Auf den Punkt

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  • Trump feuert Bolton: Ein Hardliner weniger

    John Bolton ist ein außenpolitischer Hardliner. Jemand, der möchte, dass die USA militärisch stark auftreten. Er war schon 2003 für den Irakkrieg. Bolton ist seit April 2018 Sicherheitsberater von Donald Trump. Dabei liegen die beiden in vielen Dingen auseinander: Bolton ist gegen Trumps Annäherungsversuche an Russland. Er hält nicht viel von den Treffen des Präsidenten mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un.

    Und er hat immer wieder für einen Regimewechsel in Iran geworben. Trump selbst soll über seinen Ex-Sicherheitsberater mal gesagt haben: “Ginge es nach John Bolton, würden wir schon in vier Kriegen stecken.” Nun hat der US-Präsident seinen Sicherheitsberater rausgeschmissen - oder Bolton hat gekündigt. Beide behaupten etwas anderes. Auf jeden Fall sei es positiv, dass der Falke Bolton keine Verantwortung mehr habe, sagt Hubert Wetzel. Der Washington-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung hat sich sowieso gefragt, wie Bolton in eine so tragende Rolle kam.

    Weitere Themen: Zwangspause für britisches Parlament ist illegal, EU kritisiert Netanjahu.

    Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Laura Terberl

    Produktion: Justin Patchett

    Zusätzliches Audiomaterial über Youtube-Kanäle von Late Show with Stephen Colbert und The White House.

    10 min
  • EU-Kommission: Von der Leyens neues Team

    Die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat ihr Team präsentiert. Dazu gehören neben dem spanischen Außenminister Josep Borrell auch der Niederländer Frans Timmermans, der eine Art Superminister für die Klimapolitik wird.

    Überraschend ist der Machtzuwachs der Dänin Margrethe Vestager, sagt der Brüssel-Korrespondent der SZ, Matthias Kolb. Denn die Liberale hatte sich zuvor mit den USA und den Weltkonzernen Facebook und Google angelegt. Sie wird sich weiter um den Wettbewerb kümmern und künftig auch ressortübergeifend um die digitale Wirtschaft. Die Kandidaten aus Rumänien, Polen und Ungarn könnte das Europaparlament eventuell noch ablehnen.

    Weitere Nachrichten: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig an Brustkrebs erkrankt, Finanzminister Scholz warnt vor Rezession, gute OECD-Noten für deutsches Bildungssystem.

    Redaktion, Moderation: Lars Langenau

    Redaktion: Laura Terberl

    Produktion: Justin Patchett

    Zusätzliches Audiomaterial über EU-Kommission.

    11 min
  • Was gegen den Lehrermangel hilft

    In den kommenden Jahren fehlen an Schulen in Deutschland viel mehr Lehrer als bislang angenommen. Besonders betroffen sind laut einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung die Grundschulen, an denen bis 2025 mehr als 26.000 Lehrer fehlen.

    Größere Klassen, mehr Lehramtsstudierende und mehr Quereinsteiger seien nötig, um der Aufgabe zu begegnen, sagt SZ-Bildungsexperte Bernd Kramer. Das Problem sei nicht unbedingt, dass es grundsätzlich zu wenig Lehrer gebe, aber eben nicht für alle Schulformen und in allen Bundesländern. Besonders Brennpunktschulen würden viele junge Lehrer meiden, weil es bequemer sei in "besseren" Orten und Stadtvierteln seinen Job als Lehrer anzutreten.

    Weitere Nachrichten: Brexit-Debatte in London, Vertrauenabstimmung in Italien, Deutsche wünschen sich engagierte Väter.

    Redaktion, Moderation: Lars Langenau

    Redaktion: Laura Terberl

    Produktion: Carlo Sarsky

    10 min
  • Merkel in China: Sorgen um Hongkong

    Zum zwölften Mal reist Angela Merkel nach China. So oft wie kein anderer amtierender Staatschef in der Europäischen Union. Sie ist hier mit einer großen Wirtschaftsdelegation. Auch deshalb spricht Merkel mit dem chinesischen Ministerpräsidenten über viele Wirtschaftsthemen. Den 5-G-Ausbau durch den Netzwerkausrüster Huawei, die Sozialkredite für Unternehmen oder den Handelsstreit zwischen China und den USA.

