Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch – Currentzis, Wells und Geister-Bühnen
    Mit Teodor Currentzis steht dem SWR Symphonieorchester ein publikumsnaher Musikvermittler vor. – Benedict Wells feiert dank schriftstellerischer Empathie Erfolge über die Sprachgrenzen hinaus. - Und die Theaterspielpläne feiern plötzlich Monster, Sandmänner und Untote. Dank seiner kommunikativen Art ist Stardirigent Teodor Currentzis seit der aktuellen Spielzeit auch der oberste Musikvermittler beim SWR Sinfonieorchester. Ein Besuch in Stuttgart.
    «Vom Ende der Einsamkeit» hat den deutsch-schweizerischen Autor Benedict Wells bis in die USA bekannt gemacht. Was zeichnet ihn aus? Woher kommt sein Faible für Hoffnung ohne Kitsch, für Empathie ohne Sentimentalität?
    Wer diese Saison ins Theater geht, kann ihnen kaum entgehen: allerorten geisterts, ists gespenstisch und einfach zum Gruseln. Und das durchaus und vor allem für Erwachsene. Warum sind die Spielpläne voll von Monstern, Sandmännern und Untoten? Wir wagen den Versuch, den Zeitgeist auf den Deutschschweizer Bühnen einzufangen. Weitere Themen: Teodor Currentzis: Auf Tuchfühlung mit dem Publikum - Benedict Wells: Der Schriftsteller mit dem gewissen Etwas - Geister und Gruseln auf der Theaterbühne
    55 min
  • Forscherkarriere: Gefahr für Gesundheit und Wohlbefinden?
    Machtmissbrauch und Mobbing treiben die Wissenschaft um: Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen Professoren oder Professorinnen ihre Angestellten unzulässig behandelten. In der Schweiz und international. Was steckt dahinter – und was kann dagegen getan werden? Zwischen Professorinnen und Professoren und ihren Angestellten besteht ein grosses Machtgefälle. Die Chefs sorgen für die Finanzierung ihrer Doktorierenden und bewerten gleichzeitig deren Abschlussarbeit. Eine gute Bewertung ist entscheidend für die weitere Karriere. Dies birgt grosses Missbrauchspotential.
    Gleichzeitig herrscht in der Forschung sowieso schon ein hoher Druck, der internationale Wettbewerb ist enorm, sehr lange Arbeitszeiten, zum Beispiel, die Norm. Studien zeigen, dass Doktorierende ein deutlich höheres Risiko haben, an einer Depression oder einem anderen psychischen Leiden zu erkranken.
    Kontext lässt von Machtmissbrauch Betroffene zu Wort kommen, debattiert mit Professoren und Nachwuchsforschern, welche Arbeitsbedingungen die Richtigen wären, und diskutiert mit Hochschul-Verantwortlichen und Experten, wie die Situation verbessert werden könnte. Weitere Themen: Ein Klima der Willkür und Angst - Totale Leidenschaft - Es geht auch anders - Wir schauen jetzt hin
    55 min
  • Von Holocaust und Nationalsozialismus erzählen?
    Seit Erscheinen des Romans «Stella» von Takis Würger wird heftig gestritten über die Frage: Wo beginnen Verkitschung, Missbrauch und Trivialisierung des Nationalsozialismus und des Holocaust? In Kontext äussern sich dazu LiteraturkritikerInnen sowie Experten für Holocaustliteratur und Film. Der Roman «Stella» von Takis Würger hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. SRF-Literaturredaktorin Luzia Stettler und Literaturkritiker Felix Schneider berichten von unterschiedlichen Leseerfahrungen und geben gegensätzliche Wertungen des Buches ab. Sie greifen die wichtigsten Themen der Debatte auf: Wie wichtig ist die Wirklichkeit im historischen Roman? Was ist unerzählbar am Holocaust? Wo beginnen Tabus?
    Sascha Feuchter, Leiter der Forschungsstelle Holocaustliteratur in Giessen, ordnet die Aktualität in die Geschichte und Entwicklung der Holocaustliteratur ein. Filmredaktor Michael Sennhauser berichtet von Naziploitation und Holocaust im Film.
