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  • Gottvertrauen und Pioniergeist: Die "Mayflower" auf großer Fahrt

    Die Überfahrt mit der "Mayflower" war eng, stinkend, gefährlich - und doch der Beginn eines der mächtigsten Gründungsmythen der USA. Am 16.9.1620 sticht sie in See.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Tobias Sauer:

    • warum viele religiös Abtrünnige Anfang des 17. Jahrhunderts nach Holland fliehen,
    • warum sich die Abfahrt der "Mayflower" mehrfach verzögert,
    • vom "Mayflower"-Vertrag und welche große Bedeutung ihm bis heute zugeschrieben wird,
    • von der "Mayflower II", dem einzig originalgetreuen Nachbau des historischen Schiffs.

    Von Anfang an steht die Reise unter keinem guten Stern. Weil ein Proviantschiff ausfällt, betreten am 16. September 1620 mehr als 100 protestantische Separatisten den eigentlich als Frachter gebauten Zweimaster "Mayflower". Von der englischen Stadt Plymouth aus segeln die Auswanderer ins Ungewisse. Sie wollen in der nordamerikanischen Wildnis eine Kolonie gründen.

    Die Atlantik-Überquerung wird zu einer Odyssee. Auf dem Schiff ist es quälend eng, außerdem lassen wütende Stürme tragende Balken bersten. Nach 65 Tagen erreicht die "Mayflower" endlich die Küste von Neu-England - weit weg von ihrem eigentlichen Ziel Virginia.

    Im ersten Winter stirbt jeder zweite der frommen Siedler an Hunger, Kälte und Erschöpfung. Und auch die übrigen Kolonisten hätten keine Überlebenschance gehabt, wären ihnen nicht die Ureinwohner zu Hilfe gekommen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts werden elf Millionen Menschen den Pilgern nach Amerika folgen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Britta Waldschmidt-Nelson, Historikerin (Universität Augsburg)
    • Michael Hochgeschwender, Historiker (Ludwig-Maximilians-Universität München)
    • Whit Perry, Kapitän der "Mayflower II"
    • William Bradford: Of Plymouth Plantation, 1620-1647. New York, 1952
    • Dwight B. Heath (Hrsg.): Mourt’s Relation. A Journal of the Pilgrims at Plymouth. Bedford, 1963
    • Nathaniel Philbrick: Mayflower. A Story of Courage, Community, and War. Detroit, 2007
    • Jill Lepore: Diese Wahrheiten. Eine Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. München, 2019

    Weiterführende Links:
    • Stichtag: 15. August 1620 - "Mayflower" und "Speedwell" verlassen Southampton
    • Schweizer Radio und Fernsehen (SRF): Die "Mayflower" und der Gründungsmythos der USA

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Tobias Sauer
    Redaktion: Matti Hesse
    Technik: Sascha Schiemann

    15 min
  • Agatha Christie: als Krimiautorin mörderisch gut und praxisnah

    Am 15.9.1890 wird Agatha Christie geboren. Die "Queen of Crime" begeistert bis heute viele Leser und Kinogänger - darunter auch echte Kriminalbiologen wie Mark Benecke.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Steffi Tenhaven:

    • wie realitätsnah Agatha Christies Romane Kriminaltechnik und Rechtsmedizin beschreiben,
    • warum Fingerabdrücke in der Forensik eine so wichtige Rolle spielen,
    • wie gut sich Agatha Christie mit Giften auskannte,
    • warum ein Kleinkind den Christie-Krimis sein Leben verdankt.

    Sie schätzt es, ihre Opfer auf möglichst saubere und gepflegte Weise zu erledigen. Deshalb zieht Agatha Christie den Giftmord allen übrigen Meuchel-Methoden vor. Während des Ersten Weltkrieges hat sie sich als junge Apotheker-Assistentin ein beachtliches Wissen über Arsen, Strychnin und Blausäure angeeignet. So handelt bereits ihr erster Krimi, der zu dieser Zeit entsteht, von einem Giftmörder, dem der belgische Privatdetektiv Hercule Poirot das Handwerk legen muss. Neben dem arroganten Meisterschnüffler Poirot erobert vor allem die schrullige Hobby-Detektivin Miss Marple die Herzen der Krimi-Fans.

