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Ich hätte Ihnen heute gerne so einen richtigen Mutmachvers aus der Bibel präsentiert.
Stattdessen lese ich im biblischen Buch Prediger gleich im ersten Kapitel:
„Was ist das nur für ein vergebliches Tun?
Na, vielen Dank auch! Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Da habe ich einen mit Terminen gefüllten Tag vor mir. Und dann schallt es mir entgegen: Eigentlich kannst du alles doch gleich bleiben lassen. Bringt ja doch nichts!
Doch mal ehrlich: Ist das nicht manchmal genau meine Erfahrung? Es gibt Zeiten, da kämpfe ich scheinbar gegen Windmühlen, und das Ergebnis am Ende des Tages ist gleich null.
Jetzt sind die Bibelworte heute eben nicht die Aussagen irgendeines Zynikers. Hier schreibt ein frommer Mann, nämlich der israelitische König Salomo. Dass seine Worte Einzug in die Bibel gefunden haben, zeigt mir: Gott sieht mich – auch in meinem Alltag. Dann, wenn ich gegen Mauern zu rennen scheine. Ich brauche mir die Realität nicht schönreden. Manchmal ist das Leben mühsam. Und dann hält das Gott mit mir gemeinsam aus.
Das ist das wahre Plus, das Menschen haben, die mit dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs auf Du und Du sind: Sie sind niemals allein – auch und gerade dann, wenn’s mal wieder richtig mühsam wird.
Autor: Oliver Jeske
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Packliste fürs Zeltlager:
Schlafsack, Isomatte, Campinggeschirr, Taschenlampe…
So sahen diese Listen damals bei mir aus, so sehen sie heute aus. In diesem Sommer kam meine Tochter mit einer an und fragte: „Papa, hast du eine Taschenlampe für mich?“ Meine Antwort lautete: „Nein. Aber wozu auch, du hast doch deine Handytaschenlampe.“ Weg war sie – weiter packen.
Nachts im Dunkeln auf dem Zeltplatz ohne Taschenlampe kann es wirklich gefährlich werden. Wer weiß da schon, in was einen der nächste Schritt führt… Das praktische am Handy: Das hat sie immer dabei, da muss sie nicht erst lange nach einer Taschenlampe suchen.
Ebenso praktisch ist es, mit Jesus durch sein Leben zu gehen. Der ist, wie eine Handytaschenlampe, immer dabei. Im Johannesevangelium Kapitel 8 sagt Jesus über sich selber: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Jesus leuchtet mir sozusagen wie eine Taschenlampe den richtigen Weg über den Zeltlagerplatz des Lebens. Er sorgt dafür, dass ich sicheren Schritts an mein Ziel komme, auch wenn es sonst Dunkel um mich herum ist.
Vielleicht haben Sie gerade den Eindruck, dass es in ihrem Leben dunkel ist. Vielleicht bewegen Sie sich noch dazu auf unbekanntem Terrain. Oder Sie fühlen sich verlassen und allein.
Wenn Sie mit Jesus durch das Leben gehen, weicht er nicht von Ihrer Seite und sein Licht leuchtet Ihnen den Weg. Er kann Ihr Ratgeber sein, ihr Begleiter, Ihr Licht des Lebens.
Autor: Tobias Schier
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Vor kurzem habe ich mich mit einigen Freundinnen über unsere Hochzeiten unterhalten. Wir waren uns einig: wer immer behauptet, dass dies der schönste Tag im Leben sei, hat noch nie in eine Hochzeit geplant.
Eine Freundin erzählte zum Beispiel, dass sie von dem grandiosen Buffett so gut wie nichts genießen konnte, weil ihr Kleid so eng geschnürt war, dass sie kaum atmen konnte. Eine andere war den ganzen Tag so angespannt, dass sie am Abend eine heftige Migräne bekommen hat und nur noch froh war, als alles vorbei war.
Schade. Vor lauter Stress ist das, worum es eigentlich an diesem Tag geht, völlig aus dem Fokus geraten.
Im Lukasevangelium wird die Geschichte von Marta und Maria erzählt. Die beiden Schwestern veranstalten keine Hochzeit, aber ein großes Event: sie laden Jesus ein, bei ihnen im Haus abzusteigen. Bestimmt ist das halbe Dorf gekommen, um den bekannten Rabbi zu sehen und zu hören. Für Marta bedeutet das viel Stress: als Gastgeberin fühlt sie sich dafür zuständig, all diese Leute zu verköstigen. Maria allerdings setzt sich zu den Gästen, um Jesus zuzuhören.
