ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Weise werden heißt Dummheit zugeben
    Gedanken von Tobias Schier zum Bibeltext 1. Könige 3,3-15.

    Wenn ein Teenie einen Wunsch frei hätte, was würde er sich wohl wünschen? Vielleicht etwas wie:  Ich möchte viel Geld haben. Ich möchte ein weltberühmter Influencer sein. Ich möchte ewig leben…

    In dem Sinne war König Salomo ein ziemlich untypischer Teenager. Mit noch nicht einmal 20 Jahren besteigt er, als Nachfolger von David, den Thron und wird König über ein riesiges Volk. Die Bibel berichtet davon, wie Gott ihm im Traum begegnet und ihm einen Wunsch frei gibt. Der Teenie Salomo antwortet:

    „Ich bin ein kleiner Junge, ich weiß nicht aus- noch einzugehen. Gib deinem Knecht ein hörendes Herz, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse. Gott sprach zu ihm: Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben.“

    Wie bitte? Habe ich das richtig gelesen? Mit dieser Antwort Salomos habe ich wirklich nicht gerechnet. Zuerst bezeichnet er sich selbst als „viel zu jung“. Wenn ich meinem Teenie-Sohn zuhöre, klingt das ganz anders. Der scheint schon die Lebenserfahrung eines 70-jährigen zu haben, weiß, wie die Welt funktioniert und braucht deswegen keine Hilfe.

    Und jetzt entdecke ich mich selbst darin. Denke ich denn nicht genauso von mir? Fällt es mir nicht auch schwer, Ratschläge anzunehmen? Ich bin doch schließlich schon groß und erwachsen… Zugleich bin ich immer noch Gottes Kind. In ihm habe ich den weisesten Vater, den es gibt. Ich wäre dumm, würde ich ihn nicht um Rat fragen – in jeder Hinsicht.

    Ich möchte sein wie der junge Salomo. Ich möchte wissen, dass ich nichts weiß und auf Gottes Hilfe in meinem Leben angewiesen bin. Das ist kein Zeichen von Schwachheit, sondern der erste Schritt zur Weisheit.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • ER hat gesagt, ich darf kommen
    Gedanken von Miri Langenbach zum Bibeltext 1. Johannes 2,28.

    Wenn Sie heute sterben, und Sie kommen in den Himmel – was sagen Sie? Wenn Ihre Antwort in der ersten Person kommt, ist das schlichtweg falsch. „Weil ich …“ – „Weil ich Glauben hatte, weil ich weitergemacht habe, …“. Die Antwort sollte in der dritten Person erfolgen: „Weil ER …“ – „Weil Jesus gehandelt hat.“

    Denken Sie an den Verbrecher am Kreuz! Ich kann kaum erwarten, ihn irgendwann zu treffen und zu fragen, wie das bei ihm abgelaufen ist. „Erst habt ihr Jesus wüst beschimpft. Du hast nie einen Bibelkurs belegt, du bist nicht getauft, du hast keine Ahnung von Kirchen- und Gemeindemitgliedschaft – und jetzt bist du hier!? Wie kann das gehen?“

    Vielleicht haben ihn die Engel das schon gefragt, als er ankam: „Was machst du denn hier?“; und er so: „Tja, keine Ahnung“. „Ja, aber hast du denn Klarheit über die Rechtfertigung durch den Glauben? Und was mit der Schrift? Sola Scriptura? Aufgrund welcher Basis bist du hier?“ – und dann sagt der Verbrecher: „Der Mann am mittleren Kreuz hat gesagt, ich darf mitkommen.“

    „Das ist das Entscheidende, meine lieben Kinder“, schreibt Johannes in seinem ersten Brief, „Bleibt in Christus! Wenn wir mit ihm verbunden bleiben, werden wir bei seinem Erscheinen voller Zuversicht vor ihn treten können; wir müssen, wenn er wiederkommt, nicht befürchten, von ihm zurückgewiesen zu werden.“ (1. Johannes 2,28)

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    Autor: Miri Langenbach

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    2 min
  • Ein bisschen Demut schadet nie
    Gedanken von Bernd Kortmann zur Bibelstelle Lukas 14,11.

