Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Beton: Geliebtes Übel (W)
    Beton polarisiert. Viele finden ihn hässlich und verweisen auf seine schlechte CO2-Bilanz. Fakt ist: Wir kommen nicht daran vorbei. Die Schweiz ist ein Betonland. Darum rückt die Fotografin und Autorin Karin Bürki Ikonen des Brutalismus ins beste Licht, um allen ihre Schönheit näherzubringen.
    * Instagram, Karten, Webseite: Karin Bürkis Format HEARTBRUT.
    * 2018 wurde das Triemli-Hochhaus zum hässlichsten Gebäude der Schweiz gekürt.
    * Von Brücken bis zu Staumauern: Beton hat die Schweiz erschlossen.
    * Kirche, Schulhaus, Einkaufszentrum: Die Schweiz hat ikonische Sichtbeton-Bauten.
    * Beton hat im Verlauf der Geschichte immer wieder Kritik hervorgerufen.
    * Warum die Zementindustrie so schädlich fürs Klima ist.
    * Ideen und Forschung, Beton umweltfreundlicher zu machen.
    Im Podcast zu hören sind:
    * Karin Bürki, Fotografin, Autorin und Herausgeberin der «Cartes Brutes» und Gründerin von HEARTBRUT
    * Andreas Ruby, Direktor Schweizerisches Architekturmuseum
    * Pietro Lura, Leiter Abteilung «Beton und Asphalt» bei der Empa
    Erstausstrahlung: 18.2.2022
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
    Mehr zum Kontext Podcast: https://srf.ch/audio/kontext
    28 min
  • Akiva Weingarten, ultraorthodoxer Aussteiger und liberaler Rabbi
    Akiva Weingarten wuchs in der Satmarer Gemeinschaft in New York auf und zog mit 18 Jahren nach Bnei Brak in Israel, beides ultraorthodoxe Gemeinschaften. Mit Ende 20 stieg er aus. Ausgerechnet in Deutschland fand er einen neuen Weg, jüdisch zu sein – aber anders.
    Akiva Weingarten wollte sein Jüdischsein hinter sich lassen, als er vor etwa 10 Jahren von Israel nach Berlin zog. Es war ein Bruch mit dem ultraorthodoxen Glauben, mit der Ehe, der Gemeinschaft. Statt der erwarteten Freiheit fühlte er aber erstmal nur Leere. Gleichzeitig erlebte er: Wenn du am Nullpunkt bist, ist alles, was jetzt kommt, Plus. Nach der Dekonstruktion des Glaubens begann er einen Weg zu suchen, seine jüdische Identität neu und anders zu leben – angestossen durch Menschen, die sich für das Judentum interessierten und seine Erfahrung wertschätzten. Sein Verständnis von Regeln und Traditionen veränderte sich grundlegend. Es geht nicht mehr darum, aus Angst vor der Hölle einem zornigen Gott zu gefallen. Vielmehr sieht er die Traditionen heute als einen Schatz an, der Menschen beheimaten kann. Religion ist kein Müssen mehr – sondern ein Dürfen. Wie hat Akiva Weingarten, heute liberaler Rabbiner in Dresden und Basel, diese Rekonstruktion des Glaubens geschafft? Darum geht es in diesem Kontext.
    Themen in diesem Kontext:
    * Die Biografie von Akiva Weingarten, Autor des Buches «Ultraorthodox».
    * Was prägte ihn im ultraorthodoxen Judentum?
    * Was erlebte er nach seinem Ausstieg?
    * Wie fand er einen Weg, das Judentum liberaler zu leben?
    * Wie «funktioniert» Rekonstruktion nach der Dekonstruktion des Glaubens?
    * Gibt es dieses Phänomen in allen Religionen, dass Menschen aus einem fundamentalistischen Glauben aussteigen und einen liberalen Glauben innerhalb derselben Religion wählen?
    Im Podcast zu hören sind:
    * Akiva Weingarten, liberaler Rabbiner, Gründer der Besht Yeshiwa in Dresden («die erste liberal-chassidische Yeshiwa weltweit»), Rabbi u.a. der Liberalen Jüdischen Gemeinde Migwan in Basel
    * Georg Otto Schmid, Religionsexperte und Ausstiegsberater bei relinfo
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
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    29 min
  • Kultur-Talk: Mani Matter – ein politischer Liedermacher?
    50 Jahre nach dem Tod von Mani Matter widmet sich ein Buch den politischen Seiten des Chansonniers. Jurist Matter hatte klare Vorstellungen vom «gesunden demokratischen Staat». Und in seinen Liedern schimmere das öfter durch, als man denkt, sagt der Literaturwissenschaftler Nicolas von Passavant.
