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  • #diepodcastin ist stolz auf Ambivalenzen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Alice Schwarzer, codebasiertes Storytelling, der codierte Beliebigkeitsmist & ein Plädoyer für mehr Sinnlichkeit unter Frauen.

    #diepodcastin ist stolz auf Ambivalenzen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Alice Schwarzer, codebasiertes Storytelling, der codierte Beliebigkeitsmist & ein Plädoyer für mehr Sinnlichkeit unter Frauen. Mit der grossen Nicola L., Künstlerin als Illustration (1969).

    “Die Podcastin” verteilt gleich mehrere “Schrumpelgurken der Woche”: Isabel Rohner la Grande, hat gesammelt und gelitten: 
    – an den Journalisten, dem bei der PK der Regierungschefinnen von Finnland und Neuseeland nichts Besseres zu fragen einfiel als “Treffen Sie sich, weil Sie im selben Alter sind?”
    – an das Bundesfrauenministerium, das den Girls’ Day doch tatsächlich im Referat “Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer” (!!!) ansiedelt und Mädchen und Frauen schlicht “mitmeint”
    – und stellvertretend für leider viele feministische Organisationen an den Bundesverband Pro Familia, die am 25.11. – seit 1999 der hart erkämpfte, offizielle Aktionstag der Vereinten Nationen (!!) gegen Gewalt an Frauen – den “Tag gegen Gewalt an FLINTA” ausriefen und damit Frauen und die geschlechtsbezogene Gewalt, die sie JEDEN TAG erfahren, aus dem Fokus nahmen
    “Die Podcastin” gratuliert Alice Schwarzer herzlich zum 80. Geburtstag und empfiehlt allen Hörerinnen und Hörern den super guten und sehenswerten Zweiteiler “Alice” in der ARD-Mediathek (Regie: Nicole Weegmann; in der Hauptrolle die phantastische Nina Gummich).
    Das nehmen Regula Stämpfli und Isabel Rohner zum Anlass und sprechen über Ambivalenz, Sinnlichkeit, Kritik und Lebensfreude.

    Punkto Ambivalenzen bringt laStaempfli ihr altes Thema der strukturellen postkolonialen, postfaktischen Gewalt durch automatisch repetierte Codes, die an die Stelle von Wirklichkeit und Wahrheit treten: It is often the codes that make us so mad: “Das Storytelling wurde analogen und sozialen Medien überlassen, deren Kapitalfeed aus Personalisierung, Skandalisierung, Emotionalisierung und Freund-Feind-Schemata besteht.1 Die »Algorithmisierung der Welt« (laStaempfli) manifestiert sich genau in den Frauenhasser-Diskussionen. 

    Regula Stämpfli bringt voller Freude die neue “NGO für Menschenrechtsfragen” Pen Berlin. Es geht um konkrete Hilfen und unbürokratische, nicht-hierarchische Vereinigung von Autorinnen und Autoren mit der Möglichkeit, verbandsintern Ambivalenzen zuzulassen Jeder interne Streit oder Twitter Schlägerei über Gendersprache würde zweitrangig, so Medienberichte: „Der Trick ist zu reden“ des ersten Pen Berlin-Kongresses mit dem Motto von Simone Buchholz.

    Das krasse Bild stammt von laStaempfli : Es ist “Little TV Woman. I am the Last Woman Object” von Nicola L. eine am Boden sitzende Figur, ausgestattet mit Schubladen statt Brüsten – funktionale Objekte als Kritik von Kunst und Warenkultur der Zeit. Grossartig als feministische Kritik wie schon in den 1960er Jahren der weibliche Körper zum Objekt gemacht wurde, gerade durch die Pop-Art. Sie sollte frau kennen: Nicola L. Little TV Woman by Nicola L. 1969 für #diepodcastin Isabel Rohner und Regula Stämpfli Folge 129.

    Links:

    Video der PK von Sanna Marin und Jacinda Ardern: https://www.youtube.com/watch?v=8n-HPaFxTU4
    – Das BMFSFJ hat ein “Referat Gleichstellungspolitikk für Jungen und Männer”, dort ist auch der Girls’ Day verortet: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/jungen-und-maenner
    – Der Bundesverband Pro Familia benennt den 25.11. um: https://twitter.com/profamilia_bv/status/1595701240599662592
    – Zweiteiler “Alice” in der ARD-Mediathek:https://www.ardmediathek.de/video/alice/alice-1-2-oder-biopic/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2FsaWNlLzM0NWZjMDFiLTYyZWUtNGMwZi1hYzZlLWMxYzA4MWE0Mjc5NA

    Wie Codes Demokratie vernichten siehe den Europa-Artikel von Regula Stämpfli https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf

    51 min
  • #diepodcastin schreibt Bücher: Regula Stämpfli redet mit der Autorin Isabel Rohner über ihre Krimireihe; diesmal der vierte Band: "Die Schwarze Petra".

    #diepodcastin schreibt Bücher: Regula Stämpfli redet mit der Autorin Isabel Rohner über ihre Krimireihe; diesmal der vierte Band: “Die Schwarze Petra”.

    Diese Folge ist eine Wiederholung: Doch bei der #diepodcastin gilt: Keine Folge ist bisher veraltet. Einen schönen ersten Advent wünschen Ihnen/Euch Isabel Rohner und Regula Stämpfli.

    Der neue Roman von Isabel Rohner: “Schwarze Petra”, nimmt die Leserinnen und Leser mit nach Wien und taucht mit ihnen tief ein in die Abgründe der Theaterszene. Denn die Rohnerin beleuchtet dieses Mal nichts weniger als die sexistischen und rassistischen Strukturen in der Theaterszene – und dies alles mit einer großen Portion Humor, Satire und politischer Treffsicherheit. 
    Regula Stämpfli und Isabel Rohner in einem spannenden Gespräch übers Schreiben, Weltenerfinden und Ansprechen von Realitäten!
    Zum Plot: Krimiautorin Linn Kegel fiebert der Premiere ihres ersten Theaterstücks Schwarze Petra entgegen. Doch nichts läuft wie geplant: Der Intendant der Festung in Wien will Linns Stück unter vermeintlich männlichem Autorennamen auf die Bühne bringen. Und dann verschwindet auch noch die Hauptdarstellerin. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen – oder steckt doch etwas anderes dahinter? Das Ensemble jedenfalls war mit der Besetzung der weißen Vero für die Rolle der Schwarzen Petra so gar nicht einverstanden. Linn Kegel nimmt die Ermittlung auf. Ein neuer feministischer Krimi voller skurriler Figuren und literarischer Anspielungen.
    laStaempfli kann einfach nur sagen: “Kriminalromane von Isabel Rohner sind ein Stück Kultur-, Frauen-, Thriller- und Literaturgeschichte in einem”. Storytelling für Netflix, Amazon Prime, HBO UNBEDINGT. NOW. ES DARF ÜBRIGENS AUCH ZDF SEIN, lacht laStaempfli begeistert. 
     
    Links:
    – “Schwarze Petra” ist im Ulrike Helmer Verlag erschienen und auch als e-Book erhältlich. Bestellbar in jeder Buchhandlung oder direkt hier: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-schwarze-petra/
    – Rezension zu “Schwarze Petra” von Rolf Löchel: https://literaturkritik.de/rohner-schwarze-petra,28975.html
    – “Gretchens Rache” von Isabel Rohner: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache
    – “Taugenixen” von Isabel Rohner: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-taugenixen/#cc-m-product-14296695232
    – “Schöner morden” von Isabel Rohner: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-sch%C3%B6ner-morden/#cc-m-product-14161429932
    BILD VON REGULA STÄMPFLI AN DER BUCHMESSE FRANKFURT 2022, WO ISABEL ROHNER PROMINENT AUSGESTELLT WAR: ULRIKE HELMER VERLAG.

