ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Vergebliche Liebesmüh'

    Wann haben Sie sich das letzte Mal so gefühlt wie Sisyphos? Wie dieser Mann aus der antiken Legende, der einen großen Stein einen Berg hinauf rollen muss. Und immer, wenn er fast oben ist, rollt der Stein wieder hinunter, und Sisyphos muss von vorne anfangen. Immer weiter, ohne Ende.

    Es gibt Berufe, da sieht man abends, was man geschafft hat. Und es gibt Berufe, da bleibt das lange unsichtbar. Zum Beispiel da, wo sich Menschen in andere Menschen investieren. Auch da, wo Christinnen und Christen andere Menschen auf ihrer Glaubensreise begleiten. Wer sich als Pastor oder als Seelsorgerin für andere Menschen einsetzt, kann sich schnell wie der Sisyphos aus der Legende vorkommen. Das eigene Engagement – vergebliche Liebesmüh‘?

    Ich glaube, dieses Gefühl ist gar nicht so selten. Im 3. Johannesbrief lese ich von der Freude des Autors, der sich in einen anderen Christen namens Gaius investiert hat – und eines Tages bekommt er von Dritten berichtet, wie stark mittlerweile der Glaube das Leben von Gaius prägt. Dort heißt es wörtlich:

    Für mich gibt es keine größere Freude als diese, dass ich mitbekomme, wie meine Schüler ihr Leben in der Wahrheit Gottes führen… Du hast dich als zuverlässig gezeigt… solch ein Verhalten passt zu Gottes Wesen!

    Wenn Sie zu denen gehören, die sich in andere Menschen investieren, und wenn Sie sich vielleicht gerade heute wie Sisyphos vorkommen, möchte ich Ihnen mit diesen Versen Mut machen. Es gibt Früchte am Baum und Früchte unter der Erde. Den einen kann man beim Wachsen zusehen, die anderen werden erst sichtbar, wenn sie reif zur Ernte sind. Und es wird sehr wohl wahrgenommen, was Einzelne an Liebe und Mühe investiert haben. Von anderen Menschen – vor allem aber von Gott.

     

    Autor: Dr. Jörg Dechert

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    3 min
  • Feiertag mit Aufforderungscharakter

    Heute ist Christi Himmelfahrt. Ein Feiertag. Genau genommen, der einzige Feiertag, der auf den ersten Blick im Namen deutlich besagt, worum es geht: Die Himmelfahrt von Jesus Christus. Da muss man bei Ostern, Weihnachten und Pfingsten mehr erklären. Ganz zu schweigen von Epiphanias – dem Erscheinungsfest am 6. Januar.

    In der Bibel wird in der Apostelgeschichte gleich im ersten Kapitel über dieses Ereignis berichtet. Jesus verabschiedet sich von seinen Jüngern, denen er nach seinem Tod in Person erschienen ist. Er gibt ihnen einen Auftrag: Sie sollen auf der gesamten Welt von ihm erzählen und seine Botschaft von der Liebe Gottes zu allen Menschen weitertragen. Kaum hat er das gesagt, wird er von einer Wolke in den Himmel emporgehoben, und die Jünger schauen ihm hinterher. Weiter heißt es:

    „Als sie noch wie gebannt nach oben starrten und hinter ihm hersahen, standen plötzlich zwei weiß gekleidete Männer neben ihnen. »Ihr Galiläer«, sagten sie, »warum steht ihr hier und schaut nach oben? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen wurde, wird auf dieselbe Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt weggehen sehen!«“

    Ich finde den ersten Satz komisch. Wohin hätten die Jünger denn sonst blicken sollen, wenn nicht nach oben? Christi Himmelfahrt war einmalig in der Weltgeschichte. Aber den Männern in Weiß ging es um etwas Bestimmtes, und das macht der zweite Satz deutlich: Jesus wird wiederkommen! Also sollen die Jünger nicht in der Vergangenheit verharren, sondern auf die Zukunft schauen.

    Und da gilt es Jesu letzte Worte im Ohr zu haben. Wer an Jesus glaubt, soll seine Botschaft verkünden, bis er wiederkommt. Darum geht es eigentlich an Himmelfahrt: Es ist der Feiertag, der wie kein anderer dazu aufruft, die Botschaft von Jesus überall zu verbreiten.

    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Hier stock ich schon...

    Der Doktor Faust geistert als mythische Gestalt schon seit Jahrhunderten durch die deutsche Literaturlandschaft. Johann Wolfgang von Goethe hat den „Faust“-Stoff monumental entfaltet. Aber der Tragödie erster Teil ist doch der bekannteste Abschnitt. 

