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Aktuell sind bei Isabel Rohner & Regula Stämpfli die sexistische Algorithmisierung der “Haushälterin” bei WinZip, Barbie, die endlich mit BlackLivesMatter mitläuft, dick, klein, verschieden und versehrt sein darf (obwohl laStaempfli punkto Puppenspielen immer noch skeptisch ist und die Rohnerin DIE BESTE KINDHEITSANEKDOTE ERZÄHLT) erste Themen. Dann zur fabelhaften Senta Berger, die heuer 80 Jahre schön und alt wird. Senta Bergers Biographie im Jahr 2006 war explizit punkto MeToo und erzählt viel von der sexuellen Gewalt und Machtmissbrauch in Hollywood. Rückblickend stellen Isabel Rohner und Regula Stämpfli fest: Das war damals kein oder – wie BILD – ein völlig falsch rezipiertes Thema in den Medien. Mit MediaToo geht es weiter: Die fantastische Corinna Milborn hat Raphaela Scharf und Katia Wagner im Puls24 bedrückend und beeindruckend zum neusten MediaToo interviewt: Unbedingt nachgucken! Dann entlarven Isabel Rohner und Regula Stämpfli noch den Muttertag: Anna Jarvis, die den Mothersday für die Gleichberechtigung erfunden hatte und sogar vor Gericht zog, weil ihr die Kommerzialisierung ihrer Schöpfung zuwider war.
Zum Thema Freundschaft kamen Isabel Rohner und Regula Stämpfli, weil auf TWITTER die Tatsache, dass sich beide nicht kennen und sich noch nie physisch begegnet sind, die Podcastin-Gemeinde erschütterte, worauf die Rohnerin feststellte: Weshalb sollten Frauen, die gemeinsam was tun, immer gleich Freundinnen sein? Simone de Beauvoir: Das Thema des Mannes ist die Freiheit, das der Frau die Symbiose: Isabel Rohner und Regula Stämpfli kommen in Fahrt und sind fabelhaft punkto ganz neuer Ansätze punkto Friendship.Dann schwärmt laStaempfli von Hannah Arendt als zärtliche Freundin: Das Foto zeigt Mary McCarthy & Hannah Arendt. laStaempfli vergisst aber die wichtigste Auseinandersetzung über Kollektive und Gershom Sholem mit Arendt, ach, ein andermal, tröstet die Rohnerin: #diepodcastin hat ja noch viel zu tun. Hört rein, es war Champagner pur.
Links:
– MediaToo in Austria: https://www.puls24.at/video/milborn-spezial-zur-causa-wolfgang-fellner-katia-wagner-und-raphaela-scharf-im-interview
– Senta Berger https://www.zdf.de/nachrichten/leute-heute/videos/sentaberger-102.html
– Muttertag siehe https://www.biorama.eu/muttertag-erfinderin/
#DiePodcastin über Freundschaft: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Winzip, Barbie, Austrias Mediatoo, die Yellow Press, Jan Böhmermann als Frau, den Muttertag, das Konzept “beste Freundin”, Simone de Beauvoirs Symbiose, Hannah Arendts Zärtlichkeit sowie die fabelhafte Senta Berger.
Aktuell sind bei Isabel Rohner & Regula Stämpfli die sexistische Algorithmisierung der “Haushälterin” bei WinZip, Barbie, die endlich mit BlackLivesMatter mitläuft, dick, klein, verschieden und versehrt sein darf (obwohl laStaempfli punkto Puppenspielen immer noch skeptisch ist und die Rohnerin DIE BESTE KINDHEITSANEKDOTE ERZÄHLT) erste Themen. Dann zur fabelhaften Senta Berger, die heuer 80 Jahre schön und alt wird. Senta Bergers Biographie im Jahr 2006 war explizit punkto MeToo und erzählt viel von der sexuellen Gewalt und Machtmissbrauch in Hollywood. Rückblickend stellen Isabel Rohner und Regula Stämpfli fest: Das war damals kein oder – wie BILD – ein völlig falsch rezipiertes Thema in den Medien. Mit MediaToo geht es weiter: Die fantastische Corinna Milborn hat Raphaela Scharf und Katia Wagner im Puls24 bedrückend und beeindruckend zum neusten MediaToo interviewt: Unbedingt nachgucken! Dann entlarven Isabel Rohner und Regula Stämpfli noch den Muttertag: Anna Jarvis, die den Mothersday für die Gleichberechtigung erfunden hatte und sogar vor Gericht zog, weil ihr die Kommerzialisierung ihrer Schöpfung zuwider war.
