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#diepodcastin über BarbieTheMovie: Isabel Rohner über einen Film, den sie gesehen hat & Regula Stämpfli nicht, Focusonline-Gurke, Fabian Wolff, Lanz-Precht-Podcast, Dehumanisierung bei Pantisano.
Dann bringt als good News laStaempfli den Lanz-Precht-Podcast mit einer ersten Frau: die Forensikerin Nahla Saihmeh. Sie arbeitetet an den übelsten Gewalttaten im Lande. Ärgerlich ist nur, dass Lanz ausgerechnet zu Beginn der Sendung einen Mord einer Frau ins Spiel bringt, wo FRAUEN DOCH IM PROMILLEBEREICH morden – also wirklich. Doch die gute Nachricht der Sendung ist die Erkenntnis für über eine Million Hörerinnen und Hörer bei Lanz/Precht: Dem Bösen, der Verletzung, der Grenzüberschreitung etc. gehen IMMER DEHUMANISIERUNGEN voraus – also Entmenschlichung durch Beschimpfung. Hier hatte laStaempfli die Assotiation zu Alfonso Pantisano, dem ersten Queer-Beauftragen in Berlin. Er nannte Frauen generell TERFS und beschimpft Journalistinnen als “Hündinnen”. Und er wurde trotzdem zu Berlins Queerbeauftragten ernannt. Stellen wir uns nur einmal vor: Ein Queerbeauftragter beschimpft eine Zeitschrift, ausschliesslich von schwarzen Menschen betrieben, nennen wir sie Omar, und der neu Beamte Flopisano hätte Mitarbeiter von Omar als TEBlacks und “leckende Katzen” beschimpft. Hätten ihn dann SPD und CDU ernannt? Nein. Offenbar geht Frauenbeschimpfung weil Frauen, Frauen sind.
Die Rohnerin bringt: Die GOLDENE SCHRUMPELGURKE DER WOCHE, diesmal für Focus Online: Nachdem die SZ eine Kolumne des syrischen Autors Mohamad Alkhalaf veröffenticht hat, in der er schildert, dass er sich an Eis schleckende Frauen in der Öffentlichkeit erst gewöhnen musste, diskutiert Focus Online allen Ernstes mit einem Juristen die Frage: “Wir durch Eis schleckende Frauen die Religionsfreiheit anderer verletzt?” “Die Podcastin” stellt erneut fest: Frauenrechte gelten auch im Deutschland des 21. Jahrhunderts als verhandelbar.
laStaempfli bringt Fabian Wolff als Struktur für Medienzirkus in Deutschland. Hintergrund: Fabian Wolff gehörte zu den beliebtesten Essayisten als Jude zu Judentum und Israel. Es stellt sich heraus: Alles Fake. Was lernen wir daraus: 1. Sprecherposition als Jude nur dann beliebt, wenn Judentum und Israel scharf kritisiert werden. 2. Wieviele Jüdinnen hat Fabian Wolffs Exklusivposition bei vielen linksliberalen Medien nicht nur verletzt, sondern verhindert? Zu denken, dass es grosse Essayistinnen gibt, die WIRKLICH was Kluges übers Jüdisch-Sein in Deutschland erzählen könnten und von einem Fabian Wolff quasi zu Schweigen gebracht wurden, weil Männer gerne Männer engagieren? 3. Sich per Sprechakt als Jude zu deklarieren und aus dieser Position heraus, antisemitische und antiisraelische Positionen einzunehmen, ist ein Skandal. Weshalb wird dann nicht diskutiert, dass Männer, die sich nur per Sprechakt (nicht Transsexuelle) zur Frau deklarieren und in dieser Sprecherinnenposition ausschliesslich Frauen beschimpfen, ebenfalls nicht nur ein Skandal, sondern übelste Diskriminierung ist? Die Rohnerin erinnert kurz an den aktuellen Stand in Sachen “sog. Selbstbestimmungsgesetz”: Das Bundesinnenministerium hat vor der Behandlung im Kabinett ein Veto eingelegt, da die Sicherheitsbehörden grundlegende Bedenken am geplanten Gesetz haben. Da sich der Gesetzesentwurf eben nicht nur an Transsexuelle richtet, sondern ALLEN einmal im Jahr die Möglichkeit eröffnen will, den Namen und den Geschlechtseintrag rückwirkend zu ändern, bietet es immenses Missbrauchspotential. Kriminelle könnten damit schlicht abtauchen. Und die Rohnerin stellt fest: Wäre es den zuständigen Ministerien tatsächlich jemals um betroffene Transsexuelle gegangen, sie hätten das bestehende Transsexuellengesetz längst schlank novellieren können. Aber um Betroffene ging es nie, sondern um die Abschaffung von Frauen durch Sprechakt. Das fällt der Ampel nun krachend auf die Füße. So wie geplant, wird das Gesetz nicht kommen.
