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Jeder Mensch trifft täglich eine Menge Entscheidungen. 35.000 sind es nach Schätzung von Neurowissenschaftlern. Manche sind banal, manche werden unbewusst getroffen, andere sind lebensentscheidend. Doch von den wirklich wichtigen Entscheidungen gibt es, realistisch betrachtet, nur sehr wenige im Leben.
So eine Entscheidung hatten auch die Israeliten zu treffen – nach 40 Jahren Wüstenwanderung an der Grenze zum verheißenen Land. Im Auftrag Gottes spricht Mose zum gesamten Volk und sagt: "Nun müsst ihr euch entscheiden: Wählt zwischen Segen und Fluch! Der HERR, euer Gott, wird euch segnen, wenn ihr auf seine Gebote achtet. Doch sein Fluch trifft euch, wenn ihr nicht darauf hört, sondern vom Weg abweicht, den ich euch heute zeige, wenn ihr anderen Göttern nachlauft, die ihr bisher nicht einmal kanntet." (5. Mose 11, 26-28 / HfA)
Die Entscheidung, die die Israeliten treffen müssen, ist klar. Folgen sie ihrem Gott, der sie zuvor aus der Sklaverei in Ägypten befreit hatte und zahlreiche Wunder vollbracht hatte, um sie am Leben zu erhalten, und befolgen sie seine Anweisungen? Oder laufen sie anderen Göttern nach, von denen sie bis dahin noch nicht einmal gehört hatten? Die Entscheidung, die die Israeliten treffen sollten, scheint offensichtlich zu sein. Wer würde schon Nein sagen zum Segen und zum Guten und dafür das Negative, den Fluch wählen? Warum sollte ich einen Gott verlassen, den ich kenne und der mir immer wieder geholfen hat, und dafür fremden Ideen, Philosophien oder Mächten nachlaufen, von denen ich nicht weiß, ob sie mir helfen können und werden? Das wäre doch unlogisch und unvernünftig! Doch genau diese unlogische Entscheidung treffen die Israeliten später immer wieder. Und auch heute ist es noch so: Menschen entscheiden sich für den Weg ohne Gott! Doch das muss ja keine Entscheidung für immer sein! Ich kann mich jeden Tag für Gott entscheiden.
Autor: Horst Kretschi
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Eine App auf meinem Smartphone mag ich besonders gerne. Sie hilft mir, wenn ich mal wieder vor einer Pflanze oder einem Baum stehe und mir der Name dazu nicht einfällt. App gestartet, Kamera draufgehalten - und schon habe ich das Gewächs identifiziert, mit allen Erläuterungen und wichtigen Informationen. Eine andere Möglichkeit der Erkennung ist zu einer Redewendung geworden, die schon aus der Bibel stammt: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." Jesus hat diesen Satz gesagt, nachzulesen im Matthäusevangelium, Kapitel 7. Aber er sprach nicht von Pflanzen, sondern gebrauchte dieses Bild mit Blick auf falsche Propheten, die damals durch die Lande zogen. Wer sie von den echten Propheten unterscheiden will, muss also nur schauen, ob ihr Tun und Handeln zu ihrem Reden passt.
Das geht auch heute noch, wenn zum Beispiel Machthaber mit der Behauptung auftreten, dass sie von Gott eingesetzte Bevollmächtigte sind. Und nun? Muss noch mehr Chaos und Gewalt als Frucht sichtbar werden, um festzustellen, dass sie uns belügen? Ist ihnen nicht klar, dass sie auch Gott belügen? Irgendwann wird es ihnen dämmern. Das wird auch in diesem Bibelabschnitt deutlich. Zusammengefasst beendet Jesus hier dieses Thema nämlich mit den Worten: "Am Tag des Gerichts werden viele zu mir sagen: ›Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namen dies und das getan? Dann werde ich ihnen frei heraus sagen: ›Ich kenne euch überhaupt nicht! Macht, dass ihr fortkommt, ihr mit eurem gesetzlosen Treiben!‹" Am Schluss nicht bei Gott sein, das ist ein fruchtloses Leben.
