FWRDTHINKERS

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FWRDTHINKERS episodes

  • Sanna Suvanto-Harsaae: Wie führen wir durch die Krise?

    In wirtschaftlich unsicheren Zeiten greifen viele Unternehmen auf kurzfristige Maßnahmen wie Kostensenkungen zurück. Doch Sanna Suvanto-Harsaae, erfahrene Aufsichtsratsvorsitzende bei Finnair, BoConcept und Posti sowie Beraterin und Investorin, warnt davor, sich auf oberflächliche Einsparungen zu verlassen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Führungskraft in verschiedensten Branchen und Märkten hat sie eine klare Botschaft: „Wer nur überall ein bisschen kürzt, erreicht nichts. Man muss tiefgreifende Entscheidungen treffen und klar priorisieren, um wirklich etwas zu verändern.“ Statt sich im Krisenmodus zu verlieren, sollten Unternehmen auf gezielte Investitionen und eine klare Strategie setzen, um langfristig erfolgreich zu bleiben.

    Ein weiterer Wandel zeigt sich in der Art und Weise, wie moderne Führungskräfte arbeiten. Jüngere CEOs sind offener für externe Beratung und Mentoring, während ältere Generationen oft glauben, sie müssten alle Antworten selbst kennen. „Die jüngeren Führungskräfte verstehen, dass sie nicht alles allein schaffen können“, so Suvanto-Harsaae. Diese Offenheit ermöglicht es ihnen, flexibler und schneller auf Veränderungen zu reagieren.

    Entscheidend ist für Suvanto-Harsaae jedoch nicht nur das Handeln der Führungskräfte, sondern auch das klare Ziel des Unternehmens. Mitarbeiter wollen verstehen, wofür das Unternehmen steht und welchen Beitrag es zur Gesellschaft leistet. „Zweck und Sinn sind wichtiger als Werte“, betont sie. Nur wenn diese Fragen beantwortet werden, kann ein Unternehmen Krisen erfolgreich bewältigen und gestärkt daraus hervorgehen.

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    Fotoquelle: Sami Tuoriniemi / Nordic Business Forum

    33 min
  • Mikael Nylund und Marc Fuchs: Wie digitalisieren wir die öffentliche Verwaltung?

    Deutschland steht bei der Digitalisierung des öffentlichen Sektors immer noch vor großen Herausforderungen. Während Finnland mit einer hohen gesellschaftlichen Akzeptanz und Vertrauen in staatliche Institutionen als Vorreiter gilt, kämpfen Länder in der DACH-Region oft mit komplizierten Strukturen und einem fehlenden digitalen Fundament. Mikael Nylund, CEO von Gofore, sieht hier jedoch Chancen: „Vertrauen ist der Schlüssel zur Digitalisierung – ohne Vertrauen der Bürger in den Staat können keine erfolgreichen digitalen Lösungen entstehen.“ Gemeinsam mit Marc Fuchs, Leiter der DACH-Region, möchte Gofore seine nordische Expertise einbringen und innovative Ansätze in Deutschland etablieren.

    Ein zentraler Punkt dabei ist, digitale Prozesse von Grund auf neu zu denken, anstatt analoge Strukturen einfach zu digitalisieren. Der Aufbau einer stabilen Dateninfrastruktur und die Einführung einer einheitlichen digitalen Identität sind laut Nylund essenziell, um Deutschland auf Augenhöhe mit den digitalen Vorreitern Europas zu bringen. „Eine einheitliche digitale Identität für alle EU-Bürger wäre ein wichtiger Schritt, um Verwaltungsprozesse europaweit zu vereinfachen.“ Der Weg dorthin sei jedoch lang, da es oft an strategischem Weitblick und Geschwindigkeit in der Umsetzung fehle.

