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  • #diepodcastin über BarbieTheMovie: Isabel Rohner über einen Film, den sie gesehen hat & Regula Stämpfli nicht, Focusonline-Gurke, Fabian Wolff, Lanz-Precht-Podcast, Dehumanisierung bei Pantisano.

    #diepodcastin über BarbieTheMovie: Isabel Rohner über einen Film, den sie gesehen hat & Regula Stämpfli nicht, Focusonline-Gurke, Fabian Wolff, Lanz-Precht-Podcast, Dehumanisierung bei Pantisano.

     

    “Die Frauen von heute sind die Gedanken ihrer Mütter und Großmütter. (…) Millionen von Frauen, die längst tot sind, sprechen heute durch uns.” Matilda Joslyn Gage (1826-1898)
    Die Rohnerin beginnt mal wieder mit einem Zitat einer der Riesinnen, auf deren Schultern wir stehen. Nach Matilda Joslyn Gage – feministische Publizistin, Herausgeberin, Abolitionistin – wurde übrigens von der Wissenschaftshistorikerin Margaret Rossiter 1993 der “Matilda-Effekt” benannt: die systematische Ausblendung, Verleumdung und Ignorierung wissenschaftlicher Leistungen von Frauen. Die Rohnerin & laStaempfli sind ab der ersten Minute sprechend denkend voll in Form und diskutieren das Zitat über Fortschritt, die Freiheit, frei zu sein, Millenials und Zoomers und deren Desillusionierung. 

    Dann bringt als good News laStaempfli den Lanz-Precht-Podcast mit einer ersten Frau: die Forensikerin Nahla Saihmeh. Sie arbeitetet an den übelsten Gewalttaten im Lande. Ärgerlich ist nur, dass Lanz ausgerechnet zu Beginn der Sendung einen Mord einer Frau ins Spiel bringt, wo FRAUEN DOCH IM PROMILLEBEREICH morden – also wirklich. Doch die gute Nachricht der Sendung ist die Erkenntnis für über eine Million Hörerinnen und Hörer bei Lanz/Precht: Dem Bösen, der Verletzung, der Grenzüberschreitung etc. gehen IMMER DEHUMANISIERUNGEN voraus – also Entmenschlichung durch Beschimpfung. Hier hatte laStaempfli die Assotiation zu Alfonso Pantisano, dem ersten Queer-Beauftragen in Berlin. Er nannte Frauen generell TERFS und beschimpft Journalistinnen als “Hündinnen”. Und er wurde trotzdem zu Berlins Queerbeauftragten ernannt. Stellen wir uns nur einmal vor: Ein Queerbeauftragter beschimpft eine Zeitschrift, ausschliesslich von schwarzen Menschen betrieben, nennen wir sie Omar, und der neu Beamte Flopisano hätte Mitarbeiter von Omar als TEBlacks und “leckende Katzen” beschimpft. Hätten ihn dann SPD und CDU ernannt? Nein. Offenbar geht Frauenbeschimpfung weil Frauen, Frauen sind.

    Die Rohnerin bringt: Die GOLDENE SCHRUMPELGURKE DER WOCHE,  diesmal für Focus Online: Nachdem die SZ eine Kolumne des syrischen Autors Mohamad Alkhalaf veröffenticht hat, in der er schildert, dass er sich an Eis schleckende Frauen in der Öffentlichkeit erst gewöhnen musste, diskutiert Focus Online allen Ernstes mit einem Juristen die Frage: “Wir durch Eis schleckende Frauen die Religionsfreiheit anderer verletzt?” “Die Podcastin” stellt erneut fest: Frauenrechte gelten auch im Deutschland des 21. Jahrhunderts als verhandelbar. 

    laStaempfli bringt Fabian Wolff als Struktur für Medienzirkus in Deutschland. Hintergrund: Fabian Wolff gehörte zu den beliebtesten Essayisten als Jude zu Judentum und Israel. Es stellt sich heraus: Alles Fake. Was lernen wir daraus:  1. Sprecherposition als Jude nur dann beliebt, wenn Judentum und Israel scharf kritisiert werden. 2. Wieviele Jüdinnen hat Fabian Wolffs Exklusivposition bei vielen linksliberalen Medien nicht nur verletzt, sondern verhindert? Zu denken, dass es grosse Essayistinnen gibt, die WIRKLICH was Kluges übers Jüdisch-Sein in Deutschland erzählen könnten und von einem Fabian Wolff quasi zu Schweigen gebracht wurden, weil Männer gerne Männer engagieren? 3. Sich per Sprechakt als Jude zu deklarieren und aus dieser Position heraus, antisemitische und antiisraelische Positionen einzunehmen, ist ein Skandal. Weshalb wird dann nicht diskutiert, dass Männer, die sich nur per Sprechakt (nicht Transsexuelle) zur Frau deklarieren und in dieser Sprecherinnenposition ausschliesslich Frauen beschimpfen, ebenfalls nicht nur ein Skandal, sondern übelste Diskriminierung ist? Die Rohnerin erinnert kurz an den aktuellen Stand in Sachen “sog. Selbstbestimmungsgesetz”: Das Bundesinnenministerium hat vor der Behandlung im Kabinett ein Veto eingelegt, da die Sicherheitsbehörden grundlegende Bedenken am geplanten Gesetz haben. Da sich der Gesetzesentwurf eben nicht nur an Transsexuelle richtet, sondern ALLEN einmal im Jahr die Möglichkeit eröffnen will, den Namen und den Geschlechtseintrag rückwirkend zu ändern, bietet es immenses Missbrauchspotential. Kriminelle könnten damit schlicht abtauchen. Und die Rohnerin stellt fest: Wäre es den zuständigen Ministerien tatsächlich jemals um betroffene Transsexuelle gegangen, sie hätten das bestehende Transsexuellengesetz längst schlank novellieren können. Aber um Betroffene ging es nie, sondern um die Abschaffung von Frauen durch Sprechakt. Das fällt der Ampel nun krachend auf die Füße. So wie geplant, wird das Gesetz nicht kommen.

