Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Wer kümmert sich ums Klima?
    Das Klima erwärmt sich drastisch und unerwartet schnell - die Frage stellt sich, ob die getroffenen Massnahmen auch genügen? Der Himmel über Athen färbte sich rot von den schlimmen Waldbränden; wir lesen und hören täglich von absoluten Rekordtemperaturen auf dem ganzen Planeten, mit Waldbränden bis in den hohen Norden hinauf.
    Die Frage stellt sich, ob die getroffenen Massnahmen, auch die in Paris getroffenen reichen werden; und wann ist in der gesellschaftlichen Debatte der Tipping-Point erreicht, in der kollektives Verdrängen der Klimafrage und die Aufrechterhaltung einer Normalität sich wandeln könnte in Richtung einer Haltung, bei der wirkliches Handeln an den Tag gelegt wird, im Sinne einer radikalen Dekarbonisierung?
    Eine Debatte mit Ursula Brunner, Rechtsanwältin und Umweltexpertin, Reto Knutti, Klimaforscher an der ETH Zürich und Kurt Lanz, beim Wirtschaftsverband economiesuisse zuständig fürs Klima.
    56 min
  • Tandem: Esther Niffenegger, Willy Brülisauer und das Militär
    Wozu eine Karriere im Militär? Innensichten zweier Menschen, die sich stark mit der Armee identifizieren. Willy Brülisauer ist Divisionär - in einem andern Land würde man ihn als «Zweisterngeneral» bezeichnen - Esther Niffenegger ist Hauptmann. Er Berufsoffizier - sie Milizoffizierin: zwei Menschen, denen das Militär viel bedeutet.
    Jenseits von Reizthemen wie Rekrutenschwund, Grippen und ähnlichem erzählen sie von ihrem Alltag als Mann und Frau in der Armee und was eine Militärkarriere im zivilen Leben mit sich bringt. Ein Tandem von Maya Brändli.
    57 min
  • Lieblingsgeschichten 6/7 – Der Untergang der Franklin-Expedition
    Als Luxusunternehmen gestartet, endete die Franklin-Expedition am Tiefpunkt des menschlichen Seins: Der Versuch, die Nordwest-Passage zwischen Atlantik und Pazifik zu durchqueren, kostete viele der Mitglieder zunächst den Verstand und schliesslich allen das Leben. Die legendäre Franklin-Expedition im 19. Jahrhundert war eine Mission ins Unbekannte. Auf der Suche nach der Nordwestpassage, ausgestattet mit allen denkbaren Errungenschaften des viktorianischen Zeitalters, endete das Unternehmen in einem Desaster. Alle 129 Mitglieder kamen ums Leben. Die genauen Umstände sind in grossen Teilen rätselhaft und gruselig. Auf Beechey-Island wurden in den 80er-Jahren die im Permafrost erhaltenen Leichen von drei Teilnehmern exhumiert. Neben Tuberkulose und Skorbut war eine der Todesursachen Bleivergiftung. Die Mannschaft ernährte sich von den damals neu entwickelten Lebensmittelkonserven, die mit Bakteriengift versetzt und mit Blei kontaminiert waren. So verfielen zuletzt viele der Männer dem Wahn, da Blei und Gift auch das Hirn angriffen. Ureinwohner berichteten über umherirrende Männer und Kannibalismus unter den Weissen. Weitere Themen: Untergang im Luxus – ein Hörstück - Zwei Schiffe und viele Fragen - Tauchen im eisigen Meer - Altes Wissen führt zu neuen Funden
    57 min
  • Kultour de Suisse (5/8) - Von feinen Dessous zum Ort anderen Arbeitens: das Hanro-Areal in Liestal
    Früher wurden hier feine Dessous hergestellt und elegante Oberbekleidung - heute arbeiten in den Hallen von Hanro Designerinnen, Klavierbauer, Architektinnen. Das Areal liegt etwas versteckt am Rand der Stadt Liestal, aber es ist weitläufig. Die vielen Hallen, die im Verlauf der hundertjährigen Geschichte der Textilfabrik Hanro zugebaut wurden, beherbergen heute Ateliers, Schulungsräume, Lager. Aber man findet dort auch die Sammlung der Textilfabrik Hanro, jedes einzelne Stück, das hier produziert wurde, kann hier besichtigt werden. Das Zusammenspiel der vielen Bewohner des Areals aber wurde nur möglich, weil sich eine engagierte Stiftung der Sache angenommen hat. Weitere Themen: Vielfalt und Nachbarschaft - Was eine Liseuse erzählt - Die Ermöglicher
    57 min
  • Künste im Gespräch – Entschleunigung!
    Ein Musikfestival, das die Entschleunigung erlebbar macht. Eine Theaterpionierin, die abtritt. Und Germanistikstudierende, die den Feuilletons Konkurrenz machen. Musikerinnen und Musiker haben ein hektisches Leben: ständig im Flugzeug, in Hotel, auf Bühnen, in Bewegung. Das Festival Young Artists in Concert in Davos will dieses Jahr Gegensteuer geben. Das Festivalmotto lautet «Heute Ruhetag».