    Eine „Rampensau“, das ist kein weiblicher Vierbeiner und Allesfresser, sondern das ist jemand, der gern im Mittelpunkt steht oder sich auf einer Bühne sehr wohl fühlt, weil ihn oder sie viele sehen. Ich selbst bezeichne mich manchmal auch so.

    Ich kenne das schöne Gefühl, vor vielen zu stehen und die Aufmerksamkeit zu haben. Ich weiß aber auch, dass ich es manchmal nur schwer auszuhalten kann, wenn einmal andere dort oben im Rampenlicht stehen.

    Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, dass es gut ist, auch anderen eine Bühne zu geben oder ihnen die Bühne zu überlassen. Nicht, weil man nicht mehr da oben stehen will. Sondern weil es gegen Arroganz und Überheblichkeit hilft.

    Im Lukasevangelium warnt Jesus Christus davor, sich selbst zu wichtig zu nehmen. In Lukas 14, Vers 11 sagt Jesus: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“

    Ich habe die beiden Seiten dieses Verses schon erlebt. Eine mir bekannte und spaßmachende Aufgabe wurde mir nicht erneut angeboten. Ich hatte zwar gesagt, dass mir das nichts ausmachen würde. Aber ich habe dann gemerkt, dass ich unzufrieden war, weil man mich tatsächlich nicht mehr gefragt hat.

    Andersherum war es wesentlich schöner. Ich wurde für die Leitung eines Tagesworkshops gefragt, obwohl ich diese Aufgabe nicht angestrebt hatte. Dadurch bekam ich eine Rolle zugesprochen, die ich gern mache, ohne dass ich mich danach gedrängt hätte.

    Beide Erfahrungen sind innerhalb der letzten 12 Monate gewesen, daher noch sehr eindrücklich.

    Es ist schön, wenn man für eine Aufgabe angefragt und eingesetzt wird, die man gern macht. Und genauso ist es schmerzhaft, wenn man etwas unbedingt will, sich aufdrängt und dann abgelehnt wird. Ich bin bestimmt nicht der Einzige, dem es so geht.

    Ich kann Ihnen nur empfehlen: Lassen Sie sich in eine Aufgabe berufen, die Sie gern tun, ohne sich dabei anzupreisen wie einen Hauptgewinn.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Wollen und Vollbringen
    Gedanken von Susanne Thyroff zum Bibeltext Philipper 2,13.

    Als ich darüber nachgedacht habe, ob ich die Rolle der Vorstandsvorsitzenden beim Sinnsender ERF anstreben soll, kamen viele Fragen hoch. Werde ich den hohen Anforderungen gerecht? Bringe ich die Fähigkeiten mit, ein spendenfinanziertes Missionswerk zu leiten, das Menschen mit Gott in Verbindung bringen möchte? Habe ich dafür die richtige Ausbildung?

    Im Nachdenken und Beten kam mir immer wieder ein Bibelvers in den Sinn. Der Apostel Paulus schreibt im Philipperbrief, Kapitel 2, Vers 13:
    „Gott bringt euch dazu, dass ihr nicht nur so handeln wollt, wie es ihm gefällt. Er sorgt vielmehr dafür, dass ihr es auch könnt!

    Dieser Satz hat mich innerlich zur Ruhe gebracht. Denn er sagt: Es ist Gott selbst, der etwas in mir bewegt. Er ist es, der einen Wunsch weckt. In meinem Fall: Verantwortung beim Sinnsender zu übernehmen. Und wenn Gott dieses Wollen in mir wirkt, dann wird er auch für das Vollbringen sorgen – also für die Fähigkeit, diesen Weg zu gehen.

    Dieser Gedanke hat mich entlastet. Ich muss nicht alles aus mir selbst heraus können. Wenn ich mit Gott unterwegs bin, kann es sein, dass meine Wünsche von ihm inspiriert sind. Dass seine Gedanken langsam zu meinen werden. Und dann kann ich darauf vertrauen: Er lässt mich mit dem Auftrag nicht allein.

    Jetzt bin ich seit einem Jahr beim Sinnsender tätig. Und ich merke: Ja, Gott hilft mir auch beim Vollbringen. Schritt für Schritt.

    Dafür bin ich dankbar.

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    Autor: Susanne Thyroff

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    2 min
  • Alle Mühe vergeblich
    Annegret Schneider über Jesaja 58,1-9.

