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“Wir wissen, dass Frauen vergewaltigt werden, und wir protestieren dagegen, dann schlimmer als der Tod, schlimmer als die Hölle, schlimmer als alle Teufel ist Vergewaltigung für Frauen.” Lida Gustava Heymann (1868-1943), Zitat aus dem Jahr 1915
Antisemitismus-Berichterstattung in den Medien: Kommentar von Regula Stämpfli siehe https://www.kleinreport.ch/news/kommentar-experten-gelaber-statt-information-beim-schweizer-radio-und-fernsehen-102812/
Ebenfalls zu empfehlen, den Twitteraccount, X von Stefanie Sargnagel, die sich über die Kulturszene, dieses dröhnende Schweigen auch entsetzt zeigt.
Und zum Schluss:
„Ein Blutbad an einem Festival voller junger Menschen wird von einer Mörderbande angerichtet und die Kulturschaffenden, Intellektuellen, Medienleute in Deutschland, der Schweiz und Österreich rufen: „Bitte nicht parteiisch sein?“
DAS BILD STAMMT AUS X-TWITTER, VILNIUS MIT 1400 KERZEN FÜR DIE ERMORDETEN JÜDINNEN UND JUDEN. WIR DANKEN BERÜHRT.
laStaempfli bringt gute Nachrichten punkto der in Deutschland via Embryonengesetz verbotenen Leihmutterschaft, die im Folgenden nach juristischer Diktion”Ersatzmutterschaft” genannt wird in einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7. Oktober 2023: https://www.bundesfinanzhof.de/de/entscheidung/entscheidungen-online/detail/STRE202310188/ Hintergrund war, dass zwei schwule Ehemänner die Kosten der Leihmutterschaft von den Steuern absetzen wollten. Sie begründeten dies u.a. mit der psychischen Erkrankung des Kläger 1. Das Urteil ist umwerfend klug: „Keine aussergewöhnliche Belastungen bei Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Ersatzmutterschaft.“ Das Ersatzmutterschaftsverhältnis wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) begründet und durchgeführt. Die Ersatzmutter war eine dort lebende Frau, die bereits zwei eigene Kinder hatte. Die Schwangerschaft der Ersatzmutter wurde durch eine künstliche Befruchtung herbeigeführt. Die Eizelle stammte von einer anderen in den USA lebenden Frau. Die Samenzellen stammten vom Kläger zu 2. Aufgrund der künstlichen Befruchtung trug die Ersatzmutter ein Kind aus, welches seitdem bei den Klägern als Eltern in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) lebt. Der Bundesfinanzhof hielt fest: Das Embryonenschutzgesetz verbietet in Deutschland die Behandlung einer Leihmutterschaft. Und dann kommt der wichtigste Satz, weil ja Krankheiten unter bestimmten Voraussetzungen von der Steuer abgesetzt werden könnten: “Nach diesen Grundsätzen stellen die Kosten der Kläger im Zusammenhang mit der Ersatzmutterschaft keine krankheitsbedingten Aufwendungen dar. Denn die ungewollte Kinderlosigkeit der Kläger gründet nicht auf einem regelwidrigen Zustand eines oder beider Partner, sondern auf den biologischen Grenzen der Fortpflanzung.” Dies brachte der Bundesfinanzhof, weil die WHO schon 1967 die Unfruchtbarkeit als Krankheit definiert hatte, aber mit klarer Definition zu Mann und Frau: “Wenn nach 24 Monaten trotz regelmässigen,ungeschützten Sexualverkehr keine Schwangerschaft eintritt.”