Bild copyright von laStaempfli über ihr eigenes Barbie.
laStaempfli ärgert sich über Anthropozän, dieses neue Geo-Epochen-Gedöns von Männern, die einfach behaupten, der Mensch, also wörtlich der Mann, sei nun der Nabel der Welt und zerstöre die Welt. Ein informelles Männergremium hat es geschafft, wiederum Menschheitsgeschichte zu schreiben. Wikipedia meint: “Der Ausdruck Anthropozän (zu altgriechisch ἄνθρωπος ánthropos, deutsch ‚Mensch‘ und καινός kainós, deutsch ‚neu‘) entstand als Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Seitdem wird er auch unabhängig von der Geologie für das Konzept einer anthropogen überformten Erde in kulturellen Kontexten verwendet.” Andros ist der Mann, Mann als Masstab usw. #diepodcastin ist ja schon mitten in der Diskussion der Geschichtsvergessenheit, deshalb passt dies sehr gut: laStaempfli schlägt präziser “Technozän” vor und die Rohnerin “Plastikozän” oder “Plasticocene” – die Verwandlung der Lebewesen in Plastik.
Bild Anonymous artist, Sheel-na-gig, 2021 Ireland. Project Sheela, Dublin, Ireland aus dem Ausstellungskatalog “Feminine power – the divine to the demonic” vom Britischen Museum, verfremdet von laStaempfli.
Regula Stämpfli und Isabel Rohner nehmen das Thema “Disneyisierung / Prinzessisierung / Pinkisierung” von Mädchen durch ihre Erziehung vom letzten Mal nochmals auf und denken weiter. Die Podcastin kommt zum Schluss: “Die Prinzessisierung der Mädchen steht im krassen Gegensatz zur gleichzeitigen Pornografisierung der Jungs. Während Mädchen durch Filme, Bücher, Märchen eine sehr romantische Vorstellung von Liebe erlernen, in der sie als Prinzessinnen auf den Prinzen warten, der sie erlöst, lernen Jungs, dass Mädchen und Frauen verfügbare Sexobjekte sind, die mann nicht zu respektieren braucht. Die Romantisierung der Mädchen wird dabei von der Musikbranche im weiblichen Fankult kommerzialisiert – denken wir nur an die vielen Boygroups, die genau dieses Muster aufnehmen. Was passiert aber, wenn diese Vorstellungen “Sehnsucht nach dem Prinzen” und “Porno” aufeinandertreffen? Spoiler: Die Fascho-Porno-ästhetisierende Metal-Group Rammstein bietet grad Anschauungsunterricht dazu.
laStämpfli war am 30.6.2023 zu Gast im SWR-Nachtcafé. Und auch wenn weite Teile ihrer Beiträge dem Schnitt zum Opfer gefallen sind, steht sie in der Sendung für den Blick der Realität: Die sog. “Leihmutterschaft” ist nämlich in weiten Teilen Europas verboten und steht den UN-Richtlinien gegen Frauenhandel und Kinderhandel entgegen. Zur Leihmutterschaft hat laStaempfli 20 Thesen formuliert, die sie auf www.regulastaempfli.eu aufschalten wird. Hier nur soviel: “Sklaverei ist ein System, in dem Menschen andere Menschen auf Zeit besitzen, vermieten, vererben, verschenken und verkaufen können.” Und: Samen und Eizelle sind Informationen, sie SIND NICHT DAS BABY. Ein Kind entsteht in 40 Wochen, unter dem Herzen einer Frau getragen und von einer FRAU unter immer noch grossen Gefahren zur Welt gebracht. Die Mutter ist immer DIE FRAU, DIE DAS KIND GEBOREN HAT. laStaempfli hatte im Nachtcafé einen unglaublich schweren Stand; hat die Situation aber gut gemeistert.