    Geboren wird die Erfolgsautorin am 15. September 1890 im mondänen englischen Seebad Torquay. Agatha geht nicht zur Schule, wird stattdessen von der Mutter unterrichtet. Geschadet hat das ihrer Karriere nicht: Agatha Christie, eine Meisterin der Ablenkungsmanöver und falschen Fährten, avanciert zur erfolgreichsten Krimiautorin der Welt.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Mark Benecke (Kriminalbiologe und Autor)
    • Laura Thompson: Agatha Christie - Das faszinierende Leben der großen Kriminalschriftstellerin (2012)
    • Carla Valentine: Mord ist eine Wissenschaft. Was schon Agatha Christie über Rechtsmedizin wusste (2022)

    Weiterführende Links:
    • ONE: Agatha Christies Poirot
    • Stichtag: 21. November 1974 - Filmpremiere von "Mord im Orient-Express"
    • Stichtag: 11. Mai 1892 - Margaret Rutherford wird geboren

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autorin: Steffi Tenhaven
    Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak
    Technik: Nicolas Dohle

    15 min
  • Dom Pérignon: Der Mönch und der Champagner-Mythos

    Dom Pérignon gilt als Erfinder des Champagners. Warum das nicht stimmt - und der Mönch (gestorben am 14.9.1715) dennoch zur Legende wurde.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Raoul Mörchen:

    • warum der französische Mönch Dom Pérignon den Champagner nicht erfunden hat
    • wie der Name Dom Pérignon dennoch zur Weltmarke wird,
    • wie aus fehlerhaftem Wein ein Luxusprodukt entsteht,
    • welchen Jahrgang vom Dom Pérignon James Bond am liebsten trinkt,
    • warum so viele Champagner deutsche Namen tragen,
    • und dass einige der besten „Champagner“ heute aus Deutschland kommen.

    Schon im 18. Jahrhundert ist die Champagne für ihre berühmten Weißweine bekannt. Aber der Erfolg eines Jahrgangs ist noch ein Zufallsprodukt. Ändern will das der Benediktinermönch Dom Pérignon, der im Kloster Hautvillers als Kellermeister arbeitet und für die Weinproduktion verantwortlich ist.

    Mithilfe seines ausgezeichneten Geschmacksinns wählt er die Trauben aus, die zusammen verarbeitet werden dürfen, um durch den Verschnitt die Weine zu veredeln. Gleichzeitig findet er heraus, dass man die Qualität eines Weines steigern kann, wenn man zuvor den Ertrag am Rebstock reduziert. Er führt auch den gesicherten Korken und dickwandigere Flaschen ein. So kann der Champagne-Wein auch im noch prickelnden Zustand angeboten werden.

    Nach dem Tod von Dom Pérignon am 14. September 1715 perfektionieren seine Nachfahren seine Methoden. Den Champagner regelrecht erfunden hat der Mönch zwar nicht, ist aber so etwas wie sein geistiger Vater. Mittlerweile ist aus der einstigen Person längst der Mythos Dom Pérignon geworden.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Otto Geisel, Weinsachverständiger und Kritiker-Chef des "Gault Millau"
    • Volker Raumland, führender deutscher Sektproduzent
    • Reinhard Pietsch und Manfred Weber-Lamberdière: Champagner - Eine deutsch-französische Affäre. München 2018
    • Tom Stevenson: Champagner. München 1988

    Weiterführender Link:
    • Perlen im Glas: Eine Reise durch die Welt des Schaumweins

    Hörtipp:
    • Unser Hörtipp: Istd er Champagner seinen PReis wert? Helmut Gote hat Champagner-Geheimtipps aus der Champagne mitgebracht in die "Alles in Butter"-Folge zum Champagner.

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    Autor: Raoul Mörchen
    Redaktion: Matti Hesse

    16 min
  • Cesare Borgia, der skrupellose Fürst der Renaissance

    Von Machiavellis "Fürst" bis zu TV-Serien wie "House of Cards", die Figur des gnadenlosen Machtmenschen hat ein Vorbild: Cesare Borgia, geboren am 13.9.1475.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Hans Conrad Zander:

    • dass Cesare Borgia freiwillig seine kirchliche Karriere beendet,
    • warum er eigenhändig seinen Schwager ermordet,
    • von einer Mega-Orgie im Vatikan,
    • warum bis heute nicht geklärt ist, ob Cesares Vater durch Gift oder Malaria stirbt.

