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  • #diepodcastin über ihre Bücher: Isabel Rohner & laStaempfli über Krimitrilogie von Isabel Rohner sowie deren Hedwig Dohm-Edition & "Spuren ins Jetzt", Rohners "50 Jahre Frauenstimmrecht", über "Sex, Katzen und Diäten" von laStaempfli sowie deren "Trumpism

    #diepodcastin über ihre Bücher: Isabel Rohner & laStaempfli über Krimitrilogie von Isabel Rohner sowie deren Hedwig Dohm-Edition & “Spuren ins Jetzt”, Rohners “50 Jahre Frauenstimmrecht”, über “Sex, Katzen und Diäten” von laStaempfli sowie deren “Trumpism”.
    In den letzten eineinhalb Jahren haben LaStämpfli und die Rohnerin immer wieder über Bücher gesprochen und Bücher von Autorinnen (historischen und zeitgenössischen) vorgestellt. Nun wollten die beiden eine Folge ihren eigenen Büchern widmen. Eigentlich – denn das Konzept schmeißen sie direkt schon zu Beginn über den Haufen, wenn sie über Nicole Seiferts “Frauen Literatur” und Mithu M. Sanyals “Identitty” sprechen und ihre Kolleginnen Maja Göpel, Hedwig Richter, Christina von Braun und Shoshana Zuboff erwähnen. 
    Dann aber gehts los: Gewohnt unterhaltsam, klug und überraschend unterhalten sich LaStämpfli und die Rohnerin über:
    – “Gretchens Rache” (Krimi von Isabel Rohner, Ulrike Helmer Verlag 2021), der neben “Schöner morden” und “Taugenixen” zur Krimi-Trilogie der Rohnerin gehört – und Isabel Rohner verrät, dass sie bereits an Band 4 arbeitet. laStaempfli liest ihre Rezension vor zu einer Krimitrilogie der klugen, witzigen, inspirierenden Isabel Rohner: Die Krimis gehören in jedes Büchergestell. Sie sind – für den Genre unüblich – auch immer wieder lesbar: Zweimal, dreimal und viermal: Sprachgeniale Dialoge gegen alltägliche sexistische Widrigkeiten.
    https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/
    https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-taugenixen/#cc-m-product-14296695232
    https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-sch%C3%B6ner-morden/#cc-m-product-14161429932
    – “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” (Sachbuch von Regula Stämpfli, Münster Verlag 2018). LaStämpfli erklärt in diesem Buch virtuos, wie die Verletzung der menschlichen Würde in 140 Zeichen in den politischen Alltag eingreift und unsere Demokratien verändert. Trumpism ist eben nicht nur ein PHänomen der Ära Trump – sie ist zur Kommunikationsform geworden, die uns täglich begegnet. Das Buch – in Österreich übrigens längst ein Bestseller, nur die Schweiz und Deutschland hinken mal wieder hinterher – hilft uns zu verstehen, was in den letzten Jahren in der Politik und in der Medienberichterstattung passiert ist und sich jeden Tag weiter verschärfen kann, wenn wir nicht nachsteuern. Die Rohnerin findet: Ein Buch, das in keinem Bücherregal fehlen darf.
    – Die “Edition Hedwig Dohm” ist die erste kommentierte Gesamtausgabe der Werke der feministischen Pionierin Hedwig Dohm (1831-1919) und wird von der Historikerin Nikola Müller und Isabel Rohner herausgegeben. Wer also gerne originale Texte liest (Dohms Texte sind köstlich – und auch inhaltlich sind sie nach wie vor von erschreckender politischer Aktualität), ist hier genau richtig. Wer sich Dohms Leben lieber über ihre Biografie nähern möchte, dem und der sei “Spuren ins Jetzt – Hedwig Dohm, eine Biografie” empfohlen (Ulrike Helmer Verlag). Die Rohnerin erzählt darin Dohms Lebensgeschichte – und was das alles mit uns heute, im Jetzt, zu tun hat.
    https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-spuren-ins-jetzt/
    www.hedwigdohm.de
    – “Sex, Katzen & Diäten – Die Kult-Kolumnen von Regula Stämpfli” ist der geniale Titel des nächsten Buches. Gerade erst erschienen – September 2021 in der Edition Königstuhl – umfasst dieses köstliche, geistreiche Buch alle Kolumnen, die Regula Stämpfli zwischen 2014 bis 2018 in der Baseler Zeitung BAZ veröffentlicht hat. Und wer nun denkt, Schweizer Kolumnen wären nichts für Leserinnen und Leser aus Österreich oder Deutschland, der/dem sei gesagt: Weit gefehlt! Diese kurzen Texte haben nichts an politischer Brisanz eingebüßt. Im Gegenteil: Viele Themen (Leihmutterschaft, Islam, Digitalisierung …) sind heute immer noch / wieder / endlich brandaktuell. LaStämpfli zeigt sich in diesem Buch als pointierte Kommentatorin des Zeitgeschehens, als humorvolle Beobachterin und messerscharfe Analytikerin. Die Rohnerin jedenfalls ist hell begeistert und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!
    – Und last but not least sprechen die beiden auch nochmals über “50 Jahre Frauenstimmrecht – 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung”, herausgegeben von Isabel Rohner und Irène Schäppi, erschienen im Limmat Verlag.
    https://www.limmatverlag.ch/programm/titel/889-50-jahre-frauenstimmrecht.html
    #frauenlesen #weihnachten21

     

    58 min
  • #diepodcastin mit Schwerpunkt FrauenUngesundheit. Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Frauengewalt, Femizid eines 14jährigen an einer 14jährigen, Google-Misogynie, ZARA-Mädchenfolterbilder, Brutalismus der Transaktivisten, dann Pflege, Pandemie und Fra

