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Wir gedenken der Pogromnacht und schauen Schindlers Liste. Dann analysieren wir Paul Celans Todesfuge und lesen "Die Welle".
Wie zur Hölle kann man da noch Nazi werden?!
Das müssen diese „Anderen“ sein. Die Dummen und Gemeinen. Die mit Gewalt statt Liebe. Die Feigen, die den Gleichschritt lieben.
Doch spätestens, wenn man sich die Zahlen der am Holocaust Beteiligten anschaut, wird klar: So einfach kann die Erklärung nicht sein.
Also haben wir es uns mal wieder kompliziert gemacht und erschüttern unsere Gehirne in dieser Folge mit erstaunlichen Experimenten, die uns mehr über Nazis erzählen, als uns allen lieb ist.
Denn „Nie wieder“ ist keine Floskel, sondern Arbeit. An uns allen.
Sich für einen elitären Kreis haltende Gestrige diskutieren Pläne, wie sie unliebsame Teile der Gesellschaft entfernen könnten. Den gesunden Menschenverstand sind sie schon erfolgreich losgeworden, dann kann das mit den Migranten ja wohl nicht so schwer sein. Empörend. Aber ihr fragt euch, was das mit psychischen Erkrankungen zu tun hat? Viel. Denn in einer faschistischen Gesellschaft ist alles „andere“ bedroht. Und dazu gehören auch Menschen mit erschütterten Gehirnen. Und mal abgesehen davon, ob es uns selbst oder „nur andere“ treffen könnte: Eine Gesellschaft, die Menschenrechte mit Füßen tritt, ist für uns alle eine Katastrophe. Wie das im letzten Jahrhundert aussah, beschreiben wir in dieser Folge. Gegen das Vergessen.
Unsere Seele gerät ins Wanken und sie wieder ins Lot zu bringen, ist schwer. Ratlos rennen wir mit unseren erschütterten Gehirnen durchs Leben - auf der Suche nach Linderung. Wie verlockend ist da die Lösung aus der Kapsel. Aber was, wenn die abhängig macht oder ich durch Chemie manipuliert ein komplett anderer Mensch werde? Teufelszeug oder Wunderpille? Wir finden es in dieser Folge mit euch heraus.
Wer hat nicht schon mal das berühmte Loch im Boden bemüht, in das man in unangenehmen Situationen gerne sinken würde.Manche Gehirne sind tatsächlich dazu in der Lage, ein solches zu bilden. Leider verschwindet man nicht komplett von der Bildfläche, aber zumindest unser Bewusstsein kann bei Stress mal Pause machen. Eine unterschätzte Superkraft?! Als solche geplant und wichtig zum Beispiel fürs Überleben. Wenn der Modus jedoch unkontrollierbar unsere Schaltzentrale übernimmt: unangenehm!Insbesondere, wenn externe Reize Auslöser sind, kann das Leben stark eingeschränkt sein. Was es mit diesem Phänomen auf sich hat und wie wir uns die Kontrolle zurückholen können, erklären wir in der aktuellen Folge!
Es riecht nach Zuckerwatte und heißen Würstchen, überall blinken bunte Lichter, das Lachen der Menschen und die Ansagen der Losverkäufer mischen sich mit der Musik der Fahrgeschäfte… ein herrlicher Ort sich zu vergnügen? Nicht für alle Menschen. Bei manchen landet der Geruch nicht kombinierbarer Gerichte zusammen mit Lärm, der gegen die Beats anschreienden Menschen und den grellen Lichtern von allen Seiten direkt im Stammhirn. Und löst dort Verteidigungsmodus statt Glücksgefühle aus. Schwer zu vermitteln an einem Ort, den wir per Definition schön zu finden haben. Und nicht die einzige Situation, in der das Hirn überläuft. Wie wir mit dieser Besonderheit leben und sie eher als Superkraft nutzen können, klären wir in dieser Folge.
Unsere Erinnerungen sind ein Konstrukt unseres Gedächtnisses. Mehr nicht. Sie sind bruchstückhaft und verzerrt und Lücken werden kurzerhand mit logisch Ausgedachtem aufgefüllt. Sind unsere Biografien also nur ersponnen und unsere Wurzeln eingebildet?!
Gruselige Vorstellung, da Vergangenes so großen Einfluss auf unser Leben hat. Wie kann eine gedächtnisproduzierte Zeugenaussage Gewicht haben? Und was ist dann eine Erinnerung von einem traumatisierten Gehirn wert? Und wie unterscheiden wir traumatisierte von manipulierten Gehirnen?