    Geniale Kritik:

    Eva oder Petra, das ist hier die Gretchenfrage.Isabel Rohners Kicherkrimi „Schwarze Petra“ erörtert nicht nur feministische Fragen, sondern brilliert auch mit Witz und Humor.Von Rolf Löchel siehe

    https://literaturkritik.de/rohner-schwarze-petra,28975.html

    Rolf Löchel Zitat: “Wie es sich für einen feministischen Kicherkrimi gehört, werden nicht nur der nahezu allgegenwärtige Sexismus angeprangert und Kontroversen innerhalb der feministischen Community ausgetragen sowie Verbrechen aufgeklärt, es gibt auch immer wieder etwas zum Schmunzeln. Und nicht selten wird all das sogar miteinander verbunden. Besonders lustig ist etwa ein Gespräch zwischen Linn und Herrn Bankl über die Konstruktion oder Nicht-Konstruktion von Geschlecht. Dass Österreich noch nie eine Bundespräsidentin hatte, werde sich „ganz schnell ändern“, „[s]obald auch Männer Österreicherinnen sein können“, meint der Pförtner.”

     

    47 min
  • #diepodcastin im Gespräch: Regula Stämpfli mit Marion Lautner, Human Resources, Coach. Wie machen Frauen Karriere, wie verhandelt frau Honorare & weshalb sind Frauen in der Kultur so untervertreten?

    #diepodcastin im Gespräch: Regula Stämpfli mit Marion Lautner, Human Resources, Coach. Wie machen Frauen Karriere, wie verhandelt frau Honorare & weshalb sind Frauen in der Kultur so untervertreten?

    Regula Stämpfli hatte das grosse Vergnügen und den riesigen Wissensgewinn, mit Marion Lautner, Leiterin Personal Pro Helvetia und systemischer Coach zu sprechen. Sie erläutert für #diepodcastin die Chancen von Frauen, ganz konkret, nachvollziehbar: Es wird Klartext gesprochen mit einer überaus kompetenten Frau, deren Aufgabenbereiche folgendermassen definiert werden:

    • Strategische und operative Verantwortung (inkl. Payroll) für den Bereich Personal von ca. 140 Mitarbeitenden (90 MA in der Schweiz und 50 MA im Ausland in unseren Aussenstellen in Shanghai, New Delhi, Cairo, Moskau, Johannesburg, Südamerika und Paris)
    • Führung von 5 Mitarbeitenden plus einem KV Lernenden
    • Erarbeiten und Implementierung von neuen Projekten (Lohnpolitik,Weiterbildungskonzeptes, Rekrutierungsprozesses inkl. Assessmenttools, Anti-Harassment Richtlinien, Diversity Konzept, Ersatz von SAGE durch ABACUS für Payroll und. Zeiterfassung, zurzeit Evaluation zur Digitalisierung der Personaldossiers, etc.)
    • Mitarbeit und Unterstützung bei der Erarbeitung und Implementierung der Reorganisation per 2020
    • Coaching der Führungskräfte inkl. GL Mitglieder in allen Belangen (Rekrutierung, Führung, Entwicklung und Trennung)
    • HR Budgetverantwortung: 9 Mio in der Schweiz und 1.8 Mio im Ausland.
    • Für #Die Podcastin spricht Marion Lautner nicht in ihrer Funktion als Leiterin der wichtigen Institution Pro Helvetia, die übrigens letztes Jahr die grösste Studie zu “Frauen in der Kultur” präsentiert hat, sondern als Marion Lautner, systemischer Coach mit Führungserfahrung zum Thema Frauen und Karriere. #diepodcastin dankt Marion Lautner für ihre Zeit und Begeisterung fürs Thema.

       

      51 min
    • #diepodcastins philosophische Presseschau: Isabel Rohner& Regula Stämpfli im sprechenden Denken über "Letzte Generation", Rechtsstaat, Mullah-Mördern, Katar, Kon-Tiki-Expetition, Jelinek von Claudia Müller, Gerd Vold Hurum u.v.a.

      #diepodcastins philosophische Presseschau: Isabel Rohner& Regula Stämpfli im sprechenden Denken über “Letzte Generation”, Rechtsstaat, Mullah-Mördern, Katar, Kon-Tiki-Expetition, Jelinek von Claudia Müller, Gerd Vold Hurum u.v.a.
      laStaempfli ist hin und weg von “Jelinek. Die Sprache von der Leine lassen” von der Regisseurin Claudia Müller: Eine WORTOPER, umwerfend! Alle hingehen & #diepodcastin, Isabel Rohner & Regula Stämpfli denken darüber nach, weshalb Frauen nie vergeben wird.
      Welche Adjektive fallen uns ein, um das Mullah-Regime im Iran zu beschreiben? Regula Stämpfli und Isabel Rohner sammeln: islamistisch, diktatorisch, frauenverachtend, sexistisch. Ein Geschlechterapartheidsregime! Der deutschen Ampel-Koalition kam nichts davon in den Sinn: In ihrem Antrag, der letzte Woche im Bundestag besprochen wurde, nennen sie das Mullah-Regime ernsthaft “konservativ-autoritär”. Die Rohnerin stellt fest: “Mein Mathe-Lehrer war vielleicht konservativ-autoritär! Aber nicht ein Regime, das den Terror im Nahen Osten finanziert, Jagd auf Frauen machen, weil sie frei leben wollen, und Israel mit Vernichtung droht!”

      la Stämpfli wirft Philosophie, Digitalisierung sowie Jetzt-Zeit-Fetischismus in die Runde: Früher ging es darum, die Kunst aus den Gefängnissen der Hochkultur zu befreien, heute befreien sich die Jugendlichen durch Medienaktionen: Der digitale und philosophische Wandel macht den Fortschritt unmöglich: Alles ist jetzt, now, selfish. Wir brauchen wieder eine neue Spiritualität – die Rohnerin interveniert, fasst die liberale Idee des “über die Generationen Denken”.  laStaempfli will unbedingt das Leben befreien aus dem Gefängnis der technischen und spätkapitalistischen Wissensschaftshegemonie inkl. Datenwelt, respektive Transformation mit LONGTERM-GOALS.: “Da wir keine höheren Werte mehr haben wie Gleichstellung, Demokratie, Freiheit, gibt es nur noch das nackte Leben. Man wird geboren, man stirbt und fertig: So gibt es keinen Fortschritt, sondern nur noch das ewige Jetzt.”