    #diepodcastin mit Schwerpunkt FrauenUngesundheit. Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Frauengewalt, Femizid eines 14jährigen an einer 14jährigen, Google-Misogynie, ZARA-Mädchenfolterbilder, Brutalismus der Transaktivisten, dann Pflege, Pandemie und Frauen.
    Die Rohnerin hat gleich zwei erschütternde aktuelle Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, die illustrieren, wie normal Männergewalt an Frauen für uns alle ist:
    – Das Amtsgericht in Burg hat im Prozess gegen den Profiboxer (!) und ehem. Juniorenboxweltmeister (!) Tom Schwarz skandalös geurteilt. Schwarz hatte seiner Ex-Freundin ins Gesicht geschlagen und ihr dabei dreimal (!) den Kiefer gebrochen. Das Gericht verurteilte ihn jedoch nicht wegen gefährlicher Körperverletzung, sondern Schwarz bekam lediglich eine Geldstrafe von 2.500 Euro. Der Richter urteilte, dass Schwarz “eben der Meister der fliegenden Fäuste und nicht des gesprochenen Wortes” sei und stellte “ein Fehlverhalten auf beiden Seiten” fest.
    – Ebenfalls in Sachsen-Anhalt wurde vor wenigen Tagen die Leiche der 14-jährigen Josephine gefunden. Inzwischen hat der Täter gestanden: Ihr ebenfalls 14-jähriger Ex-Freund hat zugegeben, sie getötet zu haben. Die Medien zitieren ihn mit der Begründung, “sie habe ihn genervt”.
    Die Rohnerin und laStämpfli sind entsetzt von dieser Normalität, aber auch von der offenkundigen Unfähigkeit der Medien diese Gewalt an Frauen, die Femizide und die Bagatellisierung durch Täter und Justiz klar einzuordnen.
    laStaempfli setzt bei einer vorherigen Folge der #diepodcastin an: Es geht um das Aufnehmen von Gesprächen in schwierigen Situationen. Dies hat grad Katia Wagner gegen Verleger Fellner von der Oesterreich-Verlagsgruppe gerettet, siehe Klein Report Bericht dazu im Link unten. Also: Bei wirklich schwierigen Situationen mit sexuell übergriffigen Personen Tonmitschnitt oder Aufnahmeprotokoll im Anschluss an die Sitzung.
    Es folgt die Diskussion um die schockierenden Bilder der ZARA-Kampagne mit Mädchen-Folterbildern, anders kann dies nicht benannt werden. Sexualisierte Gewalt und die geniale Inge Bell von Terre des Femmes Deutschland siehe dazu Artikel unter Links und alle: Folgt alle Inge Bell.
    Weiter laStaempfli mit Google Research und einem furchtbaren, misogynen Begriff als Übersetzung von “Rottencrouch”. Reinhören und Triggerwarnung. Bei Minute 15 gibt es einen Schleifer in #diePodcastin, laStaempfli musste schnell das Kabel holen, da ihre Batterie leer war. Also die des Rechners, nicht die von Regula Stämpfli.
    laStaempfli erinnert auch der Opfer der Terroranschläge: Wien, 2. November vor einem Jahr – dazu verlinkt sie ein hervorragendes Gespräch vom FALTER, dann Bataclan vom 13. November 2015, auch dazu wichtige Links und #diepodcastin verneigt sich von den Opfern der islamistischen Mörder, die in Deutschland und in Österreich oft so seltsam unter dem Radar fliegen als ob es deutschen und österreichischen Medien wie politischen Institutionen peinlich wäre, die Fakten, die Wirklichkeit zu bennen: Nämlich, dass die Mörder alle islamistisch und ideologisch handelten und in unsere Mitte unsägliches Leid brachten und bringen.
    Die Rohnerin führt über in das Schwerpunktthema Gesundheit: In Polen ist die 30-jährige Izabela gestorben, weil ihr als Frau die notwendige medizinische Versorgung aktiv verwehrt wurde! Izabela (Mutter einer neunjährigen Tochter) war im fünften Monat schwanger, ihr Fötus schwer geschädigt, dann brach auch noch das Fruchtwasser. Doch die Ärzte verweigerten ihr die lebensrettende OP aufgrund des frauenverachtenden, frauengefährdenden und frauentötenden Abtreibungsverbots in Polen. Stattdessen warteten sie, bis der Fötus von alleine starb. Erst dann – inzwischen hatte Izabela 40 Grad Fieber und eine schwere Sepsis – waren sie bereit, die junge Frau zu operieren. Zu spät: Izabela ist gestorben. LaStämpfli ruft alle Frauenorganisationen auf, sich an die EU zu wenden. Nur wenn die EU massiv Druck auf Polen macht, kann das Abtreibungsverbot gestoppt und Frauenleben gerettet werden.laStaempfli verweist auf EU-RECHT und BRUCH der Verträge: Polen muss ausgeschlossen, respektive auf die lange Bank gesetzt werden und DARF IN KEINEN VERHANDLUNGEN mehr mitsprechen bis der staatlich angeordnete Frauenmord aufgeklärt und das Abtreibungsgesetz unrechtmässig erklärt wird.
    #diepodcastin über Pandemie, Pflege und Frauen. Die Pandemie trifft die Frauen besonders hart: Frauen sind überdurchschnittlich oft in der Pflege und als Lehrpersonen in Schulen und Kitas tätig; zudem leisten sie 3 x soviel Care-Arbeit wie Männer, haben sich deshalb vor allem um Home Schooling gekümmert und ihre Jobs reduziert; viele – gerade auch im Dienstleistungssektor – haben auch ihre Jobs verloren und durch die Pandemie unter massiven finanziellen Einschränkungen gelitten. Häusliche und digitale Gewalt haben zugenommen – auch hierunter leiden in erster Linie Frauen.
    #diepodcastin verweist auf einen Bericht der UN Women, siehe Link. Diese warnen: Der Forschungsfokus auf Corona führt dazu, dass der inadäquate Zugang zu reproduktiver medizinischer Versorgung für Frauen weltweit schlechter wird. Darum ist ein Anstieg der Mütter- und Kindersterblichkeit zu erwarten. Wichtige Aktivitäten zum Schutz von Frauen und Mädchen bspw. vor Genitalverstümmelung seien zudem aufgrund von Corona aktuell kaum mehr Priorität – eine tödliche Gefahr für Mädchen und Frauen.
    Zum Schluss laStaempfli mit Frauengesundheit und Alkohol mit einem Hinweis an Frauen: Das Thema Sucht ist höchst politisch. Und Alkohol schadet dem weiblichen Körper viel mehr als dem männlichen. Die Zahlen für die Nach 1991 Geborenen verweisen auf grosse Alkoholsucht in dieser Generation Frauen. Hierzu das beste Buch zu “Sober Curious” – auf Deutsch gibt es nichts Brauchbares, von Ruby Warrington.
    Links:
    – Bericht der UN Women zu Corona: https://www.unwomen.de/aktuelles/corona-eine-krise-der-frauen.html
    – Zara Kampagne siehe https://www.20min.ch/story/als-ich-die-posen-auf-diesen-fotos-sah-hat-sich-in-mir-alles-umgedreht-784174993599
     – Die Terrornacht in Wien , Falter Podcast https://www.falter.at/falter/radio/617e6018f9808300159c7bad/die-terrornacht-von-wien-615
    -Bataclan siehe https://www.lemonde.fr/societe/article/2021/10/20/deux-heures-et-demie-de-tete-a-tete-avec-la-terreur-au-proces-du-13-novembre-le-recit-des-otages-du-bataclan_6099159_3224.html
    – https://www.zeit.de/campus/2019-09/ruby-warrington-alkoholkonsum-abstinenz-sober-curious.
    – https://www.welt.de/icon/essen-und-trinken/article199729160/Sober-Curious-Kein-Alkohol-und-trotzdem-gut-gelaunt.html
    Es fällt auf, wie die Journalisten “sober curious” einfach von Ruby Warrington übernehmen, ohne sie zu zitieren.
    Bild: Das Leiden der Genoveva by Meret Oppenheim, Kunstmuseum Bern, fotografiert von Regula Stämpfli
    49 min
  • #diepodcastin als bombshell: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu unterschiedlichen Rollenerwartungen bei Frauen in der Politik, praktische Tipps & MediaToo unter konservativen Frauen, Weinstein, Ailes, Wirecard & Epstein-These.

