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Adam Grant ist Organisationspsychologe, Bestseller-Autor und gilt als einer der zehn einflussreichsten Management-Denker der Welt. Der junge Forscher aus den USA untersucht, wie Menschen Motivation und Bedeutung im Leben finden und Annahmen überdenken können, um ein kreatives und erfülltes Leben zu führen. Die Liste seiner Auszeichnungen ist lang: vom World Economic Forum wurde er als Young Global Leader ausgezeichnet und er stand unter anderem auf der Fortune „40 under 40“ Liste .
In dieser Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes mit Adam Grant nicht nur über seinen beeindruckenden Lebenslauf, sondern auch darüber, warum wir Talent oft überschätzen und harte Arbeit und Leidenschaft unterschätzen.
Grant betont, dass anfängliche Schwierigkeiten nicht das Endresultat vorhersagen: „Oftmals sind die Menschen, die anfangs die größten Schwierigkeiten haben, diejenigen, die am meisten lernen und wachsen.“
In seinem neuen Buch „Hidden Potential“ beschäftigt sich Grant mit der Frage, wie wir das Potenzial, das in jedem von uns schlummert, entfaltet können. Dabei misst er Fehlern und wie sie zum Lernen beitragen, eine hohe Bedeutung zu. „Wenn man Angst hat, Fehler zu machen, bedeutet das, dass man nichts Neues ausprobieren wird. Und das bedeutet, dass es sehr schwer sein wird, originelle Ideen zu entwickeln“, warnt Grant. Er plädiert dafür, eine Kultur zu schaffen, in der Fehler als Lernmöglichkeiten angesehen werden - und nicht als Misserfolge.
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Für die jetzt anstehenden olympischen Sommerspiele in Paris wollte Volocopter einen Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt setzen – mit dem Zweisitzer Volocity sollten erste kommerzielle Flüge angeboten werden. Dirk Hoke, CEO von Volocopter, sieht großes Potenzial für autonome Flugtaxis in urbanen Zentren weltweit, um die Verkehrsprobleme zu lösen.
Spätestens ab dem nächsten Jahr will der Manager in Städten wie Singapur, Rom oder der Zukunftsstadt Neom in Saudi-Arabien die ersten Taxiflüge anbieten. „Ich bin bereit, jede Wette darauf einzugehen, dass wir in den Dreißigerjahren in unserer Umwelt weltweit diese Fluggeräte in allen verschiedenen Bereichen sehen werden“, sagt Hoke im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes. Trotz weltweiter Begeisterung gäbe es in Deutschland eine gewisse Technologieskepsis. „Wir brauchen immer ein bisschen länger, bis wir auch überzeugt sind“ so Hoke.
Nach einer Corporate-Bilderbuchkarriere bei Renault, Siemens und Airbus Defence hat Hoke eine mutige Entscheidung getroffen: Er wechselte 2022 in die Flugtaxi-Branche zu Volocopter. In der neuen Folge Handelsblatt Disrupt spricht Matthes mit Hoke über die Beweggründe seines Wechsels, warum es mit dem kommerziellen Flug bei den Olympischen Spielen in Paris nicht geklappt hat, vor welchen Herausforderungen die Flugtaxi-Branche steht und welche Schritte notwendig sind, um die Kosten einer Flugtaxifahrt auf das Niveau eines normalen Taxis zu bekommen.
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Künstliche Intelligenz (KI) wird die Arbeitswelt grundlegend revolutionieren und Prozesse in nahezu allen Branchen beeinflussen. Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes hat beim Handelsblatt-Terrassengespräch mit Siemens-Personalvorständin Judith Wiese und KI-Expertin und Ex-Bahnvorständin Sabina Jeschke darüber gesprochen, welche künftig die wichtigsten Fähigkeiten für Mitarbeiter sein werden, wie sich KI sinnvoll in die Unternehmensprozesse integrieren lässt und auf welche Technologien es dabei besonders ankommt.
