Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Liebe im Land der Mullahs
    Frauen im Iran können zunehmend selbst bestimmen, wie sie ihr Leben, ihre Liebschaften und die Ehe leben möchten. Vier Frauengeschichten geben Einblick in eine Welt, von der viele im Westen (noch) zu wenig wissen.
    Seit 1979 regieren im Iran die Mullahs. Für die Frauen bedeutet das: Kopftuch und Tschador in der Öffentlichkeit, arrangierte Ehen sowie Gehorsam gegenüber dem Ehemann. Und bei 'Vergehen' gegen den islamischen Glauben Peitschenhiebe oder Steinigung. So nehmen wir im Westen das Schicksal der iranischen Frauen war. Doch die iranische Gesellschaft verändert sich.
    Anhand von vier Porträts über emanzipierte iranische Frauen sprechen wir mit der Lyrikerin und Psychoanalytikerin Kathy Zarnegin. Sie kam in Teheran zur Welt, lebt seit 1979 in der Schweiz und reflektiert über die Doppelmoral, die gesellschaftlichen Öffnungen und das Liebesleben im heutigen Iran. Weitere Themen: Mama Dschon - vom Mini-Rock zum Tschador - Nasrin - die Single-Frau - Mahin - die Geschiedene - Narges - die Familienpsychologin
    52 min
  • Ein Beitrag zur Klimadebatte: Tiere auf die Theaterbühne?!
    Klimakrise, Nachhaltigkeit und ein neues Verständnis einer Welt, in der nicht mehr (nur) der Mensch im Zentrum steht: Wie sich Künstler:innen mit ihren Projekten in die Klimadebatte einmischen.
    Nicht nur auf der Strasse auch auf den Theaterbühnen und in Kunsträumen ist die Klimakrise zu einem wichtigen Thema geworden. Was tun Künstler:innen, um ihren Beitrag für eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu leisten?
    Zum Beispiel das Verhältnis zwischen Menschen und Tieren. Es ist in vielerlei Hinsicht beschädigt. Die Theaterschaffenden Seraina Dür und Jonas Gillmann haben die erste artenübergreifende Compagnie gegründet. Der Kunstraum wird ihnen zu einem Möglichkeitsraum, in dem sie ein anderes Zusammenleben von Tieren und Menschen erforschen. Ihre Protagonisten: Stadttauben.
    Der Zürcher Sänger, Choreograph und Performer Daniel Hellmann verbindet in seiner Arbeit Tierrechte, Klima-Aktivismus, Feminismus, Musik und Drag. Auf der Bühne wie an Demonstrationen tritt er als Kunstfigur «Soya the cow» auf und sucht nach Antworten auf die grossen ethischen und philosophischen Fragen unserer Zeit. Weitere Themen: «Kunsträume sind Übungsfelder» - Kunst und Aktivismus: Der Performer Daniel Hellmann - «Rough Love»: Eine Wohngemeinschaft von Tieren und Menschen
    49 min
  • Literatur im Gespräch
    Was ist Flirt - und was ist bereits sexueller Übergriff. Ein Mann, der Frauen gern den Hof macht, tappt in die Me-Too-Falle und wird angeklagt. Im Roman «Das ist Lust» diskutiert er sein Verhalten mit einer Freundin. Dabei geht es um Wahrnehmung und nicht um Schuld.
    Quin ist kultiviert und belesen. Und er ist ein Charmeur und Womanizer. Er gefällt sich darin, Frauen zu umwerben, sich ihnen als Freund und Beschützer anzubieten. Er geht auch mal mit ihnen shoppen. Doch ab und an wird er übergriffig. Es gibt Frauen, die weisen ihn zurecht und ziehen klare Grenzen. Und Quin akzeptiert es sofort. Doch nicht alle Frauen können damit umgehen. Im Zuge der Me-Too Debatte schliessen sich betroffene Frauen zusammen und klagen Quinn an. Die Autorin Mary Gaitskill lässt im Roman «Das ist Lust» den angeklagten Quin zu Wort kommen. Die Lesenden hören ihm zu, wie er sein Verhalten einer langjährigen Freundin zu erklären versucht. Bestechend an dieser Geschichte ist, dass die Autorin nicht urteilt. Aber sie wirft Fragen auf und ermöglicht dadurch einen differenzierten Blick auf die Me-Too Debatte. Weitere Bücher der Sendung: «Ameisig», der Roman von Charlie Kaufmann. Er handelt unter anderem davon, wie kompliziert es heute ist, ein Mann zu sein. Und «Die Skrupellosen» von Sadie Jones. Eine Familiensaga über die Verlockungen des Geldes. Es diskutieren die Kritikerin Andrea Köhler, der Literaturprofessor Philipp Theisohn und Esther Schneider von der SRF Literaturredaktion. Weitere Themen: (04:17) «Das Ist Lust» von Mary Gaitskill - (20:34) «Ameisig» von Charlie Kaufman - (38:06) «Die Skrupellosen» von Sadie Jones
    51 min
  • Die Kunst des Übersetzens
    Die Querelen um die deutsche Übersetzung von Amanda Gormans Inaugurationsgedicht «The Hill We Climb» hat die Übersetzerinnen und Übersetzer ins Rampenlicht gerückt. Was machen sie eigentlich? Susanne Lange und Frank Heibert, die beide zur Spitzenklasse in ihrem Metier gehören, geben Auskunft.
