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laStämpfli und die Rohnerin feiern diese Woche Jubiläum: Ein Jahr “Die Podcastin”! Das sind satte 60 Folgen gemeinsames Denken, Sprechen, Diskutieren (plus 1 Folge “Die Podcastin im Gespräch”). 60 Folgen die Welt endlich mal feministisch betrachten und nicht auf einem Auge blind! Wenn das kein Grund zum Feiern ist!? Wobei: So ganz einig sind sich die beiden bei diesem Punkt nicht. Es gibt einfach noch so, so viel zu tun in unserer Welt, in unserer Gesellschaft, in den Medien. Dafür braucht es “Die Podcastin”.
Die Rohnerin hat sich zur Feier des Tages vorgenommen, beim feministischen Wochenrückblick nur über Positives zu berichten. Eine echte Herausforderung – und so ganz durchziehen ließ sich dieser Ansatz nicht. Zwar ist es positiv, dass bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhang die 9 Direktkandidatinnen, die die CDU aufgestellt hat, allesamt ihr Direktmandat auch geholt haben – allerdings wird die mächtige CDU-Landtagsfraktion mit einem Männeranteil von unfassbaren 77,5 % (!) an den Start gehen. Demokratie muss anders aussehen. laStämpfli hat gestern noch an einem anderen Jubiläum teilgenommen: Auch das Hedwig Dohm Trio von Isabel Rohner, Historikerin Nikola Müller und Schauspieler Gerd Buurmann konnte feiern, nämlich 15-jähriges Bestehen. Freut ihr euch auch schon auf die Fußball-EM? Zuschauen, mitfiebern, ein Sommermärchen feiern? Allerdings müssen wir damit noch bis Juli 2022 warten. Dann nämlich findet die nächste EM der FußballerINNEN statt. Ursprünglich für Juni 2021 geplant, mussten die Frauen den Männern weichen. Vielen Dank auch, UEFA…
Dann finden LaStämpfli und die Rohnerin doch noch etwas zum Feiern: Am 11.6.2021 hat der Schweizerische Anwaltsverband zum ersten Mal den Emilie Kempin-Spyri-Preis verliehen und die großartige Zita Küng ausgezeichnet! “Die Podcastin” gratuliert der Initiatorin der Initiative CH2021 von Herzen!
Eigene Transformationsfolgen: Geld, Heldinnen, Alter www.diepodcastin.de Isabel Rohner und Regula Stämpfli erklären die Welt.
PS avant la lettre: Some Fehlschreibe hier ist beabsichtigt, da laStaempfli mayröckerisch inspiriert ist – die Rohnerin wusste nichts davon, deshalb alle Fehler auf Konto von Regula. Eben: Die große Friederike Mayröcker ist tot. Die Rohnerin und LaStämpfli sind betroffen und verneigen sich vor einer Jahrhundertkünstlerin, einer Zauberin der Sprache, einer Bilderschafferin, einer Textvirtuosin. Mayröckers Gedichte sind jeden Tag neu: Sie ist alterslos. Buch um Buch und orthografisch schon fascht stämpflisch: “da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete” – ihr letztes Buch. Bei Mayröcker geht es immer um Alles und um Nichts – ins Fenster gelinst mit Wiszbegierde.
Die schöne #diepodcastin-Folge wird an dieser Stelle etwas durch den Ärger von laStaempfli über das sexistische Maischberger-Interview mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock durchbrochen. Schade, denn eigentlich war das Thema privat und öffentlich zu wichtig, aber sei es drum.
