Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Wie steht es um die Medienfreiheit in Europa?
    Die Freiheit der Medien und der Meinungsäusserung sind Grundpfeiler von Demokratien. Dass diese Grundrechte respektiert werden, ist heute auch in Europa nicht selbstverständlich. «Kontext» betrachtet die Situation in der Schweiz, in Ostmitteleuropa und in der Türkei und versucht, einen Überblick zu geben auf einem Kontinent, der in politische Turbulenzen geraten ist.
    Wir befragen Nina Fargahi, Chefredaktorin des Schweizer Medienmagazins «Edito», den slowakischen Journalisten Michal Hvorecky, Can Dündar, den exilierten Chefredaktor von «Cumhuriyet», und den Freiburger Medienwissenschaftler Manuel Puppis. Weitere Themen: Nummer 5 auf der Weltrangliste: die Schweiz - Die Schraube wird angezogen I - Die Schraube wird angezogen II - 49 Staaten, Versuch eines Überblicks
    57 min
  • Das Sachbuchquartett
    Ahnenforschung mittels DNA bringt Überraschendes ans Licht. Der historische Blick enthüllt die Bedeutung der Spanischen Grippe. Ruanda verdankt seinen wirtschaftlichen Erfolg nach dem Genozid vor allem den Frauen. Musikvermittlung gelingt, sobald vermeintliche Dogmen aufgebrochen werden. Weitere Themen: Meine Europäische Familie. Die ersten 54'000 Jahre - Die Welt im Fieber. Die Spanische Grippe 1918 veränderte die Welt - Frauenwunderland - Die Erfolgsgeschichte von Ruanda - Entfesselte Klassik: Musikvermittlung öffnet Grenzen
    55 min
  • James Baldwin: Selbstfindung in einer rassistischen Gesellschaft
    Zehn Jahre arbeitete James Baldwin (1924-1987) an seinem ersten Roman. Seine Herkunft stand ihm beim Schreiben an allen Ecken und Enden im Weg. Er kam aus einem schwarzen Ghetto New Yorks und hatte trotz seiner stupenden Intelligenz und seines Talents keinerlei Aussicht auf einen Platz in der Welt. «Go Tell It on the Mountain» erschien 1953 und ist ein Kultbuch. Unter dem Titel «Von dieser Welt» eröffnet es die deutsche Neuübersetzung von Baldwins Werk. John Grimes, die 14jährige Hauptfigur, stellt sich, wie sein Erfinder, die Frage, woher er kommt und in welche Welt er aufbrechen möchte – wenn er denn als Schwarzer überhaupt aufbrechen kann.
    Sprachmächtig, ungemein sinnlich und berührend stellt Baldwin die grossen menschlichen Fragen. Er inspiriert so bis heute. Kontext stellt den Roman vor, diskutiert ihn mit den Literaturkritikern Bernadette Conrad und Philipp Tingler und lässt den Shooting Star Brit Bennett zu Wort kommen, eine Autorin, die sich explizit auf James Baldwin bezieht. Weitere Themen: «Von dieser Welt» von James Baldwin - Gesellschaftsstudie und intimes Porträt - Ich weiss nicht, wie ich mit guten weissen Menschen umgehen soll
    57 min
  • Fair Trade? Zwischen Versprechen und Realität
    Fairtrade-Produkte boomen. Doch wem nützt der so genannt «Faire Handel» eigentlich? Den Produzenten im Süden oder in erster Linie den Wohlstandsnationen im Norden? Vor rund 20 Jahren schafften Produkte aus dem fairen Handel den Sprung aus der Nische in die Grossverteiler. Heute sind die Schweizer Konsumenten und Konsumentinnen Weltmeister, wenn es um den Kauf von Fairtrade Produkten geht. In keinem anderen Land wird dafür mehr Geld ausgegeben.
    Fairtrade-Zertifizierungen versprechen den Produzenten und Produzentinnen im Süden ein garantiertes Mindesteinkommen für ihre Produkte und schaffen damit mehr Sicherheit für das schwächste Glied in der Handelskette.
    Fairtrade hat aber auch Kritiker. Sie monieren, dass die Versprechen von Fairtrade nicht wirklich eingelöst werden und dass letztlich – auch bei Fairtrade – vor allem die Länder im Norden profitieren.
    Wo steht die Fairtrade Bewegung heute?
    Studiogäste:
    Andreas Jiménez, Geschäftsleiter Max Havelaar Schweiz und Adrian Wiedmer, Geschäftsführer Gebana Schweiz Weitere Themen: Ist das eine gerechte Cashew-Nuss? - Fairtrade: Die Vermarktung der Armut?