    Dritte Szene: Der Doktor Faust hat seinen Pudel gassi geführt – jetzt ist er wieder in seinem Studierzimmer und wälzt Gedanken. Zitat: „Wir lernen das Überirdische schätzen, wir sehnen uns nach Offenbarung.“ Und wo sucht er die? Im Neuen Testament. Er schlägt das Johannesevangelium auf, den griechischen Urtext, und beginnt zu übersetzen, aber er kommt nicht weit: „›Im Anfang war das Wort!‹ - Hier stock' ich schon! Wer hilft mir weiter fort? Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen.“

    Hätte der gelehrte Doktor einfach weitergelesen, dann hätte sich seine Verlegenheit aufgelöst. Denn wie geht es weiter? „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“

    Fausts Varianten sind ja gar nicht so dumm - von wegen „Im Anfang war die Kraft“ und „Im Anfang war die Tat.“ Denn Gott ist nicht nur sprachfähig und sprachmächtig, sondern ist allmächtig – der Inbegriff von Kraft. Und tatkräftig ist Gott zweifellos auch. Aber was war sein erster Schöpfungsakt, womit hat alles angefangen? Mit dem Wort. Gott sprach – und es wurde. Mit dem schöpferischen göttlichen Wort geht es im Johannesprolog weiter: „Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“

    Doch, im Anfang war das Wort. Gottes schöpferischem Wort verdanken wir, Sie und ich, alles. Auf Gott hören, auf sein Wort achten ist vernünftig und extrem hilfreich.

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Königin von Deutschland

    Was, wenn ich einmal Königin von Deutschland wär´?

    Vor kurzem hatten wir in unserer Abteilungsrunde, wie jede Woche, eine Einstiegsfrage. Die hatte es diesmal in sich: Was würde sich ändern, wenn du unermesslich reich wärest? Meine spontane Antwort war:  ich würde gern noch mehr meinem Hobby nachgehen: mein kleiner Heimtierzoo – dazu bräuchte ich natürlich erst einmal ein wesentlich größeres Grundstück. Und dann natürlich noch mehr Tiere und … ach, die Fantasie kannte keine Grenzen.

    „Ich, mich, meiner, mir, Herr, segne diese vier.“ Kennen Sie dieses Sprüchlein? Ich fühlte mich ertappt und ich fühle mich in guter Gesellschaft. Im Matthäusevangelium Kapitel 20 lese ich, dass Jesus zweien seiner Jünger den Kopf zurecht setzen muss – sie haben für sich besondere Ehrenplätze beansprucht. Jesus sagt nicht nur diesen beiden, sondern dem ganzen Jüngerkreis:  “Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht.” Jesus hat es selbst vorgelebt: Im ganzen Neuen Testament kann man nachlesen und nachspüren, wie er als König seine Macht nicht für sich selbst einsetzt. Sein Leben war geprägt vom Dienst als Gottessohn an uns Menschen.

    Also: Wäre ich Königin von Deutschland, sollte ich meine Macht und mein Geld vor allem zum Wohle anderer einsetzen. Ich ahne, wenn ich Jesus zum Vorbild nehme, geht es mehr um „Du, Dich, Deiner, Dir“.

    Autor: Claudia Mertens

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    3 min
  • Wie neu geboren

    Wie neu geboren

    Feiern Sie Ihren Geburtstag gerne groß oder lieber im ganz kleinen Rahmen? Oder vielleicht am liebsten gar nicht? Ist es überhaupt ein Grund zu feiern, wenn man älter wird? Wäre es nicht viel schöner, wenn man jünger würde?

    Ich habe inzwischen so viele Geburtstag hinter mir, dass ich beim Durchnummerieren bei der Zahl 50 angekommen bin. Trotzdem kam ich nur einmal zur Welt, so oft ich das auch feiere.

    Jesus spricht gegenüber dem hochgebildeten Nikodemus im 3. Kapitel des Johannes-Evangeliums von einer Wiedergeburt oder Neugeburt: „Wer nicht neu geboren wird, kann Gottes reich nicht sehen und erleben.“ Als Nikodemus nicht ganz folgen kann, antwortet Jesus scheinbar erstaunt: „Du bist ein anerkannter Gelehrter in Israel und verstehst das nicht?“ Der Gelehrte hat sich gefragt, wie ein Mensch in den Bauch seiner Mutter zurückkehren soll. Manche verstehen heute unter Wiedergeburt, dass man nach seinem Tod als anderer Mensch oder anderes Lebewesen auf diese Welt zurückkehrt. Beides meint Jesus nicht. Er spricht von einer Neugeburt durch Wasser und Geist. Wenn ein Mensch Jesus um Vergebung seiner Schuld bittet und Jesus die Leitung seines Lebens anvertraut, geschieht zweierlei. Jesus vergibt uns unsere Schuld, er wäscht sie weg. Das ist das Wasser. Außerdem kommt Gottes Geist in unsere Leben, um uns zu verändern und uns zu helfen, mit Jesus zu leben und Gottes Worte zu verstehen. Das ist die Neugeburt durch Wasser und Geist.

