GOOD WORK - Der Podcast für zukunftsfähige Arbeitskultur

GOOD WORK - Der Podcast für zukunftsfähige Arbeitskultur

By Jule Jankowski, Humiq GmbHBusinessMarketingCareersManagement
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GOOD WORK - Der Podcast für zukunftsfähige Arbeitskultur episodes

  • Unternehmertum hoch zwei: The Making der myposter-Story. Anna und René Ruhland (294)
    Die Gründer und Geschäftsführer von myposter über Unternehmensauf- und ausbau und die Balance zwischen mentaler Gesundheit und Erfolg

    "Wir müssen niemanden fragen. Und das ist die schönste unternehmerische Freiheit“

    Was bedeutet es eigentlich, wenn man als Paar die ultimative Freiheit und Verantwortung für Familie und Unternehmen teilt? Wenn ein Unternehmen mit 300 Mitarbeitenden zukunftsfit geführt und 4 gemeinsame Kinder liebevoll auf das Leben vorbereitet werden wollen? Wie gelingt der Spagat zwischen Struktur und Flexibilität auf allen Ebenen, ohne zulasten der eigenen mentalen Gesundheit zu gehen?

    An all diesen spannenden und tiefen Fragen kommen wir im Gespräch mit Anna und René Ruhland, Gründer und Geschäftsführer von myposter vorbei. Die beiden sind heute Partner in life und action.

    Gründergeschichte von myposter

    Was 2010 als Idee mit handgemalten Ölbildern, verkauft aus dem Kofferraum eines VW Golfs, begann, ist heute ein Unternehmen mit über 400 Mitarbeitenden. René Ruhland berichtet von den ersten Gründungsjahren, in denen er gemeinsam mit seinem Bruder das Unternehmen aufgebaut hat. Der Anfang war geprägt von Improvisation, finanziellen Engpässen, aber auch unbedingtem Durchhaltewillen. Die beiden schildern auch, was sich änderte, als Anna mit ihrem Corporate Background in das Unternehmen einstieg.

    Struktur versus Kreativität

    Zentral im Gespräch ist der Spagat zwischen Nähe und Struktur: Wie gelingt es, als Paar gemeinsam ein Unternehmen zu führen, ohne sich in privaten oder beruflichen Rollen zu verlieren? Anna und René sprechen über Vertrauen, Nicht-Einmischung, Perspektivwechsel und ihre individuellen und sehr unterschiedlichen Stärken, die sie bei der Arbeit einbringen.

    Der Preis unternehmerischer Freiheit

    Anna und René haben von Anfang an sehr auf die finanzielle Unabhängigkeit gebaut und dafür auch den Preis gezahlt. Schlaflose Nächte, existenzielle Krisen haben sie überstanden aus der Überzeugung heraus, dass die innere Freiheit und der Gestaltungsraum ihr höchstes Gut ist.

    Mentale Gesundheit

    Besonders eindrücklich sind die Passagen zur mentalen Gesundheit: Anna erzählt von ihrer Fähigkeit abzuschalten, als erlernte Kompetenz, nicht als Gabe. René hingegen spricht offen über seine mentale Belastung, Verantwortungsdruck und die Schwierigkeit, loszulassen. Ihre Reflexionen zeigen: Ein Unternehmen zu führen bedeutet auch, sich selbst immer wieder zu hinterfragen und an sich selbst zu arbeiten. Diese Haltung bringen die beiden in die gesamte Unternehmenskultur ein.

    Unternehmenskultur von myposter

    Anna und René gewähren tiefe Einblicke in die Organisationsentwicklung von myposter. Trotz Unternehmensgröße setzen sie auf kleine, dynamische Einheiten („Squads“), klare Verantwortlichkeiten, und ein hohes Maß an Agilität. Vereinbarkeit ist nicht nur ihr Lebens- und Arbeitsprinzip, dafür stellen sie die Weichen im Unternehmen. Die Kultur von myposter: anpassungsfähig, softwaregetrieben, an den Bedürfnissen von Markt und Mitarbeiterschaft orientiert. „Wir erwarten, dass wir morgen eine 90 Gradwende machen können und alle mitgehen. Aber unsere Unternehmenskultur ist so und deswegen mache ich mir auch nicht so viel Sorgen: Was immer morgen kommt, wir werden drauf eingehen können. Aber: Ich glaube fest daran, dass Orientierung wichtig ist. Der komplette Free Flow überfordert viele Mitarbeiter und Menschen total.“

    Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

    • Unternehmerischer Anfang ohne Sicherheitsnetz: Wie aus ersten, improvisierten Schritten ein tragfähiges Geschäftsmodell entsteht
    • Struktur als Rückenwind: Wie myposter durch klare Verantwortlichkeiten, kleine Teams und Orientierung Stabilität gewinnt
    • Freiheit als Führungsprinzip: Warum Entscheidungen ohne externe Investoren für Anna und René nicht nur wirtschaftlich, sondern kulturell zentral sind.
    • Paarsein mit klaren Linien: Wie sie Nähe und Distanz balancieren und einander Raum lassen
    • Mentale Stärke im Alltag: Wie beide lernen, Grenzen zu erkennen, Belastung ernst zu nehmen und den Tag zu beenden, bevor er sie überrollt.
    • Zukunftsdenken ohne Pathos: Wie myposter KI, Technologie und neue Prozesse nicht als Vision, sondern als praktischen Auftrag versteht
    • Die Lebens- und Unternehmensgeschichte von Anna und René hat das Zeug für eine Netflix-Doku: eine echte Heldenreise mit Abenteuern, großen Erfolgen, aber auch Tälern. In der Hauptbesetzung: Zwei sehr starke Menschen, die weder ihr gemeinsames Ziel noch sich gegenseitig aus dem Blick verloren haben.

      Viel Spass bei dieser Folge.

      Interview: Jule Jankowski


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      4. Become Better bietet ab Februar 2026 zum vierten Mal die Zertifikats-Ausbildung "Systemische Organisationsgestaltung und -Führung" an. Für GOOD WORK HörerInnen gibt es ein einstündiges Gratis Sparring im 1:1 mit Christina Grubendorfer. Einfach bei der Anmeldung das Stichwort "GOOD WORK" angeben. Mehr Infos und Anmeldung unter Become Better - Systemische Organisationsgestaltung und -Führung.