    Trotz dieser Herausforderungen ist Nylund optimistisch, dass durch gezielte Kooperationen und den Austausch mit Ländern wie Finnland und Estland Fortschritte erzielt werden können. Gofore sieht seine Rolle dabei nicht nur als Berater, sondern auch als strategischer Partner, der die öffentliche Verwaltung befähigen möchte, nachhaltige digitale Lösungen zu schaffen, die das Leben der Bürger spürbar verbessern.

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    49 min
  • Claudia Oeking: Wie gelingt ein europäisches Bewusstsein für Verteidigung?

    Europa steht vor einem Wendepunkt. Nach Jahrzehnten der Stabilität zeigt der Krieg in der Ukraine, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Deutschland hat sich zu lange in einer trügerischen Sicherheit gewogen, angetrieben durch die Illusion einer Friedensdividende. „Wir haben uns dieser Illusionen gerade in Deutschland hingegeben,“ sagt Claudia Oeking, Head of Public Affairs bei Airbus, „und die müssen wir aufarbeiten.“

    Dabei sind die Defizite in der europäischen Verteidigungsindustrie offensichtlich. Während die USA auf standardisierte Systeme setzen, herrscht in Europa ein Flickenteppich an militärischen Plattformen. „Was wir in Europa an unterschiedlichen Panzern und Kampfflugzeugen haben, ist ein Wahnsinn,“ merkt Oeking an. Dies behindert die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in einem Bereich, in dem Europa dringend handlungsfähig bleiben muss. Dazu gehört auch eine verstärkte militärische Forschung, die in Deutschland lange vernachlässigt wurde, was Oeking als einen Fehler ansieht, den es zu korrigieren gilt.

    Oeking betont, dass die Verteidigungsfähigkeit nicht nur eine militärische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung ist. „Wenn wir ein aktiver Spieler sein wollen, müssen wir uns neu aufstellen,“ sagt sie. In einer Welt, die immer komplexer wird, muss Europa geschlossen und entschlossen handeln, um seine Sicherheit und seine Werte zu verteidigen. Ohne Sicherheit, so der Konsens, ist alles andere nichts.

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    43 min
  • Tom Middendorp: Welche Rolle spielt der Klimawandel bei internationalen Konflikten?

    Tom Middendorp, ehemaliger Befehlshaber der niederländischen Streitkräfte und heutiger Chairman des International Military Council on Climate and Security, sieht den Klimawandel als einen unsichtbaren Feind, der geopolitische Spannungen verschärft und Konflikte befeuert. Basierend auf seinen Erfahrungen in Krisengebieten wie Afghanistan erkannte er, dass nicht nur militärische Auseinandersetzungen, sondern auch klimatische Faktoren wie Wasserknappheit und unfruchtbare Böden Spannungen zwischen Gemeinschaften verstärken. Diese klimabedingten Ressourcenkrisen, so Middendorp, geben radikalen Gruppen wie den Taliban oder Daesh den Nährboden, um Instabilität weiter auszunutzen.

    Auf globaler Ebene sieht Middendorp in der Konkurrenz um knappe Ressourcen wie Wasser und fruchtbare Böden eine wachsende Bedrohung. Der Klimawandel verstärke diese Konflikte, indem er den Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen noch weiter einschränkt. Europa müsse eine führende Rolle übernehmen, um sich unabhängiger von externen Rohstoffen zu machen, etwa durch Innovationen in der Kreislaufwirtschaft. Nur so könne man den geopolitischen Risiken entgegenwirken, die durch den Klimawandel noch zunehmen werden.

    Middendorp plädiert dafür, die militärischen Fähigkeiten nicht nur auf den Kriegseinsatz zu beschränken, sondern auch zur Bekämpfung klimabedingter Krisen zu nutzen. Technologien, die das Militär für Einsätze entwickelt, könnten bei der Bekämpfung von Waldbränden oder der Sicherstellung von Wasserressourcen helfen. Im Rahmen der DLD Nature Konferenz in München warnte er eindringlich davor, den Klimawandel nicht nur als Umweltproblem zu betrachten, sondern als eine zentrale sicherheitspolitische Herausforderung, der sich Europa und die Welt dringend stellen müssen.