      Die Rohnerin fulminant zur Fussball-WM mit der erschütternden Einsicht: Frauen sind einfach nicht wichtig. Sie zählen nicht. Doch ganz von vorne: Gut, dass in den letzten Tagen viele Medien kritisch über den Unrechtsstaat Katar berichtet haben und sich dabei auch auf die Doku von Jochen Breyer bezogen, in der der katarische WM-Botschafter Homosexualität mit einem “geistigen Schaden” erklärte. Aber warum wird nicht mit dem selben Verve über die himmelschreiende Frauendiskriminierung in Katar berichtet? Warum wird nicht auch skandalisiert, dass Frauen in Katar nicht über ihr eigenes Leben bestimmen können, dass sie unter männlicher Vormundschaft leben müssen, dass wir es mit einem System der Geschlechterapartheid zu tun haben? Isabel Rohner bringts auf den Punkt: “Weil Frauen auch bei uns keine Rolle spielen! Weil ihre Diskriminierung auch bei uns schlicht als Lappalie gilt.”
      Die gute Nachricht der Woche: “Es lebe der deutsche Rechtsstaat!” Das Landgericht Berlin hat am 9. November 2022 die einstweilige Verfügung gegen die Geschäftsführung von Terre des Femmes verhandelt, eingereicht von TdF-Vorständin Inge Bell. Über die Hintergründe haben wir in der letzten Folge “Die Podcastin” ausführlich berichtet. Nun hat das Gericht Bells Antrag stattgegeben: Die Geschäftsführung muss Inge Bell alle Mitgliedsdaten zur Verfügung stellen, so dass Vorständin Bell eine außerordentliche Mitfrauenversammlung (= höchstes Gremium von TdF) einberufen kann, um über die Zukunft des Vereins zu beraten und ggf. auch um einen neuen Vorstand wählen zu lassen. Wichtig dabei: Bei diesem Antrag sah das Gericht auch die Einbedürftigkeit! Dies zeigt, dass Satzungs-  und Vereinsrecht für den deutschen Rechtsstaat eben sehr, sehr höhe Güter sind, über die sich keine Geschäftsführung einfach so hinwegsetzen darf. Die Podcastin gratuliert!
      Zuletzt eine Geschichte, auf die “Die Podcastin”-Hörerin Isabel mit ihrer Tochter Emilia hingewiesen hat: In der Zeit vom 3.11. ist ein großes Porträt über den Norwegischen Forscher Thor Heyerdahl erschienen, der 1947 mit seiner Kon-Tiki-Expedition Geschichte geschrieben hat. Aber warum verschweigt “Die Zeit”, dass zu seiner Crew auch eine Frau gehörte?? Gerd Vold Hurum hat die Expedition damals organisiert und überhaupt möglich gemacht!! Isabel Rohner bedankt sich herzlich bei Isabel & Emilia für die Zusendung von Material aus dem Kon-Tiki Museum in Oslo, das der Norwegerin Gerd Vold Hurum inzwischen eine eigene Tafel widmet – siehe Bild.
      50 min
    • #diepodcastin über Terre des Femmes: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Voice of Germany, Rana Mansour, VR CHINA, Rohnerins neues Buch, laStaempflis Algorithmen, Raphaela Gromes & Susanne Wosnitzka, Stefanie Reinsperger & TdF.

      #diepodcastin über Terre des Femmes: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Voice of Germany, Rana Mansour, VR CHINA, Rohnerins neues Buch, laStaempflis Algorithmen, Raphaela Gromes & Susanne Wosnitzka, Stefanie Reinsperger & TdF.

      laStaempfli ist entzückt: Voice of Germany hat Rana Mansour als Gastmusikerin eingeladen. Die iranischstämmige Sängerin hat eine wichtige Botschaft, den Song Baraye, “für oder wegen” gesungen: Poesie zum Tanzen auf der Strasse, Küssen in der Öffentlichkeit – es ist der Song der iranischen Revolution2022. “Für Frau, Leben und Freiheit.”

      Rohnerin: Die Schweizer Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat diese Woche ihren Rücktritt bekannt gegeben – und SRF3 wählt als ihre vier wichtigsten Meilensteine: 2010 ihre Wahl, 2015 sie wurde von Jean-Claude Juncker geküsst, 2018 sie hat Donald Trump in Davos getroffen und 2022 ihr Rücktritt. Die Goldene Schrumpelgurke der Woche!
      Die Rohnerin hat großartige News mitgebracht:
      – Die international bekannte Cellistin Raphaela Gromes wird im Februar 2023 unter dem Titel “Femmes” eine Doppel-CD mit Werken von 23 Komponistinnen veröffentlichen. Das Booklet dazu hat die Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka geschrieben – und kennengelernt haben sich die beiden über “Die Podcastin”.
      – Isabel Rohner hat diese Woche einen neuen Buchvertrag mit dem Ulrike Helmer Verlag unterzeichnet: 2023 erscheint nach “Schöner morden”, “Taugenixen”, “Gretchens Rache” und “Schwarze Petra” ihr fünfter feministischer Roman – oder wie der WDR in der Sendung “Bücher” sagte: “Das Drama der Diskriminierung als feministische Krimikomödie”!
      “Frau der Woche” ist für die Rohnerin die Schauspielerin Stefanie Reinsperger. Seit 2017 ist sie Mitglied des Berliner Ensembles und vielen HörerInnen bestimmt als Kommissarin im Dortmunder Tatort bekannt (im Fernsehen leider immer schauspielerisch total unterfordert…). Aktuell ist sie in der Hauptrolle von “Der Theatermacher” zu sehen – und sie ist eine Wucht. Die Rohnerin bringts auf den Punkt: “Reinsperger gehört aktuell zu den spannendsten KünstlerInnen auf deutschsprachigen Bühnen. Sie beherrscht Komik und Tragik und alles, was dazwischen liegt. Sie ist pure Kraft, auch in den leisesten Emotionen.”

      Dann sind sich die Rohnerin & laStaempfli extrem uneinig über den Kanzlerbesuch nach China, die Rolle der Aussenministerin Baerbock und die Möglichkeiten, sich von China, dessen Diktatur für die Demokratie Deutschland, Europa und alle Demokratien der Welt unabhängig zu machen. Deshalb ziert diese Folge ein Chinabild der Künstlerin Cao FEI.

      Apropos Shitstorms, digitale Transformation, China, Europa & Demokratie, hier ein Ausschnitt aus “Banksprech” von Regula Stämpfli:

      “Im Zeitalter algorithmischer Reproduktion geben globale Fiktionen für das Nicht-Funktionieren oder das Funktionieren von ökologischer und sozialer Demokratie den Ausschlag. Bei den üblichen EU-Geschichten kommen Müllberge, Leih- und Sklavenarbeit, Umweltzerstörung und die als Kohlenstofflager missbrauchte Luft im Zusammenhang bei- spielsweise mit der Digitalisierung schlicht nicht vor. Lieber empören sich dann organisierte Interessenvertreter*innen über die europäische Datenschutzverordnung, die ihrerseits zwar der Intention nach die De- mokratie stützen will, an der digitalen Umdeutung der Welt und der Er- oberung der Welt als Kredit- und Sozialpunkte-System jedoch NICHTS ändert. Die reale Transformation der wirklichen Welt und der wirklichen Menschen in Datenpakete wird kaum kommentiert, obwohl sie nicht nur in der VR China, sondern auch in Europa stattfindet.”