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          1 hr 20 min
        • Empathie als kollektive Denkaufgabe, nicht als Feel-Good-Management. Yasmine M'Barek (293)
          Die Autorin, ZEIT-Journalistin und erfolgreiche Podcasterin über die gesellschaftliche Bedeutung von Empathie

          "Meinungsstreit ist nicht das Gegenteil von Empathie“

          Was passiert, wenn eine junge, kluge Stimme der politischen Öffentlichkeit mit spitzer Feder und klarem Blick über Empathie spricht? Nicht als cosy Kuschelvokabel, sondern als radikale Zumutung? In dieser GOOD WORK Folge diskutiert Yasmine M’Barek mit Jule die Zusammenhänge, was Empathie im Kern ist und wie sie wirkt. Yasmine spricht über ihr neues Buch I Feel You. Was im Titel wie eine sanfte Einladung klingt, entpuppt sich als präzise Analyse gesellschaftlicher Schieflagen, medialer Diskurse und politischer Sprachlosigkeit.

          Was heißt Empathie?

          Empathie – das wird hier schnell klar – ist kein netter Nebensatz im Leitbild, sondern Arbeit. Und zwar harte. Sie beginnt dort, wo wir unsere eigenen Annahmen hinterfragen, wo wir die Komfortzone unserer eigenen Annahmen verlassen und uns den Gründen anderer annähern. Zwischen Buzzword-Inflation, politischen Stereotypen und Alltagsfloskeln wie dem berühmten „Ich fühl dich“ verhandeln Jule und Yasmine das, was zwischen Menschen liegt: Raum, Zweifel, Irritation und das Potenzial für echte Verbindung.

          Empathie und soziale Medien

          Yasmine berichtet, wie sie selbst durch Plattformen wie X (ehem. Twitter) einen Zugang zur Reflexion über Empathie fand. Zwischen Essayisten, Algorithmen und Abgrenzungsgefechten verläuft die Spurensuche nach echter Mitmenschlichkeit inmitten digitaler Härte. Politischer Journalismus und Popkultur, Insta-Ästhetik und Apokalypse und Filterkaffee – M’Bareks Welt ist vielstimmig, widersprüchlich und genau deshalb so spannend.

          Empathie und moralische Überhöhung

          Was sie mitbringt: ein präziser Blick für Grautöne. Wo andere schwarz-weiß denken, sucht sie nach Kontext. Wo andere urteilen, fragt sie nach Gründen. Lästern etwa – im Deutschen moralisch aufgeladen – wird bei ihr zum Indikator für emotionale Intelligenz. Wer wie über wen spricht, zeigt, wie eine Gruppe funktioniert. Empathie zeigt sich im Zwischenraum. In der Art, wie wir über Abwesende sprechen. Und wie wir gemeinschaftliche Regeln über das Lästern kommunikativ ausloten.

          Empathie in der Politik

          Auch über politische Kommunikation wird klar gesprochen: Warum ehrliche Sprache so viel mächtiger ist als kalkulierte Polarisierung. Wie Politiker:innen ihre Narrative auf TikTok zuspitzen und was das mit demokratischer Kultur macht.

          Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

          • Empathie als Denkaufgabe: Warum echtes Mitfühlen nichts mit Nettigkeit zu tun hat, sondern mit kognitiver Leistung
          • Lästern als Gradmesser: Wie wir soziale Codes verhandeln
          • Stereotypen entlarven: Was eine Yoga-Bitch über unsere Unsicherheiten erzählt
          • Ehrlichkeit in der Politik: Warum Authentizität in der Kommunikation Gebot der Stunde ist
          • Empathie und Ressourcen: Wie gesellschaftlicher Druck Mitgefühl verdrängen kann
          • Zwischen Journalismus und Popkultur: Was Yasmine aus Apofika in den klassischen Medienkosmos ua. der ZEIT trägt
          • Yasmine denkt und spricht tief, ohne zu dozieren. Sie formuliert scharf, aber nicht verletzend. Und sie scheut sich nicht, systemische Zwänge mit persönlichen Haltungen zu verbinden. Ihre Kernbotschaft: Empathie ist kein Gefühl. Es ist Entscheidung und Denkaufgabe zugleich. Und damit ist Yasmine M’Barek eine der prägnantesten Stimmen, die diese Entscheidung öffentlich verhandelt.

            Viel Spass bei dieser Folge.

            Interview: Jule Jankowski


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            4. Become Better bietet ab Februar 2026 zum vierten Mal die Zertifikats-Ausbildung "Systemische Organisationsgestaltung und -Führung" an. Für GOOD WORK HörerInnen gibt es ein einstündiges Gratis Sparring im 1:1 mit Christina Grubendorfer. Einfach bei der Anmeldung das Stichwort "GOOD WORK" angeben. Mehr Infos und Anmeldung unter Become Better - Systemische Organisationsgestaltung und -Führung.


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                57 min
              • Organisationen in der Krise: Wenn Psychodynamiken das System lenken. Klaus Eidenschink (292)
                Klaus Eidenschink über das Wechselspiel von Krisenerleben und irrationalen Steuerungsmustern in Unternehmen in Zeiten von Krisen

                "Die Organisation braucht nicht nur Gewinner, sondern auch Verliererkompetenz“

                In der vierten GOOD WORK-Folge mit Klaus Eidenschink blicken wir tief in die Reibungspunkte zwischen Organisationsdynamik und Psychodynamik. Denn, so Eidenschink, Organisationen geraten ebenso wie Menschen unter Stress und verhalten sich dann entsprechend irrational.

                Was geschieht in Unternehmen, wenn sie in die Krise geraten?

                Im Zentrum steht die Frage: Was passiert mit Unternehmen in Krisen? Die Antwort ist unbequem, aber notwendig: Angst und Ohnmacht sind die beiden zentralen Primärreaktionen auf Stress. Doch in der Welt der Organisationen sind diese Gefühle tabu. Stattdessen beobachten wir Täuschung, Rechthaberei, Aktionismus, Lagerbildung und Realitätsverweigerung – Symptome einer kollektiv verdrängten Verunsicherung.

                Wie gelingt „Verliererkompetenz“?