Die Serie “The Idol” ist Sexismus, Pornografisierung des Alltags & Rückgängigmachen der MeToo-Erfahrung und Erfolge pur. Andrea Diener genial in der FAZ siehe
Weitere Links:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/143851/Genderdysphorie-England-schraenkt-Verordnung-von-Pubertaetsblockern-ein
Nachtcafé: “Kinder um jeden Preis” siehe https://www.ardmediathek.de/video/nachtcafe/kinder-um-jeden-preis/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE4ODIyMDA
Vortrag von laStaempfli vor dem französischen Parlament zur Leihmutterschaft (Das Parlament hat anschliessend die Leihmutterschaft wieder verboten) https://www.youtube.com/watch?v=0_rKLx9L424
Das Bild wurde von Regula Stämpfli in Baden-Baden entdeckt und stammt von Aizpiai.
Gleichzeitig haben Isabel Rohner und Regula Stämpfli die nächsten Woche mit ihren Büchern und Expertisen viele Auftritte: Und nochmals. Kalte Sophie ist DIE SOMMERLEKTÜRE – 100.000 fach kaufen, dringend!
“Frauen sollten nicht besser sein müssen als Männer, um als menschliche Wesen betrachtet zu werden.” Golda Meir (1898-1978), ehem. Ministerpräsidentin Israels
laStaempfli war in Reykjavík in der Symphonie und hat die erschütternd schöne, Barbara Hannigan erlebt. Die Ausnahmekünstlerin ist eine der weltbesten Sopranistinnen und eine der weltbesten DirigentInnen https://www.barbarahannigan.com/. Sie interpretiert grandios zeitgenössische und klassische Musik: Ihr Konzert letzte Woche in der isländischen Symphonie brillierte grad zu Beginn mit der zeitgenösssischen Inszenierung “I am not your Tale to be told “von der Golfam Khayam https://www.golfamkhayam.com/ Hannigans Konzert und die Uraufführung von Golfam Khayams Stück, auf französisch von Marjane Satrapi übersetzt, war Magie pur und erreichte alle Herzen der Menschen. Titelgeschichten über die zwei Frauen sind DRINGEND erwünscht. Und wenn laStaempfli und die Rohnerin schon dabei sind: Raphaela Gromes ist auch so eine umwerfende Künstlerin. Sie betritt wie Hannigan die Bühne und die Welt erstrahlt in Hoffnung, Lyrik und grosser Lebensfreude. Schmelz.
Appropos Island: laStaempfli empfiehlt wärmsten Anne Siegel: The Anne Siegel https://www.instagram.com/theannesiegel/?hl=de Folgt ihr auf Instagram und kauft https://www.annesiegel.org/product-page/wo-die-wilden-frauen-wohnen
Im Anschluss an laStaempflis Islandbericht zum gewachsenen Selbstbewusstsein punkto eigener Körperlichkeit diskutieren Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die grossen Wirkungen von Frauen- und Menschenbildern auf kleine Kinder, Mädchen, junge Frauen und ältere Frauen, denen bei den ersten Falten von FREUNDINNEN (ächz) Botox empfohlen wird. laStaempfli hat darüber einen philosophischen Artikel verfasst: Im Jahr 2005.https://www.emma.de/artikel/politisch-korrekt-die-scham-ist-vorbei-263718 Von der körperlichen Vielfalt in Island gehts zur Vereinheitlichung von Frauenkörpern in Deutschland und der Schweiz. Die Rohnerin berichtet, dass sie gleich mehrfach von Freundinnen erfahren hat – und sie selbst hat das auch schon erlebt -, dass Ihnen nahegelegt wurde, sich Falten wegspritzen zu lassen. Hält die Gesellschaft richtige Frauen nicht mehr aus? Hält sie echte Frauengesichter nicht mehr aus? Und was hat das alles potentiell auch mit Herkunft und materiellen Möglichkeiten zu tun? Die Podcastin im sprechenden Denken vom Feinsten.
