Ein paar Gedanken später sitzt du im Auto.
Dein Sohn hat dir gerade erzählt, dass seine Mama traurig ist.
Und plötzlich läuft in dir etwas ab, das du gar nicht bewusst entschieden hast.
„Vielleicht sollte ich heute doch verzichten.“
„Vielleicht ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.“
„Vielleicht braucht sie mich gerade mehr.“
Innerhalb weniger Sekunden sind deine eigenen Bedürfnisse verschwunden.
Nicht, weil sie plötzlich unwichtig geworden sind.
Sondern weil sich etwas viel Älteres meldet.
Etwas, das du vielleicht schon als Kind gelernt hast.
Eigene Bedürfnisse in der Trennung zurückstellen.
Für viele Menschen fühlt sich das nach Mitgefühl an.
In Wirklichkeit beginnt hier oft der Moment, in dem sie sich selbst verlieren.
Wenn du dich in diesem Gedanken wiedererkennst, dann hör nicht auf, darüber nachzudenken. Manchmal verändert nicht eine große Erkenntnis etwas, sondern ein ehrlicher Blick auf das, was in dir gerade passiert.
HIER KOMMST DU ZU DEINEM PERSÖNLICHEN KLARHEITSGESPRÄCH
Eigene Bedürfnisse in der Trennung zurückstellen fühlt sich oft wie Liebe an
Die wenigsten Menschen entscheiden bewusst:
„Ab heute stelle ich mich hinten an.“
Es passiert automatisch.
Du siehst den Schmerz deines Ex-Partners.
Du hörst von den Kindern, dass es der Mama oder dem Papa schlecht geht.
Vielleicht spürst du Schuld.
Vielleicht Mitleid.
Vielleicht den Wunsch, wenigstens jetzt keinen zusätzlichen Schmerz zu verursachen.
Und genau dort beginnt etwas, das viele mit Liebe verwechseln.
Du verzichtest.
Du nimmst dich zurück.
Du verschiebst deine Bedürfnisse auf später.
Vielleicht denkst du sogar:
„Ich kann jetzt doch nicht an mich denken.“