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Der Iran-Krieg sorgt weiterhin für Unruhe an den Energiemärkten. Die Sperrung der Straße von Hormus treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit für Wirtschaft und Politik. Besonders Deutschland ist betroffen, weil es stark von den Energieimporten abhängig ist.
Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft diskutieren in dieser Folge Economic Challenges über den aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung. Künftig sollen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal pro Tag – jeweils um zwölf Uhr – erhöhen dürfen, während Preissenkungen weiterhin jederzeit möglich bleiben.
Hüther sieht solche Eingriffe jedoch kritisch. Steigende Preise seien ein Signal für Knappheit und zwängen dazu, den Verbrauch anzupassen und Alternativen zu suchen. Besonders skeptisch blickt er auf die geopolitische Lage: „Ich habe den Eindruck, die sind weder konzeptionell noch im Doing auf das vorbereitet, auf was sie sich eingelassen haben“, sagt Hüther über die Trump-Regierung im Podcast. Deshalb werde die Unsicherheit an den Energiemärkten voraussichtlich anhalten. Langfristig könne jedoch der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Stabilisierung der Energiepreise beitragen.
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Die öffentlichen Konflikte im Sachverständigenrat haben eine Debatte über die Zukunft des wichtigsten wirtschaftspolitischen Beratungsgremiums in Deutschland ausgelöst. In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Jörg Rocholl, Präsident der internationalen Wirtschaftshochschule ESMT Berlin, über die Rolle und mögliche Reformen des Rates.
Im Zentrum der Diskussion steht eine grundlegende Frage: Soll der Sachverständigenrat vor allem die Öffentlichkeit über wirtschaftspolitische Zusammenhänge aufklären – oder die Bundesregierung stärker direkt beraten? Rocholl verweist auf das amerikanische Modell des Council of Economic Advisers, dessen Mitglieder eng mit dem Präsidenten zusammenarbeiten und wirtschaftspolitische Entscheidungen intern vorbereiten.
Rürup erinnert daran, dass der Rat historisch vor allem der öffentlichen Aufklärung dienen sollte. Zugleich sieht er die Institution heute unter Druck. „Leider ist der Rat gegenwärtig dabei, sich ein bisschen zu zerlegen“, sagt Rürup mit Blick auf die anhaltenden Konflikte im Gremium.
Vor dem Hintergrund schwachen Wachstums und struktureller Herausforderungen sei ökonomischer Sachverstand jedoch wichtiger denn je. Rürup verweist auf die schwierige Lage der deutschen Wirtschaft: „Das deutsche Geschäftsmodell des exportorientierten Wachstums ist zerstört worden.“ Gerade deshalb, so die gemeinsame Einschätzung, braucht die Politik verlässliche und wirksame wirtschaftswissenschaftliche Beratung.
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In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warum Deutschland trotz gelockerter Schuldenregeln und staatlicher Impulse seit 2019 kaum wächst. Rürup verweist auf die demografische Lücke am Arbeitsmarkt und auf ein Exportmodell, das durch Trumps Zollpolitik und Chinas wachsende Konkurrenz an Grenzen stößt.
Deutsche Unternehmen bauen ihre Direktinvestitionen in China weiter aus. Gleichzeitig verschärft sich das Ungleichgewicht im Handel: Exporte nach China gehen zurück, Importe steigen, das Defizit wächst. Rürup warnt zudem vor einer „Überschussproduktion“ in China, die zusätzliche Verdrängungseffekte in Europa auslösen kann.
Ein Schwerpunkt ist die politische Ambivalenz: Bundeskanzler Friedrich Merz spricht von „strategischer Partnerschaft“, während China zugleich Wettbewerber und geopolitischer Risikofaktor bleibt – etwa wegen der Nähe zu Russland. Hüther betont, Partnerschaft müsse „ausbuchstabiert“ werden, inklusive klarer Erwartungen an fairen Wettbewerb. „China ist auch dringend auf wirtschaftlich Verbündete angewiesen. Und das kann Europa eher sein als die USA“, glaubt Rürup.