    Wer will nicht gern erfolgreich sein. Ergebnisse der eigenen Bemühungen sehen und am Ende des Tages sagen: Diese Anstrengung hat sich gelohnt. Ich stelle mir vor, dass das beim Fasten so ist. Da verzichtet man auf dies und jenes und erhofft sich – was auch immer.

    Fasten hat eine sehr lange Tradition. Das Volk Israel in der Antike hat gefastet, weil die Menschen damit Gott gefallen wollten. Indem sie auf Dinge verzichtet haben, konnten sie den Fokus ganz auf Gott lenken und seine Weisungen erkennen.

    Doch Gott, der Allerhöchste, hat die Menschen auch damals schon durch den Propheten Jesaja gewarnt: Aufpassen, es gibt ein Fasten, das mir gar nicht gefällt. Wenn nämlich das Fasten, das Verzichten auf etwas, nur der Form halber geschieht oder nur deshalb, weil man vor anderen gut dastehen will. Gott lässt seinem Volk durch Jesaja sagen:

    „Wie verbringt ihr denn eure Fastentage? Ihr geht wie gewöhnlich euren Geschäften nach und treibt eure Arbeiter genauso an wie sonst auch. Ihr fastet zwar, aber gleichzeitig zankt und streitet ihr und schlagt mit roher Faust zu. Wenn das ein Fasten sein soll, dann höre ich eure Gebete nicht! Denkt ihr, mir einen Gefallen zu tun, wenn ihr bloß auf Essen und Trinken verzichtet, den Kopf hängen lasst und euch in Trauergewändern in die Asche setzt? Nennt ihr so etwas ›Fasten‹? Ist das ein Tag, an dem ich, der HERR, Freude habe?“ Jesaja 58, 3b-5. (HFA)

    Und Gott lässt auch keinen Zweifel daran, wie ein Fasten aussieht, das ihm gefällt. Unter anderem heißt es da: „Beseitigt jede Art von Unterdrückung! Hört auf, verächtlich mit dem Finger auf andere zu zeigen, macht Schluss mit aller Verleumdung!“ Jesaja 58,9 (HFA)

    Mir scheint, das gilt nicht nur für das Volk Israel zur Zeit des Propheten Jesaja, sondern auch für uns heute. Wer Gott gefallen möchte, kann ihn nicht durch Äußerlichkeiten bestechen.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Rüstungsreport
    Gedanken von Markus Baum zur Bibelstelle Sacharja 4,6.

    Vor sechs Wochen, zum Auftakt der Adventszeit, hat das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI seinen alljährlichen Bericht zur weltweiten Rüstung veröffentlicht. Tenor: Zumindest die Waffenschmieden dieser Welt haben Hochkonjunktur; mit Militärgerät lässt sich gutes, leider auch schmutziges Geld verdienen. Die Hersteller von Rüstungsgütern haben 2024 schwindelerregende 679 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Deutschland hat einen gehörigen Anteil an diesen Rüstungsmilliarden. Tendenz: weiter steigend. 

    Ein zweieinhalbtausend Jahre altes Prophetenwort spricht dieser Entwicklung Hohn: „Durch Heeresmacht und Kriegsgewalt wird nichts erreicht, sondern nur durch meinen Geist. Das sagt der Herr der himmlischen Heere.“ Kann man so nachlesen beim Propheten Sacharja – ziemlich am Ende der Hebräischen Bibel, des Alten Testaments. 

    Heeresmacht und Kriegsgewalt – bedrückend viele Staatenlenker und Machthaber dieser Welt setzen unverdrossen auf massive Aufrüstung und scheuen auch den Einsatz ihres Militärs nicht. Nehmen den Tod unbeteiligter Menschen und die sinnlose Zerstörung ungeheurer Werte in Kauf. 

    Es ist aus meiner Sicht heute so wahr wie zu Zeiten Sacharjas: Heeresmacht und Kriegsgewalt steigern zwar das Bruttosozialprodukt, aber unterm Strich gibt’s nur Verluste. Kriegstüchtig, aber gottvergessen: das ist ein ganz fataler Zustand. Der Gott Israels, der Vater Jesu Christi, weist uns Menschen einen ganz anderen Weg. Der Herr der Himmelsheere hat sich klein gemacht, hat den Weltmächten und den Weltherrschern ein Schnippchen geschlagen. Hat seine Feinde an die Wand geliebt. 

