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Verfassungsschutzpräsident Maaßen fällt weich. Sehr weich. Er muss seinen Posten zwar aufgeben, faktisch wird er aber befördert. Als Staatssekretär im Innenministerium wird Maaßen den Schwerpunkt Sicherheit verantworten und er bekommt im Jahr dafür rund 30.000 Euro mehr. Vor allem die SPD wollte, dass Horst Seehofer Maaßen entlässt. Der Innenminister verteidigt die Beförderung. Die Causa Maaßen sei nicht sein Thema gewesen, sagt er.
Die Opposition ist empört. Nicht nur über Seehofer, sondern sie kritisiert die ganze Koalition. Denn es waren die drei Parteivorsitzenden Merkel, Seehofer und Nahles, die die Entscheidung am Montag im Einvernehmen getroffen haben. Und auch in der SPD sind Spitzenleute überrascht. Parteivize Natascha Kohnen fordert, dass die Mitglieder im Bundeskabinett der Personalie nicht zustimmen. Und der Chef des SZ-Meinungsressorts, Heribert Prantl, ist fassungslos.
Weitere Themen: Koreagipfel, FBI könnte gegen Trumps Wunschrichter ermitteln, Volkszählung ist verfassungskonform.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über dpa und Reuters
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Noch immer sind drei Millionen Zivilisten in der Region Idlib eingekesselt. Zusammen mit Zehntausenden bewaffneten Dschihadisten und gemäßigten Rebellen. Der syrische Machthaber Assad drängt schon seit langem auf die finale Schlacht um Idlib. Der russische Präsident Wladimir Putin hat noch vor ein paar Tagen in Teheran gesagt, Frieden gibt es nur nach der “vollständigen Befreiung” Idlibs. Viele haben das als Kampfansage gedeutet.
An diesem Montagabend dann die große Überraschung: Putin und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan einigen sich darauf, bis zum 15. Oktober eine entmilitarisierte Zone einzurichten. Sie soll 15 bis 20 Kilometer breit sein und das Gebiet der syrischen Rebellen und islamistischen Kämpfer vom Territorium Assads trennen. Doch viele Fragen bleiben noch offen, kommentiert Paul-Anton Krüger, der Nahost-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung.
Weitere Themen: Chemnitz-Verdächtiger kommt frei, USA belegt China mit weiteren Zöllen, russischer Regierungskritiker Wersilow wahrscheinlich vergiftet.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Erst urteilen Richter, dass auch Frankfurt Fahrverbote für schmutzige Diesel vorbereiten muss. Das gleiche war schon in Stuttgart, München und Hamburg passiert. Daraufhin fordern immer mehr Politikerinnen und Politiker, dass Verkehrsminister Andreas Scheuer die Automobilhersteller zu Hardware-Nachrüstungen zwingen soll. Am Freitag erklärt Scheuer, man werde sich "technische Gedanken" machen, wie man bestehende Fahrzeuge noch sauberer bekommen kann.
Einige vermuten daraufhin, dass sich Scheuer Hardware-Nachrüstungen vorstellen könnte. Am Samstag, auf dem Parteitag der CSU, sagt Scheuer jedoch etwas völlig anderes. Hardware-Nachrüstungen seien entweder technisch nicht möglich oder stünden in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Damit bringt er erneut SPD-Umweltministerin Svenja Schulze gegen sich auf. Die pocht weiterhin auf die Nachrüstungen auf Kosten der Industrie. Aus Sicht des SZ-Wirtschaftsreporters Thomas Fromm wirft Scheuer mit Nebelkerzen um sich.
Weitere Themen: Merkel wendet sich offenbar von Maaßen ab, Deutsche sehen Integration positiv, neue 100- und 200-Euro-Scheine.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Audio Material über Phoenix und das BMVI.
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Normalerweise ist die CSU auf ihren Parteitagen vor allem eines: selbstbewusst. Der Bayerische Ministerpräsident tritt in den Saal, der Defiliermarsch ertönt und die Redner übertrumpfen sich mit ihrem Lob für den Freistaat. Normalerweise. Nach der neuesten Umfrage steht die Partei aber nur noch bei 35 Prozent. Weit weg von der absoluten Mehrheit.
