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  • #DiePodcastin Ein Jahr danach: Isabel Rohner & Regula Stämpfli feiern die 61 Folgen, die Heldinnen, Zita Küng & Emilie Kempin-Spyri, benennen die wahren Künstlerinnen des URINALS, kündigen Fussball-Suada für nächste Woche an & machen weiter.

    #DiePodcastin Ein Jahr danach: Isabel Rohner & Regula Stämpfli feiern die 61 Folgen, die Heldinnen, Zita Küng & Emilie Kempin-Spyri, benennen die wahren Künstlerinnen des URINALS, kündigen Fussball-Suada für nächste Woche an & machen weiter.

    laStämpfli und die Rohnerin feiern diese Woche Jubiläum: Ein Jahr “Die Podcastin”! Das sind satte 60 Folgen gemeinsames Denken, Sprechen, Diskutieren (plus 1 Folge “Die Podcastin im Gespräch”). 60 Folgen die Welt endlich mal feministisch betrachten und nicht auf einem Auge blind! Wenn das kein Grund zum Feiern ist!? Wobei: So ganz einig sind sich die beiden bei diesem Punkt nicht. Es gibt einfach noch so, so viel zu tun in unserer Welt, in unserer Gesellschaft, in den Medien. Dafür braucht es “Die Podcastin”.

    Die Rohnerin hat sich zur Feier des Tages vorgenommen, beim feministischen Wochenrückblick nur über Positives zu berichten. Eine echte Herausforderung – und so ganz durchziehen ließ sich dieser Ansatz nicht. Zwar ist es positiv, dass bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhang die 9 Direktkandidatinnen, die die CDU aufgestellt hat, allesamt ihr Direktmandat auch geholt haben – allerdings wird die mächtige CDU-Landtagsfraktion mit einem Männeranteil von unfassbaren 77,5 % (!) an den Start gehen. Demokratie muss anders aussehen. laStämpfli hat gestern noch an einem anderen Jubiläum teilgenommen: Auch das Hedwig Dohm Trio von Isabel Rohner, Historikerin Nikola Müller und Schauspieler Gerd Buurmann konnte feiern, nämlich 15-jähriges Bestehen. Freut ihr euch auch schon auf die Fußball-EM? Zuschauen, mitfiebern, ein Sommermärchen feiern? Allerdings müssen wir damit noch bis Juli 2022 warten. Dann nämlich findet die nächste EM der FußballerINNEN statt. Ursprünglich für Juni 2021 geplant, mussten die Frauen den Männern weichen. Vielen Dank auch, UEFA…

    Dann finden LaStämpfli und die Rohnerin doch noch etwas zum Feiern: Am 11.6.2021 hat der Schweizerische Anwaltsverband zum ersten Mal den Emilie Kempin-Spyri-Preis verliehen und die großartige Zita Küng ausgezeichnet! “Die Podcastin” gratuliert der Initiatorin der Initiative CH2021 von Herzen! 

     Ach ja: Und auch zu “Gretchens Rache” (Ulrike Helmer Verlag), dem neuen Buch von Isabel Rohner gibt’s Positives zu berichten: Sowohl in Ostdeutschland als auch in der Ostschweiz sind große und positive Rezensionen erschienen:
    “Ein großes Lesevergnügen!”, schreiben die Lausitzer Rundschau und die Märkisch Oderzeitung. “Humorvolll mit satirischem Schwung”, schreibt das Tagblatt. Und auch “Die Podcastin” wird erwähnt.
     Ja. Wir feiern. Wir bringen nur positive News und scheitern dann doch in between.
    Und ach ja: Die Geschichte des Urinals ist echt der Hammer: DAS STÜCK DER MODERNE WURDE DEFINITIV ON EINER FRAU ENTWORFEN. Als „Freundinnen“ Duchamps kommen zwei Frauen infrage, die Übersetzerin Louise Norton, die das Urinal in ihrem Text „Buddha of the Bathroom“ als Kunstwerk bewarb, und die Dada-Künstlerin Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven.
    – Rezension zu “Gretchens Rache” im Tagblatt: https://www.tagblatt.ch/kultur/ostschweizerkultur/krimi-mord-und-frauenrechte-neues-von-der-stgaller-autorin-isabel-rohner-ld.2149174
    – Rezension zu “Gretchens Rache” in der Lausitzer Rundschau (paywall)): https://www.lr-online.de/nachrichten/kultur/gretchens-rache-der-neue-fall-von-isabel-rohner-spielt-im-spreewald-57299637.html
    – Buch bestellen? “Gretchens Rache” gibts direkt hier beim Ulrike Helmer Verlag: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/
    – Infos zum Hedwig Dohm Trio und zur Edition Hedwig Dohm von Nikola Müller und Isabel Rohner: www.hedwigdohm.de
    – Emilie Kempin-Spyri-Preis 2021 für Zita Küng: https://www.sav-fsa.ch/de/aktuell/news/emilie-kempin-spyri-preis-2021-64.html

    Eigene Transformationsfolgen: Geld, Heldinnen, Alter www.diepodcastin.de Isabel Rohner und Regula Stämpfli erklären die Welt.