    Lesehinweise:
    Peter Wydens dreiteilige Serie über Stella Goldschlag im «Spiegel» (1992):
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13679866.html
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680169.html
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13680607.html
    Peter Wyden: «Stella Goldschlag» (2019, Steidl)
    Takis Würger: «Stella» (2019, Hanser) Weitere Themen: Streit um Stella - Nicht zu viele Tabus! - Naziploitation – urteilt nicht zu schnell!
    57 min
  • Koloniale Erbschaften - wie umgehen damit in den Museen?
    Präsident Macron will afrikanische Kulturgüter zurückgeben in ihre Ursprungsländer - der Wille ist da - doch so einfach geht das nicht. Die Rückgabeversprechungen des französischen Präsidenten haben in den Feuilletons eine gigantische Diskussion ausgelöst, ob und wie das gehen soll, die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter an ihre einstigen Besitzer.
    Fast alles ist noch unklar bei dieser Debatte - doch sie hat den Blick der Öffentlichkeit geschärft und auch auf andere Museen gelenkt.
    Wie sieht es in der Schweiz aus - im Berner Historischen Museum, im Museum der Kulturen Basel und im Museum Rietberg: alle drei haben auch sie Ethnograficas aus Afrika. Weitere Themen: Museum Rietberg: Umgang mit Kunstwerken aus kolonialen Kontexten - Rückgabe ja gerne - wenn es denn überhaupt Interessenten gibt
    58 min
  • 69. Berlinale und scheidender Leiter Dieter Kosslick: eine Bilanz
    Die Berlinale ist das publikumsstärkste Filmfestival Europas. Die 69. Ausgabe ist die letzte unter der Leitung von Dieter Kosslick. Eine Gesprächsrunde blickt auf diese Ausgabe zurück. Dieter Kosslick, der charismatische Mann, der fast immer mit Hut und rotem Schal zu sehen ist, prägte die internationalen Filmfestspiele Berlin fast 20 Jahre lang, nächstes Jahr gibt er den Stab an Carlo Chatrian weiter.
    In einer Kontext-Gesprächsrunde mit der Filmkritikerin Katja Nicodemus und dem Filmkritiker Peter Claus blickt Brigitte Häring zurück auf die Kosslick-Ära. Wie hat Kosslick die Berlinale geprägt? Was sind seine Verdienste? Was hat er eventuell auch weniger gut gemacht?
    Zu diskutieren geben zum Festivalende hin natürlich auch die Filme selber: Welche haben besonders zu reden gegeben? Und wer hat Chancen auf den Goldenen Bären?
    55 min
  • Künste im Gespräch – Zurück zu den Seen, Bauhaus, Untoter Schwan
    Genderfluide Bäume entwurzeln sich und machen sich auf die Reise zurück zu den Seen. Möbel im Bauhaus-Design sind modern seit hundert Jahren. Und im Elfenland der Basler Lyrikpreisträgerin Katharina Schultens tummeln sich auch Zombies. Lantau ist ein reisefreudiger Birnbaum, Liliette seine geliebte Seerose und Weissdorn Habakus sein genderfluider Rivale. Vor dreissig Jahren entzückten die Basler Künstlerin Betha Sarasin und Musikjournalist Markus Ganz mit ihrem phantastischen dreisprachigen Geschichten-, Bilder- und Musikbuch «Die Reise zu den Seen» auf Deutsch, Chinesisch und Englisch. Nun hat Markus Ganz als Hommage an seine 2016 verstorbene Fabulier-Freundin den Band «Zurück zu den Seen» veröffentlicht, ein fröhliches Panoptikum, ein Kulturschwamm-Pendel im Ausschlag nach Ost und West.
    Mit dem Bauhaus kam die Moderne in die Wohn- und Arbeitszimmer. Form follows function lautete die prominente Devise. Schön und funktional sollten die Möbel und Accessoires sein, so wie Freischwinger von Marcel Breuer, Mies van der Rohes Barcelona Chair und Wagenfeld-Lampen. Bauhaus-Möbel sind bis heute beliebt. Doch nicht alles, was als Bauhaus-Stil angepriesen wird, hat im Bauhaus seine Wurzeln.