Gründe für den Tiefflug in den Umfragen gibt es mehrere. In seinen ersten Monaten als Ministerpräsident hat Markus Söder sehr umstrittene Projekte umsetzen wollen: den Kreuzerlass oder das Familiengeld zum Beispiel. Hinzu kommt, dass die CSU im Sommer fast die Koalition im Bund gespalten hat. Und viele werfen der CSU vor, sich nicht genug von der AfD zu distanzieren. Söder greift die AfD deswegen mehr und mehr an. Der Parteitag könnte Söders letzte Chance sein, ein Debakel zu verhindern, erklärt Wolfgang Wittl, politischer Landeskorrespondent der Süddeutschen Zeitung.
Weitere Themen: Seehofer greift AfD an, zweite Verurteilung wegen "Hitlergrußes", Scheuer kündigt Konzept für Diesel-Nachrüstungen an.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audio Material über Reuters und den Deutschen Bundestag.
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Es ist der vielleicht größte Polizeieinsatz in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen: Der Hambacher Forst wird geräumt. Mehrere Hundertschaften rücken am Mittwochmorgen mit Wasserwerfern und Räumpanzern in den 200 Hektar großen Wald. Denn 150 teilweise militante Umweltaktivisten leben hier in 60 Baumhäusern. Sie bilden Menschenketten, halten Sitzstreiks ab und ketten sich an Bäumen fest. Sie wollen verhindern, dass der Energiekonzern RWE den Wald für die Kohlestromproduktion roden lässt.
Für die Aktivisten ist der Hambacher Forst das Symbol für den Kampf gegen die Braunkohle, die klimaschädlichste Kohleart überhaupt. Und nirgendwo in Europa steigen so viele Treibhausgase in den Himmel wie aus den Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen. Doch kann eine Rodung überhaupt verhindert werden? Der NRW-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Christian Wernicke, ist vor Ort im Hambacher Wald und schildert seine Eindrücke.
Weitere Themen: SPD fordert Maaßens Rücktritt, Rückführungsabkommen mit Italien, türkische Zentralbank hebt Leitzins stark an.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audio Material über Reuters und den Deutschen Bundestag.
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AfD-Parteichef Alexander Gauland eröffnet an diesem Mittwoch die Generaldebatte im Deutschen Bundestag. Und von Anfang an ist klar: Es wird hoch hergehen. Wer spaltet dieses Land, fragt Gauland mehrmals. Seine Partei jedenfalls nicht. Kurz darauf fordert Ex-SPD-Chef Martin Schulz die Demokraten auf, sich der AfD entgegen zu stellen. Noch drastischer sagt es die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt mit Blick auf Chemnitz: Der Osten sei nicht die AfD und auch nicht "die Arschlöcher, die auf Straße gehen und hetzen".
Das politische Berlin ist derzeit sehr angespannt, sagt Stefan Braun. Manchen falle es schwer, den richtigen Ton zu treffen. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent blickt auf die Generaldebatte und auf die drängendsten Probleme der Regierung Merkel.
Weitere Themen: Mehrheit für Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn, Juncker will Euro als Leitwährung, fast 3700 Kirchenmissbrauchsfälle seit dem Zweiten Weltkrieg.
Die aktuelle Folge des SZ-Podcasts "Das Thema" finden Sie hier online.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Die Vorwürfe gegen die ungarische Regierung von Viktor Orbán sind nicht neu. Kritiker prangern die Beschneidung von Grundrechten, der Pressefreiheit und des Rechtsstaat an sowie den harten Umgang mit Flüchtlingen. Bisher wich Orbán von seiner Linie kaum ab. Nun könnte auf Ungarn aber ein unangenehmes Rechtsstaatsverfahren zukommen. Nämlich dann, wenn zwei Drittel der Abgeordneten im Europäischen Parlament einem entsprechenden Bericht zustimmen.
Orbán verteidigt sich im Europäischen Parlament. Er sagt, der Bericht verwehre dem ungarischen Volk den Respekt. Man werde seine Grenzen weiterhin schützen - wenn nötig, auch gegen die europäischen Mitgliedsstaaten. Eine typische Rhetorik für den ungarischen Premier, sagt Daniel Brössler. Der Hauptstadtkorrespondent der Süddeutschen Zeitung erklärt auch, ob ein Rechtsstaatsverfahren überhaupt erfolgreich sein kann.