      Thema der Woche bei “Die Podcastin” ist “Terre des Femmes” (TdF) – die wichtigste feministische Organisation in Deutschland zum Schutz von Frauen und Mädchen. TdF war über Jahrzehnte DIE starke Stimme im Kampf gegen Prostitution und Frauenhandel, gegen häusliche und sexuelle Gewalt, gegen Zwangsheirat und sogenannte “Ehrenmorde” und gegen das Kinderkopftuch (Kampagne “Den Kopf frei haben”). Über Jahrzehnte zeigte TdF klare Kante gegen alle Diskriminierungen, die Frauen erleben, weil sie Frauen sind. Aktuell jedoch wankt der Fels TdF. Die Rohnerin fasst zusammen: 
      Was war geschehen: Das qua Satzung oberste Gremium von TdF, die Mitfrauenversammlung, hat 2020 ein Positionspapier zu Transgender veröffentlicht (Link s. unten). Wie die Rohnerin feststellt, ein kluges, sachliches und empathisches Papier, in der TdF klar benennt, dass sie die vulnerable Gruppe der Transgender in ihrem Recht, ihr empfundenes Geschlecht selbstbestimmt auszudrücken, unterstützt, dies aber dort endet, wo dieser Ausdruck das Recht von Frauen auf eigene Räume, Selbstorganisation und Selbstbestimmung betrifft. Der Schwerpunkt der Arbeit von TdF liege immer auf Mädchen und Frauen – was keinem anderen Verein das Recht nimmt, sich für andere Gruppen schwerpunktmäßig einzusetzen!
      Nach der Veröffentlichung dieses Papiers brach ein Shitstorm über TdF herein. Dieser ging soweit, dass AktivistInnen TdF offen “Transfeindlichkeit” vorgeworfen und KooperationspartnerInnen kontaktiert haben. Eine für den Vorstand und vor allem die Geschäftsstelle und ihre Mitarbeiterinnen zweifellos belastende Situation. 2022 wurde daher auf der Mitfrauenversammlung erneut über das Papier verhandelt – und die Position wurde vom obersten Vereinsgremium erneut bestätigt. Der Vorstand jedoch entschied mehrheitlich (unter der Gegenstimme der Menschenrechtsaktivistin Inge Bell) und satzungswidrig, das Positionspapier zurückzuziehen.
      Die Rohnerin schildert, wie sehr sie diese Entscheidung erstaunt hat: Nach allem, was TdF bislang ausgehalten hat – inkl. natürlich dem Vorwurf der “Islamfeindlichkeit”, als sich der Verein so klar gegen das Kinderkopftuch positionierte -, war sie sich sicher, dass er auch diesem unsäglichen und falschen Vorwurf der “Transfeindlichkeit” standhalten würde. Inzwischen ist der Vorstand zwar zurückgerudert: Das Positionspapier gilt weiterhin, wird jedoch nicht (!) auf der Homepage veröffentlicht (aber auf der unten verlinkten Seite!!).
      Dies war der Moment für Rohnerin, einen Mitgliedsantrag zu stellen. Zu ihrer großen Verwunderung erfuhr sie jedoch durch ein Schreiben der Geschäftsstelle, dass der Verein aktuell und bis nach der kommenden Mitfrauenversammlung im Juni 2023 (!) keine weiteren Mitglieder aufnehmen würde. Sollte die Rohnerin dann immer noch Mitglied werden wollen, solle sie einen erneuten Antrag stellen. Ein paar Tage später dann eine erneute Mail der Geschäftsstelle: Nein, nein: ein erneuter Antrag im Juni 2023 sei nicht nötig – der aktuelle Antrag sei nicht Makulatur. Die Anträge würden nach Juni 2023 beschieden. Dies dauere so lange, da erst geprüft werden müsse, ob die Antragstellenden “extremistische Positionen” (!) vertreten.
      Vor dem Hintergrund der jahrelangen, auch persönlichen Bekanntschaft von Isabel Rohner mit TdF und der hervorragenden, vertrauensvollen Kooperation im Rahmen ihres Buches “100 Jahre Frauenwahlrecht” eine überraschende Reaktion, die sie in einem Brief an die Geschäftsführerin auch thematisierte. Dass der Beischeid auf ihren Antrag auf Mitgliedschaft – und von mind. 75 weiteren Frauen – über Monate verzögert wird, sieht Isabel Rohner als Zeichen dafür, dass es dem Mehrheitsvorstand inzwischen in erster Linie darum zu gehen scheint, die eigene Position und Stellung zu schützen. Die Verzögerung der Anträge scheint einzig das Ziel zu haben, dass die neuen Mitglieder bei der nächsten Mitfrauenversammlung nicht gegen den Vorstand stimmen und diesen abwählen können. Im Fall der Geschäftsführerin hängt an dieser Entscheidung auch die berufliche Stelle und damit das finanzielle Auskommen. Mit diesem Vorgehen jedoch schadet der Mehrheitsvorstand dem Verein und seiner ausgewiesenen Reputation.
      “Die Podcastin” ist sich einig: Es braucht in Deutschland Terre des Femmes! Es braucht eine starke Stimme für Mädchen und Frauen! Dies ist nur möglich, wenn der aktuelle Vorstand, der sich über Satzung und Vereinsrecht hinwegsetzt und damit antidemokratisch handelt, komplett zurücktritt und den Weg für einen Neuanfang bereitet. Die Podcastin erklärt: Satzung und Vereinsrecht sind die Basis der Legitimation von Vereinen und von Interessensvertretung! Eine Verletzung dieser Grundregeln – der konkrete Anlass spielt dabei keine Rolle – sind Angriffe auf die Regeln unserer Demokratie.
      Die TdF-Vorständin Inge Bell, die in all diesen Vorstandsbeschlüssen dem “Mehrheitsvorstand” unterlag, hat darum beschlossen, vor Gericht zu ziehen. Der erste Gerichtstermin: 9.11.2022 BERLIN, Landgericht Berlin. Gebt doch schnell Bescheid, damit grösserer Gerichtssaal angefordert werden kann. https://twitter.com/search?q=inge%20bell&src=typed_query

      Bild verändert durch laStaempfli: Cao Fei, CHINA TRACY als digitales Alter Ego, das über die von der Medienkünstlerin gemachte Welt “RMB City” wacht, es hängt im Moment in der Staatsoper in Wien.

       

      Hier das Bild im Text zur wunderbaren Rana Mansour:

      rana mansour für voice of germany 4 november erwähnt in #diepodcastin von Isabel Rohner & Regula Stämpfli

      Links:

      Zu den Algorithmen, Shitstorm & Medienmechanik siehe https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf

      Zu Voice of Germany siehe https://www.the-voice-of-germany.at/news/rana-mansour-auftritt-finale-2022-song-baraye-protest-iran-revolution-111989.

      Homepage der Cellistin Raphaela Gromes: https://www.raphaelagromes.de/de/
      – Homepage des Ulrike Helmer Verlages: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-schwarze-petra/
      – Stefanie Reinsperger: https://www.berliner-ensemble.de/stefanie-reinsperger
      – Positionspapier von Terre des Femmes zu Transgender: https://fairplayfuerfrauen.org/solidaritaet-mit-dem-minderheitenbegehren-der-frauenrechtsorganisation-terre-des-femmes/
      56 min
    • #diepodcastin voll im Jazz: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit Hiromi, Terri Lyne Carrington, Nationalfeminismus, Sprechakte & Schwangerschaftsabbruch.

      #diepodcastin voll im Jazz: Isabel Rohner bringt begeistert Hiromi, New Standards & Terri Lyne Carrington, dann auch Preisträgerin Ayaan Hirsi Ali & Regula Stämpfli Nationalfeminismus, Sprechakte& Schwangerschaftsabbruch. Aktuell Iran, Afghanistan und SRF Katar-Propaganda & was kostet das Patriarchat.

      Zu allerert: DIE EIGENEN POLITIKER UND POLITIKERINNEN BEKNIEN; UNTER DRUCK SETZEN; DEMONSTRIEREN: STOP SUPPORTING THE IRAN REGIME! (Sanktionen, Alle Mullahs auf Terrorlisten, Vermögen einfrieren u.a.)

      Isabel Rohner schlägt wieder auf mit einem grandiosen Zitat. Was #diepodcastin daran erinnert: Kauft endlich die Bücher der grossen Autorin Isabel Rohner! Regula Stämpfli hat nichts Poetisches, dafür extrem Politisches zu bieten, Ihr lernt denken dabei: Sex, Katzen und Diäten, Kolumnenbuch im Häppchenformat.