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In dieser Folge von Economic Challenges sprechen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die jüngste Personalentscheidung im Sachverständigenrat und deren politische Hintergründe. Anlass ist die Nachricht, dass die Amtszeit von Ulrike Malmendier nicht verlängert wird – ein Schritt, der Fragen nach der Unabhängigkeit und Zukunft des Gremiums aufwirft.
Hüther erinnert daran, dass die Politisierung der Ratsberufungen begonnen habe, als man Lars Feld vonseiten der SPD nicht verlängern wollte. Nun wiederhole sich das Muster. Damit werde „Schaden angerichtet an den Personen und letztlich auch am Gremium“. Rürup erinnert daran, dass der Rat laut Gesetz keine Regierung beraten, sondern die Öffentlichkeit aufklären solle – eine Funktion, die heute weitgehend verloren gegangen sei.
Beide fragen, ob das Gremium in seiner bisherigen Form noch Sinn ergibt. Hüther spricht von einer „Selbstzerlegung des Rates“, Rürup sieht dessen Bedeutung schwinden. Am Ende steht die Frage, ob eine Reform noch helfen kann – oder ob sich der Sachverständigenrat überlebt hat. „Das Gremium wird es mutmaßlich weitergeben“, sagt Rürup, „aber die Bedeutung, die intern wie die externe, wird sich deutlich verschieben.“
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In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, das neue Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI). Im Zentrum steht die sicherheitsrelevante Forschung – ein Feld, auf dem Deutschland aus Sicht beider Ökonomen erheblichen Nachholbedarf hat.
Rürup kritisiert, dass die Debatte über Wehrtechnik und Dual-Use-Forschung an deutschen Hochschulen bislang nur zögerlich geführt wird. „Wir leben hier im Schatten des Dritten Reichs“, sagt er – und stellt die Frage, ob historische Traumata noch immer notwendige Kooperationen zwischen Wissenschaft und Rüstungsindustrie blockieren. Hüther verweist auf die Zivil- und Friedensklauseln vieler Hochschulen und fordert einen kulturellen Wandel: Sicherheitsforschung sei längst ein Hightech-Thema mit hoher Innovationsdynamik.
Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und einer schwindenden Verlässlichkeit der USA plädieren beide für eine strategische Neupositionierung. Es gehe nicht um eine Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit, betont Hüther, sondern um die Bereitschaft, gesellschaftlich relevante Fragen anzunehmen. Im Kern steht die Frage, ob Deutschland forschungspolitisch aus einem „weißen Fleck“ heraustreten will – oder sicherheitstechnologisch dauerhaft abhängig bleibt.
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In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die geopolitische Lage. Ausgangspunkt ist der Munich Security Report. Der Bericht erscheint jedes Jahr vor der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Autoren sprechen darin von einer Phase der „Wrecking Ball Politics“ – einer Politik der Zerstörung statt der Ordnung.
"Dieser Munich Security Report ist gnadenlos realistisch", sagt Hüther. Man müsse über neue Formen der Zusammenarbeit nachdenken. Der Begriff des Westens sei überholt. "Der Terminus 'der Westen' basiert auf einer bipolaren Welt", sagt Rürup, "und genau diese Bipolarität haben wir nicht mehr."
Die US-Politik hat auch wirtschaftliche Folgen: Laut Umfragen unter deutschen Mittelständlern verliert der US-Markt an Attraktivität; Investitionen gehen spürbar zurück.
Im Zentrum der Podcast-Diskussion steht die Frage, ob die Welt auf eine neue Blockbildung zusteuert – und welche strategischen Antworten Europa darauf geben muss. Mehr dazu in der aktuellen Folge von Economic Challenges.
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In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die jüngsten Zahlen zur Armutsgefährdung in Deutschland. Auslöser ist die Meldung des Statistischen Bundesamtes, wonach rund jeder sechste Mensch unterhalb der Armutsrisikogrenze lebt – ein Befund, der mit Warnungen aus der Politik über die Finanzierbarkeit des Sozialstaats zusammenfällt.