Weitere Themen: Russlands größtes Militärmanöver seit 1981, EuGH stärkt Arbeitnehmerrechte in kirchlichen Einrichtungen, Hurrikan "Florence" nimmt Kurs auf Südostküste der USA.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Julia Ongyerth
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Die SZ hat einen neuen Sportpodcast: Und nun zum Sport erscheint immer montags um 17 Uhr. In der aktuellen Folge geht es um die US Open. Alle Infos auf sz.de/sportpodcast.
Am Montag startet der Musterverfahrens-Prozess, bei dem Volkswagen nun auch in Deutschland groß zahlen soll. Die VW-Aktionäre fordern neun Milliarden Euro als Schadensersatz für ihre Kursverluste. Im Zentrum des Prozesses stehen die Fragen: "Was wusste VW wann?" und "Wann hätte VW welche Informationen mit seinen Aktionären teilen müssen?".
Für die Süddeutsche Zeitung begleitet Angelika Slavik den Prozess. Im Podcast schildert sie ihre ersten Eindrücke aus dem Gericht. Sie erklärt, was die Motive der Musterklägerin DEKA Inverstments sind und wieso sich der Prozess so lange ziehen wird.
Weitere Themen: SPD gegen Bundeswehreinsatz in Syrien, Reaktionen auf Todesfall in Köthen, schwieriger Wahlausgang in Schweden.
Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carlo Sarsky
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Die SZ hat einen neuen Sportpodcast: Und nun zum Sport erscheint immer montags um 17 Uhr. In der aktuellen Folge geht es um die US Open. Alle Infos auf sz.de/sportpodcast.
Hans-Georg Maaßen hat über die Ereignisse in Chemnitz gesprochen – aber nicht mit dem Bundesinnenminister, Horst Seehofer, sondern mit der Bild-Zeitung. Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz hat dabei angezweifelt, dass es in Chemnitz eine rechtsextremistische Hetzjagden gab. "Es liegen keine Belege dafür vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist", sagte Maaßen. Jetzt fordern ihn mehrere Parteien zum Rücktritt auf.
Im Podcast kritisiert Ferdos Forudastan, Leiterin der SZ-Innenpolitik, Maaßens Vorgehen und erklärt, wieso es schon längst nicht mehr um eine semantische Debatte um das Wort "Hetzjagd" geht. Maaßen sei der falsche für seinen Job.
Weitere Themen: HNA steigt bei Deutscher Bank aus, Pfleger leiden unter Stress, Syrien-Gipfel in Teheran hat begonnen.
Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Weiteres Audiomaterial über dpa und die Bundespressekonferenz.
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Die SZ hat einen neuen Sportpodcast: Und nun zum Sport erscheint immer montags um 17 Uhr. In der aktuellen Folge geht es um die US Open. Alle Infos auf sz.de/sportpodcast.
Syrische Truppen stehen kurz vor einer Bodenoffensive auf die Provinz Idlib. Dort sind zehntausende bewaffnete Rebellen, aber auch drei Millionen Zivilisten eingeschlossen. Die Hälfte von ihnen ist schon einmal, innerhalb Syriens vor dem Krieg geflohen und hat nur unzureichenden Zugang zu sauberem Wasser und zu Nahrungsmitteln. Jetzt verhandeln Diplomaten unter Hochdruck, um die Situation zu entschärfen.
Im Podcast erklärt Paul-Anton Krüger, SZ-Korrespondent für den Nahen Osten, wie dramatisch die Lage ist ob eine humanitäre Katastrophe noch verhindert werden kann.
Weitere Themen: Karstadt übernimmt Kaufhof, AfD Thüringen wird zum Prüffall für den Verfassungsschutz, UEFA-Nationsleague beginnt erstmals.
Moderation, Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Weiteres Audiomaterial über Reuters und das Weiße Haus.
Die Digitalreportage über den Sommer 2018 finden sie unter diesem Link.
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Die SZ hat einen neuen Sportpodcast: Und nun zum Sport erscheint immer montags um 17 Uhr. In der aktuellen Folge geht es um die US Open. Alle Infos auf sz.de/sportpodcast.
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