Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Lieblingsgeschichten 2/7 – Bittersüsse Medizin Cannabis
    Das Thema Cannabis ist ein Dauerbrenner – doch die Diskussionen ums Kiffen und Jugendschutz lassen beinah vergessen, dass Cannabis als Medizin von grossem Nutzen sein kann. Die wechselhafte Geschichte einer uralten Heilpflanze zwischen zwiespältigem Image, harschen Gesetzen und medizinischem Nutzen. Etwa 3'000 Patient*innen stellen pro Jahr einen Antrag für eine Spezialbewilligung vom Bundesamt für Gesundheit. Sie möchten auf legalem Weg ein Cannabis-Medikament beziehen, um ihre meist schweren Krankheiten zu behandeln. 3'000 pro Jahr – von Ausnahmen kann da kaum mehr die Rede sein, so Markus Jann vom Bundesamt für Gesundheit.
    Seit Jahrzehnten kämpfen einige wenige Pflegerinnen und Ärzte darum, dass Cannabis als Medizin wieder weniger streng gehandhabt wird. Denn eigentlich sind sämtliche Anwendungen von Cannabis verboten – das ist eine strengere Handhabe, als für Kokain, Methadon oder Heroin.
    Jüngst tut sich wieder etwas im Umgang mit Cannabis: zwar dreht sich auch die aktuelle Diskussion vor allem um den Freizeitkonsum – doch auch in Sachen medizinische Nutzung will der Bundesrat sich dafür einsetzen, dass Patient*innen einfacheren Zugang zu Cannabis-Medikamenten erhalten. Weitere Themen: «Zwölf Tropfen als Bettmümpfeli» - Cannabis-Medikament «made in switzerland» - Repressive Zeiten - Jetzt kommt der legale Hanf
    57 min
  • Neue Einblicke in die geheime Widerstandsorganisation P-26
    Die P-26 war eine geheime Kaderorganisation mit 400 Frauen und Männern, die den Widerstand gegen eine feindliche Besetzung probte und dabei auch die Hilfe des britischen Geheimdienstes in Anspruch nahm. Die Aufdeckung der geheimen Widerstandsorganisation P-26 geriet 1990 zum Skandal. Das Parlament setzte damals zwar eine Untersuchungskommission ein. Doch nach wie vor besteht Aufklärungsbedarf, zumal bis heute Dokumente unter Verschluss sind und Akten verschwunden sind.
    Der Historiker Titus J. Meier legt in «Kontext» nun neue Erkenntnisse zum Widerstand im Kalten Krieg und zur P-26 offen. Neben einem Rückblick auf die Zeit, in der die ersten Mitglieder der P-26 enttarnt wurden, will «Kontext» zudem wissen, ob auch heute mit einer geheimen Widerstandsorganisation zu rechnen ist. Weitere Themen: Geheime Kaderorganisation P-26 - Enttarnung und politischer Skandal - Mehr Mitwisser als angenommen - Geheime Organisation heute unwahrscheinlich
    57 min
  • Kultour de Suisse nach Ennenda (1/8): Museum für eine Magd
    Das Anna Göldi Museum im Hänggiturm im glarnerischen Ennenda ist – einzigartig – einer Magd gewidmet. Nicht irgendeiner Magd, sondern jener Frau, die 1782 wegen teuflischen Machenschaften zum Tod verurteilt und mit dem Schwert enthauptet wurde. Die Geschichte der angeblich «letzten Hexe Europas» wird fassbar im Anna Göldi Museum im glarnerischen Ennenda in einer kleinen, aber feinen und eindrücklich inszenierten Ausstellung im Hänggiturm: ein Beispiel für modernes helvetisches Kulturschaffen abseits der städtischen Zentren mit einer Ausstrahlung über den Ort und auch über die Schweiz hinaus.