    Der Basler Lyrikpreis 2019 ging an Katharina Schultens. Ihre ungeheure Sprachkraft treffe in ihrer Gradlinigkeit das Herz der Gegenwart, das schreibt die Jury des Basler Lyrikpreises 2019 zur Dichtung von Katharina Schultens. Die 38-jährige Schriftstellerin lebt in Berlin und veröffentlicht seit 20 Jahren Lyrik und poetologische Texte. Ihr letzter Gedichtband heisst «Untoter Schwan» und kam vor einem Jahr im kookbooks Verlag heraus. Daniela Huwyler hat die Dichterin an der Basler Preisverleihung getroffen. Weitere Themen: Lantau, Liliette und Habakus wollen zurück zu den Seen - Bauhaus-Möbel - seit 100 Jahren modern? - Traumwandlerisch an der Grenze – Lyrik von Katharina Schultens - Katharina Schultens zu ihrem feministischen Science-Fiction-Roman
    57 min
  • The Kids Are Alt-Right: Die neuen Koordinaten der Pop-Rebellion
    Die Alt-Right in den USA beherrschen die Zeichensprachen des Pop und inszenieren sich als Provokateure. Und der Österreicher Andreas Gabalier codiert den Rockn‘Roll um - in einen nostalgischen Heimatsoundtrack, der den Rechtspopulismus nährt. Was sind die Strategien der kulturellen Gegenaufklärung? «The kids are alright» ist eine Hymne auf die rebellische Jugend der Sechziger der britischen Rockband The Who. Wer heute schockieren will, muss Donald Trump wählen, das empfehlen führende Köpfe der amerikanischen Alt-Right-Bewegung, der neuen, alternativen Rechten.
    Gavin McInnes, einst Gründer des Vice-Magazins, ist einer von ihnen und sagt: «Ich bin noch immer der Punk, der ich vor 20 Jahren war. Nur dass meine Zielscheibe nicht mehr die bourgeoisen Spiesser aus den Vororten sind, sondern die politisch korrekte linke Elite.» Klaus Walter fragt in seinem Essay: Wie eignet sich die neue Rechte Punk an? Welche Tabus will sie brechen? Und wohin nur mit den ganzen Widersprüchen?
    Im zweiten Teil lenkt die Philosophin Isolde Charim den Blick auf den Alpenraum, auf den Volks-Rockn‘Roller Andreas Gabalier. Er behandle die Popmusik, als ob sie schon immer ein Medium für massenwirksame Heimattümelei gewesen sei - was im Kontext des Rechtspopulismus besonders brisant ist.
    Aber nicht überall wo Heimattümelei und eine E-Gitarre zusammenfinden, ist automatisch reaktionäres Gedankengut drin: der Schweizer Mundart-Musiker Trauffer fühlt sich missverstanden und wehrt sich dagegen, vom Feuilleton in die rechte Ecke gestellt zu werden. Weitere Themen: Mediale Pop-Strategien der Neuen Rechten - Andreas Gabalier: Idyllischer Alpenrock von rechts - Marc Trauffer: Die Schweiz gehört nicht der SVP
    56 min
  • Die Himmelsscheibe von Nebra
    Vor 20 Jahren wurde die 4000 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra entdeckt. Sie entpuppte sich als Forschungsmagnet und hat die Sicht auf unsere Frühgeschichte verändert. In Berlin ging kürzlich eine grosse Archäologieausstellung zu Ende. Ausgestellt war auch die legendäre Himmelsscheibe von Nebra, die normalerweise im Landesmuseum für Frühgeschichte in Halle beheimatet ist.