Der Finanzhof hält fest: Die Heilung einer psychischen Krankheit kann, darf und soll nicht durch ein gekauftes Kind von Krankenkasse bezahlt und Steuern abgesetzt werden. Zitat: Nach diesen Grundsätzen kann ein im Wege der Ersatzmutterschaft reproduziertes Kind nicht als eine medizinisch indizierte Heilbehandlung zur Vermeidung, Linderung oder Beseitigung einer seelischen Erkrankung angesehen werden, auch wenn diese auf einer ungewollten Kinderlosigkeit gründet. Überdies ist die Vorstellung, die Reproduktion eines Kindes im Wege der Ersatzmutterschaft als medizinisch indizierte Heilbehandlung oder dieser gleichgestellten Maßnahme anzusehen, auch nicht mit dem Grundrecht des Kindes auf Unantastbarkeit der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 3 des Grundgesetzes ‑‑GG‑‑) vereinbar. Denn ein solches Verständnis würde das Kind zu einem bloßen Objekt herabwürdigen, das zur Linderung einer seelischen Krankheit des Klägers zu 1. diente (vgl. Senatsurteil vom 10.03.2015 – VI R 60/11, BFHE 249, 468, BStBl II 2015, 695, Rz 12, zu Aufwendungen für die Adoption eines Kindes). Dies gilt gleichermaßen für die Ersatzmutter. Auch sie würde, sähe man die Reproduktion eines Kindes als Heilbehandlung, auf ein medizinisches Hilfsmittel reduziert.
Zum Schluss weist die Rohnerin noch auf einen brillanten Artikel von Luise F. Pusch: “Wie Frauen wieder verschwinden”. Hier der Link: https://www.emma.de/artikel/diese-minderheit-verdraengt-die-mehrheit-340515
Das in der Sendung erwähnte Buch zum Abbau der Bürokratie stammt vom verstorbenen Anarchisten David Graeber (99% & Occupy Wall Street – wo laStaempfli aktiv war) und heisst: Bürokratie. Die Utopie der Regeln.
DAS BILD IST EINE FOTOGRAFIE VON LASTAEMPFLI aus der aktuellen Ausstellung DIVA im V&A in London.
laStaempfli freut sich mit der Rohnerin über den Nobelpreis für Narges Mohammadi. Die iranische Menschenrechtsaktivistin, die schon 1998 im iranischen Kerker sass und seitdem immer wieder, ist im Iran seit 2019 in Haft und erneut verurteilt, weil sie sich für “Frauen, Leben und Freiheit” aus dem Gefängnis heraus eingesetzt hat. Sie lebt ein Leben für Frauen, Demokratie, Menschenrechte und Menschenwürde für uns alle. Es ist erschütternd: Ihren Ehemann und ihre Zwillinge hat sie seit über zehn Jahren nicht mehr gesehen; Den Nobelpreis kriegt sie nun endlich ” für ihren Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen im Iran und ihren Kampf, um Menschenrechte und Freiheit für alle zu stärken“ , wie dies die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, in ihrer Begründung, meinte. Dies an die Adresse aller rechten Verharmloser von Gewalt an Frauen und an die Adresse der linken Hamas-, Kopftuch-, Iranversteher, die Feminismus und Menschenrechte nicht vertreten, sondern als neue Ideologie- und Identitätpolitik gegen die Demokratie weltweit proklamieren. WOMAN LIFE FREEDOM: #diepodcastin kämpft dafür.
