften. Giorgio Merlani warnt, dass das, was sich jetzt im Tessin abspiele, auf den Rest des Landes zukomme. «Noch haben wir Platz in unseren Spitälern auch für schwere Fälle», so Merlani, «wir haben unser Angebot verdreifacht». Und trotzdem fürchtet er sich vor den kommenden Wochen. Er hofft, dass der Rest der Schweiz weniger vom Virus befallen wird; auch damit die anderen Kantone dem Tessin in den kommenden Wochen helfen können. Was das Tessin jetzt am dringendsten brauche? «Zeit», sagt der Tessiner Kantonsarzt.