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Regula Stämpfli und Inge Bell kennen sich via die sozialen Medien. Ende 2018 hat Regula Staempfli ein Interview mit der Frauenrechtlerin Inge Bell anlässlich der nun geglückten Trennung von TdF Schweiz geführt. 2022 gärt es in TDF Deutschland: Es sollen die über 40 Jahre Engagement für Frauen- und Mädchenrechte rückgängig gemacht werden. Zum Zeitpunkt des Gesprächs Mitte August 2022 lief der Krieg gegen Frauen- und Mädchenrechte innerhalb der eigenen Reihen innerhalb des TDF Deutschland auf Hochtouren. Im Gespräch kommt angesichts des grossen und klugen Engagements, der vielen Tätigkeiten und Erfolge von Inge Bell TDF Deutschland der aktuelle Konflikt nur am Rande vor. “Die Podcastin im Gespräch” ist schliesslich ein Format auch jenseits der tagespolitischen Aktualität.
Ad personam Inge Bell:
Inge Bell ist Geschäftsführerin einer Medien- und Beratungsholding und setzt sich im Ehrenamt als Stellvertretende Vorsitzende von TERRE DES FEMMES. Bell wurde 1967 als Tochter von Siebenbürgisch-Sächsischen Eltern im kommunistischen Rumänien geboren und wuchs nach der Flucht der Familie in München auf. Sie sieht sich selbst bis heute als Wanderin zwischen den Welten, zwischen Ost und West. Die Slawistin und Osteuropa-Historikerin war jahrelang als investigative ARD-Auslandsreporterin in den Krisenherden Süd-/ Osteuropas unterwegs – und berichtete von dort über Organisierte Kriminalität und Menschenhandel. Als Menschenrechtlerin engagiert sie sich bis heute aktiv gegen Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen: tatkräftig als humanitäre Helferin für (minderjährige) Zwangsprostituierte, als mitreißende Rednerin in Film-Vorträgen, als Dozentin in Uni-Seminaren und als Buchautorin.
Inge Bell gehört zu den grossen Vorbildern und charismatischen Menschen der Frauenbewegung.
Vita activa:
Inge Bell berät und begleitet Unternehmen, Organisationen und die Menschen darin – gemeinsam mit ihrem ►Konsortium aus handverlesenen Expertinnen und Experten. Was Sie von Inge Bell Consulting erwarten können, sind vor allem höchste Professionalität zusammen mit einer Haltung und Handlungsweise, die durch ein humanistisches Menschenbild geprägt sind – getreu dem Motto:Fortiter in re, suaviter in modo, constanter in se. Hart in der Sache, weich zu den Menschen, treu zu sich selbst.
Link:
https://www.ingebell.de/
Artikel zum Menschenfleisch-Verkauf siehe auch https://www.ensuite.ch/menschenfleischarbeit-piff-paff-puff/
Inge Bell Artikel aktuell: https://www.spiegel.de/impressum/autor-f1ad2123-2db0-48d5-9b1e-312ae191aa15
Hier ein grosses Interview mit Inge Bell: https://www.frauenzentrale-zh.ch/resources/baz-inge-bell-interview-2.pdf
laStaempfli Gute Nachrichten: Demokratie und Gleichstellung machen glückliche Menschen. “Alle Gleichstellungsländer verzeichnen die höchste Lebensqualität während alle Frauenhasser-Systeme für die meisten Menschen unbewohnbar sind.” Dies das neuste Ranking für die lebenswertesten Städte und Länder.
Die fabelhafte Rohnerin beginnt: “Wenn Mädchen Fußball spielen wollen, brauchen sie Fußballschuhe, keine Hormone!” Mit diesem Zitat von Regula Stämpfli starten die Rohnerin und LaStämpfli die erste Folge nach der Sommerpause! Denn mit diesem Zitat reagierte Regula Stämpfli auf einen Flyer der vorletzten Bundesfrauenministerin Franziska Giffey, der immer noch auf den Seiten des Bundesfrauenministeriums zum Download bereitsteht – und der suggeriert, dass mit Mädchen und Jungs etwas nicht stimmt, wenn sie den klischeehaften Geschlechterrollen nicht entsprechen. Was wäre nur aus den Mädchen Isabel Rohner und Regula Stämpfli geworden, wenn damals schon die gefährliche Haltung bestanden hätte, dass Mädchen, die selber denken, aktiv sind und Hosen tragen “falsch in ihrem Körper” sein könnten???