    Lesen wir fremdsprachige Literatur, verschwenden wir oft keinen Gedanken an die Übersetzung. Dabei kann sie für unseren Lesegenuss wichtiger sein als das Original. Was also bedeutet die Kunst des Übersetzens?
    Was müssen Übersetzer:innen mitbringen? Wie eignen sie sich Wissen an, und sei es auch noch so entlegen? Wie übersetzen sie kulturellen, politischen, sozialen Kontext? Und wie einen alten Text? Als Kostümfilm oder als postmodernes Sprachspiel? Ist neutrales Übersetzen möglich? Susanne Lange und Frank Heibert erläutern ihre Arbeit auch an konkreten Beispielen.
    51 min
  • Das Probespiel: ein archaisches Auslaufmodell?
    Wer eine Stelle in einem professionellen klassischen Orchester ergattern will, muss sich einem knallharten Auswahlverfahren stellen, dem gefürchteten Probespiel.
    Dutzende, manchmal hunderte Musizierende bewerben sich jeweils für eine ausgeschriebene Festanstellung in einem Orchester. Die Konkurrenz ist riesig, der Druck auf die Nerven ebenso, und ab einem gewissen Alter hat man kaum mehr Chancen überhaupt zum Vorspiel eingeladen zu werden. Ein Grossteil der Anwärter:innen nimmt deshalb vor einem Probespiel Beruhigungsmittel oder Betablocker, und die Tabletten werden teilweise unter Kolleg:innen herumgereicht.
    Ist dieses für alle so belastende Auswahlverfahren überhaupt noch zeitgemäss? Oder gibt es nervenschonendere Modelle, die vielleicht sogar effizienter sind? Weitere Themen: (04:58) Mittendrin im Probespiel - (19:21) Das Probespiel aus muzikmedizinischer Sicht - (36:38) Das Probespiel, künstlerisch reflektiert
    46 min
  • Mittsommer – Wissenswertes zu einem besonderen Tag
    Die Sommersonnenwende fasziniert Menschen seit Urzeiten. Woher kommt der Kult um die hellen Nächte, wie haben sie die Künste inspiriert - und was passiert überhaupt genau am Himmel?
    Die Mittsommerzeit mit ihren kurzen Nächten und langen Tagen hat für die Menschen seit Jahrtausenden grosse Bedeutung. Besonders in Nord- und Mitteleuropa gibt es diverse Feste und Rituale, die sich um diese besondere Zeit drehen. Die christliche Kirche hat diese Traditionen aufgenommen und umgedeutet. Und die Künste haben diese besonderen Nächte als Kulisse für Erzählungen und Dramen verwendet, in denen Menschen für kurze Zeit den Verstand verlieren. Weitere Themen: Die Sommersonnenwende aus astronomischer Sicht - Die Nacht der Irrungen und Wirrungen - Zwischen christlicher Johannisnacht und neuheidnischen Feuerkulten
    40 min
  • Uralte Jäger
    Libellen gab es schon vor Millionen von Jahren – sie faszinieren Neuroforscher und beschäftigen Artenschützer.
    Libellen sind wunderschöne, wendige Jäger. Jedes Kind kennt sie. Was wenige wissen: Libellen gab es schon vor Millionen von Jahren - damals mit einer Flügelspannweite von bis zu 70 Zentimetern. Sie waren vermutlich die ersten fliegenden Jäger und ihre Fossilien erzählen viel über das Leben auf dem Planeten damals. Ihr Gehirn, ganz sicher das heutiger Libellen, ist perfekt auf die blitzschnelle Jagd eingestellt, und Neuroforscher kommen ihren Geheimnissen allmählich auf die Spur. Heute sind rund ein Drittel aller Libellenarten der Schweiz selten geworden. Viele Arten sind zum Beispiel auf Moore angewiesen, Lebensräume, die zwar geschützt werden, doch das ist leichter gesagt als getan.
