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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Alles fliesst: Die unglaubliche Geschichte des Dainis Ivans
    Als junger Journalist enthüllte Dainis Ivans Mitte der Achtziger Jahre in einem naturwissenschaftlichen Magazin die Pläne der kommunistischen Führung in Moskau, grosse Teile Südlettlands mit einem gigantischen Stausee unter Wasser zu setzen.
    Die Publikation löste in der damaligen Sowjetrepublik und weit darüber hinaus eine umfassende Protestwelle aus, die schliesslich zur Unabhängigkeit der baltischen Staaten und zum Zerfall der östlichen Supermacht führte.
    Dainis Ivans trug nicht nur zu dieser Entwicklung bei, sondern prägte sie über Jahre auch mit und gilt bis heute in Lettland als demokratisches Gewissen, dessen Wirken auf dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine neue Aktualität entfaltet.
    Themen in diesem Kontext:
    * Die Daugava – ein Fluss als Lebensader, Kulturraum und Machtinstrument.
    * Die Rolle und Verantwortung eines Einzelnen in einer historischen Zeitenwende.
    * Demokratie und Umwelt als zwei Seiten der gleichen Medaille.
    * Die Impulse des gesellschaftlichen Aufbruches vor über 30 Jahren in der heutigen Krise.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Dainis Ivans, Journalist und führender Kopf der lettischen Unabhängigkeits- und Demokratiebewegung
    * Anna Mucha, Informationschefin der lettischen Nationalbibliothek
    * Anna Zeibarte, Leiterin des lettischen Demokratiemuseums
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    25 min
  • Die Hutmacherin – kein behüteter Beruf
    Caroline Buchs ist Hutmacherin bei den Bühnen Bern – und damit eine der «lucky few», die auf ihrem Beruf arbeiten kann. Dies, weil die Mode sich verändert hat. Hutmacherinnen gibt es noch in Theatern oder in der High Fashion. 
    Noch immer werden Modistinnen ausgebildet. Zu Recht findet Katharina Tietze, Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste.
    * Caroline Buchs hat ihre Lust am dreidimensionalen Arbeiten mit Filz zum Beruf gemacht und übt diesen mit Begeisterung aus.
    * Die gelernte Theaterschneiderin hat sich während ihrer Ausbildung in New York wenig Gedanken über ihre Berufschancen gemacht, jedoch in der Schweiz bald eine Stelle am Theater gefunden.
    * Wenn sich die Gesellschaft wandelt, verändert dies auch die Mode; dann brechen Berufsfelder weg.
    * Um weiterhin das Kunsthandwerk zu ermöglichen, seien die Theater und auch die Kunsthochschulen in die Pflicht genommen, findet Design-Professorin Katharina Tietze.
    * In kunsthandwerklichen und Design-Berufen sollen die Studierenden ihr Berufsfeld stetig neu erfinden und es verändern können.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Caroline Buchs, Hutmacherin bei den Bühnen Bern
    * Katharina Tietze, Professorin Trends and Identity an der Zürcher Hochschule der Künste
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
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    29 min
  • Kultur-Talk: Iran – Revolution der Frauen?
    «Die iranischen Machthaber haben Angst vor den Frauen», sagt die Nahost-Korrespondentin Golineh Atai. Über die Frauen habe das Regime bisher die Gesellschaft kontrolliert. Kommt es zu einer Revolution der Frauen?
    Die Macht der iranischen Mullahs über die Frauen sichere ihre Macht über das ganze Land, stellt die in Iran-Spezialistin Golineh Atai fest, die im Alter von 5 Jahren mit ihrer Mutter ins Exil gegangen ist. Mit den aktuellen Protesten, die von Frauen massgeblich geprägt werden, stehe jetzt die Existenz des ganzen Systems auf der Kippe. In ihrem Buch «Iran. Die Freiheit ist weiblich» skizziert die Autorin den Mut und die Hartnäckigkeit von iranischen Frauen, die seit Jahren daran sind, die gesellschaftlichen Verhältnisse zu ändern. Im «Kontext-Talk» schildert sie, mit welchen Formen des Widerstands Frauen diese Macht zunehmend unterlaufen.
    29 min
  • Romance Scam – wie ein Opfer Liebesbetrug im Netz verhindern will
    Helga Grotheer wurde vor 14 Jahren von einem Romance Scammer betrogen. Heute kämpft sie dafür, dass genau das anderen nicht passiert. In ihrem Forum informiert sie über die Maschen der Betrüger. Und: Sie versucht, ihnen das Handwerk zu legen.
    Themen in diesem Kontext:
    * Warum sind Scammer so erfolgreich?
    * Wie gross ist das Problem in der Schweiz?
    * Wieso stammen viele der Scammer aus Westafrika?
    * Mit welchen Mitteln arbeiten die Betrüger?
    * Wieso machen sich Opfer von Romance Scams teilweise der Geldwäsche schuldig?
    * Wie versuchen Helga Grotheer und ihre Mitstreiterinnen, die Betrüger zu überlisten?