Die Hosts ordnen dies in die Langzeitentwicklung ein und besprechen Probleme des sozialen Sicherungssystems in Deutschland. Im Zentrum der Diskussion steht dann die Frage, welche politischen Konsequenzen daraus folgen. Beide plädieren dafür, die Debatte nicht auf Kürzungen im Sozialstaat zu verengen, sondern stärker auf Arbeitsanreize, Erwerbsbeteiligung und Produktivität zu setzen.
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In dieser Folge von Economic Challenges nehmen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, einen Vorstoß aus dem CDU-Wirtschaftsflügel zum Anlass, um über Arbeitszeit und Fachkräftemangel zu sprechen. Soll das seit 2001 geltende Recht auf Teilzeit zurückgedrängt werden – oder braucht Deutschland genau diese Flexibilität?
Hüther betont, dass Teilzeit in den vergangenen zwei Jahrzehnten die Erwerbsbeteiligung deutlich erhöht habe. Gleichzeitig verschärfe der demografische Umbruch den Druck, Arbeitsvolumen zu mobilisieren. „Wir sind heute mit 61 Milliarden Arbeitsstunden und 46 Millionen Erwerbstätigen auf dem Höchststand“, sagt Hüther. Doch in den kommenden Jahren klaffe eine wachsende Lücke zwischen Renteneintritten und nachrückenden Jahrgängen.
Rürup kritisiert, der aktuelle Vorschlag greife an der falschen Stelle an. Entscheidend seien strukturelle Hemmnisse wie Ehegattensplitting, beitragsfreie Mitversicherung und fehlende verlässliche Betreuung – sonst bleibe qualifiziertes Erwerbspotenzial ungenutzt. Hüther nennt den ab Herbst 2026 startenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen zwar „richtig und wichtig“, aber „viel zu spät“.
Beide plädieren für eine kohärente Strategie: bessere Anreize für den Wechsel aus Teilzeit in vollzeitnahe Beschäftigung, mehr Zuwanderung – auch über Hochschulen – und Produktivitätsfortschritte durch Automatisierung. Rürup warnt, die Debatte werde zu kleinteilig geführt. Deutschland habe kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Mehr dazu hören Sie in der aktuellen Folge von Economic Challenges.
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Handelsblatt Invest ist der neue Podcast für professionelle Investoren und ambitionierte Privatanleger. Astrid Dörner, Handelsblatt-Chefreporterin für Geldanlage und Märkte, spricht jede Woche mit internationalen Experten über die wichtigsten Trends an den Kapitalmärkten.
Ob Aktien, Anleihen, Krypto oder Rohstoffe – Handelsblatt Invest bietet echte Deep Dives statt nur Schlagzeilen. Damit auch Sie kommende Marktbewegungen früh erkennen – in Frankfurt, an der Wall Street und darüber hinaus.
Ab dem 28. Januar immer mittwochs ab 3 Uhr kostenlos für alle Handelsblatt-Abonnenten. Jetzt reinhören und abonnieren! Handelsblatt | Apple | Spotify
In dieser Folge von Economic Challenges analysieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die politischen und ökonomischen Signale des jüngsten Weltwirtschaftsforums in Davos. Ein wichtiger Aspekt ist die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Gründung eines „Friedensrats“, der aus Sicht der beiden Ökonomen weniger auf Regeln als auf Macht, Loyalität und finanzielle Beiträge setzt. Rürup sieht darin ein Symptom für das Ende der Nachkriegsordnung.
Hüther spricht von einer Privatisierung der weltwirtschaftlichen Beziehungen: „Das ist der Rückfall in eine vormoderne Politikstruktur, wo man über Vetternwirtschaft bessere Beziehungen aufbaut als über Regeln und Institutionen.“
Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, wie Europa auf diese Entwicklung reagieren sollte. Rürup und Hüther plädieren für einen stärkeren wirtschaftlichen und militärischen Zusammenschluss Europas. Auf die Zusagen der USA werde man nicht mehr sehr viel Wert legen können.
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