laStaempflis Analyse aus #HannahArendtLectures: “Appropos: Wenn Mädchen Fussball spielen wollen, brauchen sie Fussballschuhe, keine Hormone” Regula Stämpfli auf TWITTER & mit politphilosophischer Verortung: Der Flyer von Franziska Giffey insinuiert klischeehafte Tätigkeiten, strukturiert sie nach Geschlecht und empfiehlt Geschlechtsumwandlung, wenn ein Mädchen, ein Junge NICHT GESCHLECHTERKONFORME TÄTIGKEITEN übernimmt. Dies ist ein Rückschritt ins Mittelalter als von den Tätigkeiten auf den Stand, die Klasse, den Körper geschlossen wurde. Nochmals: Wer geschlechtsspezifische Tätigkeiten im Rückschluss auf den menschlichen Körper überträgt, macht nichts anderes als die Alleinherrschaft der Katholischen Kirche über die christlichen Untertanen: Damals waren es noch Kleidungs- und Sittlichkeitsvorschriften, die “gute Polizey”, jetzt sind es von oberster politischer Stelle sogar Körperumformungsprozesse gemäss präferierten Tätigkeiten. Dies ist die Umkehr einer “Vita activa” – nämlich das Einsperren in ein geschlechtsspezifisches Körpergefängnis.
laStaempfli: Edition F ist vorläufig insolvent; wieder ein Frauenunternehmen pleite. Dies aber wohl nicht einfach aus sexistischen Gründen, sondern weil Edition F keine Sponsorinnen und Unterstützerinnen mehr fand: Ideologie muss frau sich leisten können, ansonsten entscheidet brutal der Markt. Teresa Bücker war ehemalige Chefredaktorin von Edition F, jetzt SZ-Magazin mit Positionen wie vor ein paar Wochen, als sie den Schwangerschaftsschutz für Prostituierte aufheben wollte. Dass Edition F pleite ist, zeigt, dass die WOKE-Community extrem laut und von den analogen Medien gehätschelt wird, aber völlig überschätzt ist.
die Rohnerin: #SitLikeAGirl heißt die Online-Kampagne, an der sich viele Ukrainerin und inzwischen Frauen aus der ganzen Welt beteiligen, nachdem die ukrainische First Lady Olena Zelenska für ihr Vogue-Cover als “unfeminin” kritisiert worden ist. Was ist geschehen: Olena Selenska sitzt auf diesem Foto – übrigens aufgenommen von der grandiosen Fotografin Annie Leibovitz – EINFACH NUR DA! Sie sitzt da, mit ihren Füßen auf dem Boden und klarem Blick in die Kamera. Dies zu beschreiben, überfordert nun aber ganz offensichtlich die Journalistinnen und Journalisten, wie die Rohnerin eindrucksvoll vorführt. Da ist von “Manspreading” die Rede (Stern), von “männlicher Pose” (SRF) und immer wieder von “Machopose”. FÜR EINE FRAU, DIE EINFACH NUR DA SITZT! Die Rohnerin fragt ketzerisch: “Wenn Medien noch nicht einmal eine Sprache haben, um eine Frau zu beschreiben, die sitzt – was passiert dann, wenn diese Medien herausfinden, dass Frauen auch aufs Klo gehen?”
laStaempfli: Ein sexistischer Enteignungsangriff auf Maja Göpel durch DIE ZEIT. Obwohl Maja Göpel immer transparent gemacht hat, dass sie beim Verfassen des Buches als hochkomplexe Denkerin redaktionelle Hilfe gehabt hat, versucht der Autor des sexistischen Artikels gegen die Denkerin, sie als Plagiateurin zu diffamieren. Maja Göpel hat im Netz juristischen Beistand offengelegt: Die Affäre wird an die Gerichte weitergezogen.
Isabel Rohner & Regula Stämpfli: Letzte Woche ist die Intendantin des RBB Patricia Schlesinger zurückgetreten. Inzwischen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft gegen sie wegen des Verdachts der Untreue und der Vorteilsannahme. So weit zu schlecht. Was jedoch in der Berichterstattung auffällt, ist, dass überall auf das hohe Gehalt von Schlesinger hingewiesen wird. Dieses beläuft sich nämlich auf 303.000 Euro im Jahr. Ja – das ist viel! Aber warum taucht eigentlich in keinem Artikel der Hinweis auf, dass Schlesinger damit bei weitem nicht an der Spitze der Intendantengehälter der ARD steht? Tom Buhrow (WDR) verdient mit 413.000 Euro mal eben 110.000 Euro im Jahr mehr. Ebenso die Intendanten von SWR und NDR (s. Liste unten).
