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„Steckt eure Tätigkeitsbeschreibung in die KI und fragt, wo sie euch in nächster Zukunft ersetzen oder unterstützen wird. Die KI ist unheimlich freundlich, die wird euch nicht sagen: ‚Da ersetz ich dich.‘ Aber ihr könnt an der Quantität ihrer Rückmeldung ablesen, wo sie sich in eurem Job platzieren wird.“ – Dirk Aßmann-Staudt, KI-Experte und INQUA Karriere-Coach aus Bensheim
Künstliche Intelligenz durchdringt unsere Gesellschaft auf allen Ebenen und macht auch vor dem Arbeitsmarkt nicht Halt. Wie sieht sie wohl aus, die Arbeitswelt der Zukunft? Dieser Frage gehen Johannes und unser KI-Experte Dirk Aßmann-Staudt in dieser COACHGEFLÜSTER-Folge nach. Dirk, langjähriger INQUA Karriere-Coach mit fundierten Informatikkenntnissen, spricht im Podcast darüber, wie KI den Arbeitsalltag in vielen Berufen schon verändert hat – und wie man sich am besten auf die noch anstehenden Veränderungen vorbereitet.
Routineaufgaben an KI delegieren
Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz können vor allem wiederkehrende organisatorische Aufgaben deutlich schneller erledigt werden. „Für mich als Coach ist das eine gute Nachricht“, sagt Dirk. „Wenn ich Routineaufgaben an KI delegiere, kann ich mich mehr auf Themen wie Empathie und das direkte Gespräch mit meinen Coachees konzentrieren.“ Die Rolle des Karriere-Coachs besteht also zunehmend darin, Orientierung zu geben und einen guten Umgang mit KI zu vermitteln.
Der gezielte Einsatz von KI trägt auch in vielen anderen Berufsgruppen dazu bei, dass Menschen sich mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. So gibt es KI-Tools speziell für Jurist:innen, die Sachverhalte in anwaltlich korrekte Schriftsätze übersetzen können. Auch Mediziner:innen profitieren im Arbeitsalltag von KI, besonders in der Diagnostik, der größten Fehlerquelle in der medizinischen Welt. „Das wird künftig KI machen – und das wir die Arbeit komplett verändern“, erklärt Dirk.
Future Skills – Auf die Arbeitswelt der Zukunft vorbereiten
Die neuen Technologien werden die meisten Jobs nicht vollständig eliminieren, aber sie führen zu einer fundamental neuen Gestaltung vieler Aufgabenfelder. Dirk empfiehlt, sich mit den neuen Technologien vertraut zu machen und Zukunftskompetenzen aufzubauen. Dazu gehört die Fähigkeit, den Output von KI zu verstehen und zu bewerten, sowie Anpassungsfähigkeit und Resilienz, um den Veränderungen gelassen zu begegnen.
Wenn du gemeinsam mit Dirk und Johannes einen Blick in die Zukunft wagen willst, hör gleich rein. Erfahre, wie du strategisch klug und mit dem passenden Mindset mit KI umgehst, ob KI-generierte Bewerbungsbilder in Ordnung sind und welche KI-Tools du kennen solltest. Lass dich inspirieren. Viel Spaß!
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COACHGEFLÜSTER-Folge:
Blogbeiträge:
10 KI-Jobs mit Zukunft: Nutzen Sie den KI-Wandel als Chance
Künstliche Intelligenz bei der Jobsuche: 5 hilfreiche KI-Tools
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„Um beim Neustart im Job nicht auszubrennen, hilft es, ein ‚Manual of Me‘ zu verfassen: Was brauchst du, was ist dir wichtig? Und entscheidend ist, das dann auch zu kommunizieren“ – Melina Liebler, INQUA Karriere-Coach aus Berlin
Diesmal stehen bei COACHGEFLÜSTER eure Fragen im Fokus. Johannes beantwortet mit Co-Host Melina Liebler – neu im INQUA Team – Fragen rund um die Themen Job, Karriere und Entscheidungen. Ob ein gelungener Start im neuen Job, authentische Karrieregestaltung oder der Umgang mit besonderen Situationen wie einer Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch: Diese Podcast-Folge liefert jede Menge Inspiration und praktische Tipps. Wir geben dir schon einmal einen kleinen Vorgeschmack.
Work oder Life: Wie starte ich gut im neuen Job – ohne auszubrennen?
Die erste Herausforderung im neuen Job besteht häufig darin, eine gesunde Work-Life-Balance zu etablieren – denn das ist gar nicht so leicht. „Hier hilft es, erst einmal mit sich in die Selbstreflexion zu gehen“, sagt Melina. „Was brauche ich überhaupt, um gut starten zu können?“ Neben klaren Grenzen beim Arbeitspensum können das zum Beispiel Feedback-Räume oder Rituale wie ein Feierabendspaziergang sein. Das Ergebnis der Selbstreflexion ist eine Art Gebrauchsanweisung, ein Manual of Me – das im besten Fall mit den neuen Kolleg:innen geteilt wird. Denn, so Melina: „Niemand kann in meinen Kopf gucken. Die anderen können mich nur unterstützen, wenn sie wissen, was ich brauche.“
Herz oder Vernunft: Wie treffe ich gute Entscheidungen?
Ob bei beruflichen oder privaten Entscheidungen – oft stehen Herz und Vernunft miteinander im Konflikt. Melina und Johannes zeigen, wie du beide Parteien in Einklang bringen kannst, indem du zum Beispiel das Innere Team konsultierst. Dabei handelt es sich um eine Methode von Friedemann Schulz von Thun. Sie kann dabei helfen, innere Konflikte zu lösen, indem verschiedene innere Stimmen „an einen Tisch gesetzt“ werden. Auf diese Weise kann es gelingen, den Dialog zwischen Herz und Vernunft konstruktiv zu führen und Entscheidungen zu treffen, die sich nachhaltig richtig anfühlen. Dein Herz und deine Vernunft nehmen damit gemeinsam Einfluss auf deine Entscheidung.