    #diepodcastin als bombshell: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zu unterschiedlichen Rollenerwartungen bei Frauen in der Politik, praktische Tipps & MediaToo unter konservativen Frauen, Weinstein, Ailes, Wirecard & Epstein-These.

    laStaempfli verwechselt die 16 Tage Gewalt, die Aktion der UN, die am 25. November 2021 bis 10. Dezember stattfinden wird mit dem Jubiläum zu MeToo. Dies, weil das ZDF die besten Dokus gebracht hat zu Weinstein, Roger Ailes, Epstein und auch den Film Bombshell gezeigt hat. laStaempfli entschuldigt sich hier für diese Verwechslung.
    Die Rohnerin berichtet über die neueste Studie von EAF Berlin in Kooperation mit dem Institut für Demoskopie Allensbach zu Parteikulturen und Frauen. Befragt wurden 800 Politikerinnen aus Bund, Ländern und Kommunen. Die Befunden müssen uns nachdenklich machen:
    – 65% der befragten Politikerinen sagen, dass an sie andere Erwartungen gestellt werden als an Politiker in Bezug auf Verhalten, Leistung und Aussehen.
    – 50 % sagen, dass ihre Äußerungen weniger ernst genommen werden.
    – 40 % der Befragten und 60 % der Befragten unter 45 Jahren wurden im Rahmen ihrer politischen Tätigkeit sexuell belästigt.
    laStämpfli analysiert messerscharf: Frauen in der Politik bleiben “das Andere”. Das hat etwas mit fehlender Macht zu tun. Sobald die Frauen wirklich Macht haben, hört es auf. Und sie gibt ganz konkrete Tipps für Meetings und die Arbeit in Gremien. Ihr Tipp an Frauen: Schaut euch immer die Statuten an und lernt, darauf bezug zu nehmen! Auch empfiehlt sie Audio-Aufnahmen oder Audio-Notizen – nur so kommen Frauen in Protokolle.
    Die Rohnerin empfiehlt in dem Zusammenhang das neue Buch von Regula Stämpfli: Sex, Katzen und Diäten, hochaktuell, politisch brisant, laStaempfli würde damit gerne auf Tour gehen. laStaempfli erzählt auch die Geschichte, dass beim Verkauf der BAZ an TX-Group die bestbezahlte Starkolumnistin nicht übernommen wurde.
    laStaempfli über “Bombshell: Das Ende des Schweigens”. Der wichtige Film kam kurz vor der Pandemie 2020 in die Kinos, wurde sehr kritisch rezipiert, obwohl er enorm wichtig war. laStaempfli verhedert sich in dieser Folge – aber das muss auch mal sein, denn Lieber eine “DiePodcastin” als perfekt. Bei der Verarbeitung dieser Episode erinnerte sich laStaempfli wieder daran, dass sie eben besser denken und schreiben als live reden kann. Denn eigentlich wollte sie ihre These der “Pornomaschinen” vertreten, also dass Wirecard, Weinstein, Ailes und Epstein MEDIENSKANDALE SIND, die ihren Ursprung in der Pornografie und Gewalt gegen Frauen haben. Leider kann dies laStaempfli nicht so klar ausdrücken. Ausdrücken kann sie, was struktureller Sexismus bedeutet: Unzählige Frauenkarrieren wurden in den letzten 30 Jahren verhindert.
    Die Rohnerin hilft laStaempfli brillant und verweist darauf, dass Deutschland gerne die Skandale ins Ausland verlegt.
    Bei “Medienfrauen” denkt die Rohnerin sofort an die “Hedwig-Dohm-Urkunde”: Mit dieser Auszeichnung ehrt der Journalistinnenbund jedes Jahr eine Journalistin für ihr Lebenswerk. Darunter Frauen wie Petra Gerster, Franziska Becker, Dagmar Reim, Christina von Braun, Erica Fischer, Luc Jochimsen, Marlies Hesse, Inge von Bönninghausen u.v.m.
    Links:
    – Studie “Parteikulturen und Frauen” von EAF Berlin: https://www.eaf-berlin.de/news/studie-zu-parteikulturen-und-frauen/
    – Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbundes: https://www.journalistinnen.de/hedwig-dohm-urkunde/
    – Sex, Katzen und Diäten von Regula Stämpfli siehe https://www.kulturkaufhaus.de/de/detail/ISBN-9783907339077/St%C3%A4mpfli-Regula/Sex-Katzen-und-Di%C3%A4ten
    – Doku Weinstein https://www.zdf.de/filme/spielfilm-highlights/unantastbar—der-fall-harvey-weinstein-100.html
    – Doku Roger Ailes siehe https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/sex-trump-und-fox-news–aufstieg-und-fall-des-roger-ailes-100.html
    – Wirecard Doku, die den strukturellen Sexismus des Bezahldienstes (laStaempfli) zeigt, https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/wirecard-game-over-geldgier-groessenwahn-und-dunkle-geheimnisse-100.html
    – Bombshell auf Amazon Prime siehe https://www.youtube.com/watch?v=Smj9c6gYz-g
    – Epstein Doku auf Netflix siehe https://www.youtube.com/watch?v=-j0rjlfmDx4
    0 min
  • #diepodcastin strukturell: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über die inspirierend-lebendige Margot Friedländer (100jährig),Bettina Gaus, Frauensession in der Schweiz, dann die völlig verfehlte Europaratkampagne.

    #diepodcastin strukturell: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über die inspirierend-lebendige Margot Friedländer (100jährig),Bettina Gaus, Frauensession in der Schweiz, dann die völlig verfehlte Europaratkampagne.

    Die Rohnerin und laStämpfli gratulieren Margot Friedländer zum 100. Geburtstag! Die Berlinerin hat den Holocaust überlebt, hat sich als Schriftstellerin einen Namen gemacht und ist mit 88 Jahren – nach 64 Jahren in New York – zurückgekehrt in ihre Geburtsstadt Berlin. Die Rohnerin findet: Ein großes Vorbild an Mut und Tatkraft – und für ihre Lebensfreude!
    Deutschland und Österreich: Bitte diese Idee übernehmen! In der Schweiz fand am 29. und 30. Oktober die zweite “Frauensession” in der Schweizer Geschichte statt. Im Schweizer Bundeshaus (= Ort des Bundesparlaments) nahmen 246 Frauen aus allen Regionen der Schweiz statt, Junge und Alte, Frauen aus dem ganzen politischen Spektrum und darüber hinaus. Resultat der Session: 23 ausgearbeitete Forderungen, von der Individualbesteuerung bis zur Revision der Rente, von mehr Frauen in MINT-Berufen bis zu Schutz vor geschlechterspezifischer Gewalt. laStämpfli findet die Frauensession auch super, wünschte sich aber eine Themenfokussierung zwecks besserer, politischer Berichterstattung. Die Rohnerin findet: Der Forderungskatalog macht auch deutlich, wie sehr die strukturelle Diskriminierung der Frauen eben alle Themen dieser Gesellschaft betrifft und immer noch aktuell sind. Einig ist sich die Podcastin: Den Organisatorinnen (den großen Frauenverbänden von Alliance F über die evangelischen und katholischen Frauen, den Landfrauen- und Bäuerinnenverband, die Gemeinnützigen Frauen und der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen) gebührt größter Dank und Respekt für diese Mammutaufgabe – und den Medien der Hinweis, dass erneut viel zu wenig an Berichterstattung passiert ist. Die Podcastin wünscht sich hier übrigens eine systematische Medienaus- und bewertung!
    laStaempfli bringt die völlig bescheuerte, antidemokratische Kampagne des Europarates zur Diskussion. Dank der Französischen Jugendsekretärin Sara El Hairy wurde diese Hijab-Werbung der Islamisten sofort gestoppt – ihre Interviews unbedingt nachgucken. Angesichts der Taliban in Afghanistan ist diese Kampagne nichts anderes als organisierter, zynischer Frauenhass, der sich darin äussert, dass Perlenkette und Hijab als gleichberechtigte Accessoires ideologisiert werden. Ohne Sara El Hairy wäre die Kampagne weitergelaufen – die deutschen Medien haben über diesen Skandal kaum berichtet.
    #diepodcastin diskutiert und die Rohnerin bringt es auf den Punkt: “In Deutschland werden solche Themen privatisiert während in Frankreich die politischen Frauendiskriminierungs-Symbole politisiert betrachtet werden.” laStaempfli verweist darüber hinaus auf die Ethikratpräsidentin in der Schweiz, die Positionen vertritt, die nichts mit Feminismus zu tun haben, aber offenbar in den entsprechenden Gremien von LobbyistInnen gepuscht werden. Identitäre sowie islamistische Positionen, die in Frankreich verboten sind.
    Isabel Rohner und Regula Stämpfli diskutieren weiter die Mediendemokratie und tauschen sich darüber aus, was wann wie praktisch getan werden könnte, um die Chancengleichheit und Gleichstellung in den Medien zu puschen. laStaempfli weist ernüchtert darauf hin: Der Swiss Democracy Pass ohne Frauen wird weiterhin weltweit verteilt. Es ist offensichtlich noch möglich, Misogynie auf oberster Ebene zu zelebrieren. Zumindest in der Schweiz.
    Links:
    – Frauensession in der Schweiz: https://de.alliancef.ch/frauensession
    – Margot Friedländer, Buch:
     – Nachrufe Bettina Gaus & Diskussion Vatertochter: https://www.sueddeutsche.de/kultur/bettina-gaus-nachruf-journalistin-taz-1.5453639
     Dann zur Europarat-Kampagne, von IslamistInnen inspiriert:
    – https://twitter.com/laStaempfli/status/1456638680668463105?s=20
    – TWITTER-Account von Sara El Hairy siehe https://twitter.com/RTLFrance/status/1455869029453811715?s=20
    – Weibliche Nichtexistenzen 2021 siehe http://www.kleinreport.ch/news/weibliche-nicht-existenzen-und-der-totalitare-pass-fur-alle-97900/
    -Europaratkampagne Bild:Islamistische Propaganda: Wird von Frankreich aus verboten. Hier nur zur Veranschaulichung.