Autor: Hans Wagner
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„Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung“: Wer trägt den Orden „Hilfe in Person?“ Gott, der Herr. In einem Jahrtausende alten Lied wird er besungen. Er ist der Herr, der alles Mögliche verhindert und so viel Gutes bewirkt. Im Psalm 124, Vers 8 klingt das so: „Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“
Warum werde ich jeden Sonntag daran erinnert? Am Anfang des Gottesdienstes sagt der Pfarrer meiner Gemeinde: „Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.“ Und wir Gottesdienstbesucher antworten: „Der Himmel und Erde gemacht hat.“
Mit diesem Herrn ist nach wie vor zu rechnen: Er, der das Volk Israel bis heute vor dem Untergang bewahrt hat. Der Herr, der sein Volk vor den Fluten des Schilfmeers bewahrt hat. Der Herr, der auf das Hab und Gut Israels und sein Leben Acht hat. Der Herr, der die Seele nicht in die Fänge merkwürdiger Vögel geraten lässt. Der Herr, der mit seinem Sohn Jesus Christus seinen Herrschaftsbereich ausgeweitet hat auf alle, die Jesus nachfolgen.
Das macht dieser Satz am Anfang des Gottesdienstes deutlich: Juden und Christen haben einen Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Einen größeren Herrn gibt es nicht. Auch keinen Herrn, dem mehr gehört. Und schon gar keinen Herrn, der mehr Einfluss hat.
Sollte ich diesem Herrn nicht singen und ihm gestatten, dass er nicht nur der Herr am Sonntag ist, sondern auch im Alltag, an allen anderen Wochentagen?!
Autor: Pastorin Elke Drossmann
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Kraftstoff spart, wird nicht weit kommen. Das weiß jeder, der ein Auto fährt. Ausreichend Energie und Schmiermittel sind fürs Fortkommen zwingend notwendig.
Das gleiche Prinzip galt früher in der Landwirtschaft: Wer seine Felder nicht aus eigener Kraft pflügen wollte, benötigte ein Zugtier. Und das musste zunächst einmal ordentlich gefüttert werden.
Der Apostel Paulus hat diesen Gedanken schon vor knapp 2.000 Jahren in seinem ersten Brief an Timotheus aufgegriffen. Er zitiert dort die Hebräische Bibel, das 5. Buch Mose, mit den Worten:
»Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden«; Das zweite Zitat ist angelehnt an ein Wort, das sich beim Propheten Jeremia findet: »Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert«. 1. Timotheus 5, Vers 18
Ziehe ich den Zusammenhang des Bibelverses hinzu, wird deutlich, worum es geht. Die ehrenamtliche Mitarbeit in der Gemeinde verdient meine Wertschätzung. Das gilt für jene, die treu den Kindergottesdienst vorbereiten und durchführen ebenso wie für die Musiker, die Leute auf der Kanzel, die predigen - und auch die, die im Hintergrund für Sauberkeit und Ordnung sorgen.
Aber Paulus geht noch einen Schritt weiter. Ich entnehme seinen Worten, dass meine Wertschätzung auch eine handfeste Dimension haben kann. Je nachdem, um welche Tätigkeit es sich handelt, bin ich dazu aufgerufen, den angemessen zu entlohnen, der die Arbeit verrichtet hat.
Freilich macht Paulus keine konkreten Vorgaben, und so bleibt die Frage: Was heißt angemessen?
Ich denke, da hilft eine alte Regel aus der Landwirtschaft weiter. Auch die hat der Apostel Paulus schon gekannt und an anderer Stelle zitiert (2. Korinther 9,6). Sie besagt: Wer sparsam sät, wird sparsam ernten.
Autor: Wolf-Dieter Kretschmer
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Wenn meine Chefin mir eine Aufgabe gibt – wie motiviert erledige ich diese? Bei mir persönlich spielt dabei folgendes eine Rolle: Ich liebe es, wenn ich auf Augenhöhe informiert und miteinbezogen werde.
Autor: Sonja Kilian
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Christen waren im Laufe ihrer zweitausendjährigen Geschichte immer wieder Innovatoren und Vorreiter:
Von Jesus Begeisterte haben im Römischen Reich Waisenkinder von der Straße aufgelesen und in ihren Familien aufgenommen. Viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen weisen schon in ihrem Namen auf christliche Urheber hin.
Und die ersten echten Bildungseinrichtungen in Nordeuropa haben iro-schottische Mönche gegründet.
