Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch – Richtungswechsel und Klimawandel
    Literarischer Neustart - Jennifer Egans neuer Roman ist ganz anders. Ökologische Katastrophe - Durch Performance Zerstörung stoppen? Und: Gesellschaftliche Veränderung - Marc Ribots «Songs of Resistance» besingen den Widerstand.  Jennifer Egan hat als Autorin viel ausprobiert. Das Fragment war ihr Ding. Der neue Roman «Manhattan Beach» kommt allerdings erstaunlich traditionell daher. Über die Gründe spricht Jennifer Egan im Interview.
    Dann: der anthropogene Klimawandel wird in der neuen Performance des Kollektivs «helium x» zum «grossen Drama». Die jungen Schweizer Theatermachenden suchen dabei auch nach einem Hoffnungsschimmer.
    Und: Der Gitarrist Marc Ribot reagiert als Musiker und Bürger auf die Zustände in der US-Politik. Mit seinem neuen Album «Songs of Resistance» ist er jetzt in der Schweiz zu Gast. Weitere Themen: Jennifer Egan: Radikaler Richtungswechsel - Das Drama um den Planeten Erde - Marc Ribot - Die Protestsongs des Meistergitarristen
    53 min
  • Mysterium Erdöl – Ein Rohstoff beherrscht die Welt
    Trotz erneuerbaren Energien liefern die fossilen Brennstoffe Öl, Gas und Kohle weltweit 85 % der Energie, die wir Menschen verbrauchen. Erdöl ist heute der wichtigste fossile Energieträger - und das Ölzeitalter ist laut Prognosen noch lange nicht zu Ende. Kontext besucht das Zentrum der Schweizerischen Ölindustrie, die mittlerweile einzige Raffinerie der Schweiz im Neuenburgischen Cressier.
    Wir sprechen mit Erdölexperten über die Zukunft des schwarzen Goldes und gehen der Frage nach, wie Erdöl eigentlich seine dominierende Stellung erhalten hat.
    Hätte es auch anders kommen können? Und, wir schauen mögliche Wege an, die den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen ermöglichen sollen. Weitere Themen: Die Raffinerie Cressier - Die Suche nach Erdöl - Woher stammt die Energie im Erdöl? - Künstliche Photosynthese - Warum wurde Erdöl derart dominant?
    55 min
  • Digitale Arbeitsnomaden – Neue Freiheit oder Prekariat?
    Selbstbestimmt arbeiten wo und wann man will, auf dem Balkon, im Café, am Strand. Die digitale Technik und Unternehmen, die elektronische Plattformen betreiben und ihre Aufträge digital vergeben, machen es möglich. Doch was als neue Freiheit der Arbeit winkt, endet nicht selten im Prekariat. Sie arbeiten im Homeoffie, im Café, im Open-Space oder sind unterwegs. Sie arbeiten mit dem, was sie im Laptop haben und nennen sich Crowdworker, Contentmanager oder Mikrojobber. Sie bewirtschaften elektronische Plattformen von Versandhäusern, Hauslieferdiensten oder von hippen Startups, die mit einer Geschäftsidee im Netz durchzustarten hoffen. Immer mehr Arbeitskräfte erzielen ihr Einkommen über eine Tätigkeit, die sie orts- und zeitunabhängig digital verrichten.
    Kontext zeigt Vor- und Nachteile dieser Arbeitsform auf und gibt Einblick in die Szene des digitalen Nomadentums. Weitere Themen: Arbeitsort: «Wo es mir passt!» - Crowdworkern über die Schulter geschaut - Coolness und Hungerlohn - «Umbau von grosser Wucht»
    57 min
  • Selfies und Körperbild - Spieglein, Spieglein in der Hand?
    Die «Generation Selfie» geht mit Bildern von sich selbst, selbstverständlich um. Im Netz gibts dafür Likes, Komplimente - oder auch nicht. Was macht das mit der Selbstwahrnehmung der jungen Menschen? Was macht das Selfie mit dem Selbstbild? Der Filter machts möglich: Makellose Haut, grössere Augen, einfach ein bisschen perfekter als ohne. Solche Filter machen Spass. Es gibt aber auch Studien, die einen Zusammenhang zwischen Neid, depressiver Verstimmung und der aufpolierten Selbstdarstellung in den Sozialen Medien aufzeigen: Nur – stimmt das auch?
    Fakt ist: Selbstdarstellung in den Sozialen Medien wird häufig alarmistisch und aus Erwachsenenperspektive behandelt.
    Bei «Kontext» kommen auch Jugendliche zu Wort und es werden die spielerischen, kreativen, ermächtigenden Seiten der Selbstdarstellung beleuchtet.