    Im Podcast zu hören sind:
    * Helga Grotheer, Gründerin des Online-Forums «RomanceScambaiter»
    * Jan Beek, Ethnologe mit Fachgebiet Betrug von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    * Carmen Surber, Pressesprecherin der Kantonspolizei Zürich
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    29 min
  • Hatsune Miku – ein virtueller Superstar
    Sie singt und tanzt auf der Bühne, und tausende von Fans jubeln ihr zu: Hatsune Miku, ein japanischer Popstar mit zwei langen türkisblauen Zöpfen. Aber – Hatsune Miku gibt es gar nicht. Zumindest ist sie kein Mensch: Sie ist ein Vocaloid, eine virtuelle Stimme, zu der eine Figur erfunden wurde.
    * Wie aus einem Computerprogramm ein weltberühmter, virtueller Popstar wurde.
    * Die Kommerzialisierung von Vocaloids.
    * Virtuelle Bands von den 50ern bis heute.
    * Was kann ein virtueller Popstar, was ein echter nicht kann?
    * Virtuelle Popstars als Spiegel unserer Zeit.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Dr. Rafal Zaborowski, Medienwissenschaftler am Kings College London
    * Aki Glancy (EmpathP), Musikproduzentin
    * Dr. Alicia Stark, Musikwissenschaftlerin
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    28 min
  • Kultur-Talk: Warum sich fürs Klima an Bilderrahmen festkleben?
    2022 ist das Jahr, in dem Klimaaktivistinnen und -aktivisten sich in Kunstmuseen begeben, sich an Bilderrahmen festkleben oder Gemälde mit Flüssigkeiten oder Kartoffelbrei bewerfen. Warum tun sie das? Warum wird die Kunst zum Ziel von Klimaprotesten?
    Im September klebten sich Max Voegtli und ein weiterer Aktivist im Kunsthaus Zürich an Giovanni Segantinis «Alpenweide» fest. «Renovate Switzerland», die Organisation, der er angehört, begründete dies so: «Keine idyllischen Landschaften in einer brennenden Schweiz, keine Kunst auf einem toten Planeten.» Im «Kultur-Talk» unterhalten sich Max Voegtli und Philip Ursprung, Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich, über Kunstmuseen als Schauplätze des Klimaprotests. Warum gerade Kunstmuseen? Was, wenn tatsächlich Kunstwerke beschädigt werden? Verscherzt sich «Renovate Switzerland» durch solche Aktionen nicht viele Sympathien?
    29 min
  • Das Geheimnis der Schamanin von Bad Dürrenberg
    Still liegt sie in knöcherne Einzelteile zerlegt in ihrer Vitrine, angeschrieben vorderhand noch als «Frau von Bad Dürrenberg»: Eine westeuropäische Jägerin und Sammlerin, 155 Zentimeter gross, 9000 Jahre alt, intakter Schädel, perfektes Gebiss, fast vollständiges Skelett. 
    Ein archäologischer «Cold Case», der gerade dabei ist, als «Schamanin von Bad Dürrenberg» ein Weltstar zu werden.
    * Die Dame wurde bereits 1934 per Zufall ausgegraben und von zwei nationalsozialistischen Wissenschaftlern als «männlicher Urgermane» klassifiziert, blond und hellhäutig natürlich.
    * Ideologischer – wenn auch falscher – könnte die nationalsozialistische Analyse nicht gewesen sein.
    * Bei Nachgrabungen in Bad Dürrenberg kamen 2019 noch zahlreiche neue Fundstücke aus dem Grab zu Tage, die einen gigantischen Forschungsschub ausgelöst haben. Unter anderem – das zeigten neuste DNA-Analysen – ist die Dame aus dem Mesolithikum dunkelhäutig, schwarzhaarig und blauäugig.
    * Es gibt weltweit nur zwei weitere Individuen aus derselben Zeit, die es aus archäologischer Sicht mit ihr an Bedeutung aufnehmen können. Das eine lebte im heutigen Texas, das andere im heutigen Israel.
    * Maya Brändli ist nach Halle gereist und hat im Landesmuseum für Vorgeschichte die bewegte Karriere der Schamanin von Dürrenberg rückverfolgt.
    Im Podcast zu hören sind
    * Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Leiter des Landesmuseum für Vorgeschichte in Hall
    * Wolfgang Haak, Anthropologe und Paläogenetiker am Max-Planck-Institut Leipzig
    * Jörg Orschiedt, Prähistoriker und Anthropologe, u.a. am Landesamt für Denkmalpflege, Archäologie und Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle
    * Holger Dietl, Archäologe und Prähistoriker im Landesamt für Denkmalpflege, Archäologie und Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle
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    28 min
  • Im Exil: Die russische Starschauspielerin Tschulpan Chamatowa
    Seit Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine lebt Tschulpan Chamatowa mit ihrer Familie im Exil in Riga/Lettland. Dort spricht sie in einem immer ausverkauften Theaterstück über ihren Schmerz, die Abgründe der russischen Kultur und die Propaganda des Putin Regimes.
