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MediaToo Tagesanzeiger: Die TX Group, vormals Tamedia, ist eine private Mediengruppe Schweiz mit 3600 Vollzeitstellen und Mitarbeitenden in der ganzen Welt. Ausser Pascale Bruderer & Ursula Nötzli sitzt keine Frau in der Gruppenleitung , also ehemals Verwaltungsrat. Über 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung werden via dieses Unternehmen informiert: Das. Ist. Geballte. Macht informiert laStaempfli. Und TX-Group ist eng mit der Süddeutschen Zeitung verbandelt. Also noch mehr Macht. Langer Rede kurzer Sinn: Das Unternehmen hat geballte MediaToo Skandale, Probleme, Schädnungen, Frauendiskriminierung, Gleichstellungsverbrechen und der Clou: Es ändert sich nichts. Absolut nichts. Siehe dazu die Einträge, Tweets und Links. Der Gipfel an Zynismus ist das Mediawashing: Fünf neue Kolumnisten im Tagesanzeiger werden angekündigt, fünf die für Antirassismus, Antisexismus und Zukunft stehen. Well. laStaempfli zählt darauf, dass die Kolumnisten und Kolumnistinnen die Skandale im eigenen Unternehmen thematisieren – das macht laStaempfli als Kolumnistin ständig.
#CultureToo: Neuer Hashtag der @diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli. Der deutsche Ballettdirektor Marco Goecke greift verbal und physisch eine Kritikerin, die nie persönlich mit ihm Kontakt stand, während einer Premiere im Foyer an; alle schauen zu und er schmiert als Eskalation der geschockten Wiebke Hüster Fäkalien ins Gesicht. Diese erstattet Anzeige, die F.A.Z. schreibt einen geharnischten Artikel zum misogynen Angriff und den Angriff auf die Pressefreiheit. Soweit so klar. Alles andere, was folgt ist klassisches #CultureToo. Auch hier alle Tweets von laStaempfli und der Rohnerin gucken, siehe Links.
Die Rohnerin wirft neben den strukturellen Gewaltmechanismen einen weiteren klugen Gedanken und eine Theorie ein: “Sprechakte als Gewaltakte”. Da in den letzten fünf Jahren in Kulturkreisen ständig von “Sprache als Gewalt” verhandelt wird, fühlt sich der Balletchef wohl auch noch berechtigt. Dies zeigt den von @diepodcastin schon häufig angesprochene Graben zwischen Realität und Sprechakten auf. Wenn ich einen Balletchef kritisiere, ist dies mein gutes Recht und keine Gewalt: Wenn im Iran die Sittenpolizei Frauen auf offener Strasse totprügelt, weil der in der westlichen Kulturszene so verherrlichte Hjiab nicht richtig sitzt, DAS IST GEWALT.
Sehr spannend, #CultureToo wird auch noch häufiger verhandelt werden. Ach ja und chatbotai mit Isabel Rohners Biographie, weshalb #diepodcastin wieder darauf hinweist, dass Isabel Rohner und Regula Stämpfli darüber schon stundenlang geredet haben: Algorithmic Bias, Klischees und Leerstellen.
Regula Stämpfli über Leerstellen und Diskriminierungen in der Digitalisierung: Das grosse Datenloch siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf
Melanie Raabe, Die Kunst des Verschwindens. Genialer Roman mit magischen Realismus – seufz, alle kaufen! “Die Kunst des Verschwindens” ist eine Wundertüte, Roadmovie, Fantasy, Krimi alles zusammen und ein Rausch-Lese-Erlebnis. Es geht um zwei Frauen Ellen und Nico, eine bekannte Schauspielerin, die andere Fotografin, Ellen verschwindet über Nacht spurlos und nun beginnt die Reise. Die Frage der Seelenverwandschaft zwischen bislang Unbekannten ist rauschhaft schön unheimlich auch.
Fabelhafte Rebelllen von Andrea Wulf: Spannendes Porträt von Jena im 18. Jh. Frauenfiguren sind etwas arg am historischen Original (ver)beurteilt, trotzdem lohnt sich die Lektüre vor allem wegen der FABELHAFTEN CAROLINE BÖHMER SCHLEGEL SCHELLING.
History of Art without Men: Grosse Künstlerinnen und ihre Werke. Die enorm junge und von Christies gesponsorte Katy Hessel führt seit 2015 einen Instaaccount und einen Podcast in der 8. Saison: https://www.thegreatwomenartists.com/katy-hessel-podcast. Hessel hat ein schönes, etwas arg “nettes” Buch über die patriarchalen Mechanismen, Frauen zu ignorieren, zu verleumden, zu vergessen, geschrieben. Aber immerhin: Gombrichs Werk wird nun ergänzt.