    50 min
  • #DiePodcastin Ein Jahr danach: Isabel Rohner & Regula Stämpfli feiern die 61 Folgen, die Heldinnen, Zita Küng & Emilie Kempin-Spyri, benennen die wahren Künstlerinnen des URINALS, kündigen Fussball-Suada für nächste Woche an & machen weiter.
    #DiePodcastin Ein Jahr danach: Isabel Rohner & Regula Stämpfli feiern die 61 Folgen, die Heldinnen, Zita Küng & Emilie Kempin-Spyri, benennen die wahren Künstlerinnen des URINALS, kündigen Fussball-Suada für nächste Woche an & machen weiter.
    laStämpfli und die Rohnerin feiern diese Woche Jubiläum: Ein Jahr "Die Podcastin"! Das sind satte 60 Folgen gemeinsames Denken, Sprechen, Diskutieren (plus 1 Folge "Die Podcastin im Gespräch"). 60 Folgen die Welt endlich mal feministisch betrachten und nicht auf einem Auge blind! Wenn das kein Grund zum Feiern ist!? Wobei: So ganz einig sind sich die beiden bei diesem Punkt nicht. Es gibt einfach noch so, so viel zu tun in unserer Welt, in unserer Gesellschaft, in den Medien. Dafür braucht es "Die Podcastin".
    Die Rohnerin hat sich zur Feier des Tages vorgenommen, beim feministischen Wochenrückblick nur über Positives zu berichten. Eine echte Herausforderung - und so ganz durchziehen ließ sich dieser Ansatz nicht. Zwar ist es positiv, dass bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhang die 9 Direktkandidatinnen, die die CDU aufgestellt hat, allesamt ihr Direktmandat auch geholt haben - allerdings wird die mächtige CDU-Landtagsfraktion mit einem Männeranteil von unfassbaren 77,5 % (!) an den Start gehen. Demokratie muss anders aussehen. laStämpfli hat gestern noch an einem anderen Jubiläum teilgenommen: Auch das Hedwig Dohm Trio von Isabel Rohner, Historikerin Nikola Müller und Schauspieler Gerd Buurmann konnte feiern, nämlich 15-jähriges Bestehen. Freut ihr euch auch schon auf die Fußball-EM? Zuschauen, mitfiebern, ein Sommermärchen feiern? Allerdings müssen wir damit noch bis Juli 2022 warten. Dann nämlich findet die nächste EM der FußballerINNEN statt. Ursprünglich für Juni 2021 geplant, mussten die Frauen den Männern weichen. Vielen Dank auch, UEFA...
    0 min
  • #DiePodcastin mayröckert über die Liebe: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zunächst zu Baerbock-Interview, halbwegs gelungenen Fernseh-Frauen-Produktion, der Schmerz der Unsichtbarkeit, Jolanda Spiess-Hegglin, ahistorische Livefetischismen der sog. jungen F

    #DiePodcastin mayröckert über die Liebe: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zunächst zu Baerbock-Interview, halbwegs gelungenen Fernseh-Frauen-Produktion, der Schmerz der Unsichtbarkeit, Jolanda Spiess-Hegglin, ahistorische Livefetischismen der sog. jungen Feministinnen und endlich über Liebe: Friederike Mayröcker mit Ernst Jandl, Gertrude Stein mit Alice B. Toklas, Susan Sontag & Annie Leibovitz, Hedwig& Ernst Dohm, Simone de Beauvoir & Sartre (Streit), Michelle & Barack Obama … bis es “stop” macht.

    PS avant la lettre: Some Fehlschreibe hier ist beabsichtigt, da laStaempfli mayröckerisch inspiriert ist – die Rohnerin wusste nichts davon, deshalb alle Fehler auf Konto von Regula. Eben: Die große Friederike Mayröcker ist tot. Die Rohnerin und LaStämpfli sind betroffen und verneigen sich vor einer Jahrhundertkünstlerin, einer Zauberin der Sprache, einer Bilderschafferin, einer Textvirtuosin.  Mayröckers Gedichte sind jeden Tag neu: Sie ist alterslos. Buch um Buch und orthografisch schon fascht stämpflisch: “da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete” – ihr letztes Buch. Bei Mayröcker geht es immer um Alles und um Nichts – ins Fenster gelinst mit Wiszbegierde.

    Die schöne #diepodcastin-Folge wird an dieser Stelle etwas durch den Ärger von laStaempfli über das sexistische Maischberger-Interview mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock durchbrochen. Schade, denn eigentlich war das Thema privat und öffentlich zu wichtig, aber sei es drum.

    Die Rohnerin spricht sehr klug über den Dreiteiler, den 3Sat/SRF diese Woche ausgestrahlt hat: Unter der Überschrift “Starke Frauen” wollen Filmemacherin Rosanna Grüter und Moderatorin Patrizia Laeri Frauen aus “Politik” (Folge 1), “Medien” (Folge 2) und “Pornographie” (Folge 3) vorstellen. So positiv es Isabel Rohner findet, dass endlich mal Frauen zur Prime Time im Mittelpunkt des Fernsehgeschehens stehen, so sehr bedauert sie es, dass dem Dreiteiler leider vielfach ein wissenschaftlicher Unterbau fehlt. LaStämpfli bringts auf den Punkt: Die Reihe ist leider und wiedermal völlig ahistorisch. Dennoch empfiehlt die Rohnerin allen Hörerinnen und Hörern, sich den zweiten Teil der Reihe in der Mediathek anzuschauen. Darin werden die beiden großartigen Kämpferinnen Jolanda Spieß-Hegglin und Sigi Maurer mit ihren Geschichten porträtiert. Jolanda Spiess-Hegglin ist in der Schweiz gerade dabei, im wahrsten Sinn Mediengeschichte zu schreiben: Nachdem sie über Jahre von den Schweizer Medien in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt wurde, läuft aktuell ihre Klage gegen den Medienkonzern Ringier (“Blick”) auf Herausgabe aller Einnahmen, die mit reißerischen Artikeln über sie in den vergangenen Jahren gemacht wurden. Es geht um viel Geld und um die Zukunkft des Boulevards, wohl nicht nur in der Schweiz. Wir drücken ihr alle Daumen!