Marta ist gefrustet. Sie beklagt sich bei Jesus, dass die ganze Arbeit an ihr hängen bleibt. Wie so oft: Jesus reagiert überraschend. Er antwortet ihr: „Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und verlierst dich an vielerlei, aber nur eins ist nötig. Maria hat die richtige Wahl getroffen.“ (Lukas 10,41)
Jesus sieht, dass Martas Problem nicht die viele Arbeit ist – sondern sie hat vor lauter Sorgen das wichtigste aus dem Blick verloren. Sie ist wie eine Braut, die sich so viele Gedanken um die richtige Deko, gutes Essen und die perfekte Location macht, dass sie vergisst, ihre eigene Hochzeit auch zu genießen.
Wenn ich meinen Sorgen zu viel Raum im Leben lasse, verliere ich schnell das aus dem Blick, was wirklich wichtig ist – zum Beispiel, Zeit, Jesus zu begegnen.
Autor: Tanja Rinsland
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Vor etwas mehr als 2.000 Jahren hat Jesus von Nazareth den Zimmermannshammer beiseite gelegt und eine ganz anders geartete Tätigkeit aufgenommen: Vortragsredner, Wundertäter – und Lehrer. Wie jeder namhafte Rabbi seiner Zeit hat auch Jesus Leute um sich gesammelt und ausgebildet. Hat eine ganze Reihe Männer und Frauen in seine Schule aufgenommen.
Eine Exzellenzklasse gab es auch. Von der heißt es im Markusevangelium Kapitel 3: „Jesus bestimmte zwölf, die er Apostel nannte. Sie sollten ständig bei ihm sein. Er wollte sie aber auch aussenden, um die Gute Nachricht zu verkünden.“
Jesus hatte deutlich mehr Anhängerinnen und Anhänger, aber nur diese Zwölf haben die kompletten drei Jahre in seiner Wanderuniversität durchlaufen. Zwölf denkbar unterschiedlich gestrickte und getaktete Typen. Bei Jesus haben sie neu und anders sehen gelernt, hören gelernt, reden gelernt. Sind mit den Regeln der neuen Welt Gottes vertraut gemacht worden. Haben extrem viel über sich selbst erfahren. Alle sind gestrauchelt und an ihre Grenzen gekommen. Alle bis auf einen haben am Ende die Prüfung bestanden. Und später das Gelernte in alle Himmelsrichtungen getragen.
Offensichtlich hat Jesus sich die Richtigen ausgesucht. Man kann es aber auch gerade andersherum betrachten: Der Richtige hat sich ein paar ganz normale Menschen ausgesucht. Er hat sie geformt; in seiner Schule ist erkennbar geworden, was wirklich in ihnen steckt. In seinen Fußstapfen sind sie über sich selbst hinaus gewachsen. Und nun das Erstaunliche: Jesus nimmt auch heute noch Menschen in die Schule. Nicht mehr Exzellenzklasse, sondern Volkshochschule – für alle.
Autor: Markus Baum
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„Es wird einer gehalten wie der andere“. An diesen Satz meiner Oma kann ich mich heute noch erinnern. Das war ihre Vorstellung von Gerechtigkeit gegenüber ihren Enkeln. Wenn ich vier Löffel vom Nachtisch bekam, standen meinem Bruder auch vier Löffel zu. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich vermute, wir alle wachsen auf mit solchen Sätzen und gesellschaftlichen Konventionen. Und Gott wird dabei manchmal als Autoritätsverstärker herangezogen: „Pass auf, kleine Hand, was du tust!“. Aber das wird weder Menschen gerecht noch Gott. Denn in der Bibel begegnet mir ein Gott, der immer wieder mit menschlichen Konventionen bricht.
Besonders bekannt ist das von Jesus, aber auch schon im Alten Testament konfrontieren Propheten wie Hesekiel immer wieder im Auftrag Gottes Spielregeln der Kultur, in der sie leben. Beispiel Sippenhaft: Wenn der Vater schuldig wird, fallen die Kinder gleich mit in Ungnade. Und warum,,,
…soll denn ein Sohn nicht die Schuld seines Vaters tragen?
fragt der Prophet rhetorisch. Antwort:
Weil der Sohn Recht und Gerechtigkeit geübt und alle meine Gesetze gehalten und danach getan hat, soll er am Leben bleiben … Der Sohn soll nicht tragen die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Schuld des Sohnes, sondern die Gerechtigkeit des Gerechten soll ihm allein zugutekommen, und die Ungerechtigkeit des Ungerechten soll auf ihm allein liegen.
Gott sprengt die damalige Konvention und setzt einen neuen Maßstab: Vor Gott verantwortet sich jeder Mensch selbst – und zwar nur für das, wofür er selbst auch verantwortlich ist. Nicht mehr. Und das ist erst der Anfang einer steilen Lernkurve, hin zu Jesus, der stellvertretend die Sünden der ganzen Welt trägt.