Offenheit oder Verheimlichung: Wie gehe ich im Vorstellungsgespräch mit einer Schwangerschaft um?
Eine knifflige Frage: Sollte man eine Schwangerschaft im Vorstellungsgespräch erwähnen? Rein rechtlich sind Frauen nur dann dazu verpflichtet, eine bestehende Schwangerschaft offenzulegen, wenn sie in der neuen Stelle einer so genannten unverantwortbaren Gefährdung ausgesetzt würden (Familienportal des Bundesministeriums: „Welche Beschäftigungsverbote gibt es?“). In allen anderen Fällen, da sind Melina und Johannes sich einig, ist das vor allem eine Frage der eigenen Werte und Überzeugungen. Ehrlichkeit kann ein Zeichen von Vertrauen sein. Gleichzeitig kann auch das Verschweigen einer Schwangerschaft legitim sein – zum Beispiel in einem diskriminierenden System. Wichtig ist, dass die Entscheidung für oder gegen eine Offenlegung im Einklang mit den eigenen Überzeugungen getroffen wird.
In dieser Q&A-Episode kannst du dir die ausführlichen Antworten auf diese und weitere Fragen anhören. Viel Spaß dabei!
Johannes‘ Literaturtipp:
Erfülltes Leben – Friedemann Schulz von Thun
COACHGEFLÜSTER-Folgen:
Was du schon immer über Coaching wissen wolltest – Q&A-Folge mit INQUA-Coach Janina Gerig
Stress am Arbeitsplatz from 9 to 5? Tipps gegen Burn-out – mit INQUA Coach Renée Seehof
Blogbeiträge:
Ressourcenorientiert: das Genogramm im Karriere-Coaching
Kompetenzprofil High Profiling® – Ihren Stärken auf der Spur
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„Leg’ die Angst ab! Es ist keine Software, die an- und ausgeschaltet wird, sondern unterhalte dich mit dem Ding wie mit einem Menschen.“ – Dirk Aßmann-Staudt, KI-Experte und INQUA Karriere-Coach aus Bensheim
In dieser COACHGEFLÜSTER-Episode dreht sich alles um das Thema Bewerbung mit KI schreiben. Johannes spricht mit INQUA Jobcoach Dirk Aßmann-Staudt darüber, wie du Künstliche Intelligenz gezielt einsetzen kannst, um deine Bewerbungsunterlagen zu erstellen. Dirk, der neben seinem Coaching-Hintergrund über fundierte Informatikkenntnisse verfügt, liefert dazu hilfreiche Tipps und konkrete Prompts. Von der Analyse von Stellenanzeigen über das Aufsetzen von Anschreiben bis zur Feinjustierung deines Lebenslaufs: In dieser Folge erfährst du alles darüber, wie KI – und speziell ChatGPT – dir beim Optimieren deiner Bewerbung hilft.
Bewerbung mit KI schreiben: Worin liegt der Mehrwert?
Während Unternehmen KI zur Optimierung ihres Recruitings nutzen, kannst du als Bewerber:in mit ChatGPT & Co deine Bewerbungsdokumente zeitsparend und effektiv gestalten. Dirk erklärt, dass der Erfolg dabei in der richtigen Kommunikation mit der KI liegt: Es geht darum, ihr klare, präzise Anweisungen zu geben und Feedback zu ihren Vorschlägen zu liefern. So kann zum Beispiel ChatGPT nicht nur schnell Anschreiben erstellen, sondern diese auch so personalisieren, dass sie individuell sind und überzeugen.
Wichtig ist allerdings, dass du dich nicht mit dem ersten Ergebnis zufriedengibst, sondern kritisch damit umgehst und die Texte – im Dialog mit der KI – nachbearbeitest. Denn auch wenn die KI hilfreiche Formulierungen liefert, liegt es an dir, ihren Output an deinen eigenen Stil und an deine individuelle Situation anzupassen. Dirk empfiehlt, die KI als Assistentin zu betrachten, die immer wieder Anweisungen und Verbesserungsvorschläge braucht. Durch diesen Wiederholungsprozess, der sich schrittweise dem optimalen Ergebnis annähert, entstehen Anschreiben und Lebenslauf, die sowohl professionell wie auch persönlich sind.
KI und Datenschutz: Worauf musst du achten?
Viele Bewerber:innen haben Bedenken, ihre persönlichen Daten in eine KI einzugeben. Dirk rät, bei Adressen oder detaillierten beruflichen Informationen vorsichtig zu sein und diese aus den Unterlagen zu entfernen, bevor du sie einspeist. Trotzdem ist es wichtig, genügend relevante Informationen bereitzustellen, damit ChatGPT gewinnbringend arbeiten kann.
Wenn du deine Daten sorgfältig anonymisierst, kannst du deinen Datenschutz wahren und gleichzeitig von den Vorteilen der KI profitieren. Besonders nützlich ist sie auch, wenn es darum geht, deine Bewerbung gezielt auf eine bestimmte Stelle anzupassen. Die KI kann Stellenanzeigen analysieren und identifiziert auf Wunsch Schlüsselbegriffe, die du sinnvoll in deinen Lebenslauf und in dein Anschreiben integrieren kannst – an von der KI vorgeschlagenen, geeigneten Stellen.
Natürlich hat die KI auch ihre Macken und Beschränkungen, mit denen du umgehen musst. Diese Podcast-Folge bietet dir daher spannende Einblicke nicht nur in die Möglichkeiten, sondern auch in die Grenzen von KI. Du lernst, wie du ChatGPT clever und mit Bedacht einsetzt. So kannst du den Bewerbungsturbo einlegen und mit authentischen Unterlagen überzeugen. Wenn du wissen willst, ob sich die Pro-Version lohnt, wie du den Tonfall deines Anschreibens anpasst oder wie du KI für deine Initiativbewerbung nutzt, lausch gleich rein und probiere Dirks Prompting-Vorschläge aus. Viel Spaß dabei!