Zum Thema Freundschaft kamen Isabel Rohner und Regula Stämpfli, weil auf TWITTER die Tatsache, dass sich beide nicht kennen und sich noch nie physisch begegnet sind, die Podcastin-Gemeinde erschütterte, worauf die Rohnerin feststellte: Weshalb sollten Frauen, die gemeinsam was tun, immer gleich Freundinnen sein? Simone de Beauvoir: Das Thema des Mannes ist die Freiheit, das der Frau die Symbiose: Isabel Rohner und Regula Stämpfli kommen in Fahrt und sind fabelhaft punkto ganz neuer Ansätze punkto Friendship.Dann schwärmt laStaempfli von Hannah Arendt als zärtliche Freundin: Das Foto zeigt Mary McCarthy & Hannah Arendt. laStaempfli vergisst aber die wichtigste Auseinandersetzung über Kollektive und Gershom Sholem mit Arendt, ach, ein andermal, tröstet die Rohnerin: #diepodcastin hat ja noch viel zu tun. Hört rein, es war Champagner pur.
Links:
– MediaToo in Austria: https://www.puls24.at/video/milborn-spezial-zur-causa-wolfgang-fellner-katia-wagner-und-raphaela-scharf-im-interview
– Senta Berger https://www.zdf.de/nachrichten/leute-heute/videos/sentaberger-102.html
– Muttertag siehe https://www.biorama.eu/muttertag-erfinderin/
Die Rohnerin führt ins Thema Kanzlerinnen-Kandidatur ein: Personalentscheidungen bei Union und Grünen. Konkret zu Annalena Baerbock und Robert Habeck, die gemeinsam verkündeten, dass Baerbock die erste grüne Kanzlerinkandidatin wird. Medienbeobachtung von der Rohnerin:
1. Hätten sich zwei Frauen einigen müssen, wäre die Nr. ZWEI NIE so ein Thema gewesen.
2. In der Berichterstattung über die grüne Entscheidung schwang – bewusst oder unbewusst – eine Gönnerhaftigkeit mit: Baerbocks Erfolg wurde über Habeck definiert. So hieß es in den Medien, er habe ihr “die Bühne überlassen”, er habe “Macht abgegeben”, er habe “verzichtet”. Verzichten kann man allerdings nur, wenn man selber einen Anspruch auf eben eine Sache hat.
Die Rohnerin führt ins Thema Kanzlerinnen-Kandidatur ein: Personalentscheidungen bei Union und Grünen. Konkret zu Annalena Baerbock und Robert Habeck, die gemeinsam verkündeten, dass Baerbock die erste grüne Kanzlerinkandidatin wird. Medienbeobachtung von der Rohnerin:
1. Hätten sich zwei Frauen einigen müssen, wäre die Nr. ZWEI NIE so ein Thema gewesen.
2. In der Berichterstattung über die grüne Entscheidung schwang – bewusst oder unbewusst – eine Gönnerhaftigkeit mit: Baerbocks Erfolg wurde über Habeck definiert. So hieß es in den Medien, er habe ihr “die Bühne überlassen”, er habe “Macht abgegeben”, er habe “verzichtet”. Verzichten kann man allerdings nur, wenn man selber einen Anspruch auf eben eine Sache hat.