Ich lerne: Gottes Vorstellung von Gerechtigkeit ist offensichtlich deutlich großartiger und großzügiger als gesellschaftliche Konventionen oder die Sätze meiner Oma.
Autor: Dr. Jörg Dechert
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Wer hat nicht schon einmal nach einem erfolgreichen Abschluss einer Prüfung, einer erledigten Pflicht im Haushalt oder im Betrieb gedacht: Jetzt habe ich mir aber echt mal was Gutes verdient. Man soll ja bekanntlich Erfolge feiern, das soll die Selbstmotivation stärken. Tut es auch. Das Genießen einer leckeren Tasse Kaffee nach dem Putzen, eines Eisbechers nach einem anstrengenden Arbeitstag, an dem man ein Projekt gut abgeschlossen hat – das sind Belohnungen, die man sich gerne und guten Gewissens gönnt. Denn man denkt sich: Diese Belohnung habe ich mir verdient. Schließlich habe ich etwas Gutes geleistet.
Die Bibel kennt aber auch noch eine andere Art von Lohn, den Menschen sich echt verdient haben. Und dieser Lohn ist bitter. Es heißt im Römerbrief, Kapitel 6, Vers 23a: „Der Lohn der Sünde ist der Tod“. So einfach ist das. Gott kann Sünde nicht schlichtweg übersehen oder mal eben „fünfe gerade sein“ lassen. Und da sich kein Mensch von Sünde freisprechen kann, auch wenn er noch so gut daherkommt, wären wir alle hoffnungslos verloren.
Zu unserem Glück hat Gott sich einen Weg ausgedacht, uns Menschen trotzdem eine Chance zu geben. Der Satz aus Römer 6 geht nämlich noch weiter. Insgesamt heißt er: „Der Lohn der Sünde ist der Tod; das unverdiente Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn. (NLB)
Ein Geschenk ist eine unverdiente Gabe, für die man selbst keine Vorleistung erbracht hat. Gott hat alles für uns Menschen getan, damit wir – befreit von unseren Sünden – zu ihm kommen können. Was für eine mutmachende Zusage.
Autor: Annegret Schneider
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Eine Momentaufnahme vor 2.700 Jahren im vorderen Orient zeigt eine Welt voller Extreme – es gibt Ohnmacht und Fassungslosigkeit angesichts der unsäglichen Dinge, die Menschen einander antun. Es gibt Not, und sie trifft die besonders, die ohnehin schon wenig haben. Es gibt Regen, zum Glück gibt es ihn, aber ganz viel Regen auf einmal macht Probleme – wenn alles durchnässt ist, kühlt man aus, feuchte Kleidungsstücke verrotten, Lebensmittel verderben, Möbel verziehen sich. Es gibt auch das schiere Gegenteil: Glühende Hitze, wolkenlosen Himmel über Wochen. Grelles Sonnenlicht bleicht eben nicht nur Flecken, sondern auch Farben, und die UV-Strahlung greift Holz und andere Werkstoffe an und schädigt Hautzellen.
Das war vor 2.700 Jahren so, und das ist heute immer noch so. Die Welt hat sich weitergedreht, aber vieles stellt sich heute nicht viel anders dar als damals.
Die Momentaufnahme aus der frühen Eisenzeit verdanken wir dem israelischen Propheten Jesaja. Der hat aber nicht nur drastisch die damalige Wirklichkeit beschrieben. Sondern hat den Gott Israels ins Bild eingefügt. Und das taucht das gesamte Bild in ein helleres Licht. Zitat: „Bei dir fanden die Machtlosen Zuflucht, du warst den Armen ein Schutz in der Not. Du warst für sie wie ein schützendes Dach im Regen, wie ein Schatten bei glühender Hitze.“
Zuflucht für Machtlose, Schutz für Arme, ein schützendes Dach und ein Schattenspender – dafür wären auch hier und heute viele Menschen dankbar. Was heißt wäre: Gott hat sich seit Jesajas Zeiten nicht geändert; bei Gott gibt’s das alles auch in der Gegenwart.
Autor: Markus Baum
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Die Bibel erzählt die Geschichte Gottes mit seinen Menschen. Vieles davon ist ermutigend, manches aber dient zur Aufmerksamkeit und Warnung. So auch das Schicksal des Judas. Sein trauriges Lebensende wird im Matthäusevangelium, Kapitel 27 in einem dürren Satz zusammengefasst:
„Judas warf die Silberlinge in den Tempel, ging davon und erhängte sich.“ (Matthäus 27,5)
Judas war ein enger Vertrauter von Jesus Christus gewesen. Drei Jahre war er mit ihm durchs ganze Land gezogen. Er hatte gesehen, wie Jesus Kranke geheilt und sogar Tote auferweckt hatte. Er hat Jesus bewundert, zählte zu seinem engsten Freundeskreis.