Karriere-Turbo einlegen: Die besten ChatGPT-Prompts für Ihre Bewerbung – Gratis-PDF bei Newsletter-Anmeldung
KI in Bewerbung und Karriere: Dein Weg zum modernen Lebenslauf und erfolgreichen Bewerbungen – Fachbuch von Dirk Aßmann-Staudt
Bewerbung mit KI – INQUA zu Gast im ZDF-Morgenmagazin
COACHGEFLÜSTER-Folge:
KI im Recruiting – Künstliche Intelligenz im Bewerbungsprozess – mit Psychologin und KI-Forscherin Theresa Genth
Blogbeiträge:
Künstliche Intelligenz bei der Jobsuche: 5 hilfreiche KI-Tools
10 KI-Jobs mit Zukunft: Nutzen Sie den KI-Wandel als Chance
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"Menschen unter Stress haben einen eingeengten Blick und keinen vollständigen Zugriff auf ihre Kompetenzen. Deswegen ist es erst mal gut, wieder in den Status der Sicherheit zu kommen" – Marcus Rosik, INQUA Karriere-Coach und hypnosystemischer Coach aus Bremen
In dieser COACHGEFLÜSTER-Episode dreht sich alles um Stress und Stressmanagement bei der Jobsuche. Host Johannes spricht mit seinem Coach-Kollegen Marcus Rosik darüber, wie man mit den stressigen Phasen der Arbeitssuche am besten umgeht. Besonders interessant: die Polyvagal-Theorie, die tiefere Einblicke in die körperlichen Reaktionen auf Stress gibt.
Warum die Jobsuche so stressig ist
Die Jobsuche ist für viele ein emotionales Auf und Ab, das von Unsicherheit, Selbstzweifeln und Anspannung geprägt ist. Viele Klient:innen stehen zu Beginn des Coachings unter hohem Druck, ganz schnell einen neuen Job zu finden – oft verschärft durch gut gemeinte, aber unpassende Jobvorschläge von Freund:innen oder Partner:innen.
Ein weiterer Stressfaktor sind gehäufte Absagen auf Bewerbungen, die ein Gefühl von Scheitern und Ablehnung hervorrufen können. Daraus folgt ein erhöhtes Stressniveau mit eingeengter Sichtweise und dem Gefühl, immer weniger Handlungsoptionen zu haben. „Oft reicht dann ein kleineres Event, um die Anspannung zum Explodieren zu bringen“, so Marcus. Auch die Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch und das Vorstellungsgespräch selbst sorgen häufig zunächst einmal für Stress.
Die Polyvagal-Theorie als Erklärmodell
Marcus setzt in seinen Coachings daher die Polyvagal-Theorie von Stephen Porges ein, die erklärt, wie unser Körper auf Stress reagiert. Sie beschreibt, wie wir zwischen den Zuständen Sicherheit, Gefahr und Lebensgefahr wechseln, und hilft dir, dich besser zu verstehen und deine Stressreaktionen richtig einzuordnen. Mit dem Wissen über die neurobiologischen Vorgänge gewinnst du Orientierung und kannst leichter in den Status der Sicherheit zurückgelangen, wo du den Überblick und vollen Zugriff auf deine Kompetenzen hast.
Übungen und Strategien zur Stressbewältigung
Sofortmaßnahmen, wie das Verlassen der aktuellen Situation, Spazierengehen oder Atemübungen, können dazu beitragen, aus dem Gefahren-Status herauszukommen. Einfache Techniken wie das Äpfelpflücken helfen, den Körper zu entspannen und den Kopf freizubekommen. Besonders hilfreich ist Marcus‘ Lieblingsübung: der Sieger-Hüpf-Trick – eine Art „Verstör-Technik“, die richtig Spaß macht. Wie sie funktioniert, erfährst du im Podcast.
Langfristig sind Bewegungsroutinen, Hobbys, Freund:innen, soziale Aktivitäten und eine feste Tages- und Wochenstruktur entscheidend für ein ausgeglichenes und stressfreieres Leben. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, wie du deinen Stress regulierst, damit er dich nicht lähmt, sondern dir bestenfalls zu besseren Entscheidungen verhilft, lausch gleich rein in diese Episode. Viel Spaß!
Marcus‘ Literaturtipps:
Leben mit der Polyvagal-Theorie – Deb Dana
Der Vagus-Nerv als innerer Anker – Deb Dana
COACHGEFLÜSTER-Folgen:
Wie Sie Ihre Körpersignale bei der Jobsuche nutzen – mit Monica Rella, INQUA Coach und Embodiment-Expertin
Krisen meistern – Arbeitslosigkeit als Chance – mit Susanne Günter, INQUA Coach und Krisen-Expertin
Raus ins Grüne! Mit Naturcoaching zum neuen Job (mit Pleasure-Walk-Übung) – mit Natur- und INQUA Coach Klemens Wannenmacher
Der Ressourcenbaum als Coaching-Übung zum Mitmachen – mit INQUA Coach Jochen Ziepke
Stress am Arbeitsplatz from 9 to 5? Tipps gegen Burn-out – mit INQUA Coach Renée Seehof
Blogartikel:
Dauerstress im Job: Burn-on frühzeitig erkennen und Grenzen setzen
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" Eine Zuspitzung kann durchaus positiv sein: Zunächst kommt es zum Cut – oft als Krise empfunden – doch im Nachhinein ist man froh darüber. Man nimmt sich die Zeit und schaut: Wie kann es jetzt beruflich weitergehen?" – Susanne Günther, Krisen-Expertin und INQUA Coach in Berlin
Bist du wie gelähmt, ohne Kontrolle oder in Aktionismus verfallen – also voll im Krisenmodus? In dieser COACHGEFLÜSTER-Folge tauchen wir mit Susanne Günther tief in das Thema Bewältigung persönlicher Krisen ein. Die Krisen-Expertin erklärt im Gespräch mit Coach und Podcast-Host Johannes Junker die verschiedenen Arten von Krisen und wie du deine Arbeitslosigkeit als Chance nutzen kannst.
