ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Lautes Gebrüll

    Neulich machte in unserer Kleinstadt eine beunruhigende Nachricht die Runde. In den nahe gelegenen Wäldern sind Wölfe unterwegs, hieß es. Spaziergänger hatten die Tiere gesichtet. Bald kursierte in der Presse das Bild eines gerissenen Schafs.

    Sie können sich vorstellen, wie aufgeregt die diskutiert haben. Einige aus unserer erweiterten Nachbarschaft meiden seit dieser Meldung sogar bestimmte Waldwege. Ich verstehe das. Wer will sich schon unnötig in Gefahr bringen?

    Von einem andersgearteten „Raubtier“ schreibt der Apostel Petrus im Neuen Testament. Seine Leser fordert er auf, nüchtern und wachsam zu sein. Warum? Wörtliches Zitat:

    Der Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. 1. Petrus 5, Vers 8.

    Im nächsten Satz ermutigt Petrus seine Leser mit den Worten:

    Dem widersteht fest im Glauben und wisst, dass dieselben Leiden über eure Brüder und Schwestern in der Welt kommen. 

    Petrus stellt nüchtern fest, dass der Teufel einem Löwen gleicht, der mit seinem Gebrüll möglichst viele Christen einschüchtern will. Und zwar überall auf der Welt. Mit anderen Worten, mir widerfährt nichts Ungewöhnliches.

    An dieser Stelle gibt es aber auch gute Nachrichten zu vermelden: Das Gebrüll des Widersachers mag laut sein. Er kann mir aber nichts weiter anhaben. Das liegt daran, dass ich einen sehr viel mächtigeren Beistand an meiner Seite habe. Jesus, meinen Retter.

    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Highlights

    Ich liebe Highlights in meinem Leben: ein schöner Urlaub, ein besonderes Festival … Nur manchmal ist die Bauchlandung zurück im Alltag ziemlich hart. Ganz schnell ist das Hochgefühl wieder futsch.

    Wie gut, wenn ich eine Art Erinnerungskultur pflegen kann an die schönen Dinge, die ich erlebt habe.

    Bereits vor Jahrtausenden hat es etwas ähnliches gegeben: Der 126. Psalm in der Bibel, geschrieben für Pilger, die nach Jerusalem reisen, beginnt mit den Worten:

    „Wir waren wie in einem Traum, als der HERR das Schicksal Zions zum Guten wendete.“  (Psalm 129,1)

    Gemeint ist vermutlich: Nach 70 Jahren im Zwangsexil konnten Menschen zurückkehren in ihre ersehnte Heimat, nach Jerusalem und in die Umgegend. Daran sollten sich die erinnern, die es erlebt haben. Aber auch deren  Kinder und Kindeskinder.

    „Wir waren wie in einem Traum“, als all dies Gute passiert ist. Ja! Aber das hat auch Auswirkungen für heute! Derselbe Psalm spricht auch von Wüste, Tränen und Trockenzeit. Gott ist der gleiche im harten Alltag, in den schweren Erfahrungen genauso wie in den Hochzeiten des Lebens. Er weicht Ihnen und mir nicht von der Seite. Egal, was der heutige Tag bringen mag.

    Autor: Oliver Jeske

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    2 min
  • So viel mehr Wasser

    Fast jeden Morgen beginne ich den Tag mit einem frischen Glas Wasser. Das macht mich wacher als eine Tasse schwarzer Kaffee. Nach der Gartenarbeit gibt es für mich nichts Besseres als Wasser, um den Durst zu löschen, und eine frische Dusche.