    Es ist sozusagen nicht nur ein zweiter Geburtstag, sondern eine zweite Geburt. Ihren zweiten Geburtstag haben Sie bestimmt längst hinter sich. Ihre zweite Geburt auch? Durch diese Geburt werde ich übrigens tatsächlich „jünger“. Ich werde ein Jünger Jesu. Ein echter Grund zum Feiern.

    Und das Allerbeste: Wer von neuem geboren ist, wird das Reich Gottes sehen und erleben, den Himmel. Lassen Sie sich das nicht entgehen! Am Anfang des Lebens steht die Geburt. Am Anfang des ewigen Lebens steht die Wiedergeburt.

    Autor: Jens Kilian

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    3 min
  • In eine ungewisse Zukunft ...

    Manchmal muss man Abschied nehmen, vielleicht für immer oder doch für eine ungewisse Zeit. Da bricht jemand auf, und man selber kann nicht mitkommen. So ergeht es Eltern, wenn die eigenen Kinder das Haus verlassen. Wenn langjährige Freunde wegziehen. Was sagt man da?

    Eine solche Situation schildert das 5. Buch Mose ziemlich am Schluss, in Kapitel 31.  Mose hatte viele Jahre im Auftrag Gottes Verantwortung für das Volk der Israeliten übernommen. Nun muss er Abschied nehmen, denn da wo die Israeliten nun hinziehen, kann er nicht mehr mitgehen. Seinem Nachfolger Josua gibt Mose folgende Worte mit auf den Weg:

    „Der HERR selbst wird vor dir herziehen. Er wird dir helfen und dich niemals im Stich lassen. Hab keine Angst und lass dich von keinem Gegner einschüchtern!“

    Mose hat nur eine vage Ahnung, was Josua in der Zukunft erwarten wird. Aber er weiß sehr genau, worauf sich Josua verlassen kann: Auf die Versprechen Gottes. Mose hat erlebt, wie Gott hilft. Höchstpersönlich hat Gott den Weg in die Zukunft gebahnt. Deswegen müssen sich Menschen, die auf Gott vertrauen, nicht fürchten. Auch, wenn die Zukunft ungewiss ist.

    Was heißt das für mich? Egal in welcher Lebenssituation ich stecke, mögen die Aussichten auch noch so düster sein: Gott wird mit mir sein und mich nicht verlassen. Gottes Versprechen gelten immer und überall. Und das kann ich auch anderen Menschen mit auf den Weg geben.

    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Was am Ende bleibt

    In meiner Kalendersoftware habe ich die Möglichkeit, verschiedene Ansichten einzustellen. Je nachdem, worum es mir geht, kann ich mir zum Beispiel den ganzen Tag anzeigen lassen, oder auch mehrere Tage. Es gibt die Wochenansicht, eine Monatsansicht - ja, sogar das ganze Jahr gibt in einer Übersicht. So kann ich immer wieder gezielt planen: Wann mach ich was? Bis wann muss etwas fertig sein? Wann habe ich Urlaub? Und vieles mehr. 

    Natürlich kann ich in den verschiedenen Zeitfenstern auch zurückschauen, aber mit dem großen Unterschied, dass es da nichts mehr zu planen gibt. Stattdessen häufen sich die Momente, in denen es dran zu sein scheint, ein Fazit zu ziehen. Wie war die Woche? Der Monat? Das vergangene Jahr? Mit fällte auf: Der Umfang der Zeit verschiebt sich immer mehr. Während der Rückblick immer größer wird, ist die Zukunft mit immer mehr Fragezeichen versehen, auch zeitlich. Und irgendwann kommt dann die große Frage: Was bleibt? 

    Der Apostel Paulus kam in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth zu folgendem Fazit: Was bleibt sind Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Doch am größten von ihnen ist die Liebe. Seit über 30 Jahren bin ich nun mit dieser Zusage unterwegs und fühle mich getragen. Ich erlebe es aber tatsächlich auch so: Glaube und Hoffnung waren für mich immer mal schwankend. Aber das tiefe Wissen, dass Gott mich liebt - das habe ich seit dem ersten Tag, an dem ich ihn kennenlernen konnte. Gottes Liebe trägt mich bis heute, gleichbleibend. Und sie wird mich weitertragen. Immer! Ewig!

    Autor: Hans Wagner

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    3 min
  • Glücksmomente

    Ein beglückender Moment. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten. Eine Uhr kann ich anhalten, die Zeit nicht. Menschen legen eine Sommer- und eine Winterzeit für Europa fest. Die Zeit können auch sie nicht anhalten.