PS: In einer ersten Aufschaltung wurde LUISE F. PUSCH falsch geschrieben. laStaempfli bittet um Vergebung.
laStaempfli hat was Positives zur KI ChatbotGPT: Sie ist ganz entzückt über die 12 Regeln, die ChatGPT bringt: Es gibt enorme Daten- und Demokratielöcher, aber wenn die Fragen so gestellt werden, dass Frauen vorkommen, sind die Texte der letzten 70 Jahr gleichstellungspolitisch gut.
“Schreib mir die 12 wichtigsten Regeln der Gleichstellung von Mann und Frau
Die Rohnerin berichtet über die mangelnde Repräsentanz von Frauen in der Medienberichterstattung. #diepodcastin verweist auf vorherige Folgen, wo sie die grundlegenden Studien der Uni Rostock und der Uni Zürich besprochen hat: Die Frauenquote bei der Berichterstattung dümpelt im deutschsprachigen Raum bei ca. 30 Prozent (die Männerquote liegt also bei 70 Prozent!). Nun haben der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger sowie Pro Quote Medien Studien zu Frauen in den Redaktionen vorgelegt. Ergebnis: Medien sind klar in Männerhand. Besonders drastisch ist die Situation in den Chefredaktionen der Regionalzeitungen: Unter den 97 Zeitungen gibt es 91 Chefredakteure und gerade mal 14 Chefredakteurinnen. 5 Frauen teilen sich dabei den Job mit einem Mann. Bei den Onlinemedien liegt der Männeranteil bei den Chefposten bei 72 Prozent (Frauenanteil also 28 Prozent). Entwicklung gibt es bei den sogenannten Leitmedien (überregional). Dort stieg der Frauenanteil in den letzten Jahren von 14 Prozent auf inzwischen 40 Prozent. Die Aufteilung der Ressorts bleibt jedoch traditionell: Frauen leiten Lifestyle, Unterhaltung, Garten – Männer Politik, Wirtschaft, Technik.
#diepodcastin von Isabel Rohner und Regula Stampfli: Sexismus ist Enteignung.
***
laStaempfli bringt das Thema: “Frauen am Berg”, eine kleine, leider etwas arg minimale frauenpolitische Ausstellung zum Thema in Bern, im alpinen Museum. laStaempfli recherchiert und findet die klassische Frauenstruktur auf: Frauen werden von einflussreichen Verbänden und Vereinen ausgeschlossen, gründen eigene Frauennetzwerke, die sehr erfolgreich sind und dann, wenn die Männer finden, es sei jetzt an der Zeit, modern zu werden, die Frauennetzwerke übernehmen und so die Frauen einfach modern unsichtbar machen. Kurze Geschichte des Schweizer Frauen Alpenclub SFAC – dazu müsste unbedingt ein Buch geschrieben werden oder auch des DAC – deutscher Alpenclub, der bis weit in die 1990er Jahre einigen Sektionen erlaubt hat, Frauen den Zugang zu verbieten. Am Beispiel der Frauen im Berg lässt sich die These der #diepodcastin brillant nachvollziehen: Sexismus ist keine Kultur, sondern Enteignung von Frauen in Geschichte, Kapital, Recht und Demokratie. Zur Geschichte der Frauen gibt es einen schönen Band: „Frauen im Aufstieg. Auf der Spurensuche in der Alpengeschichte von Ingrid Runggaldier. Auch der Wikibetrag zum Schweizer Frauen Alpenclub ist wunderbar. https://de.wikipedia.org/wiki/Schweizerischer_Frauen-Alpen-Club
Bild: Marion van Laer: Alpiner Übungskurs des SFAC Burgdorf im Gebiet Lauteraar 1938.
Links:
#diepodcastin mit Datenlöcher: Isabel Rohner und Regula Staempfli mit Polyamorie, Iran, Afghanistan, Prix Simone de Beauvoir, Gender BritAward Unsichtbarmachung von Frauen,ChatGPT.
Das Zitat der heutigen Folge stammt von einem Tweet von Stefanie Sargnagel zur Polyamorie:
Und provoziert erneut ein Plädoyer für erfüllte Sexualität der Frauen von der #diepodcastin. laStaempfli empfiehlt nochmals das Buch von Sandra Konrad: “Das beherrschte Geschlecht. Warum sie will was er will.”
