Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Das Sachbuch-Trio
    In einer Politik von unten liegt die Chance, Dinge neu zu denken – Ein Plädoyer. Dann: Briefe geben Einblick in Privates, aber auch in die Gesellschaften der Vergangenheit. Und: wie in Künstlerkolonien gesellschaftliche Gegenentwürfe nicht nur entworfen, sondern auch gelebt wurden. Weitere Themen: (03:56) Plädoyer für mehr Zukunft - (17:55) Mit Briefe die Vergangenheit entdecken - (31:12) Orte für Gegenentwürfe
    52 min
  • Ehe für alle – wer will heiraten, wer ist dagegen?
    Am 26. September stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die «Ehe für alle» ab. Darum fragen wir, warum ein lesbisches Paar unbedingt heiraten will, weshalb ein Chemiker gegen die «Ehe für alle» ist und was das mit Gott zu tun hat. Zudem ordnen wir ein, wie sich die Ehe historisch gewandelt hat.
    Eva Kaderli und Sara Folloni möchten heiraten. Seit über 30 Jahren sind sie ein Paar und haben einen steinigen Weg hinter sich: Aufgewachsen in einer Freikirche, wurde ihre Liebe früh auf den Prüfstand gestellt. «Ich habe Gott angefleht, dass die Liebe aufhört», erinnert sich Eva Kaderli. Doch es kam anders. Die beiden traten aus der Freikirche aus und haben sich vor 18 Jahren verpartnert. Nun möchten sie heiraten und setzen sich für die «Ehe für alle» ein.
    Für den Chemiker Rudolf Geiger geht die gleichgeschlechtliche Ehe zu weit. Er stimmte damals zwar für die eingetragene Partnerschaft und lehnt Diskriminierung ab. Doch die Ehe an sich solle ausschliesslich heterosexuellen Paaren vorbehalten sein ebenso wie die Möglichkeiten der modernen Fortpflanzungsmedizin. Historisch gesehen war die Ehe stehts im Wandel. Die romantische Vorstellung etwa, dass Ehe auch etwas mit Liebe zu tun hat, stammt erst aus dem 18. Jahrhundert. Weitere Themen: Gläubig und lesbisch: Porträt eines Frauenpaars, das heiraten will - Gegen die «Ehe für alle»: Porträt Rudolf Geiger - Historische Entwicklungen der Ehe
    48 min
  • Kontext-Sommerserie: Kleines Land gross im Übersee-Geschäft (9/9)
    Basler Missionare, Neuenburger Handelsgesellschaften und Glarner Unternehmer reisten bereits im 18. Jahrhundert übers Meer nach Asien, Afrika und Amerika. Ihre Handelstätigkeit Übersee hat die Schweiz zu einem der wohlhabendsten Staaten gemacht.
    Das Bild der Schweiz als Volk von Bauern und Hirten trügt: Das Land wurde vielmehr geprägt durch eine starke Handelstätigkeit in Übersee, die seinen Reichtum begründet hat: Kaufleute reisten bereits im 18. Jahrhundert übers Meer nach Asien, Afrika und Amerika, verkauften dort Stoffe, Stickereien und Uhren und brachten Kolonialwaren wie Zucker, Kaffee und Kakao zurück. Sie betrieben - wie etwa auf den Antillen - Plantagen mit Sklaven, eröffneten Warenhäuser in Westafrika und gründeten Schokoladefabriken in den USA. «Kontext» beleuchtet dieses kaum erforschte Kapitel der Schweizer Geschichte.
    Literatur:
    Boesch, Ina: Weltwärts. Die globalen Spuren der Zürcher Kaufleute Kitt. Baden 2021. (Verlag Hier + Jetzt)
    Franc, Andrea: Im Austausch mit der Welt. Schweizer Unternehmen im 19. und 20. Jahrhundert. Baden 2021. (Verlag Hier + Jetzt)
    Franc, Andrea: Wie die Schweiz zur Schokolade kam. Der Kakaohandel der Basler Handelsgesellschaft mit der Kolonie Goldküste (1893-1960). (Reihe Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft, Band 180). Basel 2017. (Verlag Schwabe)
    53 min
  • Künste im Gespräch – Herzensangelegenheiten in Literatur und Film
    Der Übersetzer Kurt Steinmann bringt uns die Gedichte von Archilochos näher. Der Autor Jan Röhnert verbindet in seinem neuen Buch «Vom Gehen im Karst» Landschaft und Literatur. Der neue Film von Uberto Pasolini ist jetzt im Kino.