                Klaus fordert einen mentalen Kurswechsel: Wir brauchen eine neue Kultur der Ehrlichkeit im Umgang mit Widrigkeiten. Statt auf Helden zu hoffen oder schlechte Nachrichten zu tabuisieren, fordert er "Verliererkompetenz". Und damit meint er die Fähigkeit, auch dann Verantwortung zu übernehmen, wenn die eigene Position darunter leidet. Auch „Freude an schlechten Nachrichten“ ist für ihn keine Ironie, sondern eine Notwendigkeit, um Komplexität und Ungewissheit nicht mit Schönreden, sondern mit Mut und Demut zu begegnen.

                Mut muss belohnt werden“?

                Ein weiteres zentrales Thema ist die Verwechslung von psychischer Sicherheit mit Abwesenheit von Risiko. Psychologische Sicherheit, so Klaus, kann nicht bedeuten, dass schwierige Botschaften immer auf Applaus stoßen. Vielmehr brauchen Organisationen Mut und eine Führung, die Mut sichtbar macht und belohnt.
                Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

                • Verliererkompetenz statt Heldennarrativ - Wer weiterkommen will, muss bereit sein, bewusst zurückzutreten.
                • Psychodynamik trifft Organisation - Druck legt Angst und Ohnmacht frei
                • Täuschung statt Transparenz - Aus Angst wird verschleiert, was wirklich los ist.
                • Führung ohne Mut wird gefährlich - Ohne schlechte Nachrichten kein realistisches Handeln.
                • Realitätssinn als Innovationskraft - Wer sich der Wahrheit stellt, bleibt handlungsfähig.
                • Psychologische Sicherheit braucht Demut, nicht Applaus - Unbequemlichkeit schafft Krisenkompetenz.
                • Jule Jankowski und Klaus Eidenschink sezieren dabei mit messerscharfer Klarheit, warum alte Erwartungen an Stabilität und Kontrolle nicht mehr tragen. Und wie eine reifere, reflektiertere Haltung zur heutigen Arbeitswelt aussehen könnte. Eine Folge voller Denkanstöße, die Organisationen und Menschen gleichermaßen betrifft: unbequem, ehrlich und zutiefst klärend.

                  Interview: Jule Jankowski


                  Weiterführende Links und Infos:

                  Hier geht's direkt zur Website von Klaus Eidenschink.
                  Und hier findet Ihr seine Bücher: Klaus Eidenschink im Carl Auer Verlag

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                      1 hr 5 min
                    • Was braucht gute Facilitation? Über Methodenmut und Haltung Sandra Blühdorn (291)
                      Die Gründerin von Circular Horizon über Transformationsbegleitung zwischen Businessfokus und innerer Tiefe

                      "Das Tool ist nicht das Heilmittel. Die Frage ist: Wer hält den Raum?“

                      Sandra Blühdorn ist Facilitatorin, ehemalige Medienmanagerin und Gründerin von Circular Horizon. Mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Business-Klarheit und spirituellem Tiefgang erklärt Sandra, wie sie Veränderungsprozesse in Teams und Organisationen begleitet.

                      Sandras Reise von der Medienmanagement zum Ancient Earth Wisdom

                      Wir reisen mit ihr von der Business- und Medienwelt (Axel Springer, Condé Nast, Wired) hinein in die Tiefen einer ganzheitlichen Begleitungskunst, die sich nicht mit der Oberfläche begnügt. Ihre Tools stammen aus der Selbstorganisation (IDM, Consent, die „Vier Räume“) und sind gleichzeitig verbunden mit Elementen, die man selten im Business-Kontext hört, etwa „Ancient Earth Wisdom“, ein spirituell fundiertes Wissenssystem mit Wurzeln in Naturtraditionen.

                      Spiritualität im Business

                      Sandra erzählt, wie sie lernte, Räume zu halten, die wirklich Transformation ermöglichen: nicht durch Tools, sondern durch Präsenz. Es geht um die Kraft des Zuhörens, um das Leermachen vor einem Workshop, um echte Begegnung statt PowerPoint-Performance. Spiritualität im Business ist für sie kein esoterischer Trend, sondern eine Qualität der Verbindung. Und: Sie bringt sie nicht als Etikett, sondern als Energie mit in ihre Arbeit.

                      Methodenhörigkeit und Haltung

                      Gleichzeitig bleibt sie geerdet und messerscharf: Wenn sie von Facilitator*innen spricht, die sich in Methodenzertifikaten verlieren, entlarvt sie liebevoll eine Szene, die manchmal mehr Form als Wirkung lebt. Sie selbst ist der Beweis, dass es auch anders geht – dass Tiefe, Klarheit, Intuition und Methodensicherheit sich nicht ausschließen, sondern verstärken können.

                      Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

                      • Spiritualität im Businessraum: Energiearbeit ohne Esoterik
                      • Leadership durch Selbstführung: Innere Führung
                      • Methoden ohne Dogma: Weniger Tools, mehr Haltung, Wirkung statt Methodenjagd
                      • Business meets Ancient Earth Wisdom: Vom Medienkonzern zur Naturtradition
                      • Remote Kultur mit Herz: Nähe entsteht durch echte Verbindung
                      • - Mut durch Vertrauen: Raum geben statt Druck machen

                        Diese Episode ist ein stilles Manifest für das Wiederfinden einer Haltung jenseits von Performance, KPI und Agilitäts-Theater. Für das Vertrauen in das Leben und in das, was entsteht, wenn wir wirklich zuhören.Viel Spass bei dieser Folge.

                        Interview: Jule Jankowski


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                            1 hr 2 min
                          • Arbeitskultur in der Spitzenpolitik: Macht der Kommunikation. Nancy Faeser (290)
                            Nancy Faser (MdB) über Macht, Kommunikationsmuster und Debattenkultur im Deutschen Bundestag

                            "Man darf nie vergessen: Die Macht liegt im Amt – nicht in der Person.“

                            Im politischen Zentrum Berlins begegnen wir Nancy Faeser: Juristin, langjährige Politikerin, ehemalige Bundesinnenministerin und derzeitige Bundestagsabgeordnete. In dieser Folge des GOOD WORK Podcasts gibt sie seltene und tiefgründige Einblicke in die Arbeitskultur des Politikbetriebs. Das Gespräch reicht weit über Parteigrenzen und politische Programme hinaus und führt uns in die Strukturen, Denkweisen und Widersprüche einer Branche, die oft im Rampenlicht steht, aber selten über ihre interne Kultur spricht.