    56 min
  • Tandem: Ein künstlerisch-wissenschaftliches Gipfeltreffen
    Der Komponist John Wolf Brennan und die Umweltwissenschaftlerin Elisabeth Karrer setzen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit den Bergen auseinander. Doch ist der künstlerische Zugang wirklich so grundverschieden vom wissenschaftlichen? Und kann man die Natur überhaupt emotionsfrei betrachten? John Wolf Brennan ist ein irisch-schweizerischer Jazz- und Improvisationsmusiker, Komponist und Dirigent. Aktuell komponiert er gerade eine Symphonie für Alphorn und Obertongesang für das Tonhalle Orchester Zürich. In seiner Musik nimmt er immer wieder auf die Berge Bezug: «Ich wohne in Weggis am Vierwaldstättersee und kann gar nicht anders als die Berge in meine Kompositionen einzubeziehen». Auch den Kompositionsprozess vergleicht er mit der Entstehung der Berge: zuerst ein gewaltiges Auffalten und danach ein Eindampfen und Verfestigen.
    Was wohl eine Wissenschaftlerin von dieser Theorie hält? Um seine Sicht auf die Berge herauszufordern, hat sich John Wolf Brennan die Umweltwissenschaftlerin Elisabeth Karrer als Gesprächsgast ausgewählt: sie ist stellvertretende Leiterin des Pro Natura Zentrum Aletsch. Der schwindende Aletschgletscher ist ihr Forschungsgebiet. Aber sie sagt auch: dieser Gletscher sei ihr nah, vertraut, er sei fast wie «ein Familienmitglied». Die Spezies des Jazzmusikers kennt sie aus ihrer Familie – und ist neugierig auf die Berg-Vision Ihres Gesprächspartners John Wolf Brennan.
    Treffpunkt für das Tandem-Gespräch ist der aussergewöhnliche Arbeitsort von Elisabeth Karrer: die Jugenstil-Villa «Villa Cassel» auf der Riederalp im Wallis.
    Autoren: Theresa Beyer
    Produktion: Dagmar Walser
    Moderation: Hansjörg Schultz
    57 min
  • Von der Idee zum Stück. Neue Formen der Musiktheaterproduktion
    Normalerweise schreibt ein Komponist sein neues Stück allein. Selbst wo mehrere Genres zusammentreffen, in der Oper, ist erst die Musik fertig, dann kommt die Inszenierung dazu, das Bühnenbild.... Aber es gibt auch einen neuen Ansatz, wo all das von Anfang an im Team entsteht. Eine Komponistin hat eine Idee für ein neues Werk, setzt sich an den Schreibtisch – und dann beginnt ein Schaffensprozess, der über verschlungene Wege führt, in Sackgassen, Urwälder und auf Lichtungen. Diesen Weg allein zu gehen, ist schon ein Kapitel für sich. Wie ist es aber, wenn man ihn im Team geht?
    Die Sendung wirft einen Blick in die Werkstatt der Komponistin Isabel Mundry – und auf das, was sich momentan bei der «Münchener Biennale – Festival für neues Musiktheater» tut.
    Hier entstehen Werke im Team. Vertreter der verschiedenen Genres, also Komponist, Librettistin, Dramaturg, Performerin und Architektin entwickeln von Anfang an gemeinsam das Stück. Was ist der Mehrwert?
    Dazu ein Gespräch mit den beiden Intendanten der Biennale, Daniel Ott und Manos Tsangaris, und Interviews mit den Macherinnen und Machern dreier Produktionen. Weitere Themen: Von der Idee zum fertigen Werk. Wie sieht dieser Prozess aus? - Kollaboration: Teamwork statt Einzelkampf - Drei Beispiele von Teamwork in der Musiktheaterproduktion
    55 min
  • Künste im Gespräch: Carena Schlewitt, Brexitkunst und Superhelden
    Abschiede und Visionen ziehen sich durch die Sendung: Carena Schlewitt verlässt die Kaserne Basel. Matthew Herbert komponiert Musik gegen den Brexit und Jugendliche träumen sich in die Gestalt von Superhelden. Die Kaserne Basel ist das wichtigste Zentrum für Performing Arts und innovative Populärmusik in der Region Basel. Die letzten zehn Jahre hat Carena Schlewitt das Haus erfolgreich geführt. Jetzt geht sie nach Dresden.
    Matthew Herbert kennt keine Grenzen: Der britische Musiker setzt sich gegen die Abschottung Grossbritanniens ein – mit den Mitteln der Kunst.