Eine der zentralen Fragen des Gesprächs: Wie können Führungskräfte ihre Kolleginnen und Kollegen dazu bringen, der Transformation zu folgen? Jeschke ist der Meinung, dass sich viele daran gewöhnt hätten, die Belegschaft wie Kinder zu behandeln. „Ich muss nicht alle abholen, ich bin kein Busfahrer“, betont sie. Dieses Konzept führe dazu, dass bei zukünftigen Transformationen alle darauf warten, mitgenommen zu werden, ohne selbst aktiv zu werden.
Außerdem diskutierten die Expertinnen darüber, wie KI die Rolle der Führungskräfte verändern kann und welche neuen Anforderungen sie an Manager stellt. Wiese glaubt, dass Fachwissen allein nicht der entscheidende Faktor für gute Führung sein wird: „Der beste Manager wird nicht derjenige sein, der am meisten weiß, sondern derjenige, der die besten Fragen stellt und dem Team Möglichkeiten lässt.“ Dabei legt sie besonderen Wert auf das sogenannte Growth-Mindset. Was das genau bedeutet und wie KI konkret in die Prozesse bei Siemens integriert wird, erklärt sie im Podcast.
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Als Lisa Su vor rund zehn Jahren den Chefposten beim Chiphersteller AMD übernahm, stand das Unternehmen kurz vor dem Bankrott. Su gelang es, die Firma zu retten, den Börsenwert auf mehr als 250 Milliarden Dollar zu steigern und AMD zu einem der Vorreiter in der Chip-Industrie zu machen. Im Podcast Handelsblatt Disrupt spricht Silicon-Valley-Korrespondent Stephan Scheuer mit Su darüber, mit welchen Maßnahmen sie AMD zu einem der wertvollsten Unternehmen gemacht hat, wie sie sich gegen den Hauptkonkurrenten Nvidia behaupten will und welche Rolle Europa in ihren Plänen spielt.
Im Gespräch erläutert Su die Hintergründe der Übernahme des Chipspezialisten Xilinx im Jahr 2022 für 49 Milliarden Dollar – die bis heute teuerste Akquisition in der Chipindustrie. „Die Übernahme von Xilinx war eine große Wette, aber dahinter steckte die Idee, dass AMD ein besseres Hochleistungs-Technologieunternehmen und ein besserer Partner für die größten Marken da draußen sein würde, wenn wir alle richtigen Motoren hätten“, erklärt Su.
Su spricht auch darüber, wie sie die Zukunft von AMD hinsichtlich der Rolle von KI-Chips in der sich wandelnden Technologielandschaft sieht. „Meine Mission ist es, Hochleistungs- und adaptive Rechentechnologien zu entwickeln, die einige der schwierigsten Probleme der Welt lösen können. Technologie kann das Leben verbessern, und das ist unsere Mission“, so die Konzernchefin.
Was Sus erste Frage an ChatGPT war, warum sie auch in Deutschland nach guten Ingenieuren sucht und inwiefern ihr internationaler Hintergrund ihren Führungsstil prägt, hören Sie in der neuen Folge von Handelsblatt Disrupt.
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Tina Müller hat derzeit keine leichte Aufgabe: Als neue CEO von Weleda soll sie die traditionelle Naturkosmetikmarke in eine Zukunft von Tiktok und Co. führen.
In der neuesten Folge von Handelsblatt Disrupt spricht Chefredakteur Sebastian Matthes mit Müller über die Zukunft von Weleda und wie Müller die Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Unternehmen vorantreiben will.
Ein zentrales Thema sind auch die Herausforderungen für Frauen in Führungspositionen. „Wir werden nie auf 50 Prozent kommen“, sagt Müller zur Frauenquote in der Führungsspitze. Sie betont, wie wichtig es ist, dass Frauen den Mut haben, Karrierechancen anzunehmen.
Welche Produkttrends und Wirkstoffe sich Müller in Asien anschaut und warum mehr Marketing-Chefinnen und -Chefs zu CEOs werden sollten, darüber sprechen Matthes und Müller in der neuen Ausgabe von Handelsblatt Disrupt.
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Er treibt das wohl waghalsigste Transformationsprojekt eines deutschen Konzerns voran. Vor einem Jahr ist Bill Anderson als Chef beim Agrar- und Pharmariesen Bayer eingestiegen, um das Unternehmen aus der Krise zu führen. Dazu treibt er eine radikale Umbaumaßnahme an, die die Arbeitswelt revolutioniert.