     

    46 min
  • #diepodcastin medienkritisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli freuen sich über Bundestagsspitze, Maja Göpels Science Community Award, analysieren die österreichische INSERATENAFFÄRE & BILD, heben strukturellen Sexismus hervor & definieren MediaToo.

    #diepodcastin medienkritisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli freuen sich über Bundestagsspitze, Maja Göpels Science Community Award, analysieren die österreichische INSERATENAFFÄRE & BILD, heben strukturellen Sexismus hervor & definieren MediaToo.
    Zunächst die guten News: Isabel Rohner und Regula Stämpfli sind mit der #diepodcastin für den Netzwende-Award nominiert. Maja Göpel hat schon ihren Award gekriegt und zwar den Science Community Award – #diepodcastin gratuliert. Die Medaille ist sehr wichtig für Göpel, da ihr, wie immer den Frauen, gerne von männlichen Kollegen die Wissenschaftlichkeit abgesprochen wird. Dann sprechen Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die Bundestagsspitze:
    Die SPD forderte noch im Wahlkampf in ihrem “Zukunftsprogramm” das “Jahrzehnt der Gleichberechtigung”. Tja – als es um die Besetzung des zweithöchsten Amtes im Staat ging, um das Amt des/der Bundestagspräsidenten/-präsidentin hatte die SPD das direkt schon wieder vergessen und wollte einen Mann vorschlagen. Nur aufgrund des heftigen internen (durch die ASF-Frauen um Maria Noichl) und vor allem extrenen Protestes (durch den offenen Brief von Prof. Dr. Jutta Allmendinger vom WZB und Prof. Dr. Peter Dabrock, dem Vorsitzenden des deutschen Ethikrates) kam die SPD-Führung dann doch noch zur Vernunft und schlug mit Bärbel Bas MdB die dritte Frau in der Geschichte der Bundesrepublik vor. #diepodcastin gratuliert beiden – Bärbel Bas zum neuen Amt und der SPD, gerade noch die Kurve gekriegt zu haben – herzlich! Die Rohnerin und laStämpfli machen dabei klar, dass die hohe Frauenpräsenz im Präsidium des Deutschen Bundestages – 5 Frauen, 1 Mann – dabei nicht darüber hinweg täuschen darf, dass der Frauenanteil im deutschen Parlament nach wie vor viel zu tief ist: Nur ein Drittel der Abgeordneten sind Frauen. Das ist für eine lebende Demokratie viel zu niedrig.
     Anschliessend wir #diepodcastin analytisch: Es geht um den Medienwandel, den strukturellen Sexismus MediaToo, die Österreich-Affären und die Skandale bei BILD. Die Rohnerin hält fest: Romantisierung von sexistischen Strukturen ist bei Berichterstattung über die Entlassung Julian Reichelts feststellbar ebenso wie die Personalisierung und Entpolitisierung struktureller Probleme. laStaempfli sieht vier Punkte:
    1. Medienwandel macht den strukturellen Sexismus innerhalb mächtiger Medienstrukturen sichtbar: MediaToo ist seit MeToo 2016 sichtbar, doch die Verlage und Journis tun sich schwer mit innerer Pressefreiheit, d.h. die Berichterstattung über Misstände in den eigenen Verlagen fehlt weitgehend.
    2. Axel Springer SE kauft sich global in die wichtigsten Medien ein: Politico in den USA. Deshalb so breitflächige Berichterstattung: Konkurrenz belebt auch journalistische Vielfalt.
    3. Zum Thema Österreich, Medienwandel: Die Gefahr wird immer grösser, dass durch indirekte oder direkte Medienförderung – auch durch Google, Facebook et al, DIE EINFALLSTORE FÜR KORRUPTION werden. laStaempfli hat dazu schon einiges geschrieben.
    4. Medien in Europa weisen mehr und mehr Züge des Trumpism auf: Dieser entpolitisierten Klickversion eines umfragebasierten Journalismus, der wenig mit Information, dafür alles mit Imagebuilding zu tun hat. Deshalb, so laStaempfli ist es so wichtig, WELCHE BILDER ÜBER FRAUEN VERBREITET werden.
    Bild: Isabella Belting, Paradise Lost aus der Schuhaustellung im Münchner Stadthaus, fotografiert von Regula Stämpfli
     Links:
    – Der offene Brief von Allmendinger/Dabrock: https://www.spiegel.de/politik/jutta-allmendinger-und-peter-dabrock-offener-brief-an-die-spd-bundestagfraktion-es-braucht-eine-frau-als-bundestagspraesidentin-a-2d968090-e11f-451f-88cc-de954cb2c067
    – Ben Smith über BILD/Reichelt in der New York Times: https://www.nytimes.com/2021/10/17/business/media/axel-springer-bild-julian-reichelt.html
    – http://www.kleinreport.ch/news/inseratenaffare-osterreich-bild-beben-und-schweizer-filz-98097/
    -http://www.kleinreport.ch/news/propaganda-mit-steuergeldern-bezahlt-die-osterreich-affare-ist-ein-weckruf-fur-die-schweiz-98030/
    45 min
  • #diepodcastin über die Notwendigkeit, zu gefallen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über neue Malisa-Studie, die Reiterstatue für Angela Merkel mit genialer Interpretation, Facebook & Kontext Sarah-Lee Heinrich, Elke Heidenreich.