    Und dann ist es soweit: LaStämpfli und die Rohnerin sprechen über die Liebe. Liebe, die beflügelt, die unterstützt, die auf Respekt und Unabhängigkeit basiert. Und über Paare der Gegenwart und Vergangenheit: Michelle und Barack Obama, Hedwig Dohm und ihr Mann Ernst, Margrith Bigler-Eggenberger und Kurt Bigler, Rosa Bonheur und Natalie Micas, Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, Alice B. Toklas und Gertrude Stein, Erika Mann und Therese Giehse. Ja, und auch über Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, wobei die Meinungen auseinandergehen. Wo sich die beiden allerdings einig sind: Liebe und finanzielle Abhängigkeit gehen nicht zusammen.

    So viel mehr & klüger hätte laStaempfli über Liebe reden wollen, konnte es aber nicht formulieren: Dass sie das mit Geliebt-Sein vor allem für Ehepaare als Voraussetzung meinte, gleich welcherlei Geschlechts, dass indessen Affären vor allem aus LIEBEN bestehen dürfen, weil wunschlos glücklich und unerfüllt, wie Affären so sein müssen. All das kam nicht zustande, ob es wohl an der Verstimmung über Baerbocks Interview oder der misslungenen Serie über „starke Frauen“ lag? Auch die wunderbare Rohnerin hätte soviel mehr zu erzählen gewusst und gewollt,über die Liebe. Doch #diepodcastin meinte irgendwann mal: Hier stoppe ich mal.

    Folgefazit: Hören Sie der Rohnerin und laStaempfli beim Denken zu. Beide dachten über Liebe zu sprechen, wussten aber ganz viel Anderes und Mehr zu berichten. Bildquelle: Graffiti fotografiert von Isabel Rohner.

    Links:
    – “Starke Frauen: Frauen und Medien” mit der großartigen Jolanda Spiess-Hegglin: https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/starke-frauen-2-100.html
    – Literaturtipp: Joey Horsley & Luise F. Pusch: Berühmte Frauenpaare. Suhrkamp Verlag.
    – Über KünstlerInnen-Paare ein guter Artikel siehe https://magazine.artland.com/10-striking-artist-couples/
    53 min
  • #DiePodcastin mayröckert über die Liebe: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zunächst zu Baerbock-Interview, halbwegs gelungenen Fernseh-Frauen-Produktion, der Schmerz der Unsichtbarkeit, Jolanda Spiess-Hegglin, ahistorische Livefetischismen der sog. jungen F

    #DiePodcastin mayröckert über die Liebe: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zunächst zu Baerbock-Interview, halbwegs gelungenen Fernseh-Frauen-Produktion, der Schmerz der Unsichtbarkeit, Jolanda Spiess-Hegglin, ahistorische Livefetischismen der sog. jungen Feministinnen und endlich über Liebe: Friederike Mayröcker mit Ernst Jandl, Gertrude Stein mit Alice B. Toklas, Susan Sontag & Annie Leibovitz, Hedwig& Ernst Dohm, Simone de Beauvoir & Sartre (Streit), Michelle & Barack Obama … bis es “stop” macht.

    PS avant la lettre: Some Fehlschreibe hier ist beabsichtigt, da laStaempfli mayröckerisch inspiriert ist – die Rohnerin wusste nichts davon, deshalb alle Fehler auf Konto von Regula. Eben: Die große Friederike Mayröcker ist tot. Die Rohnerin und LaStämpfli sind betroffen und verneigen sich vor einer Jahrhundertkünstlerin, einer Zauberin der Sprache, einer Bilderschafferin, einer Textvirtuosin.  Mayröckers Gedichte sind jeden Tag neu: Sie ist alterslos. Buch um Buch und orthografisch schon fascht stämpflisch: “da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete” – ihr letztes Buch. Bei Mayröcker geht es immer um Alles und um Nichts – ins Fenster gelinst mit Wiszbegierde.

    Die schöne #diepodcastin-Folge wird an dieser Stelle etwas durch den Ärger von laStaempfli über das sexistische Maischberger-Interview mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock durchbrochen. Schade, denn eigentlich war das Thema privat und öffentlich zu wichtig, aber sei es drum.

    Die Rohnerin spricht sehr klug über den Dreiteiler, den 3Sat/SRF diese Woche ausgestrahlt hat: Unter der Überschrift “Starke Frauen” wollen Filmemacherin Rosanna Grüter und Moderatorin Patrizia Laeri Frauen aus “Politik” (Folge 1), “Medien” (Folge 2) und “Pornographie” (Folge 3) vorstellen. So positiv es Isabel Rohner findet, dass endlich mal Frauen zur Prime Time im Mittelpunkt des Fernsehgeschehens stehen, so sehr bedauert sie es, dass dem Dreiteiler leider vielfach ein wissenschaftlicher Unterbau fehlt. LaStämpfli bringts auf den Punkt: Die Reihe ist leider und wiedermal völlig ahistorisch. Dennoch empfiehlt die Rohnerin allen Hörerinnen und Hörern, sich den zweiten Teil der Reihe in der Mediathek anzuschauen. Darin werden die beiden großartigen Kämpferinnen Jolanda Spieß-Hegglin und Sigi Maurer mit ihren Geschichten porträtiert. Jolanda Spiess-Hegglin ist in der Schweiz gerade dabei, im wahrsten Sinn Mediengeschichte zu schreiben: Nachdem sie über Jahre von den Schweizer Medien in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt wurde, läuft aktuell ihre Klage gegen den Medienkonzern Ringier (“Blick”) auf Herausgabe aller Einnahmen, die mit reißerischen Artikeln über sie in den vergangenen Jahren gemacht wurden. Es geht um viel Geld und um die Zukunkft des Boulevards, wohl nicht nur in der Schweiz. Wir drücken ihr alle Daumen!