Die Rohnerin spricht sehr klug über den Dreiteiler, den 3Sat/SRF diese Woche ausgestrahlt hat: Unter der Überschrift “Starke Frauen” wollen Filmemacherin Rosanna Grüter und Moderatorin Patrizia Laeri Frauen aus “Politik” (Folge 1), “Medien” (Folge 2) und “Pornographie” (Folge 3) vorstellen. So positiv es Isabel Rohner findet, dass endlich mal Frauen zur Prime Time im Mittelpunkt des Fernsehgeschehens stehen, so sehr bedauert sie es, dass dem Dreiteiler leider vielfach ein wissenschaftlicher Unterbau fehlt. LaStämpfli bringts auf den Punkt: Die Reihe ist leider und wiedermal völlig ahistorisch. Dennoch empfiehlt die Rohnerin allen Hörerinnen und Hörern, sich den zweiten Teil der Reihe in der Mediathek anzuschauen. Darin werden die beiden großartigen Kämpferinnen Jolanda Spieß-Hegglin und Sigi Maurer mit ihren Geschichten porträtiert. Jolanda Spiess-Hegglin ist in der Schweiz gerade dabei, im wahrsten Sinn Mediengeschichte zu schreiben: Nachdem sie über Jahre von den Schweizer Medien in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt wurde, läuft aktuell ihre Klage gegen den Medienkonzern Ringier (“Blick”) auf Herausgabe aller Einnahmen, die mit reißerischen Artikeln über sie in den vergangenen Jahren gemacht wurden. Es geht um viel Geld und um die Zukunkft des Boulevards, wohl nicht nur in der Schweiz. Wir drücken ihr alle Daumen!
Und dann ist es soweit: LaStämpfli und die Rohnerin sprechen über die Liebe. Liebe, die beflügelt, die unterstützt, die auf Respekt und Unabhängigkeit basiert. Und über Paare der Gegenwart und Vergangenheit: Michelle und Barack Obama, Hedwig Dohm und ihr Mann Ernst, Margrith Bigler-Eggenberger und Kurt Bigler, Rosa Bonheur und Natalie Micas, Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, Alice B. Toklas und Gertrude Stein, Erika Mann und Therese Giehse. Ja, und auch über Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, wobei die Meinungen auseinandergehen. Wo sich die beiden allerdings einig sind: Liebe und finanzielle Abhängigkeit gehen nicht zusammen.
So viel mehr & klüger hätte laStaempfli über Liebe reden wollen, konnte es aber nicht formulieren: Dass sie das mit Geliebt-Sein vor allem für Ehepaare als Voraussetzung meinte, gleich welcherlei Geschlechts, dass indessen Affären vor allem aus LIEBEN bestehen dürfen, weil wunschlos glücklich und unerfüllt, wie Affären so sein müssen. All das kam nicht zustande, ob es wohl an der Verstimmung über Baerbocks Interview oder der misslungenen Serie über „starke Frauen“ lag? Auch die wunderbare Rohnerin hätte soviel mehr zu erzählen gewusst und gewollt,über die Liebe. Doch #diepodcastin meinte irgendwann mal: Hier stoppe ich mal.
Folgefazit: Hören Sie der Rohnerin und laStaempfli beim Denken zu. Beide dachten über Liebe zu sprechen, wussten aber ganz viel Anderes und Mehr zu berichten. Bildquelle: Graffiti fotografiert von Isabel Rohner.
#DiePodcastin mayröckert über die Liebe: Isabel Rohner & Regula Stämpfli zunächst zu Baerbock-Interview, halbwegs gelungenen Fernseh-Frauen-Produktion, der Schmerz der Unsichtbarkeit, Jolanda Spiess-Hegglin, ahistorische Livefetischismen der sog. jungen Feministinnen und endlich über Liebe: Friederike Mayröcker mit Ernst Jandl, Gertrude Stein mit Alice B. Toklas, Susan Sontag & Annie Leibovitz, Hedwig& Ernst Dohm, Simone de Beauvoir & Sartre (Streit), Michelle & Barack Obama … bis es “stop” macht.
PS avant la lettre: Some Fehlschreibe hier ist beabsichtigt, da laStaempfli mayröckerisch inspiriert ist – die Rohnerin wusste nichts davon, deshalb alle Fehler auf Konto von Regula. Eben: Die große Friederike Mayröcker ist tot. Die Rohnerin und LaStämpfli sind betroffen und verneigen sich vor einer Jahrhundertkünstlerin, einer Zauberin der Sprache, einer Bilderschafferin, einer Textvirtuosin. Mayröckers Gedichte sind jeden Tag neu: Sie ist alterslos. Buch um Buch und orthografisch schon fascht stämpflisch: “da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete” – ihr letztes Buch. Bei Mayröcker geht es immer um Alles und um Nichts – ins Fenster gelinst mit Wiszbegierde.