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    Fotoquelle: Dominik Gigler for DLD / Hubert Burda Media

    34 min
  • Jan Plagge: Wie kann Landwirtschaft nachhaltiger werden?

    Die Landwirtschaft in Europa steht an einem Wendepunkt. Eine historische Einigung auf EU-Ebene hat erstmals Vertreter aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft an einen Tisch gebracht, um eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Landwirtschaft zu entwickeln. Es geht darum, wie Betriebe innerhalb der planetaren Grenzen wirtschaften können, ohne ihre Existenz zu gefährden, und wie Nachhaltigkeit zur treibenden Kraft der Agrarwirtschaft wird. Der ökologische Landbau spielt hier eine zentrale Rolle, da er bereits seit Jahrzehnten zeigt, wie man ressourcenschonend wirtschaftet, gesunde Böden fördert und auf Chemikalien verzichtet.

    Im Mittelpunkt der Diskussion steht unter anderem die Neuordnung der Subventionen, die bisher vor allem großen Betrieben zugutekam. Zukünftig sollen Landwirte, die aktiv Umweltleistungen erbringen, wie den Schutz der Biodiversität oder des Wassers, finanziell belohnt werden. Ein Transformationsfonds soll zudem die Betriebe unterstützen, die ihre Wirtschaftsweise anpassen müssen. Gleichzeitig rückt die Verantwortung der Konsumenten stärker in den Fokus: Nachhaltige Produkte müssen preislich attraktiver werden, um die richtigen Anreize zu setzen.

    Im Rahmen der DLD Nature in München betonte Jan Plagge, Präsident von Bioland e.V., wie wichtig es sei, dass dieser Wandel von einem langfristigen strategischen Dialog begleitet wird. Die von Ursula von der Leyen angestoßene Initiative könne den entscheidenden Impuls für eine nachhaltige, zukunftsfähige Landwirtschaft in Europa geben. Wenn die verschiedenen Akteure zusammenarbeiten, besteht die Chance, eine Landwirtschaft zu schaffen, die im Einklang mit der Natur steht und wirtschaftlich tragfähig ist.

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    27 min
  • Praxisbeispiel: Wie handelt man bei einer Hacker-Attacke?

    In den Morgenstunden des 17. Oktober 2023 werden die Schulen im Rhein-Hunsrück-Kreis Opfer einer professionell durchgeführten und umfassenden Hacker-Attacke. Schnell wird klar, dass das Ausmaß des Cyber-Angriffs die gesamte IT-Infrastruktur betrifft. Landrat Volker Boch wird informiert und agiert so schnell es geht. Zusammen mit dem Spezialversicherer Hiscox plant er die nächsten Schritte.

    Im Rahmen des 48forward Festivals 2024 sprach Volker Boch zusammen mit Gisa Kimmerle, Head of Cyber bei Hiscox Germany, ausführlich über den Fall und dessen Bewältigung. Dabei gaben die beiden Einblicke in die ersten Schritte nach Bekanntwerden des Angriffs sowie die komplexe Aufarbeitung.

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    Fotoquelle: Meltem Salb

    35 min
  • Public Data und Digitale Identitäten: Antonia Zierer, Mikael Nylund & Thomas Rysgaard Christiansen

    Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung bleibt in Deutschland eine große Herausforderung, während Länder wie Finnland und Dänemark deutliche Fortschritte machen. Diese Unterschiede standen im Fokus einer Diskussion auf dem 48forward Festival 2024, bei der Experten über die Entwicklung des E-Governments in Europa sprachen.