Ich habe den Eindruck: Auch heute ist wieder die Innovationskraft von Christen gefragt. Anstoß dafür kann die Aufforderung des Apostels Paulus an die Christen in Rom vor 2.000 Jahren sein. In der Bibel heißt es:
„Daher bitte ich euch: Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat, damit die Herrlichkeit Gottes noch größer wird.“ (Römer 15,7 – BasisBibel)
Ich bin überzeugt: Vermittler und Friedensstifter sind heute stärker gefragt denn je. Die christliche Gemeinde ist dafür das Übungsfeld.
Viele verkriechen sich in ihre Bubble, ihren Resonanzraum, ihre Gruppe. Hier bekommen Sie Zustimmung für ihre eigene Meinung. Die Auseinandersetzung mit dem Andersdenkenden, eine gute Streit- und Diskussionskultur bleiben dabei auf der Strecke.
Wenn Christen die Bibel ernst nehmen, dann können sie Vorreiter und Vorbilder sein: Gehe ich auf den Nachbarn zu, dessen nervige Kettensäge mir den Schlaf raubt? Oder schalte ich gleich das Ordnungsamt ein?
Schneide ich den Kollegen mit der etwas kruden politischen Meinung? Oder gehe ich auf ihn zu und versuche ihn erstmal zu verstehen?
Wenn viele Christen diese vielen Schritte der Verständigung gehen, kann sich das Klima in unserer Gesellschaft ändern.
Autor: Oliver Jeske
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Welche Bedeutung hat Gottes Wort heute in meinem Leben? Die Frage kommt mir unweigerlich in den Sinn, wenn ich den Psalm 119 lese. Denn hier geht es genau um diese Frage. Der Autor sucht Rat, Hilfe und Trost im Wort Gottes.
Dabei schreibt er im Vers 27 folgende Sätze: „Lehre mich deine Ordnungen! Lass mich verstehen den Weg deiner Vorschriften. Sinnen will ich über deine Wunder.“ Beim Lesen fallen mir vor allem die drei unterschiedlichen Verben ins Auge: lehren, verstehen und sinnen. Für mich drei Schritte, die tiefer in die Beziehung zu Gott führen.
Der Begriff „Lehren“ beschreibt für mich eine „Schüler-Lehrer-Situation“ wie ich sie aus der Schule kenne. Da gibt es einen, der hat das Wissen und einen, der es nicht hat. Wenn ich Gottes Wort lese, begegnet er mir also als eine Art Lehrer, der mir Wissen vermittelt.
Mit dem Begriff „Verstehen“ geht es einen Schritt tiefer und ich bin gefragt: Meine Aufgabe ist es, diese Dinge zu verstehen. Also nicht nur zu hören, sondern zu begreifen, so dass ich sie als gut und richtig erachten kann.
Im dritten Schritt geht es dann noch tiefer. Leidenschaft und Sehnsucht kommen mit ins Spiel. Diesen Schritt nennt der Autor „Sinnen“. Ich könnte auch sagen erforschen oder in der Tiefe erfassen. Das Wort Gottes wird für mich so wichtig, dass ich Zeit damit oder auch „darin“ verbringe und die tiefen Zusammenhänge entdecke.
Wenn ich an diesem Punkt angekommen bin, werden Gottes Weisungen und Ratschläge für mich lebensnotwendig und wunderbar. Dann geht es nicht mehr um das stumpfe Befolgen von Geboten, sondern das Erleben der Güte und Weisheit Gottes in meinem Leben.
Autor: Tobias Schier
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Das Osterwochenende ist erst eine Woche her – ist bei Ihnen auch schon wieder alles so normal? Schade, dass sich der Alltag so schnell wieder ins Bewusstsein drängt. Noch vor einer Woche haben wir DAS Fest der Christenheit gefeiert. Jesus Christus stirbt, um alle Schuld der Welt auf sich zu nehmen, und er besiegt den Tod ein für alle Mal! Kann man sich in dieser kranken, todgeweihten Welt manchmal kaum vorstellen. Aber es stimmt: Alle jemals und überall, die sich zu Lebzeiten für Jesus entscheiden, werden die herrliche Gegenwart Gottes einmal in voller Pracht erleben.