    «Elysium» ist ein theatrales Grossprojekt, das die Theaterleiterin Ruth Widmer sich und dem Publikum zum Abschied schenkt. Vor mehr als 30 Jahren hat sie die «TheaterFalle» in Basel gegründet.
    Mit ihrem Blog «Schweizer Buchjahr» machen Studierenden der Uni Zürich ihre ersten Erfahrungen als Literaturkritiker und -kritikerinnen. Dabei lernen sie einiges über die Schweizer Literaturszene, was in den Germanistik-Seminaren nicht vorkommt. Weitere Themen: Heute Ruhetag! Das Festival in Davos mit slow music - Ruth Widmer: Prozesshafter Abschied - Ein junger Blick auf die Schweizer Literaturszene
    57 min
  • Einsatz am Töggelikasten
    Seit den 60er Jahren kümmern sich SozialarbeiterInnen in der sogenannten Offenen Jugendarbeit (OJA) um die Bedürfnisse der Jugendlichen. Ihre Arbeit gerät aber zunehmend unter Legitimationsdruck. Was leistet die OJA heute für die Jugend? Ob im Jugendhaus oder im öffentlichen Raum setzen sich Jugendarbeitende anwaltschaftlich für die Jugendlichen ein. Sie organisieren Projekte, stellen Aufenthaltsräume zur Verfügung, vermitteln niederschwellig Wissen und orientieren die jungen Erwachsenen präventiv über Themen wie Drogen und Verhütung. Diese Angebote sind freiwillig, ein Merkmal, das die offene Jugendarbeit kennzeichnet. Die Jugendlichen können sie nutzen – oder auch nicht.
    Ein typischer Ort der offenen Jugendarbeit ist das Jugendhaus. Welche Jugendlichen treffen sich im «Jugi»? Und wie vertreiben die Jungen und Mädchen/Jungen Erwachsenen die Zeit?
    Nicht nur das Jugendhaus, auch der öffentliche Raum ist das Zuhause der Jugendlichen. Um diese kümmert sich die sogenannte aufsuchende Jugendarbeit. Das heisst, Fachpersonen suchen jene Orte auf, wo sich Jugendliche treffen, sie suchen das Gespräch und bauen eine Beziehung zu ihnen auf.
    Wie kommt es bei Jugendlichen an, wenn sich Jugendarbeiter unter die jungen Leute mischen und was bringts?
    Studiogast: Marcus Casutt, Geschäftsleiter Dachverband offene Jugendarbeit. Weitere Themen: Das Wohnzimmer für die Kleinbasler-Jugend - Aufsuchende Jugendarbeit: Ohne Vertrauen kein Ergebnis
    56 min
  • Den Röstigraben überbrücken
    An der grössten Schweizer Sprachgrenze zwischen Deutsch und Französisch wird tagtäglich Zweisprachigkeit gelebt. Das aber längst nicht von allen. Diese Kontext-Sendung beleuchtet verschiedene Situationen am und im Röstigraben und befasst sich mit den Vor- und Nachteilen der Zweisprachigkeit. Zwischen Deutsch und Französisch liegt in der Schweiz der vielzitierte Röstigraben. An dieser Sprachgrenze findet Kulturkontakt statt. Wer an der Sprachgrenze, etwa in Freiburg oder Biel, lebt, der ist zweisprachig. Das ist eine Fiktion. Längst nicht alle fühlen sich in beiden Sprachen und Kulturen zu Hause.
    Und doch wird die Zweisprachigkeit von vielen Menschen an der Sprachgrenze täglich gelebt.
    Kontext besucht eine zweisprachige Familie in Freiburg und ein bilingues Architekturbüro in Biel. Sowohl zu Hause als auch im Geschäft müssen sich die Beteiligten Gedanken über die Rolle der verschiedenen Sprachen machen, wenn sie die Zweisprachigkeit erhalten wollen.
    Im Beitrag von der Universität Freiburg erzählen Studentinnen, warum sie den neuen Bachelorstudiengang «Zweisprachigkeit und Kulturkontakt» besuchen. Der Germanistik-Professor Ralph Müller erklärt, warum es diesen Studiengang braucht und warum diese Zusammenarbeit von Germanistik und Französischer Sprach- und Literaturwissenschaft vor einigen Jahren noch undenkbar war.
    Im abschliessenden Gespräch disktutiert André Perler mit Sophie Hostettler, Programmleiterin des zweisprachigen Bieler TV-Senders Telebielingue, und mit Thomas Hunkeler, Französisch-Professor und Mitinitiant des Studiengangs «Zweisprachigkeit und Kulturkontakt», über die Zweisprachigkeit an der Sprachgrenze.