    Es gibt eine Person, der ich zutraue, die Zeit anzuhalten. Warum? Weil diese himmlische Person – weil Gott der Bibel zufolge die Zeit erschaffen hat. „Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.“ Heißt es im 1. Buch Mose.

    Der sechste Tag ist für Gott ein beglückender Moment. Nach einem arbeitsreichen Tag lehnt er sich zurück und betrachtet, was er geschaffen hat. So viele Tiere mit eigenen Wohn- und Lebensorten. Und dann noch der Mensch in den Ausgaben Mann und Frau. Mensch und Tier bekommen ihre Nahrung zugewiesen. Gott ist nicht schweißgebadet, sondern beglückt.

    Im 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 31 heißt es: „Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Glücksmomente für Gott, doch kein Grund, die Zeit anzuhalten. Denn es folgt der siebte Tag – der Ruhetag. Ein Tag weiterer Glücksmomente für Gott und Mensch.

    Wie gut, dass Gott die Zeit nicht angehalten hat. Sonst gäbe es heute kein Wochenende. Keinen arbeitsfreien Tag. Keinen Tag, an dem ich voller Glück sage: „Lieber Gott, was du am sechsten Tag geschaffen hast, ist grandios!“ Ich habe Zeit, bei einem Spaziergang Schnecken zu beobachten. Mit und ohne Haus. Kleine und große Exemplare. Weiße, braune oder farbige Häuser, die sie mitschleifen. Wie herrlich ist dein Name, du Schöpfer der Schnecken, mein Schöpfer. Gepriesen bist du – du schenkst mir Zeit für Glücksmomente.

    Autor: Pastorin Elke Drossmann

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    3 min
  • Mut für trostlose Umstände

    Warum lässt Gott schreckliche Dinge zu? Hat er sein Volk endgültig verworfen? Fragen wie diese beschäftigen vor 2.600 Jahren die nach Babylon verschleppten Juden.

    Eines Tages erreicht sie ein Brief aus der alten Heimat. Der Prophet Jeremia hat ihn verfasst. Was er schreibt, klingt wie ein Hoffnungsschimmer in den ansonsten recht trüben Umständen. Jeremia hat eine Botschaft von Gott für die Verbannten, und die klingt so: 

    Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen [...] und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, [...] und ich will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen. Jeremia 29, Verse 13-14

    Jeremias Worte ermutigen mich, denn ich weiß: Was damals gegolten hat, trifft heute noch zu:

    Gott kennt meine Lebensumstände. Er ist mit meiner Situation nicht überfordert. Gott lässt sich von mir finden, wenn ich mit aufrichtigem Herzen nach ihm suche. In Jesus Christus wendet sich Gott mir freundlich zu und eröffnet mir eine neue Perspektive. Er will und kann seine Versprechen wahr werden lassen.

    Weil das so ist, kann ich heute im Vertrauen mutig das anpacken, was mir zu tun vor die Füße gelegt wird.

    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min
  • Gebrauchsanleitung in Kurzform

    Gebrauchsanleitung in Kurzform

    Vor einiger Zeit habe ich einen Erziehungsratgeber gelesen, der sich mit Geschwisterbeziehungen befasst. Für alle Wenigleser bietet die Autorin in ihrem Buch eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte. Darin empfiehlt sie Eltern vor allem, jedem einzelnen Kind viel Zeit und Liebe zu geben. Dann würden sich die Geschwister auch untereinander gut verstehen. 

    Wie in diesem Ratgeber hat auch Jesus eine Kurz-Anleitung für unsere Beziehungen. Er gibt sie zum Besten im Gespräch mit einigen gebildeten Theologen. Sie stellen Jesus provokant eine Frage – nämlich nach dem wichtigsten Gebot, dass Gott uns gibt. Jesus zitiert sofort aus dem 5. Buch Mose (6,4f): „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“ Das ergänzt er noch durch ein zweites Gebot, diesmal eines aus dem 3. Buch Mose (19,18): „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“  

    Die Bibel erinnert mich manchmal an einen umfangreichen Erziehungsratgeber oder an manche komplizierte Gebrauchsanleitung. In beiden Fällen bringt mich eine Kurzanleitung schnell voran und dient als Erinnerung an das Wichtigste. Trotzdem ersetzt sie nicht die ausführliche Beschreibung. Darum lese ich gerne die gesamte Bibel durch. Ich finde darin so viele nützliche Erklärungen und Hinweise, die mein Leben leichter machen. Im Notfall reicht auch schon mal die Aufforderung und Kurzanleitung von Jesus: „Liebe!“

    Autor: Sonja Kilian

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    3 min

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