    Und dann ist es soweit: LaStämpfli und die Rohnerin sprechen über die Liebe. Liebe, die beflügelt, die unterstützt, die auf Respekt und Unabhängigkeit basiert. Und über Paare der Gegenwart und Vergangenheit: Michelle und Barack Obama, Hedwig Dohm und ihr Mann Ernst, Margrith Bigler-Eggenberger und Kurt Bigler, Rosa Bonheur und Natalie Micas, Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, Alice B. Toklas und Gertrude Stein, Erika Mann und Therese Giehse. Ja, und auch über Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, wobei die Meinungen auseinandergehen. Wo sich die beiden allerdings einig sind: Liebe und finanzielle Abhängigkeit gehen nicht zusammen.

    So viel mehr & klüger hätte laStaempfli über Liebe reden wollen, konnte es aber nicht formulieren: Dass sie das mit Geliebt-Sein vor allem für Ehepaare als Voraussetzung meinte, gleich welcherlei Geschlechts, dass indessen Affären vor allem aus LIEBEN bestehen dürfen, weil wunschlos glücklich und unerfüllt, wie Affären so sein müssen. All das kam nicht zustande, ob es wohl an der Verstimmung über Baerbocks Interview oder der misslungenen Serie über „starke Frauen“ lag? Auch die wunderbare Rohnerin hätte soviel mehr zu erzählen gewusst und gewollt,über die Liebe. Doch #diepodcastin meinte irgendwann mal: Hier stoppe ich mal.

    Folgefazit: Hören Sie der Rohnerin und laStaempfli beim Denken zu. Beide dachten über Liebe zu sprechen, wussten aber ganz viel Anderes und Mehr zu berichten. Bildquelle: Graffiti fotografiert von Isabel Rohner.

    Links:
    – “Starke Frauen: Frauen und Medien” mit der großartigen Jolanda Spiess-Hegglin: https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/starke-frauen-2-100.html
    – Literaturtipp: Joey Horsley & Luise F. Pusch: Berühmte Frauenpaare. Suhrkamp Verlag.
    – Über KünstlerInnen-Paare ein guter Artikel siehe https://magazine.artland.com/10-striking-artist-couples/
    0 min
  • #diepodcastin urteilsstark: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über PERSOENLICH-PRIVAT, Giffey, Annalena Baerbock, Seehofer, Scheuer, Rücktritte oder keine, öffentliche Männer-Milliardenvergehen ohne Konsequenzen, Medienbigotterie im Hinblick auf die Genderf

    #diepodcastin urteilsstark: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über PERSOENLICH-PRIVAT, Giffey, Annalena Baerbock, Seehofer, Scheuer, Rücktritte oder keine, öffentliche Männer-Milliardenvergehen ohne Konsequenzen, Medienbigotterie im Hinblick auf die Genderfrage, Haushalt & weshalb das Lachen der Frauen höchst POLITISCH ist.

    laStaempfli sackstark über privat und politisch: Es gibt einen Unterschied zwischen persönlichen und politischen Vergehen. Ein persönliches Versagen und Vergehen, sollte nicht im Mittelpunkt stehen. Wer aber sein Werk in den Dienst einer rassistischen, antisemitischen und menschenzerstörendes System stellt, sollte selbstverständlich nicht mehr ausgestellt, gehört oder sonstwie in den Kontext von Kunst, sondern nur noch von Geschichte betrachtet werden. Angesichts der sexistischen und frauenverachtenden Werke vieler Autoren ist zu fragen, ob sie explizit IHR WERK auf misogyne Ideologien ausrichten. Dann gälte für diese Autorinnen Autorinnen* und Autoren auch das, was Regula Stämpfli über Emil Nolde ausgeführt hat, lesen:https://www.ensuite.ch/nolde-in-berlin-ueber-das-urteilen-in-kunst-und-politik/