Regula Stämpfli hat zur Recherche der NZZ eine Medienkritik verfasst, in welcher sie das zeitgenössische Storytelling im politischen Journalismus und das unkritische Hinterfragen der JournalistInnen als strukturell hervor hebt und erklärt: Hier der Link https://www.kleinreport.ch/news/fiktion-oder-biographie-stars-zeiten-codierter-narrative-102054/ Es geht um “Nicht fühlen, was ist, sondern sagen, was ist.” Bergs Fall erinnert daran, dass Sprechakte eben keine Wirklichkeit abbilden, sondern Stories, Erzählungen, Fiktionen bleiben. Der neuen Generation von Journalisten und Journalistinnen sollte dies wieder einmal erklärt werden: Wer meint, das Geschlecht, die Biologie sowie die eigene Identität sei nur eine von vielen möglichen Stories, meint wohl auch, die eigene Biographie völlig unabhängig von Wahrheit und Wirklichkeit erfinden zu können.”
Anknüpfend an letze Podcastin, in der Isabel Rohner und Regula Stämpfli darüber geredet haben, dass wenn alle Nazi schreien, der Nationalsozialismus, dessen Geschichte verharmlost wird; ein neuer Tweet von Jan Böhmermann, der von Gerd Buurmann hervorragend in strafrechtlichen Kontext gestellt wurde. Hier https://twitter.com/Buurmann/status/1671899398396059651
Anne Rabes neuer Roman „Die Möglichkeit von Glück“ kommt in die dritte Auflage und die Schriftstellerin transformiert gerade die alte Ostdebatte in eine neue, kritische und demokratisch förderliche Erzählung unserer gemeinsamen Geschichte. Grossartig und Gratulation an die Drehbuchautorin „Warten auf den Bus“ und Schriftstellerin. https://www.deutschlandfunk.de/alte-neue-ostdebatte-auf-ewig-ossis-und-wessis-dlf-3deccb41-100.html & https://www.ardaudiothek.de/episode/gespraeche/die-ddr-ihre-geschichte-und-die-folgen-endlich-richtig-erzaehlt/mdr-kultur/12707465/
laStaempfli meint: Auch die Kulturdebatte könnte aufgemischt werden durch den grossartigen Roman und Krimi von Isabel Rohner, Die Kalte Sophie. Es ist der Beitrag zur Stunde über Kulturkuchen und sexistische Enteignungen in Gegenwart und Vergangenheit.
Die “Frau der Woche” ist für Isabel Rohner Reem Alsalem – ein Name, den wir uns alle merken sollten: Reem Alsalem ist seit 2021 UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Am 22. Mai hat sie erneut eine bemerkenswerte und wichtige Stellungnahme veröffentlicht, die sich direkt an die Medien und Gesellschaften insb. im “Global North” richtet: “Allow women and girls to speak on sex, gender and gender identity without intimidation or fear: Lasst Mädchen und Frauen ohne Diskriminierung, Einschüchterung und Angst über Sex, Geschlecht und Geschlechtsidentität reden!” Dies sagt Dr. Reem Alsalem, die UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt, insbesondere Gewalt gegen Frauen und Kinder, hier mit Fokus Mädchen. «Der Strafverfolgung kommt eine entscheidende Rolle zu, wenn es darum geht, Zusammenkünfte von Frauen zu schützen und die Sicherheit und das Recht von Frauen auf Versammlungs- und Redefreiheit zu gewährleisten.» Frauen können diese Grundrechte nur ausüben, «ohne dass sie eingeschüchtert, genötigt oder effektiv zum Schweigen gebracht werden». laStaempfli hat dies grad wieder selber auf Twitter erlebt und weiss, wie hart es ist, durchzuhalten. Mädchen und Frauen als «Nazis», «Genozid-Propagandistinnen», als «Extremistinnen» zu brandmarken sind Instrumente, um Frauen massiv einzuschüchtern und sie davon abzuhalten, ihre Ansichten zu äussern. «Solche Taten beeinträchtigen die würdevolle Teilhabe von Frauen und Mädchen an der Gesellschaft erheblich.» Fazit #diepodcastin: Klare Worte aus der UNO, klare Worte einer studierten Politologin, klare Worte zu den Menschenrechten, die auch für Mädchen und Frauen gelten, an die Adresse der westlichen Demokratien, Medien und Kulturinstitutionen.