    Diese Welt braucht nach meiner Überzeugung nicht mehr Rüstungsmilliarden, sondern mehr Be-Geisterung für und durch den Geist Gottes.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Antipode
    Gedanken von Claudia Mertens zum Bibeltext Maleachi 3,6.

    Was war nochmal eine Antipode? Das ist der Punkt, der auf der Erdkugel meiner Position direkt gegenüber liegt. Ich lebe in Wetzlar und das heißt: Die Antipode meines Lebensmittelpunkts ist wenig erstrebenswert, sie liegt  mitten im Südpazifik.

    Antipode. Der Begriff kam mir in den Sinn, als ich im letzten Buch des Alten Testaments im Prophetenbuch Maleachi diesen Bibelvers las:

    “Ich, der HERR, wandle mich nicht; und ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein.”

    Gott beschreibt hier sich selbst, aber auch sein auserwähltes Volk Israel als stetig, unwandelbar, immer gleich.

    Für Gottes Volk ist das ein wenig schmeichelhaftes Urteil, denn es geht  in den folgenden Versen um Israels Unwillen, Gott zu gehorchen, von falschen Wegen umzukehren, Gott zu vertrauen.

    Von Generation zu Generation ändert sich daran einfach nichts. Und ich frage mich: bin ich nicht oft genauso stur?

    Auf der anderen Seite steht Gott, und der ist ebenfalls nicht gewillt, sich zu ändern.

    Das bedeutet: er lässt sich nicht von uns Menschen vor den Karren spannen. Er sieht auch über nichts hinweg oder wischt mit dem „Schwamm drüber“. Er bleibt ebenso unerbittlich, was seinen Willen angeht.

    Aber er hält genauso konsequent daran fest, seine Menschen zu lieben. Und weil die sich aus eigener Kraft nicht ändern können, überwindet er diesen krassen Gegensatz selbst. In Jesus wird Gott Mensch, wohnt unter uns, stirbt für uns und macht den Weg zu Veränderung und Begegnung frei.

    Dieses Wissen macht mich froh und sicher, dass Gott auch mich in seiner unerbittlichen Liebe immer wieder sucht und findet, dass er mich zurück- und einholt und auch verändert, egal, wie weit ich von ihm entfernt bin.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Claudia Mertens

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    3 min
  • Manches taucht unerwartet wieder auf…
    Gedanken von Jens Kilian zum Bibeltext 2. Könige 6,5.

    Ich stehe im Wald und spalte Holz mit einer Axt oder einem Spalthammer. Das geschmiedete Metall löst sich vom Holzstiel. Zum Glück ist nichts passiert und ich bemühe mich, beides wieder ineinander zu stecken und die Axt funktionstüchtig zu machen. Mindestens genauso oft kommt es vor, dass ich auf dem Waldboden den Spaltkeil suche, weil ich mich nicht mehr erinnern kann, wo ich ihn hingelegt habe oder wohin er geflogen ist. Bäume fällen ist nicht ungefährlich und es nervt, wenn man das Arbeitsmaterial erst suchen muss.

    Einen Prophetenjünger, der bei dem alttestamentlichen Prophet Elisa in die Schule ging, erwischt es besonders ungünstig: Er hatte es gut gemeint und wollte beim Bau eines neuen Unterrichtsraumes mithelfen:

    Dabei rutschte ihm das Eisen seiner Axt vom Stiel und fiel ins Wasser. »O nein!«, schrie er entsetzt und wandte sich an Elisa: »Herr, was soll ich machen? Diese Axt war nur geliehen!« So ist es zu lesen im 2. Buch der Könige in Kapitel 6.

    Wer schon mal eine geliehene Sache verloren hat, kann sich vorstellen, wie sich der junge Mann wohl gefühlt hat. Wenn man helfen will oder einen Dienst übernimmt und dann geht gefühlt alles schief, dann kann man sich schon fragen: „Warum?“

    Der Prophetenjünger wendet sich an seinen Lehrer Elisa und erlebt ein Wunder: Das Eisen taucht auf und schwimmt. Er kann es aus dem Wasser holen und weiterarbeiten.