                            Macht des Amtes

                            Nancy Faeser erzählt von ihrer Zeit als erste Innenministerin Deutschlands, vom Machtwechsel und der Bedeutung von Amt versus Person. Sie spricht über den Spagat zwischen Sichtbarkeit und echter Wirksamkeit, über die Resilienz, die es braucht, um in Zeiten von Hass und medialer Zuspitzung stabil zu bleiben, und über die Verantwortung, demokratische Kultur nicht nur zu vertreten, sondern aktiv vorzuleben.

                            Organisationsentwicklung im Politikbetrieb

                            Besonders eindrücklich ist ihre Reflexion über Macht: als Werkzeug, nicht als Selbstzweck. Sie beschreibt, wie der Aufstieg ins hohe Staatsamt die Wahrnehmung von außen drastisch verändert und warum gerade dann Demut wichtig ist. Gleichzeitig spricht sie mit bemerkenswerter Klarheit über Strukturen, die Wandel brauchen: Onboarding in der Politik, Wissensweitergabe, Vereinbarkeit, Fortbildung - alles Punkte, die in Unternehmen längst Thema sind, im Parlament aber noch Luft nach oben haben.

                            Diversität und Gerechtigkeit im Parlament

                            Ihre Haltung ist geprägt von Pflichtbewusstsein, aber auch von einem starken Gerechtigkeitssinn: Wenn man erwartet, dass andere gute Arbeitsbedingungen haben, muss man selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Nancy Faeser spricht offen über die Notwendigkeit von Diversität und Parität im Bundestag, über die Retraditionalisierung durch bestimmte Parteien und über die Hoffnung, dass Debatten wieder versöhnlicher geführt werden.

                            Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

                            • Pflicht und Gestaltungslust: Nancy Faeser über ihre intrinsische Motivation und warum Pflichtbewusstsein keine Floskel ist.
                            • Vom Ministerium zur Mandatsträgerin: Einblicke in den Rollenwechsel und was sich verändert, wenn das Amt endet, aber die Verantwortung bleibt.
                            • TikTok statt Tiefe: Wie Social-Media-Dynamiken die Debattenkultur im Parlament verändern.
                            • Parlament ohne Parität: Warum Frauen fehlen, was das für Debatten bedeutet und welche strukturellen Hürden es weiterhin gibt.
                            • Wissenslücken und Onboarding-Defizite: Was Politik von der freien Wirtschaft lernen kann, wenn es um Übergaben, Fortbildungen und Struktur geht.
                            • Sinn statt Show: Warum Freude, Wirksamkeit und Sinngebung für sie Grundvoraussetzungen für gute Arbeit sind, auch im Staatsdienst.
                            • Diese Folge ist kein Lehrbuch über Politik, sondern ein tiefes, authentisches Gespräch mit einer Frau, die Gestaltung nicht als Ego-Show, sondern als Dienst versteht. Eine Einladung, die Strukturen hinter Schlagzeilen besser zu verstehen. Und es ist eine Erinnerung daran, dass Demokratie nicht nur eine Frage von Institutionen, sondern auch von persönlicher Haltung und eigenem Engagement ist.

                              Viel Spass bei dieser Folge.

                              Interview: Jule Jankowski


                              Weiterführende Links und Infos:

                              Hier geht's direkt zur Website von Nancy Faeser.

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                              3. Become better - Zertifikats-Ausbildung "Systemische Organisationsgestaltung und -Führung"


                              4. Become Better bietet ab Februar 2026 zum vierten Mal die Zertifikats-Ausbildung "Systemische Organisationsgestaltung und -Führung" an. Für GOOD WORK HörerInnen gibt es ein einstündiges Gratis Sparring im 1:1 mit Christina Grubendorfer. Einfach bei der Anmeldung das Stichwort "GOOD WORK" angeben. Mehr Infos und Anmeldung unter Become Better - Systemische Organisationsgestaltung und -Führung.


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                                  48 min
                                • Organisierte Heuchelei: Warum sich Schauseite und Strukturen von Organisationen widersprechen dürfen (289)
                                  Die Organisationssoziologen Dr. Judith Muster und Prof. Dr. Stefan Kühl über Widersprüche und Funktionalitäten in Führung und Organisationsstrukturen

                                  "Man kann entscheiden, ohne dass Führung stattfindet und führen, ohne formell zu entscheiden“

                                  In dieser GOOD WORK Folge treffen sich zwei, die Organisationen nicht verklären, sondern durchdringen. Dr. Judith Muster und Prof. Dr. Stefan Kühl räumen auf mit dem Mythos Führung. Ihr Ausgangspunkt ist das Buch Führung managen. Ihre Haltung ist präzise, unaufgeregt und systemisch scharf.

                                  Was ist Führung?

                                  "Klares Sprechen und klare Sprache hilft beim klaren Denken", sagt Stefan Kühl. Und so starten wir unser Gespräch mit einer ausgiebigen Begriffsklärung von Führung, Management und Leadership und deren scheinbaren Widersprüchlichkeiten.

                                  Führung, sagen sie, ist kein Charismawettbewerb. Auch kein moralisches Ideal. Sondern eine strukturelle Funktion. Sie entsteht dort, wo Organisationen unsicher werden. Und sie wirkt nur, wenn jemand folgt. Titel spielen dabei oft eine Nebenrolle.

                                  Die Formal- und die Schauseite von Organisationen

                                  Judith Muster und Stefan Kühl bringen Ordnung ins scheinbar Chaotische. Sie zeigen, wie Organisationen auf drei Ebenen gleichzeitig funktionieren: in der Schauseite, in der Formalstruktur, in der gelebten Praxis. Und warum genau in dieser Spannung das Prinzip der organisierten Heuchelei liegt. Nicht als Täuschung, sondern als Überlebensmodus.

                                  Mischpult der Organisation

                                  Mit dem Modell der Strukturmatrix und dem Bild des Mischpults der Organisation legen sie offen, wie Führung nicht nur passiert, sondern gestaltet werden kann. Wer an einer Schraube dreht, etwa Hierarchie abbaut, muss an anderer Stelle kompensieren. Sonst kippt die Organisation ins Chaos oder in lähmende Orientierungslosigkeit.

