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Am vergangenen Donnerstag hält Angela Merkel eine Rede in Dresden. Wie zu erwarten, gibt es eine Demonstration von der islam- und ausländerfeindlichen Bewegung Pegida. Ein Kameramann des ZDF-Politikmagazins "Frontal 21" filmt die Demonstranten. Plötzlich kommt ein Mann mit Deutschlandhut auf ihn zu und fordert ihn in pöbelndem Ton auf, zur Polizei mitzukommen.
Diese kobntrolliert das Kamerateam und hält es eine Dreiviertelstunde lang fest. Jetzt hat sich herausgestellt, der Mann mit Deutschlandhut ist ein Mitarbeiter des Landeskriminalamts Sachsen. Er war zu diesem Zeitpunkt nicht im Dienst, sondern im Urlaub. Doch wer gegen die sogenannte "Lügenpresse" - und sei es in seiner Freizeit - kämpft, hat nichts bei der Polizei verloren, sagt Constanze von Bullion. Die Hauptstadtkorrespondentin der Süddeutschen Zeitung fordert klare Ansagen vom Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und Bundesinnenminister Horst Seehofer.
Weitere Themen: Messerattacke in Paris, Handelsstreit zwischen USA und China, Deutsche Bahn erhöht Preise.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Weiteres Material von dpa.
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Bei gleich zwei Gerichtsverfahren gegen ehemalige enge Vertraute von Donald Trump kam es am Dienstag zu einem Durchbruch.
Vor allem das Geständnis von Michael Cohen belastet den Präsidenten schwer. Denn dieser sagt aus, dass Trump von den Zahlungen gewusst und ihn sogar direkt damit beauftragt habe. Das hatte Trump bis jetzt bestritten.
Ob beide Gerichtsverfahren zu tickenden Zeitbomben für Trump werden, erklärt Reymer Klüver, der lange Zeit SZ-Korrespondent in Washington war.
Weitere Themen: Bauern bekommen Dürre-Hilfen, BGH stärkt Mieterrechte, Festnahme von Terrorverdächtigen.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Laura Terberl
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Wir erleben gerade einen der heißesten Sommer der Geschichte. Einige Forscher sprechen sogar von einer Heißzeit - dass man also den Klimawandel gar nicht mehr aufhalten kann. Durch die spürbare Hitze in diesem Jahr kommt aber wieder Bewegung in die Klimapolitik.
Zumindest hat Brüssel dazu einen Vorschlag gemacht. Klimakommissar Miguel Arias Cañete will, dass die EU-Mitgliedsstaaten ihre Klimaziele erhöhen. Bisher sollen sie 40 Prozent ihrer Treibhausgasemissionen bis 2030 einsparen. Nun fordert der EU-Kommissar 45 Prozent. Und ausgerechnet die Bundesregierung drückt bei diesen Zielen schon länger auf die Bremse. Dabei muss Europa endlich wieder Vorbild im Kampf gegen den Klimawandel sein, kommentiert Michael Bauchmüller, Hauptstadtkorrespondent der Süddeutschen Zeitung.
Weitere Themen: Flüchtlinge auf Arbeitsmarkt gut integriert, USA schieben Ex-KZ-Aufseher ab, Flüchtlingsschiff darf in Italien anlegen.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
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Achteinhalb Jahre lang stand Griechenland unter der Aufsicht von internationalen Geldgebern. Insgesamt sind für die Rettung Griechenlands 289 Milliarden Euro geflossen. Klaus Regling, der Chef des Euro-Krisenfonds ESM, hat schon verkündet, dass er zur Feier des Tages ein gutes Glas Ouzo trinken will. Und der europäische Finanzkommissar Pierre Moscovici erklärt die Krise für beendet.
Doch die wirtschaftliche Lage Griechenlands bleibt weiter schlecht. Das Land ist immer noch hoch verschuldet. Fast jeder fünfte Grieche ist arbeitslos. Viele junge Menschen sind ins Ausland gegangen, weil sie in ihrem Heimatland keine Zukunft sehen. Und auch wenn die internationale Finanzaufsicht endet, hat sich Griechenland dazu verpflichtet, weitere Reformen durchzuführen. Alexander Mühlauer, Brüssel-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, ist der Meinung, dass Athen weiterhin fremdbestimmt bleibt.
Weitere Themen: Meşale Tolu darf Türkei verlassen, deutsche Sparer verlieren Geld, Finanzminister Scholz wird für Rentenpläne kritisiert.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
Weiteres Audiomaterial von der Europäischer Kommission.
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Es war eine Katastrophe mit Ansage: Schon lange vor dem Einsturz warnten Ingenieure, dass die Konstruktion Autobahnbrücke von Genua zu gewagt sei. Bei dem Unglück am Dienstag starben mindestens 38 Menschen, einige Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt und Dutzende werden immer noch vermisst. Am Samstag soll ein Staatsbegräbnis stattfinden. Die Politik streitet sich unterdessen schon, wer an der Katastrophe die Schuld trage.
In Italien sprechen Politiker, Intellektuelle und Journalisten davon, dass die kaputte Brücke stellvertretend für ein kaputtes Land stehe. Doch es gibt vieles, das in Italien gut ist. Und wenn das Land die richtigen Schlüsse aus der Katastrophe zieht, kann sogar ganz Europa davon profitieren, kommentiert Stefan Ulrich aus dem Meinungsressort der SZ.