    Ein Thema überschattet jedoch alles, und das sind die Proteste in Hongkong. Seit Monaten demonstrieren Menschen in der Sonderverwaltungszone gegen zu viel Einfluss aus Peking. Die Demonstranten hoffen dabei auch auf den Einfluss Angela Merkels. Kaum ein Staatschef habe sich so sehr mit China beschäftigt wie sie, sagt Lea Deuber. Die Peking-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung führt an, dass Merkels Besuch sogar die Rücknahme des umstrittenen Ausführungsgesetzes zu verdanken sein könnte.

    Weitere Themen: Britische Opposition weiter gegen Neuwahlen, Umweltministerium für Plastiktütenverbot, Bundesregierung will Griechenland bei Rückführungen helfen.

    Weitere Themen: Urteil im Fall Lügde, Bundesregierung übt Kritik an Israel.

    Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Laura Terberl und Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carolin Lenk

    Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

    10 min
  • Boris Johnson: Wie kriege ich den Brexit in 56 Tagen?

    In den letzten Tagen ist es in London zu einer Machtprobe gekommen: Wer sitzt am längeren Hebel? Die Regierung oder das Parlament?

    Viele Abgeordnete, allen voran die Opposition, befürchten einen harten Brexit. Also, dass Boris Johnson Großbritannien tatsächlich ohne Abkommen aus der Europäischen Union ausscheiden lassen könnte. Aber auch Vertreter von Johnsons Tories trauen ihm nicht.

    Der britische Premier, der gerne mit einem No-Deal-Brexit droht, verliert in dieser Woche im Unterhaus eine Abstimmung nach der anderen. Johnson schmeißt daraufhin Abtrünnige aus seiner Partei raus und fordert schnelle Neuwahlen. Doch ausgerechnet die Opposition lässt ihn nicht. Sie wollen den Premier erst richtig bluten lassen, sagt Cathrin Kahlweit. Die SZ-London-Korrespondentin ist sich nicht sicher, wann es Neuwahlen geben könnte.

    Weitere Themen: Urteil im Fall Lügde, Bundesregierung übt Kritik an Israel.

    Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carlo Sarsky

    Zusätzliches Audiomaterial über den Youtube-Kanal von UK Parliament.

    11 min
  • Das große Rennen um den SPD-Vorsitz

    Am 3. Juni 2019 tritt Andrea Nahles als SPD-Vorsitzende zurück und stürzt ihre Partei damit in einen Nachfolgeprozess, wie sie ihn noch nie erlebt hat. Zum ersten Mal soll die Basis darüber entscheiden, wer die Partei führen soll. Außerdem werden, auch das eine Premiere, Doppelkandidaturen zugelassen.

    Die Schwergewichte der Partei erkennen darin aber weniger eine Chance als politischen Selbstmord. Schwesig, Klingbeil, Giffey… Eine SPD-Führungsperson nach der anderen erklärt, dass sie für eine Kandidatur nicht zur Verfügung steht.

    Erst als es danach aussieht, dass nur Außenseiter antreten könnten, meldet sich einer zurück, der eigentlich auch schon abgesagt hatte: Olaf Scholz erklärt, dass er doch kandidieren werde. Er ist damit der prominenteste Bewerber, der für die große Koalition steht. Zusammen mit seiner Partnerin Klara Geywitz trifft er an diesem Mittwoch in Saarbrücken zum ersten Mal auf seine Kontrahenten. Scholz und Geywitz sind zwar Favoriten, aber das Rennen ist ziemlich offen, verspricht Mike Szymanski. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent will jedenfalls keine Wette eingehen, wer am Ende den SPD-Vorsitz übernimmt.

    Weitere Themen: Glyphosat-Verbot bis 2023, Auslieferungsgesetz in Hongkong zurückgezogen.

    Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carlo Sarsky

    Zusätzliches Audiomaterial über dpa, Youtube-Kanäle von janboehm, Lars Klingbeil und UK Parliament.

    11 min
  • Wie der Cum-Ex-Prozess ein Zeichen setzen kann

    Mit Cum-Ex-Geschäften wurde der deutsche Staat jahrelang ausgenommen, der Schaden für die Steuerzahler geht in die Milliarden.

    Involviert waren darin wohl mehr als hundert Banken und andere Finanzfirmen, die Fäden gezogen haben unter anderem mehrere Investmentbanker. Gegen zwei dieser Banker beginnt jetzt am Mittwoch der erste Gerichtsprozess, es geht um einen mutmaßlichen Schaden von mehr als 440 Millionen Euro.

    Mit dem Prozess wird erstmals geklärt, ob Cum-Ex-Geschäfte überhaupt strafbar sind. Viele Beteiligte sind der Meinung, dass der Staat selber Schuld sei, weil er ja ein Schlupfloch offen gelassen habe. Davon zu profitieren, sei keine Straftat.