    Studiogast: Ulla Autenrieth, Sozialwissenschaftlerin am Institut für Medienwissenschaft an der Universität Basel. Weitere Themen: Pumpen für den Traumkörper - Sind Tik Tok-Videos die kreativeren Selfies? - Selfies, Likes und Gelassenheit
    55 min
  • 40 Jahre Iranische Revolution – Chomeini und die Folgen
    1979 kehrt Ayatollah Chomeini nach über 14 Jahren aus dem Exil in den Iran zurück. Er beseitigt die Reste der Herrschaft des Schahs und gründet einen fundamentalistischen Gottesstaat. Die Folgen der Revolution zeigen sich bis heute – im Iran, in der islamischen Welt und im Westen. Chomeini errichtet eine «Herrschaft der Gottesgelehrten», eine Theokratie. Der anfänglich von den Massen gefeierte Revolutionsführer zeigt sich schon bald als Gewaltherrscher, der jede Opposition skrupellos verfolgt.
    Der iranische Autor Amir Hassan Cheheltan schildert in seinem aktuell auf Deutsch übersetzten Roman «Der standhafte Papagei» das historische Revolutionsjahr als literarisches Tagebuch aus der Innensicht des Zeitzeugen.
    Trotz der rückwärtsgewandten Umwälzungen vor 40 Jahren hat auch im heutigen Iran die Moderne Einzug gehalten. Zumindest in der Metropole Teheran, bei Kunstschaffenden und in der jüngeren Generation, die mit zunehmendem Unwillen und Protest mehr Freiheiten einfordern.
    Buchhinweis: Amir Hassan Cheheltan: Der standhafte Papagei. Erinnerungen an Teheran 1979. Matthes & Seitz 2018 Weitere Themen: Als der Ayatollah heimkehrte - Amir Hassan Cheheltan: Der Chronist des Umsturzes - «Die Bedeutung der Revolution kann nicht überschätzt werden.» - Die Revolution heute
    56 min
  • Literatur im Gespräch
    In Frankreich brodelt es und die Literaten melden sich zu Wort. Sie geben den Unzufriedenen, den Verlierern eine Stimme. Denjenigen, die zurzeit auf die Strasse gehen. Kontext mit neuen Büchern von Autoren, die Tabus aufgreifen und gerne provozieren. Was ist eigentlich los in Frankreich. Was treibt die Gelbwesten jeden Tag auf die Strasse? Und: Warum sind sie so zornig. Im Januar sind gleich zwei Bücher von französischen Starautoren erschienen, die darauf mögliche Antworten geben. Edouard Louis mit «Wer hat meinen Vater getötet» und Michel Houellebecq mit «Serotonin». Beide Autoren richten ihren Blick auf das Land, loten aus, woran die französische Gesellschaft heute krankt. Sie rechnen mit den Politikern ab und artikulieren den Frust und den Zorn der Verlierer.
    Ein ganz anderes Thema greift die streitbare Autorin Marie Darrieussecq auf. Ihr Roman «Unser Leben in den Wäldern» spielt in der Zukunft und schildert das Leben eines Klon-Proletariats. Es sind auch da die Verlierer einer Gesellschaft, in der sich ein paar Reiche ein menschliches Ersatzteillager leisten.
    Es diskutieren Sieglinde Geisel, Julian Schütt und Esther Schneider.
    Gäste: Julian Schütt und Sieglinde Geisel Weitere Themen: «Serotonin» von Michel Houellebecq - «Wer hat meinen Vater umgebracht» von Edouard Louis - «Unser Leben in den Wäldern» von Marie Darrieussecq
    56 min
  • Solothurner Filmtage – Generationen
    Am Donnerstag enden die 54. Solothurner Filmtage. Nach einer Woche und rund 160 Filmen zeigen sich Vielfalt und Verdrängungspotential, Generationen-Bewusstsein und Umbruch. Vier Schweizer Filmemacherinnen und Filmemacher zwischen 77 und 35 im Gespräch. Markus Imhoof ist ein Grandseigneur des Schweizer Films. Von «Das Boot ist voll» über «More than Honey» bis «Eldorado» haben seine Filme Menschen begeistert, erschüttert und Debatten angestossen. Mit Jahrgang 1941 ist Markus Imhoof derjenige in der Runde, der noch einen Schweizer Film ohne Filmtage kannte.
    Die Baslerin Fanny Bräuning hat 2009 mit «No More Smoke Signals» den Schweizer, den Zürcher und den Basler Filmpreis sowie den Prix de Soleure gewonnen. Jetzt präsentiert sie «Immer und ewig», einen Dokumentarfilm über ihre Eltern.