Dem Apostel Johannes wurde die Ehre zuteil, schon einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen zu dürfen, und er hat in seiner Offenbarung wirklich alles gegeben, um irgendwie Worte zu finden für das was geschehen wird, wenn hier alles vorbei ist. Er schreibt unter anderem:
Palmzweige? Da war doch was! Der Einzug Jesu in Jerusalem, wo er auch schon als Retter und König gepriesen wurde. Symbole des Sieges, die zeigen, dass diese große Schar Grund zum Feiern hat. Außerdem tragen sie mit weißen Kleidern ein Symbol der Gerechtigkeit und sie erkennen, dass Gott die Quelle des Heils, der Errettung, ist und sonst niemand. Die Errettung ist nicht etwas, das wir uns verdienen, sondern etwas, das Gott gibt.
Manchmal nehmen Gläubige auf der Erde das fast als selbstverständlich hin oder denken sie könnten mit ihrem tadellosen Lebensstil selbst etwas dazu beitragen. Das ist bei dieser großen Schar im Himmel nicht der Fall. Da will ich hin!
Autor: Miri Langenbach
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Inmitten der schönen Natur Norwegens hat mich eine Sache besonders überrascht: Mein Smartphone hatte vollen Empfang in bester Qualität. Sowas kenne ich aus Deutschland nicht. Dort gibt es mitten in der Stadt, auf dem Landweg oder im Wald viele Funklöcher.
Man kann das beste Smartphone aller Zeiten haben. Mit den besten Funktionen, der neusten Kamera, dem größten Speicher und vielem mehr. Doch was ist, wenn man nichts davon wirklich gebrauchen kann?
Denn meistens braucht man zumindest eines: nämlich Empfang. Ohne den nötigen Empfang ist es ein teurer Taschenrechner, so hat mal jemand gesagt. Das Smartphone ist nahezu wertlos, wenn es keine Verbindung mit einem Funknetz herstellen kann.
In dieser nicht ganz unscheinbaren Sache erkenne ich eine Parallele zwischen uns Menschen und dem Smartphone. Beim Smartphone ist es die Verbindung, die vorhanden sein muss, um es vollständig zu nutzen.
Beim Menschen verhält es sich so, wie es im ersten Brief des Apostels Johannes, Kapitel 5, im Vers 12 geschrieben steht: Wer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben. Wer nicht mit ihm, dem Sohn Gottes, verbunden ist, hat das Leben nicht.
Der Mensch hat vieles, was ihn aus sich heraus funktionieren lässt. Doch den Sinn im Leben und seine wahre Bestimmung findet er nur, wenn eine Verbindung zum Schöpfer der Welt existiert.
Daher braucht jeder Mensch die richtige Verbindung. Ansonsten ist er wie ein Smartphone, welches ohne Empfang nur ein teurer Taschenrechner ist.
Checken Sie doch mal Ihre Verbindung. Haben Sie Empfang?
Autor: Bernd Kortmann
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Was ist das A und O? Das kommt darauf an, worum es geht: Beim Autofahren denke ich an Sicherheit. In der Kindererziehung ist es wohl Liebe, Grenzen setzen, Verlässlichkeit. Und im Leben insgesamt?
In der Bibel lese ich in Offenbarung 22,13, dass Jesus von sich selbst sagt: „Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“
Alpha und Omega – Anfang und Ende des griechischen Alphabets, ein Bild, das sprichwörtlich geworden ist. Es heißt: das Wichtigste überhaupt. Der Kern. Das, worauf es wirklich ankommt. Jesus sagt: Ich bin das. Und zwar nicht nur in einer bestimmten Angelegenheit, sondern grundsätzlich. In Jesus ist – Gott leibhaftig unter uns Menschen. Ansprechbar. Gegenwärtig. Begreiflich. Das ist das Wichtigste. Und es bedeutet noch mehr: Jesus als das Alpha war von Anfang an dabei. Er war, bevor alles andere da war. Und er wird immer sein. Er ist auch das Omega, das Ende, das Ziel.
Für mich heißt das: Mein Leben hat kein offenes Ende, sondern Richtung, Sinn und Ziel.
Diese Aussage Jesu steht am Ende der Bibel. In einem Abschnitt, der durchzogen ist von Dringlichkeit. Jesus sagt: Ich komme bald. Ich bin also aufgefordert, mich zu entscheiden. Wie stehe ich zu ihm – dem Grundstein allen Lebens?
Ich habe mich entschieden: Ich will ihn näher kennenlernen, will ihn lieben. Ich will, dass er mein Anfang ist. Mein Ziel. Mein A und mein O.
Autor: Susanne Thyroff
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