Zum Schluss Isabel Rohner mit ihren fabelhaften RADIO 1-Kolumnen: Unten sind alle bisherigen Folgen verlinkt.
BILD: Graffiti Berlin von Isabel Rohner für #diepodcastin 2022.
Links:
https://www.kleinreport.ch/news/affare-patricia-schlesinger-diversitat-und-dienstwagen-100080/
Männerkumpanei im Fall Göpel siehe https://taz.de/Neid-Wut-Kraenkung/!5874204/
TWEET zu Giffey von Regula Stämpfli: https://twitter.com/i/timeline
Hier hören Sie die Wiederholung des sprechenden Denkens mit Regula Stämpfli und Isabel Rohner: Die Folge 109. “Die schwarze Petra” ist nun schon auf dem Markt von Isabel Rohner und entzückend: laStaempfli empfiehlt die gesamte Serie.
Wir beginnen mit Good News:
Good News laStaempfli: Die Biennale Venezia: 90 Prozent Frauen & Divers, 90 Prozent greatest art ever: Spiritualität, Weiblichkeit, Fruchtbarkeit, Welt, feministische Kritik und Utopie, Feiern, Sichtbarkeit alles – es ist umwerfend toll. Das Podcastin- Bild heute ist von Simone Leigh: Die als erste schwarze Frau den Pavillion für die USA und den Hauptpavillion im Arsenal bespielt. Erschütternd gut, wie Regula Stämpfli feststellt und bald ein ganzes Dossier zur Biennale veröffentlicht.
Good News Rohnerin: Die Universität Wien benennt einen Hörsaal nach der großen Historikerin Gerda Lerner (1920-2013)! Die Rohnerin freut sich – und fragt: Warum eigentlich nur einen Hörsaal und nicht den Flughafen Wien-Schwechat? Sie hat sich mal den Spaß gemacht und hat recherchiert, wie viele internationale Flughäfen weltweit eigentlich nach Frauen benannt sind. Es sind 11, davon 3 in Europa (Teneriffa, Tirana und Istanbul). Der internationale Flughafen von Calabar in Nigeria ist dabei übrigens weltweit der einzige, der nach einer Frauenrechtsaktivistin benannt wurde: Margaret Ekpo (1914-2006).
Die Rohnerin über den Karlspreis: Der Karlspreis ging dieses Jahr an drei herausragende Frauen: Swetlana Tichanovskaia, Marija Kalesnikowa und Veronika Zepkalo, die für Freiheit und Demokratie in Belarus kämpfen! Damit verdoppelt der Karlspreis, der seit 1950 (!) jährlich (!) vergeben wird, übrigens fast die Zahl seiner Preisträgerinnen. Denn bis 2022 sind lediglich 4 Frauen mit diesem renommierten Preis ausgezeichnet worden: Simone Veil 1981, Königin Beatrix der Niederlande 1996, Angela Merkel 2008 und Dalia Grybauskaite 2013. Das sind jetzt insgesamt 7. Von 74 (!).
laStaempfli mit bad News: Der Trägerverein des Kunsthauses Zürich hat einen 58jährigen Ökonomen Philipp Hildebrand zum Präsidenten gewählt. Seine Kandidatur ist typisch für das Taliban-Land rund um Zürich, wie laStaempfli festhält. laStaempfli zitiert hier Hulda Zwingli, das anonyme Kunst-Kollektiv in Zürich: “Nun hat die private Kunstgesellschaft, die das Kunsthaus Zürich auch mit Hilfe von Subventionsmillionen betreibt und ein paar staatlich delegierte Vorstände inkl. Stadtpräsidentin hat, einen neuen Präsidenten… Trotz Diskussionen um Einzelkandidatur, verschobene Einreichungsfrist … mit positiver Männerquote im Programm … ” laStaempfli erwähnt den potentiellen Insiderhandel der ersten Ehefrau, die Hildebrandt den Rücktritt seines Nationalbankpräsidiums bescherte und die zweite Ehefrau, die als Russin über beste Kontakte zum Regime verfügen muss. laStaempfli zitiert nochmals die sehr lustige Hulda Zwingli auf Instagram: “mit neuer russischer Partnerin, Erbin eines der weltgrössten Nahrungsmittelrohstoffkonzerne (Weizen), den sie von ihrem damaligen, auf einem Concorde-Flug kennen gelernten Gatten erbte und mit Teilverkauf nach Abu Dhabi von einem Kredit in Höhe von einer Milliarde bei der CS befreite. Nun habe sie nur noch 6,5 Mrd. und ein paar Picassos.” Hildebrandt sprach sich nach dem Krieg Russland gegen die Ukraine GEGEN SANKTIONEN aus. laStaempfli hält fest: “Seldwyla ist in der Schweiz immer.”