    #diepodcastin über die Notwendigkeit, zu gefallen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über neue Malisa-Studie, die Reiterstatue für Angela Merkel mit genialer Interpretation, Facebook & Kontext Sarah-Lee Heinrich, Elke Heidenreich.

    Zunächt die brillante Rohner zu den Koalitionsverhandlung zwischen SPD, Grüne und FDP.” In den Koalitionsvertrag muss eine klare Aussage zur ersatzlosen Streichung des frauenverachtenden und ärztInnenfeinlichen Paragraphen 219a. Aus feminististischer Sicht muss gelten: An der ersatzlosen Streichung dieses Paragraphen muss die neue Regierung gemessen werden! Und die Rohnerin geht noch weiter: Auch § 218 muss weg! Die Frauen in Deutschland brauchen endlich das Recht, selbst über ihren Körper bestimmen zu dürfen! Regelungen zu Schwangerschaftsabbrüchen gehören nicht ins Strafgesetzbuch.”
    Dann: Die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat eine Statue bekommen – und was für eine! Angela Merkel hat als erste “Herrscherin” Deutschlands ein “Reiterinnenstandbild” bekommen! Der Künstler Wilhelm Koch zeigt sie hoch zu Pferd – und auch wenn die Medien ausrufen: “Ist das Ironie???” sagt Die Podcastin ganz klar: Dieses Denkmal ist denkwürdig und politisch! Denn es thematisiert die Leerstelle an Denkmälern für Frauen – und insbesondere an Denkmälern mit Insignien der Macht. Und genau darauf spielt das Denkmal an, in einem Land, in dem in fast jeder Stadt irgendein Preußen Prinz oder Herzog hoch zu Pferd zu sehen ist, aber keine Frauen (die Amazonen in München und Eberswalde mal ausgenommen).

    Anhand des Zitates von Maria Furtwängler, das laStaempfli zu Beginn der Folge bringt:”Das patriarchale System wird von der Angst der Frauen zusammengehalten, nicht zu gefallen.” erklärt die Politphilosophin eindrücklich, dass die Unsichtbarkeit von Frauen nicht einfach Nebensache ist, dass das Kümmern ums Aussehen nicht einfach ein Frauenproblem darstellt, sondern dass es dem Überleben von Frauen geschuldet ist: FRAUEN WAREN JAHRHUNDERTELANG darauf angewiesen, mindestens einem Mann zu gefallen oder sie wären ermordet, geschlagen, ausgegrenzt, ausgesetzt worden. Frauen müssen auch heute noch gefallen, dass ihnen nicht die Existenz genommen wird und zwar sowohl psychisch als auch physisch. 

    “Die Podcastin”, Isabel Rohner und Regula Stämpfli, besprechen die Studie der Malisa-Stifung im Detail:  Vier Jahre nach der ersten Erhebung des Frauenanteils im deutschen TV hat sich NICHTS getan! Ein mickriger Prozentsatz mehr, doch die Männerquote im Fernsehen liegt immer noch bei 66% vrs. 34% Frauen.
     
    Dazu passt auch das Interview, das die brillante Carolin Kebekus der EMMA gegeben hat (Link unten).

    Links:

    Bester Text/Zusammenfassung zur Malisa-Studie siehe http://www.kleinreport.ch/news/drastische-schieflage-im-deutschen-tv-auf-eine-frau-kommen-zwei-manner-98053/

    Zur technologischen Interpretation der Shitstorms siehe Regula Stämpfli in zwei Artikeln http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf und https://www.ensuite.ch/its-the-codes-stupid/

    Zum Ärger über Marlene Haushofer als Privatperson, siehe die missratene Sendung von Deutschlandfunkkultur https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-schriftstellerin-marlen-haushofer-wuetend-visionaer.1024.de.html?dram:article_id=503646

    – Reiterinnenstandbild von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel: https://www.spiegel.de/panorama/leute/angela-merkel-reiterstandbild-aus-beton-in-der-oberpfalz-enthuellt-a-a98fac17-9f1e-4821-aeab-676858cd639b
    – Interview mit Carolin Kebekus: https://www.emma.de/artikel/carolin-kebekus-ich-bin-frauenbewegung-20-338575

     

    44 min
  • #diepodcastin zu "toxischer Männlichkeit": Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Schach, Laberpodcasts, männlich-grau, Nobelpreisträger & die fabelhaften Maren Kroymann, Hazel Brugger.

    #diepodcastin zu “toxischer Männlichkeit”: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Schach, Laberpodcasts, männlich-grau, Nobelpreisträger & die fabelhaften Maren Kroymann, Hazel Brugger.
    1. Jahr der Frauen im Schach: Der Schachweltverband FIDE hat 2022 zum “Jahr der Frauen” ernannt – was läge also näher, als sich für das Sponsoring der Tourniere der SchachspielerINNEN mit einem Hersteller von Brustimplantaten (!) zusammenzutun? Die Rohnerin ist entsetzt. Der umgekehrte Fall – eine Firma für Penisvergrößerungen sponsort die Schachweltmeisterschaft der Männer – ist undenkbar. Daran erkennt man Sexismus.
     2. Laberpodcasts. Laberpodcasts der Männer versus sprechendes Denken bei #diePodcastin: laStaempfli erzählt von einem sehr ärgerlichen Deutschlandfunk Kultur-Beitrag. Drei Feministinnen haben nichts Besseres vor als Podcasts oberflächlich, dümmlich und völlig faktenfrei was Frauen, Hörbeiträge und Sichtbarkeit bedeuten, labern: Der Titel der Sendung war wohl Programm. Isabel Rohner & Regula Stämpfli finden beide: FAIL.
     3. Gleichstellung, die nervt? Dass viele Männer schlicht in einer anderen Realität leben, bewies diese Woche auch ein Bundestagsabgeordneter (der Name tut nichts zur Sache), der auf Twitter schrieb: “Es nervt irgendwie. Mehr Frauen hier, mehr Frauen in Vorstände, paritätisch besetzte Kabinette, mehr Frauen in Aufsichtsräte usw. Ich frage mich, ob Frauen das überhaupt selbst wollen oder alles mediengemacht ist. Zudem: Wir haben wirklich andere Herausforderungen.” Die Rohnerin zeigt, was an diesem Post alles falsch ist (SPOILER: VIEL!) und endet ihre Analyse mit der Feststellung: “Sie, lieber Herr Abgeordneter, finden “es nervt”? Isabel Rohner und Regula Stämpfli nervt es auch! Isabel Rohner und Regula Stämpfli würden uns auch gern mit anderen Themen befassen, aber dazu müssen erst die Missverhältnisse abgeschafft werden, durch die Frauen immer noch strukturell diskriminiert werden.”
     4. Toxische Männlichkeit und Vom Sprechen zum Handeln: laStaempfli theoretisiert die Unsichtbarkeit von Frauen, die zur Gewalt gegen Frauen führt. Wie der Laberpodcast-Beitrag oder der Beitrag zur sexuellen Gewalt an deutschsprachigen Theater & Filmsets zeigen: “Frauen schreiben, was ER liest. Frauen sagen, was ER hören will. Frauen tun, was ER erlaubt.” Isabel Rohner und Regula Stämpfli: Die Sprech- und Handlungsräume für Frauen sind wahnsinnig eng, wie jede Woche leider wieder zeigt. Die Rohnerin definiert “toxische Männlichkeit” klar und deutlich.
    5. Männlich Grau sucht NobelpreisTRÄGER: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die diesjährige Nobelpreis-Ernennungen, bisher völlig frauenfrei.
    6. Heldinnen dieser Woche sind für “Die Podcastin”, Isabel Rohner & Regula Stämpfli,  ganz eindeutig Hazel Brugger und Maren Kroymann: Die beiden hatten – im Gegensatz zu allen anwesenden Herren – als einzige bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises die Chuzpe, klar Stellung zu beziehen gegen Gewalt an Frauen, gegen Übergriffe von (in diesem Fall eines konkreten) Kollegen und Rückgrat von der Szene einzufordern. Wann fangen endlich auch die Männer an, Farbe zu bekennen und übergriffiges Verhalten von Kollegen nicht mehr länger zu tolerieren?
    Bild von Sofonisba Anguissola (1532-1625). Sie malt ihre schachspielenden Schwestern. Grossartig, nicht wahr?
    Links:
    – Der Schachweltverband verkündet seine Sponsoring-Partnerschaft mit einem Brustimplantate-Hersteller: https://www.fide.com/news/1351
    – Maren Kroymann und Hazel Brugger sind Heldinnen: https://www.dwdl.de/nachrichten/84734/comedypreis_ernst_wie_nie_kroymann_und_brugger_setzen_ein_zeichen/
    -Kolumne von Regula Stämpfli zu Merkels Rede “Bürgerinnen zweiter Klasse” siehe http://www.kleinreport.ch/news/die-weltpolitikerin-angela-merkel-uber-burgerinnen-zweiter-klasse-97985/
    – Laberpodcast auf Deutschlandfunk https://www.deutschlandfunkkultur.de/laberpodcasts-precht-lanz-kaulitz-noch-mehr.4038.de.html?dram:article_id=503754
    Wer übrigens echtes Schachvergnügen will: Das Damen-Gambit Netflix Miniserie.
    43 min
  • #diepodcastin über den Wahltag vom 26. September 2021: Isabel Rohner und Regula Stämpfli analysieren Abstimmungen (Schweiz) und Wahlen (Deutschland)