Strategien zur Krisenbewältigung
Krisen sind oft Wendepunkte in der Karriere, weiß Susanne. Eine berufliche Krise wird zunächst als Verlust des Gleichgewichts empfunden, birgt aber auch das Potenzial für Veränderung und persönliches Wachstum. „Das Gute an Krisen ist, dass sie meistens begrenzt sind und dein Zustand sich nach einer gewissen Zeit verbessert. Manche lösen sich schnell auf“, sagt Susanne. Denn eine Zuspitzung der Situation öffnet den Raum, über neue Wege nachzudenken und zum Beispiel die eigene Karriere neu auszurichten.
Eine zentrale Strategie zur Krisenbewältigung ist der Blick auf die eigenen Ressourcen. Im INQUA Coaching erkunden wir deine Stärken und Kompetenzen und schauen, wie sie dir in der Vergangenheit schon einmal geholfen haben, schwierige Situationen zu meistern. So gewinnst du ein Gefühl der Selbstermächtigung und Kontrolle zurück. Es geht darum, dass du dich nicht von negativen Erfahrungen lähmen lässt, sondern gezielt an den Punkten ansetzt, wo Dinge gut gelaufen sind.
Arbeitslosigkeit als Chance zur Neuausrichtung
Susanne und Johannes betonen, wie wichtig Selbstmitgefühl ist, dass du deine Bedürfnisse wahrnimmst, Ausgleich suchst und dich abgrenzt. Ein entscheidender Punkt ist auch, den Druck rauszunehmen und dir Zeit zu lassen, dich zu sortieren. Krisen müssen im Übrigen nicht allein bewältigt werden – oft bringt das Drüber-Reden schon nach kurzer Zeit etwas in Bewegung. Hol dir also Unterstützung!
Du willst mehr Tipps, um eine berufliche oder andere Krise nicht nur zu überstehen, sondern auch gestärkt aus ihr hervorzugehen? Dann lausche gleich rein in diese Episode und erfahre, wie es gelingt, dich in schwierigen Zeiten auf deine eigenen Stärken zu besinnen. Viel Erfolg dabei und viel Spaß und Inspiration!
Steckst du aktuell in einer beruflichen Krise? Dann unterstützen wir dich gerne in einem professionellen Karriere-Coaching. Deutschlandweit stehen dir über 100 hochqualifizierte INQUA Coaches zur Verfügung, die im Einzel-Coaching ganz auf deine persönlichen Anliegen eingehen. Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) von Arbeitsagentur oder Jobcenter kannst du dir dein achtwöchiges Coaching-Programm zu 100 Prozent finanzieren lassen. Wir freuen uns auf dich!
Weitere Links zum Thema:
Hilfe in akuten Krisensituationen:
Krisendienste und Beratungsstellen – mit Suchfunktion für Hilfe in deiner Nähe
Überregionale Krisentelefone
COACHGEFLÜSTER-Folgen:
Der Ressourcenbaum: Coaching-Übung zum Mitmachen – mit INQUA Coach Jochen Ziepke
Beruflich neu aufstellen in einer komplexen Welt: Das BANI-Modell – mit INQUA Coach Janina Gerig
Blogartikel:
Kompetenzprofil High Profiling® – Deinen Stärken auf der Spur
Ressourcenorientiert: Das Genogramm im Karriere-Coaching
Dauerstress im Job: Burn-on frühzeitig erkennen und Grenzen setzen
Infos zum AVGS-Coaching:
Leitfaden mit AVGS-Antragsassistent (E-Mail-Generator)
Kontakt zum Kundenservice
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„Das Gefühl der Überforderung hat nichts damit zu tun, dass du das Neue nicht kannst!“ – INQUA Karriere-Coach und Embodiment-Expertin Monica Rella, Frankfurt
„Dein Körper weiß mehr, als du denkst“, sagt INQUA Coach Monica Rella in dieser Podcast-Folge und erklärt, wie du deine Körpersignale besser verstehst, sie akzeptieren und in deine beruflichen Entscheidungen einbeziehen kannst.
Monica ist Trainerin für Körpersprache und Embodiment und spricht mit COACHGEFLÜSTER-Host Johannes Junker über die Herausforderungen, denen wir bei der beruflichen Neuorientierung begegnen. Für den Umgang mit entsprechendem Stress und Druck ist es laut Monica enorm wichtig, die Verbindung zwischen Verstand und Körper zu stärken, etwa durch Achtsamkeit. Damit du in einen guten Modus für die Arbeitssuche kommst und kluge Entscheidungen treffen kannst.
Je nachdem, ob du auf Stress mit einer Über- oder Unterspannung reagierst, gibt Monica dir passende Übungen und Aktivitäten an die Hand, um deinen Ausgleich zu finden – durch Spannungsabbau und Harmonisierung oder durch Aktivierung und das Schaffen von Struktur. Wir wünschen dir viel Spaß beim Hören, eine erfolgreiche Stressregulation und gute Entscheidungen!