Weder SRF, ARD, ZDF oder ORF berichteten bis zum Redaktionsschluss über den Aufruf der UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem. Weil es sie wohl selber betrifft?
Diskussion zu Biopolitik/Körperpolitik als politischen Protest und mediale Öffentlichkeit: Diskussion von Isabel Rohner und Regula Stämpfli zu Mahlagha Jaberi Protest gegen Hinrichtungen im Iran.
Diskussion von Isabel Rohner und Regula Stämpfli zu Mahlagha Jaberi Protest gegen Hinrichtungen im Iran.
Zum Schluss teasert laStaempfli noch die Neudefinition zu Gender mit einer neuen politphilosophischen Theorie an: Digi-Genderism.
Bild der heutigen Folge von Isabel Rohner, Porto, 2023.
Noch mehr Links
https://www.ohchr.org/en/press-releases/2023/05/allow-women-and-girls-speak-sex-gender-and-gender-identity-without
https://www.kleinreport.ch/news/lasst-madchen-und-frauen-ohne-diskriminierung-einschuchterung-und-angst-uber-sex-geschlecht-und-geschlechtsidentitat-reden-101889/
Sie hat es wieder getan: Die grosse Rohnerin präsentiert ihren fünften Band der genialen Reihe “feministische Krimis”. Es geht auch bei der “Kalte Sophie” um alles: Poesie, Wortwitz, Schalk, Frauen, Männer, Kunstbetrieb, Frauengeschichte, Weltstories, Kanon. Die Rohnerin schafft die süffigsten Dialoge, bietet feministischen Kanon, bildet weiter und schreibt extrem spannend. Isabel Rohner gelingen Sex,Crime, Feminism und Art auf ganz eigene Art und Weise.
laStaempfli ist ein bisschen neidisch und hundertfünfzig Prozent dankbar dafür, dass sie mit Isabel Rohner nicht nur eine der inspirierendsten Gesprächspartnerinnen hat, sondern dass #diepodcastin mit einer literarisch großen Schriftstellerin gemacht wird.
“Kalte Sophie” ist nicht nur der Name der fünften Eisheiligen – es ist auch der Titel des neuen Romans von Isabel Rohner, erschienen im Ulrike Helmer Verlag. Nach “Schöner morden” (wenn Literatur plötzlich real wird – und umgekehrt), “Taugenixen” (wie sähe ein Agatha Christie-Roman heute aus?) , “Gretchens Rache” (über Frauen im Theaterbetrieb) und “Schwarze Petra” (über Klischees am Theater) geht es in “Kalte Sophie” um Hate Speech – und zwar heute und vor 200 Jahren.
Der Roman entlarvt dabei gewohnt humoristisch die patriarchalen Abgründe von Kunstwelt und Wissenschaft. Ähnlichkeiten mit realen Personen und Begebenheiten sind dabei wahrscheinlich, völlig zufällig…
Teaser:
Seit ihrem letzten TV-Auftritt, bei dem sie ein T-Shirt mit der Aufschrift “WOMAN” getragen hat, hat die Krimiautorin Linn Kegel einen Shitstorm am Hals. Ihr Verleger tobt, das Handy klingelt in einer Tour – da kommt der Vorschlag von Freundin Bettina Heidenreich gerade recht, sich nach Osnabrück zur Galerieeröffnung einer Tante zu retten. Diese will nach drei durch den Tod der Ehemänner beendeten Ehen nun endlich beruflich durchstarten – und zwar mit einem kunsthistorischen Coup: Bei ihrer Vernissage will sie das Gemälde “Kalte Sophie” des berühmten Malers Ferdinand Bramsche zeigen, dass über 200 Jahre lang als verschollen galt. Als jedoch bei der Vernissage zuerst das Gemälde und dann auch noch eine Kunsthistorikerin spurlos verschwinden, wittert Linn Kegel nichts Gutes und nimmt die Verfolgung auf. Doch die Boulevardpresse ist ihr auf den Fersen und auch die Männerbewegung der Incels (“Involuntary Celibates”) treibt ihr Unwesen…
So: Ihr Hunderttausenden von Followerinnen. Kauft das Buch und spread the word!