    #diepodcastin über den Wahltag vom 26. September 2021: Isabel Rohner und Regula Stämpfli analysieren Abstimmungen (Schweiz) und Wahlen (Deutschland)
    Themen sind: Ehe für alle in der Schweiz, Bundestagswahlen in Deutschland und Kommentar zu Berlin.
    In der Schweiz stand die Abstimmung darüber an, ob zukünftig auch Gleichgeschlechtliche eine Ehe eingehen dürfen. Die Antwort der Schweizerinnen und Schweizer war ein deutliches JA! Zwei Drittel haben sich für die Gleichberechtigung entschieden. Die Rohnerin allerdings ist mal wieder mit der Stimmbeteiligung in der Schweiz nicht zufrieden: Noch nicht einmal 52 % der Wahlberechtigten sind zur Abstimmung gegangen. Für eine direkte Demokratie für sie viel zu wenig. laStaempfli kontert aus politologischer Erfahrung: Nein. Die  traditionell niedrige Stimmbeteiligung in der Schweiz kann auch Zeichen der demokratischen Stabilität sein und nur in Diktaturen gibt es Wahlquoten von 100 Prozent. Es bleibt keine Zeit, die unterschiedlichen Systeme sauber zu dikutieren, denn das Wahlergebnis in Deutschland will interpretiert sein.
    Regula Stämpfli feiert das Wahlergebnis auf Bundesebene in Deutschland mit der grossen Vielfalt an Parteien und ausgeglichenen Prozenten als Sieg der Demokratie. Einzig die AfD hat immer noch viel zuviele Stimmen, doch trotzdem ist grosse Erleichterung angesagt.  Die Rohnerin kommt aber auch hier mit einem Wermutstropfen: Der Frauenanteil im Deutschen Bundestag wird sich nach dieser Wahl nur minimal verbessern, von 31,4 % in der letzten Legislaturperiode auf gerade mal 34,69 %. #diepodcastin meint: “Das reicht nicht!”
    Dann einen Berlin-Rück- und Ausblick: Berlin bekommt eine Regierende Bürgermeisterin – und dies nicht zum ersten Mal. Die Rohnerin erinnert daran, dass mit Louise Schröder (1887-1957) von 1947-1948 schon einmal eine Frau an der Spitze Berlins stand. Der Unterschied: Schröder war kommissarische Oberbürgermeisterin. In der jetzigen Wahl zwischen Franziska Giffey (SPD) und Bettina Jarasch (Grüne) hat sich das Wahlvolk zum ersten Mal aktiv für eine Frau entschieden.
    Am Ende feiert #diepodcastin Island: Dort sitzen zum ersten Mal mehr Frauen als Männer im Parlament. So ist es richtig und gut.
    Bild von Sheila Hicks: A Matter of Scale. Eine der grössten Künslerinnen unserer Zeit.
    Links:
    – Sitzverteilung des neuen Bundestages: https://www.bundestag.de/
    – Abstimmungsresultate Schweiz siehe https://www.watson.ch/daten/abstimmungen%202021/388858517-abstimmungsresultate-schweiz-alle-ergebnisse-der-abstimmung-am-sonntag
    39 min
  • #diepodcastin über politische Männlichkeit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli überMedien-Misogynie, Männer-Lamentiererei, automatisierte Unsichtbarkeit von Frauen, nochmals Democracy Pass, tax the rich-Fashion und dann: Jubel über Statue von Elisabeth Selbe