      Aayan Hirsi Ali erhält den Schirrmacher-Preis 2022! Die Podcastin, Isabel Rohner & Regula Stämpfli gratulieren! Die Rohnerin hat die japanische Jazz-Pianistin Hiromi entdeckt, die diese Woche (3.11.!) in Winterthur auftreten wird. Hingehen! Und mit Jazz geht’s weiter, denn Terri Lyne Carrington, Jazz-Drummerin und Grammy-Gewinnerin, hat “New Standards” veröffentlicht: Eine Sammlung von 101 Jazz-Standards von Komponistinnen, und natürlich ist Hiromi auch darunter.
      Regula Stämpfli überrascht alle mit einem Hinweis auf einen kommenden EMMA-ESSAY, indem sie dafür plädiert, DIE GELTENDEN FRISTENLÖSUNGEN & Regelung zu Schwangerschaftsabbrüchen nicht zu tangieren: 1. Wirklichkeit ist, niedrige Abtreibungsquote und das ist gut so. 2. Abtreibung ist weder gesund noch ungesund, sollte möglichst selten vorkommen. Abtreibung als geschlechtsneutrale Gesundheitspolitik, wie bei den Petitionen und Initiativen vorgesehen, birgt grosse Gefahren der Verfügbarkeit des weiblichen Körpers. Selbstverständlich sind die rechtspopulistischen Abtreibungsgebote auch abzulehnen und wie. Es gilt: DON ‘ T TOUCH RUNNING SYSTEMS, nur weil die USA die Parteien damit Stimmen gewinnen. Dann: Nationalfeminismus – ein neues Medienphänomen. Isabel Rohner und Regula Stämpfli diskutieren – auch hier nicht einer Meinung und das ist gut so.
      Boris von Heesen hat ausgerechnet, was uns das Patriarchat jedes Jahr kostet. Auf Basis öffentlich verfügbarer Daten (Steuerhinterziehung etc. also nicht eingerechnet) kommt er für Deutschland auf 63,3 Milliarden Euro. Jedes Jahr! Das sind mal eben 10 Flughäfen (der BER kostete insgesamt 5,9 Milliarden Euro).
      Und zum Schluss noch der Teaser für die nächste Folge, in der die Rohnerin berichten wird, weswegen sie, die seit 20 Jahren als Autorin, Herausgeberin, Expertin, Vortragende etc. ausgewiesen feministisch unterwegs ist, aktuell NICHT bei Terre des Femmes Mitglied werden darf.

       

      “Und im Übrigen fordern wir die Abschaffung der Männerquote”. #diepodcastin DER ERSTE POLITISCHE PODCAST VON ZWEI WEIBLICHEN INTELLEKTUELLEN (Seit der Pandemie und dem dadurch salonfähigen Sexismus). laStaempfli berichtet schockiert über ein jüngstes Kulturerlebnis zur Geschlechterapartheid, natürlich in der Schweiz.

      Bitte für #IranRevolution2022 folgenden Accounts folgen:

      Tweets by GildaSahebi

      Tweets by ShouraHashemi

      Tweets by DuezenTekkal

      Tweets by laStaempfli

      Tweets by Rohnerin

      Bild: Nikki de Saint Phalle, Clarice 1965/65. Clarice, die Freundin von Niki de Saint Phalle aus der gegenwärtigen grossartigen Ausstellung im Zürcher Kunsthaus. Das Frühwerk von Niki de Saint Phalle lohnt sich enorm – die Nanas sind ja schon ein bisserl überpräsent.

      http://artisapieceofcake.art/2022/10/26/georgia-meloni-nationalfeminismus-rechtsextremismus-frauen-sprechendes-denken-von-der-politologin-dr-regula-staempfli/

      https://www.kleinreport.ch/news/polit-medienkommentar-italien-nationalfeminismus-als-neues-medien-phanomen-100379/

       

      55 min
    • #diepodcastin engagiert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Elnaz Rekabi, Kim de l' Horizon, Deutscher Buchpreis & wie Frauen vergessen, abgewertet & lächerlich gemacht werden & Pubertätsblocker.

      #diepodcastin engagiert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Elnaz Rekabi, Kim de l’ Horizon, Deutscher Buchpreis & wie Frauen vergessen, abgewertet & lächerlich gemacht werden & Pubertätsblocker.
      #DiePodcastin, Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu den heutigen Themen, einer Folge, die am 18. Oktober 2022 augenommen wurde, an einem Dienstag, da die beiden Karrierefrauen einfach zuviel zu tun haben. Elnaz Rekabi: Die iranische Kletterin Elnaz Rekabi ist seit ihrem Auftritt bei den Asienweltmeisterschaften ohne Hijab verschwunden. Die iranische Botschaft in Korea bestätigte ihre Abreise in den Iran – dass diese freiwillig war, ist stark zu bezweifeln. Die Podcastin ruft die Politik erneut zum Handeln auf! Sanktionen wie in Kanada – die EU ist immerhin dran. 
      #DiePodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli diskutieren den Deutschen Buchpreis, Kim de L’ Horizon, die nicht-binäre Person, deren Geburtsort und Originalname indessen auf Wikipedia angegeben wurde. Kim hat die bewegendsten Szenen in Frankfurt geliefert: Zuerst wegen Mama geweint, dann gesungen auf englisch, dann die Haare rasiert wegen den Frauen im Iran und kurz vor dem Weggehen noch schnell gemeint: “Wir schauen alle nach Iran und es zeigt, wie dumm unser Weltbild war als wir dachten, Weiblichkeit ist nur im Westen emanzipiert.”
      NEIN: Feministinnen wie Isabel Rohner, Regula Stämpfli, Hedwig Dohm, Simone de Beauvoir, Maria Lassnig, Xenia Hausner, Chimamanda N’Gozi Adichie, J.K. Rowling, Margret Atwood und 1000000000nde von Frauen der letzten Jahrhunderte mehr wussten, dass Weiblichkeit nicht einfach im Westen emanzipiert ist, sondern WELTWEIT STATTFINDEN MUSS.
      Ahistorischer Live-Fetischismus zeitgenössischer Diskurse, so laStaempfli, richten sich immer gegen Frauen. Isabel Rohner erklärt mit Engelsgeduld und wunderbar die Freiheit von Frauen WELTWEIT. Die Buchpreisverleihung gibt laStaempfli die Chance, nochmals Annie Ernaux aufzunehmen – es ist köstlich, wie die Rohnerin und laStaempfli uneinig sind. 
      Einig ist sich #diepodcastin in der Kommunikation, die nicht sprechendes Denken wie bei Isabel Rohner & Regula Stämpfli stattfindet, sondern mehr und mehr eine sich selber repetierende Klischeemaschine ist.
      Weiter bringt die Rohnerin noch zwei Klassiker des Sexismus: Die ehemalige FDP-Politikerin und Vizepräsidentin des EU-Parlaments Silvana Koch-Mehring hat ein Buch veröffentlicht und thematisiert darin auch den strukturellen Sexismus ihrer Partei. Und was tun Medien wie die FAZ, RND oder die Morgenpost? Sie berichten darüber, als hätte es MeToo nie gegeben, als wäre der Sexismusvorwurf in der Politik kein längst auch mit Zahlen belegtes Problem, sondern “halt irgendwie individuell”. Dabei wird es seit Jahren thematisiert, nur ändern tut sich nichts. Die Podcastin erinnert an die Allensbach-Studie von 2021: 4 von 10 Politikerinnen thematisieren darin, dass sie in ihrem beruflichen Alltag Erfahrungen mit Sexismus machen. Bei Politikerinnen unter 45 Jahren sind es sogar 60 %.
      Was für ein Skandal: Die Bundesregierung hat bis letzte Woche noch für Pubertätsblocker geworben. Auf dem vom BMFSFJ verantworteten “Regenbogenportal” wurden Kinder direkt angesprochen: “Bist du noch sehr jung? Und bist du noch nicht in der Pubertät? Dann kannst du Pubertätsblocker nehmen!” Ja, das Regenportal und dieser Text standen schon unter der letzten Koalition online (also unter der Verantwortung der damaligen Familienministerin Franziska Giffey). Das BMFSFJ trägt die juristische Verantwortung für das Portal, und das gilt auch 2022. Die Podcastin ist von der amtierenden Frauenministerin Lisa Paus enttäuscht, die sich bislang mit keinem Wort zu diesem Vorgang geäußert hat. Stattdessen hat sie die magere Presseinfo ihres Ministeriums retweetet. Das reicht nicht. Auch von ihrem Vorsitz beim “G7 Gender Equality Track” (G7-Runde der Frauenministerinnen) sind die Rohnerin und LaStämpfli enttäuscht. Die Stellungnahme zur Frauenrevolution im Iran war schlicht unzureichend. Stattdessen gleich noch ein Faux-pas: Paus postete ein Foto von sich von der Bundesdelegiertenkonferenz in Bonn, neben ihr ein Mann mit frauenfeindlichem Shirt. Da ist noch verdammt viel Luft nach oben im Engagement für die Frauen!
      Bildschirmfoto von Nazanin Afshin-Jam MacKay auf Twitter.
      Nachtrag: Regula Stämpfli und Isabel Rohner haben den Originalnamen von Kim de L’Horizon erwähnt und dabei nur Wikipedia deutsch zitiert – es gibt auch auf Englisch einen Eintrag mit Original- und Geburtsnamen. Regula Stämpfli hat am 24. Oktober den Namen gelöscht, da dieser Name gegen Kim angewendet wird. Sie weist darauf hin, dass sie selber von WIKIPEDIA SEIT JAHREN FALSCH von einem Troll mit falschen Namen aufgeführt wird und persönliche Details aufgeführt sind und sich WIKIPEDIA ALLES LEISTEN KANN. Vielleicht ist Kim de l’Horizon vielleicht ein guter Fall, um dies mal für uns alle zu thematisieren. Frauen werden unglaublich von Wikipedia Deutschland sexistisch niedergeschrieben.
      57 min
    • #diepodcastin frau, leben freiheit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Iran, Theorie der islamo-gauchiste, Masih Alinejad,Natalie Amiri, Gilda Sahebi, Isabel Schayani, Nilufar Hamedi, Christiane Amanpour, Annie Ernaux& deren Defizite.