Termine (genauere Angaben bei www.isabelrohner.com):
– 5. Juli 2023: Isabel Rohner liest in der Buchhandlung Otherland in Berlin-Kreuzberg (in Kooperation mit der Krimibuchhandlung Hammett und zusammen mit Moderatorin Julia Kropf)
– 28. Oktober 2023: Isabel Rohner liest bei “Wir in Atter” in Osnabrück
Links:
– https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-kalte-sophie/#cc-m-product-14703252432
“Politisches Engagement” lautet diesmal das Thema von “Die Podcastin im Gespräch”. Wir freuen uns sehr, die Youtuberin und Frauenrechtsaktivistin Donna Krasniqi zu Gast zu haben.
“DIE PODCASTIN über Engagement. Isabel Rohner im Gespräch mit Donna Krasniqi”. Hier ist Donna im Hyde Park Corner in London.
Im Netz ist Donna Krasniqi als “Donnasdottir” bekannt. Viele kennen und schätzen ihren Youtube-Kanal, auf dem sie Themen mit Gästen bespricht und in den Mittelpunkt rückt, die medial viel zu wenig Raum bekommen:
– Kritik an Leihmutterschaft
– Kritik an Prostitution
– Kritik an sogenannten “Selbstbestimmungsgesetzen”, die drohen, zu lasten von Frauen- und Kinderrechten zu gehen
Im Gespräch mit Isabel Rohner erzählt sie, warum sie sich schon als Kind und Jugendliche für die Rechte von Mädchen und Frauen eingesetzt hat. Wie es dazu gekommen ist, dass sie ihren Youtube-Kanal gestartet hat und welche Rolle dabei ihre Mutterschaft spielte. Sie erzählt von der internationalen Frauenbewegung, die sich rund um die sog. “Selbstbestimmungsrechte” gebildet hat – und von der weltweiten Initiative #LetWomenSpeak. Am Tag des Gesprächs kam sie gerade aus London zurück, wo sie im Hyde Park für #LetWomenSpeak gesprochen hat. Und: Donna gibt unseren Hörerinnen und Hörern konkrete Tipps, wie sie sich engagieren können.
Folgt Donna Krasniqi auf Twitter, Instagram und Youtube! Ihr findet sie jeweils unter Donnasdottir! Übrigens war Isabel Rohner auch schon Donnas Gast bei Youtube. Link unten.
Links:
– Donnasdottir auf Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCR7Zx-d-Djb-bRYmv10Up8Q
– Isabel Rohner zu Gast bei Donna Krasniqi: https://www.youtube.com/watch?v=dRInWdcO8cU
Es gibt einen Talk mit Isabel Rohner auf YouTube mit Donnasdottir https://www.youtube.com/watch?v=dRInWdcO8cU
“Für nichts wird soviel Reklame gemacht wie für Männer.” (Luise F. Pusch)
laStaempfli ist hin und weg von “Simone Veil – le voyage du siècle”, Ein Leben für Europa. Dies sollte DER Film für alle Schulen werden.Hier der Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-m7H6CzFF8I
Am 12, Mai war die Verleihung des Deutschen Filmpreises, Lola und laStaempfli ärgert sich, dass der beste Film “Holy Spider” zwar viel nominiert, aber letztlich nur die bronzene Lola für den besten Film gekriegt hat während “Das Lehrerzimmer” und “Im Westen nichts Neues” als typisch DEUTSCHE FILME alles abgeräumt haben. Hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=9z3yGHCrYho
dDas “typisch deutsch” bringt laStaempfli dazu, zu erinnern, dass NICHT DIE DEUTSCHEN VON DEN ALLIIERTEN BEFREIT WURDEN, sondern Europa von den Deutschen und ihrem nationalsozialistischen Regime befreit wurden. Diese Neuerzählung, die laStaempfli überall auch im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg hört, zuletzt am 11. Mai von Svenja Flasspöhler, ist nationaler Geschichtsrevisionismus. Deshalb ist die Generation Boomer Deutschland so versessen darauf, pazifistisch zu bleiben, weil sie ja schliesslich sich selbst durch die “Gnade der Spätgeborenen” sich quasi selber befreit haben. Siehe dazu auch Text von laStaempfli zur Geschichte bei Hannah Arendt.