Weitere Links zum Thema:
Monicas Literaturtipps:
Embodied Communication: Kommunikation beginnt im Körper, nicht im Kopf – Maja Storch, Wolfgang Tschacher
Embodiment: Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen – Maja Storch, Benita Cantieni, Gerald Hüther, Wolfgang Tschacher
Embodiment: Die Wechselwirkung zwischen Körper & Seele. – Mental- und Körperübungen für innere Stärke und Ausgeglichenheit – Dr. Petra Mommert-Jauch
Biohacking fürs Gehirn. – Schneller und besser denken. Konzentriert arbeiten. Krankheiten vorbeugen – Dr. Kirsten Willeumier
Alles gut. Das kleine Überlebensbuch. – Soforthilfe bei Belastung, Trauma & Co – Dr. med. Claudia Croos-Müller
Die Vagus-Meditation. Der Entspannungsnerv: Wie Sie ihn aktivieren und damit Stress reduzieren – Prof. Dr. Gerd Schnack, Birgit Schnack-Iorio
Podcast COACHGEFLÜSTER:
Einfache Schritte zu Resilienz und Achtsamkeit am Arbeitsplatz – mit INQUA Coach und Resilienz-Trainerin Ann Hillert
Storytelling im Bewerbungsgespräch: Tipps vom Impro-Profi – mit Stefan Pinter, INQUA Coach und Leiter von Impro-Workshops
Blogbeitrag:
Emotionen im Job – Vom Reizthema zur Chance
Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch: 10 Tipps, um entspannt zu bleiben
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„Ich empfehle, genau hinzugucken bei der Jobsuche. Es ist wichtig, dass man gut zueinander passt – fachlich und emotional“ – INQUA Karriere-Coach Diane Hedderich, Frankfurt
Cultural Fit – die kulturelle Passung – ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gesundes Arbeitsumfeld. Menschen wollen sich dort, wo sie arbeiten, am richtigen Platz fühlen. Sie möchten, dass sie und ihr:e Arbeitgeber:in Wertvorstellungen teilen, dass sie sich in ihren Denkweisen ähneln und dass sie grundsätzlich gut miteinander auskommen. Aber wie finde ich heraus, wie das passende Unternehmen kulturell ticken sollte, welche Unternehmenskultur ich eigentlich brauche? Darüber spricht Johannes Junker, Coach und Head of Communications am INQUA-Institut, mit Karriere-Coach Diane Hedderich in der neuen Folge unseres Podcasts COACHGEFLÜSTER.
Die Bedeutung von Cultural Fit
„Cultural Fit bedeutet, dass das Individuum auf der einen und die Organisation auf der anderen Seite kulturell gut zueinander passen“, erklärt Diane. „Das hat eine sachliche und eine emotionale Ebene.“ Die Relevanz der gelebten Unternehmenskultur für das eigene Wohlbefinden wird Menschen meist erst dann bewusst, wenn es nicht (mehr) passt. Um das Risiko eines solchen Wertekonflikts zu minimieren, ist es wichtig, sich schon im Bewerbungsprozess mit der Kultur eines Unternehmens zu beschäftigen.
Ein typischer Wertkonflikt kann zum Beispiel die Unstimmigkeit mit der Unternehmenskultur in einem Wirtschaftsunternehmen sein. Dort kann es hart zugehen, die Arbeitsatmosphäre ist eher sachlich und kühl. Ökologische Aspekte und Nachhaltigkeitsthemen kommen im Wirtschaftskontext häufig zu kurz. Mitarbeiter:innen, denen diese Punkte wichtig sind, können dort ins Zweifeln geraten. „Ich werde hier nicht verstanden, meine Vorgesetzten verstehen mich nicht, ich fühle mich im Team unwohl – da wird der Konflikt spürbar“, sagt Diane. „Das sind klassische Themen, mit denen Menschen ins Coaching kommen.“
Wertearbeit mit Spiral Dynamics
Wenn es Menschen im Job nicht gut geht, liegt diesem Gefühl häufig ein unerfülltes Bedürfnis zugrunde. Vor allem wenn sich das Problem nur schwer in Worte fassen lässt, liegt die Vermutung nahe, dass hier ein Wertekonflikt schwelt. Die wenigsten Menschen haben sich schon einmal intensiv mit ihrem eigenen Werte-Set auseinandergesetzt und es aufgeschrieben. Die Suche nach der passenden Unternehmenskultur allerdings setzt die Kenntnis der eigenen Werte voraus. „Wir müssen wissen, was wir brauchen, um uns in einem Unternehmen wohlzufühlen“, sagt Diane.
Wertearbeite ist ein fester Bestandteil im Karriere-Coaching. Hier unterstützt die:der Coach den:die Klient:in dabei, die eigenen Werte herauszuarbeiten. Das so entwickelte Werte-Set kann dann bei der Jobsuche als eine Art Kompass dienen. Diane arbeitet in ihren Coachings gern mit dem Modell Spiral Dynamics. „Das nutze ich vor allem, wenn ich das Gefühl habe, dass es um einen Wertekonflikt geht“, sagt sie. „Es handelt sich dabei um ein Modell, das anhand von Milieus beschreibt, wie unterschiedlich Unternehmen und Organisationen ticken.“
Wertemilieus in Unternehmen und Organisationen
Im Wesentlichen gibt es drei Milieus, die in Unternehmen und Organisationen, aber auch in den Werte-Sets von Menschen besonders häufig zu finden sind: Das vormoderne / traditionelle Milieu findet man in hierarchisch organisierten Unternehmen, in denen klare Regeln gelten und eingehalten werden. Das moderne Milieu zeichnet sich aus durch Werte wie Schnelligkeit, Effizienz und Effektivität.
„Keines dieser Milieus ist besser oder schlechter als das andere“, sagt Diane. „Es geht einfach darum, die für sich passende Arbeitsumgebung zu finden – es geht also um nichts weniger als um den Cultural Fit.“ Wenn du noch mehr über Spiral Dynamics erfahren möchtest oder wenn du dich dafür interessierst, welche Konfliktfelder in welchen Arbeitsmilieus besonders häufig auftreten können, solltest du in diese Folge von COACHGEFLÜSTER auf jeden Fall reinhören. Wir wünschen dir viel Spaß und viele wertvolle Erkenntnisse!