    * Tschulpan Chamatowa war eine der ersten russischen Künstlerinnen und Intellektuellen, die am 24. Februar in einem offenen Brief den Angriffskrieg gegen die Ukraine öffentlich verurteilt haben.
    * Seit bald neun Monaten lebt sie mit ihrer Familie in Riga und steht im Neuen Theater Riga im erschütternden Theaterstück «Postscriptum» auf der Bühne. Sie gilt als eine der besten russischen Schauspielerinnen ihrer Generation. Im Westen kennt man sie u.a. aus dem Film «Good Bye Lenin».
    * Tschulpan Chamatowa hat 2012 in einem Wahlvideo für Präsident Putin teilgenommen, weil er ihre Stiftung «Leben schenken» für krebskranke Kinder unterstützt hat. Das werfen ihr viele vor.
    * Der bekannte lettische Regisseur Alvis Hermanis bezeichnet «Postscriptum» nicht als Theater, sondern als therapeutischen Raum für die Schauspielerin wie das Publikum. Er hat in seiner Karriere viele russische Autor:innen inszeniert.
    * In Riga leben 36% russischstämmige Bürger:innen, die teilweise Putin und seinen Krieg unterstützen. Das russische Staatsfernsehen ist seit Juni 2022 in Lettland nicht mehr zu empfangen.
    * Der Überfall auf die Ukraine aktiviert historische Traumata in Lettland. Von 1940 bis 1991 war das Land drei Mal okkupiert, zuerst von der roten Armee, später von Nazideutschland und dann wieder von der Sowjetarmee. Lettland ist seit 1991 wieder unabhängig.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Die Schauspielerin Tschulpan Chamatowa (47) gilt als eine der besten russischen Theaterschauspielerinnen Russlands. Seit Kriegsbeginn lebt sie im Exil in Riga.
    * Der Regisseur Alvis Hermanis (57) ist international bekannt und seit 25 Jahren der Leiter des Neuen Theater Riga.
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    28 min
  • Wisente im Jura: Wie viele Wildtiere verträgt die Schweiz?
    Darius Weber hat vor 30 Jahren zum ersten Mal einen freilebenden Wisent gesehen, im polnischen Bialowieza. Seither hat er die Vision, die Urrinder in der Schweiz wieder anzusiedeln. Im Solothurner Jura leben seit September fünf junge Wisente in Halbfreiheit. Das Ziel ist die Auswilderung.
    Der Wisent ist für die einen faszinierend, für andere sprengt das Urrind mit seiner Grösse jedes Mass. Vor allem unter den Landwirten der Region hat das Wisent-Projekt viele Gegner: Sie fürchten um ihre Kulturen und um die Sicherheit ihrer eigenen Tiere. Das wirft die Frage auf: Wie viele Wildtiere verträgt die Schweiz? Welche Wildtiere sind uns willkommen, welche nicht?
    Themen des Podcasts:
    * Der Wisent – die Geschichte einer jahrtausendealten Ausrottung.
    * Die Umweltverträglichkeitsprüfung eines Wildtiers.
    * Die Bedenken der Landwirte und andere Ängste.
    * Wie immer mehr Wildtiere den Lebensraum in der Schweiz nutzen.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Darius Weber, Wildbiologe und Initiant des Wisent-Projekts im solothurnischen Bezirk Thal
    * Otto Holzgang, Umweltnaturwissenschaftler und Projektleiter Wisent Thal
    * Fabian Bieri, Präsident der kantonalen Jagd- und Fischereiverwalter der Schweiz
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    29 min
  • Kultur-Talk: Ingeborg Bachmann und Max Frisch: Der Briefwechsel
    Ingeborg Bachmann und Max Frisch waren eines der glamourösesten Literaturpaare des 20. Jahrhunderts. Doch ihre Beziehung endete schmerzlich. 1962 verliess der 51-jährige Frisch die 36-jährige Bachmann für die 23-jährige Studentin Marianne Oellers. Es war eine «unheilbare Verletzung» – für beide.
    In den vier Jahren ihrer Beziehung schrieben sich Ingeborg Bachmann und Max Frisch gegen 300 Briefe, um die sich teils Legenden ranken. So wurde Frisch immer wieder vorgeworfen, Bachmann gezielt vernichtet zu haben.
    Wie war es wirklich? Was teilten die beiden Literaturstars miteinander? Was trennte sie? In ihrem endlich freigegebenen und akribisch annotierten Briefwechsel lässt es sich nun nachlesen.
    Franziska Hirsbrunner spricht mit den Mitherausgebern Renate Langer und Thomas Strässle.
    Buchhinweis:
    Ingeborg Bachmann, Max Frisch: „Wir haben es nicht gut gemacht. Der Briefwechsel. Mit Briefen von Verwandten, Freunden und Bekannten. Herausgegeben von Hans Höller, Renate Langer, Thomas Strässle und Barbara Wiedemann. Koordination: Barbara Wiedemann. Mit Fotografien und Faksimiles. Piper Verlag und Suhrkamp Verlag 2022. 1038 Seiten.
    27 min

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