                                  Nicht weniger Führung ist die Antwort

                                  Zwischen Theorie, Praxis und gelegentlicher Selbstironie zeigen sie, warum Führung nicht weniger, sondern anders gedacht werden muss. Und warum Organisationen nicht besser werden, wenn alle alles dürfen, sondern wenn klar ist, wer warum gerade Einfluss nimmt.

                                  Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

                                  • Führung managen: Warum Organisationen mehr brauchen als starke Persönlichkeiten.
                                  • Lose Kopplung als Überlebensstrategie: Über die Funktion von Widersprüchen in Unternehmen
                                  • Das Mischpult der Organisation: Ein praktisches Modell, um Führungsaufwand strukturell zu steuern.
                                  • Wenn Miss Moneypenny führt: Wie Einfluss jenseits von Titeln entsteht und wirkt.
                                  • Zwischen Schein und Sein: Was Schauseite, Formalität und Informalität wirklich unterscheidet.
                                  • Warum Hierarchie manchmal Veränderung erleichtert: Eine überraschende These mit viel Substanz
                                  • Diese Folge ist ein Quasi-Seminar für all jene, die Organisationen gestalten, ohne sich dabei in Leadership-Wandtatoos zu verlieren. Und für alle, die wissen wollen, warum es nicht schlimm sein muss, wenn gesagt wird, was nie getan wird, solange klar ist, wer das wofür braucht.

                                    Viel Spass bei dieser Folge.

                                    Interview: Jule Jankowski


                                    Weiterführende Links und Infos:

                                    Hier geht's direkt zum Buch von Judith Muster und Stefan Kühl Führung managen. Erschienen: 2025 im Springer Verlag
                                    Hier geht es zu Metplan

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                                      1 hr 9 min
                                    • Transformation ist etwas für Erwachsene. Oliver Sowa und Wolf Lotter (288)
                                      Essayist Wolf Lotter und Oliver Sowa, Geschäftsführer der Beutlhauser Gruppe, über Klartext, Struktur und Verantwortung in umgreifenden Veränderungsprozessen

                                      "Transformation ist kein Spielplatz. Transformation ist etwas für Erwachsene.“

                                      Transformation ist ein Wort, das in der Arbeitswelt gerne und oft verwendet wird. Manchmal so oft, dass es seine Substanz zu verlieren droht. Doch in diesem Gespräch wird es zurückerobert.

                                      Jule Jankowski trifft auf Oliver Sowa, Geschäftsführer der Beutlhauser Gruppe, und Wolf Lotter, Essayist und langjähriger Vordenker für gesellschaftlichen Wandel. Gemeinsam haben die beiden ein Buch geschrieben: „Transformation“. Ein Wort, ein Anspruch und ein echtes Arbeitsprogramm.

                                      Umbau zum kundenzentrierten Unternehmen

                                      Oliver Sowa bringt eine Perspektive mit, die selten so offen und selbstkritisch formuliert wird. Als Führungskraft eines mittelständischen Unternehmens beschreibt er, wie radikal sich Strukturen ändern müssen, wenn man echte Kundenorientierung und Zusammenarbeit ermöglichen will.

                                      "Unsere Organisation war per Institution kundenfeindlich gebaut," führt Oliver selbstkritisch aus und erklärt, wie dem Umbau gelang. Vom Abbau von Silos über die Abschaffung klassischer Zielvereinbarungen bis hin zur Reorganisation ganzer Entscheidungsprozesse lässt Sowa keinen Zweifel daran, dass echte Transformation keine PR-Maßnahme ist, sondern Arbeit an der Institution selbst.

                                      Transformation ist ernste Angelegenheit

                                      Wolf Lotter kontert mit seiner klarsichtigen, oft schonungslosen Analyse gängiger Narrative. Für ihn ist Transformation keine Wohlfühlveranstaltung, sondern eine ernste Angelegenheit. Wer Transformation will, muss bereit sein, Realitäten anzuerkennen, Verantwortung zu übernehmen und sich der Mühe des Denkens zu stellen. Mit spitzer Feder kritisiert er den Budenzauber rund um Schlagwörter wie Nachhaltigkeit oder Vertrauen, wenn diese nicht mit Substanz unterlegt sind.

                                      Wo beginnt, wo endet Transformation?

                                      Wie sieht echte Transformation aus. Wo beginnt sie, und warum kommt so vieles von oben. Was bedeutet horizontale Verantwortung, und warum ist Digitalisierung erst der letzte Schritt. Warum müssen Führungskräfte anfangen, das System zu hinterfragen, das sie selbst geschaffen haben. Und was bedeutet eigentlich Sinn – jenseits der semantischen Nebelkerzen.

                                      Vertikale und horizontale Ebene der Transformation

                                      Besonders eindrucksvoll ist die gemeinsame Reflexion über vertikale und horizontale Dimensionen von Transformation. Vertikal bedeutet, die Veränderung durch alle Ebenen der Organisation zu denken, von der Führung bis zur operativen Praxis. Horizontal meint, die Auflösung von Silos, das Verstehen von Zusammenhängen über Abteilungsgrenzen hinweg und die Fähigkeit, Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette neu zu organisieren. Nur wenn beide Richtungen zusammengedacht werden, kann Transformation wirksam und tragfähig sein.

                                      Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

                                      • Inventur statt Vision: Unternehmen müssen sich trauen, zu sehen, was ist
                                      • Ein nüchterner Blick auf die eigene Realität ist Ausgangspunkt jeder Transformation
                                      • Kundenfeindlich durch Struktur: Wie Organisationen ungewollt Zusammenarbeit verhindern
                                      • Wenn Systeme falsch gebaut sind, hilft kein gutes Wollen – nur Umbau
                                      • Gesätes Misstrauen: Warum Zielsysteme oft mehr schaden als nutzen
                                      • Verhalten ist das Ergebnis von Steuerung – nicht von Charakter
                                      • Transformation braucht Mut zur Selbstkritik: Führung beginnt mit Klarheit
                                      • Wer oben sitzt, muss zuerst den Spiegel halten – nicht die PowerPoint
                                      • Digitalisierung ist kein Heilmittel: Erst Kultur, dann Technik
                                      • Technologie ist Abbild, nicht Ursache – ohne Struktur ist Software wirkungslos
                                      • Zusammenarbeit heißt Entflechtung: Horizontale Verantwortung statt vertikale Kontrolle
                                      • Organisationen, die Verantwortung dorthin bringen, wo die Kompetenz sitzt, gewinnen Klarheit
                                      • Die beiden Gäste bilden eine perfekte Dialektik. Praxis trifft Theorie, Klartext trifft Tiefgang. Und die Gastgeberin sorgt dafür, dass aus diesem Austausch keine Abhandlung wird, sondern ein lebendiger Dialog mit viel Humor, Reibung und Reflexion.