Weitere Links zum Thema:
Dianes Literaturtipps:
Frederic Laloux: Reinventing Organizations – Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit
Don Edward Beck, Christopher Cowan: Spiral Dynamics – Leadership, Werte und Wandel
Rainer Krumm: 9 Levels of Value Systems – Ein Entwicklungsmodell für die Persönlichkeitsentfaltung und die Evolution von Organisationen und Kulturen
Podcast COACHGEFLÜSTER:
Employer Branding: Was Karriereseiten über die Unternehmenskultur verraten – mit Mia Welteroth, Business Coach und Expertin für Employer Branding
Erkenne deine Werte! Berufswahl und Jobsuche leicht gemacht – mit INQUA Coach Sylvia Reckel
Blogbeitrag:
Ressourcenorientiert: Das Genogramm im Karriere-Coaching
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„Die Beschäftigung mit der eigenen Herkunft bietet Chancen des Erkennens. Und ich kann hier und heute entscheiden: Was mache ich jetzt damit? Das ist das Empowernde an dieser Genogrammarbeit, die ich sehr, sehr liebe“ – INQUA Karriere-Coach und Diversity-Expertin Christine Yildirim, Hannover
Unsere soziale Herkunft hat einen großen Einfluss auf unser Leben – auch im Erwachsenenalter. Wenn wir Entscheidungen treffen, beziehen wir unser Elternhaus, unser Familiensystem und die Werte, die uns von klein auf vermittelt wurden, mit ein. Das gilt auch für die Arbeitswelt. Umso wichtiger ist es bei der beruflichen Neuorientierung, sich diesen Einfluss auf unser Berufsleben bewusst zu machen.
Im Podcast COACHGEFLÜSTER spricht Johannes Junker, Coach und Head of Communications am INQUA-Institut, mit Christine Yildirim. Sie ist INQUA Karriere-Coach sowie Expertin und Beraterin für die Themen Diversity und Inklusion. In dieser Episode erklärt sie, wie die Ressourcenorientierte Genogrammarbeit im INQUA Coaching die Klient:innen dabei unterstützt, die eigene soziale Herkunft zu erfassen, zu visualisieren und wertvolle Ressourcen und Erkenntnisse daraus abzuleiten.
Die Genogrammarbeit im INQUA Karriere-Coaching
Wenn frühkindliche Prägungen und vermittelte Werte selbst im Erwachsenenalter noch wirken, bedeutet das, dass sie auch unsere berufliche Orientierung und unseren Weg ins Arbeitsleben beeinflussen. Darum spielt die Ressourcenorientierte Genogrammarbeit eine wichtige Rolle im INQUA Karriere-Coaching. „Die biografische Arbeit findet in der Reflexionsphase am Anfang des Coachings statt“, erklärt Christine. „Hier arbeiten wir mit dem Familienstammbaum und dem System, aus dem wir kommen.“ Das Genogramm, das dabei ensteht, visualisiert die Familiensituation im näheren Umfeld der:des Coachees. Hierbei werden den einzelnen Verwandten und anderen Bezugspersonen ihre gelebten Kompetenzen und Werte zugeordnet.
Die Klient:innen bekommen ihre Ressourcen damit buchstäblich vor Augen geführt. So haben sie die Möglichkeit, zu erkennen, was ihre Vorfahren ihnen mit in die Wiege gelegt haben und welche Werte ihnen vermittelt wurden. Daneben spielt auch die soziale Herkunft in Bezug auf die Klasse bzw. Schicht eine große Rolle, denn auch sie prägt den Berufs- und Bildungsweg. „Menschen, die aus der sogenannten Arbeiterschicht kommen, blicken oft auf einen Berufsweg zurück, der mit Hürden belegt ist“, sagt Christine. „In Familien werden eben nicht nur Werte vermittelt, sondern auch Glaubenssätze und Rollenerwartungen.“ Vor allem negative Glaubenssätze können Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung bremsen.
Soziale Herkunft im Blick: Alte Prägungen – neue Chancen
Den wenigsten Menschen ist vollkommen bewusst, mit welchem „Auftrag“ sie in die Welt geschickt wurden – also: welche Erwartungen ihr Familiensystem ihnen auferlegt hat und vielleicht immer noch an sie stellt. Ein Blick auf das eigene Genogramm ist darum häufig ein immenser Erkenntnisgewinn mit Aha-Momenten. „Der Moment des Erkennens macht viel mit den Klient:innen“, weiß Christine. „Die Genogrammarbeit ist ein mächtiges Instrument, das auch Schmerz auslösen kann – da braucht es eine:n Coach, die:der gut durch diesen Prozess führt.“ Am INQUA-Institut werden Coaches entsprechend intensiv geschult, um genau diese schmerzvollen Momente gut auffangen und ihre Klient:innen sicher begleiten zu können.
Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ahnensystem im Karriere-Coaching ist die Basisarbeit, um stärkende Ressourcen oder hinderliche Glaubenssätze aufzuspüren – um dann im nächsten Schritt ganz bewusst die eigenen Entscheidungen, die eigene Haltung und das eigene Wertesystem zu überprüfen. „Mein Familiensystem muss nicht der Rahmen bleiben, in dem ich mich bewegen kann“, sagt Christine. Sie arbeitet mit ihren Coachees daran, „out of the box“ zu denken und sucht gemeinsam mit ihnen nach Möglichkeiten und Optionen, Dinge anders zu machen als die eigenen Vorfahren und das nahe Umfeld. Zum Schluss bleibt die wertvolle Erkenntnis: „Ich habe es selbst in der Hand, etwas zu verändern.“
Wenn du mehr darüber hören willst, wie zum Beispiel ein mit Kriegserfahrungen und Flucht belastetes Familiensystem über Generationen hinweg wirkt und wie wichtig Role Models für die eigene Resilienz sind, lausch direkt rein in diese Podcast-Folge. Viel Spaß und spannende Erkenntnisse!