    Wer sind die wichtigen Akteure in der Sprachenfrage? Warum foutieren sich viele um die andere Sprache? Soll man überhaupt in die Zweisprachigkeit investieren? Weitere Themen: Familienalltag in zwei Sprachen - Nur in einer Sprache zu leben wäre langweilig - Zweisprachigkeit und Kulturkontakt studieren - Investieren und profitieren
    58 min
  • Lieblingsgeschichten 5/7 - Musikalische Avantgarden am Rand
    Die musikalische Avantgarde sitzt in westlichen Zentren wie Berlin, London und New York? Von wegen. Experimentelle, innovative, rebellische Musik blüht auch in Belgrad oder Neu Delhi. Sogar im ländlichen Tessin schliessen sich umtriebige MusikerInnen zusammen und zeigen: Avantgarde geht auch anders. In der Kontext-Serie «Lieblingsgeschichten» zoomt Musikredaktorin Theresa Beyer in die Avantgarde-Musikszenen von Belgrad, Neu Delhi und dem Tessin hinein.
    Ihre drei Reportagen aus drei Jahren kreisen um die Fragen: Wie formieren sich experimentierfreudige Musikerinnen und Musiker und wie interagieren sie global? Wie schafft es eine Szene Räume für ihre Musik einzufordern, wenn es wenig Konzertorte, Studios, Hochschulen, Finanzierung und Publikum gibt? Und wirkt der Ort auch in eher abstrakte Musik hinein? Weitere Themen: Vision trifft Realität: Experimentelle Musik in Belgrad - Jenseits von Bollywood: Experimentelle Musik in Neu Delhi - Zwischen Ton und Tal: Experimentelle Musik im Tessin
    56 min
  • Kultour de Suisse (4/8) – La Chaux-de-Fonds
    Warum gibt es hoch im gebirgigen Neuenburger Jura eine weltläufige Planquadrat-Stadt mit einer reichen Industriegeschichte und einer lebendigen, ziemlich freien Kultur-Szene? La Chaux-de-Fonds ist geprägt vom Auf- und Abstieg der Uhrenindustrie. Aber auch von seinen Ein- und Auswanderern. Der Kanton Neuenburg hat zwei städtische Zentren: Neuchâtel am See. Und La Chaux-de-Fonds in den Bergen. Und auch wenn die ungleichen Schwestern längst durch einen Tunnel verbunden sind, ist La Chaux-de-Fonds noch immer die eher unbekannte Halbschönheit hinter den Hügeln.
    Dabei ist die nach einem Brand im 18. Jahrhundert orthogonal neukonzipierte Stadt dank ihrer Geschichte im Zentrum des Uhrenbooms ein erstaunlicher Ort geblieben. Reich an Verbindungen in und Spuren aus aller Welt, mit Museen und Institutionen, Art-Déco-Häusern und seltsamen Monumenten.
    Im vierten Teil unserer Kultour de Suisse trifft Kontext die Stadtpräsidentin und die drei berühmten «C» der Stadt, Chevrolet, Cendrars und Le Corbusier. Spaziergänge durch Pärke, Museen und Institutionen, und Begegnungen mit Musikerinnen und Kuratoren wecken die Lust, so bald wie möglich in den Zug zu steigen und in den Jura zu fahren.
    Kontext-Serie «Kultour de Suisse»: alle Folgen
    https://www.srf.ch/sendungen/kontext/kultour-de-suisse Weitere Themen: La Chaux-de-Fonds: Boomtown mit Ein- und Auswanderern - Kunsträume, mal lässig, mal extravagant - Freiräume und Freigeister
    55 min
  • Alphorn. Das musikalische Neuralrohr
    Unzählige Frauen und Männer quer durch die ganze Schweiz spielen das Alphorn, dieses lange gebogene Rohr, das so sehr nach Bergpanorama aussieht und so gravitätische Töne hervorbringen kann. Kontext beleuchtet den Mythos Alphorn, besucht eine Werkstatt und lässt Musiker zu Wort kommen. Und zu Ton. Zwar ist es schon im 16. Jahrhundert in der Schweiz aufgetaucht, bald darauf aber verstummte es wieder. Die Renaissance kam erst mit der Romantik im 19. Jahrhundert und dem Aufleben von Folklore und Tourismus – und nun wurde das Alphorn gar zum Nationalsymbol.
    Heute am 1. August werfen wir zusammen mit dem Musikethnologen Dieter Ringli einen Blick auf Ursprung und Mythos des Alphorns. Wir besuchen die älteste Alphornwerkstatt der Schweiz, die Familie Bachmann im Oberen Emmental.
    Und wir sprechen mit dem Musiker Balthasar Streiff, der auf dem Alphorn zeitgenössische Musik spielt. Weitere Themen: Ein Besuch beim Alphornbauer - Das Alphorn. Mythos und Geschichte - Musikalisches Neuralrohr. Balthasar Streiff und das Alphorn
    50 min

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