                                        Ein Gespräch, das provoziert, ermutigt und herausfordert. Mit einem klaren Appell: Wer Wandel will, muss sich ehrlich machen. Und anfangen, neu zu führen.

                                        Viel Spass bei dieser Folge.

                                        Interview: Jule Jankowski

                                        Weiterführende Links und Infos:

                                        Hier geht's direkt zum Buch von Wolf Lotter und Oliver Sowa Transformation: Theorie und Praxis für die Führung. Wie bewusster Wandel neue Chancen eröffnet und stabile Orientierung in einem sich rasant verändernden Wettbewerbsumfeld bietet. Erschienen: 2025 im Haufe Verlag

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                                        • Digitale Balance
                                        • Gelebte Agilität und
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                                          59 min
                                        • Hack the World a Better Place: Was die Hacker School wirklich verändert. Dr. Julia Freudenberg (287)
                                          Die Geschäftsführerin der Hacker School über Digitalkompetenzen, Talentpotenziale und Empowerment, insbesondere für junge Mädchen

                                          "Programmieren ist digitales Krabbeln. Man muss laufen lernen, bevor man KI versteht.“

                                          In dieser Episode trifft Zukunftsmut auf Tatkraft. Dr. Julia Freudenberg ist Geschäftsführerin der Hacker School, einer Bildungsinitiative, die digitale Kompetenzen und Selbstwirksamkeit an junge Menschen vermittelt. Was als kleines Projekt begann, ist heute eine Bewegung mit ehrgeiziger Mission. Julia und ihr Team wollen bis zu einer Dreiviertelmillion SchülerIinnen pro Jahr erreichen, um ihnen frühzeitig digitale Souveränität zu ermöglichen.

                                          Hochbegagung: Fluch oder Segen?

                                          Doch dieses Gespräch ist viel mehr als ein Blick auf eine Organisation. Es ist die persönliche Geschichte einer Frau, die Umwege ging, sich selbst lange nicht erkannte und erst spät verstand, was sie wirklich antreibt. Julia spricht offen über ihre Hochbegabung, die sie lange nicht als solche identifizierte, über den inneren Druck, „normal“ zu sein, und über die Entdeckung einer kognitiven Intensität, die vieles in ihrem Leben erklärt. Julia gewährt sehr persönliche Einblicke in ihre Welt der Hochbegabung und vermittelt anschaulich, warum dies viel häufiger ein Fluch als ein Segen sein kann.

                                          Von Talenten und Zufällen

                                          Von der Musikerin mit Orchesterambition zur promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin. Von der Markenführung bei Unilever zur Arbeit mit Geflüchteten. Und schließlich zur Hacker School, die sie nicht gegründet, aber maßgeblich geprägt hat. Julia erzählt, wie sie durch Zufall in das Projekt stolperte und blieb, weil sie das Potenzial erkannte, junge Menschen über das Programmieren hinaus zu befähigen.

                                          Das Konzept der Hacker School

                                          Die Hacker School bringt freiwillige IT-Profis mit Schulklassen zusammen. Drei Stunden, ein Code-Projekt, ein echtes Ergebnis. Es geht nicht nur um Technik, sondern um Selbstvertrauen, Begeisterung, Zugang. Es geht darum, digitale Räume zu öffnen, in denen Kinder sich ausprobieren dürfen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Bildungshintergrund. Besonders Mädchen sollen ermutigt werden, digitale Berufsfelder überhaupt in Betracht zu ziehen.

                                          Digitalkompetenzen und Organisationsentwicklung

                                          Julia denkt in großen Maßstäben und mit hoher Geschwindigkeit. Gleichzeitig reflektiert sie klar, was Verantwortung bedeutet. Sie spricht darüber, wie sie die Organisation aus Versehen überfordert hat, was sie über Leadership neu lernen musste, und warum es Mut braucht, Strukturen zu verändern, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.

                                          Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

                                          • Digitalisierung braucht Persönlichkeit: Warum technisches Verständnis allein nicht reicht und digitale Bildung auch Charakterbildung bedeutet.
                                          • Von der Geige zum Code: Ein Umweg voller Klarheit. Julia erzählt, wie sie zwischen Musik, Wirtschaft und Mission ihren Platz fand.
                                          • Selbstwirksamkeit first: Die Hacker School gibt jungen Menschen nicht nur Skills, sondern Mut zur Gestaltung.
                                          • Mädchen in die IT: Ein Appell gegen Rollenklischees. Warum weibliche Perspektiven in der Tech-Welt unverzichtbar sind.
                                          • Leadership in Bewegung: Julia über sich als CEO, ihr Verhältnis zu Macht und ihre Lust an der Organisationsentwicklung.
                                          • Bildung ist kein Charity-Case: Warum Unternehmen jetzt investieren müssen, wenn sie morgen noch Fachkräfte wollen.
                                          • Diese Episode ist ein Gespräch über digitale Bildung, über das System Schule, über Chancen und Ungleichheiten. Es ist aber auch ein sehr persönliches Porträt einer Frau, die sich selbst neu kennengelernt hat, um ihre Organisation weiterentwickeln zu können. Es ist ein Gespräch für alle, die daran glauben, dass Zukunft nicht irgendwann passiert, sondern dort beginnt, wo Kinder zum ersten Mal begreifen, dass sie gestalten können.

                                            Viel Spass bei dieser Folge.