Weitere Links zum Thema:
Christines Literaturtipps:
Zeige deine Klasse – Die Geschichte meiner sozialen Herkunft, Daniele Dröscher
Mythos Bildung – Die ungerechte Gesellschaft, ihr Bildungssystem und seine Zukunft, Aladin El-Mafaalani
Die Bedeutung von Klasse – Warum die Verhältnisse nicht auf Rassismus und Sexismus zu reduzieren sind, bell hooks
Podcast COACHGEFLÜSTER:
Erkenne deine Werte! Berufswahl und Jobsuche leicht gemacht – INQUA Coach Sylvia Reckel über die Ressourcenorientierte Genogrammarbeit
Der Ressourcenbaum als Coaching-Übung zum Mitmachen – mit INQUA Coach Jochen Ziepke
Scanner-Persönlichkeit – als Generalist:in im Job überzeugen – mit INQUA Coach Christine Yildirim
Blogbeiträge:
Ressourcenorientiert: Das Genogramm im Karriere-Coaching
Persönliche Ressourcen erkennen und stärken – der Ressourcenbaum als Coaching-Methode
Video:
Genogrammarbeit im Karriere-Coaching – Dr. Martin Hertkorn, INQUA Gründer und Entwickler der ressourcenorientierten Methode, erklärt das Coaching-Tool
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„Es gibt mehr offene Stellen als Bewerber:innen. Für Unternehmen ist es also überlebenswichtig, aus der Masse an Arbeitgebern herauszustechen“ – Mia Welteroth, Business Coach und Expertin für Employer Branding in Köln
Bei der beruflichen Neuorientierung ist das Thema Werte besonders wichtig. Die meisten Menschen suchen nicht nur nach einem neuen Job. Sie suchen nach einem Arbeitgeber, bei dem sie in Übereinstimmung mit ihren Werten arbeiten können. Nur: Wie bekommt man einen Eindruck von der Wertekultur eines Unternehmens? Darüber sprechen Johannes Junker, Coach und Head of Communications am INQUA-Institut, und Mia Welteroth in der 40. Folge unseres Podcasts COACHGEFLÜSTER. Mia ist Business Coach und Expertin für Employer Branding. Im Podcast erklärt sie, was die Karriereseite eines Unternehmens über dessen Kultur verrät.
Was ist Employer Branding?
Employer Branding wird für Unternehmen zunehmend wichtiger, denn der Arbeitsmarkt hat sich gewandelt: Es gibt schon heute mehr offene Stellen als Bewerber:innen und der bevorstehende Generationenwechsel wird diese Situation verschärfen. Von diesem sogenannten Arbeitnehmer:innenmarkt können Menschen, die sich beruflich neu orientieren, auf mehreren Ebenen profitieren. Neben dem großen Angebot an offenen Stellen, das für eine größere Auswahl sorgt, findet man auch deutlich mehr Informationen über die ausschreibenden Unternehmen. Denn um aus der Masse an Arbeitgebern herauszustechen, müssen sie etwas über sich verraten.
Was bringt Personalmarketing?
Eine Employer Brand soll nicht nur nach außen strahlen und dazu beitragen, neue Talente zu gewinnen. Sie hat auch eine Wirkung nach innen. Darum sind die Mitarbeitenden eine wichtige Quelle bei der Entwicklung einer Arbeitgebermarke, denn sie wissen am besten, welche Kultur im Unternehmen gelebt wird. Wird diese Kultur nach außen nicht richtig dargestellt oder unverhältnismäßig beschönigt, sorgt das intern für Frustration. Und bei Bewerbenden für eine Entzauberung gleich nach dem Onboarding. Eine gute Arbeitgebermarke wird also nicht einfach erfunden und aufgeschrieben. Sie wird gemeinsam mit den Mitarbeitenden erarbeitet.
Welche Informationen liefert eine Karriereseite?
„Vielleicht wirkt einiges auf diesen Karriereseiten leicht künstlich, manchmal vielleicht auch etwas überzogen“, sagt Mia. „Ich möchte Bewerber:innen dazu ermutigen, wohlwollend auf diesen Aspekt zu schauen. Unternehmen wollen sich von ihrer besten Seite zeigen – und genau das machen wir auch, wenn wir unsere Bewerbungsunterlagen in Form bringen .“ Welche Themen in Sachen Employer Branding gerade im Trend liegen und wie eine Arbeitgebermarke auch zur Deselektion von Mitarbeitenden beträgt, erfährst du im Podcast. Viel Spaß beim Hören!
7 Tipps für die kulturelle Einordnung eines Arbeitgebers
Eine Unternehmenskultur ist per se weder gut noch schlecht – wichtig ist, dass sie zu dir passt. Die folgenden 7 Tipps sollen dir dabei helfen, dir ein Bild von einer Unternehmenskultur zu machen:
1. Gesamteindruck der Karriereseite. Wie viel Aufwand steckt im Karrierebereich der Website? Hat das Unternehmen nur seine Stellenbörse ins Netz gestellt – oder wurden Ressourcen investiert, um Bewerber:innen umfassend zu informieren?
2. Bilder und Videos. Wird auf der Karriereseite Stockmaterial verwendet oder zeigt das Unternehmen eigene Mitarbeitende? Wie sind die Menschen auf den Bildern gekleidet? Wie sehen die Büroräume aus?
3. Sprache und Tonalität. Wie klingt das Unternehmen in den Texten auf der Karriereseite? Menschlich, nahbar, frisch? Oder eher hölzern, distanziert und altbacken? Werde ich als Leser:in direkt angesprochen? Wird (durchgehend) geduzt oder gesiezt?
4. Themen und Werte. Mit welchen Themen beschäftigt sich das Unternehmen? Wie schätzt es seinen eigenen Reifegrad ein bei Themen wie Diversity, Digitale Transformation oder Nachhaltigkeit? Zeigt es eine Haltung zu gesellschaftlichen oder politischen Themen?