    Cesare Borgia wird am 13. September 1475 als einer von vier unehelichen Söhnen von Rodrigo Borgia, dem späteren Papst Alexander VI., geboren. Er profitiert seit dem ersten Tag von der Skrupellosigkeit und Vetternwirtschaft des Borgia-Clans, einer aus Spanien stammenden Adelsfamilie. Schon im Kindesalter überträgt ihm der machtbewusste Vater kirchliche Pfründe und macht später als Papst gegen den Widerstand zahlreicher Kirchenfürsten seinen Sohn zum Kardinal.

    Cesare Borgia geht zur Erreichung seiner Ziele über Leichen, möglicherweise auch in der eigenen Familie. Nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders Juan gilt er als Hauptverdächtiger, doch stichhaltige Beweise fehlen. Man unterstellt ihm sogar Blutschande mit der eigenen Schwester Lucrezia, doch dürfte es sich dabei eher um ein von Gegnern der Borgia gestreutes Gerücht handeln.

    Als Feldherr erobert Cesare Ende des 15. Jahrhunderts Teile Norditaliens, doch der Tod seines Vaters ändert sein Leben radikal. Cesare Borgia stirbt mit 31 Jahren als Söldnerführer in den Pyrenäen.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen:
    • Susanne Schüller-Piroli: Borgia. Die Zerstörung einer Legende, die Geschichte einer Dynastie. Olten 1963
    • Bruno Moser (Hgb.): Das Papsttum. Epochen und Gestalten. München 1983

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen: 18.08.1503 - Der Todestag von Papst Alexander VI.
    • Stichtag: 24. Juni 1519 - Lucrezia Borgia stirbt in Ferrara

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    Autor: Hans Conrad Zander
    Redaktion: Sefa İnci Suvak

    15 min
  • Der Militärputsch in der Türkei 1980, der bis heute nachwirkt

    Am frühen Morgen des 12.9.1980 übernimmt das türkische Militär die Kontrolle über das Land. Der Putsch verändert die Türkei bis heute – und hat auch Auswirkungen auf Deutschland.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Edda Dammmüller:

    • warum das Militär in der Türkei wiederholt putscht,
    • von Folter und Todesurteilen nach dem Putsch,
    • warum der Westen den Machtwechsel begrüßt,
    • wie der Putsch die Gemeinschaft der Türken in Deutschland verändert.

    1980 steckt die Türkei in einer tiefen Krise: Die linksgerichtete Republikanische Volkspartei und die Rechts-Zentristen blockieren sich im Parlament. Auf der Straße kämpfen Rechte gegen Linke, Türken gegen Kurden, Sunniten gegen Aleviten, Strenggläubige gegen säkular Gesinnte. Fast jeden Tag gibt es Tote.

    Am Morgen des 12. September 1980 greift das Militär ein. Es sieht sich als Wächter des Staates, der dafür Sorge trägt, dass die Republik im Sinne von Atatürk geschützt wird. Generalstabschef Kenan Evren und seine Leute lösen das Parlament und die Parteien auf, die Presse wird blockiert. Die neuen Machthaber schränken die Grundrechte der Bürger ein, Oppositionelle werden bekämpft.

    Der Putsch führt zu einem politischen Rechtsruck in der Türkei und bereitet letztlich den Boden für den Aufstieg von Recep Tayyip Erdoğan und seiner AKP, die seit 2002 unablässig regiert.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Maurus Reinkowski, Islamwissenschaftler, Universität Basel
    • Prof. Haci Halil Uslucan, Psychologe, Leiter des Zentrums für Türkei-Studien, Universität Duisburg-Essen
    • Maurus Reinkowski: Geschichte der Türkei. Von Atatürk bis zur Gegenwart. Hamburg 2021
    • Cengiz Günay: Die Geschichte der Türkei von den Anfängen der Moderne bis heute. Frankfurt 2012
    • Udo Steinbach: Geschichte der Türkei. München 2010

    Weiterführende Links:
    • Bundeszentrale für politische Bildung: "Hüter der Verfassung"? Harte und "weiche" Miliärputsche in der Geschichte der Türkei
    • Bundeszentrale für politische Bildung: Die Anwerbung türkischer Arbeitnehmer und ihre Folgen
    • Zeitzeichen 3. November 2002: Sieg der AKP unter Erdoğan bei den Türkischen Parlamentswahlen