    Dann gehts in die Schweiz: Das Schweizer Bundesamt für Statistik hat eine neue Erhebung zu bezahlter und unbezahlter Arbeit von Männern und Frauen vorgelegt. Resultat: Bei Paaren arbeiten beide jede Woche 70 Stunden – die Frauen davon aber im Schnitt 52 Stunden unbezahlt. Bei den Männern sind es nur 35 Stunden, in denen sie unbezahlt tätig sind. Ob beim Putzen, Waschen, Kochen, Aufräumen, Einkaufen, bei der Pflege von Haustieren – überall wenden die Schweizerinnen viel mehr Zeit auf als ihre Partner. LaStämpfli dazu nicht ohne Ironie: Die Schweizernden haben einfach einen Putzfimmel! Immerhin – oder auch nicht: In den letzten zehn Jahren haben die Männer im Schnitt ihre Aktivitäten für Haus- und Familienarbeit um sage und schreibe 3 Stündchen in der Woche erhöht.
    Und was macht das Schweizer Radio und Fernsehen aus diesen Daten? Es titelt: “Männer helfen jedes Jahr mehr im Haushalt mit!” Die Rohnerin: Eine solche Headline ist mal wieder eine journalistische Meisterleistung im Patriarchat, wird doch damit glasklar impliziert, dass der Haushalt Aufgabe der Frauen ist – und Männer netterweise ein bisschen “mithelfen”. Wohnen denn die Männer nicht in denselben Wohnungen und Häuser wie ihre Partnerinnen??? LaStämpfli und die Rohnerin sind fassungslos. Da ist auch in der Berichterstattung noch ein großer Evolutionsschritt nötig.
    Nachdem sich die Rohnerin auf Twitter beim SRF über diesen Titel beschwert hat, wurde er übrigens geändert, jetzt heißt es dort: “Männer beteiligen sich jedes Jahr mehr an Hausarbeit”. Nein, so wirklich verstanden, hat die Redaktion das Problem noch nicht…POLITIK MACHT GENDERROLLEN: laStaempfli & Rohnerin führen die Geschichte an der Hausarbeit nochmals aus.
    Frauen und Lachen: Der grosse Themenblock mit viel Trauer. Frauen und Lachen ist ein wunderschöner Beitrag von Sarah Maria Deckert, die die grosse Hélène Cixous, die Begründerin der écriture féminine zitiert, weil sie schon 1975 Le Rire de la Méduse verfasst hat. Lachende Frauen provozieren Männer.
    PS: laStampfli meinte das mit dem Putzfimmel nicht ironisch: Französinnen putzen selten, haben dafür mehr Grund zum Lachen.
    Links:
    -https://www.ensuite.ch/nolde-in-berlin-ueber-das-urteilen-in-kunst-und-politik/
    – https://www.srf.ch/news/schweiz/neue-statistik-maenner-beteiligen-sich-jedes-jahr-mehr-an-hausarbeit
    – https://sz-magazin.sueddeutsche.de/frauen/frauen-lachen-laecheln-90211?reduced=true
    48 min
  • #diepodcastin urteilsstark: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über PERSOENLICH-PRIVAT, Giffey, Annalena Baerbock, Seehofer, Scheuer, Rücktritte oder keine, öffentliche Männer-Milliardenvergehen ohne Konsequenzen, Medienbigotterie im Hinblick auf die Genderf
    #diepodcastin urteilsstark: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über PERSOENLICH-PRIVAT, Giffey, Annalena Baerbock, Seehofer, Scheuer, Rücktritte oder keine, öffentliche Männer-Milliardenvergehen ohne Konsequenzen, Medienbigotterie im Hinblick auf die Genderfrage, Haushalt & weshalb das Lachen der Frauen höchst POLITISCH ist.
    0 min
  • #diepodcastin über GRETCHENS RACHE: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zum Verlagswesen, #Frauenzaehlen, Krimigenre, Leipziger Buchmesse & Lesung mit Isabel Rohner aus ihrem neusten Krimi, dem fabelhaften "Gretchens Rache".

    #diepodcastin über GRETCHENS RACHE: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zum Verlagswesen, #Frauenzaehlen, Krimigenre, Leipziger Buchmesse & Lesung mit Isabel Rohner aus ihrem neusten Krimi, dem fabelhaften “Gretchens Rache”.
    Die #MeToo-Debatten machen auch vor der Verlags- und Literaturszene nicht halt – warum sollten sie auch: Die Verlagswelt und der Journalismus sind schließlich auch noch 2021 extrem männlich geprägte Bereiche, in denen Macht und Einfluss verhandelt werden. laStämpfli macht zu Beginn auf die aktuellen Vorkommnisse in Frankreich aufmerksam, wo sich über 100 Autorinnen an die Öffentlichkeit gewendet haben und strukturellen Sexismus im Büchermachen und in der Berichterstattung anklagen.
    Und auch in Deutschland zeigen die nackten Zahlen: Es gibt noch viel zu tun bis zur Gleichberechtigung. Die Rohnerin rezipiert brilliant die Studie #frauenzählen der Uni Rostock führte schon 2018 vor Augen: Bücher von Männern werden nicht nur häufiger besprochen – sie bekommen für Ihre Bücher auch mehr Raum in den Zeitungen. 2/3 aller besprochenen Büchern stammen von Männern – und männliche Kritiker besprechen sogar zu 3/4 nur Bücher von Männern. Bei Krimis sieht die Situation für Autorinnen dabei noch schlechter aus: Männerliche Kritiker im Krimibereich besprechen zu 82% Bücher von Männern.
    Damit wären wir beim Schwerpunktthema der Folge “Die Podcastin”: Isabel Rohner hat einen neuen Krimi geschrieben! In “Gretchens Rache” (Ulrike Helmer Verlag) geht sie dabei genau diesen Fragen nach: Über was für Bücher berichten die Medien? Wer entschei­det das und welche Rolle spielt dabei das Geschlecht? Linn Kegel und Bettina Hei­denreich, die beiden etwas anderen Heldinnen der Rohnerin, sind auf einer heißen Spur … denn dieser Krimi voller skurriler Figuren und literarischer An­spie­lungen ist zugleich eine Realsatire auf das mediale Dickicht von Buchtipps und Rezensionen. Und für all die Leserinnen und Leser genau das richtige, die beim Lesen auch mal laut lachen wollen – und trotzdem am Ende des Buches viele kluge Gedanken und Anregungen mitnehmen können.
    laStaempflis Verdikt: “Rohners Krimi ist fabelhaft, humorvoll, ein kurzweilige Reise durch die sexistische Verlagsbranche, spannend, literarisch anregend und gefällt mir, als passionierte Krimileserin, enorm. Die Trilogie von “schöner morden” über “Taugenixen” hin zu “Gretchens Rache” schreit nach einer Verfilmung. Ich freue mich auf den nächsten Kicher-Krimi der genialen Isabel Rohner.”
    Wenn ihr ein paar von Isabel Rohners Romanfiguren schon jetzt kennenlernen wollt, hier ein paar Zitat aus dem druckfrischen Buch:

    „Meine Rezension wird hervorragend, ich muss dein Buch nur noch lesen.“ Caspar Brimborius, Feuilleton­chef der Hamburger Allgemeinen Tageszeitung HATZ) +++ „Kulturkanon my ass!“ (Prof. Waltraud Dampf, Autorin einer 17-bändigen Kulturgeschichte des Penis) +++ „Alle zwei Jahre widmen wir eine Ausgabe von vorn bis hinten den Frauen.“ (Roland Weißweiler, LITERATUR HEUTE) +++ „Influencer? Wer hat die Grippe?“ (Giovanni Faber, Autor des Altherrenromans “Neue Triebe, starker Ast”) +++  “Goethes Faust wäre nie so ein Erfolg geworden, hätte er das Stück Gretchen genannt.“ (Doris Kranich, Feuilletonchefin des Blattes für Literarische Angelegenheiten BLA) +++ „Für feministische Bücher haben wir kein Ressort.“ (Aynur Müller, SPREEWALDBOTE) +++ „Ich finde das Geschlecht unwichtig. Darum werden in meiner Inszenierung alle Rollen von Männern gespielt.“ (Bertram Balinski, Schauspieler und Regisseur)

    “Gretchens Rache”, Paperback, 208 Seiten 13,00 € (D) ISBN 978-3-89741-451-8

    Auch als eBook erhältlich.

    Bestellbar in jeder Buchhandlung oder direkt hier: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/

    49 min
  • #diepodcastin über GRETCHENS RACHE: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zum Verlagswesen, #Frauenzaehlen, Krimigenre, Leipziger Buchmesse & Lesung mit Isabel Rohner aus ihrem neusten Krimi, dem fabelhaften “Gretchens Rache”.
    #diepodcastin über GRETCHENS RACHE: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zum Verlagswesen, #Frauenzaehlen, Krimigenre, Leipziger Buchmesse & Lesung mit Isabel Rohner aus ihrem neusten Krimi, der fabelhaften Gretchens Rache.Die Podcastin": Isabel Rohner hat einen neuen Krimi geschrieben! In "Gretchens Rache" (Ulrike Helmer Verlag) geht sie dabei genau diesen Fragen nach: Über was für Bücher berichten die Medien? Wer entschei­det das und welche Rolle spielt dabei das Geschlecht? Linn Kegel und Bettina Hei­denreich, die beiden etwas anderen Heldinnen der Rohnerin, sind auf einer heißen Spur … denn dieser Krimi voller skurriler Figuren und literarischer An­spie­lungen ist zugleich eine Realsatire auf das mediale Dickicht von Buchtipps und Rezensionen. Und für all die Leserinnen und Leser genau das richtige, die beim Lesen auch mal laut lachen wollen - und trotzdem am Ende des Buches viele kluge Gedanken und Anregungen mitnehmen können.
    laStaempflis Verdikt: "Rohners Krimi ist fabelhaft, humorvoll, ein kurzweilige Reise durch die sexistische Verlagsbranche, spannend, literarisch anregend und gefällt mir, als passionierte Krimileserin, enorm. Die Trilogie von "schöner morden" über "Taugenixen" hin zu "Gretchens Rache" schreit nach einer Verfilmung. Ich freue mich auf den nächsten Kicher-Krimi der genialen Isabel Rohner."
    0 min
  • #diepodcastin zu Männernormen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das Patriarchat der Dinge, Amnesie punkto Frauengeschichte, Misogynie, Indiana Jones, die Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner sowie die Kraft, sich durchzukämpfen und herauf zu arbeiten.