    Erweiterte Wiederholung Wissenschaftsmagazin 22.07.2017
    Wiederholung vom 23.1.2018 Weitere Themen: Ein paar Tümpel - Schon als Teenager: rabiat und räuberisch - Klein und vernetzt - Wie zum Teufel geht das?
    53 min
  • Künste im Gespräch – Mike Müller, The Father, Musikomix
    In Mike Müllers neuem Solostück wird geerbt, die Demenz von «The Father» hat Anthony Hopkins seinen zweiten Oscar eingebracht, und Musik-Comix bringen Flächen zum Klingen
    Strenge Richter, zerstrittene Geschwister und deren Anwälte verhandeln ein fehlerhaftes Testament. Alle Figuren im Stück «Erbsache – Heinzer gegen Heinzer und Heinzer» hat Mike Müller erfunden und er spielt sie auch alle selbst. Eine vielschichtige Begegnung mit dem Schweizer Autor, Schauspieler und Komiker vor seiner Premiere im Casinotheater Winterthur.
    Der Franzose Florian Keller hat das Theaterstück «Le père» geschrieben und acht Jahr später dann daraus den Film «The Father» gemacht. Warum es so erschütternd ist, die Auswirkungen einer einsetzenden Demenz subjektiv zu erleben und warum Anthony Hopkins für diesen «Anthony» seine Wunschbesetzung war, darüber redet Michael Sennhauser mit dem Regisseur.
    Comics und Graphic Novels über Musik und Musiker sind attraktiv und beliebt. Billie Holliday, Arvo Pärt oder David Bowie wurden schon in Kästchen gezeichnet und in Panels gemalt. Wie aber bringt man das stumme grafische Medium musikalisch zum Klingen? Eine Hörlektüre mit Johann Ulrich vom Berliner avant-Verlag. Weitere Themen: Sinn und Unsinn des Erbens: Mike Müllers neues Solostück - «The Father» mit Anthony Hopkins - Sound der Bilder: Musik im Comic
    51 min
  • Gibt es ein Leben nach dem Tod?
    Ist nach dem Ende des unseres irdischen Daseins alles aus? Oder existieren wir in irgendeiner Form weiter? Diese Frage treibt die Menschheit seit tausenden Jahren um. Die Antworten sind denkbar unterschiedlich ausgefallen.
    Es werden weniger und weniger: Nur noch vierzig Prozent aller Deutschen glauben einer „Spiegel-Umfrage zufolge an ein Weiterleben nach dem Tode. Tendenz: sinkend. „Von einem Weiterleben im Jenseits auszugehen, erschiene mir anmaßend, bekennt der Philosoph Franz Josef Wetz: „Der Kosmos mit seinen zwei Billionen Galaxien steht unter dem Gesetz des Werdens und Vergehens. Warum sollte es da ausgerechnet für den Menschen eine Ausnahme geben? Es käme mir anmaßend vor, daran zu glauben.
    Die christliche Theologie und fernöstliche Reinkarnations-Vorstellungen sehen das deutlich anders. Und auch die moderne Esoterik mischt, wenn es um die letzten Fragen geht, kräftig mit. Eine Bestandsaufnahme von Günter Kaindlstorfer. Weitere Themen: Eine uralte Frage - Zurück aus dem Jenseits - Ist der Tod das grosse Nichts?
    53 min
  • It’s a Man’s World: Der Gendergap im Design und in der Medizin
    Egal, ob es um Produkte des täglichen Bedarfs geht, um unser Zusammenleben im öffentlichen Raum oder um medizinische Versorgung. Die Welt ist auf den durchschnittlichen Mann ausgerichtet. Das Nachsehen haben alle, die genau dies nicht sind. Also viele. Zu viele. Was ist da los?
    Designen für eine gendergerechte, diverse Welt: Soeben hat Rebekka Endlers Buch «Das Patriarchat der Dinge» (Dumont Verlag) einer seit längerem schwelenden Debatte wieder Auftrieb gegeben. Dass unsere Welt für «den Mann» designt ist, erleben Frauen beim Autofahren, beim Möbelkauf, beim Gemüse rüsten an der zu hohen Küchenablage. Existenziell wird dieser Missstand auf Intensivstationen, wenns ums Überleben geht. Wieso passt unsere Welt den Männern so gut, und allen anderen so schlecht? Was braucht es, um dies zu ändern? Weitere Themen: Warum Design einige Menschen gleicher als andere macht - Die Patientin ist kein Patient - Design für alle, wirklich alle
    53 min

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