Anderson will zahlreiche Hierarchieebenen abschaffen, traditionelle Abteilungen durch neu zusammengestellte, eigenverantwortliche Teams ersetzen und Bürokratie abbauen. Darüber, was das in der Praxis bedeutet, ob es das epochale Chaos auslöst und wie genau das neue Organisationsmodell funktioniert, hat Chefredakteur Sebastian Matthes ausgiebig mit Anderson bei der Veranstaltung „Work in Progress“ der Handelsblatt Media Group gesprochen.
Der 57-jährige Manager spricht außerdem über seine eigene Entwicklung und die Herausforderungen, die mit der Transformation verbunden sind. Anderson bezeichnet sich selbst als einen „fortgeschrittenen Praktiker des traditionellen Managementsystems“. Rückblickend sagt er: „20 Jahre meiner beruflichen Laufbahn habe ich die Karriereleiter erklommen. Und während dieser Zeit, war ich ein Optimist, was das traditionelle System angeht.“
Welcher Schlüsselmoment Anderson dazu brachte, das traditionelle Modell infrage zu stellen, warum er von seinen Mitarbeitern nicht erwartet, dass sie tun, was er Ihnen sagt und wann Ergebnisse des Umbaus zu sehen sein werden, das führt er im Podcast aus.
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Der Dax-Konzern Siemens Energy hatte ein sehr turbulentes vergangenes Jahr. Das Unternehmen musste mehrere Gewinnwarnungen herausgeben. Und als dann zum Ende des Jahres die Nachricht herauskam, dass das Unternehmen womöglich 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren für Staatsgarantien zahlen müsse, brach die Aktie stark ein. Durch diese Zeit gebracht hat das Unternehmen der CEO Christian Bruch.
In der neuesten Folge von Handelsblatt Disrupt diskutiert Chefredakteur Sebastian Matthes mit Christian Bruch über die Chancen und die Schwierigkeiten der Energiewende und darüber, warum es in vielen Bereichen noch hakt.
Bruch äußert im Gespräch Zweifel, dass Deutschland die Energiewende bis 2030 oder 2035 erfolgreich umsetzen kann. „Was mir viel zu wenig vorkommt in der Diskussion, ist, dass wir uns verändern müssen. Wir müssen das Energiesystem umbauen und wir müssen auch unseren Blick darauf ändern, was uns Energie kostet“, betont Bruch. Er fordert, Veränderungen als etwas Positives zu diskutieren, um den notwendigen Umbau des Energiesystems voranzutreiben.
Matthes und Bruch sprechen außerdem über die Frage, ob die Windkraftbranche zunehmend von China dominiert wird. Ein reines Abschotten von chinesischen Anbietern hält Bruch dabei für falsch. „Ich kann keine Energiewende ohne chinesische Zulieferungen sehen. Dafür ist die Rolle Chinas viel zu dominant bei Materialien“, äußert Bruch. Europa müsse strategisch darauf vorbereitet sein, Alternativen zu schaffen. Im Gespräch gibt Bruch außerdem einige überraschende Einblicke in sein eigenes Leben. Etwa, dass er fast Lehrer geworden wäre und sich schon mit Bill Gates getroffen hat. Das und mehr hören Sie in der aktuellen Folge Handelsblatt Disrupt.
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Sie ist eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Tech- und Gründerszene. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut: Gülsah Wilke kam als Kind türkischer Einwanderer nach Deutschland und sollte trotz guter Noten zunächst nicht aufs Gymnasium gehen. Wie sie es trotz vieler Hindernisse ganz nach oben geschafft hat, was sie persönlich antreibt, warum sie anderen beim Aufstieg helfen möchte und wie sie die Zukunft der deutschen Technologiewirtschaft sieht, besprechen
Wilkes Geschichte zeigt, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund
Wilke ist eine der wenigen Frauen im Venture-Capital-Bereich sowie Partnerin und Deutschland-Chefin bei der Risikokapitalgesellschaft DN Capital. Zudem ist sie Gründerin von „2hearts“, einem Netzwerk für Menschen mit Migrationshintergrund in der Technologieszene.