    Der Luzerner Altphilologe Kurt Steinmann ist einer der profiliertesten Übersetzer. Seine Ilias und Odyssee-Übersetzungen sind wegweisend. Nun hat er die Gedichte von Archilochos in heutiges Deutsch übertragen.
    Der Autor und Literaturwissenschaftler Jan Röhnert ist seit seiner Kindheit von Karstlandschaften fasziniert. In seinem neuen Buch entwirft er eine literarische Ode an das Gehen in dieser unwegsamsten aller Landschaften.
    Mit seinem dritten Spielfilm als Autor und Regisseur festigt der Italo-Brite Uberto Pasolini seinen Ruf als feinfühliger Erzähler des angelsächsischen Kinos. Weitere Themen: «Nowhere Special»: Berührende Momente - Mit Archilochos zu den Ursprüngen der westlichen Dichtung - Vom Gehen und Schreiben im Karst
    47 min
  • Frausein ohne Kind
    Mutter werden? Manchmal beantwortet das Schicksal die Frage mit «Nein», manchmal ist es ein bewusster Entscheid dagegen. Was bedeutet ein Lebensweg jenseits der Mutterschaft? Davon erzählen zwei Frauen ohne Kind. Und eine Autorin und eine Wissenschaftlerin ordnen ein.
    Gemäss Bundesamt für Statistik hat in der Schweiz rund ein Viertel der Frauengeneration im mittleren Alter keine eigenen Kinder – gewollt oder ungewollt. Die Gründe dafür sind vielfältig, das Bild in den Medien aber relativ einseitig. Mutterschaft gilt immer noch als Norm einer Frauenbiografie, wie Diana Baumgarten weiss. Die Soziologin und Geschlechterforscherin kommt in der Sendung ins Gespräch mit Jeannine Donzé, psychologische Beraterin und Autorin des Buches «Was wir in die Welt bringen – Frauen zwischen «kinderlos» und «kinderfrei»». Donzé hat darin 15 Frauen porträtiert und begleitet Frauen bei der Kinderfrage. Weitere Themen: Unerfüllter Kinderwunsch - Bewusst kinderlos
    48 min
  • Der Komponist Josquin Desprez: Europas erster Musikstar
    Er ist der erste europäische Musikstar: der Komponist und Sänger Josquin Desprez. Seine Musik berührt sein Publikum noch heute, 500 Jahre nach seinem Tod. Wer war Josquin Desprez? Weshalb hat sich seine Musik in ganz Europa verbreitet? Wo wird seine Musik heute noch gespielt – und wie?
    Josquin Desprez war der erste europäische Musikstar: Seine Hits waren so beliebt, dass die reisenden Musiker sie immer wieder abgeschrieben, gesungen, und weiterentwickelt haben – bis heute. Das Französisch-Schweizerische Ensemble Thélème singt seine Chansons und mischt elektronische Klänge dazu. Musikerinnen und Musiker der Basler Konzertreihe ReRenaissance spielen jeden Monat ein Stück von Josquin in unterschiedlichen Besetzungen. Und der britische Musikforscher und Wahlbasler David Fallows sagt auch nach Jahren der Forschungsarbeit über Josquin: «Seine Musik ist einfach perfekt.» Weitere Themen: «Die Noten machen, was er will» - Die Musik von Josquin weitergedacht - Der warme Klang der alten Tonarten
    52 min
  • Kontext-Sommerserie: Zürich als Zentralhafen Europas? (8/9)
    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es Pläne, die Schweiz für die Hochseeschifffahrt tauglich zu machen. Von Genf aus sollte man mit dem Schiff zum Bodensee gelangen, von Genua über die Alpen nach Basel, und Zürich hätte einen Meerhafen bekommen. Wir zeigen diese Visionen einer maritimen Schweiz.