    Das ist die erste Station der «Kontext»-Sommerserie «Kultour de Suisse»: Sie rückt kulturelle Einrichtungen ins Scheinwerferlicht, die innovativ, experimentell und überraschend sind und zum reichhaltigen Kulturerbe der Schweiz beitragen. Weitere Themen: Ein Rundgang durch den historischen Hänggiturm - Opfer eines Justizmords - Späte Rehabilitierung - Anna Göldi: eine Frau mit vielen Gesichtern
    58 min
  • Künste im Gespräch: Beatrice Cenci, Maarten van den Brink, NIFFF
    In Bregenz erfährt Berthold Goldschmidts 68 Jahre alte Oper «Beatrice Cenci» ihre deutsche Erstaufführung. Der einstige holländische Fernsehintendant Hans Maarten van den Brink verblüfft mit seinem zweiten Roman. Und in Neuenburg ist wieder NIFFF: Neuchâtel International Fantastic Film Festival. Die Geschichte der Beatrice Cenci hat schon Percy Bysshe Shelley und Stendhal zu Dichtungen inspiriert: Die Tochter eines ausschweifenden Lüstlings und Sadisten im Rom der Renaissance, der seine beiden Söhne umgebracht hat, ist seelischer und sexueller Gewalt ausgesetzt und schmiedet zusammen mit ihrer Stiefmutter einen Plan zur Ermordung des verhassten Vaters. Der Mord wird entdeckt, die beiden Frauen werden festgenommen und hingerichtet, weil der Papst sämtliche Gnadengesuche ablehnt.
    Berthold Goldschmidt (1903-1996) gehörte zu den «grossen Hoffnungen der deutschen Musik», als er 1935 nach England emigrieren musste. Dort konnte er nie recht Fuss fassen, musste sich mit Privatstunden und Hilfsarbeiten durchschlagen. Erst spät wurde die Musik des knapp 90jährigen wiederentdeckt.
    So blieb auch seine grosse Oper über ein Frauenschicksal der Renaissance lange unbeachtet.
    «Beatrice Cenci», komponiert 1949/50, wurde zwar von der Jury des Festival of Britain 1953 zum Sieger erkoren, aber von der Royal Opera Covent Garden (zugunsten von Benjamin Brittens «Billy Budd») fallengelassen. Erst 1994 in Magdeburg erlebte die Oper ihre szenische Erstaufführung. Nun ist die Oper in Bregenz erstmals in deutscher Sprache zu sehen und zu hören. Andreas Müller Crepon war an den Proben.
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    Alles verändert sich. Auch das, was unveränderlich erscheint. Anhand eines aussortierten Eichbeamten, dessen Welt unveränderliche Grössen wie Meter und Kilos sind, zeigt der holländische Journalist und Schriftsteller Hans Maarten van den Brink, was passiert, wenn Menschen ihre Bezugspunkte verlieren. Dabei steht auch seine holländische Heimat im Fokus, die sich in kurzer Zeit vom sittenstrengen Agrarland zur urbanen Vorzeigegesellschaft und von dort zu einem Land mit starken populistischen und neoliberalen Tendenzen entwickelt hat.
    Hans Maarten van den Brink, ehemaliger Intendant des holländischen Fernsehens und nach vielen persönlichen und beruflichen Veränderungen als freier Schriftsteller in Berlin gelandet, legt nach 17 Jahren einen zweiten erfolgreichen Roman vor, der derzeit, wie sein erster, in viele Sprachen übersetzt wird. Die deutsche Fassung zeichnet sich auch inhaltlich als überraschend aktuelles Buch aus. Michael Luisier hat HM van den Brink getroffen.
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    Das Neuchâtel International Fantastic Film Festival NIFFF ist ein von Jahr zu Jahr stärker funkelnder exotischer Diamant in der Schweizer Festivallandschaft. Obwohl sich der Schweizer Film und die Filmförderung traditionell schwer tun mit Genrekino wie Fantasy, Science-Fiction oder Horror, hat sich das Festival am Neuenburger See über die Jahre international etabliert, mit illustren Gästen und relevanten Themen. Brigitte Häring redet unter anderem mit Anaïs Emery, der Direktorin des Festivals. Weitere Themen: Goldschmidt’s Oper «Beatrice Cenci» an den Bregenzer Festspielen - Hans Maarten van den Brink «Ein Leben nach Mass» - Das NIFFF – einzigartig fantastisch
    57 min
  • Reizthema Lobbyismus
    Lobbyismus gehört zum politischen System, auch in der Schweiz. Er dient dem Informationsaustausch, sagen die einen. Er rieche nach Filz, nach unlauteren Machenschaften, ja nach Bestechung, sagen andere. Einen Versuch, dieses System zu begreifen, hören Sie heute in «Kontext»: Mit Céline Graf vom Verein «Lobbywatch» streifen wir durch Bern. Wir befragen die Parlamentsmitglieder Anita Fetz (SP), Kathy Riklin (CVP), Ruth Humbel (CVP) und Kurt Fluri (FDP).