laStaempfli bringt Sofi Oksanen, Hundepark. Roman. Kiepenheuer & Witsch. Sofi Oksanen gehört zu den herausragendsten Figuren zeitgenössischer Literatur, ihre Romane verschlinge ich regelmässig. Ich habe sie an der Buchmesse 2012 mal getroffen: Sie ist gross, schön, umwerfend elegant, selbstsicher und schüchtern zugleich, eine wirkliche Mischung zum Verlieben. Ihr Debütroman aus dem Jahr 2003 Stalins Kühe erzählt vom Estland: ein Land unter der Sowjetdiktatur, das mit der Finnlandisierung den Rassismus brachte, der alle Estinnen als Prostituierte verunglimpfte. 2005 schreibt Sofi Oksanen gewaltig über die Gewalt an Frauen und auch über die Gewalt in Frauenbeziehungen. International wurde sie mit Fegefeuer, einem Theaterstück und späteren Roman bekannt, vor allem in Deutschland. Sie zeigt, wie die Kategorisierung der Menschen die Menschen kaputt macht: Alt gegen Jung, Estin gegen Russin, Alteingesessen gegen Migration, Mann gegen Frau. Oksanen wurde von ihrem Verlag rausgeschmissen als sie es wagte, über das Marketing von ihr als Frau zu beklagen -der Verlag wird dies ewig bereuen. Ich liebe den Roman: Die Sache mit Norma, umwerfend. Ein aktuelles Sachbuch dazu von der Initiative, in welcher laStaempfli Mitglied ist: Verlag & HG: “Stoppt Leihmutterschaft.” “Die neuen Gebärmaschinen. Was die globale Leihmutterschaft mit Frauen und Kindern macht. Ist auf Amazon erhältlich und muss unbedingt gekauft werden; es ist ein internationaler Überblick mit hervorragenden Essays, übersetzt vom fabelhaften Erwin Landrichter.
laStaempfli bringt Anne Rabe „Die Möglichkeit von Glück“ Klett-Cottta. Anne Rabe studierte bis 2010 an der UdK, der Universität der Künste Berlin, „Szenisches Schreiben“, kriegte enorm jung „mit dem Mann, den ich liebe“ zwei Kinder und das ist soo umwerfend wichtig: Denn die meisten Frauen, die ich kenne, reden nie von den Kindern. Sie schreibt Songs für „Lauter schöne Frauen.“ Wer Deutschland poetisch und in kritischer demokratischer Rückschau und Vorausschau erleben will, muss diesen Roman lesen. Es ist DAS BUCH DER STUNDE, WEIL ES SOVIEL ERKLÄRT. DEN AUTORITARISMUS DER DEUTSCHEN, DIE GEWALT GEGEN KINDER – die laStaempfli bis heute auffällt und die sie immer fragen lässt: Lieben die Deutschen eigentlich ihre Kinder? Ein Buch, das erschütternd poetisch, historisch, politisch vermittelt, welche Linien der Gewalt sich durch deutsche Biografien ziehen. Es ist wirklich das beste Buch des Jahres 2023.
laStaempfli bringt “Hässlichkeit” von Moshtari Hilal, Hanser Verlag: Es geht um eine Reise in die Tiefen der Menschlichkeit. Das Buch „Die Hässlichkeit“ von Moshtari Hilal ist umwerfend. Die Autorin ist ein Multitalent: Künstlerin, Schriftstellerin mit afghanischem Hintergrund, wohnt in Hamburg und in Berlin. Sie ist Co-Founder der „Afghan Visual Arts and History”, leitet ein Forschungsprojekt zu „Conflict with Care“. 2022 veröffentlichte sie einen Gesprächsband über globales Leben, zusammen mit der politischen Geografin Sinthurjan Varatharjah. Beide haben dafür den Preis der Lessing Akademie in Wolfenbüttel gekriegt. Hilal ist eine dieser umwerfend begabten jungen Frauen, die von den Medien gesehen und gefördert werden – mal abwarten, was mit ihr passiert ist, wenn sie mal 45 Jahre alt ist. Hilal schreibt über die Geschichte der plastischen Chirurgie, dass bspw. Nasen-OPs sich nicht um die Nase drehen, die korrigiert werden muss, sondern es darum geht, die Existenz der Person, die diese Nase trägt, abzulehnen. Erst kürzlich meinte Laura Berman, die jüdisch-amerikanische Intendantin des Theaters Hannover zur „Die Zeit“ lachend: „Wo ich aufgewachsen bin, haben einige Väter ihren Töchtern zum 16. Geburtstag eine Nasen-OP geschenkt, damit sie ihre ‚jüdischen Nasen‘ loswerden.“ Well – here we are, mitten in Hilals Buch und ihrer poetisch-wütenden Abrechnung mit westlichen Schönheitsidealen.