    Mein Lehrer heute ist nicht irgendein Prophet, sondern Jesus. Ihn kann ich um Hilfe bitten. Seine Kraft ist bis heute schwerwiegender als die Schwerkraft. Er kann schenken, dass Lösungen auftauchen, die ich alleine nicht sehe. Er kann aus Ratlosigkeit eine Gotteserfahrung machen.

    Der Prophetenjünger hat nach diesem Erlebnis bestimmt mit größerer Kraft und Freude als vorher weitergearbeitet. So etwas wünsche ich mir und Ihnen auch.  

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    Autor: Jens Kilian

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    3 min
  • Jedes Jahr verlässlich
    Horst Kretschi über Micha 7,19

    Das neue Jahr hat einige Änderungen mit sich gebracht. Sei es der Mindestlohn, der wie das Kindergeld seit dem ersten Januar gestiegen ist, oder die reduzierte Mehrwertsteuer in der Gastronomie. Jedes Jahr ändern sich Dinge, nichts bleibt, wie es war! Das allerdings stimmt so nicht.

    Auch, wenn sich vieles verändert, eins bleibt doch gleich: Gottes Treue, mit der er zu seinen Zusagen steht. Zum Beispiel ist Gott ein gnädiger und vergebender Gott. Ja, Gott straft auch, wenn er muss, aber er ist auch offen für Reue und Umkehr. So beschreibt es schon der Prophet Micha im 8. Jahrhundert vor Christus. Obwohl Gott das Volk der Israeliten auserwählt hatte, hatte es sich immer wieder gegen ihn gestellt. Micha sagt seinem Volk mit dem Blick auf Gott zu: „Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.“ (Micha 7,19)

     

    Gott wird sich wieder erbarmen. Er wird es wieder tun! Er hat es schon getan, immer wieder und er wird es auch in Zukunft tun. Vergebungsbereitschaft ist eins der Kennzeichen Gottes. Und nicht nur das. Wenn Gott vergibt, dann voll und ganz.

    So vergibt nur Gott. Er hat es ein für alle Mal durch seinen Sohn Jesus für alle Menschen zu allen Zeiten getan. Sehr grundsätzlich, so dass meine Schuld, die zwischen mir und Gott stand, ausgelöscht ist. Aber dennoch gibt es ja die alltäglichen Verfehlungen und die Schuld, die ich im Umgang mit anderen Menschen auf mich lade. Auch hier vergibt Gott. Er hat es immer wieder getan in meinem Leben und er wird es im neuen Jahr tun und in allen Jahren, die noch kommen werden. Wenn ich mich immer wieder neu diesem barmherzigen Gott zuwende. Darauf kann ich mich verlassen.

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    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Zorro - ein Stück Lebendigkeit
    Gedanken von Hans Wagner über den Bibeltext Psalm 16,11.

    Seit ein paar Wochen habe ich einen neuen Freund. Ich habe ihn Zorro genannt, denn er ist ein Kleiber, und dieser beeindruckende Vogel hat eine Zeichnung, die aussieht, als hätte er eine schwarze Maske über den Augen. Direkt vor meinem Fenster habe ich eine kleine Futterstation angebracht und nun werde ich jeden Tag besucht - von Zorro. Und ich merke: Es tut mir gut, wenn ich ihn und seine anderen gefiederten Freunde an diesem Platz beobachte. In einer Welt voller Computer, Technik und Schreibtischarbeit bringen sie irgendwie Leben zu mir.

    "Gott, du zeigst mir den Weg zum Leben. Große Freude finde ich in deiner Gegenwart und Glück an deiner Seite für immer." So endet eines der vielen Gebete von Israels König David vor rund 3000 Jahren, Psalm 16. Bei David lief längst nicht alles nach Plan. Menschen sind an ihm schuldig geworden. Und er hat sich an Menschen schuldig gemacht. Es gab viele Situationen, da musste er gewissermaßen nochmal von vorne anfangen. Das geht vielen Menschen so, auch heute noch. Dabei kann man schon mal aus den Augen verlieren, was uns eigentlich ausmacht: Das Leben, wie Gott es sich gedacht hat.

    Das Beobachten von Zorro, die Möglichkeit, darin Ruhe zu finden, das holt mich immer häufiger zurück ins wirkliche Leben. Ich finde große Freude darin und werde durch diesen kleinen Vogel oft an die Gegenwart Gottes erinnert. Den Gott, der alles erschaffen hat. Auch Sie und mich.

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    3 min

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