    “Früher mussten wir Männer darauf hinweisen, dass Frauen auch Menschen sind. Nun müssen wir uns klar machen, dass auch Männer Menschen sind.” Fay Weldon, engl. Schriftstellerin
    #diepodcastin zu Männernormen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das Patriarchat der Dinge, Amnesie punkto Frauengeschichte, Misogynie, Indiana Jones, die Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner sowie die Kraft, sich durchzukämpfen und herauf zu arbeiten.
    laStaempfli analysiert fulminant den “Feminismus ohne Eigenschaften” am Beispiel zweier neuer Sachbücher zum Feminismus. Sie missachtet die Namen der Autorinnen, weil diese dieselbe Taktik gegenüber Frauen anwenden. Die neuen Bücher klingen so als wären sie von Frauen, die erst grad entdeckt haben, dass es Feminismus gibt und sie die Ersten wären, das Patriarchat mit ein paar Popgedanken abzuschaffen.
    Das. Ist. Patriarchat. PUR. Die Männer als Norm. Es würde kein Soziologe und Verlag es wagen, Bücher ohne Niklas Luhmann, Max Weber und Karl Marx auf den deutschsprachigen Markt zu werfen. Doch da es ja nur um Frauen geht, meinen auch die Frauen, es wäre kein Weiterdenken notwendig: Sie banalisieren einen jahrhundertealten Feminismus-Diskurs und paken diesen in mundgerechte Häppchen. Regula Stämpfli: “Kein Wunder bleiben die Frauen nicht nur völlig unterdrückt, sondern sie werden im Moment in Österreich vielfach ermordet. Entsorgt. Weil auch die Frauen sich Frauen und Frauenthemen bedienen als wären sie nur dazu da, die eigene Karriere zu puschen. Es geht um knallharte Ausbeutung. Es ist ein Feminismus ohne Eigenschaften.”
    Die Rohnerin bringt eine messerscharfe Analyse zu einem aktuellen Beispiel aus der Twitterwelt. Da macht der großartige und allen zum Folgen empfohlene Kanal @frauenvondamals auf Williamina Fleming aufmerksam: Eine Pionierin der Sternenkunde, die ihren Weg zur Abteilungsleiterin im 19. Jahrhundert als Hausangestellte begann. Der Tweet verwendete dazu den Ausdruck “sich hoch arbeiten”, was bei einer Leserin zur Nachfrage führte, ob das nicht abwertend sei, da es mit “sich hoch schlafen” assoziiert werden könnte. Die Rohnerin ist der Meinung: Nein! Bei Männern ist “sich hoch arbeiten” ein völlig normaler Ausdruck, wenn es um den sozialen Aufstieg geht oder ums Karrieremachen. Einmal googeln genügt: Das Netz ist voll mit Hinweisen darauf, dass sich bspw. Markus Söder oder Jens Spahn hochgearbeitet hätten – ohne jede sexuelle Konnotation! Warum also assoziieren wir das bei Frauen so sexistisch? Damit – der Meinung ist die Rohnerin  – werten wir selber Frauen ab. Die Rohnerin und laStaempfli diskutieren heftig. Dann fährt die Rohnerin mit dem Wiedergucken der Trilogie “Indiana Jones” weiter: Als Kind liebte sie die Serie und ist heute über den Sexismus, ja die frauenverachtende Gehirnwäsche dieser Filme echt schockiert: In der “Indiana Jones”-Trilogie darf pro Film nur je eine Frau überhaupt sprechen – und muss jeweils von allen Männern verteidigt werden werden. Der Frauenverachtung pur ist der zweite Teil: Ein sechsjähriger Junge wird cleverer als die kreischende Blondine dargestellt. Dies war übrigens schon in den 1980er Jahren ein Thema, siehe https://www.csmonitor.com/1984/0531/053116.html
    Die Rohnerin findet: Diese Verachtung gegenüber Frauen gräbt sich ganz tief in die Gehirne ein! “Wir brauchen mehr wirkliche Vorbilder für Mädchen und Jungen, gerade auch im Film! Doch noch immer müssen wir diese mit der Lupe suchen. Filme wie “Vaiana” oder “Elona Homes” sind Ausnahmen dieser bitteren Regel.”
    laStaempfli geht über zur Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner, hier einige Zitate von Xenia Hausner, in die sich laStaempfli schockverliebt hat: „Ich bin nicht tagesaktuell, aber seismografisch, und reflektiere meine Zeit. Ich hänge mich nicht an den Abendnachrichten auf, lebe aber sehr bewusst in unserer heutigen Welt.“ “Ich gebe keine Gebrauchsanweisungen oder Leseanleitungen. Im Gegenteil. Eindeutige Lesarten sind langweilig. Das Leben ist ein Fragezeichen. Kunst muss geheimnisvoll, unangepasst und irrational sein.”

    “Mein Kosmos ist weiblich. Frauen sind Dreh- und Angelpunkt in meiner Arbeit, in den Bildern agieren sie stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten. Ich arbeite alle Menschheitsthemen in weiblicher Besetzung ab.”

    Xenia Hausners Ausstellung in der Albertina in WIEN ist ein MUSS und ein Genuss: Die Frauen springen einen an und mit ihnen im Herzen und in den Augen und mit ihren ambivalenten Geschichten ermöglichen sie uns allen, die Welt zu verändern. Xenia Hauser setzt ihre Figuren zueinander in Beziehung. Um welche Beziehung es sich handelt, das lässt die Künstlerin offen. Das Bild “Kopfschuss”  versinnbildlicht nicht nur unsere Folge, sondern Xenia Hausners grosse Interpretation des “Ich schaue mich zu Tode”. Womit wir bei der Heldinnenreise enden, die laStaempfli wieder und wieder gegen das Wegwaschen von universellen Themen einwirft.