Die Rohnerin spricht über die Normalität der Frauenverachtung und macht dies am Beispiel von “Germany’s Next Top Model” (GNTM) fest. Seit 17 langen Jahren läuft diese frauenverachtende Sendung bereits, seit 17 Jahren weisen Studien (z.B. vom IZI), PsychologInnen, ÄrztInnen, FeministInnen etc. darauf hin, dass GNTM bei den z.T. noch sehr jungen Zuschauerinnen Essstörungen, Minderwertigkeitsgefühle und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper fördern – und nichts passiert. Nun hat auch Youtuber Rezo sehr gut und klar Stellung zu GNTM bezogen. Die Rohnerin findet das gut und wichtig – wundert sich gleichzeitig aber darüber, dass die Medien nun so tun, als sei die Krtitik an GNTM neu und Rezo der erste. Ist es also auch noch 2022 so, dass wir als Gesellschaft Männern einfach mehr Gehör schenken und ihre Kritik ernster nehmen??? (rhetorische Frage) laStaempfli wird extrem müde, denn sie hat mit VERMESSUNG DER FRAU & MACHT DES RICHTIGEN FRISEURS diese Kritik schon 2007/2013 präzis formuliert und wurde dafür extrem getrollt.
#diepodcastin entwickelt aber daraus eines der wichtigsten Gespräche über das Begehren.
#diepodcastin im Gespräch: Mit Formaten wie GNTM und dem darin öffentlich zur Schau gestellten Missbrauch auch von Minderjährigen, die sich oft auch gegen ihren dezidierten Willen ausziehen und sexualisieren lassen müssen, lernen Mädchen und junge Frauen, dass ihr Wille nichts zählt. Dass ihr Nein nicht zählt. Dass sie ein Körper sind, den andere begehren sollen, der aber nicht selber begehrt. Kein Wunder, dass Mädchen viel seltener masturbieren als Jungen (vgl. hierzu das Interview mit Jugendpsychiater Alexander Korte, Link unten).
Die Rohnerin und La Stämpfli sind sich einig: Es ist für Mädchen und Frauen unglaublich wichtig, den eigenen Körper zu lieben, ihn zu entdecken, in als Quelle der Freude zu feiern!
PS: Zum Missbrauch vor der Kamera gibt es den genialen Film “In Case You” über einen Schweizer Filmemacher. Erst kürzlich gewannen die starken Schauspielerinnen den Prozess gegen ihn und seine Produzentin: https://www.srf.ch/kultur/film-serien/uebergriffe-beim-casting-schweizer-regisseur-muss-aufnahmen-loeschen #diepodcastin gratuliert den Frauen und dankt ihnen für ihren Mut, ihren Durchhaltewillen für uns alle Frauen diesen Prozess durchzustehen.
