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Wer etwas braucht, wird hier mit hoher Wahrscheinlichkeit fündig: Im Sozialkaufhaus „Contact“ im Augsburger Stadtteil Haunstetten gibt es gebrauchte Waren für kleines Geld – von Möbeln, über Kleidung, bis zu Geschirr. Rund sechs Tonnen Sachspenden erhalten Roswitha Kugelmann und ihr Team jeden Tag. Im Podcast „Augsburg, meine Stadt“ erzählt die Leiterin des Kaufhauses, wie sie mit der Menge an Waren umgeht, wie hoch die Fixkosten für einen Laden dieses Kalibers sind, und wie das Projekt überhaupt entstanden ist. Eine besondere Bekanntschaft spielte dabei eine wichtige Rolle.
Wichtige Hinweise:
Wir sprechen in diesem Interview kurz über Alkoholabhängigkeit. Wenn ihr oder Angehörige Hilfe benötigen, wendet euch bitte an die bundesweite Sucht- und Drogenhotline unter 01806 313031. In Augsburg helfen euch auch die Suchtfachambulanz der Caritas oder die Drogenhilfe Schwaben jederzeit weiter.
Ab Minute 22:50 spricht Roswitha Kugelmann außerdem über die Emmaus-Bewegung und ihren Begründer, Abbé Pierre. In dem Zusammenhang erwähnt sie, dass Abbé Pierre inzwischen "in Misskredit" geraten sei. Pierre galt lange Zeit als "Vater der Obdachlosen" und war besonders in Frankreich eine beliebte und geschätzte Persönlichkeit. Erst nach seinem Tod wurde öffentlich, dass der katholische Priester über Jahrzehnte hinweg Frauen sexuell belästigt und missbraucht haben soll.
Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns an [email protected].
Einen sicheren Job in der Automobilbranche aufgeben, um ein Getränk zu verkaufen, das man lange gar nicht mochte? Allan Mutagwaba hat genau das getan und 2018 in der Augsburger Innenstadt das Café Mak eröffnet. In dieser Folge erzählt der Gründer, wie eine einfache Radiomeldung auf der Autobahn sein Leben veränderte und er begann, Bohnen direkt aus seiner Heimat Tansania zu importieren.
Offen und ehrlich blickt er auf seinen ungewöhnlichen Weg zurück – von der Kindheit am Mount Meru über den plötzlichen Tod seiner Mutter bis hin zu seinem Kampf gegen die Einsamkeit und Alkoholsucht in Deutschland. Außerdem sprechen wir darüber, warum guter Kaffee eine Frage der Haltung ist, weshalb er seinen Bauern bis zum Dreifachen des üblichen Marktpreises zahlt und welche großen Pläne er für ein Ausbildungszentrum in Ostafrika hat.
Wichtiger Hinweis zur Folge: Wir sprechen in diesem Interview kurz über Alkoholabhängigkeit. Wenn ihr oder Angehörige Hilfe benötigen, wendet euch bitte an die bundesweite Sucht- und Drogenhotline unter 01806 313031. In Augsburg helfen euch auch die Suchtfachambulanz der Caritas oder die Drogenhilfe Schwaben jederzeit weiter.
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Dass er einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten und die Leitung der Brauerei Riegele übernehmen würde, war Sebastian Priller schon früh klar. Dass ein Rechtsstreit um den Namen des hauseigenen Cola-Mix-Getränks einmal deutschlandweit für Schlagzeilen sorgen würde, wohl eher nicht. Wie der Chef des Augsburger Traditionsunternehmens heute auf das Urteil im Spezi-Streit blickt, warum ihm der sinkende Alkoholkonsum in Deutschland keine Sorgen bereitet und ob er seine Spezi bei einer spontanen Blindverkostung im Studio erkennt, hört ihr in dieser Folge.