    BARBIE
    laStaempfli hat den Film nicht gesehen, ist aber klar: Menschen sind in der Lage, Ereignisse, Taten, Filme, Bücher etc. zu beurteilen, ohne dass sie es erlebt haben müssen: laStaempfli wird aber den Film sicher auch noch sehen. Sie nimmt hier die theoretische Position ein: “Barbie ist die schändlichste Figur, aus dem Post-Nazideutschland getrimmte Puppe, eine Männerfantasie von einer Frau in die USA transportiert, um kleine Mädchen als Sexobjekte, dumme Blondinen und dienende Muttchen, die immer perfekt aussehen müssen, zu trimmen. Barbie dekonstruiert das Patriarchat nicht, es re-installiert es für die Firma Mattel; eine Firma, bei der bei den Herstellungsbedingungen der Puppen und Accessoires nie nachgefragt wird. Zudem fehlen positive Männerbilder, kurzum : Barbie ist ein Plastik-Nostalgiestück, gut gehört im Kapitalozän, die Macht der ikonischen Bilder verstärkend, Horror als Bild, als Fantasie und als Realität in den Kinderstuben. Es folgt zudem ein kleiner Exkurs über Mutter- und Männerrollen.
    Auch die Rohnerin sieht in der Puppe Barbie ein schädliches Konditionierungsinstrument für Mädchen – im Gegensatz zu LaStämpfli hat sie sich den Film von Regisseurin und Drehbuchautorin Greta Gerwig jedoch angesehen und ist davon sehr angetan: Der Film ist ein kluger, satirischer, feministischer Film, der am Beispiel von Barbie gesellschaftliche Machtstrukturen reflektiert und Frauen in ihrer Vielfalt (!) und gegenseitigen Solidarität (!) feiert. In dem Film geht es nicht um Männer, es geht um Frauen. Es geht noch nicht einmal um den männlichen Blick. Es geht um Frauen. Damit zeigt ausgerechnet “Barbie”, was in der Filmindustrie bislang fehlte: Frauen. Frauen, die sich um Frauen kümmern. Frauen, die mit Frauen sprechen. Frauen, die gemeinsam die Welt reflektieren und neu entwerfen.
    Macht Mattel damit Kohle? JA! Ist Barbie ein feministischer Film? JA! Wird also mit Feminismus Geld gemacht? In diesem Fall JA! Soll man daraus ableiten, dass man lieber keine feministischen Filme machen sollte und lieber weiterhin All-Male-Filme, die überhaupt kein Problem damit haben, Geld zu schäffeln? OH PLEASE NO!
    Und last but not least: Den Bechdel-Test besteht Barbie.
    Links:
    – Focus Online hat die Goldene Schrumpelgurke verdient: https://www.focus.de/experts/experte-erklaert-wird-durch-eis-schleckende-frauen-die-religionsfreiheit-anderer-verletzt_id_199906699.html
    Regula Stämpfli über Fabian Wolff: https://www.kleinreport.ch/news/neuer-falscher-skandal-der-deutschen-presse-nicht-jude-fabian-wolff-hat-sein-coming-out-102284/
    Die Forensikerin Nahlah Saimeh bei Lanz-Precht-Podcast zum nachhören: https://lanz-precht.podigee.io/#latest-episode-player
    Barbie-Trailer, von dem auch das Bild stammt, verfremdet von laStaempfli: https://www.youtube.com/watch?v=MDyQjSOPewE

    Bild copyright von laStaempfli über ihr eigenes Barbie.

    56 min
  • #diepodcastin ueber den Ursprung der Welt: Isabel Rohner & Regula Staempfli zu Heide Simonis, Liv Strömquist, Plasticozän statt Anthropozän & Deleila Piasko.

    #diepodcastin ueber den Ursprung der Welt: Isabel Rohner & Regula Staempfli zu Heide Simonis, Liv Strömquist, Plasticozän statt Anthropozän & Deleila Piasko.
    “Eine Frau wird immer erst ins Amt gehoben, wenn es zuvor einen Mann kräftig aus der Kurve getragen hat.” Isabel Rohner erinnert zu Beginn an das Leben der ersten Ministerpräsidentin in Deutschland, Heide Simonis, die am 12. Juli 2023 mit 80 Jahren gestorben ist. Von 1993-2005 führte sie die Landesregierung in Schleswig-Holstein an.
    Es folgt eine Diskussion über die Verdinglichung der Welt am Beispiel des Zitates, über den Ausschluss von Frauen als Kollektiv und den Zusammenhang mit Individuum: Sprechendes Denken vom Feinsten mal wieder bei Isabel Rohner & Regula Stämpfli.
    Geschichtsvergessen berichtet mal wieder der Tagesspiegel “Gen Z legt den BH ab” (14.7.2023) – kein Wort zu den BH-Verbrennungen in den 1960er und 1970er Jahren, kein Wort zur jahrhundertelangen Geschichte der Frauenkörpereinengung. Nein, der Tagesspiegel tut so, als würde die Geschichte erst im Juli 2023 beginnen. Schwach.
    Die Rohnerin nimmt dies zum Anlass, auf die Graphic Novel von Liv Strömquist “Der Ursprung der Welt” von 2017 hinzuweisen: in einer bunten Collage zwischen Text und Zeichnungen nimmt sie die Leserinnen und Leser mit in die Geschichte der Vulva, von ihrer Tabusierung bis zur Emanzipation, von Kirchengeschichte bis Hexenprozesse, von Sklavendiskursen bis zu Marketing-Sprech. Dabei wird übrigens auch thematisiert, dass die heutigen Debatten um eine Neuinterpretierung der Geschichte (alle wichtigen Frauen müssen ja irgendwie doch Männer gewesen sein…!!?!!) alter Quark ist: Der Forscher Elis Essen-Möller (1870-1956) war schon zur Jahrhundertwende der bekloppten Meinung, Königin Christina von Schweden (17. Jahrhundert) könne ja keine Frau gewesen sein – sie habe sich ja nie für Heirat, Kinder und Mode interessiert! Diese zutiefst sexistische “Expertenmeinung” führte übrigens 1965 sogar zur Exhumierung von Königin Christinas Überresten. Und, oh Wunder: ihr Skelett war eindeutig WEIBLICH!

    laStaempfli ärgert sich über Anthropozän, dieses neue Geo-Epochen-Gedöns von Männern, die einfach behaupten, der Mensch, also wörtlich der Mann, sei nun der Nabel der Welt und zerstöre die Welt. Ein informelles Männergremium hat es geschafft, wiederum Menschheitsgeschichte zu schreiben. Wikipedia meint: “Der Ausdruck Anthropozän (zu altgriechisch ἄνθρωπος ánthropos, deutsch ‚Mensch‘ und καινός kainós, deutsch ‚neu‘) entstand als Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist. Seitdem wird er auch unabhängig von der Geologie für das Konzept einer anthropogen überformten Erde in kulturellen Kontexten verwendet.” Andros ist der Mann, Mann als Masstab usw. #diepodcastin ist ja schon mitten in der Diskussion der Geschichtsvergessenheit, deshalb passt dies sehr gut: laStaempfli schlägt präziser “Technozän” vor und die Rohnerin “Plastikozän” oder “Plasticocene” – die Verwandlung der Lebewesen in Plastik.

    Die Entdeckung der Woche ist für Isabel Rohner die Schweizer Schauspielerin Deleila Piasko: Vielen schon in ihrer Rolle als “Lisa Fittko” in der Netflix-Serie “Transatlantic” bekannt, hat sie jetzt in der ZDF-Serie “Der Schatten” die Hauptrolle bekommen. Und sie ist sensationell! “Der Schatten” erzählt die Geschichte einer Journalistin, der von einer Bettlerin prophezeiht wird, dass sie an einem bestimmten Tag einen Mann umbringen wird. Einen Mann, den die Journalistin zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal kennt – doch von dem Moment an geschehen immer mehr seltsame Dinge. Eine Serie über die Schatten der Vergangenheit und die Schatten eigener Wahrnehmung. Die Serie basiert übrigens auf dem Buch von Melanie Raabe, wurde von Stefanie Veith fürs TV adaptiert, und Regie führte Nina Vukovic.
    Zum Schluss hat die Rohnerin noch eine ganz persönliche gute Nachricht: Am 5. Juli fand nämlich ihre Berlin-Premiere mit “Kalte Sophie” statt – und war ein rundum beglückendes Ereignis. Fast die Hälfte des Publikums waren “Die Podcastin”-Hörerinnen und Hörer.
    Links:
    – Interview von 2004 mit der damaligen Ministerpräsidentin Heide Simonis: https://www.emma.de/artikel/heide-simonis-ich-bin-ein-frauenpolitischer-blindgaenger-264120
    – “Der Schatten” in der ZDF-Mediathek: https://www.zdf.de/serien/der-schatten
    – “Kalte Sophie” bestellen: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-kalte-sophie/
    -laStaempfli hat über Siegerjournalismus geschrieben: https://www.ensuite.ch/1440909-2/
    -laStaempfli hat über Sall Grover geschrieben & darüber weshalb uns ein kommendes Urteil aus Australien interessieren muss: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2023/07/WEW_26_024_GROVER.pdf

    Bild Anonymous artist, Sheel-na-gig, 2021 Ireland. Project Sheela, Dublin, Ireland aus dem Ausstellungskatalog “Feminine power – the divine to the demonic” vom Britischen Museum, verfremdet von laStaempfli.