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    Autorin: Edda Dammmüller
    Redaktion: Viviane Jelenc und David Rother
    Technik: Sarah Fitzek

    15 min
  • Der skandalöse Fluch der Lady Chatterley: David Herbert Lawrence

    Am 11.9.1885 wird der Autor D. H. Lawrence geboren. "Lady Chatterley's Lover", sein Roman über Liebe, Freiheit und Körperlichkeit, macht ihn weltberühmt – und berüchtigt.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Christoph Vormweg:

    • vom gewaltbereiten Vater und der eifersüchtigen Mutter von David Herbert Lawrence,
    • dass er seine Heimat "den schweren grauen Sarg England" nennt – und ständig umzieht,
    • warum sich manche Übersetzer mit seinen Werken so schwer tun,
    • wie viel Autobiografisches in seinen Skandalromanen steckt.

    Geboren wird David Herbert Lawrence am 11. September 1885 in der Nähe von Nottingham. Den Lehrerberuf muss er nach einer Tuberkulose-Erkrankung an den Nagel hängen. Fortan widmet er sich dem Schreiben. Inspiriert von Sigmund Freuds viel diskutierter Psychoanalyse rückt Lawrence die weibliche Sexualität in den Fokus seiner Geschichten – und sorgt für Wirbel im prüden England.

    Schon sein Roman "Der Regenbogen" wird 1915 wegen Obszönität für die Dauer des Krieges in England verboten. Das hält Lawrence nicht davon ab, sich noch detaillierter der weiblichen Lust zu widmen. In "Lady Chatterleys Liebhaber" unterhält die Ehefrau mit dem Wildhüter des Gatten eine erotische Affäre. Die Polizei lässt 1928 alle greifbaren Exemplare des als Privatdruck in Italien veröffentlichten Romans vernichten.

    Erst 1960 geht "Lady Chatterleys Liebhaber" unzensiert über den Ladentisch, 30 Jahre nach David Herbert Lawrences Tod.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Prof. Christa Jansohn, Anglistin, Universität Bamberg
    • Richard Aldington: D. H. Lawrence. Reinbek 1989
    • Dieter Wellershoff: Der verstörte Eros. Zur Literatur des Begehrens. Köln 2001
    • D. H. Lawrence: Nimm mein Wort in die Hand. Gedichte. München 2018
    • D. H. Lawrence: Vögel, Blumen und wilde Tiere. Gedichte. Bonn 2000

    Weiterführende Links:
    • Stichtag 4. Februar 1928: Der Roman "Lady Chatterleys Liebhaber" erscheint
    • Zeitzeichen 23. September 1939: Der Todestag von Sigmund Freud

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    Autor: Christoph Vormweg
    Redaktion: Sefa Inci Suvak
    Technik: Christine Reinartz

    15 min
  • Wiederentdecker Babylons: Archäologe Robert Koldewey

    Jahrelang gräbt Robert Koldewey (geb. 10.9.1855) sich bei glühender Hitze durch Lehm. Ihm gelingt die Sensation: Er findet das antike Babylon - und den legendären Turm zu Babel.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Marko Rösseler:

    • dass Robert Koldewey ein verschrobener Charakter mit Sinn für Humor ist,
    • wie drei kleine Fragmente glasierter Ziegel über seine Zukunft entscheiden,
    • über Koldeweys medizinische Selbstversuche,
    • warum er bis heute als Pionier der archäologischen Bauforschung gilt,
    • wie aus den ausgegrabenen Scherben in Berlin das Ischtar-Tor zusammengesetzt wird.

    Kaiser Wilhelm II. möchte dem kolonialen Zeitgeist entsprechend seine Museen in Berlin mit antiken Schätzen schmücken. Sein Mann für diesen Auftrag ist Robert Koldewey, ein Architekt und Stadtplaner mit einer großen Leidenschaft für Archäologie.

    Ziel der Ausgrabungen ist nichts Geringeres als Babylon, bekannt aus der Bibel und vom Turmbau zu Babel. Ende des 19. Jahrhunderts ist von der einstigen Weltmetropole allerdings außer ein paar Lehmhügeln nichts mehr sichtbar.