    Unser Investigativreporter Klaus Ott hat die Ermittlungen rund um Cum-Ex seit Beginn verfolgt. Er glaubt, dass dieser Prozess sehr lange dauern wird und hofft auf eine Signalwirkung für die ganze Finanzbranche.

    Weitere Themen: Showdown im Brexit-Streit,Europäische Alternative zu Apple Pay, wie Hilfesuchende im Netz erfasst werden.

    Redaktion, Moderation: Laura Terberl

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carlo Sarsky

    10 min
  • Was der AfD jetzt gefährlich werden könnte

    In Brandenburg hat die AfD 23,5 Prozent geholt, in Sachsen 27,5 Prozent. Viele bisherige Nichtwähler haben die AfD gewählt, die Wahlbeteiligung war deutlich höher als bei den letzten Landtagswahlen.

    Damit ist die AfD der große Gewinner der Landtagswahlen. Regieren wird sie aber nicht, da SPD bzw. CDU noch mehr Stimmen erhalten haben und diese nicht mit der AfD koalieren wollen. Die beiden AfD-Landesverbände in Sachsen und Brandenburg stehen weiter rechts als andere Landesverbände. Beide Spitzenkandidaten gehören zu der AfD-Gruppierung "Flügel", die als rechtsextrem gilt.

    Wie geht es jetzt weiter mit der AfD? Jens Schneider, SZ-Korrespondent in Berlin, berichtet seit Jahren über die AfD. Im Podcast erklärt er, wieso die Partei jetzt womöglich ihren Zenit erreicht haben könnte: Die innerparteilichen Kämpfe machen ihr zu schaffen, es passiere zu wenig inhaltliche Arbeit.

    Weitere Themen: Hurrikan an der Ostküste der USA, Panda-Babies im Berliner Zoo.

    Redaktion, Moderation: Laura Terberl

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Justin Patchett

    Zusätzliches Audio-Material über dpa und Reuters.

    10 min
  • Wahl in Brandenburg: Wieso die SPD wackelt

    In Brandenburg wächst die Wirtschaft, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Bahn wird ausgebaut, die Rot-Rote-Regierung stellt Lehrerinnen und Lehrer sowie Polizistinnen und Polizisten ein. Trotzdem verlieren SPD und Linke in Umfragen. Die SPD muss hart kämpfen, um bei der Landtagswahl am Sonntag auf dem ersten Platz zu landen – nach fast 30 Jahren an der Macht.

    Warum ist das so? Das erklärt in dieser Folge von "Auf den Punkt" der SZ-Politikredakteur Jan Heidtmann. Er sagt auch, warum der SPD-Slogan "EIN Brandenburg" inzwischen mehr Wunsch als Wirklichkeit ist.

    Weitere Themen: CSU diskutiert über Steuer auf Billigflüge; Uli Hoeneß hört beim FC Bayern auf.

    Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Redaktion: Jean-Marie Magro

    Produktion: Carolin Lenk

    Zusätzliches Audio-Material über die Facebook-Seite der SPD-Brandenburg und den YouTube-Kanal des FC Bayern München.

    11 min
  • Italien: Wie Salvini sich verzockte

    Vor drei Wochen löste Matteo Salvini eine Regierungskrise in Italien aus. Da erklärte der Chef der rechten Lega die Zusammenarbeit mit den Fünf Sternen für beendet. Salvini wollte Neuwahlen und so selbst zum mächtigsten Mann in Italien aufsteigen. In den Umfragen stand seine Partei richtig gut da, aber er rechnete wohl mit einer Sache nicht.

    Am Mittwochabend treffen sich Luigi di Maio, der Chef populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, und Staatspräsident Sergio Matarella. Di Maio ließ sich in seiner Zeit als Vizepremier und Wirtschaftsminister ständig von Salvini vorführen. Dieses Mal ist es aber umgekehrt. Er erklärt, dass seine Fünf Sterne eine Koalition mit den Sozialdemokraten schließen werden. Salvini, der nun aus der Regierung scheidet, prophezeit, dass die Koalition nicht lange halten werde und Neuwahlen unvermeidbar seien. Doch für die ehemalige SZ-Korrespondentin in Rom, Andrea Bachstein, liegt der Fall nicht so eindeutig. Die Fünf Sterne eine mit den Sozialdemokraten viel mehr als mit Salvinis Lega.

    Weitere Themen: Widerstand gegen Johnson, Altmaiers Mittelstandsstrategie.

    Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro

    Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb

    Produktion: Carolin Lenk

    Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.

    Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.

    11 min

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