     

     

    54 min
  • #diepodcastin mit PrinzessPornokritik: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit neuer feministischer Theorie, dann "The Idol" als Sexismus pur, England verbietet Pubertätsblocker für junge Menschen und sog. "Leihmutterschaft" im Nachtcafé ARD Mediathek.

    #diepodcastin mit PrinzessPornokritik: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit neuer feministischer Theorie, dann “The Idol” als Sexismus pur, Medienkritik FUNK, England verbietet Pubertätsblocker für junge Menschen und sog. “Leihmutterschaft” im Nachtcafé ARD Mediathek.

    “Die Werbung, die Medien, der Film, alle bieten den Körper der Frau als Ware an, die der Mann kaufen oder mit Gewalt nehmen kann. (…) Man kauft nicht nur das Auto, man kauft den Frauenkörper.” Dacia Maraini, italienische Schriftstellerin
     Good News aus England: Pubertätsblocker gegen Genderdysphorie verboten. Endlich. Nach einem jahrzehntelangen Kampf endlich Erfolge in der irreversiblen Umwandlung von jungen Menschen:“In England dürfen Pubertätsblocker, die die sexuelle Reifung von Jungen und Mädchen vorüberge­hend stoppen, nur noch im Rahmen von klinischen Studien verordnet werden. Dies hat der National Health Service (NHS) des Landes beschlossen. Den betroffenen Patienten mit Genderdysphorie wird primär zu einer psychologischen Behandlung geraten. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die sich in ihrem biologischen Geschlecht nicht zuhause fühlen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.” Quelle: Das deutsche Ärzteblatt. & erstaunlich, dass DARÜBER SRF, ARD, ZDF, ORF NICHT BREITFLÄCHIG INFORMIEREN. 
    Die Goldene Schrumpelgurke geht diese Woche an “funk”, das Jugendangebot von ARD und ZDF, das in der Bewerbung seines Betrags über “rechte Politik” wirklich alles in den Topf warf, was nicht bei 3 auf den Bäumen war: FDP, CDU, CSU und der vom Verfassungsschutz (!) als “Rechtsextremist” eingestufte Björn Höcke – alle gleichermaßen “rechts”. Ganz offensichtlich hat die zuständige Redaktion genau die politische Grundbildung selber dringend nötig, für die der öffentlich rechtliche Rundfunk doch eigentlich Millarden zur Verfügung hat…

    Regula Stämpfli und Isabel Rohner nehmen das Thema “Disneyisierung / Prinzessisierung / Pinkisierung” von Mädchen durch ihre Erziehung vom letzten Mal nochmals auf und denken weiter. Die Podcastin kommt zum Schluss: “Die Prinzessisierung der Mädchen steht im krassen Gegensatz zur gleichzeitigen Pornografisierung der Jungs. Während Mädchen durch Filme, Bücher, Märchen eine sehr romantische Vorstellung von Liebe erlernen, in der sie als Prinzessinnen auf den Prinzen warten, der sie erlöst, lernen Jungs, dass Mädchen und Frauen verfügbare Sexobjekte sind, die mann nicht zu respektieren braucht. Die Romantisierung der Mädchen wird dabei von der Musikbranche im weiblichen Fankult kommerzialisiert – denken wir nur an die vielen Boygroups, die genau dieses Muster aufnehmen. Was passiert aber, wenn diese Vorstellungen “Sehnsucht nach dem Prinzen” und “Porno” aufeinandertreffen? Spoiler: Die Fascho-Porno-ästhetisierende Metal-Group Rammstein bietet grad Anschauungsunterricht dazu.

    laStämpfli war am 30.6.2023 zu Gast im SWR-Nachtcafé. Und auch wenn weite Teile ihrer Beiträge dem Schnitt zum Opfer gefallen sind, steht sie in der Sendung für den Blick der Realität: Die sog. “Leihmutterschaft” ist nämlich in weiten Teilen Europas verboten und steht den UN-Richtlinien gegen Frauenhandel und Kinderhandel entgegen. Zur Leihmutterschaft hat laStaempfli 20 Thesen formuliert, die sie auf www.regulastaempfli.eu aufschalten wird. Hier nur soviel: “Sklaverei ist ein System, in dem Menschen andere Menschen auf Zeit besitzen, vermieten, vererben, verschenken und verkaufen können.” Und: Samen und Eizelle sind Informationen, sie SIND NICHT DAS BABY. Ein Kind entsteht in 40 Wochen, unter dem Herzen einer Frau getragen und von einer FRAU unter immer noch grossen Gefahren zur Welt gebracht. Die Mutter ist immer DIE FRAU, DIE DAS KIND GEBOREN HAT. laStaempfli hatte im Nachtcafé einen unglaublich schweren Stand; hat die Situation aber gut gemeistert.

    Die Serie “The Idol” ist Sexismus, Pornografisierung des Alltags & Rückgängigmachen der MeToo-Erfahrung und Erfolge pur. Andrea Diener genial in der FAZ siehe

    Weitere Links:

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/143851/Genderdysphorie-England-schraenkt-Verordnung-von-Pubertaetsblockern-ein

    Nachtcafé: “Kinder um jeden Preis” siehe https://www.ardmediathek.de/video/nachtcafe/kinder-um-jeden-preis/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE4ODIyMDA

    Vortrag von laStaempfli vor dem französischen Parlament zur Leihmutterschaft (Das Parlament hat anschliessend die Leihmutterschaft wieder verboten) https://www.youtube.com/watch?v=0_rKLx9L424

    Das Bild wurde von Regula Stämpfli in Baden-Baden entdeckt und stammt von Aizpiai.

    1 hr 3 min
  • #diepodcastin mit Körpergefühl: Isabel Rohner & Regula Stämpfli on Island, Barbara Hannigan im sprechenden Denken zu "Gewalt an Frauen" - darunter Rap, Rammstein & Botox.

    #diepodcastin mit Körpergefühl: Isabel Rohner & Regula Stämpfli on Island, Barbara Hannigan im sprechenden Denken zu “Gewalt an Frauen” – darunter Rap, Rammstein & Botox

    Gleichzeitig haben Isabel Rohner und Regula Stämpfli die nächsten Woche mit ihren Büchern und Expertisen viele Auftritte: Und nochmals. Kalte Sophie ist DIE SOMMERLEKTÜRE – 100.000 fach kaufen, dringend!