    #diepodcastin über politische Männlichkeit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Medien-Misogynie, Männer-Lamentiererei, automatisierte Unsichtbarkeit von Frauen, nochmals Democracy Pass, tax the rich-Fashion und dann: Jubel über Statue von Elisabeth Selbert & neues Buch von Nicole Seifert
    Diese Woche war voller Unsichtbarkeiten, Diskriminierung und Lächerlichmachung von Frauen und grosser feministischer Freude.
    Die Rohnerin kann sich diese Woche kaum entscheiden, wer die “Goldene Schrumpelgurke” bekommen soll. Sie entscheidet sich dann aber gegen den dümmlichen Artikel in der Berliner Zeitung, der das “Umfragetief” der grünen Spitzenkandidatin Annalena Baerbock auf ihre “Stimme” zurückführt und ihr indirekt empfiehlt, mehr auf Zarah Leander zu machen.
    Stattdessen geht die Schrumpelgurke von Isabel Rohner an die Sendung “Rundschau” des Schweizer Fernsehens und ihren 12-minütigen Beitrag “Leidende Männer – Die Opfer der Frauenbewegung”. Isabel Rohner & Regula Stämpfli diskutieren die Mobilmachung des Patriarchats mit Medienbeiträgen wie diesen.
    Führen wir uns mal vor Augen: Da hatten die Frauen in der Schweiz bis 1971 keine politischen Rechte. Studien um Studien – zuletzt die Arbeit von Silke Fürst & Team von der Uni Zürich zur Medienrepräsentanz der Frauen in der Schweiz und dem Ergebnis, dass die Männerquote bei der Medienberichterstattung bei unfassbaren 77 Prozent liegt! – belegen seit Jahren die Benachteiligung der Frauen in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Und das Schweizer Fernsehen berichtet ohne jegliche Zahlen & Fakten-Basierung über “gefühlte” Benachteiligung von Männern. Journalismus geht anders.
     laStaempfli weist darauf hin, dass dies nicht einfach ein Ausrutscher, sondern strukturelle Gewalt an Frauen ist: Die Darstellung des männlichen Geschlechts als Verlierer der Menschenrechte führt direkt zum Aufstieg der Rechten und Rechtsextremen in den westlichen Demokratien. Leitmedien, die derartige Deutungen übernehmen, betreiben laut Regula Stämpfli den Niedergang von Demokratie, Freiheit und Gleichstellung. In diesen Rahmen passt es Frauenrechte als Luxus, als Nebensache, als strategische Minderheit im “Swiss Democracy Pass” abzuwerten. Regula Stämpfli: “Ein Staat ohne Frauen- und Minderheitsrechte, ohne Geschichte 6 Gegenwart derselben ist keine Demokratie, sondern eine Geschlechterdiktatur.” Die Broschüre, der globale Männerpass muss OFFIZIELL EINGESTAMPFT WERDEN.
    Im feministischen Wochenrückblick reden Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das “Tax the rich”-Kleid von Alexandria Ocasio-Cortez an der Met-Gala. laStaempfli dazu: Frauen machen Schlagzeilen, wenn sie ihren Körper politisieren.”
    Nach den harten Medienrückschlägen die Feiern, von Isabel Rohner glänzend, wortgewaltig und wunderbar eingeführt: Elisabeth Selbert, dessen Briefmarke wir als Motto der Folge von #diepodcastin im Bild anfügen.
    Isabel Rohner erklärt: Am 22. September feierten wir den 125. Geburstag der großen Juristin Elisabeth Selbert. Ihr verdanken die Deutschen den Satz im Grundgesetz “Männer und Frauen sind gleichberechtigt”. Isabel Rohner und Regula Stämpfli freuen sich riesig, dass es dem Archiv der Deutschen Frauenbewegung in Kassel gelungen ist, zu diesem Anlass eine Sonderbriefmarke zu lancieren und den Bundespräsidenten für eine Feierstunde für Selbert nach Kassel einzuladen. Und laStämpfli und die Rohnerin bedanken sich bei den Soroptimistinnen in Kassel, die zu diesem Anlass eine Statue von Selbert enthüllen konnten, die nun Elisabeth Selbert auf dem Scheidemannplatz (Nähe Ständeplatz in Kassel) sichtbar macht. Auch dieses Beispiel zeigt mal wieder, wie wichtig privates Engagement bei der Sichtbarmachung und Erinnung an Frauen ist – ohne diese, wäre wohl bei diesem Jubiläum nichts passiert. Die Rohnerin erklärt übrigens völlig stimmig und wissensgewandt, weshalb der Satz entscheidend war, um die Frauen von der Entmündigung der Männer im Familienrecht frei zu bekommen. Grosses Grundgesetz, merci der Gigantin Elisabeth Selbert!
    Eine weitere Freude bringt die Rohnerin zum Schluss: Das neue Buch von Nicole Seifert: FRAUENLITERATUR – FRAUEN durchgestrichen. “Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt”  ist ein eindrückliches Standardwerk, great geschrieben und voller Wissen – auf diesem Stande möchte #diepodcastin nun JEDEN KULTURBEITRAG diskutieren. Und nicht immer darunter bei so dummen Männerfragen wie: “Können Frauen überhaupt grosse Literatur?”  Virtuos führt Seifert in ihrem Buch die lange Tradition der Frauenausmerzung in der Literaturgeschichte vor Augen und stellt die Fragen, die sich alle mal stellen sollten, die sich mit Büchern befassen, gerne Bücher lesen oder über Bücher berichten: Wer entscheidet eigentlich, was kanonisiert und damit erinnert wird? Warum sind das so wenige Frauen – obwohl Schriftstellerinnen in jeder Epoche erfolgreich und innovativ geschrieben haben? Welche Rolle spielt das Geschlecht eines Autors oder einer Autorin wirklich? (Spoiler: Leider immer noch eine immens große) Und warum berichten die Feuilletons auch heute noch überdurchschnittlich oft über Bücher von Männern?
    Womit wir wieder beim Einstieg der Folgen von politischer Männlichkeit, die das männliche Geschlecht durch Grund- und Menschenrechte ständig benachteiligt sieht, angelangt wären. Wie sagt laStaempfli in ihrem fulminanten Kommentar zum extrem antidemokratischen “Swiss Democracy Pass”? “Hannah Arendt beschrieb den Totalitarismus unter anderem damit, dass die Verantwortlichen darin geübt waren, so zu tun, als sprächen sie die Wahrheit. Sie agierten in Wirklichkeit aber durch Auslassungen ganzer Gruppen sowie die Betonung einzelner Tatbestände. Genau dies tun die Beteiligten an diesem «Pass für alle» auch. Die späte Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz ist die Geschichte der staatlichen, politischen, gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Männergewalt in unserem Alpenstaat. Dies zu verschweigen, kommt einer bewusst frauenfeindlichen und antidemokratischen Männergeschichtsschreibung gleich.”
    Das beste Buch zum Thema stammt von Susanne Kaiser: Politische Männlichkeit. Wie Incels, Fundamentalisten und Autoritäre für das Patriarchat mobilmachen. Hier eine gute Besprechung aus der FAZ  siehe https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/susanne-kaisers-buch-politische-maennlichkeit-17159950.html
    Links:
    – Die Goldene Schrumpelgurke für “Leidende Männer”: https://www.srf.ch/news/schweiz/leidende-maenner-alles-maennliche-wird-heute-verteufelt
    – Die Berliner Zeitung hat noch nie etwas vom Patriarchat gehört: https://www.berliner-zeitung.de/wochenende/wegen-ihrer-frauenstimme-annalena-baerbock-rutscht-in-den-umfragen-ab-li.184296?pid=true
    – Das Archiv der Deutschen Frauenbewegung feiert 125 Jahre Elisabeth Selbert: https://www.addf-kassel.de/publikationen/leseecke/125-jahre-selbert/
    – Regula Stämpfli über die weiblichen Nicht-Existenzen am Beispiel des Swiss Democracy Pass siehe http://www.kleinreport.ch/news/weibliche-nicht-existenzen-und-der-totalitare-pass-fur-alle-97900/
    -https://www.watson.ch/schweiz/frauenstreik/289414754-broschuere-erzaehlt-geschichte-der-schweizer-demokratie-ohne-frauen
    – Das neue Buch von Nicole Seifert “Frauen Literatur”: https://www.kiwi-verlag.de/buch/nicole-seifert-frauen-literatur-9783462002362
    – Rezension von Isabel Rohner zu Nicole Seiferts Buch: https://www.aviva-berlin.de/aviva/content_Literatur_Sachbuch.php?id=1421053
    Hier noch das Bild der Designerin Aurora James (rechts) und Alexandria Ocasio-Cortez zu “tax the rich”: laStaempfli sieht darin ihre Theorie der Beschriftung von Körpern, vor allem von Frauen, bestätigt.
    51 min
  • #diepodcastin mit der Woche der "Goldenen Schrumpelgurken": Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit scharfsinniger Medienkritik. Berichterstattung Afghanistan, Hitlers Lieblingskünstler statt WIRKLICH RELEVANTE AUSSTELLLUNGEN, BILD & deren Verniedlichung von

    #diepodcastin mit der Woche der “Goldenen Schrumpelgurken” : Isabel Rohner & Regula Stämpfli mit scharfsinniger Medienkritik. Berichterstattung Afghanistan, Hitlers Lieblingskünstler statt WIRKLICH RELEVANTE AUSSTELLLUNGEN, BILD & deren Verniedlichung von FEMIZID, der antidemokratische SWISS DEMOCRACY PASS, das sexistische TRIELL als Trumpism und THE CASE YOU über den jüngsten  Missbrauchfall in der europäischen, deutschen & schweizerischen Filmindustrie.