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Als er Teile seines Kerngeschäfts an den US-Konzern Carrier Global verkauft hatte, ging ein Aufschrei durchs Land: Ausverkauf des deutschen Mittelstands, Niedergang des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Im Gespräch mit Chefredakteur Sebastian Matthes spricht Max Viessmann über kluge Entscheidungen in der Vergangenheit und seine Vision für die Zukunft Deutschlands.
Viessmann erklärt, dass sein Unternehmen allein im globalen Wettbewerb um neue Klimatechnologien wie Wärmepumpen langfristig nicht in der Lage gewesen wäre, den Standort in Allendorf zu sichern. „Wenn in einem Land negative Rhetorik vorherrscht, dann kann nichts Positives entstehen“, warnt der Unternehmer. Er beschreibt, wie er mit Carrier Global einen Partner gefunden hat, der sich langfristig und nachhaltig für die gleichen Ziele einsetzt wie das Familienunternehmen: die Lebensräume für zukünftige Generationen sichern.
Heute ist Viessmann mit rund sieben Prozent der größte Anteilseigner an Carrier Global. Max Viessmann sitzt im Verwaltungsrat und hat somit Einfluss auf die strategische Ausrichtung des globalen Konzerns. Gleichzeitig investiert er die rund zehn Milliarden Euro, die er für den Verkauf der Klimasparte erhalten hat, in Firmenbeteiligungen mit ähnlichen Zielen, zum Beispiel in den Bereichen Lebensmittel, Wasser und Pharma.
Wie er diese Ziele umsetzen will, was das für den Standort Allendorf und für Deutschland bedeutet und wie er den Mittelstand in Deutschland stärken will – all das besprechen Matthes und Viessmann in der neuen Folge von Handelsblatt Disrupt.
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In der neuen Ausgabe von Handelsblatt Disrupt spricht Chefredakteur Sebastian Matthes mit Stephen Schwarzman, Gründer und Chef der US-Beteiligungsfirma Blackstone, über Künstliche Intelligenz (KI). Schwarzman erzählt, wie er während einer Busfahrt 2015 in einem Gespräch mit dem Alibaba-Gründer Jack Ma erstmals auf KI aufmerksam wurde und deren Potenzial erkannte. Er beschreibt, wie er daraufhin begann, KI in sein Unternehmen zu integrieren, angefangen mit der Einführung einer Abteilung für Datenwissenschaft. Blackstone investierte massiv in Datenzentren, um für die wachsende Nachfrage nach Rechenleistung gerüstet zu sein. „Wir haben das fünftgrößte Unternehmen für Rechenzentren in den Vereinigten Staaten gekauft“, so Schwarzman.
Auf die Frage, wer derzeit den KI-Wettstreit anführt – die Vereinigten Staaten oder China –, findet Schwarzman klare Worte: „Die Antwort lautet: die Vereinigten Staaten. Und das liegt daran, dass die Vereinigten Staaten die Ausfuhr bestimmter Halbleiterchips eingeschränkt haben, was es den Chinesen erschwert hat, mit der gleichen Geschwindigkeit voranzukommen. Die meisten Experten glauben, dass sie irgendwann ihre eigenen Chips erfinden werden.“
Außerdem geht es in dem Gespräch um die Gefahren, die die Technologie mit sich bringen kann. Schwarzman betont die Notwendigkeit globaler Regulierung und ethischer Überlegungen in der KI-Entwicklung. „Die ganze Generation der Erfinder, die diese Technologie vorantreibt, ist für eine Regulierung“, betont Schwarzman. Er hat 350 Millionen Dollar an das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und 250 Millionen Dollar an die Universität Oxford gespendet, um die ethischen Aspekte der KI zu erforschen und zu adressieren.
Schwarzman und Matthes sprechen auch darüber, was mit Firmen geschieht, die nicht mit KI arbeiten wollen, wie KI Führungsstile in Unternehmen verändert und ob der KI-Boom eines Tages gebremst werden könnte, weil nicht genug Energie für die erforderlichen Rechenzentren zur Verfügung steht.
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