Medien informieren, analysieren, ordnen ein. Sie tragen zur Meinungsbildung bei, decken Missstände auf und fordern Verbesserungen. Daher ist die Freiheit von Presse und Medien in Demokratien besonders geschützt. Was aber, wenn sich die Missstände, über die berichtet werden sollte, in den Medien selber abspielen? Was dann passiert, kann aktuell in der Schweiz hautnah erlebt werden. Spoiler: Die Branche bekleckert sich nicht mit Ruhm. Am 7. März 2021 haben 78 Journalistinnen der Tamedia-Redaktionen einen Brief veröffentlicht, in dem sie strukturellen Sexismus beklagen und mit seitenlangen konkreten Vorkommnissen belegen. Diese reichen von ungleicher Bezahlung über sexistische Umgangsformen bis zur Verhinderung von Themen, die aus Sicht der Journalistinnen eine besondere Relevanz für Frauen haben. Die mediale Berichterstattung war auffallend zurückhaltend. Bis heute haben es längst nicht alle Medien für nötig befunden, überhaupt über diesen Vorfall zu berichten. Auf eine Titelseite schaffte es das Thema kein einziges Mal. CH Media gehörte zwar zu den ersten, die unter der Überschrift „78 Journalistinnen klagen sexistische Arbeitskultur an“ am 8. März berichteten, doch auch hier war das Thema nur unter ferner liefen zu finden. Insgesamt überwog das grosse Schweigen.
Stellen wir uns einmal vor, der Brief wäre von 78 Beschäftigten eines anderen Unternehmens gekommen – z.B. von der SBB, von Nestlé, der Caritas oder einer Partei. Er hätte einen bundesweiten Skandal ausgelöst! Jede Zeitung hätte gross berichtet, hätte über Tage Interviews mit Betroffenen gebracht und die Verantwortlichen zur Rede gestellt. Es wäre Thema gewesen in der SRFArena und im Club – und die Medien hätten die Frage gestellt, wie es mit sexistischen Strukturen in anderen Institutionen aussieht.
Doch der Brief, den inzwischen 115 (!) Journalistinnen unterzeichnet haben, handelt eben nicht von einem anderen Unternehmen, sondern von einem mächtigen Medienkonzern.
Lediglich der „Medientalk“ von Radio SRF4 hat Arthur Rutishauser, den Chefredaktor der Zentralredaktion der Tamedia, zu den Vorkommnissen befragt. Rutishausers Antworten liessen tief blicken: Es gäbe „sicher kein strukturelles Problem mit Sexismus“, denn „strukturellen Sexismus – den gabs in der Filmbranche in den USA, das sind die Weinstein-Geschichten“. Bei Tamedia habe es keine „ernsthafte direkte sexuelle Belästigung“ gegeben, sondern lediglich „irgendwelche sexistischen Sprüche“. Die Sache würde nun aber „intern und extern“ untersucht. Es befremdet, dass einer der mächtigsten Journalisten des Landes entweder nicht weiss, was Sexismus ist – Sexismus ist die Benachteiligung oder Diskriminierung aufgrund des Geschlechts – oder es für eine kluge Strategie hält, den Begriff einfach mal eben neu zu definieren, wie es ihm in die Argumentation passt. Sexismus beginnt aber nicht erst bei Handgreiflichkeiten. Es befremdet, dass der Chefredaktor mit dieser Haltung 115 Kolleginnen in den Rücken fällt. Auch diese Aussage eines Verantwortlichen wäre im Fall der SBB, von Nestlé, der Caritas oder einer Partei sofort und breit aufgegriffen worden. Doch auch hier stellte kein einziges Medium die Frage, ob Rutishauser tatsächlich erfolgreich gegen Sexismus in den eigenen Reihen vorgehen kann, wenn er Sexismus gar nicht erkennt.
Warum ist das so? Vielleicht weil in der kleinen Medienbranche Schweiz jede/r jede/n kennt. Und weil sexistische Strukturen nicht an den Mauern des Tamedia-Konzerns halt machen.
Es ist leider kein Zufall, dass der vorliegende Text von einer freien Autorin vorgeschlagen und geschrieben wurde und nicht von einem Chefredaktor. Fakt ist: Die Presse kommt im Fall Tamedia ihrem Auftrag nicht nach und misst mit zweierlei Mass – wahrscheinlich so lange, bis die Politik einschreitet. Ein wirkungsvolles Instrument wäre es bspw., wenn der Bund keine Institutionen mehr mit Steuergeldern subventioniert, deren Männerquote so hoch ist, dass sie für eigene Missstände blind werden. Das würde dazu führen, dass innerhalb kürzester Zeit mehr Frauen in verantwortliche Positionen kämen – und ja, es gibt viele hervorragend qualifizierte Journalistinnen für diese Aufgaben! Der Brief der Tamedia-Journalistinnen lehrt uns zudem, dass dies auch einen direkten Einfluss auf die zukünftige Themenvielfalt hätte.
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