      #diepodcastin frau, leben freiheit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Iran, Theorie der islamo-gauchiste, Masih Alinejad,Natalie Amiri, Gilda Sahebi, Isabel Schayani, Nilufar Hamedi, Christiane Amanpour, Annie Ernaux& deren Defizite.
      “Der Hijab ist wie die Berliner Mauer. Wenn wir diese Mauer zerstören, wird die isalmische Republik nicht mehr existieren.” Masih Alinejad, Journalistin und Kämpferin für Frauenrechte
      Regula Stämpfli und Isabel Rohner sprechen über die Revolution im Iran, über die mutigen Frauen und Mädchen, die für ihre Rechte unter Androhung von Gewalt, Gefängnis, Folter und Tod kämpfen, über die träge Berichterstattung im deutschsprachigen Raum und das große Verdienst von Journalistinnen wie Natalie Amiri, Gilda Sahebi, Isabel Schayani, Nilufar Hamedi und Christiane Amanpour, das überhaupt etwas medial geschieht.
      Zudem werden im feministischen Wochenrückblick angesprochen: Die Rohnerin beginnt mit ganz vielen spannenden Themen: 
      – Der Europarat hat evaluiert, wie gut Frauen in Deutschland vor Gewalt geschützt werden und attestiert “gravierende Defizite”. Dringender Aufruf zum Handeln an die deutsche Bundesregierung!
      – Annie Ernaux hat den Literaturnobelpreis bekommen – und die deutschen Medien kommen bei ihrer Berichterstattung auch noch 2022 an ihre sprachlichen Grenzen. Dass die Tagesschau ausgerechnet Denis Scheck als Experten befragt, der dann vom “erotischen Flair” dieser “kleinen, fragilen Frau” spricht, in die er sich “spontan” verliebt habe, geht einfach gar nicht. Wäre ein solcher Kommentar über einen männlichen Preisträger denkbar?? Nein? Dann macht es auch bei Frauen nicht! Kritisch ist allerdings auch Annie Ernauxs Unterstützung des antisemitischen Netzwerks “BDS” zu sehen. Die Rohnerin und LaStämpfli werden das Thema “Trennung von AutorIn und Werk” nochmals aufnehmen.
      – RTL bekommt eine “Goldene Schrumpelgurke” der Woche: Nachdem Günther Jauch (Jg. 1956) nach 26 Jahren mit der Moderation des Jahresrückblicks aufhört, hat sich RTL für den noch älteren Thomas Gottschalk (Jg. 1950) entschieden. Ihm zur Seite steht Ex-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg, da die beiden für “die große thematische Bandbreite der Sendung von Unterhaltung über Gesellschaft bis Weltpolitik” stehen. Frauen gehören offensichtlich nicht dazu. Hannah Arendt Lectures von laStaempfli an einem aktuellen Beispiel der Öko-Aktivistinnen. Tomatensuppe gegen Sonnenblumen von Van Gogh https://www.tagesschau.de/ausland/europa/klimaprotest-london-van-gogh-sonnenblumen-tomatensuppe-101.html: Früher ketteten sich Ökoaktivistinnen an Ölschiffe, verbrachten unter grossem Einsatz Wochen im Wald, wo sie sich an Bäume gekettet haben, heute reichen Kunstaktionen mit Heinz-Tomatensuppen zweier Aktivistinnen. Auf dem weissen T-Shirt steht: „Just stop Oil“ und sie schreien nach ihrer Attacke auf das berühmte Gemälde „Sonnenblumen“: „Ist Kunst mehr Wert als Leben?“Dank sozialen Medien haben sie erreicht was sie wollten: Aufmerksamkeit. Auch ein gewisses Wohlwollen gegenüber den Aktivistinnen in den Medien ist nicht übersehbar. laStaempfli findet diese Attacke auf den öffentlichen Raum antidemokratisch und erinnert daran, dass politische Anschläge auf Kunstwerke & Kultur von ganz üblen historischen und aktuellen Geistern zeugen.

      Theoretische Einordnung Iran von laStaempfli:„Es geht den Ideologen immer darum, mittels Narrativen, Islamismus, islamophob, Kultur etc, einen permanenten Sieg auf Kosten der Wahrheit und Wirklichkeit zu finden. Es steht die Existenz der Geschichte durch „Storytelling“ und der menschlichen Erfahrung auf dem Spiel. Und es geht darum, die Wahrheit nicht einfach als Meinung zu beweisen, weil somit NICHTS ERKLÄRT WIRD. Deshalb ist es absolut verwerflich, ständig Verschleierung mit Perlenketten zu vergleichen oder gar westlicher Körperpolitik. Urteilskraft ist entscheidend! PS: Julia Neumann hat sich noch immer nicht entschuldigt für ihre Diffamierung der für Irans Befreiung enorm wichtigen Aktivistin Masih Alinejad. Sie den entsetzlichen Artikel der Nahostkorrespondentin für die TAZ https://taz.de/Frauenrechte-im-Nahen-Osten/!5870604/

       