    Wasser – für mich ein Symbol für Reinigung, Versorgung, Segen und so viel mehr. Heute kommt es aus dem Wasserhahn, zu biblischen Zeiten kam es aus Brunnen. Der Prophet Jesaja hat das Bild des Wassers und Brunnens vor 2.700 Jahren benutzt. Im Buch Jesaja Kapitel 12 Vers 3 beschreibt der Prophet damit all das, was Gott für Menschen bereithält, die auch in schweren Zeiten an ihm festhalten. Da steht: „Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen des Heils.“

    Dieser Satz ist keine Annahme, keine vage Vermutung. Dieser Satz ist eine Aussage, eine Zusage, ja sogar ein Versprechen. Der Prophet Jesaja hat Gottes Worte an das Volk Israel weitergegeben. Diesem Volk stand eine schwere Zeit der Gefangenschaft und des Exils bevor, aber auch eine Zeit der Rettung und Wiederherstellung.

    In schweren Zeiten hilft der Blick in eine gute Zukunft, das Leid der Gegenwart zu lindern.

    Für das Volk Israel war es damals das Warten auf den kommenden Messias. Für mich ist es heute der Blick auf Jesus. Er ist meine Hoffnung in schweren Zeiten. Er selbst sagt von sich, an einem Brunnen sitzend: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, dem wird in Ewigkeit nicht dürsten.“ Er ist der Brunnen, und sein Wasser ist heute für mich: Reinigung, Versorgung, Segen.

    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Wo ist mein Zuhause?

    Vor etwas mehr als 3.000 Jahren lebte in Israel eine Frau Namens Hanna. Das Alte Testament der Bibel erzählt von ihr. Hanna ist lange kinderlos und bittet Gott um Hilfe. Gott erhört ihr Gebet; Hanna bekommt einen Sohn, den sie Samuel nennt. Damit beginnt allerdings keine Bilderbuchfamiliengeschichte in den Bergen des Westjordanlandes. Nein: Hanna und ihr Ehemann geben das Kind in die Obhut des Priesters, der von ihrem Kinderwunsch erfahren hatte.

    Vielleicht ist Samuel drei oder vier Jahre alt, als es für ihn nach Silo geht, mehr als 40 Kilometer von zuhause und seiner Familie entfernt. Dort in Silo ist das Heiligtum Gottes, in dem Samuel von nun an nur für Gott leben, lernen und arbeiten soll. Seine Eltern sieht er fortan einmal im Jahr, seine Geschwister? Keine Ahnung. Seine beiden Pflegebrüder sind korrupte Halunken, und sein Ersatzvater (falls er den Namen verdient) war steinalt.

    Wie soll Samuel unter den Umständen vernünftig aufwachsen?

    Ein Halbsatz ist mir in den ersten Kapiteln des ersten Buches Samuel aufgefallen, in dem das alles geschrieben steht: „Der Junge Samuel wuchs auf beim HERRN.“ (1. Samuel 2,21b ELB). Nicht in Silo. Nicht beim Priester Eli. Nicht allein. Bei Gott!

    Alle Äußerlichkeiten, alle miserablen Zustände des Lebens, jede Situation, in der ich nicht stecken will und die Orte im Leben, an denen ich eigentlich nicht sein möchte – all das wird unbedeutend, wenn ich nur beim HERRN bin. Wo auch immer Sie gerade nicht sein wollen – Gott ist da, und bei ihm können Sie sein.

    Autor: Miri Langenbach

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    3 min
  • Kinder sind ein Wunder, ein Geschenk und eine Aufgabe!

    Kinder sind ein Geschenk. Schwanger zu werden und ein Kind zu kriegen ist vermeintlich einfach. Kinder zu haben, sie zu erziehen und beim erwachsen werden zu begleiten ist eine Aufgabe. 

    Das sagt sich so leicht. Schließlich wissen wir heute nur zu gut, dass nicht jeder biologische Geschlechtsakt in eine Schwangerschaft führt. Es gibt viele unerfüllte Kinderwünsche. 

    Ebenso ist jede Schwangerschaft besonders, vor allem besonders herausfordernd für die Mütter. Und mit der Geburt fängt die nächste Aufgabe an: Eltern sein. Und Eltern sein, so kann ich aus kurzer bisheriger Erfahrung sagen, ist nicht immer einfach. 