    Am 19. Mai 2021 um 19 Uhr gibts LaStämpfli und Rohnerin übrigens live und in Farbe: Beim Online-Event der Schweizer Botschaft in Berlin sprechen die beiden über das Demokratiejubiläum “50 Jahre Frauenstimmrecht”. Seid dabei! Link :LiveStream am 19.5.2021, 19 Uhr, zum Online-Event der Schweizerischen Botschaft mit Dr. Regula Stämpfli und Dr. Isabel Rohner: https://www.youtube.com/watch?v=o1WoaBER-FE
    48 min
  • #diepodcastin zu Männernormen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das Patriarchat der Dinge, Amnesie punkto Frauengeschichte, Misogynie, Indiana Jones, die Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner sowie die Kraft, sich durchzukämpfen und herauf zu arbeiten.
    “Früher mussten wir Männer darauf hinweisen, dass Frauen auch Menschen sind. Nun müssen wir uns klar machen, dass auch Männer Menschen sind.” Fay Weldon, engl. Schriftstellerin
    #diepodcastin zu Männernormen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das Patriarchat der Dinge, Amnesie punkto Frauengeschichte, Misogynie, Indiana Jones, die Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner sowie die Kraft, sich durchzukämpfen und herauf zu arbeiten.
    laStaempfli analysiert fulminant den “Feminismus ohne Eigenschaften” am Beispiel zweier neuer Sachbücher zum Feminismus. Sie missachtet die Namen der Autorinnen, weil diese dieselbe Taktik gegenüber Frauen anwenden. Die neuen Bücher klingen so als wären sie von Frauen, die erst grad entdeckt haben, dass es Feminismus gibt und sie die Ersten wären, das Patriarchat mit ein paar Popgedanken abzuschaffen.
    Das. Ist. Patriarchat. PUR. Die Männer als Norm. Es würde kein Soziologe und Verlag es wagen, Bücher ohne Niklas Luhmann, Max Weber und Karl Marx auf den deutschsprachigen Markt zu werfen. Doch da es ja nur um Frauen geht, meinen auch die Frauen, es wäre kein Weiterdenken notwendig: Sie banalisieren einen jahrhundertealten Feminismus-Diskurs und paken diesen in mundgerechte Häppchen. Regula Stämpfli: “Kein Wunder bleiben die Frauen nicht nur völlig unterdrückt, sondern sie werden im Moment in Österreich vielfach ermordet. Entsorgt. Weil auch die Frauen sich Frauen und Frauenthemen bedienen als wären sie nur dazu da, die eigene Karriere zu puschen. Es geht um knallharte Ausbeutung. Es ist ein Feminismus ohne Eigenschaften.”
    Die Rohnerin bringt eine messerscharfe Analyse zu einem aktuellen Beispiel aus der Twitterwelt. Da macht der großartige und allen zum Folgen empfohlene Kanal @frauenvondamals auf Williamina Fleming aufmerksam: Eine Pionierin der Sternenkunde, die ihren Weg zur Abteilungsleiterin im 19. Jahrhundert als Hausangestellte begann. Der Tweet verwendete dazu den Ausdruck “sich hoch arbeiten”, was bei einer Leserin zur Nachfrage führte, ob das nicht abwertend sei, da es mit “sich hoch schlafen” assoziiert werden könnte. Die Rohnerin ist der Meinung: Nein! Bei Männern ist “sich hoch arbeiten” ein völlig normaler Ausdruck, wenn es um den sozialen Aufstieg geht oder ums Karrieremachen. Einmal googeln genügt: Das Netz ist voll mit Hinweisen darauf, dass sich bspw. Markus Söder oder Jens Spahn hochgearbeitet hätten – ohne jede sexuelle Konnotation! Warum also assoziieren wir das bei Frauen so sexistisch? Damit – der Meinung ist die Rohnerin  – werten wir selber Frauen ab. Die Rohnerin und laStaempfli diskutieren heftig. Dann fährt die Rohnerin mit dem Wiedergucken der Trilogie “Indiana Jones” weiter: Als Kind liebte sie die Serie und ist heute über den Sexismus, ja die frauenverachtende Gehirnwäsche dieser Filme echt schockiert: In der “Indiana Jones”-Trilogie darf pro Film nur je eine Frau überhaupt sprechen – und muss jeweils von allen Männern verteidigt werden werden. Der Frauenverachtung pur ist der zweite Teil: Ein sechsjähriger Junge wird cleverer als die kreischende Blondine dargestellt. Dies war übrigens schon in den 1980er Jahren ein Thema, siehe https://www.csmonitor.com/1984/0531/053116.html
    Die Rohnerin findet: Diese Verachtung gegenüber Frauen gräbt sich ganz tief in die Gehirne ein! “Wir brauchen mehr wirkliche Vorbilder für Mädchen und Jungen, gerade auch im Film! Doch noch immer müssen wir diese mit der Lupe suchen. Filme wie “Vaiana” oder “Elona Homes” sind Ausnahmen dieser bitteren Regel.”
    laStaempfli geht über zur Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner, hier einige Zitate von Xenia Hausner, in die sich laStaempfli schockverliebt hat: „Ich bin nicht tagesaktuell, aber seismografisch, und reflektiere meine Zeit. Ich hänge mich nicht an den Abendnachrichten auf, lebe aber sehr bewusst in unserer heutigen Welt.“ “Ich gebe keine Gebrauchsanweisungen oder Leseanleitungen. Im Gegenteil. Eindeutige Lesarten sind langweilig. Das Leben ist ein Fragezeichen. Kunst muss geheimnisvoll, unangepasst und irrational sein.”

    “Mein Kosmos ist weiblich. Frauen sind Dreh- und Angelpunkt in meiner Arbeit, in den Bildern agieren sie stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten. Ich arbeite alle Menschheitsthemen in weiblicher Besetzung ab.”

    Xenia Hausners Ausstellung in der Albertina in WIEN ist ein MUSS und ein Genuss: Die Frauen springen einen an und mit ihnen im Herzen und in den Augen und mit ihren ambivalenten Geschichten ermöglichen sie uns allen, die Welt zu verändern. Xenia Hauser setzt ihre Figuren zueinander in Beziehung. Um welche Beziehung es sich handelt, das lässt die Künstlerin offen. Das Bild “Kopfschuss”  versinnbildlicht nicht nur unsere Folge, sondern Xenia Hausners grosse Interpretation des “Ich schaue mich zu Tode”. Womit wir bei der Heldinnenreise enden, die laStaempfli wieder und wieder gegen das Wegwaschen von universellen Themen einwirft.

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Der feministische Politwochenrueckblick von Isabel Rohner & Regula Staempfli

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