    “Frauen sollten nicht besser sein müssen als Männer, um als menschliche Wesen betrachtet zu werden.” Golda Meir (1898-1978), ehem. Ministerpräsidentin Israels

    laStaempfli war in Reykjavík in der Symphonie und hat die erschütternd schöne, Barbara Hannigan erlebt. Die Ausnahmekünstlerin ist eine der weltbesten Sopranistinnen und eine der weltbesten DirigentInnen https://www.barbarahannigan.com/. Sie interpretiert grandios zeitgenössische und klassische Musik: Ihr Konzert letzte Woche in der isländischen Symphonie brillierte grad zu Beginn mit der zeitgenösssischen Inszenierung “I am not your Tale to be told “von der Golfam Khayam https://www.golfamkhayam.com/ Hannigans Konzert und die Uraufführung von Golfam Khayams Stück, auf französisch von Marjane Satrapi übersetzt, war Magie pur und erreichte alle Herzen der Menschen. Titelgeschichten über die zwei Frauen sind DRINGEND erwünscht. Und wenn laStaempfli und die Rohnerin schon dabei sind: Raphaela Gromes ist auch so eine umwerfende Künstlerin. Sie betritt wie Hannigan die Bühne und die Welt erstrahlt in Hoffnung, Lyrik und grosser Lebensfreude. Schmelz.

    Appropos Island: laStaempfli empfiehlt wärmsten Anne Siegel: The Anne Siegel https://www.instagram.com/theannesiegel/?hl=de Folgt ihr auf Instagram und kauft https://www.annesiegel.org/product-page/wo-die-wilden-frauen-wohnen

    Im Anschluss an laStaempflis Islandbericht zum gewachsenen Selbstbewusstsein punkto eigener Körperlichkeit diskutieren Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die grossen Wirkungen von Frauen- und Menschenbildern auf kleine Kinder, Mädchen, junge Frauen und ältere Frauen, denen bei den ersten Falten von FREUNDINNEN (ächz) Botox empfohlen wird. laStaempfli hat darüber einen philosophischen Artikel verfasst: Im Jahr 2005.https://www.emma.de/artikel/politisch-korrekt-die-scham-ist-vorbei-263718 Von der körperlichen Vielfalt in Island gehts zur Vereinheitlichung von Frauenkörpern in Deutschland und der Schweiz. Die Rohnerin berichtet, dass sie  gleich mehrfach von Freundinnen erfahren hat – und sie selbst hat das auch schon erlebt -, dass Ihnen nahegelegt wurde, sich Falten wegspritzen zu lassen. Hält die Gesellschaft richtige Frauen nicht mehr aus? Hält sie echte Frauengesichter nicht mehr aus? Und was hat das alles potentiell auch mit Herkunft und materiellen Möglichkeiten zu tun? Die Podcastin im sprechenden Denken vom Feinsten. 

    Die Rohnerin in einer exzellenten Medienkritik: Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, hielt es für eine gute Idee, auf dem Volksfest der Kieler Woche den Prostitutionswerbe-Song “Layla” zu singen. Stellen wir uns das mal von einer Ministerpräsidentin vor! Die Medien würden sich auf sie stürzen – und zwar ganz persönlich: “Was sagen ihre Kinder dazu?!” “Hat sie eine Nähe zum Milieu?!” – ganz anders bei einem Ministerpräsidenten. Die Rohnerin träumt: “Wie toll wäre es, wenn ein Ministerpräsident nicht von der Normalität von Frauenhandel singen würde – sondern von der Normalität von Frauen an den Machtpositionen von Politik, Wirtschaft, Tech-Branche?” Darüber hätten die Medien bestimmt sehr kritisch berichtet…

    Regula Stämpfli hat zur Recherche der NZZ eine Medienkritik verfasst, in welcher sie das zeitgenössische Storytelling im politischen Journalismus und das unkritische Hinterfragen der JournalistInnen als strukturell hervor hebt und erklärt: Hier der Link https://www.kleinreport.ch/news/fiktion-oder-biographie-stars-zeiten-codierter-narrative-102054/ Es geht um “Nicht fühlen, was ist, sondern sagen, was ist.” Bergs Fall erinnert daran, dass Sprechakte eben keine Wirklichkeit abbilden, sondern Stories, Erzählungen, Fiktionen bleiben. Der neuen Generation von Journalisten und Journalistinnen sollte dies wieder einmal erklärt werden: Wer meint, das Geschlecht, die Biologie sowie die eigene Identität sei nur eine von vielen möglichen Stories, meint wohl auch, die eigene Biographie völlig unabhängig von Wahrheit und Wirklichkeit erfinden zu können.”

    Anknüpfend an letze Podcastin, in der Isabel Rohner und Regula Stämpfli darüber geredet haben, dass wenn alle Nazi schreien, der Nationalsozialismus, dessen Geschichte verharmlost wird; ein neuer Tweet von Jan Böhmermann, der von Gerd Buurmann hervorragend in strafrechtlichen Kontext gestellt wurde. Hier   https://twitter.com/Buurmann/status/1671899398396059651 

    In der Folge vom 10.6.2023 haben Regula Stämpfli und Isabel Rohner über Gewalt an Frauen gesprochen. Die Rohnerin hat die seit langem bekannten Zahlen wiederholt: Jede 3. Frau erfährt im Lauf ihres Lebens Gewalt. Jede 3. Frau! Doch wo bleiben die Erhebungen zu den Tätern? Denn das heißt nichts anderes, dass ungefähr jeder 3. Mann im Lauf seines Lebens gewalttätig wird.
    Nur wenige Tage später wurden die Ergebnisse einer Befragung von “Plan International” veröffentlicht, bei der jeder 3. Mann zwischen 18 und 35 Jahren genau das bestätigte: Jeder 3. Mann wurde bereits einmal gewalttätig – und findet das auch überhaupt nicht schlimm. Der Medienaufschrei war groß, doch leider nicht wegen dieses Ergebnisses, sondern wegen der – durchaus kritisierbaren – Befragungsmethode. Es bleibt jedoch dabei: Gewalt gegen Frauen ist ein Männerproblem. Und dagegen müssen wir gesellschaftlich und politisch endlich angehen. Die Podcastin” ist übrigens Anfang Juni 3 Jahre alte geworden! Seit 3 Jahren berichten Regula Stämpfli und Isabel Rohner ziemlich wöchentlich über ALLES aus feministischer Perspektive. Unabhängig, selbst finanziert und selbst motiviert.
    Und last but not least: Es gibt neue Live-Termine bei der Rohnerin und LaStämpfli!
    Isabel Rohner ist mit ihrem neuen Roman “Kalte Sophie” unterwegs:
    – 5. Juli 2023, 19.30 Uhr im Otherland in Berlin-Kreuzberg (in Kooperation mit der Krimibuchhandlung Hammett): https://www.otherland-berlin.de/de/event-details/moerderisch-vielseitig-autorin-isabel-rohner-im-gespraech-mit-julia-kropf.html?day=20230705×=1688585400,1688585400
    – 3. September 2023, 12 Uhr in der DenkBar in St. Gallen
    – 28. Oktober 2023 in Osnabrück (Infos folgen)
    laStaempfli ist am Swiss Telecommunication Kongress in Bern 27. Juni 2023 https://events.asut.ch/media/asut-Seminar/Prospekt_Swiss_Telecommunication_Summit_2023.pdf?r=399167829 Thesen dazu hat laStaempfli auf www.regulastaempfli.eu gestellt und am Freitag, 30. Juni 2023 im SWR/ARD Nachtcafé zum Thema: “Kinder um jeden Preis?”.
    Das Bild stammt von Isabel Rohner – Graffiti Berlin. 
    58 min
  • #diepodcastin über Gewalt: Isabel Rohner & Regula Staempfli über die sog. Selbstbestimmung, Rammstein, die Nazi-Etiketten gegen Frauen mit dem Ziel, sie verstummen zu lassen & den grassierenden Weltverlust nach Hannah Arendt.