    Jedes Kind, jedes Elternteil, jede Entwicklungsstufe…alles ist und bleibt eine Aufgabe. Mal fühlt sie sich an wie eine Feder, mal wie ein riesengroßer Medizinball. Doch Aufgabe bleibt Aufgabe. Sich aus der Erziehung verabschieden geht nicht. 

    Die Bibel hat ein klares Statement zu Kindern. Im Psalm 127 im Liederbuch des Volkes Israel, steht: Kinder sind eine Gabe des HERRN, ja, Fruchtbarkeit ist ein großes Geschenk! 

    Wir können also festhalten: Kinder sind nicht selbstverständlich, sondern ein Geschenk. Sie sind und bleiben ihr Leben lang eine Aufgabe. Deshalb sollte man sich der Aufgabe bewusst sein, sie aber nicht scheuen. 

    Übrigens kenne ich mittlerweile einige Familien, die Kinder adoptiert oder zur Pflege genommen haben. Das braucht es auch. Mein Wunsch als Familienvater ist es, dass jedes Kind ein geborgenes Zuhause hat, wo es sich wohlfühlt. 

    Kinder sind ein Geschenk. Egal, ob leiblich, zur Pflege oder durch Adoption. Auf mich als Elternteil und überhaupt auf alle Menschen, die die Vater- oder Mutterrolle einnehmen, kommt es an, sie im Erwachsenwerden zu begleiten. 

    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Er blieb noch zwei Tage

    Eine Freundschaft auf dem Prüfstand. Vor knapp 2.000 Jahren im Land der Bibel. Kennzeichnend für die Situation sind zwei Sätze im Johannesevangelium: „Nun wusste Jesus, dass Lazarus krank war. Er blieb noch zwei Tage an dem Ort, wo er war.“ 

    Eine seltsame Aussage. Ich stolpere darüber jedes Mal, wenn ich sie lese. 

    Warum bleibt Jesus, wenn er hört, dass sein Freund schwerkrank ist, einfach dort, wo er gerade ist? Mehrere Tagereisen entfernt? Wäre es nicht das Normalste der Welt, dass man jemanden, den man liebt, sofort besucht? Erst recht, wenn man helfen könnte? 

    Jesus hat Maria, Marta und Lazarus sehr lieb. Ihr Haus in Bethanien, einem Dorf unweit von Jerusalem, ist so etwas wie e in Zuhause auf Zeit für ihn. Und trotzdem bleibt er auf Abstand. Zwei Tage lang. Und als er schließlich endlich kommt, ist Lazarus schon (vier Tage) tot. 

    Jesus weiß, was er tut. Zu seinen Jüngern sagt er: Ich freue mich, dass ich nicht früher da war – damit ihr glaubt. 

    Er hat sich bewusst entschieden, nicht sofort zu helfen. Er lässt seine Freunde leiden. Trauern. Und dann trauert er mit. Er ist erschüttert. Er weint. Und dann – erst dann! – greift er ein. 

    Warum Jesus wartet, warum er nicht sofort handelt, warum er manchmal schweigt – das werden wir wohl nicht ganz verstehen. Nicht hier in diesem Leben und nicht jetzt. 

    Aber eins wird in dieser Geschichte ganz deutlich: Jesus denkt sich etwas dabei. Und das Leid seiner Freunde ist ihm nicht egal. Er fühlt mit. Er bleibt nicht fern. 

    Im Fall von Lazarus tut er etwas ganz Außergewöhnliches: Er holt ihn aus dem Grab zurück ins Leben. Und damit zeigt er: Ich bin stärker. Stärker als Krankheit, ja sogar stärker als der Tod. 

    Viele Menschen damals haben das miterlebt – oder davon gehört, das hat sich herumgesprochen. Und es hat ihren Blick auf Jesus verändert. 

