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Mehr als sechs Stunden haben die Spitzen von Union und SPD im Kanzleramt beraten. Dann, um 2:39 Uhr in der Früh, steht fest: Die große Koalition hat sich beim Diesel geeinigt. Für alte Fahrzeuge werden Umtauschprämien gezahlt, damit Autofahrer dafür ein saubereres Auto erhalten. Andere können auf eine Hardware-Nachrüstung hoffen.
Und auch bei der Zuwanderung von internationalen Fachkräften haben sich Union und SPD auf ein Eckpunktepapier einigen können. Man will den Sommer vergessen machen, in dem die Koalition zweimal kurz davor stand, zu zerbrechen. Doch den Worten, dass man sich jetzt auf die Sacharbeit konzentrieren werde, will der SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun nicht glauben. Besonders nicht, wenn diese Worte von Alexander Dobrindt kommen.
Weitere Themen: VW trennt sich von Stadler, mehr als 1200 Tote in Indonesien, Physik-Nobelpreis geht an Laserforscher.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über Bundespressekonferenz.
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Der 29. März rückt immer näher. Es ist der Stichtag für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Und noch immer sind zentrale Fragen nicht beantwortet: Bleibt Großbritannien im Binnenmarkt? Was wird aus der Grenze zwischen Irland und Nordirland? Geht es nach Theresa May, dann soll Großbritannien beim Austausch von Waren und Agrargütern Teil des EU-Binnenmarkts bleiben. Dafür aber nicht im Bereich von Dienstleistungen und bei der Personenfreizügigkeit.
Die EU kritisiert den Plan als Rosinenpickerei. Und auch in ihrer eigenen Partei muss May viel Kritik einstecken. Obwohl auf dem Parteitag der Tories in Birmingham, der noch bis Mittwoch läuft, keine Abstimmung ansteht: May steht unter Beschuss und muss erneut um ihr Amt kämpfen. Bis Mittwoch soll der Brexit-Kurs der Partei stehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Großbritannien ohne Deal aus der EU ausscheidet, ist in Birmingham um 20 Prozent gestiegen, sagt die London-Korrespondentin der SZ, Cathrin Kahlweit.
Weitere Themen: Sieben Mitglieder mutmaßlich rechtsterroristischer Gruppe festgenommen, Medizin-Nobelpreis-Gewinner stehen fest, Charles Aznavour ist gestorben.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über BBC.
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
In zwei Wochen wählt Bayern einen neuen Landtag. Und die CSU könnte so schlecht abschneiden wie seit 1950 nicht mehr. Die Grünen könnten sind dagegen im Höhenflug. Sie könnten zweitstärkste Kraft werden und schlussendlich vielleicht sogar mitregieren. Im Podcast erklärt Lisa Schnell, Landtagskorrespondentin der SZ, wie die Grünen im Freistaat so stark werden konnten, wie ihre Basis zu einer Koalition mit der CSU steht und was für Alternativen zu Schwarz-Grün Markus Söder hat.
Diese Folge ist die erste von vier Sonderfolgen von "Auf den Punkt" zur bayerischen Landtagswahl. Sie werden an den kommenden Wochenenden bis zur Wahl und in der Woche darauf veröffentlich.
Weitere Themen: Der Bayernplan 2013 im SZ-Check, 10 Punkte der FDP, AfD in Dachau.
Alle aktuellen Informationen zur Bayernwahl finden sie auch auf dieser Themenseite: sz.de/thema/LandtagswahlinBayern
Moderation; Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Justin Patchett
Zusätzliches Material über den Bayerischen Landtag und die CSU
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Christine Blasey Ford ist sich sicher: Trumps Wunschkandidat für den Supreme Court, Brett Kavanaugh, hat vor 36 Jahren versucht, sie zu vergewaltigen. Auf einer Party habe sie der völlig betrunkene Kavanaugh in ein Schlafzimmer gezogen und sie auf einem Bett festgehalten. Als sie die Geschichte vor dem Justizausschuss des Senats erzählt, zittert sie. "Ich habe Angst", sagt sie.
Ford wird über mehrere Stunden befragt. Auch wenn sie die Vorgänge glaubhaft schildert: Kavanaugh streitet wenige Stunden später alles ab. Kavagnaugh tritt wütend auf, weint zwischendurch aber auch. Er beschuldigt die Demokraten, die alles dafür tun würden, seine Nominierung zu verhindern. Beide sagen unter Eid aus. Einer lügt. Nur wer? Auch Hubert Wetzel, SZ-Korrespondent in Washington, ist sich nicht sicher.
Weitere Themen: Merkel sieht "tiefgreifende Differenzen" mit Türkei, Vergewaltigungsvorwurf gegen CR7, Tausende Schwulen und Lesben heiraten.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über US-Senat.
Alle Informationen finden Sie unter sz.de/podcast. Sie erreichen die Redaktion dieses Podcasts auch via [email protected].
Sicherheitsstufe 1 ist in Berlin angesagt. 4200 Beamte sind im Einsatz, vermummte Scharfschützen liegen auf dem Dach des Hotel Adlon und gepanzerte Polizeifahrzeuge versperren den Weg zum Brandenburger Tor. Alles nur für Recep Tayyip Erdoğan. Erdoğan ist zum ersten Mal zu einem offiziellen Staatsbesuch eingeladen.
Tausende Kritiker des türkischen Staatspräsidenten wollen demonstrieren. Gegen ein autokratisches System und damit viele Menschen, die wegen sehr fragwürdiger Gründe in türkischen Gefängnissen festgehalten werden, freikommen. Für das offizielle Staatsbankett, das am Freitagabend beim Bundespräsidenten Steinmeier stattfindet, haben einige Oppositionspolitiker ihre Teilnahme abgesagt. Doch dabei geht es nur um einen offiziellen Rahmen, sagt Luisa Seeling. Die SZ-Redakteurin für Außenpolitik meint, man kann mit Erdoğan dinieren, wenn man die Probleme offen anspricht.
