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Zitat zu Beginn von Fran Ross. Buchtipp: OREO; übersetzt von Pieke Biermann, die den Übersetzerinnenpreis 2020 in Leipzig gekriegt hat.
laStaempfli verweist auf die automatisierte Repetition und Rechensysteme, die fälschlicherweise “Intelligenz” genannt werden. Aus laStaempflis Artikel zu den Datenlöchern: “Democracy Data Gaps sind algorithmische Leerstellen, die für riesige demokratiefeindliche und sexistische Datenlöcher verantwortlich sind.” Unten die Links zu Podcasts und Artikel.
Die Rohnerin empfiehlt den Hörerinnen und Hörern die Verfilmung von “Die Wannsee-Konferenz”. Hier entwickelt sich ein famoses Streitgespräch zwischen den beiden Podcastin-Macherinnen. Lernen wir, indem Täter visualisert werden – oder werden sie genau dadurch entweder verharmlost oder aufs Heldenpodest gehoben? Bildet euch selber eure Meinung!
laStaempfli argumentiert mit dem falschen Fokus auf die Täter. Nicht das “wir handeln demokratisch” steht im Vordergrund solcher Inszenierungen, sondern episodische, schnittige Uniformen, die ein Gruseln verursachen. So löst sich die Welt in Einzelphänomene und falsche Bilder auf, die im Laufe der Zeit immer mehr zu erzählerischen Naonteilchen mutieren. laStaempfli liefert hier das Zitat von Imre Kértesz aus ihrem Buch von 2007: “Imre Kertész erklärt in seinem Vortrag WEM GEHÖRT AUSCHWITZ, wie wichtige historische Zusammenhänge verkehrt werden, nur um einer ahistorischen Live-Gesellschaft der erinnerungslosen Moderne anheim zu fallen. “Inzwischen leben wir inmitten von dinosaurierhaften Spielberg-Kitsch” (…) Warum soll ich als Überlebender des Holocaust und im Besitz werer Erfahrungen des Terrors mich darüber freuen, dass immer mehr Menschen diese Erfahrung auf der Leinwand sehen – und zwar verfälscht? Das Konzentrationslager ist ausschliesslich in Form von Literatur vorstellbar, als Realität nicht. Auch nicht – und sogar dann am wenigsten -, wenn wir es erleben.” S. 126 aus Der Macht des richtigen Friseurs.
Antisemitismus und Antifeminismus sind ideologisch und historisch und gegenwärtig eng verschränkt…. hier das Beispiel des unglaubliches Porträts von Sonja Rueff-Frenkel im TagesAnzeiger.
und im Übrigen fordern wir die Abschaffung der Männerquote!
Das Bild zur heutigen Episode stammt von Sarah Hauber, fotografiert von laStaempfli anlässlich der MOST WANTED FEMALE ART AUCTION im März 2021.
KORRIGENDA1: laStaempfli behauptet in der Hitze des Gefechts, der Onkel von Mauch sei ein Bührle gewesen: Nein. Er hat den Bührle-Konzern nur während langer Jahre geleitet. Dies nur im Hinblick auf die Tatsache, dass eine links-grüne Stadtregierung einen Millionen-Kunstbunker für einen Rüstungskonzern mit “umstrittener” Vergangenheit errichten liess.
KORRIGENDA2: Es sind nicht Kantonswahlen Zürich, sondern Stadt- und Gemeinderatswahlen Zürich.
Links:
KI höre auch : http://ta-swiss-futurepodcast.online/anna-maetzener-weshalb-es-algorithmwatch-braucht
https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf
Regula Stämpfli: “Die Macht des richtigen Friseurs”. Über Bilder, Medien und Frauen, Bruxelles bei Bartleby& Co, 2007. Und nachhören auf Youtube einige Folgen zum Nachdenken über Geschichte auf dem Stämpfli-Kanal.