      53 min
    • #diepodcastin wiederholt: Isabel Rohner & Regula Stämpfli sind immer wieder schockiert über dieselben Fragen, dieselben Männeranalysen, dieselben sexistischen Enteignungsmechanismen. Deshalb hier die Folge aus dem Sommer mit einer brillanten Analyse von "

      #diepodcastin wiederholt: Isabel Rohner & Regula Stämpfli sind immer wieder schockiert über dieselben Fragen, dieselben Männeranalysen, dieselben sexistischen Enteignungsmechanismen. Deshalb hier die Folge aus dem Sommer mit einer brillanten Analyse von “Sexismus als Enteignung” am Beispiel der grossen Autorinnen Schumacher, Kobler & Brand. UND IM ÜBRIGEN FORDERN WIR DIE ABSCHAFFUNG DER MÄNNERQUOTE. 
      PS: NACH DIESER FOLGE BEGANN DIE EM-BERICHTERSTATTUNG ÜBER FRAUEN MASSIV ZUZUNEHMEN. WIR KÖNNEN DIES IN DER SMD – SCHWEIZERISCHEN MEDIEN-DATENBANK VERFOLGEN. Isabel Rohner und Regula Stämpfli als Influencerinnen, die nach alten Mechanismen auch sexistisch enteignet werden: Frauenideen werden kollektiviert, Männer mit Namen und Denkmal zelebriert. 
      Bild von Regula Stämpfli aus ihrem Museum-und Fotoarchiv.
      ***
      #diepodcastin über die EM der Frauen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit Schwerpunkt Frauenfussball vs Männerfussball, Elon Musk, Maryna Viazovska, Luise Büchner-Preis, gravierender Sexismus gegen die grossen Schumacher, Kobler & Brand & andere Enteignungsstrategien durch Medien. Daneben Tipps für Familienablösung & Geld. 
      laStaempfli was right: Elon Musk übernimmt TWITTER nicht. So von der Politphilosophin wie vor Wochen als Spekulation “Follow the Money” entlarvt. #diepodcastin hören, macht reich:-)
      laStaempfli bringt “Karl der Grosse” alias “Carla die Grosse” in Zürich: Eine Daueraustellung mit Künstlerinnen: Eine fehlt und zwar die grösste zeitgenössische Künstlerin Elisabeth Eberle, schon von #diepodcastin interviewt, zum Nachhören: https://diepodcastin.de/2021/06/30/diepodcastin-im-gespraech-isabel-rohner-regula-staempfli-befragen-expertinnen-heute-elisabeth-eberle-ueber-die-naturwissenschaft-in-der-kunst-und-umgekehrt/
      Die Rohnerin hat gleich zwei Frauen der Woche mitgebracht:
      – Maryna Viazovska erhält die Fields-Medaille! Die 37-jährige Professorin an der ETH Lausanne wird mit der höchsten Auszeichnung der Mathematik ausgezeichnet – und ist nach Maryam Mirzakhani erst die zweite Frau, die diesen “Nobelpreis der Mathematik” erhält.
      – Die Journalistin Jagoda Marinić erhält den Luise Büchner-Preis für Publizistik! Die Rohnerin macht keinen Hehl daraus, dass sie auch  selber gerne einmal mit dem Luise Büchner-Preis ausgezeichnet werden würde, der Autorinnen ehrt, die Diskriminierungen aufdecken und Wege in eine geschlechtergerechte Gesellschaft aufzeigen. LaStämpfli ist dabei! Übrigens: Luise Büchner (1821-1877) gehört zu den wenigen Frauen, an die ein Denkmal erinnert. Wenn ihr also einmal in Darmstadt seid: Hingehen!
      Beide, Isabel Rohner & Regula Stämpfli bringen die sexistische Enteignung, Kapitel 1 69823 7651 dieser üblen Geschichte: 
      Die NZZ ist da einer ganz heißen Story auf der Spur. Klitzekleines Problem: Es ist alles gar nicht wahr. Doch von Anfang an: Das NZZ Magazin titelt: “Wie kommt man zu literarischem Erfolg? Mit Kalkül! Drei Autorinnen machen es vor.” Da staunt “Die Podcastin” nicht schlecht – denn bei “Kalkül” haben Regula Stämpfli und Isabel Rohner spontan an Martin Suter, Sebastian Fitzek, Jo Nesbø oder Richard David Precht gedacht – und nicht an Claudia Schumacher, Christine Brand und Seraina Kobler. Den drei Bestsellerautorinnen wird doch tatsächlich vorgeworfen, sie würden auf ihren social media accounts “Bein zeigen” – und der Feuilleton-Chef flankiert in den sozialen Medien: “Ich finde, es ist ein Thema, dass man heute offenbar seine Haut zu Markte trägt, um das Eigene zu promoten.” Der Artikel strotzt nur so von Abwertungen. Die grandiosen und sehr erfolgreichen Autorinnen Schumacher, Brand, Kobler werden lächerlich gemacht, als Influencerinnen abgewertet und auf ihren Körper reduziert.
      #diepodcastin, Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren heftig: Kann es sein, dass die NZZ solche sexistischen Artikel über Autorinnen bringt (über Autoren fehlen solche Artikel gänzlich, daran erkennt man Sexismus), um sie in ihrem Schaffen zu diskreditieren? Sexismus ist Enteignung. Im Gegensatz zur NZZ ist “Die Podcastin” hier wirklich auf einer heißen Spur. Zufall, dass die NZZ die Bücher von Regula Stämpfli und Isabel Rohner seit Jahren nicht mehr bespricht? Über Rohners neuesten Roman “Schwarze Petra” hat stattdessen das renommierte Portal Literaturkritik eine grandiose Rezension veröffentlicht! (Link unten). #diepodcastin doppelt nach: Auf vielen Ebenen der medialen Hegemonie werden in der Schweiz und in Deutschland erfolgreiche Frauen medial beschädigt. Manchmal sogar so sehr, dass sie aufhören zu schreiben oder in der Öffentlichkeit zu existieren. Dies steckt oftmals als Absicht hinter derartigen Texten, der laut Netz übrigens von einer Promovierten in Genderstudies ,Martina Läubli, verfasst wurde. 

      Schwerpunktthema EM:Im Juli 2022 wird zum 13. Mal die Fußball-Europameisterschaft der Frauen ausgetragen: ZDF überträgt alle Spiele. England ist nach 2005 zum zweiten Mal Gastgeber. Anlass für #diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli den Frauenfussball zu feiern und daran zu erinnern, wie krass eben Geld, Enteignung, Sichtbarkeit durch Sexismus ist. Die Rohnerin erinnert: Lange war der Frauenfussball EXPLIZIT VERBOTEN IN DEUTSCHLAND. Frau stelle sich dies einmal vor! “Geschlechterapartheid” meint Stämpfli. Und diese Geschichte zeigt Folgen im Lohngap, im Public Viewing etc: Die UEFA hat zwar die Prämien im Frauenfussball im Vergleich zu 2017 verdoppelt, auf 16 Millionen. Im Vergleich zur EM der Männer 313 Millionen Euro. Jeder Euro mehr für die Frauen – und die UEFA diskutiert, es ist zum schreien. Eine Übersicht siehe https://www.watson.ch/sport/fussball/312550740-frauenfussball-einige-spielerinnen-verdienen-6000-franken-im-jahr.

      #diepodcastin dankt übrigens für die riesige Einschaltquote und Aufmerksamkeit für den wöchentlichen feministischen Rückblick von Isabel Rohner und Regula Stämpfli.