Die Podcastin zum Iran: Hier gilt nur eines. Haltet den Druck gegen das Folterregime aufrecht. Regula Staempfli macht auch darauf aufmerksam, dass wir dringend ein linkes feministisches Update brauchen: es geht nicht mehr, dass jeder Feminismus im Islam als islamophob gekennzeichnet wird, das Gegenteil ist der Fall, wie die Revolution im Iran zeigt. diepodcastin hält fest: Die iranischen Frauen und Männer brauchen unsere Stimme hier im Westen. Dazu gehört auch, in fortschrittlichen Kreisen dafür zu kämpfen, dass Frauenrechte nicht islamophob, sondern Überlebensrechte sind. Gleichzeitig muss die sexuelle Gewalt im Iran als strategisches Mittel der Diktatur zur Sprache gebracht werden. Dies gilt im übrigen auch für Afghanistan.
Die Rohnerin erwähnt den “Prix Simone de Beauvoir”, der seit 2008 immer am Geburtstag der französischen Philosophin in Paris vergeben wird. Er geht in diesem Jahr an die iranischen Frauen und ihren Kampf um Demokratie und Freiheit. Eine gute Wahl findet #diepodcastin: Wir wünschen uns in diesem Jahr noch viel mehr Auszeichnungen, also Sichtbarkeit, für die Frauen (gern auch nicht nur im Kollektiv!), die für ihre Menschenrechte ihr Leben riskieren.
Zur Unsichtbarmachung der Frau bringt laStaempfli nochmals ChatGPT: ChatGPT ist ein sehr cleverer Chatbot, ein Dialogfeld, das von OpenAI entwickelt wurde und bei dem es sich lohnt, genau hinzuschauen. Es bestehen so viele Datenlöcher, die einmal mehr darauf hinweisen, dass die Daten mit Frauenbiographien, Frauenliteratur, Frauenbibliotheken gefüttert werden müssen. Bei den Beispielen die laStaempfli anführt, dominieren leider Männerdaten. Sexistische Enteignung im Datensatz – und damit auch das Dilemma: Sollen wir den Bot füttern und dadurch uns exponieren als Frauen oder sollen wir das Geschäft den Männern überlassen. Es gibt keine einzige Expertin in Die Zeit, Dossier vom 12. Jänner 2023 zum Titelthema KI – und dieser Umstand bringt laStaempfli zum Straucheln. Sie verheddert sich durch die Kränkungen der Geschichte, die ihr und vielen Frauen angetan werden.
laStaempfli mit neuem Begriff & Story: Die unglaubliche Geschichte des MANFLUENCER (TM von laStaempfli, ein misogyner Influencer) Andrew Tate. Dank Greta Thunberg konnte der mutmassliche Vergewaltiger und sein Bruder, der des Menschenhandels angeklagt ist, festgenommen werden. Also nicht dank Greta Thunberg, aber wegen Tates Beschimpfungen der Klima-Ikone und -Aktivistin und einem Bild, dass Tate von sich und seiner Pizza fotografiert hat. Hier der Artikel dazu: https://www.derstandard.de/story/2000142178747/frauenhasser-andrew-tate-in-rumaenien-wegen-menschenhandelsvorwuerfen-festgenommen
DANN EIN BÜCHERTIPP für ZDF (DREHBUCH!!!) von laStaempfli: “DIE SCHWARZE PETRA VON ISABEL ROHNER!”
Was laStaempfli erinnert: Ihr Jahreswunsch: Stefan Bachmann verzichtet zugunsten von Anna Bergmann auf die Intendanz an der Burg. Weshalb laStaempfli auch “Gretchens Rache” von Isabel Rohner empfiehlt, denn es ist die beste Neuinterpretation von Goethes Faust.
Zum algorithmic bias wie immer laStaempfli im grossen Datenloch siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf
Bild ist von Hulda Zwingli, abfotografiert vom Instagram-Account siehe https://www.instagram.com/huldazwingli/?hl=de
#diepodcastin im Gespräch: Regula Stämpfli interviewt Regula Bochsler und Isabel Rohner konstatiert: Feministinnen sind die besten Historikerinnen. Dieses Gespräch musste gelöscht werden. Regula Bochsler will mit Regula Staempfli aufgrund derer Position zu Israel nicht und nie mehr in Verbindung gebracht werden. Aus Gründen der Medientransparenz wird diese
Das Bild ist von der wunderbaren Freundin, der grossen Künstlerin Danielle Pamp.
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