    Was hält einen Staat zusammen? Und wie bleibt eine Demokratie lebendig? Das sind Fragen, die den Juristen Mani Matter in seiner Habilitationsarbeit umtrieben. Sein Fazit: Es braucht einen «Konsens zur Uneinigkeit». Bürgerinnen und Bürger müssen bereit sein, gegensätzliche Meinungen auszuhalten. Solange ein Dialog geführt wird, kommt es nicht zum gewaltsamen Konflikt. Der Literaturwissenschaftler Nicolas von Passavant hat ein Buch über das Politische bei Mani Matter geschrieben. Und er kommt zum Schluss: Mit dem Wissen um Mani Matters politische Staatstheorie hört man seine Lieder ganz anders.
    30 min
  • Doppelleben – die Brüder Goncourt und der Rausch ihrer Zeit
    Paris im 19. Jahrhundert. Die Stadt entwickelt sich zum kulturellen Zentrum Europas. Literatur, Malerei, Architektur. Alles floriert. Mittendrin die zwillingshaften Brüder Goncourt, Wegbereiter des Naturalismus, deren «Journal» nebst Klatsch und Tratsch über vierzig Jahre Kulturgeschichte festhält.
    * Wer sind die Brüder Goncourt?
    * Warum gelten sie als Wegbereiter des Naturalismus und welche Rolle spielt dabei ihr Tagebuch?
    * Was erzählen sie uns über das kulturelle Leben ihrer Zeit und was über dessen Exponent:innen?
    * Warum wird Paris in ihrer Zeit zur Kulturhauptstadt schlechthin?
    * Welchen Einfluss hat dabei der Umstand, dass Frankreich unter Napoleon III. eine Diktatur ist?
    * Welche Bedeutung hat ihr einzigartiges «Journal» für die damalige wie für die heutige Zeit?
    Im Podcast zu hören sind:
    * Alain Claude Sulzer, Schriftsteller und Autor des Romans «Doppelleben» über die Brüder Goncourt
    * Walburga Hülk-Althoff, emeritierte Professorin für Romanische Literaturwissenschaften, Verfasserin unter anderem von «Der Rausch der Jahre. Als Paris die Moderne erfand»
    Bei Fragen, Anregungen oder Themenvorschlägen schreibt uns: [email protected]
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    27 min
  • Die Wiederentdeckung der Klitoris (W)
    Klein und erbsengross ist die Klitoris. Das ist falsch, so wird es aber gelehrt. In Deutschland werden jetzt die Schulbücher umgeschrieben, dank einer jungen engagierten Lehrerin. Sie kämpft für eine korrekte Darstellung der Vulva und damit für eine korrekte Aufklärung über die weibliche Sexualität.
    * Warum die Klitoris aus den Lehrbüchern verschwand
    * Warum eine junge Lehrerin für eine richtige Darstellung der Vulva kämpft
    * Bedeutung der Klitoris für die weibliche Lust
    * Der Umgang mit Schulmaterial für Sexualkunde in der Schweiz
    Im Podcast zu hören sind:
    * Sina Krüger, junge Lehrerin aus Berlin
    * Prof. Daniel Haag-Wackernagel, emeritierter Professor für Biomedizin
    * Barbara Berger, Geschäftsleiterin «Sexuelle Gesundheit Schweiz
    Erstausstrahlung: 8.3.2022
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    27 min
  • Kultur-Talk zum Literaturnobelpreis 2022
    Gestern wurde in Stockholm der Literaturnobelpreis 2022 vergeben. Gewonnen hat ihn die französische Schriftstellerin Annie Ernaux. Wir stellen die Pionierin der autofiktionalen Erzählweise vor und reden mit der Literaturkritikerin und Frankreichspezialistin Iris Radisch.
    Annie Ernaux gehört zu den führenden Schriftstellerinnen Frankreichs. Ihre autofiktionale Erzählweise, durch die sie teilweise auch belastende Erlebnisse aus ihrem Leben zu Literatur gemacht hat, hat in der Zwischenzeit im In- und Ausland Nachahmer gefunden. Sie selbst hat sich durch ihre stete Auseinandersetzung mit ihrer Herkunft, ihrer Rolle als Frau im Nachkriegsfrankreich und dank ihrer unablässigen Suche nach dem adäquaten sprachlichen Ausdruck längst einen Namen gemacht und wird nun ganz zurecht mit dem höchsten Literaturpreis ausgezeichnet.
    29 min
  • Zeitgeschichte fotografiert: Das verrückte Leben der Leni Sinclair
    1959 verlässt die 19-jährige Magdalena Arndt die DDR in Richtung Detroit. Dort schliesst sie sich einer Gruppe Beatniks an und wird zu Leni Sinclair. Unermüdlich dokumentiert sie mit ihrer Kamera das musikalische Geschehen und die gesellschaftlichen und politischen Umbrüche der 60er und 70er Jahre.