Das Bild dieser Bücher-Folge von #diepodcastin wurde aufgenommen von Joachim Lapp in Sevilla – Herzlichen Dank dafür! Bearbeitet von laStaempfli 2023.
#diepodcastin brisant: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Hedwig Dohms Google-Doodle, digitalisierter Frauenhass & Prostitutionspropaganda für 6Jährige & über grossen Kampf der Frauenheldinnen. Hier das Google-Doodle 20. September 2023. Fotografiert von Regula Stämpfli.
“Lasst euch, wenn es um euch geht, auf keine faulen Kompromisse ein. Ihr seid alles, was ihr habt.” Janis Joplin (1943-1970)
Hier ein Buchtipp von laStaempfli: Sex Revolts. Gender, Rock und Rebellion von Joy Press und Simon Reynolds. Das Buch wurde schon in den 1990er Jahren geschrieben und 2020 wieder neu aufgelegt und ist erschütternd gut.
Ein Highlight der Woche war für die Rohnerin ein Auftritt ihres Hedwig Dohm Trios in Uetze (Region Hannover) – und ein Anlass für sie, die Arbeit der Kommunalpolitikerinnen und -politiker zu erwähnen, die sich in ihren Gemeinden / Kommunen / Städten um die Alltagspolitik kümmern, über die medial so wenig berichtet wird. Und wer weiß: Vielleicht gibt’s ja bald einen Hedwig Dohm-Platz in Uetze…! Viele Mitglieder des Gemeinderates jedenfalls zeigten sich spontan angetan von der Idee, diese wichtige Wegbereiterin unserer Demokratie auch in ihrer Gemeinde zu würdigen
laStaempfli bringt gute Nachrichten: Die Volleyballerinnen in der Türkei gewinnen die EM und wirbeln die Ultrareligiösen auf: Nationalstolz transportiert manchmal feministische Messages.
laStaempfli und Isabel Rohner bringen den traurigen Jahrestag: Am 15. September vor einem Jahr starb Jina Masha Amini in Iran in Polizeigewahrsam. Sie wurde zu Tode geprügelt, weil sie ihren Zwangsschleier den Gewaltmännern gemäss, nicht ordentlich trug. So begann die Iranrevolution, die nun auch die westlichen Postfeministinnen ab und zu unterstützen, aber bis heute eher still bleiben in ihrem Protest. Die Podcastin erinnert daran, was alles im Iran ein Verbrechen ist, wenn es von Frauen gemacht wird: Velofahren, ohne Verwandten reisen, in der Öffentlichkeit nicht den Vorschriften gemäss verhüllt zu sein, Tanzen, Singen, eine Tätowierung wie “Frau. Leben. Freiheit” zu tragen, einen Menschen ausserhalb der Ehe zu lieben und und und. Siehe dazu auch https://x.com/AlinejadMasih/status/1701607618433982869?s=20 Es geht im Feminismus der #DiePodcastin immer darum: Freiheit als Frau in der Öffentlichkeit zu leben, sichtbar zu sein und angstfrei sagen zu können, was gilt. Dies ist 2023 leider auch in westlichen Demokratien keine Selbstverständlichkeit mehr.