Links:
– Lesung und Talk mit Isabel Rohner zu ihrem neuen Buch “Schwarze Petra” am 24. Juni 2022: https://localbookshop.de/blog/58-deutschland-premiere-im-localbook-shop-isabel-rohner-liest-aus-ihrem-neuen-krimi-schwarze-petra
– Buch bestellen “Schwarze Petra” von Isabel Rohner: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-schwarze-petra/
– Rezo über GNTM: https://www.youtube.com/watch?v=cVkC-wNmAxE
– Interview mit Jugendpsychiater Alexander Korte über die Wichtigkeit, ein gutes Verhältnis zum eigenen Körper zu haben – gerade für Mädchen: https://taz.de/Jugendpsychiater-ueber-Transidentitaet/!5845336/
https://www.srf.ch/kultur/film-serien/uebergriffe-beim-casting-schweizer-regisseur-muss-aufnahmen-loeschen
– Der Courage-Preis ging an die St. Petersburger Journalistin Vera Kritschewskaja für ihren TV-Film “F@ck this Job – Abenteuer im Russischen Journalismus”, die Geschichte des unabhängigen russischen Senders Doschd, der nun sehr bald aus der EU senden wird. Weiter Good News von der Rohnerin: Der Marlies Hesse-Nachwuchspreis ging an Simona Dürnberg für ihre TV-Doku “Reiches Land – arme Frauen?” (NDR) über Altersarmut in Deutschland. (Alle anschauen!! Link unten)
Erstens beinhalten Fast Food, Fast Communication und Fast Porn alles Ingredienzien, die süchtig machen und die Lebewesen in biologischen Müll, Informationsmüll und Abfallsexualität transformieren (verkürzt dargestellt). Zweitens fehlt die Sprache, fehlen die Denkmuster, die Begriffe, die Wörter, Porn als demokratiezerstörend, süchtigmachend und menschenzerstörend darzustellen. Drittens: it is the codes, stupid – by laStaempfli. Die sozialen Netzwerke wurden direkt aus der Pornoindustrie gestaltet.
Die Rohnerin und laStaempfli sind voll im Saft im sprechenden Denken und werden nicht nur die Verheerungen, die Fast Food, Fast Communication und Fast Porn in Demokratien, Weltbilder und Menschenbilder anrichten, aufnehmen, SONDERN DIE POLITISCHEN LÖSUNGEN BESPRECHEN.
Isabel Rohner und Regula Stämpfli wünschen allen viel Power und bedanken sich für die zahlreichen Hörerinnen und Hörer! Nächstes Jahr gedenkt #diepodcastin alle Preise abzuräumen. Diese Folge gehört mit Bestimmtheit zu den Einreichungen. Bis 2. Juli!
Sprachfetzen: “Sexuelle Gewalt ist ein politisches, kein individuelles Problem.”
“Sexuelle Gewalt hängt direkt mit dem Internet, der Fast Food und Müllproduktion zusammen.”
BILD aus der Ausstellung Iron Man, fotografiert von Regula Stämpfli in ihrem Lieblingsmuseum in Wien KHM.
Geniale Kritik:
https://literaturkritik.de/rohner-schwarze-petra,28975.html
Rolf Löchel Zitat: “Wie es sich für einen feministischen Kicherkrimi gehört, werden nicht nur der nahezu allgegenwärtige Sexismus angeprangert und Kontroversen innerhalb der feministischen Community ausgetragen sowie Verbrechen aufgeklärt, es gibt auch immer wieder etwas zum Schmunzeln. Und nicht selten wird all das sogar miteinander verbunden. Besonders lustig ist etwa ein Gespräch zwischen Linn und Herrn Bankl über die Konstruktion oder Nicht-Konstruktion von Geschlecht. Dass Österreich noch nie eine Bundespräsidentin hatte, werde sich „ganz schnell ändern“, „[s]obald auch Männer Österreicherinnen sein können“, meint der Pförtner.”
laStaempfli freut sich über Damaged Goods – beschädigte Ware – wie alle Millenials. mit Sophie Passmann und anderen herausragenden Schauspielenden auf Amazon Prime ist grossartig:Sehr deutsch, sehr grossstädtisch, dennoch sehr berührend: Anna-Katharina Maier führt Regie.
Das Schweizer Radio 1 senkt seine Männerquote bei den Kommentaren und Kolumnen über die Sommerzeit und setzt auf Frauen! Isabel Rohner ist ab kommender Woche immer dienstags um kurz nach 8 Uhr morgens dran und kommentiert die Welt. Wir freuen uns drauf! Zu hören in der Schweiz live im Radio, über Live-Stream im Netz oder später in der Mediathek.