    * Detroit in den 1960er und 70er Jahren
    * Reportagen- und Konzert-Fotografie
    * Jazz, Avantgarde-Jazz, John Coltrane, Miles Davis
    * Proto-Punk, MC5, Iggy Pop
    * Freiheits- und Bürgerrechtsbewegung
    * Beatniks, Hippies und die White Panther Party
    Im Podcast zu hören sind:
    * Leni Sinclair, freischaffende Fotografin und Aktivistin
    * Romano Zerbini, Gründer und Kurator Photobastei Zürich
    * Martin Schäfer, ehemaliger Musikredaktor und Musikchef SRF 3
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    29 min
  • Kultur-Talk: Viel zu hohe Erwartungen? Ann Demeester über ihren neuen Job
    Die Herausforderungen für die neue Direktorin am Kunsthaus Zürich sind zahlreich. Besonders wichtig: Die Kritik an der Sammlung von Waffenfabrikant Bührle angehen. Wie sie das tun will, warum es Zeit braucht, erläutert die gebürtige Belgierin im Kultur-Talk.
    Sie habe leider keinen Zauberstab, sagt Ann Demeester, und nein, sie bereue es nicht, den Job am Kunsthaus Zürich angenommen zu haben. Auf der neuen Museumdirektorin lasten hohe Erwartungen und sie stellt sich bereits jetzt auf die Kritik aus den Medien ein. Ann Demeester kennt die Mechanismen der öffentlichen Aufmerksamkeit. Am Kunsthaus Zürich will sie die Causa Bührle sorgfältig aufarbeiten. Wie genau und warum manche Entschuldigungen nichts wert sind, erläutert Ann Demeester zum Start und spricht auch über die miserable Frauenquote in der Sammlung des Kunsthaus Zürich.
    28 min
  • Der Countertenor: Die Stimme des Uneindeutigen
    Im Barock wurden Sängerkastraten wie Popstars gefeiert. Die Countertenöre von heute erreichen ähnlich schwindelerregende Höhen – ohne Operation, dafür aber mit Technik. Die hohen Männerstimmen stellen Geschlechtergrenzen infrage, sorgen für Irritation und Begeisterung.
    * Über die Faszination des hohen Männergesangs vom Barock bis zur Pop- und Rockmusik
    * Kastratenstimmen waren kein Wunder! Die Sänger mussten hart arbeiten und waren oft tragische Gestalten und sozial benachteiligt.
    * Im 17. und 18. Jahrhundert war es auf der Opernbühne gängige Praxis, dass Kastraten als Könige und Helden auftraten – und Frauen in sogenannten Hosenrollen. Über die barocke Lust am Verwirrspiel der Geschlechterrollen auf der Opernbühne.
    * Warum betrachten wir heute bestimmte Stimmen eigentlich als männlich und andere als weiblich? Über Gender-Konstruktionen des 19. Jahrhunderts, die sich hartnäckig halten
    * Das nennt man Berufung! Wie Philippe Jaroussky zufällig seine Altstimme entdeckte und dann einen Senkrechtstart hinlegte
    * Viele heutige Countertenöre beenden frühzeitig ihre Sänger-Karriere? Sind Countertenorstimmen besonders empfindlich? Oder passen die hohen, jugendlichen Stimmen und das Aussehen älterer Männer irgendwann nicht mehr zusammen?
    Im Podcast zu hören sind:
    * Philippe Jaroussky, französischer Countertenor-Star
    * Prof. Dr. Corinna Herr, Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau
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    29 min
  • Kultur-Talk: Lesbisch und katholisch zum Trotz: Kultur-Talk mit Mentari Baumann
    Lesbisch, gläubig und aktivistisch. So beschreibt sich Mentari Baumann, Tochter eines Schweizer Protestanten und einer indonesischen Katholikin. Wie sie die verschiedenen Welten verbindet und wie sie die Kirche verändern will, damit sie für alle eine Heimat sein kann, das erzählt sie im Kultur-Talk.
    Mentari Baumann war bis vor Kurzem Präsidentin der Pride Zürich, dem jährlichen Festival queerer Menschen. Und sie ist Geschäftsführerin von Allianz Gleichwürdig Katholisch. Die 28-Jährige mit indonesischen Wurzeln sagt von sich, sie sei «auch ein bisschen heteronormativ» und sie bleibe aus Trotz römisch-katholisch, weil sie sich ihre Kirche nicht wegnehmen lassen wolle.
    Im Gespräch erzählt sie von ihrem Outing im ländlichen Bern, ohne queere Vorbilder, von ihren Wurzeln in diversen Religionen und von ihrem Einsatz für eine offene, gleichberechtige römisch-katholische Kirche.
    27 min

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