Zum Porträt Sonja Rueff-Frenkel siehe die sehr seltsame Selbstentschuldigung: https://www.tagesanzeiger.ch/wir-entschuldigen-uns-596562489688
Zu Beginn schwärmt laStaempfli von der italienischen VOGUE, die die Rohnerin überhaupt nicht kennt. Was laStaempfli inspiriert, einen Artikel zu schreiben: Weshalb ich Modezeitschriften mag. Veronica Yoko Plebani folgen – sie ist die Titelfrau “confidence” mit einem genialen Insta-Account und Story.
Die Rohnerin bringt den Verzicht von Angela Merkel auf das Amt der Ehrenvorsitzenden der CDU und deren Begründung, dies sei nicht mehr zeitgemäss. #diepodcastin kann sich auf “bemerkenswerter Akt” einigen, wobei sich eine spannende Diskussion um Frauen, Ehrenämter & Ehrendoktorinnen gibt: laStaempfli will, wie Rohnerin auch – und beide haben dies schon redlich verdient – mindestens eine Ehrendoktorin einer europäischen Universität – laStaempfli findet ja, eine ist keine…
laStaempfli bringt einen Post von Hulda Zwingli, DEM BESTEN GUERILLA GIRL ACCOUNT AUF INSTAGRAM für den deutschsprachigen Raum. Das Museumsmagazin Zürich fordert Frauen auf, doch die historisch bedingte Realität aushalten zu wollen. Die Rohnerin analysiert messerscharf – hier müsst Ihr alle Original hören. laStaempfli bringt noch ein Zitat von Heidi Boscher aus einem Gespräch: “Kunst kann nur dann Zukunft gestalten, wenn sie die Gegenwart kritisch dekonstruiert – und vor allem feministisch dekonstruiert.” Wie oft waren Frauen Vorreiterinnen und die Welt wäre ein besserer Ort, hätte mann ihnen zugehört!
Fazit der #diepodcastin dieser Sendung wieder mit einer grossen Erkenntnis (danke Rohnerin!: “Männer, die mit Sprache arbeiten, sind oft sprachlos und/oder verlieren ihre Sprache, wenn es um Frauen geht.”
Bild von der grossen Naomi Devil, erhältlich über artcare.at The Girl with the FaceMask.
Links:
Hier noch das Bild der Vogue: Aus copyright Gründen könnt Ihr Bilder Veronica Yoko Plebani eingeben und das Cover kommt.
HULDA ZWINGLI AUF INSTAGRAM
laStaempfli mal mit good news: Clarissa Ward CNN. Ein grosses Interview in der Die Zeit. laStaempfli weist darauf hin, wie fassungslos Journalisten immer noch sind, wenn sie auf Frauen treffen, die ihren Beruf VOR die Familie setzen, respektive in einer derartigen Männerdomäne wie Kriegsberichterstattung einen überdurchschnittlich herausragenden Job machen. Clarissa Ward berichtet live aus Afghanistan für CNN. Larissa Ward hat übrigens bei FOX NEWS begonnen und hier bringt laStaempfli den Gedanken ins Spiel, weshalb ausgerechnet Frauen im rechtspopulistischen, rechtsextremen oder höchst bürgerlichen Lager – sie erinnert an Maggie Thatcher – innerhalb ihrer Reihen so herausragende Karrieren machen können während linke Frauen innerhalb ihrer eigenen Reihen gerne mundtot gemacht werden, teils gemobbt, teils deren Erinnerung gelöscht wird. #diepodcastin denkt laut darüber nach. Spannend und die Hörerinnen sollen doch weitere Thesen liefern.
Im letzten Jahr haben LaStämpfli und die Rohnerin immer wieder über die nach wie vor viel zu tiefe Repräsentanz von Frauen im TV und in Filmen gesprochen (siehe die neueste Studie der malisa-Stiftung!) – nun werfen wir mit Britta Steffenhagen einen Blick in die Praxis des Entertainments.
Britta Steffenhagen ist Schauspielerin, Entertainerin und Synchronsprecherin. Als eine der wenigen Frauen im Öffentlich-Rechtlichen war sie von 2017-2019 Gastgeberin der RBB-“Abendshow“. Aktuell ist sie als Synchronschauspielerin in den Netflix-Serien „On the Verge“ (Stimme von „Ell“, gespielt von Alexia Landeau) und „Y: The last man“ (Stimme von „Agent 355“, gespielt von Ashley Romans) zu hören. Zudem steht sie aktuell mit ihrem Kabarett-Trio „Rixdorfer Perlen“ auf der Bühne des Neuköllner „Heimathafen“ in Berlin.