    Robert Koldewey schabt und kratzt, bis die Hügel Strukturen freigeben. Bald legen mit ihm 200 Arbeiter akribisch Teile des antiken Babylon frei. Doch als die Engländer im Ersten Weltkrieg das Gebiet erobern, muss Koldewey zurück nach Berlin. Dort stirbt er am 10. September 1925.

    Das ist unsere Interviewpartnerin:
    • Barbara Helwing, Direktorin Vorderasiatisches Museum, Berlin

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen: Babylon
    • Planet Wissen: Babylon in der Bibel
    • Zeitzeichen: 16.03.0597 v. Chr. - Der babylonische König Nebukadnezar II. erobert Jerusalem

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    Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Marko Rösseler
    Redaktion: Carolin Rückl und Frank Zirpins

    15 min
  • Uns Uwe: "Das Schönste auf der Welt ist, normal zu sein"

    Am 9.9.1970 spielt Uwe Seeler sein letztes Länderspiel, bald darauf ist auch Schluss beim HSV. Und doch gibt Uns Uwe den Menschen in Hamburg sehr viel – bis heute.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Burkhard Hupe:

    • wie Uwe Seeler auf der Straße das Kicken lernt,
    • von seinem sensationellsten Tor,
    • wie er es trotz Achillessehnen-Riss wieder aufs Spielfeld schafft,
    • von Seelers Ehe mit seiner Frau Ilka, die mehr als 60 Jahre besteht.

    Im Sommer 1946 meldet der Vater Uwe Seeler beim Hamburger SV an. Fortan radelt der Neunjährige 13 Kilometer auf einem viel zu großen Herrenrad zum Training, egal ob es regnet oder schneit. Schnell wird aus dem "kleinen Dicken", wie ihn Freunde und Trainer rufen, ein großer Hoffnungsträger.

    Dank Uwe Seeler holt der HSV 1960 die deutsche Meisterschaft. Uwe Seeler wird zum ersten "Fußballer des Jahres" gewählt, die Fans lieben den Nationalspieler auch wegen seiner Bodenständigkeit. Ein Angebot von Inter Mailand lehnt er ab. "Mehr als ein Steak am Tag kann ich nicht essen", argumentiert Seeler.

    Nach der WM in Mexiko verabschiedet sich Uwe Seeler am 9. September 1970 aus der Nationalmannschaft, zwei Jahre später auch vom HSV. "Uns Uwe" bleibt über seinen Tod im Juli 2022 hinaus der Liebling der Hamburger.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Alexander Bleick, Sportreporter beim NDR
    • Uwe Seeler: Danke Fußball. Mein Leben, Hamburg 2003
    • NDR-Sondersendung zum 65. Geburtstag von Uwe Seeler vom 4. November 2001

    Weiterführende Links:
    • WDR: Erlebte Geschichten mit Uwe Seeler
    • Zeitzeichen 30.11.1872: Erstes Fußball-Länderspiel der Geschichte endet torlos
    • NDR: HSV-Idol Uwe Seeler – Beliebt, bescheiden, bodenständig

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    Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
    Autor: Burkhard Hupe
    Redaktion: Matti Hesse

    15 min
  • Peter Sellers: Monty Pythons Comedy-Vorbild

    Mit einem Trick schafft Sellers (geb. am 8.9.1925) es ins Radio, als Pink-Panther-Inspektor Clouseau nach Hollywood. Er ist ein Meister der Imitation, dem der Ruhm zusetzt.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Axel Naumer:

    • warum Peter Sellers schon als Kind alle Stimmen der BBC nachsprechen kann,
    • weshalb er in Stanley Kubricks "Dr. Seltsam" gleich drei Rollen gleichzeitig spielt,
    • wie er in der Muppet-Show Kermit erklärt, dass er unmöglich er selbst sein könne,
    • weshalb "Der Partyschreck" heute eher irritiert als amüsiert,
    • und wie ausgerechnet ein stiller Gärtner in "Being There" zur Rolle seines Lebens wird.

    Am 8. September 1925 wird Peter Sellers geboren - als Sohn einer Varietéfamilie. Zunächst macht er sich mit der legendären "Goon Show" im Radio einen Namen, bevor Hollywood ihn als trotteligen Inspektor Clouseau im "Pink Panther" entdeckt.

    Doch Sellers kann weit mehr: In Stanley Kubricks "Lolita" verwandelt er sich in unheimliche Gestalten, in anderen Filmen parodiert er ganze Typenreihen und verschwindet dabei vollständig hinter seinen Masken.