                                            Interview: Jule Jankowski


                                            Weiterführende Links und Infos:

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                                            Wir sprechen immer über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien

                                            • Gelungene Beziehungsgestaltung
                                            • Flexible Strukturen
                                            • Digitale Balance
                                            • Gelebte Agilität und
                                            • Das Denken in Möglichkeiten

                                            • GOOD WORK Partner werden


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                                              1 hr 7 min
                                            • Die Stunde der Nashörner: Geopolitische Realität für Unternehmen. Dr. Thomas Ramge (286)
                                              Wissenschaftsautor Thomas Ramge über Resilienz von Organisationen unter geopolitischen Risiken

                                              "Management ist mit Globalisierungsoptimismus sozialisiert worden – heute passt diese Landkarte nicht mehr.“

                                              Thomas Ramge schreibt keine Trendbücher, er schreibt Tiefenbohrungen. In seinem neuesten Werk „Die Stunde der Nashörner“ analysiert er gemeinsam mit Ansgar Baums, warum Unternehmen gerade nicht von schwarzen Schwänen überrannt werden, sondern von grauen Nashörnern. Also von Risiken, die sichtbar sind, vorhersehbar und trotzdem zu wenig ernst genommen werden. In dem Podcast geht es geht um Geopolitik, Technologie, wirtschaftliche Machtverschiebungen und eine neue Form von Führung, die mehr kann als reagieren.

                                              Neues strategisches Zeitalter für Unternehmen

                                              Thomas Ramge zeigt auf, was passiert, wenn das Management alter Globalisierungsfantasien in eine Welt aufwacht, in der Technologie zur Waffe geworden ist und Lieferketten zur Achillesferse. Doch er verweigert sich dem Alarmismus. Stattdessen fordert er strukturelles Denken, kluges Szenariomanagement und eine Organisationsentwicklung, die über ESG und Employer Branding hinausdenkt.

                                              Geopolitik ist für alle relevant

                                              Für Thomas ist Geopolitik nicht das Spielfeld der ganz Großen, sondern längst in der DNA mittelständischer Unternehmen angekommen. Jeder Hidden Champion mit SAP-System und einem Fuß in China muss sich heute fragen, in welchem Tech-Stack er operiert und was das morgen bedeutet. Wer darauf keine Antwort hat, läuft Gefahr, von der Realität überrollt zu werden. Die Zeit des Vogelstraußes ist vorbei. Und Organisationen, die nicht jetzt in geopolitische Kompetenz investieren, werden strategisch blind.

                                              Der Prophet im eigenen Land

                                              Was diese Episode besonders macht: Ramge spricht nicht nur als Analyst, sondern auch als Autor mit außergewöhnlicher Perspektive. In Deutschland schreibt er Bücher, die von der FAZ gelobt und von der Zeit rezensiert werden. In den USA verkauft er ein Vielfaches. Warum? Sein Buch „Who’s Afraid of AI?“ ist nicht zufällig dort erfolgreicher als in seiner Heimat. Der internationale Blick verändert nicht nur seine Inhalte, sondern auch sein Selbstverständnis als Autor.

                                              Ramges Haltung ist durch und durch systemisch. Er denkt in Vektoren, in Wechselwirkungen und nie in einfachen Antworten. Und doch bleibt sein Ton zugänglich, sein Denken anschlussfähig. Er spricht über Entscheidungsqualität, über KI als Sparringspartner, über Managementfehler im Denken und über die Notwendigkeit, politisches Handwerk ernst zu nehmen.

                                              Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

                                              • Die Stunde der Nashörner: Unternehmen ignorieren Risiken, die längst sichtbar sind
                                              • Szenarien bauen: Strategische Wachheit statt Schockstarre im Management
                                              • Geopolitisches Kraftfeld: Mittelstand und Hidden Champions sind längst Teil davon
                                              • Geteilter IT-Stack: Digitalisierung wird zur Überlebensfrage für Organisationen
                                              • Entscheidungen neu denken: Es gibt keine guten Entscheidungen, nur gute Prozesse
                                              • KI als Sparringspartner: Klüger entscheiden statt automatisieren
                                              • Diese Episode ist nicht nur ein Blick in ein kluges Buch, sondern ein Plädoyer für eine neue Kultur der strategischen Wachheit. Wer Organisationsentwicklung ernst meint, muss die Welt ernst nehmen – mit all ihren Risiken, Ambivalenzen und Möglichkeiten.

                                                Viel Spass bei dieser Folge.

                                                Interview: Jule Jankowski


                                                Weiterführende Links und Infos:

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                                                Zum Buch Stunde der Nashörner von Dr. Thomas Ramge und Ansgar Baums, Murmann Verlag 2025

                                                Synopsis zu Thomas Ramges Buch über Longevity von der American Society of Aging


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                                                • Gelungene Beziehungsgestaltung
                                                • Flexible Strukturen
                                                • Digitale Balance
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                                                • Das Denken in Möglichkeiten

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                                                  1 hr 29 min
                                                • 50/50: Die große Bühne für gelebte Diversität ist erst der Anfang. Isabelle Gardt (285)
                                                  OMR-Geschäftsführerin und Initiatorin von 50:50 über gelebte Diversität in Unternehmen und mehr Sichtbarkeit für das Thema

                                                  "Wenn wir irgendwann nicht mehr gebraucht werden, haben wir unser Ziel erreicht.“

                                                  Isabelle Gardt ist Co-Geschäftsführerin von OMR und Mitinitiatorin der 50/50-Initiative, die sich für mehr Sichtbarkeit und strukturelle Repräsentanz marginalisierter Gruppen einsetzt. In dieser GOOD WORK Episode spricht sie über die Frage, wie sich Diversität nicht nur programmatisch auf Bühnen, sondern auch intern in Organisationen verankern lässt.

                                                  Initiative 50/50 startet

                                                  Die Initiative 50/50 startete 2018 mit dem Ziel, mehr Frauen auf die Bühnen des OMR Festivals zu bringen. Heute ist daraus eine Lernbewegung geworden, mit eigenem Newsletter, Podcast, Eventformaten und Community. 2024 wurde die separate 50/50-Stage abgeschafft. Stattdessen sind Diversity-Themen nun fester Bestandteil des Gesamtprogramms. Isabelle erklärt, warum dieser Schritt kein Rückzug, sondern eine bewusste Weiterentwicklung war.