Die schöne #diepodcastin-Folge wird an dieser Stelle etwas durch den Ärger von laStaempfli über das sexistische Maischberger-Interview mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock durchbrochen. Schade, denn eigentlich war das Thema privat und öffentlich zu wichtig, aber sei es drum.
Die Rohnerin spricht sehr klug über den Dreiteiler, den 3Sat/SRF diese Woche ausgestrahlt hat: Unter der Überschrift “Starke Frauen” wollen Filmemacherin Rosanna Grüter und Moderatorin Patrizia Laeri Frauen aus “Politik” (Folge 1), “Medien” (Folge 2) und “Pornographie” (Folge 3) vorstellen. So positiv es Isabel Rohner findet, dass endlich mal Frauen zur Prime Time im Mittelpunkt des Fernsehgeschehens stehen, so sehr bedauert sie es, dass dem Dreiteiler leider vielfach ein wissenschaftlicher Unterbau fehlt. LaStämpfli bringts auf den Punkt: Die Reihe ist leider und wiedermal völlig ahistorisch. Dennoch empfiehlt die Rohnerin allen Hörerinnen und Hörern, sich den zweiten Teil der Reihe in der Mediathek anzuschauen. Darin werden die beiden großartigen Kämpferinnen Jolanda Spieß-Hegglin und Sigi Maurer mit ihren Geschichten porträtiert. Jolanda Spiess-Hegglin ist in der Schweiz gerade dabei, im wahrsten Sinn Mediengeschichte zu schreiben: Nachdem sie über Jahre von den Schweizer Medien in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt wurde, läuft aktuell ihre Klage gegen den Medienkonzern Ringier (“Blick”) auf Herausgabe aller Einnahmen, die mit reißerischen Artikeln über sie in den vergangenen Jahren gemacht wurden. Es geht um viel Geld und um die Zukunkft des Boulevards, wohl nicht nur in der Schweiz. Wir drücken ihr alle Daumen!
Und dann ist es soweit: LaStämpfli und die Rohnerin sprechen über die Liebe. Liebe, die beflügelt, die unterstützt, die auf Respekt und Unabhängigkeit basiert. Und über Paare der Gegenwart und Vergangenheit: Michelle und Barack Obama, Hedwig Dohm und ihr Mann Ernst, Margrith Bigler-Eggenberger und Kurt Bigler, Rosa Bonheur und Natalie Micas, Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann, Alice B. Toklas und Gertrude Stein, Erika Mann und Therese Giehse. Ja, und auch über Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, wobei die Meinungen auseinandergehen. Wo sich die beiden allerdings einig sind: Liebe und finanzielle Abhängigkeit gehen nicht zusammen.
So viel mehr & klüger hätte laStaempfli über Liebe reden wollen, konnte es aber nicht formulieren: Dass sie das mit Geliebt-Sein vor allem für Ehepaare als Voraussetzung meinte, gleich welcherlei Geschlechts, dass indessen Affären vor allem aus LIEBEN bestehen dürfen, weil wunschlos glücklich und unerfüllt, wie Affären so sein müssen. All das kam nicht zustande, ob es wohl an der Verstimmung über Baerbocks Interview oder der misslungenen Serie über „starke Frauen“ lag? Auch die wunderbare Rohnerin hätte soviel mehr zu erzählen gewusst und gewollt,über die Liebe. Doch #diepodcastin meinte irgendwann mal: Hier stoppe ich mal.