Britta Steffenhagen co-moderierte die legendäre RBB-Abendshow, die dann durch ein Laberformat durch Männer 2019 ersetzt wurde. So beginnen Isabel Rohnerin und Britta Steffenhagen das Gespräch. Hier hören wir, wie Britta Steffenhagen die Situation von Frauen aus der Perspektive der Moderatorin/Sprecherin/Schauspielerin sieht. Britta Steffenhagen gibt Auskunft, wie die Frauen in der Branche vernetzt sind, wie wenig Rollen für Frauen gemacht sind, wie viel weniger Frauen in der Branche verdienen und wie Frauen in der Entertainmentbranche erfolgreich sind.
Britta Steffenhagen spielt im Theater in Berlin Neukölln: “Die Rixdorfer Perlen packen aus”.Sie ist darüber hinaus aktuell in “On the Verge” als Synchronsprecherin im Film von Julie Delpy zu hören.
– Homepage von Britta Steffenhagen: http://www.brittasteffenhagen.de/
– Trailer zu „On the Verge“ von Julie Delpy: https://www.netflix.com/de/title/81239671
– Trailer zu „Y: The last man“: https://www.youtube.com/watch?v=Nc9pD7yhjH8
– Die „Rixdorfer Perlen“ im „Heimathafen“: https://heimathafen-neukoelln.de/events/die-rixdorfer-perlen/
Als Hintergrund zur Unterrepräsentanz von Frauen in Film, Fernsehen, im Netz und Entertainment siehe – Neueste Studie der malisa-Stiftung zur audiovisuellen (Nicht-)Diversität im deutschen Fernsehen: https://malisastiftung.org/fortschrittsstudie-audiovisuelle-diversitaet-ergebnisse-tv-deutschland/
PPS: Das von Rohnerin erwähnte Buch „Kämpferinnen“ wurde von Birgit Buchinger, Renate Böhm und Ela Großmann herausgegeben und ist 2021 im Mandelbaum Verlag erschienen: https://www.mandelbaum.at/buecher/renate-boehm-ela-grossmann-birgit-buchinger/kaempferinnen/
Und last but not least geht die “Goldene Schrumpelgurke” dieser Woche an die Redaktion von Pro7 “TVtotal” und Moderator Sebastian Pufpaff, die doch tatsächlich die “heißeste Biene der FDP” ausfindig machen wollten. Auch wenn der Preis am Ende an Christian Lindner ging – die Sexualisierung von Politikerinnen war schon in den 1950er Jahren kalter Kaffee. 2021 ist sie nur noch peinlich. Zu den goldenen Schrumpelgurken ergänzt laStaempfli: Die Politsatire ist in Zeiten digitaler Automation schon längst zu misogynen Vernichtungsprogrammen mutiert. Das Lachen über Aussehen von Frauen, die pornografischen und sexistischen Anspielungen gegenüber Politikerinnen ist Ausdruck zutiefst frauenverachtender Referenzen, Images und Vorstellungen. Hier empfiehlt laStaempfli nochmals das Buch von Angela Nagle, Kill all Normies und ihr eigenes Kolumnenbuch, Sex, Katzen und Diäten oder Gretchens Rache von Isabel Rohner. Ein spannender, genial geschriebener Krimi, in dem Frauen lachen und in dem nicht über Frauen gelacht wird.
#diepodcastin ist sich diesmal einig: Die Medienqualität – vor allem auch der öffentlich-rechtlichen – versagt angesichts der Möglichkeit der ersten Aussenministerin Deutschlands und stellt fest, dass sich die strukturelle Diskriminierung in den journalistischen Narrativen hartnäckig hält. Hier ergänzt laStaempfli ein gutes Beispiel im Text punkto Süddeutsche: Am 3. Dezember 2021 war der Feuilleton so gut wie nie: #diepodcastin gratuliert auf Instagram.
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