Er hatte aber auch gesehen, wie Jesus mit der religiösen Führung Streitgespräche führte. Und er merkte, dass Jesus keine Absichten hegte, das Volk von den Römern zu befreien.
Was hat Judas zum Verrat an seinem Freund bewogen? Enttäuschung? Wollte er Jesus zu provokanterem Handeln reizen? Wollte er Jesus in die Ecke drängen, dass er sich vor aller Augen als der Herr der Welt erweist?
Wir erfahren es nicht.
Doch Judas verrät Jesus an die religiösen Führer, für die genannten 30 Silberlinge. Dies wird Jesus das Leben kosten.
Das hatte Judas nicht bezwecken wollen. In seiner Verzweiflung über seinen Verrat nimmt er sich das Leben.
Welche Tragik!
Ich lerne daraus: egal, wie lang ich schon mit Jesus unterwegs bin:
Aber endgültig die Tür zuschlagen, so wie Judas hier, das will ich auf keinen Fall!
Autor: Claudia Mertens
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Meine Lieblingswerbung von 'Brot für die Welt' ist die Wirbelsäule eines Menschen, die aus lauter Büchern besteht. Bücher und Bildung, heißt der Slogan, lassen Menschen aufrechter durchs Leben gehen.
Wer, wenn nicht ich, die ich mich seit Jahren von Büchern durchs Leben tragen lasse und andere im Radio darauf hinweise, glaubt, dass das wahr ist: gute Worte, tiefe Worte können Menschen aufrichten, Kraft geben, den Weg weisen. Worte können auch aufrütteln und wachmachen.
So geschieht es Josia, einem König aus dem Alten Testament, einem Gottesfürchtigen. Unter seiner Führung wird der von Salomo errichtete Tempel in Jerusalem renoviert. Man findet eine alte Buchrolle mit den Zehn Geboten – so berichtet es das 2. Buch der Chronik der Könige Israels in Kapitel 34.
Josia selbst lässt sich daraus vorlesen - und ist erschüttert, wie wenig davon das Zusammenleben der Menschen wirklich prägt. Er lässt das Buch nochmal vor der versammelten Gemeinde verlesen und erneuert anschließend den Bund mit Gott.
Darauf kommt es an: dass ich, Mensch, beginne, Gottes Worte, seine Liebe und Güte im Herzen zu tragen. Sie sollen mir mehr und mehr in Fleisch und Blut übergehen, mich innerlich stützen, wieder aufrichten, zu meiner Würdesäule werden.
Das alles kann Lesen, Vorlesen, Hinhören bewirken. Faszinierend einfach!
Autor: Ute Heuser-Ludwig
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Lesen bildet, so heißt es ganz allgemein. Zuhören bildet aber auch; zum Beisiel das Zuhören, wenn jemand etwas vorliest! Auch in Zeiten der digitalen Endgeräte ist es ja durchaus noch üblich, dass Menschen lesen. Auch das Vorlesen ist noch gebräuchlich. Wir haben als Eltern bei jeder Gelegenheit und auf jeden Fall immer am Abend unseren Kindern seitenweise aus Büchern vorgelesen. Und sie haben aufmerksam zugehört.
So eine Szene wird auch im Buch Nehemia beschrieben. „Da las der Priester Esra das Gesetz vor den Männern und Frauen und vor den Kindern, die alt genug waren, um es verstehen zu können. Alle hörten aufmerksam zu, vom frühen Morgen bis zum Mittag.“ (Nehemia 8,1-3)
Hier liest nicht etwa ein Elternteil den Kindern vor, sondern der Priester Esra liest dem gesamten Volk Israel, Männern, Frauen, Kindern, etwas vor aus dem „Gesetz Gottes“ – möglicherweise ist damit das Buch Deuteronomium gemeint – das fünfte Buch Mose. Nicht etwa nur ein paar Sätze daraus! Nein, stundenlang liest Esra vor und alle hören aufmerksam zu. Es ist eine Begebenheit, die deutlich macht, wie wichtig den Menschen damals die Gebote Gottes waren! Und wie immens wichtig es war, diese Empfehlungen zu lesen und zuzuhören, wenn aus dem Buch vorgelesen wurde.
Es war und ist Bildung für Herz und Hirn. Immer wieder wird in der Bibel die Bedeutung des Wortes Gottes in geschriebener Form betont! Es hat die Kraft und die Macht Leben zu verändern und Menschen auf die richtigen Bahnen zu lenken. Und das gilt damals wie heute. Wenn ich also für mein Leben entscheidende Dinge lernen will, dann kann ich die Bibel zur Hand nehmen und darin lesen oder zumindest gut zuhören, wenn daraus vorgelesen wird. Es kann lebensverändernd sein!
Autor: Horst Kretschi
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