Folgefazit: Hören Sie der Rohnerin und laStaempfli beim Denken zu. Beide dachten über Liebe zu sprechen, wussten aber ganz viel Anderes und Mehr zu berichten. Bildquelle: Graffiti fotografiert von Isabel Rohner.
laStaempfli sackstark über privat und politisch: Es gibt einen Unterschied zwischen persönlichen und politischen Vergehen. Ein persönliches Versagen und Vergehen, sollte nicht im Mittelpunkt stehen. Wer aber sein Werk in den Dienst einer rassistischen, antisemitischen und menschenzerstörendes System stellt, sollte selbstverständlich nicht mehr ausgestellt, gehört oder sonstwie in den Kontext von Kunst, sondern nur noch von Geschichte betrachtet werden. Angesichts der sexistischen und frauenverachtenden Werke vieler Autoren ist zu fragen, ob sie explizit IHR WERK auf misogyne Ideologien ausrichten. Dann gälte für diese Autorinnen Autorinnen* und Autoren auch das, was Regula Stämpfli über Emil Nolde ausgeführt hat, lesen:https://www.ensuite.ch/nolde-in-berlin-ueber-das-urteilen-in-kunst-und-politik/
„Meine Rezension wird hervorragend, ich muss dein Buch nur noch lesen.“ Caspar Brimborius, Feuilletonchef der Hamburger Allgemeinen Tageszeitung HATZ) +++ „Kulturkanon my ass!“ (Prof. Waltraud Dampf, Autorin einer 17-bändigen Kulturgeschichte des Penis) +++ „Alle zwei Jahre widmen wir eine Ausgabe von vorn bis hinten den Frauen.“ (Roland Weißweiler, LITERATUR HEUTE) +++ „Influencer? Wer hat die Grippe?“ (Giovanni Faber, Autor des Altherrenromans “Neue Triebe, starker Ast”) +++ “Goethes Faust wäre nie so ein Erfolg geworden, hätte er das Stück Gretchen genannt.“ (Doris Kranich, Feuilletonchefin des Blattes für Literarische Angelegenheiten BLA) +++ „Für feministische Bücher haben wir kein Ressort.“ (Aynur Müller, SPREEWALDBOTE) +++ „Ich finde das Geschlecht unwichtig. Darum werden in meiner Inszenierung alle Rollen von Männern gespielt.“ (Bertram Balinski, Schauspieler und Regisseur)
“Gretchens Rache”, Paperback, 208 Seiten 13,00 € (D) ISBN 978-3-89741-451-8
Bestellbar in jeder Buchhandlung oder direkt hier: https://www.ulrike-helmer-verlag.de/buchbeschreibungen/isabel-rohner-gretchens-rache/
“Mein Kosmos ist weiblich. Frauen sind Dreh- und Angelpunkt in meiner Arbeit, in den Bildern agieren sie stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten. Ich arbeite alle Menschheitsthemen in weiblicher Besetzung ab.”
Xenia Hausners Ausstellung in der Albertina in WIEN ist ein MUSS und ein Genuss: Die Frauen springen einen an und mit ihnen im Herzen und in den Augen und mit ihren ambivalenten Geschichten ermöglichen sie uns allen, die Welt zu verändern. Xenia Hauser setzt ihre Figuren zueinander in Beziehung. Um welche Beziehung es sich handelt, das lässt die Künstlerin offen. Das Bild “Kopfschuss” versinnbildlicht nicht nur unsere Folge, sondern Xenia Hausners grosse Interpretation des “Ich schaue mich zu Tode”. Womit wir bei der Heldinnenreise enden, die laStaempfli wieder und wieder gegen das Wegwaschen von universellen Themen einwirft.
“Mein Kosmos ist weiblich. Frauen sind Dreh- und Angelpunkt in meiner Arbeit, in den Bildern agieren sie stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten. Ich arbeite alle Menschheitsthemen in weiblicher Besetzung ab.”
Xenia Hausners Ausstellung in der Albertina in WIEN ist ein MUSS und ein Genuss: Die Frauen springen einen an und mit ihnen im Herzen und in den Augen und mit ihren ambivalenten Geschichten ermöglichen sie uns allen, die Welt zu verändern. Xenia Hauser setzt ihre Figuren zueinander in Beziehung. Um welche Beziehung es sich handelt, das lässt die Künstlerin offen. Das Bild “Kopfschuss” versinnbildlicht nicht nur unsere Folge, sondern Xenia Hausners grosse Interpretation des “Ich schaue mich zu Tode”. Womit wir bei der Heldinnenreise enden, die laStaempfli wieder und wieder gegen das Wegwaschen von universellen Themen einwirft.
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