    Der Politikwissenschaftler Claude Longchamp gibt Auskunft - und auch der PR-Profi Andreas Hugi, CEO der Agentur furrerhugi, einer der wichtigen Lobbyisten des Landes. Weitere Themen: Quer durch Bern - Parlamentsmitglieder über Lobbyismus - Der Politikwissenschaftler - Die «Public Affairs»-Agentur
    57 min
  • Tandemgespräch mit Blanca Imboden und Martin von Matt
    Blanca Imboden ist eine der erfolgreichsten Schweizer Schriftstellerinnen. In den Feuilletons tauchen ihre Bücher nicht auf, doch ihre Fans lieben sie. Im Tandem trifft sie auf den Buchantiquar Martin von Matt zum Gespräch über Trivial- und Hochliteratur, das Stanserhorn und den Schweizer Tourismus. Als Kind wollte Blanca Imboden Sängerin und Buchautorin werden. Beides hat die 55-jährige Schwyzerin verwirklicht. Ihre erste Karriere startete sie als Sängerin BEE BACH mit verschiedenen professionellen Tanzbands. Sie arbeitete bei der Neuen Schwyzer Zeitung bevor sie anfing, Bücher zu schreiben. Ihr Debutroman «Wandern ist doof» war ein Bestseller. Seither hat sie 13 Romane geschrieben. An zwei Tagen die Woche arbeitet Blanca Imboden als Fahrgastbegleiterin bei der Stanserhornbahn.
    Zu deren 125jährigen Jubiläum hat der Stanser Buchhändler Martin von Matt letztes Jahr einen Bildband veröffentlicht. Er betreibt in der 6. Generation eine Traditionsbuchhandlung und ein Antiquariat. Im Tandem kreuzen Blanca Imboden und Martin von Matt die Klingen. Sie gehen der Frage nach, was das Triviale an der Trivialliteratur ist und wie viel Eventisierung der Literaturbetrieb verträgt.
    Ein Gespräch über die Leidenschaft für Bücher und den Schweizer Alpentourismus.
    56 min
  • Lieblingsgeschichten 1/7 - Polizei, Justiz, Strafe
    Lieblingsgeschichten der Redaktorinnen und Redaktoren bringt «Kontext» diesen Sommer. Den Auftakt macht Raphael Zehnder mit Reportagen über die Polizei und aus dem Gefängnis. Die Neugier auszuleben ist eine der schönsten Seiten des journalistischen Metiers. Polizistinnen und Polizisten sorgen tagtäglich und des Nachts für Sicherheit. Auf welche Sachverhalte treffen sie? Wie werden sie mit Extremsituationen fertig?
    Einblicke ermöglicht eine Reportage mit der Kantonspolizei Basel-Stadt. - Wer in Untersuchungshaft gesetzt oder zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, verbringt eine gewisse Zeit eingeschlossen im Gefängnis.
    Im Regionalgefängnis Thun versuchen wir zu verstehen, was das bedeutet. - Wer straft oder bestraft wird, macht sich Gedanken über Sinn und Nutzen von Sanktionen. Antworten einer Richterin und eines Mannes, der eine Haftstrafe verbüsst hat. Weitere Themen: Auf Nachtpatrouille mit der Kantonspolizei Basel-Stadt - Alltag im Regionalgefängnis Thun - Nützen Strafen?