    Schüler und Schülerinnen entwickeln einen Fantasy-Oper mit und über Superhelden aus dem Barock bis zur Populärkultur. Was zeichnet Superhelden heute aus? Weitere Themen: Carena Schlewitt: Von Basel nach Dresden - Ein künstlerisches Zeichen gegen den Brexit - Wann ist ein Mensch ein Superheld?
    54 min
  • Neukaledonien: Verliert Frankreich eine der letzten Kolonien?
    Die einstige Grossmacht Frankreich wird noch heute oft als «Grande Nation» bezeichnet, auch wenn das Land viele seiner ehemaligen Kolonien hat abgeben müssen. Neukaledonien, die Insel im Südpazifik, ist 17'000 Kilometer von der Hauptstadt Paris entfernt, gehört aber immer noch zu Frankreich. Sie wurde 1853 von Napoléon dem Dritten kolonialisiert. Im November können die Bewohnerinnen und Bewohner nun darüber abstimmen, ob sie bei Frankreich bleiben oder unabhängig werden wollen.
    Wir haben die Insel besucht und mit Ureinwohnern, sogenannten Kanaken, gesprochen, aber auch mit Métropolitains, Zugezogenen aus Frankreich. Weitere Themen: Nouméa: französischer Chic in der Südsee - Nickel und Tourismus als wirtschaftliche Stützen - Kanakische Urbevölkerung und die Unabhängigkeitsfrage - Dekolonisierung heute: Wie geht das?
    57 min
  • Überleben in der Nische: Schweizer Literaturzeitschriften
    Spätestens seit es das Internet gibt, greifen nur noch wenig Leserinnen und Leser regelmässig zu Literaturzeitschriften. Warum also kommen junge Menschen auf die Idee, überhaupt Literaturzeitschriften zu gründen? Über Zeitschriften, ihre MacherInnen, ihre Leistungen und Probleme. Literaturzeitschriften hatten lange einen fixen Platz im bildungsbürgerlichen Alltag. Mit dem Aufkommen des Internets schien ihnen der Abstieg in die Bedeutungslosigkeit jedoch fast sicher: Vergleichbare Inhalte wurden online rund um die Uhr und gratis verfügbar – sinkende Auflage- und Abonnementszahlen waren die Folge. Gedruckte Literaturzeitschriften wurden ein Nischenphänomen.
    Auch was die Zeitschriftenförderung durch Stiftungen der öffentlichen oder privaten Hand angeht, hat die Literatur seit Aufkommen der Leistungsgesellschaft einen zunehmend schweren Stand – Fördergelder sind rar geworden, und die Ansprüche, die gestellt werden, sind teils fast schon zu spezifisch, als dass sie noch kreativ umgesetzt werden könnten. Von den Schweizer Literaturzeitschriften, die schon länger bestehen, hat nur eine Handvoll überlebt.
    Erstaunlicherweise gab es aber in den letzten zehn Jahren einen regelrechten Aufschwung: Etliche Literaturzeitschriften wurden – zumeist von jungen Menschen – neu ins Leben gerufen und existieren noch immer, ja, wachsen zum Teil sogar.
    Wir begeben uns auf eine Tour durch die Welt der jüngeren Schweizer Literaturzeitschriften und fragen: Worin liegt der Reiz an der Existenz in der Nische? Wozu braucht es Literaturzeitschriften heute noch? Wie können sie trotz der widrigen finanziellen Bedingungen überleben? Weitere Themen: «Das Narr»: Wie macht man eine Literaturzeitschrift? - Das Geld: Finanzprobleme und Fördergelder - Das Warum: Über die Bedeutung von Literaturzeitschriften
    54 min
  • Griechenland: Krise noch nicht ausgestanden
    «Die Probleme werden uns noch lange begleiten»: Davon sind viele Bürgerinnen und Bürger in Griechenland überzeugt. Denn trotz der europäischen Finanzspritzen von mehr als 250 Milliarden Euro hat das Land mehr Schulden als je zuvor. Seit acht Jahren hängt Griechenland am Finanztropf der Europäischen Union. Das Land bekam in mehreren Tranchen Kredite von über 250 Milliarde Euro und musste im Gegenzug Spar- und Reformprogramme durchziehen.
    Im August läuft das dritte Rettungspaket aus. Wie geht es dem Land, das jahrelang am Rand des Staatsbankrotts stand, heute? Dieser Frage geht «Kontext» nach mit einer Reportage von Alkyone Karamanolis und der Politologin Zoe Lefkofridi, die zum Thema europäische Integration forscht. Weitere Themen: «Griechenland tänzelt weiter am Abgrund» - «Die EU braucht mehr Mitbestimmung»
    54 min

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