Great News: Unbedingt @donauschwalbe folgen. Über Komponistinnen: Susanne Wosnitzka hat einen Grundlagenartikel ins Netz gestellt. Sie stellt uns allen Emilie Mayer 1812-1833 vor. Sie passt perfekt zu den von mir geliebten Henry Purcell 1659-1695 und Bartholdy 1809-1847, der über das Talent seiner Schwester zu Tränen gerührt war, weil er wusste, dass sie ihn durch ihr Genie, ihr technisches Niveau und ihre Brillanz überragte und er wusste, welch unmenschliche Verschwendung es war, ihre Werke der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Susanne Wosnitzka erinnert uns daran, wie die Verschriftlichung und deren Verbreitung durch die Katholische Kirche die Frauen vernichtete, ihnen das Lesen und Schreiben verbot – es geht beim Sexismus eben nicht darum ob rosa oder blaue Schleife, sondern um Geschlechter-Sklaverei. „Die Negierung gleichberechtigter Teilhabe“ bringt es Susanne Wosnitzka auf den Punkt. An alle: Ladet Donauschwalbe, Wosnitzka ein, sie schafft es den Bogen der concerti delle donne zu den Spice Girls zu spannen. Mit unzähligen tollen Komponistinnen. Ah und so nebenbei erfahren wir auch, wie die deutsche Psychoanalyse die Negierung weiblichen Schaffens weitertrieben. https://schlossfestspiele.de/gbc65tpx9l#
Kirsten loves Art @KirstenOfM laStaempfli hat dank ihr, Hanna Nagel, Dunkle Blätter wiederentdeckt. Die 1907 bis 1975 Künstlerin war in der Kunsthalle Mannheim.
laStaempfli: “Als ich zum erstenmal dem Sexismus bei Journalisten begegnete, wurde es dunkel.” Causa Armin Wolf. Daraufhin kurz diesen Eintrag von laStaempfli , der NACH dem TWEET von Wolf geschrieben wurde. Die Rohnerin will ein Glas Wein trinken, laStaempfli verweigert sich & deutet auf Struktur. Grosse Journalisten LESEN NIE EIN BUCH VON FRAUEN, MEINEN ABER ÜBER FRAUENTHEMEN DRAUFLOS LABBERN ZU KÖNNEN – ohne Qualitätsanspruch. TWITTER als Medium ist aber für solche Auseinandersetzungen nicht geeignet. Dennoch: laStaempfli legt sich auch mit Mächtigen an und die meisten Freundinnen ducken sich dann weg – aus gutem Grund. Sonst werden sie NOCH weniger in den Medien zitiert….
Rohnerin: Spannende Entwicklungen in der Schweiz! Maya Dougoud, Zita Küng, Monika Pfaffinger und Natalie Urwyler haben den Verein STRUKTRUELLE gegründet – und sorgen schon mächtig für BÄMM! Der Verein will – unter anderem – erreichen, dass Frauen bei der Besetzung von Professuren endlich dieselben Chancen haben. Immer noch dümpelt der Frauenanteil bei ca. 25 %. Das jedoch widerspricht dem Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen. Dort sind die Chancengleichheit und tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen gesetzlich hinterlegt. STRUKTURELLE zeigt nun ganz klar: Entweder die Hochschulen erfüllen die gesetzliche Vorgabe – oder es gibt weniger Geld. Und sie sind bereit, dies einzuklagen. Wer den Verein unterstützen will, Link unten. #diepodcastin empfiehlt Deutschland: Nachmachen. Und laStaempfli weist auf Diskrepanz zwischen Männeranteil an Unis, die gleichzeitig WOKE promoten, hin.
Schwerpunktthema EM:Im Juli 2022 wird zum 13. Mal die Fußball-Europameisterschaft der Frauen ausgetragen: ZDF überträgt alle Spiele. England ist nach 2005 zum zweiten Mal Gastgeber. Anlass für #diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli den Frauenfussball zu feiern und daran zu erinnern, wie krass eben Geld, Enteignung, Sichtbarkeit durch Sexismus ist. Die Rohnerin erinnert: Lange war der Frauenfussball EXPLIZIT VERBOTEN IN DEUTSCHLAND. Frau stelle sich dies einmal vor! “Geschlechterapartheid” meint Stämpfli. Und diese Geschichte zeigt Folgen im Lohngap, im Public Viewing etc: Die UEFA hat zwar die Prämien im Frauenfussball im Vergleich zu 2017 verdoppelt, auf 16 Millionen. Im Vergleich zur EM der Männer 313 Millionen Euro. Jeder Euro mehr für die Frauen – und die UEFA diskutiert, es ist zum schreien. Eine Übersicht siehe https://www.watson.ch/sport/fussball/312550740-frauenfussball-einige-spielerinnen-verdienen-6000-franken-im-jahr.
#diepodcastin dankt übrigens für die riesige Einschaltquote und Aufmerksamkeit für den wöchentlichen feministischen Rückblick von Isabel Rohner und Regula Stämpfli.
BILD: Graffiti an Wiener Hauswand, fotografiert von laStaempfli
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