    Das war die Woche der „Goldenen Schrumpelgurken“: LaStämpfli und Rohnerin verteilen sie in dieser Folge gleich eimerweise:

    Ein Eimer geht an die Unsichtbarkeitsmachung von Frauen in den Medien, die zur Folge hat,  dass die wirklich relevanten Themen für den Erhalt der Demokratie verhunzt, verpasst und vergessen werden. laStaempfli analysiert messerscharf: “Afghanistan bspw. und dessen “humanitäre Hilfe” bspw. Weshalb fehlt die Politik, dass eine humanitäre Hilfe an das Frauenmörder-Regime nur an die Frauen ausbezahlt und von den Frauen verwaltet werden darf? Dann Hitlers Lieblingskünstler im Deutschen Historischen Museum in Berlin: Echt, jetzt? Es gibt keine relevantere Ausstellung als diese alte Faschokiste der Repetition? Bringt nächstens das Naturhistorische Museum eine Ausstellung über “Hitlers Lieblingstiere”?

    Ein weiterer Eimer der #diepodcastin geht – mehr als verdient – an das Projekt „Swiss Democracy Passport“ der Schweizer Demokratie Stiftung in Zusammenarbeit mit der Uni Bern. laStaempfli hat dazu ungefähr 30 TWEETS abgesetzt, es ist eine Frauenvernichtungsaktion der Geschichte. Eine 48-seitige Broschüre, die „Einblicke in die Schweizer Demokratie“ geben will – und im Kapitel „175 Years of Swiss Popular Votes“ kein einziges Wort über die Verweigerung der politischen Mitsprache von Frauen verliert. KEIN EINZIGES WORT. Nur in einem klitzekleinen Absätzchen geht die Broschüre auf „The late introduction of universal suffrage“ ein – und nennt den Sklavenstatus der Schweizerinnen bis 1971 mal eben ein „Dilemma der Demokratie“. Und das im Jubiläumsjahr zu 50 Jahre Frauenstimmrecht! #diepodcastin sagt: SO NICHT! laStaempfli wird dafür sorgen, dass es hier einen parlamentarischen Vorstoss gibt. Die Frauenorganisationen MÜSSEN begreifen, dass ansonsten die gesamte Aufklärungsarbeit für 50 Jahre Frauenstimmrecht umsonst war. laStaempfli hebt hervor, wie wichtig die Schweiz für Deutschland und Europa ist: Im kleinen Alpenstaat beginnen alle Neuheiten – oft auch Drecksgeschichten wie der Rechtspopulismus – und die Schweiz ist ja in Zürich zumindest, ziemlich hochdeutsch.

    Ein neuer Eimer geht an die BILD-Zeitung, die einen Mordanschlag auf eine Frau mal eben mit „Trennungsschmerz“ versucht zu entschuldigen und ihren Artikel auch genauso überschreibt. Isabel Rohner findet: Hört endlich auf, Gewalt an Frauen schön zu reden, zu entschuldigen oder zu bagatellisieren! laStaempfli verweist in dem Zusammenhang auf den Eigentumsstatus des Mannes über Frauen, Kinder und die Welt.

    Der Eimer zum nächsten geht an WAHLBERICHTERSTATTUNG Deutschland 2021 und die sexistische TRIELL Reportagen. Annalena Baerbock (Kandidatin der Grünen) erlebte einen misogynen Wahlkampf. Dies sagt #diepodcastin nicht, weil Isabel Rohner & Regula Stämpfli das grüne Parteiprogramm so toll finden, im Gegenteil: Dies sagen sie als kluge Wissenschaftlerinnen. Was Baerbock im Wahlkampf erlebte,  unterscheidet sich eklatant von dem, was ihre Mitkonkurrenten Armin Laschet (Union) und Olaf Scholz (Sozialdemokraten)  – “und das erlebt sie, weil sie eine Frau ist” hebt die Rohnerin hervor. Genau das ist die Definition von Sexismus. Dies betrifft den Umgang der Medien mit ihr (die TAZ kritisiert ihren „Ehrgeiz“, im Sommerinterview wird sie nach ihren Kindern gefragt, die Presse thematisiert ihre Mutterschaft), die Reaktionen im Netz (FakeNews, sexualisierte Kommentare) oder auch die Wahrnehmung ihrer Kompetenz. Die Rohnerin bringt die Ergebnisse der ZDF-Zuschauerbefragung nach dem letzten Triell mit und fragt sich: Wie kann es sein, dass die ZuschauerInnen mit 39% Baerbock „am sympathischsten finden“, aber nur mit 25% „am glaubwürdigsten“? laStämpfli erklärt nüchtern: Das Konzept „Glaubwürdigkeit“ war nie für Frauen gemacht. Darum tummeln sich ja auch in allen Formaten die männlichen Experten. Hier haben wir eine Riesenwahrnehmungslücke.

    Zum Schluss bringt laStaempfli noch die erschütternde Geschichte des ENORM WICHTIGEN Films THE CASE YOU der jungen, genialen Filmemacherin mit ihrer Crew, Alison Kuhn. Es geht um einen Schweizer Filmemacher, der unter dem Vorwand eines Castings, Minderjährige und knapp 18jährige Frauen vor der Kamera missbraucht und diese Aufnahmen dann als Dokumentationsfilm in internationalen Festivals verkaufen will. #diepodcastin wird dazu noch mehr bringen und machen, hier nur soviel: Die Community soll helfen, diesen Film und die #MovieToo als sexuelle Gewalt in der Industrie abzuschaffen.

    Etwas Schönes zum Schluss: Die Rohnerin war im St. Galler Tagblatt siehe Isabel Rohner im Interview mit dem Tagblatt: https://www.tagblatt.ch/kultur/ostschweizerkultur/freipass12-ich-lerne-seit-mehreren-jahrzehnten-geduldig-zu-sein-die-autorin-isabel-rohner-im-fragebogen-ld.2187890

    Links:

    Der frauenfreie Swiss „Democracy“ Passport: https://www.swissinfo.ch/eng/democracyin-a-passport/4694964

    DER FALL DU, THE CASE YOU https://www.dokfest-muenchen.de/films/view/23135

    Über ein “verstörendes Casting” berichtet auch Deutschlandfunk Kultur, das #diepodcastin hier als Link anfügt:  siehe https://www.deutschlandfunkkultur.de/verstoerendes-video-von-casting-bei-milo-rau-schwieriger.2159.de.html?dram:article_id=471393

    Wie gross die feministischen Leerstellen selbst bei demokratischen und aufgeklärten linken Männern ist, hat Regula Stämpfli in ihrem Literaturblog am Beispiel von Milo Raus Kolumnenbuch aufzuzeigen versucht, siehe https://www.ensuite.ch/weltveraenderung-ohne-feministisches-potenzial/

    49 min

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