5. Transparenz und Offenheit. Welche Informationen bekomme ich als Bewerber:in zum Ablauf des Bewerbungsprozesses, zur Vertragsgestaltung, zu Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten, zu Benefits oder Gehaltsbändern?
6. Zugänglichkeit und Kontaktmöglichkeiten. Wie einfach – oder wie schwer – macht mir das Unternehmen meine Bewerbung? Finde ich die Kontaktdaten von Ansprechpersonen, die bereit sind, mir Fragen zu beantworten?
7. Soziale Medien und Bewertungsportale. Wie wird das Unternehmen in den sozialen Medien bewertet? Wie reagiert es auf (kritische) Kommentare? Wie stellt sich das Unternehmen in seiner Rolle als Arbeitgeber selbst dar?
Weitere Links zum Thema:
Definition Employer Branding – Weiterführende Informationen auf Wikipedia
Podcast COACHGEFLÜSTER:
Erkenne deine Werte! Berufswahl und Jobsuche leicht gemacht – Episode mit INQUA Coach Sylvia Reckel
Blogbeitrag:
Ressourcenorientiert: Das Genogramm im Karriere-Coaching – Instrument zur Aufdeckung unbewusster Werte, Glaubenssätze und Kompetenzen
Das INQUA-Institut als Arbeitgeber:
Über INQUA – Informationen über unser Coaching-Institut
INQUA Karriereseite: Bei INQUA bewerben & Karriere machen
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„Nimm jedes Assessment-Center mit, ob du die Stelle willst oder nicht! Es ist ein Erlebnis und das Feedback zu deiner Wirkung ist goldwert – auch für zukünftige Jobs“ – Johannes Gramß, INQUA Geschäftsführer und AC-Experte
Du hast dich erfolgreich auf eine Stelle beworben und wurdest zu einem Assessment-Center eingeladen? Gratulation! Ganz offensichtlich bringst du aus fachlicher Sicht alle Fähigkeiten und Kompetenzen mit, die sich das Unternehmen von einer Kandidatin oder einem Kandidaten für die ausgeschriebene Stelle wünscht. Jetzt will man genauer hinschauen und vor allem deine sozialen Kompetenzen unter die Lupe nehmen. Im Podcast COACHGEFLÜSTER spricht Johannes Junker, Head of Communications am INQUA-Institut, mit INQUA Geschäftsführer und AC-Experte Johannes Gramß darüber, wie die Assessment-Center-Vorbereitung gelingt und wie du optimal performst.
Johannes Gramß ist Diplom-Psychologe, Coach, Trainer und Organisationsentwickler – und er hat schon viele Konzepte für Assessment-Center entwickelt. Damit weiß er aus erster Hand nicht nur, was Kandidat:innen in einem AC erwartet. Er weiß auch, was das einladende Unternehmen in dieser Situation von den Kandidat:innen sehen will. Eine gute Vorbereitung gehört für Johannes dazu. „Ich stehe mit den konkurrierenden Kandidat:innen in einem Raum, um uns herum eine Gruppe von Beobachter:innen mit Klemmbrett“, beschreibt er die Situation. „Wenn ich darauf vorbereitet bin, was diese Menschen beobachten, kann ich mein Verhalten darauf abstimmen.“
Die Chance zur starken Performance: Aufgaben im AC
Beobachtet werden bei dieser Aufgabe aber auch die Entscheidungsfähigkeit, Führungs- oder Lösungsfindungskompetenz der Teilnehmenden – und das unter Zeitdruck. Die Situation bietet dir als Teilnehmer:in die Möglichkeit, unterschiedliche Aspekte aus deinem Handlungsportfolio zu präsentieren. Johannes rät, diese Chance unbedingt zu nutzen: „Als Kandidat:in sollte ich mit der Haltung ‚Ich muss die Beobachter:innen bedienen‘ am Assessment-Center teilnehmen – also möglichst viele Facetten von mir zeigen.“ Dabei geht es nicht darum, Rollen zu spielen, sondern darum zu demonstrieren, dass du eine Situation gut einschätzen und dich dazu angemessen verhalten kannst.
Aufbau eines Assessment-Centers – Vorbereitung mit Hintergrundwissen
Jeder Job erfordert bestimmtes Fachwissen, Qualifikationen und Kompetenzen, die Kandidat:innen mitbringen müssen. Vieles davon ist im Lebenslauf dokumentiert und kann mit Ausbildungen und Erfahrungen belegt werden. Kritische Stellen erfordern oft zusätzlich bestimmte Haltungen und Werte oder die Fähigkeit, unter Stress gute Lösungen für akute Probleme zu finden. So etwas lässt sich nur beobachten – am besten in realitätsnahen Situationen. „Im Assessment-Center werden Menschen in Situationen gebracht, die dem späteren Arbeitsalltag ähneln“, so Johannes Gramß. „Dann wird geschaut, was ihnen leicht von der Hand geht.“
Welche weiteren Aufgaben in einem Assessment-Center auf dich warten, wie du dich gut auf sie vorbereiten kannst und warum du die Gelegenheit teilzunehmen immer nutzen solltest – selbst wenn du den Job gar nicht willst – das erfährst du in dieser Podcast-Folge. Viel Spaß beim Hören!
Weitere Links zum Thema:
Johannes Gramß‘ Literaturtipps:
Assessment-Center erfolgreich bestehen – Das Standardwerk für anspruchsvolle Führungs- und Fach-Assessments, Johannes Stärk
Weiterentwicklung der Assessment-Center-Methode – Reihe: Psychologie für das Personalmanagement - Band 11, Werner Sarges (Hrsg.)
Podcast-Folgen:
Rollenspiel eines Vorstellungsgesprächs: Die Selbstpräsentation
Storytelling im Bewerbungsgespräch – Tipps vom Impro-Profi
Blogbeiträge:
12 Stärken, um im Vorstellungsgespräch zu punkten
Vorbereitung aufs Vorstellungsgespräch: 10 Tipps, um entspannt zu bleiben
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