    #diepodcastin über Gewalt: Isabel Rohner & Regula Staempfli über die sog. Selbstbestimmung, Rammstein, die Nazi-Etiketten gegen Frauen mit dem Ziel, sie verstummen zu lassen & den grassierenden Weltverlust nach Hannah Arendt.
    “Solange Männer nicht aktiv als Verbündete auftreten, werden wir die Gewat gegen Frauen und Mädchen niemals beenden.” Eve Ensler
    Wie kommt es, dass bei Gewalt gegen Frauen oder auch im Fall Rammstein nie der Scheinwerfer der Aufmerksamkeit auf die Täter gerichtet wird? Regula Stämpfli und Isabel Rohner diskutieren und analysieren – und wünschen sich dasselbe auch von den Medien.
    Und auch in Sachen Berichterstattung rund um das sogenannte “Selbstbestimmungsgesetz” (ein purer Euphemismus, denn das Gesetzesvorhaben, wie es aktuell auf dem Tisch liegt, wird weder den betroffenen Transsexuellen gerecht, noch allen anderen. Im Gegenteil: Rechte von Mädchen, Frauen und Eltern werden beschränkt! Geschlecht wird zum Sprechakt, fern von Realität) wünscht sich “Die Podcastin” mehr differenzierte Debatte.Isabel Rohner und laStaempfli bringen den Artikel von Dorothee Bär in der FAZ vom 5.6.2023 mit: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/warum-die-cdu-gegen-das-selbstbestimmungsgesetz-der-ampel-ist-18941366.html Die CSU-Politikerin erwähnt darin den Bundesverfassungsgerichtsentscheid aus dem Jahr 2011, dass „Dauerhaftigkeit und Eindeutigkeit des Personenstands berechtigte Anliegen des Gesetzgebers sind und dass deshalb ein Auseinanderfallen von biologischer und rechtlicher Geschlechtszugehörigkeit möglichst vermieden werden sollte.” Deshalb muss die Änderung des Personenstands gut begründet sein. Verfassungsrechtlich verbürgte Rechte müssen gewahrt werden und Missbrauch verhindert. Die Rohnerin erklärt nochmals den Gesetzesentwurf auf unglaublich klare und kluge Art und Weise: #diepodcastin will ein neues Gesetz für Transmenschen, aber keines, das Demokratie, Bürgerrechte und Gleichstellung völlig auf den Kopf stellt.
    Schockierend auch, was die Rohnerin diese Woche auf der Startseite der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung entdeckt hat: In einem Argumentationspapier, das in der Publikationsreihe “Impulse gegen Rechtsextremismus” (“!) veröffentlicht und aus dem Fördertopf “Gegen rechts” (!) finanziert wurde, werden alle Frauen, die es wagen, sich kritisch gegen das sog. Selbstbestimmungsgesetz zu äußern, pauschal als rechts etikettiert und in die Nähe von Rechtsextremisten gerückt. Sie werden als “Terfs” bezeichnet (das neue “Hexe”) und ihnen wird versucht, den Mund zu verbieten. Damit macht ausgerechnet die FES das, wovor die UN-Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Reem Alsalem, in ihrer Stellungnahme vom 22.5.2023 warnt. Die Podcastin hat in der letzten Woche hierüber ausführlich berichtet. Die FES agiert hier zutiefst antidemokratisch und frauenfeindlich. Debatten gehören zur Demokratie! Meinungsfreiheit gehört zur Demokratie! Diese gilt auch für Frauen. 
    Doch was passiert eigentlich mit unserer Demokratie, wenn nun alle kritischen Frauen plötzlich als “rechts” oder gar “rechtsextrem” gelten? Und was macht es mit den wirklichen Rechtsextremen, die frei vor sich hin werkeln können – denn der Fokus der Linken liegt ja auf den kritischen Frauen… laStaempfli bringt in die Diskussion den Mensch-Maschinen-Aspekt, dass WIRKLICH RELEVANTE THEMEN zugunsten von sexistischer Enteignung, Frauenhass und Empörungswellen geopfert werden. In dem Zusammenhang auch die Berichte zur sexuellen Gewalt zu Rammstein/Till Lindemann.Mehrere Frauen haben von sexueller Gewalt, Einschüchterung und Belästigungen durch Rammstein-Frontmann Lindemann berichtet. Das System lief offensichtlich so wie bei Eppstein: Die Frau an der Seite von Lindemann rekrutiert seinen Geschmack. Kayla Shyx berichtet in einem extrem erschütternd gut gemachten Video am 5. Juni von ihren Erfahrungen backstage. Unbedingt das Video gucken: https://www.youtube.com/watch?v=9YLsMXyo3Uc&t=1554s Schon länger haben Isabel Rohner und Regula Stämpfli auf die sexuelle Gewalt, die Porno-Fascho-Moden in der Rockmusik, auf den grassierenden Sexismus in der Musikszene hingewiesen, aber nein: Die Medien berichten lieber über die Angriffe von extremen Minderheiten gegen Frauen und diskutieren öffentlich, ob Frauen sich überhaupt noch Frauen nennen dürfen.
    Die WählerInnen quittieren die Angriffe auf Frauen mit dem Verlust der Linken – schockierend klar, nur berichten Politologen und Medien nicht darüber, weil Frauen als Wählerinnen meist zu uninteressant scheinen: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/spanien-neuwahl-100.html
    Die Rohnerin macht auch noch auf den Titel des Focus aufmerksam: 45 Frauen sind abgebildet, die alle Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. Und die Zahlen – die sich seit Jahren nicht ändern – sind schockierend: Jede 3. Frau erfährt in ihrem Leben Gewalt, jeden 3. Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Auch hier gilt: Lasst uns endlich über die Täter sprechen! Wie kommt es, dass auch die neue Generation von Jungs/Männern genauso gewalttätig gegen Frauen ist wie die Generation ihrer Väter? Wir haben ein gesellschaftliches Problem. Und es ist KEIN Frauenproblem.
    laStaempfli empfiehlt die Recherche von der NZZ zum “Transkind”, das überall im deutschsprachigen Raum als Erfolgsstory herumgereicht wird und erinnert daran, dass hier das Phänomen wirken könnte, das in den 1990er und Nullerjahren mit “Toddler und Tiaras” zelebriert wurde: Kinder werden von ihren Eltern missbraucht, um Kasse zu machen. #diepodcastin fragt auch nach, weshalb in aller Welt die Recherche der NZZ nicht schon längst früher und kritisch platziert wurde.
    https://www.nzz.ch/feuilleton/draglesung-mit-transkind-julana-wird-vom-jungen-zum-maedchen-ld.1738732
    Hier noch ein Artikel von Regula Stämpfli weshalb es entscheidend und wichtig ist, als linke Intellektuelle linke Totalitarismen massiv zu kritisieren: https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf
    Das Bild stammt von laStaempfli und ist ein Graffita aus Reykjavik – wo Regula Artist in Residence ist und neue Wörter kreieren und vielleicht, hoffentlich, wieder zum Bücherschreiben zurückfindet.
     #LetWomenSpeak in Wien und in Genf. Wer hätte in den 1980er Jahren daran gedacht, dass Frauen das Reden über Frauen und als Frauen im Jahr 2023 verboten wird?
    Links:
    – Das antidemokratische und frauenfeindliche Papier der Friedrich-Ebert-Stiftung, dass alle Frauen, die sich kritisch zum sog. Selbstbestimmungsgesetz äußern, pauschal als rechts labelt: https://library.fes.de/pdf-files/pbud/20336.pdf
    – Die Stellungnahme der UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem ALLOW WOMEN AND GIRLS TO SPEAK: https://www.ohchr.org/en/press-releases/2023/05/allow-women-and-girls-speak-sex-gender-and-gender-identity-without

     

    47 min
  • #diepodcastin bei Reem Alsalem: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu grossen Frauen wie Lida Gustava Heymann, Anne Rabe, Katja Oskamp, Reem Alsalem, Mahlagha Jaberi, Jutta Allmendinger & 621 Tage Geschlechterapartheid in Afghanistan.