    56 min
  • Beruf: Künstler*in. Arbeitssituation: prekär
    Was bedeutet es, Künstler*in zu sein? Ist das ein Beruf wie jeder andere? Gehören wenig Lohn, eine unsichere Arbeitssituation und die Angst vor Altersarmut selbstverständlich dazu? Im Rahmen der Kontext-Serie «Arbeitswelten» schauen wir auf das Berufsbild und die Arbeitsrealität von KünstlerInnen. Zwischen künstlerischer Freiheit und Brotjobs, zwischen Idealismus und Überleben. Was lernen Studierende an den Kunsthochschulen? Auf welche Zukunft werden sie in der Ausbildung vorbereitet?
    «Arm aber Sexy»: Der Spruch des Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit hat die Attraktivität Berlins für viele Künstlerinnen und Künstler in den letzten Jahren auf den Punkt gebracht. Doch er hat auch seine dunklen Seiten: Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Situation von bildenden KünstlerInnen in Berlin noch prekärer ist als erwartet. Was bleibt zu tun?
    Faires Arbeiten in den Künsten? – Von Kunstschaffenden gegründete Labels wie «Art but Fair» und «Fair trade music» versuchen nachhaltige und realistische Bedingungen für KünstlerInnen zu schaffen. Mit welchem Erfolg?
    Weitere Themen der Serie «Arbeitswelten»
    Mobbing am Arbeitsplatz
    Lehrer am Limit
    Über 50 ohne Arbeit Weitere Themen: Geld ist nicht alles im Leben - Wenn die Gentrifizierung zuschlägt - «Faire Kunst»: Kulturwandel oder Utopie?
    57 min
  • Künste im Gespräch: Landschaftstheater, Bilderbuch, Künstlerleben
    Das Landschaftstheater Ballenberg bringt jedes Jahr ein ganzes Dorf zum Theaterspielen. Das Landesmuseum Zürich macht die Geschichte von Schweizer Bilderbüchern erlebbar. Die Zürcher Hochschule der Künste hat untersucht, wie Künstlerinnen und Künstler leben. Im Stück «Steibruch» von Albert J. Welti geht es um eine Steinhauerfamilie die teils nach Amerika ausgewandert ist. Wie inszeniert man dieses Werk im Freilichtmuseum Ballenberg?
    Bilderbuchgeschichten wie Pitschi von Hans Fischer oder «Dr Joggeli söll ga Birli schüttle» von Lisa Wenger gehören zu fast jeder Schweizer Kindheit. Das Landesmuseum Zürich erzählt die Geschichten hinter den beliebten Geschichten.
    Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) veröffentlicht den Creative Economies Report. Die Analyse zeigt, wie KünstlerInnen heutzutage ihr Überleben sichern. Weitere Themen: Wie Landschaftstheater ein Dorf vereint - Schweizer Bilderbuchwelten im Landesmuseum - Was Digitalisierung für Kulturschaffende bedeutet
    56 min
  • Politik nebenbei. Bald vorbei?
    Das Milizsystem gehört zum politischen Selbstverständnis der Schweiz. Doch die Kommunen finden kaum noch Freiwillige für die Lokalpolitik. Und national sind ohnehin häufig Berufspolitiker am Werk. Das Milizsystem droht zur Legende zu verkommen. Der Gemeinderat, die Nationalrätin von nebenan, volksnahe, jemand von uns – so das weit verbreitete Ideal eines Politikers in der Schweiz. Die schweizerische politische Kultur will, dass die Entscheide möglichst nahe bei den Bürgern liegen. So verwundert es nicht, dass die Vorteile von Milizpolitikern landauf landab beschworen werden.
    Nur: In den Gemeinden läuft die Lokalpolitik am Anschlag – ehrenamtlich wollen sich immer weniger engagieren. Und national belasten die Dossiers die Parlamentarier mittlerweile so stark, dass viele hauptberuflich politisieren.
    Kann man am Milizsystem festhalten? Welche institutionellen Reformen sind denkbar? Oder würde eine politische Professionalisierung der Demokratie schaden? Kontext setzt den Mythos Milizsystem auf den Prüfstand. Weitere Themen: Anti-Wahlkampf - Von allen Seiten unter Beschuss - Berufspolitikerin auf dem Lande - Unliebsame Reformen - Fiktion Milizparlament
    57 min

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