                                                  Gelebte Diversität bei OMR

                                                  Auch bei OMR selbst findet der Diversity-Ansatz Anwendung. Isabelle gibt Einblicke in konkrete Maßnahmen für die Mitarbeitenden. Vereinbarkeit wird aktiv unterstützt, etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle und eine partnerschaftliche Aufteilung familiärer Aufgaben. Diversity wird nicht als gesondertes Projekt geführt, sondern in kuratorischen Entscheidungen, Kommunikation und Veranstaltungsdesign mitgedacht. Der 50/50-Newsletter dient dabei auch als interne Ressource und Inspirationsquelle. Die Perspektive hat sich von Genderfokus hin zu intersektionalen Ansätzen erweitert, mit dem Ziel, möglichst viele Stimmen sichtbar zu machen.

                                                  Isabelles Karriereweg: Von Allein unter Männern hin zu großer Bühne für Repräsentanz.

                                                  Isabelle spricht zudem offen über ihren eigenen Weg in die Geschäftsführung, über den Umgang mit Mental Load, über Selbstzweifel auf der Bühne und darüber, wie man Sicherheit durch Wiederholung und eigenes Storytelling aufbauen kann. Auch Kritik wird thematisiert, etwa die Frage, ob 50/50 reiner White Feminism oder Marketing sei.

                                                  Darüber sprechen wir in der Folge von GOOD WORK

                                                  • *Von der Bühne zur Bewegung: * Wie aus einem Bühnenformat ein Diversity-Programm mit strategischer Relevanz wurde.
                                                  • Sichtbarkeit als Verantwortung: Warum es nicht nur ums Gesehenwerden geht, sondern darum, wer gesehen werden darf.
                                                  • Care-Arbeit und Co-Leadership: Ein ehrlicher Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Führungsverantwortung.
                                                  • Kuratorin für Gleichstellung: Wie Isabelle Themen auswählt, Stimmen verstärkt und Plattformen gestaltet.
                                                  • LinkedIn als Hebel für Wandel: Die Rolle digitaler Bühnen für Personal Branding und Female Empowerment.
                                                  • Von White Feminism zur Intersektionalität: Der Wandel von 50/50 von Genderfokus hin zu Diversitätsdimensionen.
                                                  • Das Gespräch zeigt, dass echte Diversität und Repräsentanz mehr braucht als Quoten und eine schillernde Bühne. Aber ohne werden die Themen niemals ans Laufen kommen.

                                                    Der Job ist getan, wenn wir weder gesonderte Bühnen noch Quotenvorgaben brauchen. Doch bis dahin ist es noch ein langer weiter Weg. Nicht nur für Isabelle Gardt.

                                                    Viel Spass bei dieser Folge.

                                                    Interview: Jule Jankowski


                                                    Weiterführende Links und Infos:

                                                    Hier geht's direkt zu der OMR 5050

                                                    Isabelle Gardts Auftritt in LInkedIN

                                                    Werbehinweis


                                                    Die akutelle Folge wird freundlicherweise unterstützt von der R+V Versicherung

                                                    Link zu den offenen Stellen von R+V:




                                                    Brand Eins Podcast Netzwerk:

                                                    GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins


                                                    Infos und Playlists zu GOOD WORK


                                                    Wir sprechen immer über unsere fünf GOOD WORK Prinzipien

                                                    • Gelungene Beziehungsgestaltung
                                                    • Flexible Strukturen
                                                    • Digitale Balance
                                                    • Gelebte Agilität und
                                                    • Das Denken in Möglichkeiten

                                                    • GOOD WORK Partner werden


                                                      Ihr wollt Partner werden von GOOD WORK und interessiert Euch für Social Podcast Partnership? Dann schreibt uns hier eine Mail: mailto:[email protected]

                                                      Idee für Gesprächspartner bei GOOD WORK

                                                      Ihr habt eine Idee, einen Vorschlag für einen Gast bei GOOD WORK? Dann freuen wir uns über Post: mailto:[email protected]

                                                      GOOD WORK LInks und Playlists
                                                      Weitere Infos zu GOOD WORK und Jule Jankowski und die GOOD WORK Playlists findet Ihr hier: GOOD WORK Infos und Playlists

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                                                      1 hr

                                                    About GOOD WORK - Der Podcast für zukunftsfähige Arbeitskultur

                                                    From the publisher's feed

                                                    Der Podcast GOOD WORK ist das Feuilleton der deutschen Arbeitswelt.

                                                    More shows like GOOD WORK - Der Podcast für zukunftsfähige Arbeitskultur

                                                    OMR Podcast by Philipp Westermeyer - OMR

                                                    OMR Podcast

                                                    34 Listeners

                                                    brand eins-Podcast by detektor.fm – Das Podcast-Radio

                                                    brand eins-Podcast

                                                    2 Listeners

                                                    Führung auf den Punkt gebracht! by Bernd Geropp

                                                    Führung auf den Punkt gebracht!

                                                    3 Listeners

                                                    digital kompakt by Joel Kaczmarek

                                                    digital kompakt

                                                    4 Listeners

                                                    Hotel Matze by Matze Hielscher & Mit Vergnügen

                                                    Hotel Matze

                                                    180 Listeners

                                                    On the Way to New Work - Der Podcast über neue Arbeit by Christoph Magnussen & Michael Trautmann

                                                    On the Way to New Work - Der Podcast über neue Arbeit

                                                    18 Listeners

                                                    Female Leadership Podcast by Vera Strauch, Dear Monday

                                                    Female Leadership Podcast

                                                    9 Listeners

                                                    WirtschaftsWoche Chefgespräch by Beat Balzli

                                                    WirtschaftsWoche Chefgespräch

                                                    3 Listeners

                                                    Smarter leben by DER SPIEGEL

                                                    Smarter leben

                                                    50 Listeners

                                                    Die Boss - Macht ist weiblich by Stern / RTL+

                                                    Die Boss - Macht ist weiblich

                                                    4 Listeners

                                                    Lead Forward by Harvard Business manager

                                                    Lead Forward

                                                    2 Listeners

                                                    Lanz + Precht by ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht

                                                    Lanz + Precht

                                                    320 Listeners

                                                    FAST & CURIOUS by Lea-Sophie Cramer, Verena Pausder

                                                    FAST & CURIOUS

                                                    16 Listeners

                                                    Der KI-Podcast by ARD

                                                    Der KI-Podcast

                                                    19 Listeners

                                                    AUF & UP by Chris Surel

                                                    AUF & UP

                                                    1 Listeners