Die Rohnerin berichtet: Das Redaktionsnetzwerk Deutschland RND jubelte diese Woche “Babyglück für Johannes Arlt. Dänische Leihmutter: Homosexueller Bundestagsabgeordneter ist Vater geworden!” Liebe Medien: Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten! Würdet ihr auch über andere Umgehungen von Verboten so jubelnd berichten? Beispiel Kinderehe? “Eheglück für xy! Afghanische Kinderbraut: xy hat geheiratet!” Nicht??? Dann denkt mal darüber nach, warum ihr das bei Leihmutterschaft anders seht. Hier der Link zur Leihmutterschaftssendung “Nachtcafé” mit
laStaempfli erwähnt Indien und den grossen Einfluss indischer Denkerinnen im Westen mit der Unterwanderung der westlichen Demokratiemodelle, inklusive der Mittäterschaft von vielen progressiven Kräften. Hierzu gibt es einen Artikel von laStaempfli, weil der Zusammenhang in der #DiePodcastin nicht ganz klar wurde: https://www.ensuite.ch/die-neuen-patriarchinnen-wie-postkolonialistinnen-misogynieren/
*misogynieren: Ein neues Wort von laStaempfli: *misogynieren = Handeln, erzählen und das Verhalten einer Person mit der Absicht, unbewusst oder bewusst, Frauenfeindlichkeit, Unsichtbarkeit von Frauen und Frauendiskriminierung zu fördern. Misogynieren verbreitet Klischées, Stereotypen, diskriminierende Werturteile gegenüber Frauen sowie das Ignorieren und Herabwürdigen der Frauengeschichte, deren Rechte und Beiträge in allen gesellschaftlich, wissenschaftlich, kulturell und politischen Bereichen.
https://timesofindia.indiatimes.com/home/sunday-times/all-that-matters/men-havent-always-ruled-the-way-we-imagine-gender-in-history-is-wrong-angela-saini/articleshow/99876235.cms?from=mdr
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_den_physiologischen_Schwachsinn_des_Weibes
https://timesofindia.indiatimes.com/home/sunday-times/all-that-matters/men-havent-always-ruled-the-way-we-imagine-gender-in-history-is-wrong-angela-saini/articleshow/99876235.cms?from=mdr
https://www.theguardian.com/world/2023/jun/22/narendra-modi-does-yoga-in-new-york-as-us-state-visit-gets-under-way
https://www.rosalux.de/news/id/42148/witwenverbrennung-in-indien
Weitere Links:
DAS BILD ein DETAILAUSSCHNITT VON REGULA STÄMPFLI: ALICE BAILLY 1872-1938, LE THÉ 1914. IN DER AUSSTELLUNG “ANEKDOTEN DES SCHICKSALS”, KUNSTMUSEUM BERN 2023.
Am 2.9.2023 ist Lore Maria Peschel-Gutzeit gestorben, eine DER wichtigsten Juristinnen in der deutschen Rechtsgeschichte. Als Justizsenatorin von Hamburg war sie Teil der Gemeinsamen Verfassungskommission, auf die 1994 die Erweiterung von Art. 3 des Grundgesetzes zurückgeht: “Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männer und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.” 1968 erkämpfte Peschel-Gutzeit die familienbedingte Teilzeit für Beamtinnen (und Beamte) im Bundesbeamtengesetz (“Lex Peschel”), 1978 formulierte sie die Klage gegen den Stern wegen sexistischer Werbung. Sie kämpfte gegen Pornografisierung und Diskriminierung von Frauen in der Öffentlichkeit. Sie war Vorsitzende des Juristinnenbundes von 1977-1981 und seine Ehrenpräsidentin – und arbeitete bis zuletzt, mit über 90, noch in der eigenen Kanzlei. Jetzt gilt es, ihre Verdienste sichtbar zu halten – so wie es aktuell in der Schweiz mit der verstorbenen Bundesrichterin Margrit Bigler-Eggenberger geschieht.