    #diepodcastin bei Reem Alsalem: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu grossen Frauen wie Lida Gustava Heymann, Anne Rabe, Katja Oskamp, Reem Alsalem, Mahlagha Jaberi, Jutta Allmendinger & 621 Tage Geschlechterapartheid in Afghanistan.

    “Wie schön die Welt sein könnte, wenn die Männer anstelle von Gewalt und Dummheit Geist und Menschlichkeit setzen würden.” Lida Gustava Heymann (1868-1943)
    Die Rohnerin erinnert mit diesem Zitat mal wieder an die Wichtigkeit der Akteurinnen der historischen Frauenbewegungen für unsere Demokratie heute – wir stehen auf den Schultern von Riesinnen. Machen wir sie sichtbar!

    Anne Rabes neuer Roman „Die Möglichkeit von Glück“ kommt in die dritte Auflage und die Schriftstellerin transformiert gerade die alte Ostdebatte in eine neue, kritische und demokratisch förderliche Erzählung unserer gemeinsamen Geschichte. Grossartig und Gratulation an die Drehbuchautorin „Warten auf den Bus“ und Schriftstellerin. https://www.deutschlandfunk.de/alte-neue-ostdebatte-auf-ewig-ossis-und-wessis-dlf-3deccb41-100.html & https://www.ardaudiothek.de/episode/gespraeche/die-ddr-ihre-geschichte-und-die-folgen-endlich-richtig-erzaehlt/mdr-kultur/12707465/

    laStaempfli meint: Auch die Kulturdebatte könnte aufgemischt werden durch den grossartigen Roman und Krimi von Isabel Rohner, Die Kalte Sophie. Es ist der Beitrag zur Stunde über Kulturkuchen und sexistische Enteignungen in Gegenwart und Vergangenheit. 

    Die “Frau der Woche” ist für Isabel Rohner Reem Alsalem – ein Name, den wir uns alle merken sollten: Reem Alsalem ist seit 2021 UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Am 22. Mai hat sie erneut eine bemerkenswerte und wichtige Stellungnahme veröffentlicht, die sich direkt an die Medien und Gesellschaften insb. im “Global North” richtet: “Allow women and girls to speak on sex, gender and gender identity without intimidation or fear: Lasst Mädchen und Frauen ohne Diskriminierung, Einschüchterung und Angst über Sex, Geschlecht und Geschlechtsidentität reden!” Dies sagt Dr. Reem Alsalem, die UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt, insbesondere Gewalt gegen Frauen und Kinder, hier mit Fokus Mädchen. «Der Strafverfolgung kommt eine entscheidende Rolle zu, wenn es darum geht, Zusammenkünfte von Frauen zu schützen und die Sicherheit und das Recht von Frauen auf Versammlungs- und Redefreiheit zu gewährleisten.» Frauen können diese Grundrechte nur ausüben, «ohne dass sie eingeschüchtert, genötigt oder effektiv zum Schweigen gebracht werden». laStaempfli hat dies grad wieder selber auf Twitter erlebt und weiss, wie hart es ist, durchzuhalten. Mädchen und Frauen als «Nazis», «Genozid-Propagandistinnen», als «Extremistinnen» zu brandmarken sind Instrumente, um Frauen massiv einzuschüchtern und sie davon abzuhalten, ihre Ansichten zu äussern. «Solche Taten beeinträchtigen die würdevolle Teilhabe von Frauen und Mädchen an der Gesellschaft erheblich.» Fazit #diepodcastin: Klare Worte aus der UNO, klare Worte einer studierten Politologin, klare Worte zu den Menschenrechten, die auch für Mädchen und Frauen gelten, an die Adresse der westlichen Demokratien, Medien und Kulturinstitutionen.

    Weder SRF, ARD, ZDF oder ORF berichteten bis zum Redaktionsschluss über den Aufruf der UN-Sonderberichterstatterin Reem Alsalem. Weil es sie wohl selber betrifft?

    Diskussion zu Biopolitik/Körperpolitik als politischen Protest und mediale Öffentlichkeit: Diskussion von Isabel Rohner und Regula Stämpfli zu Mahlagha Jaberi Protest gegen Hinrichtungen im Iran.

    Diskussion von Isabel Rohner und Regula Stämpfli zu Mahlagha Jaberi Protest gegen Hinrichtungen im Iran.

    Die Rohnerin bringt eine neue Studie: Das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) hat die 4. Ausgabe der “Vermächtnisstudie” veröffentlicht und dabei erstmals auch den “Mental Load” von Männern und Frauen in Beziehungen gemessen. Die Rohnerin findet das wichtig und interessant: Denn auch die “unsichtbare”, gedankliche Familienarbeit (Planung und Orga von Familie und Freizeit) liegt zu einem überwältigenden Teil bei den Frauen. laStämpfli problematisiert (Neoliberalismus, Drama der heterosexuellen Frauen mit Kindern, Alltag, Wirklichkeit) – ein spannendes Gespräch!

    Zum Schluss teasert laStaempfli noch die Neudefinition zu Gender mit einer neuen politphilosophischen Theorie an: Digi-Genderism.

    Bild der heutigen Folge von Isabel Rohner, Porto, 2023.

    Noch mehr Links

    https://www.ohchr.org/en/press-releases/2023/05/allow-women-and-girls-speak-sex-gender-and-gender-identity-without

    https://www.kleinreport.ch/news/lasst-madchen-und-frauen-ohne-diskriminierung-einschuchterung-und-angst-uber-sex-geschlecht-und-geschlechtsidentitat-reden-101889/

    Übersetzung des Statements von Reem Alsalem durch Christine Finke: https://mama-arbeitet.de/politik/transaktivisten-hetzkampagnen-gegen-frauen
    – Link “Kalte Sophie” beim Helmer Verlag: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-kalte-sophie/
    52 min
  • #diepodcastin liest rohner: Regula Staempfli im Talk mit der Krimiautorin Isabel Rohner über KALTE SOPHIE.

    #diepodcastin liest rohner: Regula Staempfli im Talk mit der Krimiautorin Isabel Rohner über KALTE SOPHIE.