      BILD: Graffiti an Wiener Hauswand, fotografiert von laStaempfli

      Links:
      – Maryna Viazovska erhält die Fields-Medaille: https://www.sueddeutsche.de/wissen/fields-medaille-maryna-viazovska-zahlentheorie-1.5615218
      – Jagoda Marinić erhält den Luise Büchner-Preis: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/marinic-luise-buechner-preis-100.html
      – Pro Helvetia Studie über die fehlende Gleichstellung im Schweizer Kulturbetrieb: https://prohelvetia.ch/de/press-release/gleichstellung-im-kulturbetrieb/
      – Das NZZ Magazin über Schumacher, Kobler und Brand: https://magazin.nzz.ch/empfehlungen/literarischer-erfolg-brand-kobler-und-schumacher-machen-es-vor-ld.1691718?reduced=true
      – Rolf Löchel über “Schwarze Petra” von Isabel Rohner: https://literaturkritik.de/rohner-schwarze-petra,28975.html
      46 min
    • #diepodcastin über Folter: Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit Sonderfolge zur Genitalverstümmelung. Sprechendes Denken at its best.

      #diepodcastin über Folter: Isabel Rohner & Regula Stämpfli vergeben zunächst drei Goldene Schrumpelgurken für sexistische Berichterstattung & denken sprechend über Genitalverstümmelung nach mit der Forderung: Grundgesetz & Strafrecht dürfen nicht durch Sprechakte aufgeweicht werden. 
      Die Rohnerin mit einem Hammerzitat von Hedwig Dohm:
      “Gewiss, jeder hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern. Das Recht aber, diese Meinung mit der Wahheit zu identifizieren und für den Andersdenkenden Scheiterhaufen zu errichten, das hat er nicht.” Hedwig Dohm, 1903
      #diepodcastin:”Unglaublich, wie heutig Hedwig Dohms Analyse immer noch ist! In Debatten werden Gegner förmlich “verbrannt”, als “böse” gebranntmarkt, verunglimpft, persönlich zerstörst. Doch diese Strategien gab es auch schon im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert – und sie trafen schon damals vor allem Feministinnen.”
      “Die Podcastin” vergibt drei “Goldene Schrumpelgurken” für journalistisches Versagen:
      – Einmal an das St. Galler Tagblatt, die den Missbrauch eines 51-Jährigen mit einem Kind “Sex” nennen, anstatt den Vorfall beim Wort zu nennen: Vergewaltigung, Missbrauch, Verbrechen.
      – An die NZZ, die vor lauter “Click Baiting”-Heischerei vergisst, Sprachbilder zu verfassen, die tatsächlich Sinn machen würden und desswegen “blanke Brüste” mit einem “Femizid” und einem “Psychopathen” zum Auftritt im “Kammerspiel” bitten.
      – An das Schweizer Fernsehen SRF, die sich weigern, von “Genitalverstümmelung” zu sprechen (übrigens auch in der Schweiz der offizielle Terminus im Strafgesetz) und lieber das verharmlosende, Frauenleid unsichtbar machende “Beschneidung” verwenden.
      Wobei #diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli direkt beim Schwerpunktthema wären: Genitalverstümmelung.
      Die WHO spricht davon, dass aktuell weltweit 200 Millionen (!) Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betroffen sind. Das entspricht der Einwohnerzahl von Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen. Jedes Jahr kommen 3 Millionen Mädchen dazu.
      Rohnerin präzisiert weiter: Genitalverstümmelung bedeutet, dass den Mädchen – oft mit schmutzigen Scherben oder rostigen Messern – die Klitoris weggeschnitten wird, oft zusammen mit den Schamlippen und oft verbunden damit, dass die Vulva so vernäht wird, dass die Frauen gerade noch urinieren können. Die Folge: Lebenslange Schmerzen, Infektionen und keinerlei Möglichkeit, sexuelle Lust zu erleben. Würde man diese Praktik übrigens auf Männer übertragen, würde sie einer Amputation des Penis entsprechen.
       
      laStaempfli diskutiert an der Verharmlosung Genitalverstümmelung als Genitalbeschneidung sowie die Ärztin, die keinerlei Aussagen trifft über die Vernichtung der Frauen durch Klitoris-Beschneidung (die Lust lässt sich nicht mehr rekonstruieren) die Sprechakt-Theorie, wie sie sie schon in “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” angedacht und weiter in der #diepodcastin präzisiert:
      3 Punkte:
      1. Sprache wird heutzutage dazu benutzt, Menschen, insbesondere Frauen neu und entlang den beliebig programmierbaren Codes anzupassen. “Diskriminierungsfrei” bedeutet heutzutage perverserweise die Neutralisierung von Frauen, respektive die Abschaffung von Frauen als Begriff und als Realität. Auf eine Formel gebracht von laStaempfli: “All Gender, no Women”.
      2. Frauenfolter, Frauenverletzungen, Frauendiskriminierungen werden durch ein Codesprech auf Abkürzungen und beliebige Vergleiche reduziert. Eizellenspende wird bspw. mit Samenspende gleichgesetzt. Eizellen-Entnahmen bedingen monatelange hormonelle Behandlung, eine äusserst gefährliche Operation sowie eine mögliche lebenslange Unfruchtbarkeit. Genitalverstümmelung mit Beschneidung von Jungs und männlichen Babies gleichzusetzen oder gar von der Entfernung der “Klitoris-Vorhaut” zu sprechen kommt dem Versuch gleich, Krebs mit einem Schnupfen zu vergleichen. Oder noch lässiger: mit einer “Unpässlichkeit”. Selbstverständlich sollen die Betroffenen eigene Worte für die weibliche Folter finden, doch das Strafrecht übernimmt nicht individuelle Bezüge, sondern verbietet Folter, die auch als solche bezeichnet wird.
      3. Die Sprechakt-Theorie nach laStaempfli setzt Wirklichkeiten und Wahrheiten wie Erfahrung ausser Kraft mit dem Zweck, Menschen, Menschengruppen neu zu sortieren. Dies erklärt Hannah Arendt im Totalitarismus-Buch als genuin totalitäre Praxis, die allen Folter- und politischen Mordmaschinen voran gehen. Die Journalist:innen mögen jung und unerfahren und geschichtsvergessen sein. Sie sollten aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung wissen, wie Worte Welt & Codes gestalten. Wir sind mitten im Prozess der Neugestaltung einer frauenlosen Welt, in der “Frauen” zunächst als Begriffe nicht mehr erscheinen, dann als Körper, um letztlich in Einzelteilen, beliebig verglichen, codiert und verkauft zu werden. (laStaempfli)
      SRF betreibt mit den Beiträgen “Hip mit Hijab”, mit Propaganda für Eizellen-Spende und Leihmutterschaft strafrechtlich zu verfolgende Politik. Dies müsste den Verantwortlichen klar sein. Was in der Schweiz verboten ist und zwar mit 10 Jahren Gefängnis bei Genitalverstümmelung schon geahndet wurde, soll nicht vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, vom “Service Public” als Verbrechen propagiert werden. #diepodcastin wird diese Folge direkt den Verantwortlichen von SRF zusenden.
       Bild von Regula Stämpfli “Lips”. 2022.
      Links:
      – Das SRF hat den Ernst der Lage bei Genitalverstümmelung leider nicht begriffen: https://www.srf.ch/news/gesellschaft/tabuthema-weibliche-genitalbeschneidung-betroffene-in-der-schweiz-erzaehlen
      – https://www.srf.ch/news/schweiz/kommission-fuer-legalisierung-legale-eizellenspende-rueckt-einen-schritt-naeher
      – Theorien der Sprechakte: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf & https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf
       – Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt siehe https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1048133903
      – Regula Stämpfli über das angepasste Geschlecht: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2018/07/Merkel.pdf
      51 min

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