laStaempfli bringt voller Begeisterung Hulda Zwingli for ever: Die Frauen sind im Kunsthaus und sie sind nicht einmal nackt. 1481 Ausstellungen eröffnete das Kunsthaus Zürich insgesamt, NUR 60 DAVON EINZELAUSSTELLUNGEN VON FRAUEN. Die neue Direktorin Ann Demeester ist in der 110 Jährigen Geschichte des Hauses die erste Frau an dessen Spitze. Das anonyme Künstlerkollektiv Hulda Zwingli stellt genial aus und für ein Jahr im Kunsthaus Zürich, siehe https://www.kunsthaus.ch/sammlung/recollect/
laStaempfli und die Rohnerin bringen mehrere Beispiele ZUR THEORIE DER SEXISTISCHEN ENTEIGNUNG (copyright von #diepodcastin & Regula Staempfli). laStaempfli buchte Tickets und Hotel – ihr Partner kriegte alles billiger; die Hotelzimmer sind für Männer immer besser, überall werden Frauen enteignet: KI bringt zutiefst sexistische Enteignung auf Plattformen. Frauen werden schlechter gerated, sie kriegen schlechtere Jobangebote, sie verdienen weniger, sie müssen mehr zahlen usw. Das neuste Beispiel bringt Ingrid Brodnig mit dem PORNO-DEEPFAKE – da werden bekannten Frauen Gesichter von Pornodarstellerinnen aucodiert, um sie völlig zu entmenschlichen. #diepodcastin, die Rohnerin wird über diesem Bericht sarkastisch und verweist darauf, wie absurd, hinterhältig und völlig entwürdigend es ist, von Frauen bei solchen Pornos oder sog. Sexarbeit dann von “FREIWILLIGKEIT” zu sprechen. Würden derart rassistische Filme wie die sexistischen Pornos überall im Netz verbreitet, es gäbe einen Riesensturm: So sehen Google und X kaum Handlungsbedarf – siehe Profil 10.9.2023. Dazu hat laStaempfli auch einen neuen Artikel im Kulturmagazin ensuite und einen neuen Begriff kreiert, also ein Verb: misogynieren.
*misogynieren = Handeln, erzählen und das Verhalten einer Person mit der Absicht, unbewusst oder bewusst, Frauenfeindlichkeit, Unsichtbarkeit von Frauen und Frauendiskriminierung zu fördern. Misogynieren verbreitet Klischées, Stereotypen, diskriminierende Werturteile gegenüber Frauen sowie das Ignorieren und Herabwürdigen der Frauengeschichte, deren Rechte und Beiträge in allen gesellschaftlich, wissenschaftlich, kulturell und politischen Bereichen.
Bild ist von Regula Stämpfli ARTSY Juni 2023, von laStaempfli copyright.
laStaempfli zu BRICS siehe Geopolitik: BRICS Staaten Verteidigung der Demokratie und des Westens und das katastrophale Versagen der Medien punkto Relevanz und Themen zur Stärkung der Demokratie. https://kleinreport.ch/news/propaganda-fur-antidemokraten-schweizer-medien-der-brics-gipfel-102493/
laStaempfli empfiehlt SRF: Eine Extrasendung des Medientalks SRF zur sexuellen Belästigung durch einen Starjournalisten. Er soll über Jahre junge Journalistinnen mit seinem Starimage verführt und missbraucht haben.https://www.srf.ch/audio/medientalk/sechs-frauen-werfen-republik-reporter-sexuelle-belaestigung-vor?id=12443572
Regula Stämpfli ist über die Leerstellen im öffentlichen Diskurs entsetzt: ES FEHLT DIE STAATSRECHTLICHE DIMENSION, völlig. Keine einzige Expertin ausser in den Kreisen um #diepodcastin thematisiert den engen Zusammenhang zwischen digitaler Auflösung der Wirklichkeit und diesem ersten, neuen Gesetzesentwurf der Ampel-Regierung. Dabei ist mit dem sog. Selbstbestimmungsgesetz ein Paradigmenwechsel der gefährlichsten Art festgelegt: Sprechakte, die Ideologie entscheiden über Verfassungsrecht, rechtsethische Tradition, über Familienrecht, über BürgerInnen-rechte, über Faktisch und Nicht-Faktisch. Dass dies niemanden auffällt, ist der EIGENTLICHE DEMOKRATIEPOLITISCHE SKANDAL. Es geht nicht um Medizin, Biologie oder Besserstellung von Transsexuellen, ES GEHT DARUM, DIE DEMOKRATIE AUF DIE IDEOLOGIE DER SPRECHAKTE WIDER ALLE GRUNDRECHTE DURCHZUSETZEN. In dieser Epoche definieren Codes und Automatismen unser tägliches Leben und nicht unsere Grundrechte, unser politisches Handeln sowie unseren Alltag. Dieses antidemokratische Aushebeln soll und muss den Beteiligten vor die Füsse fallen. Das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz markiert einen bemerkenswerten Wendepunkt, indem erstmals in einem Beschluss einer Nachkriegsregierung wiederum Sprachregelungen,d.h. Ideologie, Gesetz werden sollen. #HannahArendtLectures.