    Aus diesem Anlass hat Harald Meller, Museumsdirektor und einer der bekanntesten Archäologen Deutschlands zusammen mit dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel die gesammelten Forschungserkenntnisse in einem umfassenden Sachbuch ausgerollt: eine faszinierende Reise durch die neuste Forschung und eine ebensolche rückwärts in eine Kultur und Zeit, von der man bisher fast gar nichts wusste. Weitere Themen: Der Grabraub - Die Schaltregel - Die Fürstengräber - Die Armee
    57 min
  • Altern und Alzheimer – Forscher ergründen den Verfall
    Ins Wasser steigen, und wieder jung sein. Kein löchriges Gedächtnis, keine Altersgebrechen – nur ein Traum! Forscher rätseln noch, was beim Altern genau vor sich geht. Ihre Hoffnung: Sobald sie das Altern verstehen, wollen sie es aufhalten und so selbst Alterskrankheiten wie Alzheimer ausbremsen. Was ist Altern? Die Antwort darauf ist biologisch betrachtet erstaunlich schwierig: Sind es die Chromosomen, die kaputtgehen? Oder sammelt sich schlicht zu viel Unrat in den Zellen an, solange bis die Zellen sterben? Ist Stress der Hauptschuldige? Oder gar der beste Schutz? Die Datenlage ist, vorsichtig ausgedrückt, unübersichtlich.
    Um der Wahrheit näher zu kommen, nähen Forscher junge und alte Mäuse aneinander, und stellen fest, dass junges Blut alte Mäuse wieder fit macht. Sie untersuchen, warum ein Fadenwurm doppelt so alt wird, wie der andere. Sie setzen Mäuse auf Diät und scannen das Genom 100jähriger, um herauszufinden, was sie so robust macht.
    Eine Antwort ist noch lang nicht in Sicht, aber die Suche danach ist umso überraschungsreicher. Die grosse Hoffnung: dereinst das Altern zumindest zu verlangsamen, und typische Alterskrankheiten wie Alzheimer, wenn nicht heilen, so doch ausbremsen und «auf später verschieben» zu können. Weitere Themen: Mysterium Altern – Vom Verfall - Früherkennung - ein Bluttest für Alzheimer - Jahrzehnte ohne Erfolg - trotzdem weiter wie bisher?
    51 min
  • «Ich verdurste und verweine.» Else Lasker-Schüler in der Schweiz
    Vor 150 Jahren wurde die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler geboren. Ihre Geschichte ist eng verwoben mit der Schweiz. Erst hat sie während des Ersten Weltkriegs ihren Sohn Paul hier versteckt. Dann war sie ab 1933 selbst auf der Flucht. Zwei Bücher geben neuen Einblick in diese Zeit. «O mein Gott mein, nur alleine // Ich verdurste und verweine // In dem Segen.» Das schreibt die grosse Dichterin Else Lasker-Schüler in ihrem Gedicht «Abendlied». Sie hat eine Abschrift davon in das Gedichtbuch des Kaufhausdirektors Hugo May gelegt, nachdem sie es in den 1930-er Jahren in Zürich vorgetragen hat. Die deutsch-jüdische Künstlerin floh vor den Nazis nach Zürich.
    Vor genau 150 Jahren wurde die unkonventionelle Else Lasker-Schüler in Elberfeld bei Wuppertal geboren. Sie nannte sich gerne Jussuf, Prinz von Theben, oder bezeichnete sich als Indianer. Sie war doppelt begabt: literarisch und zeichnerisch. Ihre Faszination ist bis heute ungebrochen.
    Bereits früher hat sich Else Lasker-Schüler in der Schweiz aufgehalten. Wegen ihres Sohnes. Den kränkelnden Paul versteckte sie mit prominenter Hilfe im Sanatorium Kilchberg, damit er nicht in den Ersten Weltkrieg eingezogen werden konnte. Zehn Jahre lang, bis zu seinem Tod, führte sie ihr Weg immer wieder in die Schweiz. Etliche Geschäftsleute, Künstlerinnen und Freunde hat sie in dieser Zeit um sich geschart. Nun gibt ein neues Buch Einblick in diese wenig bekannte Zeit. Weitere Themen: Else Lasker-Schüler - eine umtriebige Netzwerkerin - Else Lasker-Schüler: «Schwärmerei ist eine blühende Kraft.» - Else Lasker-Schüler und die Kaufhaus-Direktoren in Zürich
    57 min

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