Weitere Themen: Deutschland trägt EM 2024 aus, Wirtschaftswachstum schwächelt, russischer Oberst im Fall Skripal verdächtig.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über dpa und Uefa.
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Gestatten: Ralph Brinkhaus, 50 Jahre alt, aus Ostwestfalen. Er ist Finanzexperte und seit 2009 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Seit Dienstagabend ist er außerdem neuer Fraktionsvorsitzender der Union. Brinkhaus hat sich gegen Volker Kauder durchgesetzt, der von Angela Merkel unterstützt wurde. Die Kanzlerin muss eine Niederlage eingestehen.
Asylstreit, Maaßen-Affäre und jetzt die Abwahl von einem der wichtigsten Vertrauten: Merkels Macht erodiert, analysieren Opposition und Beobachter. In der Unionsfraktion selbst versucht man den Vorgang runter zu spielen. Das sei eben Demokratie. Doch mit der Wahl von Ralph Brinkhaus verliert die Kanzlerin nicht nur eine zentrale Stütze, sondern langsam auch den Einfluss auf die Frage, wer ihr nachfolgt, sagt Stefan Braun, Hauptstadtkorrespondent der Süddeutschen Zeitung.
Weitere Themen: Umweltministerium knickt ein, Dieter Zetsche hört als Daimler-Chef auf, CDU-Fraktionsvorsitzender in Sachsen schließt Koalition mit AfD nicht aus.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Julia Ongyerth
Zusätzliches Material über dpa und Reuters.
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Es sind erschreckende Zahlen, die an diesem Dienstag bei der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda vorgestellt werden: mindestens 3677 Kinder und Jugendliche sind in Deutschland zwischen 1946 und 2014 von Klerikern sexuell missbraucht worden. Mehr als die Hälfte von ihnen war jünger als 14 Jahre. Das steht in der Studie zum Missbrauch in der katholischen Kirche.
Nur gegen ein Drittel der Kleriker ist daraufhin ein kirchenrechtliches Verfahren eröffnet worden. Häufig wurden die Täter einfach nur in eine andere Gemeinde versetzt. Erzbischof Reinhard Marx ist bestürzt. Opferverbände und der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung fordern mehr Transparenz. Andere wollen, dass die Kirche Priestern erlaubt, zu heiraten. Für Matthias Drobinski, der für die Süddeutsche Zeitung über Kirchenthemen schreibt, kommt die derzeitige Form des Klerikalismus an ihr Ende.
Weitere Themen: Merkel macht Diesel-Affäre zur Chefsache, Österreichs Innenministerium warnt Polizei vor Medien, Fluglinie muss Israeli nicht befördern.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über dpa und katholisch.de.
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Hans-Georg Maaßen darf nicht Verfassungsschutzpräsident bleiben und er wird auch nicht zum Staatssekretär befördert. Das hat die Bundesregierung Andrea Nahles zu verdanken. Die SPD-Chefin hatte am Freitag darauf gedrängt, noch einmal neu über die Personalie zu verhandeln. Bundeskanzlerin Angela Merkel hofft nun, dass die Affäre endlich beendet ist - und sie bedauert die Vorgänge der vergangenen Woche. Sie habe zu wenig an das gedacht, was die Menschen zu Recht bewegt.
Die Regierungskrise durch die Personalie Maaßen steht für das Bild, das die große Koalition insgesamt abgibt. Die Stimmung ist gereizt, die Lust, gemeinsam zu regieren, scheint erschöpft und ständig bringt Innenminister Horst Seehofer die Partner gegen sich auf. Doch die Krise der Regierung kann nicht auf den CSU-Chef allein reduziert werden. Sie hängt auch mit der Kanzlerin zusammen, der ein wichtiger Instinkt abhanden gekommen ist, sagt Stefan Braun, Hauptstadtkorrespondent der Süddeutschen Zeitung.
Weitere Themen: EU-Kommission verklagt Polen, Siemens bewirbt sich um Milliarden-Auftrag in Irak, im Hambacher Forst wird wieder geräumt.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Carlo Sarsky
Zusätzliches Material über Reuters.
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Dass die Stimmung in der SPD nicht gut ist, ist schon länger so. Aber dass der Verfassungsschutzpräsident Maaßen, den die SPD in den Ruhestand schicken wollte, jetzt sogar befördert wird… Das ist für viele genug der Demütigung. Andrea Nahles wird von vielen Seiten kritisiert. Vom Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert über den Berliner Bürgermeister Michael Müller bis hin zu treuen Gefolgsleuten wie Ralf Stegner.
An diesem Donnerstagvormittag verteidigt sich Nahles im Bayerischen Landtag. Sie trifft dort auf eine Frau, die ihre Entscheidung besonders kritisiert hat: die Spitzenkandidatin der Bayern SPD Natascha Kohnen. Nahles sagt, sie wäre vor einer Abwägung gestanden und es hätte sie gewundert, wenn dieser Kompromiss nicht zu Empörung und Verwunderung geführt hätte. Für Ferdos Forudastan, Innenpolitik-Chefin der SZ, ist die Zustimmung von Nahles trotzdem rational nicht zu erklären.
Weitere Themen: Verfassungsschutz will Ditib beobachten, Uneinigkeit beim Brexit, Kim will Trump treffen.
Moderation; Redaktion: Jean-Marie Magro
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Lars Langenau
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Material über dpa
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