     

    Sie hat es wieder getan: Die grosse Rohnerin präsentiert ihren fünften Band der genialen Reihe “feministische Krimis”. Es geht auch bei der “Kalte Sophie” um alles: Poesie, Wortwitz, Schalk, Frauen, Männer, Kunstbetrieb, Frauengeschichte, Weltstories, Kanon. Die Rohnerin schafft die süffigsten Dialoge, bietet feministischen Kanon, bildet weiter und schreibt extrem spannend. Isabel Rohner gelingen Sex,Crime, Feminism und Art auf ganz eigene Art und Weise. 

    laStaempfli ist ein bisschen neidisch und hundertfünfzig Prozent dankbar dafür, dass sie mit Isabel Rohner nicht nur eine der inspirierendsten Gesprächspartnerinnen hat, sondern dass #diepodcastin mit einer  literarisch großen Schriftstellerin gemacht wird.

    “Kalte Sophie” ist nicht nur der Name der fünften Eisheiligen – es ist auch der Titel des neuen Romans von Isabel Rohner, erschienen im Ulrike Helmer Verlag. Nach “Schöner morden” (wenn Literatur plötzlich real wird – und umgekehrt), “Taugenixen” (wie sähe ein Agatha Christie-Roman heute aus?) , “Gretchens Rache” (über Frauen im Theaterbetrieb) und “Schwarze Petra” (über Klischees am Theater) geht es in “Kalte Sophie” um Hate Speech – und zwar heute und vor 200 Jahren.

    Der Roman entlarvt dabei gewohnt humoristisch die patriarchalen Abgründe von Kunstwelt und Wissenschaft. Ähnlichkeiten mit realen Personen und Begebenheiten sind dabei  wahrscheinlich, völlig zufällig…

    Teaser:

    Seit ihrem letzten TV-Auftritt, bei dem sie ein T-Shirt mit der Aufschrift “WOMAN” getragen hat, hat die Krimiautorin Linn Kegel einen Shitstorm am Hals. Ihr Verleger tobt, das Handy klingelt in einer Tour – da kommt der Vorschlag von Freundin Bettina Heidenreich gerade recht, sich nach Osnabrück zur Galerieeröffnung einer Tante zu retten. Diese will nach drei durch den Tod der Ehemänner beendeten Ehen nun endlich beruflich durchstarten – und zwar mit einem kunsthistorischen Coup: Bei ihrer Vernissage will sie das Gemälde “Kalte Sophie” des berühmten Malers Ferdinand Bramsche zeigen, dass über 200 Jahre lang als verschollen galt. Als jedoch bei der Vernissage zuerst das Gemälde und dann auch noch eine Kunsthistorikerin spurlos verschwinden, wittert Linn Kegel nichts Gutes und nimmt die Verfolgung auf. Doch die Boulevardpresse ist ihr auf den Fersen und auch die Männerbewegung der Incels (“Involuntary Celibates”) treibt ihr Unwesen…

    So: Ihr Hunderttausenden von Followerinnen. Kauft das Buch und spread the word! 

    Termine (genauere Angaben bei www.isabelrohner.com):

    – 5. Juli 2023: Isabel Rohner liest in der Buchhandlung Otherland in Berlin-Kreuzberg (in Kooperation mit der Krimibuchhandlung Hammett und zusammen mit Moderatorin Julia Kropf)

    – 28. Oktober 2023: Isabel Rohner liest bei “Wir in Atter” in Osnabrück

    Links:

    – https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-kalte-sophie/#cc-m-product-14703252432

     

     

    43 min
  • #diepodcastin im Gespräch, von Isabel Rohner: Diesmal mit Donna Krasniqi über Engagement, YouTube, Frauenrechte, Mutterschaft & das Glück, Donnasdottir zu sein.

    “DIE PODCASTIN über Engagement. Isabel Rohner im Gespräch mit Donna Krasniqi”

    “Politisches Engagement” lautet diesmal das Thema von “Die Podcastin im Gespräch”. Wir freuen uns sehr, die Youtuberin und Frauenrechtsaktivistin Donna Krasniqi zu Gast zu haben.

    “DIE PODCASTIN über Engagement. Isabel Rohner im Gespräch mit Donna Krasniqi”. Hier ist Donna im Hyde Park Corner in London.

    Im Netz ist Donna Krasniqi als “Donnasdottir” bekannt. Viele kennen und schätzen ihren Youtube-Kanal, auf dem sie Themen mit Gästen bespricht und in den Mittelpunkt rückt, die medial viel zu wenig Raum bekommen:

    – Kritik an Leihmutterschaft

    – Kritik an Prostitution

    – Kritik an sogenannten “Selbstbestimmungsgesetzen”, die drohen, zu lasten von Frauen- und Kinderrechten zu gehen

     

    Im Gespräch mit Isabel Rohner erzählt sie, warum sie sich schon als Kind und Jugendliche für die Rechte von Mädchen und Frauen eingesetzt hat. Wie es dazu gekommen ist, dass sie ihren Youtube-Kanal gestartet hat und welche Rolle dabei ihre Mutterschaft spielte. Sie erzählt von der internationalen Frauenbewegung, die sich rund um die sog. “Selbstbestimmungsrechte” gebildet hat – und von der weltweiten Initiative #LetWomenSpeak. Am Tag des Gesprächs kam sie gerade aus London zurück, wo sie im Hyde Park für #LetWomenSpeak gesprochen hat. Und: Donna gibt unseren Hörerinnen und Hörern konkrete Tipps, wie sie sich engagieren können.

     

    Folgt Donna Krasniqi auf Twitter, Instagram und Youtube! Ihr findet sie jeweils unter Donnasdottir! Übrigens war Isabel Rohner auch schon Donnas Gast bei Youtube. Link unten.

     

    Links:

    – Donnasdottir auf Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCR7Zx-d-Djb-bRYmv10Up8Q

    – Isabel Rohner zu Gast bei Donna Krasniqi: https://www.youtube.com/watch?v=dRInWdcO8cU

    • Donnasdottir auf Twitter siehe https://twitter.com/donnasdottir
    • Es gibt einen Talk mit Isabel Rohner auf YouTube mit Donnasdottir https://www.youtube.com/watch?v=dRInWdcO8cU

       

      1 hr 4 min
    • #diepodcastin puscht: Isabel Rohner & Regula Staempfli über die grosse Luise F. Pusch, Simone Veil, Elfriede Jelinek, Jasmin Shakeiri, die LOLA, Holy Spider, den Frauenstreik.

      #diepodcastin puscht: Isabel Rohner & Regula Staempfli über die grosse Luise F. Pusch, Simone Veil, Elfriede Jelinek, Jasmin Shakeiri, die LOLA, Holy Spider, den Frauenstreik und eine Empfehlung für Raphaela Gromes Femmes.