    Und ich merke: Auch ich kann ihm vertrauen. Gerade dann, wenn ich warte. 

    Autor: Susanne Thyroff

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    3 min
  • Das kann ich nicht!

    Darf ich Sie zu einem kleinen Gedankenexperiment einladen? – Stellen Sie sich folgende Situation vor: Da gibt es Missstände im Land. Von ganz oben her, also von den weltlichen und geistlichen Machthabern hört man haarsträubende Dinge, und auch die Untertanen tun Dinge, die nicht in Ordnung sind. Und nun bekommen Sie Gelegenheit, etwas gegen diese Missstände zu tun, Sie bekommen die Chance, den Großen und Mächtigen dieser besagten Nation einmal so richtig „den Kopf zu waschen - und dem ganzen Volk gleich mit.

    Würden Sie blitzschnell überlegen, mit welchen Menschen Sie vernetzt sind und wie Sie diese als Verbündete gewinnen könnten – oder würden Sie das Ganze von vornherein als unmöglich abschmettern? Im zweiten Fall wären Sie in guter Gesellschaft.

    Schon der Prophet Jeremia, der ca. 600 Jahre vor Christus lebte, hat sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Argumenten gewehrt, als er von Gott berufen wurde, seine Zeitgenossen zur Ordnung zu rufen. Und zwar zur Ordnung Gottes, die die Menschen offenbar vergessen hatten, denn sie haben Gottes Gebote missachtet und getan, was Gott missfiel und was den Menschen nicht zum Guten diente.

    Gott hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er Jeremia in seinen Dienst genommen hat, aber Jeremia hat den Auftrag erst einmal abgelehnt. Er hielt sich nicht für sprachgewandt und außerdem für zu jung. Aber das waren in Gottes Augen keine stichhaltigen Argumente. Gott selbst gibt Jeremia Worte und eine Vision für seinen Auftrag. Und vor allem sagt er, der Allerhöchste, Jeremia seine Unterstützung zu. Egal, wer sich gegen Jeremia stellen wird – er hat Gott auf seiner Seite.

    Diese wenigen Verse aus dem Buch Jeremia machen deutlich: Wenn Gott Menschen beruft, dann stattet er die Berufenen mit allem aus, was sie zur Erfüllung einer Aufgabe bauchen – auch dann, wenn sie selbst sich für nicht geeignet halten. 

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Vom Fleck weg

    Kapernaum war zu biblischen Zeiten ein winziges Städtchen am Nordufer des Sees Genezareth. Heutzutage ist dort nicht viel los. Aber schön war es damals schon, und schön ist es noch immer. Kein Wunder, dass Jesus dort seine Basis eingerichtet hat, als er um das Jahr 27 unserer Zeitrechnung mit seinen öffentlichen Auftritten begann. Er hat den Synagogengottesdienst besucht, er war stadtbekannt, hat Freunde gefunden in den Handwerkerzünften – und er war nicht besonders wählerisch, was seine Bekanntschaften anging.

    Der Zöllner Levi hat Jesus auch vorher schon wahrgenommen. Jesus muss Levis Zollhäuschen an der Via Maris, der wichtigsten antiken Handelsstraße in dieser Region, regelmäßig passiert haben. Und Levi muss sich auch schon einen Eindruck von Jesus verschafft haben – und muss beeindruckt gewesen sein. Nur so wird verständlich, was im Markusevangelium Kapitel 2 überliefert ist: „Als Jesus weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus. Der saß an seiner Zollstation. Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge mir!« Da stand er auf und folgte ihm.“ Einfach so. Vom Fleck weg. Dabei hatte Levi einen einträglichen Posten, auch wenn ihn die anderen Einwohner Kapernaums als Handlanger der Besatzer betrachtet und entsprechend hochmütig auf ihn herabgeblickt haben. Aber Jesus war das offensichtlich egal – und Levi auch.

