In einer Welt, in der Wohlstand und Mobilität wachsen, hat der Tourismus eine blühende Zukunft. Doch der Massentourismus schafft auch immer mehr Probleme. Wie sie angegangen werden können, will Marc Lehmann im «Tagesgespräch» von Tourismus-Professor Christian Laesser wissen.Barcelona ertrinkt im Touristen-Meer, Venedig will bald Eintritt verlangen und Zimmeranbieter wie Airbnb verdrängen die Einheimischen aus den Stadtzentren. Der Massentourismus generiert zwar Wirtschaftswachstum, verursacht aber auch viele ökologische und soziale Probleme.Heute ist «internationaler Tag des Tourismus», und die Uno hat das Jahr des «nachhaltigen Tourismus» ausgerufen. Wie könnte ein solcher aussehen, angesichts von immer mehr Flugbewegungen und des Vordringens in die noch wenigen unberührten Gebiete dieser Welt? Christian Lässer schlägt vor, dass zum Beispiel der Zugang für beliebte Orte eingeschränkt wird. Mit Kontingenten, Reservierungen und Gebühren. «Städte und Dörfer haben aber auch mit Zonenplänen Steuerungsmechanismen», sagt Laesser.Christian Laesser ist Professor für Tourismus undDienstleistungsmanagement an der Universität St. Gallen und setzt sich seit Jahren mit dem Phänomen des Massentourismus auseinander.