      “Für nichts wird soviel Reklame gemacht wie für Männer.” (Luise F. Pusch)

      Die Podcastin ist im Rennen um den Deutschen Podcastpreis! Wer uns beim Publikumsvoting unterstützen möchte, kann hier für uns abstimmen: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin-der-feministische-wochenrueckblick/
      Macht das gerne, macht das oft und über alle Browser und Geräte – das Rennen ist ein sehr ungleiches: Es sind kaum independent Podcasts von Frauen im Rennen –  und überhaupt ist der Podcast immer noch eine Männerbastion. Umso schöner, wenn ihr uns unterstützt!
      Die Rohnerin spricht über die Verfügbarkeit von weiblicher Nacktheit im öffentlichen Raum: ob am Beispiel des Parks in Dessau, wo sich eine verrenkte Nackte neben Marx räkelt oder am Beispiel der omnipräsenten Kampagne von Heidi Klum, die aktuell gefühlt an jeder Kreuzung großformatig ihre Tochter zum Verkauf anpreist. Hier reproduzieren sich menschenverachtende Bilder und patriarchale Machtgefälle.

      laStaempfli ist hin und weg von “Simone Veil – le voyage du siècle”, Ein Leben für Europa. Dies sollte DER Film für alle Schulen werden.Hier der Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-m7H6CzFF8I

      Am 12, Mai war die Verleihung des Deutschen Filmpreises, Lola und laStaempfli ärgert sich, dass der beste Film “Holy Spider” zwar viel nominiert, aber letztlich nur die bronzene Lola für den besten Film gekriegt hat während “Das Lehrerzimmer” und “Im Westen nichts Neues” als typisch DEUTSCHE FILME alles abgeräumt haben. Hier der Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=9z3yGHCrYho

      dDas “typisch deutsch” bringt laStaempfli dazu, zu erinnern, dass NICHT DIE DEUTSCHEN VON DEN ALLIIERTEN BEFREIT WURDEN, sondern Europa von den Deutschen und ihrem nationalsozialistischen Regime befreit wurden. Diese Neuerzählung, die laStaempfli überall auch im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg hört, zuletzt am 11. Mai von Svenja Flasspöhler, ist  nationaler Geschichtsrevisionismus. Deshalb ist die Generation Boomer Deutschland so versessen darauf, pazifistisch zu bleiben, weil sie ja schliesslich sich selbst durch die “Gnade der Spätgeborenen” sich quasi selber befreit haben. Siehe dazu auch Text von laStaempfli zur Geschichte bei Hannah Arendt.

      Der Gänsehautmoment bei dem deutschen Filmpreis war aber Jasmin Shakeiri siehe Tweet Ausschnitt: https://twitter.com/daniela_sepehri/status/1657107987675111425?s=20

      Für den 14. Juni ist in der Schweiz wieder ein “Frauenstreik” angekündigt – doch er soll nicht mehr “Frauenstreik” heißen, das könnte ja Menschen ausschließen! Daher lautet die große Überschrift nun “feministischer Streiktag” und mehrere Organisatorinnen verzichten bei ihren Ankündigungen ganz auf das Wort “Frau” und wenden sich stattdessen an “FLINTA”, “FINTA” oder “FINTAQ”. Die Rohnerin: Leute! Der 14. Juni ist für die Frauen in der Schweiz ein historischer Tag! Bereits 1991 und 2019 sind sie für frauenpolitische Forderungen auf die Straßen gegangen – übrigens hat Regula Stämpfli den Frauenstreik in die Schweiz gebracht! -, Frauen jetzt aus dem “Frauenstreik” zu streichen ist nicht nur geschichtsvergessen, es ist auch politisch dumm. Frauen haben andere Anliegen als bspw. intersexuelle Menschen. Wenn ihr nicht mehr wisst, wer am Frauenstreiktag im Mittelpunkt stehen soll, schwächt ihr alle. laStaempfli erzählt als DIE Inspiratorin für Christiane Brunner der Gewerkschaft in der Schweiz über den Background des Frauenstreiks aus den Jahren 1990 und 2019 dazu.

      laStaempfli freut sich auch riesig über die Lola für den besten Dokumentarfilm: Elfriede Jelinek: Die Sprache von der Leine lassen. Herausragender Frauen-Literaturfilm.  

      Dann: Femmes von Raphaela Gromes, Booklet von Susanne Wosnitzka KAUFEN, es ist himmlisch inspirierend schön.

      – Eure Stimme für “Die Podcastin”: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin-der-feministische-wochenrueckblick/

      Das Bild ist von Tree of Life von Mariann Johansen-Ellis.

      50 min
    • #diepodcastin der vergangenheit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli in einer alten Episode über den Skandal “Die Anstalt” mit gepfefferter #HannahArendtLectures.

      #diepodcastin der vergangenheit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli in einer alten Episode über den Skandal “Die Anstalt” mit gepfefferter #HannahArendtLectures. Das sprechende Denken von Isabel Rohner und Regula Stämpfli begann ab der ersten Folge der #diepodcastin. Diese Folge stammt vom 20. August 2020. Schon lange nicht mehr gehört, aber immer noch bedenkenswert. 

      Die Rohnerin war ja an einem Anlass bei der Leipziger Buchmesse : #diepodcastin Hälfte Regula Stämpfli gratuliert ihr und freut sich schon auf den nächsten genialen Krimi der Rohnerin.

      Hier für alle zum Schnelllesen punkto Daten, Postmoderne & Hannah Arendt von Regula Stämpfli

      Literatur zur postmodernen Beliebigkeit: Regula Stämpfli, https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf

      & den Europaartikel von Regula Stämpfli: https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf

      Und zu Daten & Postkolonialismus: “Kill All Normies” von Angela Nagle.

      *****

      Hier Originaltext der Sendung vom 20. August 2020. 

      Rohnerin & laStaempfli über “Die Anstalt” & den Sturz von Arendt

      Kokutekeleza Musebeni, Maike Kühl, Simon Pearce und Philip Simon werfen in “Die Anstalt”  einen Blick  das aktuelle Thema Rassismus, sprich Black Lives Matter. Ausgerechnet zwei jüdisch-deutsche Emigranten*innen müssen in der Sendung vom Sockel gestossen werden: Darunter unglaublicherweise Hannah Arendt, von der selbst “Die Anstalt” im Faktencheck festhält, sie hätte klipp und klar festgehalten: „Es gibt keine Rechtfertigung des Rassewahnes, weder eine theoretische noch eine politische.”

      Weshalb kommt es zu dieser unglaublich antisemitischen Fehleinschätzung? Aus vielen Gründen, u.a. weil die Linke seit der Publikation der Totalitarismus-Studie Hannah Arendts strukturelle Entlarvung kommunistischer Systeme als totalitär aus der Welt schaffen will und u.a. auch, weil es keine weibliche Philosophin im Kanon politischer Philosophen geben darf. Hinzu kommt die Verbindung mit antisemitischen Strömungen innerhalb des BLM-Movement und auch einigen Kreisen rund um Gender-Theorie.

      laStaempfli erklärt – viel zu kurz – im Gespräch mit der Rohnerin, was es denn mit den Skandalen rund um die grösste politische Philosophin des 20. Jahrhunderts auf sich hat.

      POSTSKRIPTUM: LASTAEMPFLI WEIST ERNEUT DARAUF HIN, DASS ES INNERHALB DER LINKEN NIE EINE ENTSTALINISIERUNG, ENTGHMERISIERUNG, ENTMAOISIERUNG gegeben hat und dies mit dafür verantwortlich ist, dass die politische Urteilskraft fehlt und im deutschen Diskurs gerne “Das Böse”, nämlich die Indifferenz, die Banalität und die Beliebigkeit bedient werden.

      Links: https://www.youtube.com/watch?v=I1HkQ1h2bKo Mit Hannah Arendt durch den Alltag von Regula Stämpfli

      Die Anstalt: https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-14-juli-2020-100.html und Faktencheck unter demselben Link.

      Literatur: Regula Stämpfli, Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt. Zürich 2018.

      Bild siehe WikiCommons Hannah_Arendt_1924 WikipediaCommons, Urheberrecht expired für die Folge: #diepodcastin der vergangenheit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Hannah_Arendt_1924.jpg

       

      35 min

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