Weitere Themen: Rücknahmeabkommen mit Griechenland, Merkel trifft Putin, Google-Mitarbeiter gegen China-Suchmaschine.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
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Vor genau 30 Jahren betreten zwei Männer in blauen Overalls eine Filiale der Deutschen Bank in Gladbeck. Der Kleinkriminelle Hans-Jürgen Rösner und sein Komplize Dieter Degowski sind bewaffnet. Sie nehmen zwei Geiseln und fordern von der Polizei ein Lösegeld von 300.000 Mark, ein Fluchtfahrzeug und Handschellen. Aus diesem einfachen Banküberfall entwickelt sich eine 54 Stunden lange Verfolgungsjagd bei der drei Menschen sterben.
Unvergessen bleibt die Medienberichterstattung, die völlig aus dem Ruder läuft. Interviews mit Verbrechern und deren Geiseln werden geführt. Hans-Jürgen Rösner stellt sich wie bei einer Pressekonferenz vor Kameras und Mikrofone und hält sich dabei sogar seine Pistole in den Mund. Braucht es die Bilder des Geiseldramas von Gladbeck noch? Ja, findet Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung.
Weitere Themen: Seehofer legt Eckpunkte für Einwanderungsgesetz vor, noch zahlreiche Menschen in Genua vermisst, Aretha Franklin ist gestorben.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
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Donald Trump bezeichnet die Weltwirtschaft gerne als eine Arena. Und sein aktuelles Duell mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan hat tatsächlich etwas von einem Stierkampf: Die türkische Lira fällt zwar schon seit Monaten. Aber als Trump am Freitag twitterte, dass er die Strafzölle auf türkischen Stahl und Aluminium verdoppeln würde und diese Ankündigung am Montag auch gleich in die Tat umsetzte, da stürzte die Lira erst richtig ab. Und Erdoğan? Der kündigte jetzt an, dass die Türkei amerikanische Elektronikprodukte boykottieren will.
Währenddessen leidet die türkische Bevölkerung unter der Währungskrise und ihren Folgen. Trotzdem muss Erdoğan vorerst nicht um sein Präsidentenamt fürchten, kommentiert Christiane Schlötzer, Türkei-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung.
Weitere Themen: Mehrere Tote bei Brückeneinsturz in Genua, Verdacht auf Terroranschlag in London, "Aquarius" darf in Malta anlegen.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material von Reuters.
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Es ist erst ein paar Wochen her, da sah es kurzzeitig so aus, als ob die Schwesterparteien CDU und CSU am Asylstreit auseinanderbrechen würden. Der Konflikt zwischen der Kanzlerin Merkel und Innenminister Seehofer wurde beigelegt, damals verständigten sich beide darauf, dass Deutschland Verhandlungen mit Einzelstaaten über die Rückführung von Flüchtlingen führen sollte.
Am Wochenende trat das erste bilaterale Abkommen in Kraft: Deutschland darf jetzt Flüchtlinge direkt nach Spanien zurückschicken. Das gilt aber nur für sehr wenige Flüchtlinge. Und zeitgleich sagt die Kanzlerin zum ersten Mal, dass das europäische Asylsystem, das Dublin-Verfahren, "nicht funktionsfähig" sei. Diese Einsicht hätte auch schon früher kommen können, kommentiert Thomas Urban, SZ-Korrespondent in Madrid.
Weitere Themen: Währungskrise in der Türkei, Bayer-Aktie auf Sinkflug, Kämpfe in Afghanistan.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material von Reuters.
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Der Absturz der türkischen Währung war sowieso schon drastisch: Am Freitagmorgen musste man für 100 Lira etwa 17 Dollar zahlen. 2016 waren es noch doppelt so viel. Und jetzt kam noch ein Tweet von Donald Trump dazu. Er will in Zukunft noch mehr Zölle auf Aluminium und Stahl aus der Türkei erheben. Und schon muss man für 100 türkische Lira nur noch 15 Dollar zahlen. Auch die Inflation ist hoch und ausländische Investoren ziehen ihr Geld aus der Türkei ab. Steht das Land vor einem wirtschaftlichen Kollaps? Das kommentiert Markus Zydra, SZ-Finanzkorrespondent in Frankfurt am Main.
Außerdem: Jan Ullrich festgenommen, Sonde “Parker Solar Probe” bricht zur Sonne auf, Söders Familiengeld wird von Bundesregierung torpediert.
Redaktionsschluss war 16:00.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Justin Patchett
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Ryanair macht seit mehreren Jahren Milliardengewinne - und das bei einem durchschnittlichen Ticketpreis von 40 Euro. Damit das funktioniert, muss an anderen Stellen gespart werden. Darauf haben die Angestellten keine Lust mehr. “Irgendwer muss dafür bezahlen. Das Personal wird es nicht mehr tun”, sagt ein Vertreter der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit.
Für diesen Freitag hat Cockpit zum Streik aufgerufen. Es geht auch um höhere Gehälter, aber vor allem um eine einheitliche Gehaltsstruktur, die es so bisher noch nicht gibt. 250 Flüge von und nach Deutschland sind schon gestrichen. Wie aussichtsreich der Streik ist, erklärt Detlef Esslinger, stellvertretender Leiter des Ressorts Innenpolitik der SZ.
Außerdem: 43 Tote bei Luftangriff auf Schulbus in Jemen, Raketenalarm in Israel, Deutschland zahlt immer mehr Kindergeld ins Ausland.
Redaktionsschluss war 16:00. Zusätzliches Audio-Material über Reuters.
Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Julia Ongyerth
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