    Mikael Nylund, CEO von Gofore, berichtete von erfolgreichen Projekten in Finnland, die die Effizienz der Verwaltung und den Zugang für Bürger:innen verbessert haben. Thomas Rysgaard Christiansen von Netcompany ergänzte diese Perspektive mit Erfahrungen aus Dänemark, das als Vorreiter in der digitalen Verwaltung gilt. Beide Länder zeigen, wie enge Zusammenarbeit zwischen Regierung und Privatwirtschaft zu großen Fortschritten führen kann.

    Antonia Zierer, Co-CEO von byte, hob die Herausforderungen in Bayern hervor, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Privatsphäre, die in Deutschland von besonderer Bedeutung sind. Sie betonte die Notwendigkeit, den digitalen Fortschritt mit dem Schutz persönlicher Daten in Einklang zu bringen. Die Diskussion verdeutlichte, dass internationale Zusammenarbeit und der Austausch von Best Practices entscheidend sind, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten.

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    27 min
  • Resilienz und Verdrängung: Prof. Dr. Dr. Michel Friedman und Dr. Pablo Hagemeyer mit Daniel Fürg

    Auf dem 48forward Festival 2024 in München fand eine tiefgründige Diskussion über die Rolle der Resilienz in der heutigen Zeit statt. Moderiert von Daniel Fürg, tauschten sich Dr. Pablo Hagemeyer, Psychiater und Psychotherapeut, und Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, Rechtsanwalt und Philosoph, über die wahre Bedeutung von Resilienz aus. Hagemeyer definierte Resilienz als Fähigkeit, trotz widriger Umstände zu bestehen, während Friedman kritisierte, dass der Begriff oft als passive Anpassung missverstanden wird.

    Beide Experten betonten die Wichtigkeit, sich bewusst mit eigenen Emotionen auseinanderzusetzen und Schwäche zuzulassen, um echte Resilienz zu entwickeln. Hagemeyer erklärte, dass das Aushalten negativer Gefühle entscheidend sei, während Friedman persönliche Erfahrungen teilte, die zeigten, dass Resilienz nicht linear verläuft und Selbstreflexion sowie die Bereitschaft, sich den eigenen Ängsten zu stellen, zentrale Elemente sind. Hagemeyer wies darauf hin, dass viele Menschen in einer Art Schockstarre verharren, was eine aktive Auseinandersetzung mit Problemen verhindere.

    Die Diskussion endete mit der Erkenntnis, dass Resilienz auch eine gesellschaftliche Aufgabe ist. Friedman betonte die Notwendigkeit, als Gesellschaft mehr Zutrauen zu haben und Resilienz durch aktives Widersprechen und kritisches Denken zu stärken. Hagemeyer fügte hinzu, dass echte Resilienz durch Empathie und Unterstützung in zwischenmenschlichen Beziehungen gefördert werde. Das 48forward Festival bot somit nicht nur eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Begriff der Resilienz, sondern auch konkrete Impulse, wie jeder Einzelne und die Gesellschaft widerstandsfähiger und zugleich menschlicher werden können.

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    1 hr 12 min
  • Fabian Mehring: Wie schützen wir Demokratie im Netz?

    Bayern nimmt eine Vorreiterrolle im Kampf gegen digitale Desinformation ein. Unter der Führung von Dr. Fabian Mehring, dem Bayerischen Staatsminister für Digitales, wurde die Bayern-Allianz gegen Desinformation ins Leben gerufen. Diese Initiative, eine Kooperation mit sieben internationalen Technologieunternehmen, zielt darauf ab, die Verbreitung von Fehlinformationen zu bekämpfen und die öffentliche Aufklärung zu fördern.

    Diese neu geschaffene Allianz war auch Thema auf dem diesjährigen 48forward Festival in der Alten Kongresshalle. In einem Fireside-Chat rund um die Verteidigung demokratischer Werte im Netz wurde erläutert, wie die Initiative helfen kann. Dazu gehören neben der technischen Kooperation auch staatliche Aufklärungsmaßnahmen und Bildungsangebote, die speziell darauf abzielen, Bürger über die Risiken und Erkennungsmerkmale von Desinformation zu informieren. Im Rahmen eines Gesprächs auf dem Festival, geführt von Nico Lumma, betonte Mehring die Notwendigkeit einer solchen Initiative.