    Auch Annie Gisler kam in Basel zur Welt, studierte unter anderem in Buenos Aires, Madrid und Zürich, hat Verbindungen ins Tessin und in die Westschweiz und mitten in die Gegenwart mit ihrem Dokumentarfilm «La petite mort» zur weiblichen Sexualität im Dialog zwischen Frauen, für Frauen. Und für Männer.
    Aron Nick wurde die Ehre zuteil, mit seinem Dokumentarfilm «Tscharniblues II» die 54. Solothurner Filmtage zu eröffnen. Vierzig Jahre nachdem sein Vater und seine Berner Freunde mit dem Original-«Tscharniblues» an den Solothurner Filmtagen einen Überraschungeserfolg feierten.
    Im Gespräch mit Michael Sennhauser über ihre Filme und ihr Selbstverständnis als Filmemacherinnen und Filmemacher verorten die vier die Solothurner Filmtage 2019 und das Schweizer Filmschaffen über die Generationen.
    56 min
  • Komaforschung – eine Wissenschaft auf philosophischem Terrain
    Die Komaforschung ist eine junge Wissenschaft. Auf der Suche nach dem Bewusstsein stösst sie in ein Gebiet vor, das lange fest in der Hand der Philosophen war. Doch die Medizin kann sich nicht länger drücken. Denn die Spitzenmedizin «produziert» immer mehr Menschen mit Störungen des Bewusstseins. Die Spitzenmedizin lässt heute Menschen mit schwersten Hirnverletzungen überleben. Entsprechend nimmt die Zahl jener PatientInnen zu, die sich im Wachkoma oder im Zustand minimalen Bewusstseins befinden. Was das Gehirn hinter diesen Bewusstseinszuständen tut, ist genau so rätselhaft wie die Frage, was Bewusstsein eigentlich ist und wie dieses im gesunden Gehirn entsteht.
    Patienten, Pflegende und Komaforscher berichten über ihre Sicht aufs Bewusstsein und was dieses ausmacht. Weitere Themen: Mysterium Wachkoma – Leben in den Zwischenwelten des Bewusstseins - Vom Leben und Fortschreiten nach dem Wachkoma - Auf der Suche nach dem Bewusstsein - Was hat die Vorstellung vom Tennisspielen mit Bewusstsein zu tun
    57 min
  • Dürfen Politiker lügen?
    Die Lüge hat in der Politik eine lange Tradition, nicht erst, seit ein notorischer Lügner im Weissen Haus sitzt - aber: darf in der Politik überhaupt gelogen werden? Bill Clinton hat es getan, Elisabeth Kopp hat es getan, Pierre Maudet auch, russische Chatbots sind darauf programmiert, es zu tun, und Donald Trump tut es täglich: lügen. Nicht einfach Tatsachen verwischen, die Dinge ein wenig verdrehen, sondern bewusst die Unwahrheit sagen.
    Die Lüge ist, so zumindest der Eindruck, in der Mitte der Politik angekommen - und die Frage stellt sich: ob das System hat? Ob Politiker lügen dürfen?
    Darüber diskutieren die Philosophin Catherine Newmark, die Historikerin Sylvia Sasse und der Journalist Matthias Zehnder, unter der Leitung von Christoph Keller.
    55 min
  • Das Erdmagnetfeld – die unsichtbare Kraft
    Wir sehen es nicht, hören es nicht, spüren es nicht: das Erdmagnetfeld. Und doch umhüllt diese phantomhafte magnetische Kraft die Erde und schützt uns vor zerstörerischer Strahlung aus dem All. Das Magnetfeld bildet einen lebenswichtigen Schutzschild um den blauen Planeten. Zugleich ist dieser Schutzschild aber instabil und unberechenbar. Er wird zum Beispiel weltweit laufend schwächer. Warum? Wie lange noch? Trotz immer besserer Messmethoden bleiben solch grundlegende Fragen bis heute ungeklärt.
    Nicht minder rätselhaft - und faszinierend zugleich – ist, wie Lebewesen aufs Magnetfeld der Erde reagieren. Seit den 1960er-Jahren ist klar, dass so manche Zugvögel einen zusätzlichen Sinn haben, mit dem sie das Magnetfeld des Planeten wahrnehmen können.
    Heute weisen Studien einen Magnetsinn für eine ganze Reihe von Tierarten nach – vom Insekt bis zum Säugetier. Unklar bleiben aber so simple Fragen wie: Wo im Körper der Tiere steckt denn der geheimnisvolle Magnetsinn eigentlich und wie funktioniert er?
    Und auch diese Frage treibt manche Forscher um: Hat der Mensch tatsächlich keinerlei Magnetsinn? Weitere Themen: Steht die Erde bald Kopf? - Dem inneren Kompass auf der Spur
    53 min

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