Der Gänsehautmoment bei dem deutschen Filmpreis war aber Jasmin Shakeiri siehe Tweet Ausschnitt: https://twitter.com/daniela_sepehri/status/1657107987675111425?s=20
laStaempfli freut sich auch riesig über die Lola für den besten Dokumentarfilm: Elfriede Jelinek: Die Sprache von der Leine lassen. Herausragender Frauen-Literaturfilm.
Dann: Femmes von Raphaela Gromes, Booklet von Susanne Wosnitzka KAUFEN, es ist himmlisch inspirierend schön.
– Eure Stimme für “Die Podcastin”: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin-der-feministische-wochenrueckblick/
Das Bild ist von Tree of Life von Mariann Johansen-Ellis.
#diepodcastin der vergangenheit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli in einer alten Episode über den Skandal “Die Anstalt” mit gepfefferter #HannahArendtLectures. Das sprechende Denken von Isabel Rohner und Regula Stämpfli begann ab der ersten Folge der #diepodcastin. Diese Folge stammt vom 20. August 2020. Schon lange nicht mehr gehört, aber immer noch bedenkenswert.
Die Rohnerin war ja an einem Anlass bei der Leipziger Buchmesse : #diepodcastin Hälfte Regula Stämpfli gratuliert ihr und freut sich schon auf den nächsten genialen Krimi der Rohnerin.
Hier für alle zum Schnelllesen punkto Daten, Postmoderne & Hannah Arendt von Regula Stämpfli
Literatur zur postmodernen Beliebigkeit: Regula Stämpfli, https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf
& den Europaartikel von Regula Stämpfli: https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf
Und zu Daten & Postkolonialismus: “Kill All Normies” von Angela Nagle.
*****
Hier Originaltext der Sendung vom 20. August 2020.
Rohnerin & laStaempfli über “Die Anstalt” & den Sturz von Arendt
Kokutekeleza Musebeni, Maike Kühl, Simon Pearce und Philip Simon werfen in “Die Anstalt” einen Blick das aktuelle Thema Rassismus, sprich Black Lives Matter. Ausgerechnet zwei jüdisch-deutsche Emigranten*innen müssen in der Sendung vom Sockel gestossen werden: Darunter unglaublicherweise Hannah Arendt, von der selbst “Die Anstalt” im Faktencheck festhält, sie hätte klipp und klar festgehalten: „Es gibt keine Rechtfertigung des Rassewahnes, weder eine theoretische noch eine politische.”
Weshalb kommt es zu dieser unglaublich antisemitischen Fehleinschätzung? Aus vielen Gründen, u.a. weil die Linke seit der Publikation der Totalitarismus-Studie Hannah Arendts strukturelle Entlarvung kommunistischer Systeme als totalitär aus der Welt schaffen will und u.a. auch, weil es keine weibliche Philosophin im Kanon politischer Philosophen geben darf. Hinzu kommt die Verbindung mit antisemitischen Strömungen innerhalb des BLM-Movement und auch einigen Kreisen rund um Gender-Theorie.
laStaempfli erklärt – viel zu kurz – im Gespräch mit der Rohnerin, was es denn mit den Skandalen rund um die grösste politische Philosophin des 20. Jahrhunderts auf sich hat.
POSTSKRIPTUM: LASTAEMPFLI WEIST ERNEUT DARAUF HIN, DASS ES INNERHALB DER LINKEN NIE EINE ENTSTALINISIERUNG, ENTGHMERISIERUNG, ENTMAOISIERUNG gegeben hat und dies mit dafür verantwortlich ist, dass die politische Urteilskraft fehlt und im deutschen Diskurs gerne “Das Böse”, nämlich die Indifferenz, die Banalität und die Beliebigkeit bedient werden.
Links: https://www.youtube.com/watch?v=I1HkQ1h2bKo Mit Hannah Arendt durch den Alltag von Regula Stämpfli
Die Anstalt: https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-14-juli-2020-100.html und Faktencheck unter demselben Link.
Literatur: Regula Stämpfli, Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt. Zürich 2018.
Bild siehe WikiCommons Hannah_Arendt_1924 WikipediaCommons, Urheberrecht expired für die Folge: #diepodcastin der vergangenheit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Hannah_Arendt_1924.jpg
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