    Jesus hat in Levi etwas gesehen, was diesem selbst nicht bewusst war. Und Levi hat etwas Vielversprechendes an Jesus wahrgenommen – und hat seine Chance genutzt. Das mag egoistisch erscheinen, ist es auch, aber wenn’s um das eigene Seelenheil geht, ist vornehme Zurückhaltung dumm, und in dem Fall gibt’s Applaus für Egoismus.

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Nachtgespräch

    "Ich fühle mich wie neu geboren" – so sagt man, wenn man etwas Wunderbares erlebt: zum Beispiel die Genesung nach einer schweren Krankheit, eine neue Liebe oder etwas ähnlich Einschneidendes.

    Seinen Ursprung hat dieser, oft eher banal verwendete Satz aber in der Bibel, und dort ist er ein echtes Schwergewicht.

    Jesus spricht davon im Johannesevangelium. Im Gespräch mit Nikodemus, einem Theologen der damaligen Zeit, sagt Jesus: "Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen."

    Schon damals musste Jesus erklären, was das mit der Neugeburt bedeutet, und so sagt er etwas später: “So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."

    Eine Neugeburt oder auch Wiedergeburt in diesem Sinn hat mit dem Glauben an Jesus Christus zu tun. Sie bringt geistliches, ewiges Leben hervor. Hat aber nichts mit Reinkarnation zu tun, mit einer zweiten Runde  Leben hier auf der Erde.

    Das neue Leben kann vor Gott bestehen; denn wer an Jesus glaubt, ist in Gottes Augen in Ordnung. Jesus bringt ihn zurecht.

    Was für ein Angebot für jeden Menschen!

    Autor: Claudia Mertens

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    2 min
  • Man lebt nur 2 mal

    Bei Computerspielen hat man manchmal mehrere Leben. Katzen haben laut einer Redewendung neun Leben. Wir Menschen nur eins, und wenn das schief geht, dann haben wir verloren, oder?

    Aber manchmal geht dieses Leben schief. Haben Sie auch schon mal gedacht: „Das ist doch so kein Leben mehr“? Man kann sich durchaus lebendig fühlen oder halb tot.

    Die meisten Menschen wünschen sich, dass nach ihrem Tod etwas von ihnen weiterlebt, ein Lebenswerk, eine Idee oder einfach die Erinnerung. Trotzdem hat der Tod so etwas endgültiges. Fertig. Das war’s. Alles andere sind doch nur Redewendungen, Hoffnungen oder der Versuch, irgendwie mit dem Tod umzugehen. 

    In seinem 1. Brief an die Thessalonicher schreibt Paulus im 5. Kapitel:

    Christus ist für uns gestorben, damit wir für immer zusammen mit ihm leben – und zwar ganz gleich, ob wir bei seinem Kommen noch am Leben oder gestorben sind.

    Bei James Bond heißt es: Man lebt nur 2x. Auch laut Bibel ist es also möglich, zu leben, obwohl man schon gestorben ist. Die Bibel kennt unterschiedliche Definitionen von Leben. Das eine ist unser mehr oder weniger kurzes Leben auf dieser Erde, welches uns auch manchmal mehr oder weniger lebenswert erscheint. Aber auch nach dem Sterben kennt die Bibel Tod und Leben. Tod bedeutet von Gott getrennt sein, Leben bedeutet für immer bei Gott zu sein. Das ist das Leben, bei dem wir uns niemals mehr halbtot fühlen, sondern quicklebendig.

    Dafür ist Jesus gestorben, dass wir zu Gott kommen können und Leben bekommen können, das nicht mit dem Sterben endet. Sie haben die Chance auf ein zweites Leben, nicht nur als Katze oder beim Computerspiel.

    Und weil Jesus lebt und den Tod schon besiegt hat, wird er wiederkommen.
    Dann beginnt für alle, die an ihn glauben, das echte Leben.
     

    Autor: Jens Kilian

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    3 min

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