Das Bild zur Folge stammt von einer Fotografie von Regula Stämpfli des Bildes der grossen Tamara de Lempicka.
Links:
– Gesetzesentwurf zum sogenannten “Selbstbestimmungsgesetz”, wie er vom Kabinett beschlossen worden ist: https://www.bmfsfj.de/resource/blob/229616/b4f835d1a1da28f1ef51552846f1e20a/gesetzentwurf-kabinett-data.pdf
Das grosse Demokratieloch sowohl im Podcast als auch in Schrift und deutsch/englisch: http://ta-swiss-futurepodcast.online/introduction-big-democracy-data-gap-von-regula-staempfli Auf der Homepage findet sich Englisch und Deutschversion als Audio und hier der Text: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf
Heute musst die Rohnerin die Folge fast ganz allein stemmen und sie tat dies mit Bravour: laStaempfli ist an der Wiener Leitung gescheitert, wir bitten wegen Stimmüberschneidungen um Entschuldigung.
Anne Rabe hat einen Superessay über Missbrauch von Teenagern in Ferienlagern geschrieben. Die Eltern geben die Kinder ab, es sei ein Ferienlager ohne strenge Reitlehrer und ohne fixen Zeitplan, quasi ein Paradies für Kinder – well ein Paradies für Täter. Die, nicht schweigen, sondern ihre sexuelle Gewalt als Normalität, als Kult, als Geste, als Stil inszenieren wie laStaempfli anhand der Pop-Kultur und des Genie-Gestus ausführt. https://www.54books.de/die-taeter-schweigen-nicht/
laStaempfli bringt ihre Kritik zu #BarbieTheMovie und die Rohnerin kontert genial: Weil es so wenige Filme gibt, in denen selbst die Minimalanforderung, dass zwei Frauen miteinander reden, nicht erfüllt werden, sind wir wie ausgehungert, wenn es endlich einen sog. Frauenfilm gibt. Dennoch bringt laStaempfli hier im Text ihre wichtigsten Kritikpunkte: Es ist eine asexuelle pinke Puppenironie nicht eines Matriarchates, sondern eines Jungfrauenchates – ein klassischer Prinzessinnentraum. Es geht um Frauen, die sich weigern, erwachsen zu werden. Und die Tatsache, dass Barbie ausgerechnet ins Originalpatriarchat zurück will, ist so absurd wie die Musik grottenschlecht ist. Aus der Kritik entwickelt sich sprechendes Denken zwischen Isabel Rohner und Regula Stämpfli vom Feinsten.
Den Film über Simone Veil “Ein Leben für Europa”, den laStaempfli so liebt, gibt es – oh Schande, nicht zu streamen. Es ist eine Katastrophe, dabei ist der Film umwerfend gut. Wer weiter weiss, soll sich melden.
Das Bild ist von Charlotte Salomon “Paulinka Bimbam” – ihre Stiefmutter, Paula Lindberg. Zu Charlotte Salomon, die wir alle kennen sollten FemBio von Luise F. Pusch: siehe https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/charlotte-salomon/ In München ist noch die herausragende Ausstellung zu dieser umwerfenden Künstlerin zu sehen. Der Bildausschnitt wurde in der Ausstellung fotografiert von Regula Stämpfli.
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