    Die Maßnahmen umfassen unter anderem Fact-Sheets, die über potenzielle Gefahren aufklären, sowie Podcasts, die tiefere Einblicke in die Bekämpfung von Desinformation bieten. Ziel ist es, die demokratischen Grundwerte auch im digitalen Raum zu schützen und zu stärken, um sicherzustellen, dass Bayern eine informierte und resiliente Gesellschaft bleibt.

    Dr. Mehring bekräftigt, dass die Präsenz und Integrität demokratischer Prozesse im digitalen Raum unerlässlich sind und die Initiative sich langfristig gegen die Herausforderungen durch Desinformation stark machen wird. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die digitale Welt nicht nur als Raum der Information, sondern auch der verantwortungsvollen Kommunikation zu gestalten.

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    32 min
  • Die Innovationskraft Europas: Herausforderungen und Chancen im internationalen Vergleich

    Beim 48forward Festival 2024 in München kamen Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtverwaltung zusammen, um die aktuellen Herausforderungen und Potenziale der europäischen und deutschen Innovationskraft zu diskutieren. Die Diskussion wurde von Daniel Fürg moderiert und umfasste Beiträge von Prof. Dr. Oliver Falck, Wirtschaftswissenschaftler und Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien, Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Wirtschaftsreferent der Stadt Ingolstadt, und Christian Matz, Managing Director DACH und Eastern Europe bei VASS. Im Mittelpunkt standen die großen Transformationen unserer Zeit und wie Europa darauf reagieren kann.

    Prof. Dr. Oliver Falck skizzierte die tiefgreifenden Transformationen, die Europa derzeit durchläuft, einschließlich der grünen Transformation, der Energiewende und der digitalen Revolution. Er betonte, dass Europa in einem Wandel stecke, der sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringe. Prof. Dr. Georg Rosenfeld hob hervor, dass Städte als Plattformen für Innovationen dienen sollten und nannte Ingolstadt als Beispiel, wo die Stadt als Reallabor für neue Mobilitätstechnologien genutzt wird. Christian Matz betonte, dass Deutschland Fortschritte bei der Digitalisierung gemacht habe, jedoch weiterhin Herausforderungen bestehen. Besonders wichtig sei eine gute Kommunikation, um Ängste und Widerstände gegenüber Innovationen abzubauen.

    Die Diskussion verdeutlichte die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Prof. Dr. Oliver Falck forderte mehr Durchlässigkeit zwischen akademischen Karrieren und der Wirtschaft, um ein besseres Verständnis und eine stärkere Kooperation zu fördern. Georg Rosenfeld betonte die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit, insbesondere mit China, um die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu sichern. Christian Matz sah in der Zusammenarbeit innerhalb Europas großes Potenzial und betonte, dass KI und andere Zukunftstechnologien europäisch gedacht und gefördert werden sollten. Eine erfolgreiche Bewältigung der Transformationen erfordert ein enges Zusammenspiel von Städten, Unternehmen, Wissenschaft und Politik. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, kann Europa seine Innovationskraft stärken und eine führende Rolle in der globalen Wirtschaft einnehmen.

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    35 min

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Wir alle stehen vor der Herausforderung, eine Zukunft zu gestalten, die für uns und die Generationen nach uns nicht nur lebenswert, sondern auch nachhaltig und erstrebenswert ist. Eine wahrhaft epochale Aufgabe, die uns alle etwas angeht. Welche Themen sind jetzt wirklich wichtig? Wie kommen wir voran und wo hakt es noch immer? Wer sind eigentlich die Köpfe, die vorantreiben, was für uns alle jetzt so wichtig ist?

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