    «Wer an der See keinen Teil hat, der ist ausgeschlossen von den guten Dingen der Erde» – diese Worte waren 1938 in der Schweizer Wochenzeitung «Die Tat» zu lesen. Damals war es noch nicht eindeutig klar, dass sich die Eisenbahn und das Strassennetz für den Waren- und Personentransport durchsetzen werden. Von der Hochseeschifffahrt versprach die Schweiz sich wirtschaftlichen Aufschwung und Bedeutung in Europa. Doch die Pläne sind gescheitert und stehen somit sinnbildlich für die gesellschaftlichen und verkehrspolitischen Entwicklungen im 20. Jahrhundert. Weitere Themen: Ein Meerhafen in Zürich? - Schiffe auf dem Splügenpass – Caminadas Alpenkanal - Steigende Pegel – eine fiktive Schiffsreise über die Alpen - Der Transhelvetische Kanal zwischen Basel und dem Genfersee
    52 min
  • Kontext-Sommerserie: Meeresforschung in der Schweiz (7/9)
    Das Meer ist nicht nur die Heimat der Matrosen, sondern längst auch ein intensiv beobachteter Forschungsgegenstand. Mit gutem Grund: Die Ozeane befinden sich in einer zunehmend prekären Situation.
    Was tun gegen Erwärmung, Versauerung, Korallensterben und Mikroplastik? Dazu geforscht wird u.a. auch im Binnenland Schweiz. Weitere Themen: Die Korallen-Retterin - Forschungsheimat Meer - Die Spur aus Plastik
    54 min
  • Literatur im Gespräch
    Der Stich einer Wespe? Nein! Ein perfider Mord. Mit «Das perfekte Gift» schreibt der russische Autor Sergej Lebedew einen Polithriller, der an reale Giftanschläge der jüngsten Zeit denken lässt.
    Ein russischer Ex-Geheimdienstagent, der in Deutschland untergetaucht ist, wird bei einem Giftanschlag ermordet. Es ist ein Gift, das ein Chemiker in einem geheimen Labor in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt hat. Nur er kann bei der Ermittlung des Mordes helfen, da das Gift kaum mehr nachgewiesen werden kann. Doch das bringt ihn in Gefahr. Denn auch der Chemiker ist nach dem Zerfall der Sowjetunion in den Westen geflüchtet und untergetaucht. Das tödliche Gift, abgefüllt in Parfum-Flakons, hat er damals mitgenommen. Jetzt, viele Jahre später, sind Auftragskiller aus Putins Russland unterwegs, die ihn mit seinem eigenen Gift töten sollen. Was wie ein aktionsreicher Agententriller tönt, ist ein subtiler und hochpolitischer Roman. Der Autor Sergej Lebedew geht darin den Spuren der chemischen Kriegsführung nach und erzählt, was passiert, wenn sich die Wissenschaft in den Dienst eines diktatorischen Regimes stellt. Weitere Bücher in der Sendung: «Die jüngste Tochter « von Fatima Daas, einer jungen französischen Muslima. Der Roman gilt als Debut-Überraschung und hat eben den internationalen Literaturpreis gewonnen. Und das dritte Buch heisst «Eine runde Sache», geschrieben von Tomer Gardi.
    Buchhinweise:
    Sergej Lebedew. Der perfekte Mord. S. Fischer, 2021.
    Fatima Daas. Die jüngste Tochter. Claassen, 2021.
    Tomer Gardi. Eine runde Sache. Droschl, 2021. Weitere Themen: Das perfekte Gift von Sergej Lebedew - Die jüngste Tocher von Fatima Daas - Eine runde Sache von Tomer Gardi
    53 min
  • Das «China-Virus» und die wachsende Asienfeindlichkeit in den USA
    Seit dem Ausbruch der Pandemie haben anti-asiatische Übergriffe in Amerika massiv zugenommen. Schuld daran sind Verschwörungstheorien über Covid-19 und lang gehegte Vorurteile. Besonders schlimm ist die Situation in New York, wo die einstige Touristendestination Chinatown ums Überleben kämpft.
    Seit Ex-Präsident Donald Trump das Corona-Virus zum „China-Virus erklärt hat, sind Hassverbrechen gegen Menschen asiatischer Herkunft landesweit um 169 Prozent gestiegen. Doch die Asienfeindlichkeit und das spezielle Ressentiment China gegenüber haben in den Vereinigten Staaten eine lange Geschichte. Zu erleben ist das im legendären Chinatown von New York. Die Menschen haben Angst, viele Traditionsgeschäfte mussten schliessen. Ein Augenschein vor Ort und die Hintergründe des zunehmenden anti-asiatischen Rassismus in den USA. Weitere Themen: Stimmen aus New Yorks Chinatown - Die «Gelbe Gefahr» und ihre Geschichte - «Wir sind zäh»: Zwischen Solidarität und Selbsthilfe
    56 min

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