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Für viele Augsburgerinnen und Augsburger gehören sie einfach zum Stadtbild: die Lechkanäle in der Altstadt, der Eiskanal oder das Wasserwerk am Hochablass. Doch hinter diesen Orten steckt eine weltgeschichtliche Bedeutung. Seit 2019 trägt das historische Wassermanagement-System der Stadt den prestigeträchtigen Titel als Unesco-Welterbe.
Dass dieser Titel mehr bedeutet, als nur schöne alte Bauten zu verwalten, weiß Barbara Bühler-Karpati. Die studierte Architektin und gebürtige Münchnerin leitet seit gut einem Jahr das städtische Welterbe-Büro. Für sie ist das Augsburger System kein reines Museumsstück: „Das ist kein Erbe aus der Vergangenheit, sondern das ist ein Erbe, das wir nach wie vor leben und weitertragen“, sagt sie im Gespräch.
Wie sie das Welterbe-Büro durch sein erstes Jahr nach einer längeren Vakanz geführt hat, warum sie Malta als entscheidende Karrierestation sieht und worauf sich die Augsburgerinnen und Augsburger beim großen Welterbetag am 7. Juni freuen dürfen, hört ihr in der Folge.
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Als sich die Klavierstunden zu sehr nach Unterricht anfühlten, brachte sich Cecelia Ribbeck einfach selbst das Gitarre-Spielen bei. Ihre ersten Songtexte schrieb die Kölnerin mit 14 Jahren, ihre musikalische Heimat fand sie schließlich in Augsburg. Als "Ceci" produziert die 25-Jährige inzwischen Indie-Pop-Songs, die mal fröhlich, mal traurig klingen, und oft persönlich sind. Auch wenn Streaming-Plattformen viele Vorteile bieten, hadert Ribbeck manchmal mit dem Druck, den Algorithmen auf ihr Schaffen ausüben. Auch die Verbreitung von KI-generierter Musik hat die junge Künstlerin bereits vor Herausforderungen gestellt.
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Frauen mittleren Alters, die keine Arbeit fanden, eine Chance geben: Das war Sina Trinkwalders Vision für Manomama – jene Augsburger Firma, die Textilien aus ökologischen Materialien in Deutschland fertigt. Der Wechsel in die Textilbranche war für Trinkwalder, die sich zuvor mit einer Digitalagentur selbstständig gemacht hatte, ein absoluter Quereinstieg. Ihr ökosozialer Ansatz machte die Unternehmerin erfolgreich, brachte ihr zahlreiche Auszeichnungen und Einladungen in Talkshows ein. Doch die Bekanntheit hatte ihren Preis.
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Eine nachhaltige Handyhülle kaufen und damit ein Kilogramm Plastik aus dem Meer holen – das ist das Versprechen des Augsburger Startups „Oceanmata“. Während Kunden in Deutschland ihr Smartphone schützen, sammelt ein Team auf Bali täglich bis zu 300 Kilogramm Müll an den Stränden ein. Doch was nach einer einfachen Rechnung für den Umweltschutz klingt, ist für Gründer Dominik Karl ein ständiges Abwägen zwischen Idealismus und harter Wirtschaftsrealität.
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Zwölf Jahre Augsburger Allgemeine, rund sechseinhalb Jahre Podcast: Digitalredakteur Axel Hechelmann verlässt zum Jahresende die Zeitung – und auch Augsburg. In „Augsburg, meine Stadt“ sitzt der bisherige Host diesmal selbst auf der Gästeseite.
Hechelmann startete das Audio-Format im Jahr 2019 gemeinsam mit Ida König. Die Idee entstand eher zufällig durch einen Impuls der Chefredaktion und einen Besuch bei den Kollegen im Allgäu. Rund 75 Episoden moderierte Hechelmann selbst. Dabei lernte er nicht nur die Technik des Aufnehmens, sondern vor allem die Menschen seiner Wahlheimat kennen.
Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm Gespräche, in denen Gäste ungewöhnlich offen wurden. Ein Priester sprach etwa darüber, wie er mit Verliebtheit und Zölibat umgeht. Der Leiter der Augsburger Puppenkiste berichtete von finanziellen Sorgen trotz hoher Auslastung. Solche Einblicke hätten seine Sicht auf die Stadt und ihre Institutionen verändert, sagt Hechelmann. Mehr private Einblicke und Augsburg-Empfehlungen, hört ihr im Podcast.
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Kurt Idrizovic ist Buchhändler, Literatur-Kenner, Menschenfreund – und seit über 40 Jahren fester Bestandteil der Augsburger Kulturszene. In seiner Buchhandlung am Obstmarkt hat er Generationen von Leserinnen und Lesern begleitet. In einer neuen Folge unseres Podcasts „Augsburg, meine Stadt“ erzählt Idrizovic, wie er 1984 in den Buchhandel kam, was ihn bis heute antreibt und warum er glaubt, dass gute Bücher das Leben verändern können.
Idrizovic spricht über seine ersten Leseerfahrungen mit Erich Kästner, über den Einfluss von Bertolt Brecht und über die Kunst, sich rechtzeitig von schlechten Büchern zu trennen. Er erklärt im Gespräch mit Axel Hechelmann, warum in seiner Buchhandlung nur ausgewählte Hardcover liegen, wie sich die romantische Idee vom Buchladen und finanzieller Druck miteinander vertragen – und er spricht über das Phänomen, dass insbesondere junge Frauen wieder mehr lesen, etwa Bücher der Genres „New Adult“ oder „Dark Romance“.
Ein Thema im Podcast ist auch Idrizovics Sicht auf Augsburg, die er als schwierige, aber liebenswerte Stadt bezeichnet, in der man mit Idealismus und Beharrlichkeit etwas bewegen kann. Idrizovic redet über die Herausforderungen des Einzelhandels, über den Druck durch Onlinekonzerne wie Amazon, aber auch über das Glück, jeden Tag in den eigenen Laden zu gehen.
Außerdem erzählt Idrizovic von bekannten Autorinnen und Autoren, die schon in seinem Buchladen zu Gast waren: darunter Alt-Kanzlerin Angela Merkel, Ex-Vizekanzler Robert Habeck und der Schriftsteller Martin Walser.
Den im Gespräch angesprochenen Podcast mit dem Literatur-Experten Marius Müller können Sie sich hier anhören.
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Petra Griebel ist vielen Brettspiel-Fans im Süden Deutschlands ein Begriff. Als Gründerin und Geschäftsführerin einer PR-Agentur organisiert sie seit mehr als 30 Jahren die Messe „Spielwiesn“, die mittlerweile in Augsburg stattfindet. Im Podcast „Augsburg, meine Stadt“ spricht sie über ihren Weg, die Besonderheiten der Messe und die Herausforderungen, denen sich Veranstalter heute stellen müssen.
Geboren in Bamberg, lebt und arbeitet Griebel in München. Doch mit der traditionsreichen Spielemesse ist sie 2023 nach Augsburg umgezogen. Die Entscheidung für Augsburg sei auch aus der Not heraus entstanden: „Das war einfach alles irgendwann mal unbezahlbar“, sagt sie über die Messejahre in München. Mit dem Umzug kam auch viel Unterstützung: „Wir haben das erste Mal im Leben keine Biergartengarnituren gehabt, sondern die Messe hat uns Tische und Stühle zur Verfügung gestellt. Alle unsere Spieler waren total begeistert.“
Was die Spielwiesn von anderen Messen unterscheidet, ist für Griebel eindeutig die besondere Atmosphäre. „Es sagen selbst die Aussteller, dass es einfach immer noch ein familiäres Fest ist. Woanders geht es wesentlich businessmäßiger zu“, betont sie. Das Konzept bleibt bewährt: eine große Spielothek mit mehreren tausend Titeln und ehrenamtlichen Spieleerklärerinnen und -erklärern. Dazu präsentieren Aussteller Neuheiten und Klassiker, ein Flohmarkt ergänzt das Angebot.
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