Diese Schwierigkeiten füttern oft die Strategien der Verteidigung, da der Zweifel für den Angeklagten reicht.
Juristisch einwandfrei, doch die Frage, wem das nützt, muss gestellt werden, vor allem, um Opfer zu schützen und ihnen sichere Räume zu gewährleisten.
Und um neben dem juristischen vor allem einen gesellschaftlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt zu diskutieren.
Den „Humor“ zu diesem Thema vom ZDF teilen wir weder in #himmeloderhölle explizit nicht!
Was sagt ihr dazu??
Die Spanierinnen sind Weltmeister!! Jubel, Euphorie und Freude! Und plötzlich greift ein Vorgesetzter seine Mitarbeiterin mit beiden Händen am Kopf und drückt ihr einen Kuss auf den Mund. „Ekelhaft!“ denkt man spontan, wenn man solche Bilder sieht. Es sei denn, man ist Lothar Matthäus. Der sagt, dass er solche Bilder gerne sieht. Nun. Wahrscheinlich wollen wir die meisten Bilder, die sich Matthäus gern anschaut, lieber nicht sehen. Johannes B. Kerner findet es hingegen fies, denn für ein Versehen kann man ja nichts. Erst verwählt, dann aus Versehen verküsst. Wer kennt es nicht…Zu guter Letzt findet Karl-Heinz es - mit Verlaub - absolut okay. Wir finden es - mit und ohne Verlaub - absolut uninteressant was alte Männer in Machtpositionen davon halten. Wir plädieren für Konsens. In jeder Situation. Und erst recht in Abhängigkeitsverhältnissen.
Zwei erschütterte Gehirne kurz vor der Sommerpause. Eure Fragen ungefiltert an unsere überarbeiteten Neuronen. Wie, weshalb, warum - wer nicht fragt, bleibt dumm. Unsortiert, unzensiert und wie immer ungeniert. Wir hoffen, dass es euch die Zeit bis zur nächsten, investigativ recherchierten und wie immer präfaktischen Folge, wie ihr sie von uns gewohnt seid, verkürzt. Habt einen schönen Sommer!
Klimakatastrophe, Krieg, Corona…das Weltgeschehen ist schwer zu ertragen. Vor allem, wenn man jung ist. Positive Perspektiven: eher rar. Gute Ratschläge von alten Leuten dagegen gibt’s im Überfluss. Denn die haben schließlich die Tische, unter die die Kinder die Füße stellen. Müssen. Und nebenbei muss man auch noch groß werden. Beste Bedingungen, um zu verzweifeln. Kinder in Krisen sind nicht selten. Wie man das erkennt und wie man helfen kann, haben wir für euch in dieser Folge zusammengestellt.
Schätzungen zufolge werden pro Jahr in Deutschland eine Million Menschen Opfer sexualisierter Gewalt - was für eine beschissene Welt! Eine Welt, in der Biografien zerstört werden, in denen Täter *innen statistisch gesehen wahrscheinlich in unserem nahen Umfeld leben, eine Welt, in der wir dazwischen schwanken, unsere Kinder zu Tode zu erschrecken oder vor Sorge über ihre Unversehrtheit nicht schlafen zu können. Unkontrollierbare Gefahr, Ohnmacht. Damit leben: ungern!
Da wäre es doch besser, wenn wir ganz einfach die Kontrolle wieder bekommen, zum Beispiel über Rocklängen. ‚Kurz’ bedeutet Gefahr - dann bedeutet ‚lang‘ doch sicher auch Entwarnung. Schon besser.
Und wenn der Rest eines gewalttätigen Machtsystems dann noch entweder Kunst oder alternder Rockstarlifestyle ist, je nach Sach- und Gewinnlage, dann ist die Welt doch schon fast wieder in Ordnung. Und auch Täter*innen lieben diesen Trick.
Da wir leider nicht blöd genug für billige Tricks sind, haben wir der ekligen Welt in dieser Folge ins Gesicht geschaut und uns ernsthaft Gedanken gemacht, wie wir gemeinsam Traumata heilen und verhindern können.
Wir empfehlen in dieser Folge:
Rosie Price - Der rote Faden (Rowohlt, 2021)
Kayla Shyx
Sebastian Hotz - El Hotzo
Rezo
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