    Immer wieder stellt sich die Frage: Gibt es hinter all diesen Figuren überhaupt einen "echten" Sellers? Seine eigene, ironische Antwort lautet: "Es gab mal ein Ich - aber ich habe es chirurgisch entfernen lassen." Ein Schauspieler, der sich im Spiel selbst verliert - und gerade dadurch unvergesslich ist.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen:
    • DVD - The Peter Sellers Story… as he filmed it
    • DVD - The life and death of Peter Sellers
    • Ed Sikov: Mr. Strangelove: A Biography of Peter Sellers, London, 2002
    • Michael Seth Starr: Peter Sellers A Film History, North Carolina, 1991
    • Johannes Binotto: Die Maske hinter der Maske. Zur Komik von Peter Sellers, Basel 2002

    Und das sind unsere Interviewpartner:
    • Hennes Bender, Comedian und Kenner der britischen Humor-Szene
    • Professor Johannes Binotto, Kultur- und Medienwissenschaftler, Hochschule Luzern

    Weiterführende Links:
    • Zeitzeichen - Erste Folge von Monty Python's Flying Circus in der ARD
    • BBC Four - The Peter Sellers Story
    • Planet Wissen - Lachen

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    Autor: Axel Naumer
    Redaktion: Carolin Rückl und David Rother

    15 min
  • Der moderne Vampir: John Polidori und seine unsterbliche Idee

    Am 7. September 1795 wird John William Polidori in London geboren. Er stirbt jung, nur 25-jährig, hinterlässt aber mit "The Vampyre" das literarische Vorbild für Dracula & Co.



    In diesem Zeitzeichen erzählt Christiane Kopka:

    • wie aus einem serbischen Bauern ein aristokratischer Verführer wird,
    • warum Lord Byron mit einem Vampir verwechselt wird,
    • und wieso John William Polidori als Pechvogel in die Literaturgeschichte eingeht.

    Am 7. September 1795 wird John Polidori in London geboren. Früh promoviert er in Medizin, doch er liebt die Literatur. Als Leibarzt begleitet er Lord Byron im Jahr 1816 auf dessen Reise nach Genf.

    Dort, im verregneten "Jahr ohne Sommer", fordern sich die Dichter gegenseitig heraus, Gespenstergeschichten zu schreiben. Mary Shelley erschafft "Frankenstein". Polidori erfindet den "Vampyr" Lord Ruthven – bleich, charismatisch, verführerisch und tödlich. Damit verwandelt er den bäuerlichen Wiedergänger des Balkan-Volksglaubens in einen eleganten Aristokraten, der fortan die Salons heimsucht.

    Doch der Ruhm bleibt dem jungen Autor versagt. Seine Erzählung erscheint zunächst unter Byrons Namen. Polidori verzockt sich im Leben und stirbt mit nur 25 Jahren. Sein Geschöpf aber wird unsterblich – und lässt die Welt bis heute nicht los.

    Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
    • Professor Dr. Hans Richard Brittnacher (Berlin, Experte für Phantastische Literatur)
    • John Polidori: Der Vampyr, Berlin 2019.
    • John Polidori: The Diary of Dr. John William Polidori, Withorn, 2020.
    • D. L. Macdonald: Poor Polidori – A critical Biography of the Author of the Vampyre, Toronto 1991.
    • Hans Richard Brittnacher: Ästhetik des Horrors, Frankfurt a.M. 1994.
    • Claude Lecouteux: Die Geschichte der Vampire – Metamorphose eines Mythos, Düsseldorf 2008.
    • Basil Cooper: Der Vampir in Legende, Kunst und Wirklichkeit, München 1974.

    Weiterführende Links:
    • Planet Wissen- Fabelwesen: Vampire
    • Zeitzeichen - Ein Vulkanausbruch, Schauergeschichten und - das Fahrrad
    • Zeitzeichen - Ein Jahr ohne Sommer
    • Zeitzeichen - Ein medizinischer Aufklärer im Kampf gegen Vampire
    • Zeitzeichen - Er schuf Nosferatu: Der Filmpionier Friedrich Wilhelm Murnau

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    Autorin: Christiane Kopka
    Redaktion: Christoph Tiegel und Matti Hesse
    Technik: Theo Kramer

    15 min

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